Hallo Freunde, ich habe heute einen kurzen Abstecher nach Burghaun, im Landkreis Fulda gemacht. Burghaun ist eine kleine Marktgemeinde mit ca. 6450 Einwohnern und liegt inmitten der hessischen Kuppenrhön. Die Gründung der Gemeinde, wird auf das 9. Jahrhundert geschätzt und geht zurück auf die ortsansässigen Herren von Haune. Diese hatten den Ruf als Raubritter.
Es gibt ein Schloss aus dem Jahre 1620, mit einem schönen Schlosshof, welches heute als Sitz für die Verwaltung dient. Es gibt auch einen zugehörigen Schlosspark, der zum verweilen einlädt und wo die Kinder auf den Spielplätzen ausgiebig toben können.
Direkt neben dem Schloss, befindet sich das sogenannte Herrenhaus, ebenfalls aus dem Jahre 1620. Früher war hierin das Heimatmuseum Burghaun untergebracht. Dieses befindet sich aber mittlerweile in einem anderen Gebäude in Burghaun, im „Haus Hölzerkopf“ .
Der Brunnen am Mehrgenerationenplatz in Burghaun, befindet sich neben dem Burghauner Brunnenmarkt, wo 2x im Monat ein Wochenmarkt stattfindet. Der Brunnen wurde im Jahr 2025 erneuert und wieder in Betrieb genommen.
Die Kirche Mariä Himmelfahrt wurde im Jahr 1714 auf den alten Mauern der ehemaligen Burg Haune erbaut und ist eine katholische Kirche. Das Torhaus entstand um 1400 und bildete den einzigen, von einer Mauer umgebenen, Zugang zur Stadt. Es ist das älteste Gebäude der Marktgemeinde.
Direkt neben der Mariä Himmelfahrt und dem Torhaus, befindet sich die evangelische Christuskirche aus dem Jahre 1728. Sie enthält neben dem Altarraum auch noch Grabsteine der Herren von Haune.
Die Sachsenhäuser in der Stadtstraße, unweit des Brunnenmarktes, sind historische Fachwerkhäuser. Sie erzählen eine 750 Jahre alte Geschichte über die Gemeinde, welche als Bauerndorf begann und mittlerweile eine Großgemeinde geworden ist.
Ebenfalls in der Stadtstraße, befindet sich das Städtisches Backhaus. Neben diesem, gibt es noch ein weiteres, erhaltenes Backhaus in der Dimbachstraße. Burghaun hatte damals 4 Backhäuser, aber 2 wurden über die Jahre für den Straßenverkehr abgerissen. Früher durfte man wegen der Brandgefahr nur in öffentlichen Backhäusern backen und nicht zu Hause.
In Burghaun gab es eine mittelalterliche Stadtmauer, die heute leider nur noch in kleinen Teilen vorhanden ist. Wie z.B. an dem Torhaus, der evangelischen Christuskirche oder an dem Wohnhaus, welches in der Stadtstraße steht. Man kann die Mauer am hinteren Gebäudeteil sehen, aus Sicht von der Haune.
Auf dem Marktplatz in Burghaun, sieht man das Wappen der Marktgemeinde. Einen schwarzen, steigenden Widder mit roter Zunge auf goldenem Hintergrund. Drum herum befindet sich eine grüne Flanke mit einer silbernen Sense. Der Widder soll an die Herren von Haune und die Sense an die Landwirtschaft erinnern.
Es gibt auch ein altes Jagdschloss in Burghaun, welches in 1744 erbaut wurde. Heute dient es als Sitz des Forstamtes.
Die Region Burghaun bietet viele gute Wandermöglichkeiten, was gerade mit Hund sehr schön ist. Es gibt unterschiedlich lange Wege, z.B. ein kürzere weg zum Hühnerberg bei Burghaun, mit einer Länge von ca. 4,4km oder auch längere Touren von ca. 14,5km und verschiedenen Höhenprofilen. Es gibt auch einige schöne Rhön-Rundwege, die durch Wälder und Felder führen.
Ihr findet hier auch eine „Freizeitanlage am Weiher“, wo es einen schönen Biergarten zum verweilen gibt, wo eure Kinder gleich nebenan auf dem Spielplatz toben können. Auf dem Weiher kann man Tretboot fahren. Direkt vor dem Weiher, befinden sich zahlreiche Parkplätze und auch Parkmöglichkeiten für Camper.
Neben dem Biergarten findet ihr dort auch eine Kneippanlage und einen Minigolfplatz. Man kann dort auch spazieren gehen, da man von der Freizeitanlage direkt in die Felder rund um Burghaun gelangt.
Ein weiteres Highlight in Burghaun, ist der „Bimbel“. Gelegen am Kegelspiel-Radweg, am früheren Bahnhof Burghaun Ost. Der Bimbel ist ein historischer Eisenbahnwaggon, der als Kaffee und Restaurant genutzt wird. Er hat nicht an allen Tagen die Woche geöffnet, daher solltet ihr vorab nach den Öffnungszeiten schauen. Gerade für Radfahrer oder Spaziergänger ist er im Sommer ein toller Ort. Man kann im Waggon sitzen oder auch draußen, im Biergarten. Von hier oben hat man einen wunderschönen Blick in den Kern von Burghaun.
So Freunde, dass war mein kurzer Abstecher nach Burghaun. Ich hoffe ihr hattet Spaß, mir bei der Erkundung zuzuschauen? Bis zu meinem nächsten Abenteuer, eure Emma.
Hallo Freunde, diesmal hat mich mein Ausflug nach Fulda geführt. Fulda ist eine Barockstadt, die ihre ersten Bewohner 5000 v. Christus nachweisen kann. Die Stadt liegt in der Mitte Deutschlands und ist somit zentral gelegen. Bayern und Thüringen sind nicht weit entfernt und bis nach Frankfurt, fährt man ca. 108 km.
Vorbei ging es für uns durch die Gassen von Fulda, wie z.B. der Kanalstraße, dem Harstall Brunnen, welcher an den Bombenangriff auf Fulda (11.09.1944) erinnert und dem Luckenberg. Der Luckenberg zählt als einer der schönsten Ecken in der Altstadt von Fulda. Hier gibt es gutes Essen, Wein und besondere Geschäfte zum einkaufen.
Wir kamen vorbei am „Haus der Barmherzigen Schwestern“, einem Nonnenkloster, welches im Jahr 1884 im neugotischen Stil erbaut wurde. Das Mutterhaus steht jedem offen als Tagungsraum, Übernachtungsmöglichkeit oder zur Besinnung.
Die Kirche St. Maria und Severus (von den Einwohnern nur „Severikirche“ genannt) liegt auf dem Severiberg in Fulda. Sie wurde im gotischen Stil erbaut und stammt aus dem Jahre 1445.
Weiter ging es zum Hexenturm, einem 14 Meter hohen Turm, der zur mittelalterlichen Stadtbefestigung gehörte. Er wurde im 12. Jahrhundert erbaut und war Teil der inneren Stadtmauer, um die Stadt vom Klosterbezirk abzugrenzen.
Auf dem Weg zum Dom, haben wir im Barockviertel den Dahliengarten entdeckt. Er liegt etwas versteckt hinter hohen Mauern, gegenüber vom Dom. Im Sommer blühen hier ca. 60 verschiedene Dahlien. Der Dahliengarten lädt mit seinen Bänken und der Ruhe, mitten in der Innenstadt, zum verweilen ein. Eröffnet wurde er im Jahr 1994 im Rahmen der 1. Hessischen Landesgartenschau. Wir haben kein Verbotsschild für Hunde gesehen und an der Leine, sollten sie kein Problem sein. Ich war auf jeden Fall mit Mama und Papa mit drin und hab mir in Ruhe die Blumen angeschaut.
Direkt neben dem Dom, liegt der Domdechaneigarten. Dort befindet sich der Zugang zum Dommuseum. Der Domdechaneigarten ist den Rosen und historischen Rosensorten gewidmet und gerade im Sommer einen Besuch wert.
Etwas weiter die Straße rein, befindet sich das Palais der Stiftsdechanten und darin das Dommuseum, sowie die Bibliothek des bischöflichen Priesterseminars.
Der Dom zu Fulda „St. Salvator“ wurde im Jahr 1712 geweiht und ist ein imposantes Bauwerk, welches man unbedingt besichtigen sollte. Der Dom ist der Mittelpunkt des Barockviertels und ein Wahrzeichen Fuldas.
Fürstabt Adalbert von Schleifras gab den Bau des Doms in Auftrag, welcher von Johann Dientzenhofer als Architekt erbaut wurde. Der Bau dauerte insgesamt nur 8 Jahre. Hunde haben im Dom leider keinen Zutritt. Bei öffentlichen Führungen, solltet ihr daher besser nachfragen ob eine Mitnahme möglich ist.
Der Dom ist die Grabstätte des heiligen Bonifatius. Der Innenraum erinnert etwas an den Petersdom in Rom und ist in strahlendem weiß gehalten und es gibt einen Hochaltar aus Marmor. Im Sommer finden auf dem Platz vor dem Dom immer die sogenannten Domplatz-Konzerte statt, mit vielen bekannten Künstlern. Es soll eine beeindruckende Kulisse sein mit der Bühne, die direkt vor dem Dom platziert wird.
Rechts hinter dem Dom, befindet sich ein weiteres imposantes Gebäude des Bistums Fulda, welches den Domchor beheimatet.
In unmittelbarer Nachbarschaft zum Dom, befindet sich die St. Michael Kirche „Michaelskirche“ auf dem Michaelsberg. Sie wurde im vorromanischen karolingischen Baustil im Jahre 822 erbaut. Die Kirche wurde im 10. und 11. Jahrhundert weitestgehend zerstört und wieder neu aufgebaut. Die Krypta konnte erhalten werden.
Das Paulustor in Fulda, wurde ebenfalls in den Jahren 1709 bis 1711 von Johann Dientzenhofer im barocken Stil erbaut. Das Tor befand sich ursprünglich zwischen Stadtschloss und Hauptwache und wurde 1771 auf Wunsch von Heinrich von Bibra an seinen heutigen Standort versetzt. Benannt ist das Bauwerk nach dem Apostel Paulus. Seine Statue steht in der Mitte über dem Portal.
Die Orangerie in Fulda, liegt direkt neben dem Paulustor und wurde in den Jahren zwischen 1721 und 1724 von Maximilian von Welsch erbaut. Die Orangerie dient als Veranstaltungsort für Konzerte und Tagungen. Zudem wird sie als Café und Frühstücksraum des angrenzenden Maritim Hotels genutzt.
Auf der Treppe vor der Orangerie, befindet sich seit 1728 die Floravase. Flora ist die Göttin der Gartenbaukunst und sie hat eine Höhe von 6,80 Metern.
Der Schlossgarten in Fulda gilt als die grüne Oase der Stadt. Hier tummeln sich gerade in den warmen Sommermonaten immer viele Besucher, die auf den Wiesen ein Picknick machen oder einfach die Natur auf den unzähligen Bänken genießen. Hier gibt es neben dem Fontainebrunnen auch noch einen großen Teich und einen Pavillon. Hunde dürfen gerne an der Leine mit in den Schlossgarten.
Vom Schlossgarten gelangt man über verschiedene Wege in das Fuldaer Stadtschloss, welches heute noch von der Stadtverwaltung als Büros genutzt wird. Es wurde in den Jahren zwischen 1706 bis 1714 von Johann Dientzenhofer erbaut. Die Fuldaer sind ziemlich aktiv was die Fastnacht betrifft und daher darf im Fuldaer Stadtschloss natürlich auch das Fastnachtsmuseum nicht fehlen. Jährlich findet in Fulda der größte Rosenmontagsumzug in Hessen statt.
Im Stadtschloss befinden sich die historischen Räume, die besichtigt werden können. Dazu zählt die Porzellansammlung, die Spiegelsäle, der Wohntrakt der Fuldaer Fürstäbte und Fürstbischöfe des 18. Jahrhunderts und der Kaisersaal. Für Heiratswillige, kann die Schlosskapelle besichtigt und gebucht werden. Wie in fast jedem Museum, sind hier leider auch Hunde verboten.
Im Schlosshof findet ihr ein Standbild des Spätlesereiters, welches ein beliebtes Fotomotiv ist. Der Spätlesereiter ist Teil einer Sage, wonach im Jahr 1775 zufällig die Spätlese entdeckt wurde. Vor dem Stadtschloss befindet sich das Heertor, dass älteste erhaltene, romanische Stadttor Deutschlands aus dem Jahr 1150. Es war früher Teil der Stadtmauer.
Der Schlossturm in Fulda war seit 2016 für Besucher gesperrt und wurde die letzten Jahre umgebaut. Er ist nun bis zu einem gewissen Teil barrierefrei und verfügt über einen gläsernen Fahrstuhl. Nach ganz oben auf die Terrasse des Turm, gelangt man aber nur über eine Treppe. Vom Schlossturm hat man einen wunderschönen Blick über ganz Fulda, bis hin zur Wasserkuppe. Der Eintritt ist frei und kann währen der Öffnungszeiten besucht werden. Der Turm hat eine Höhe von 33 Metern.
Wenn man im Schlossturm die Treppe nach unten läuft, hat man einen tollen Blick auf das Mauerwerk der Renaissance und aus dem Mittelalter. Es gibt Vitrinen mit Relikten aus dem 17. Jahrhundert und man hat einen Blick auf das alte Dachgebälk.
Angrenzend an das Stadtschloss und die Stadtwache, befindet sich das Fuldaer Schlosstheater. Auf dem Spielplan stehen Schauspiel, Musik- und Tanztheater.
Weiter ging es für und in Richtung Innenstadt. In der Lindenstraße befindet sich die Christus Kirche, eine evangelische Kirche. Sie wurde im Jahr 1896 eröffnet und wurde im neugotischen Stil erbaut.
In der Rabanusstraße befindet sich vor einer bekannten Bank das Papiermännchen „Papiermännl“. Sie erinnert an Gottfried Adolf Behrend (1840 – 1910). Um seine Rente aufzubessern, sammelte er für die Stadtverwaltung Müll im öffentlichen Raum ein und wurde dadurch als Papiermännchen bekannt.
Weitere historische Gebäude im Barockviertel sind das Palais Altenstein, das Palais von der Tann und das Palais Buttlar. Das Palais Altenstein diente ab 1802 als vornehmes Wirtshaus und Konzertsaal. Heute dient es als Sitz für die Stadtverwaltung. Das Palais von der Tann ist heutzutage bekannt als „Zum Kurfürsten“, wegen des Hotels und Gasthof Kurfürst. Im Palais Buttlar befindet sich die Tourist-Information und ein Teil der Stadtverwaltung.
Direkt neben dem Palais Altenstein, befindet sich in der Nonnengasse, eingebaut in die Klostermauer, der Klosterladen. Er wurde im Jahr 1999 eröffnet und hier findet ihr eine Auswahl aus der Klosterküche, wie z.B. Marmeladen oder Kräuterliköre und einige Helfer für den Gartenbau oder auch Bücher. Von der Terrasse des Klosterladens aus, hat man einen tollen Blick auf den im Innenhof versteckten Klostergarten.
Die Klosterkirche Abtei St. Maria, befindet sich hinter dem Klosterladen. Die Kirche wurde von 1629 bis 1631 im Stil der Spätgotik und Renaissance erbaut. Sie gehört zur Benediktinerinnenabtei St. Maria und ist unter anderem bekannt als „Nonnenkirche“.
Auf dem Bonifatiusplatz befindet sich ein Bronzemodell der Stadt Fulda und des Dombezirks, welche die Stadt im 18. Jahrhundert zeigt.
Ebenfalls auf dem Bonifatiusplatz, befindet sich das Bonifatiusdenkmal aus dem Jahr 1842. Bildhauer war Werner Henschel aus Kassel. Die Bronzeplatik des heiligen Bonifatius ist 4 Meter hoch. Die Inschrift auf dem Sockel der Statue lautet: „Verbum domini manet in aeternum“ und bedeutet: „Das Wort des Herrn bleibt in Ewigkeit.“
Ein weiteres barockes Wahrzeichen findet ihr gegenüber des Stadtschlosses, neben dem Bonifatiusdenkmal. Es ist die ehemalige Hauptwache, welche von 1757 bis 1759 von Andreas Gallasini erbaut wurde. Sie wurde ursprünglich als Hauptquartier für die städtische Polizei- oder Militärtruppe genutzt. Heute befindet sich darin ein kubanisches Restaurant, welches leckeres Essen anbietet. Die Terrasse lädt im Sommer bei einem Café zum verweilen ein.
Nach so vielen Sehenswürdigkeiten, brauchte ich erst mal eine ausgiebige Pause, die wir auf den Bänken vor der Tourist-Information gemacht haben. Hier konnte ich die vorbeilaufenden Leute beobachten und mich stärken.
Von hier ging es weiter, entlang der Friedrichstraße, in Richtung Stadtpfarrkirche „St. Blasius“. Sie wurde von 1771 bis 1785 im barocken Stil erbaut und verfügt über 3 Kirchenschiffe. Jedes Jahr ab Ende November, werden auf dem Dach der Kirche 3 beleuchtete Weihnachtsbäume aufgestellt, die man schon bei der Durchfahrt des Paulustores sehen kann.
Auf dem Platz unterm Heilig Kreuz, befindet sich das Kanzlerpalais, welches ca. um 1735 erbaut wurde. Vor dem Kanzlerpalais befindet sich ein Obelisk, die „Pestsäule“. Früher stand hier die eigentliche Pestsäule, die 1651 zum 300. Jahrestag der Pest von 1348 und 1350 errichtet und später zum Kloster auf dem Frauenberg versetzt wurde.
Direkt neben der Stadtpfarrkirche, am Borgiasplatz, befindet sich das „Alte Rathaus“. Vom 15. Jahrhundert bis 1782 diente das Fachwerkhaus als Rathaus für die Stadt. Seither wird es als Geschäftsgebäude genutzt und ist ein beliebter Fotospot in Fulda.
Gegenüber vom alten Rathaus, befindet sich der Sturmiusbrunnen „Saint Sturm’s Fountain“. Hier sind 3 Heilige zu sehen und zwar Sturmius als Stadtgründer, Bonifatius für die Mission und Benedikt als Ordensgründer. Es soll an die Grundlagen von Fulda als Kloster erinnern. Weiter ging es über den Borgiasplatz, zum Uniplatz. Der Uniplatz ist das Herz der Stadt und ein zentraler Punkt in Fulda. Hier finden regelmäßig Veranstaltungen statt, wie zum Beispiel ein Teil des Weihnachtsmarktes und man kommt von der Altstadt über den Uniplatz in Richtung Bahnhof. Es gibt viele Sitzmöglichkeiten, die zum verweilen einladen, ein Glockenspiel im Fußboden und Wasserfontänen. Auf den letzten beiden Bildern, sieht man auf der rechten Seite ein großes Gebäude, die alte Universität von Fulda. Heute ist darin eine Schule untergebracht, aber die alte Aula der Universität, ist noch erhalten und wird auch heute noch für Musikkonzerte genutzt.
Direkt am Jesuitenplatz, liegt das Vonderau Museum, ein Museum der Stadt Fulda. Es zählt mit zu den größten Museen zwischen Kassel und Frankfurt. Es hat eine Ausstellungsfläche von 4000 Quadratmetern. Hier geht es um Kultur, Natur und Kunst. Auch ein Planetarium gibt es im Vonderau Museum und ist einen Besuch wert. Im Innenhof des Museums befindet sich jedes Jahr ein Teil des Weihnachtsmarktes, das mittelalterliche Weihnachtsdorf.
Weiter ging es zum Peterstor, einem mittelalterlichen Stadttor der ehemaligen Stadtmauer und einem ehemaligen Turm, der ebenfalls zur Stadtmauer gehörte, der sogenannte Bierturm.
In der Dalbergstraße befindet sich noch ein großes Stück der alten Stadtmauer. Zum Teil ist die Kalksteinmauer aus dem 12. Jahrhundert zu sehen.
In der Brauhausstraße, direkt am Parkhaus Q-Park, befindet sich ein weiteres Stück Stadtmauer von damals.
Weiter ging es für uns in die Karlstraße, welche bei Fuldaern auch als Bermuda-Dreieck bekannt ist. Eine Partymeile in Fulda mit vielen Kneipen und Bars, wie z.B. die Kultkneipe Krokodil, die Altstadt-Kneipe oder der Doppeldecker. An den Abenden und gerade am Wochenende, steppt hier der Bär.
In der Löherstraße befindet sich die heutige Heilig-Geist-Kirche, welche in den Jahren 1729 bis 1733 als Hospitalkirche erbaut wurde. Erbaut wurde sie von Fürstabt Adolph von Dalberg.
Bei unserem Besuch war gerade wieder das jährliche Schützen- und Volksfest, welches immer im Sommer, zwischen Juli und August stattfindet. Daher haben wir uns den Besuch nicht nehmen lassen.
So eine Tour macht ganz schön hungrig. Zum Glück gab es hier neben vielen Fahrgeschäften auch ganz viele Buden mit leckerem Essen. So konnten wir uns erst mal stärken, bevor es weiter ging. Mama und Papa haben mir eine eigene Bratwurst gekauft und Leckerlis hatte ich auch genug dabei.
Danach haben wir noch einen Abstecher zum Aueweiher gemacht. Der Aueweiher liegt im Naherholungsgebiet Fulda-Aue und ist von der Innenstadt aus fußläufig zu erreichen. Hier gibt es verschiedene Spazierwege rund um den Weiher und viele Sitzmöglichkeiten.
Nachdem wir den Weiher einmal umrundet haben, hab ich einen coolen Badespot für mich gefunden und konnte mich nach der schönen Tour genüsslich abkühlen. Danach war ich wieder schön erfrischt und hätte noch weiter laufen können.
Danach ging es noch ein Stück weiter durch den Park am Aueweiher, vorbei am Umweltzentrum, in Richtung Deutsches Feuerwehr-Museum. Im Feuerwehr-Museum gibt es eine Ausstellung auf 1600 m² Ausstellungsfläche, wo man mehr über die Geschichte des deutschen Feuerlöschwesens erfahren kann. In der Halle stehen viele verschiedene Feuerwehrfahrzeuge, die man zum Teil auch betreten kann. Ein Besuch lohnt sich gerade mit kleineren Kindern oder wenn man selber ein Fan der Feuerwehr ist. Hunde sind im Feuerwehr-Museum erlaubt, müssen aber an der Leine bleiben!
Auf dem Frauenberg in Fulda liegt das gleichnamige „Kloster Frauenberg“. Im Jahr 744 kam Bonifatius nach Fulda, um ein Kloster zu errichten. Auf dem Gelände gibt es eine Klosterkirche, die „Frauenbergkirche“, in der gerne geheiratet wird. Es gibt auch einen Klostergarten, der mittlerweile für Jedermann geöffnet ist. Im Kloster Frauenberg kann auch übernachtet werden und es gibt das Klostercafé „Flora“. Von dort hat man einen tollen Blick über Fulda und man kann zudem noch lecker schlemmen. Der Park rund um das Kloster Frauenberg, lädt zum spazieren ein und ist definitiv einen Besuch wert.
Fulda war ein tolles Abenteuer, denn hier gibt es wirklich viel zu sehen und ich kann euch einen Besuch sehr empfehlen. Ich hoffe der Einblick in Fulda hat euch gefallen? Ich mache mich jetzt auf zu meinem nächsten Abenteuer. Bis bald, eure Emma
Hallo Freunde, im Beitrag zu Travemünde habe ich euch ja schon ein bisschen von meinem Ausflug nach Lübeck berichtet. Aber für alle die nur Lübeck und nicht die anderen Ortschaften rund herum interessieren, schreibe ich euch noch mal einen Beitrag nur zu Lübeck.
Die Anreise nach Lübeck ist einmal per Schiff über die Trave möglich, z.B. von Travemünde aus oder per Auto. Je nach dem von wo ihr nach Lübeck anfahrt, müsst ihr eine Maut bezahlen, nämlich für die Durchfahrt im Herrentunnel. Die Maut kostet 2,30 Euro (Barpreis – für einen normalen PKW mit maximal 1,30m Höhe). Wir waren bei unserer Fahrt mit dem Auto nach Lübeck total überrascht davon und hatten den Geldbeutel natürlich hinten im Kofferraum. Mama musste schnell raus springen und den Geldbeutel holen.
Die Fahrt mit dem Schiff hat mir viel Spaß gemacht und ich war auch ganz brav, sagen Mama und Papa. Wir sind mit dem Schiff der Hanse gefahren, es gibt aber noch weitere Anbieter.
Lübeck ist eine norddeutsche Stadt, mit Bauten im Stil der Backsteingotik und ca. 223.000 Einwohnern. Die Stadt wurde im Jahr 1143 gegründet. Lübeck hat 7 Kirchtürme und viele interessante Bauwerke zu bieten. Zudem eine schöne Fußgängerzone mit unzähligen Geschäften, die zum ausgiebigen shoppen einladen. Seit 1987 gehört die Lübecker Altstadt zum UNESCO Welterbe.
Der Schiffsanleger ist an der Untertrave und von dort aus, gelangt man zügig in die Altstadt und zu vielen Sehenswürdigkeiten. Ich habe mich richtig darauf gefreut, die Stadt zu erkunden. Als erste kamen wir an St. Jakobi vorbei. Die St. Jakobi-Kirche wurde im Jahr 1227 erbaut, wurde allerdings erst im Jahr 1334 komplett fertig gestellt und hatte somit eine Bauzeit von mehr als 100 Jahren. Die Jakobi-Kirche war die einzige Kirche, die im 2. Weltkrieg nicht zerstört wurde.
Weiter ging es durch die Innenstadt, vorbei am Hospital zum Heiligen Geist, welches im Jahr 1286 fertig gestellt wurde. Das Hospital gilt als eines der ältesten Sozialeinrichtungen der Welt. Das Hospital wurde im Stil der Backsteingotik errichtet. Mittlerweile dient das Hospital als Altenheim und es ist möglich dieses zu besichtigen.
Als nächstes kamen wir an St. Marien vorbei. St. Marien ist bekannt als Mutter der Backsteingotik und wurde zwischen 1265 und 1351 errichtet. Sie war Vorbild für ca. 70 Kirchen im Ostseeraum. Sie ist zudem das höchste Backsteingewölbe der Welt mit 38,5 Metern vom Gewölbescheitel über dem Boden. Die St. Marien zu Lübeck steht in unmittelbarer Nähe zum Marktplatz und Rathaus von Lübeck.
Das historische Rathaus von Lübeck wurde im Jahr 1230 bis 1308 erbaut und immer wieder umgebaut und erweitert. Es vereint die Baustile von der Gotik bis zur Renaissance. Auffällig sind die vielen kleinen Türme. Über die Jahre wurden große Teile abgerissen und komplett neu aufgebaut und weitere Bereiche angebaut. Daher auch die unterschiedlichen Baustile. Noch heute dient es als Sitz des Bürgermeisters. Ihr seht es auf der linken Seite auf dem Foto. Das andere Gebäude auf dem Foto ist das alte Kanzleigebäude, früher Schriverie. Es wurde 1485 im Stil der Gotik gebaucht. Früher was das Gebäude der Sitz der Notare und Ratsschreiber, später diente es als Polizeiwache. Dort gab es auch ein kleines Gefängnis, den Bullenstall.
Gegenüber von St. Marien, befindet sich das Buddenbrookhaus. Es ist das ehemalige Wohnhaus des Schriftstellers und der Familie von Thomas Manns, welches ihm und seinem Bruder als Museum gewidmet ist. Es zeigt eine Ausstellung und bietet Führungen durch die Stadt an. Im Shop könnt ihr eine Lego Figur von Thomas Mann kaufen, was Mama eine tolle Idee findet.
Weiter ging es für uns in Richtung Holstentor. Auf dem Weg dahin, kamen wir am Salzspeicher vorbei. Der Salzspeicher ist auch bekannt als Nosferatu-Fenster, da hier im Jahr 1921 Teile des Films „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“ gedreht wurden. Erbaut wurden die Salzspeicher im Jahr 1579 bis 1745 und dienste lange Zeit als Lagerung für das Salz, welches aus der Saline Oldesloe gewonnen und von hier nach ganz Skandinavien exportiert wurde. Dort wurde es wahrscheinlich zur Konservierung des Fischs genutzt.
Das Holstentor, ist eines von vier ehemaligen Stadttoren, wovon insgesamt nur noch 2 erhalten sind. Das Holstentor und das Burgtor. Die Stadttore dienten als Zugang zur Stadt und dienten dem Schutz der Stadt. Es ist ein Spätgotisches Gebäude, welche zwischen 1464 und 1478 erbaut wurde. 30 Geschütze hatten Platz darin, wurden aber nie abgefeuert. Das Holstentor ist das wohl bekannteste Gebäude in Lübeck und ziert unzählige Postkarten als Motiv.
Hinter dem Holstentor, befindet sich der Holstentorplatz. Eine parkähnliche Grünfläche mit vielen Bänken zum ausruhen und verweilen. Ich fand es hier besonders toll, da es für mich das erste grün gewesen ist, was ich in der Stadt gesehen habe und hab mich wahnsinnig darüber gefreut.
Da hier so viel los war, hab ich mich aber nicht getraut Pipi zu machen. Also haben Mama und Papa weiter nach einem Park für mich gesucht, wo ich in Ruhe mein Geschäft erledigen kann. Wir sind weiter über die Obertravebrücke, auch Liebesbrücke genannt, bis wir eine Art Park direkt an der Trave gefunden haben. Hier habe ich erst mal Pause gemacht und meine Würstchen verputzt.
Dann waren Mama und Papa an der Reihe, denn die beiden hatten auch Hunger. Sie haben eine kleine Pizzeria gefunden, wo man draußen sitzen konnte, da die meisten Restaurants leider nicht mit Hunden besucht werden dürfen und sie nicht ewig weitersuchen wollten.
Danach kamen wir zum Lübecker Dom, welcher 1247 fertig gebaut wurde. Bei der Bombardierung der Stadt in 1942, wird der Dom fast vollständig zerstört und wurde ab 1949 wieder aufgebaut.
Weiter ging es durch die Gassen der Altstadt, bis hin zu St. Aegidien, der kleinsten der Lübecker Innenstadtkirchen. Sie wurde im 14. Jahrhundert erbaut und überstand den Bombenangriff in 1942 unbeschadet. Direkt gegenüber von St. Aegidien liegt der Aegidienhof, welcher früher eine klosterähnliche Gemeinschaft war.
In Lübeck findet ihr das Willy-Brandt-Haus, denn der ehemalige Bundeskanzler und Nobelpreisträger, wurde in Lübeck geboren. Das Haus wurde im Dezember 2007 eröffnet. Es gibt u.a. eine Ausstellung mit Lebensabschnitten von Willy Brandt.
Da wir mit dem Schiff angereist waren, ging es für uns langsam wieder in Richtung Trave. Auf dem Weg dahin, kamen wir vorbei am Theaterschiff und der Kongresshalle. Auf dem Theaterschiff könnt ihr euch Komödien, Revuen und Kabarett anschauen. In der Kongresshalle könnt ihr euch unter anderem Konzerte anschauen oder an Kongressen/Tagungen teilnehmen.
In Lübeck gibt es ca. 210 Brücken. Eine davon ist die Eric-Warburg-Brücke, eine Klappbrücke über die Trave. Die Planung dieser Brücke hat mehr als 100 Jahre gedauert. Sie wurde im Jahr 2008 fertig gebaut und eröffnet. Eine weitere, interessante Brücke ist die alte Hubbrücke am Burgtor, welche bereits über 100 Jahre alt ist. Die Türme der Brücke erinnern an die wilhelminische Zeit und im inneren befinden sich die Maschinenhäuser.
Wer in Lübeck zu Besuch ist und Marzipan mag, der sollte auf jeden Fall noch den Niederegger Werksverkauf, etwas außerhalb der Innenstadt besuchen. Dort gibt es ein Café und man kann die Köstlichkeiten im Werksverkauf etwas günstiger kaufen.
Ich hoffe mein Städtetrip nach Lübeck hat euch gefallen? Ich war danach auf jeden fall total müde und habe die Heimfahrt verpennt. Falls ihr vorhabt Lübeck zu besuchen, wünsche ich euch viel Spaß. Liebe Grüße, eure Emma
Hallo Freunde, diesmal möchte ich euch von meinem Ausflug nach Weimar berichten. Weimar ist eine kreisfreie Stadt in Thüringen und hat eine schöne Altstadt.
Weimar hat ca. 66.000 Einwohner und ist die viertgrößte Stadt in Thüringen, hinter Erfurt, Jena und Gera. Weimar gilt als Universitätsstadt, in der viel Kultur erlebt werden kann. Weimar zählt zum Weltkulturerbe der UNESCO und auch der Nachlass von Goethe und Schiller, wurde in das Weltdokumentenerbe aufgenommen.
Geparkt haben wir am P+R (Herrmann-Brill-Platz) und sind von dort aus in Richtung Bauhaus-Museum gelaufen. Im Bauhaus-Musem befinden sich Exponate aus der historischen Sammlung der Klassik Stiftung Weimar. Unter anderem finden sich hier Arbeiten von Lyonel Feininger, Paul Klee und vielen weiteren Künstlern. Leider darf ich hier nicht rein, also hatten Mama und Papa auch keine Lust darauf.
Gegenüber von dem Bauhaus-Museum, auf der anderen Straßenseite, befindet sich das Museum Zwangsarbeit im Nationalsozialismus. Es ist neben dem Dokumentationszentrum in Berlin das zweite Museum seiner Art, wo die Lebenssituation der Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen auf ca. 850 qm dokumentiert wird. Es wurde am 8.5.2024 eröffnet und zeigt die Geschichte der Zwangsarbeit von 1933 bis 1945. Das es ein Museum ist, darf ich auch hier leider nicht rein.
Ebenfalls in der Nähe der beiden Museen, befindet sich das Kongresszentrum – Weimarhalle. Hier gibt es den größten Saal der Stadt, in dem regelmäßig Veranstaltungen stattfinden. Die ehemalige Weimarhalle wurde 1997 trotz Denkmalschutz abgerissen, da es statische Mängel hatte und wurde an gleicher Stelle wieder neu aufgebaut und in 1999 eröffnet. Hier finden Konzerte, Shows und Galas statt.
Weiter ging es durch die schmalen Gassen in Richtung Innenstadt. Hier hatte ich wieder viel Zeit zum schnüffeln und erkunden.
Unser nächster Halt war die evangelische Jakobskirche, welche ihren Namen dem Jakobsweg verdankt, da sie als Station des Jakobsweges gilt, nach Santiago de Compostela. Die Barockkirche wurde im Jahr 1713 errichtet.
Im Jahre 1806 (19.10.1806) wurden hier Johann Wolfgang von Goethe und Christiane Vulpius getraut. Bei der Einweihung der Orgel aus dem Jahr 1721, soll Johann Sebastian Bach dabei gewesen sein. Auf dem Jakobsfriedhof befindet sich das Grabmal von Lucas Cranach und Christiane von Goethe. Im Kassengewölbe befindet sich die erste Begräbnisstätte von Friedrich von Schiller.
Weiter ging es zum Herderplatz, einem Platz in der Altstadt, auf dem sich die Stadtkirche St. Peter und Paul (Herderkirche) befindet. Die erste St. Peter und Paul wurde bis 1249 gebaut, brannte allerdings in 1299 vollständig ab. Auch der zweite Kirchenbau wurde 1424 beim Stadtbrand schwer beschädigt. Die heutige Herderkirche wurde bis 1500 erbaut und wurde im spätgotischen Stil errichtet.
Direkt neben der Herderkirche, befindet sich der Herderbrunnen, ein historischer Brunnen. Seit dem 17. Jahrhundert versorgt er die Bewohner über ein eigenständiges Röhrenfahrtensystem mit Wasser, welches von außerhalb der Stadt kommt. Vor der Kirche, findet ihr das Herder-Denkmal und sein Wohnhaus steht hinter der Kirche.
Auf dem Weg zum Marstall, sind wir doch glatt an einem Doogy Spa vorbei gekommen. Ach wäre ich da gerne rein gegangen, um mich verwöhnen zu lassen. Ich muss immerhin so viel für euch laufen, um euch die Städte zu zeigen, da hätte ich es mir verdienst oder was meint ihr? Mama und Papa haben gesagt, wir haben keine Zeit. Toll, keine Hundemassage für mich.
Der Marstall liegt am Kegelplatz und ist ein historisches Gebäude, welches zwischen 1873 und 1778 erbaut wurde. Er wurde im Auftrag von Herzog Carl August im Neorenaissance Stil erbaut.
Ab 1936 war Gestapo-Gefängnis hier untergebraucht und die sogenannte Gestapo-Leitstelle. Einige der KZ-Häftlinge aus Buchenwald, wurden zum Umbau der Kellerräume etc. gezwungen. Ursprünglich war das Gebäude eine Reithalle. Heute findet man hier das thüringische Hauptstaatsarchiv. In den ehemaligen Gestapo-Gefängniszellen gibt es seit 1999 eine Dauerausstellung mit originalen Gegenständen, die „zermahlene Geschichte“.
Gegenüber des Marstalls befindet sich das Weimarer Stadtschloss, welches auch als Residenzschloss bekannt ist. Es ist eine Vierflügelanlage, welche ab dem Jahr 1789 durch Herzog Carl August errichtet wurde. Sie wurde im klassizistischen Stil erbaut und gilt seit 1998 als UNESCO-Welterbe. Fast das gesamte Stadtschloss ist heutzutage ein Museum, welches besucht werden kann. Wir Vierbeiner dürfen hier leider nicht rein, aber über den Hof zu schlendern ist auch schön.
Auf dem Gelände des Stadtschlosses befindet sich die sogenannte Bastille. Die Bastille ist eigentlich nur ein Recht der mittelalterlichen Burg Hornstein aus dem Jahr 1439. Die ehemalige Burg brannte in 1424 komplett ab und wurde dann zum Teil wieder aufgebaut. Sie beseht heute aus dem alten Torhaus, dem Hausmannsturm und dem Gerichtsgebäudeteil.
Ein Stück die Straße hoch, befindet sich die Herzogin Anna Amalia Bibliothek. Es ist eine öffentlich zugängliche Archiv- und Forschungsbibliothek mit Schwerpunkt auf die Epoche zwischen 1750 und 1850. Sie wurde im Jahr 1691 von Herzog Wilhelm Ernst gegründet. Da die Herzogin die größte Förderin war, bekam die Bibliothek 1991 ihren Namen.
Die Hochschule für Musik Franz Listz, befindet sich direkt neben der Bibliothek. Sie wurde im Jahr 1774 fertig gestellt und erhielt im Jahr 1956 ihren heutigen Namen. Direkt vor der Hochschule, auf dem Platz der Demokratie, befindet sich das Carl-August-Denkmal. Es wurde im Jahr 1875 enthüllt. Das Denkmal zeigt ihn, wie er aus den Befreiungskriegen gegen Napoleon als Sieger hervor geht.
Der Marktplatz Weimar ist ein zentraler Platz mitten in Weimar und wird umrahmt von mehreren, historischen Gebäuden. Der Marktplatz wird einfach nur Markt genannt und besteht seit ca. 1300. Hier finden regelmäßig Feste und Märkte statt, wie auch bei unserem Besuch der Wochenmarkt statt fand.
Das Rathaus Weimar ist ein Bau im neugotischen Stil mit einem Balkon und Glockenturm. Das erste Rathaus wurde an dieser Stelle um 1396 erwähnt, brannte allerdings beim Stadtbrand im Jahr 1424 komplett ab. Es wurde in 1431 nachgebaut, im Renaissance-Stil. Dieses brannte allerdings in 1837 ebenfalls komplett ab. Das heutige Rathaus ist somit der 3. Bau dieser Art und wurde im Jahr 1841 erbaut. Bei unserem Besuch fand gerade einen Hochzeit statt, denn dieses Gebäude ist sehr beliebt bei Heiratswilligen.
Am Markt befindet sich auch das Theater im Gewölbe im Lucas-Cranach-Haus. Es ist das älteste Kreuzgewölbe aus der Renaissance-Zeit in Weimar.
Meiner Mama ist beim schlendern durch die Gassen noch das Ginkgo-Museum aufgefallen. Es ist ein privat geführtes Museum direkt am Markt, links vom Rathaus gelegen. Hier findet man fossile Ur-Ginkgo Blätter, Ginkgoholz und Samen. Zudem kann man Ginkgo-Pflanzen für den Privatgebrauch kaufen. Meine Oma ist so eine kleine Kräuterhexe, die uns alles mögliche zusammen braut was bei Erkältung, Gelenkschmerzen etc. hilft und sie hat meine Mama auch schon damit angesteckt. Ich dachte schon, sie kauft gleich die ganzen Pflanzen, aber Papa hat gesagt, die kriegen wir jetzt nicht mit, brauchst du nicht kaufen. Wusstet ihr, dass Ginkgo die Durchblutung fördert und auch bei Gedächtnisverlust und Ohrgeräuschen (Tinnitus) helfen kann? Ist schon ein gesundes Kraut, so lange ich es nicht fressen muss. Wobei, im Keks versteckt und nur in geringen Mengen (zu viel davon ist für uns Hunde giftig und darf nur in Maßen gegeben werden), schmeckt es vielleicht ganz gut. Schon Goethe machte den Ginkgo-Baum mit seinem Gedicht „Gingo biloba“ aus dem Jahr 1815 bekannt.
Die Stadt-Apotheke Weimar ist eine der ältesten Apotheken Deutschlands und hat seit ihrer Gründung im 16. Jahrhundert zahlreiche Veränderungen durchgemacht, wie z.B. den Umzug an ihren heutigen Standort.
Das Schiller Museum befindet sich im Neubau, direkt hinter dem Schiller-Wohnhaus. Hier werden Sonder- und Wechselausstellungen gezeigt.
Das Schiller Wohnhaus in der Schillerstr. 12, wurde im Jahr 1802 von Schiller gekauft, nach dem die Familie im Jahr 1799 aus Jena nach Weimar zog. Er bezog es gemeinsam mit seiner Familie bis er darin im Jahr 1805 verstarb. Seine Frau Charlotte wohnte weiterhin im Haus bis zu ihrem Tode im Jahr 1826. Die Kinder verkauften es daraufhin im Jahr 1827 an einen Gartenbauinspektor. In Schillers Wohnhaus kann unter anderem sein Arbeitszimmer, Charlottes Zimmer und den Wohnbereich sehen. Leider darf ich hier als Vierbeiner auch nicht rein, ebenso nicht ins Weimar-Haus.
Das Weimar-Haus (Weimar Museum) beschäftigt sich mit der Geschichte der Stadt Weimar und ist auf jeden Fall einen Besuch wert.
Das Goethe-Schiller-Denkmal befindet sich auf dem Theaterplatz vor dem Nationaltheater Weimar. Es ist ein bronzenes Doppelstandbild aus dem Jahr 1857.
Das Haus der Weimarer Republik wurde im Jahr 2019 eröffnet und thematisiert die Verabschiedung der Weimarer Reichsverfassung und die Entstehung der Demokratie in Deutschland.
Das Deutsche Nationaltheater und Staatskapelle befinden sich ebenfalls am Theaterplatz, hinter dem Goethe-Schiller-Denkmal. Es vereint den bedeutendsten Bühnenbetrieb in Weimar mit den Sparten Theater, Schauspiel und dem Orchester Staatskapelle Weimar.
Der älteste Brunnen der Stadt, der Goethebrunnen, steht in der Brauhausgasse. Der ehemals hölzerne Brunnen wurde im Jahr 1822 durch einen Brunnen aus Gusseisen getauscht.
Das Goethes Wohnhaus, in dem er von 1782 bis zu seinem Tod im Jahr 1832 lebte, ist mittlerweile das Goethe Nationalmuseum. Hier hat man Zugang zu seinen Wohnräumen, dem Arbeitszimmer, der Bibliothek, dem Hausgarten und zur Empfangs- und Kunstsammlung.
Der Frauenplan ist ein Platz in der Altstadt von Weimar. Er ist bekannt durch Goethes Wohnhaus, welches hier zu finden ist und wegen des Goethebrunnens. Außerdem gibt es hier unzählige kleine Bars und Restaurants, die gerade im Sommer mit der Außengastronomie zum verweilen einladen und das beste daran, hier dürfen wir Vierbeiner und ebenfalls aufhalten, während Mama und Papa am schlemmen sind.
Das Wieland-Denkmal und den Brunnen findet ihr am Wielandplatz. Das Denkmal wurde 1857 für den Dichter Christoph Martin Wieland eingeweiht.
Der Park an der Ilm ist ein 48 Hektar großer Park an der Ilm und somit der größte Landschaftspark in Weimar. Er lädt zum spazieren und verweilen an, gerade mit Hunden und Kindern. Der Park entstand in der Zeit von 1778 und 1828 und ist eng mit dem Leben von Goethe verbunden, der hier auch ein Gartenhaus bessesen hat, welches wir euch später noch zeigen werden. Ich hab mich hier sehr wohl gefühlt nach der Tour durch die Innenstadt und konnte ausgiebig schnüffeln und meine Blase erleichtern. Ach war der Park toll, hier wäre ich gerne noch länger geblieben, obwohl wir hier bestimmt 2,5 Stunden umher gelaufen sind. Zuerst kamen wir vorbei am Liszt-Haus. In dem Haus wohnte Franz Liszt von 1869 bis zu seinem Tod im Jahr 1886. Der Musiksalon und das Arbeitszimmer können in noch originaler Einrichtung besichtigt werden.
Im Park an der Ilm befindet sich die Parkhöhle, ein unterirdisches Stollensystem, welches Ende des 18. Jahrhunderts entstand. Ursprünglich sollte es als Anlage einer Brauerei gebaut werden. Direkt am Eingang zur Parkhöhle stand eine tolle Bank, auf der wir erst mal eine ausgiebige Pause gemacht haben, damit ich meine Pfötchen ausruhen konnte. Dann ist Papa aber einfach in der Parkhöhle verschwunden und ich dachte nur, wo geht der schon wieder alleine hin? Zum Glück hat er mich nicht lange warten lassen, da die Parkhöhle bei unseren Besuch noch geschlossen hatte. Hunde dürfen leider auch nicht mit rein in die Parkhöhle.
Das Hafis-Goethe-Denkmal erinnert an den Deutschen Dichter Johann Wolfgang von Goethe und den persischen Dichter Hafis, aus dem 14. Jahrhundert. Es befindet sich am Beethovenplatz in der Nähe des Landesarchiv Thüringen.
Das Tempelherrenhaus wurde im Jahr 1786 im neogotischen Stil erbaut und wurde leider im zweiten Weltkrieg in 1945 durch einen Bombenanschlag zerstört. Nur der Turm blieb erhalten.
Die künstliche Ruine wurde im Jahr 1784, auf Wunsch von Goethe, erschaffen. Enthalten sind auch Bruchstücke der Wilhelmsburg, die in 1774 abgebrannt war.
Das Shakespeare-Denkmal im Park an der Ilm, ist das einzige Denkmal im europäischen Festland, welches an den Dichter und Dramatiker Shakespeare erinnert. William Shakespeare lebte von 1564-1616. Das Denkmal wurde im Jahr 1904 eingeweiht.
Die Naturbrücke wurde im Jahr 1799 erbaut und wurde seit dem unzählige Male repariert. Laut Aufzeichnungen wohl bereits 7 Mal. Es ist eine schöne Brücke mit einer natürlichen Optik.
Am Rande des Parks befindet sich Goethes Gartenhaus. Dies war sein erster eigener Wohnsitz in Weimar ab 1776. Hier wohnte und arbeitete er. Goethe half selber mit, den Garten wieder auf Vordermann zu bringen. Das es irgendwann zu klein wurde, wechselte er in 1782 in die Stadt in das Haus am Frauenplan und hier hielt er sich nur noch für Besuche auf und im Alter diente es ihm als wichtigen Rückzugsort. Hier schrieb er die Ballade „Erlkönig“ und das Gedicht „An den Mond“. Es befinden sich noch heute original Möbel im Haus, welches man besichtigen kann. Es ist ein wirklich schönes Grundstück und ich hab mich hier so wohl gefühlt, ich musste mich erst mal über die Wiese rollen.
Die Dux-Brücke verbinden den Dux-Garten (Herzog-Garten) mit dem Goethe-Garten.
Das Römische Haus war der Lieblingswohnsitz des Herzogs Carl August und wurde im Jahr 1792 bis 1997 errichtet. Das Haus wurde im klassizistischen Stil erbaut.
Das Römische Haus ist heute ein Museum, welches besichtigt werden kann. Unter anderem gibt es den blauen Saal mit einem Porträt der Herzogin Anna Amalia, den Speisesaal und den gelben Salon. Der Eintritt ist komplett kostenfrei. Es ist auf jeden Fall einen Besuch wert sagt Mama, auch wenn Hunde hier nicht mit rein dürfen.
Das Sándor-Petöfi-Denkmal im Park an der Ilm, erinnert an den ungarischen Dichter und Revolutionär. Petöfi war ein großer Verehrer von Goethe, hatte sonst aber nichts weiter mit Weimar zu tun.
Ebenfalls im Park an der Ilm, befindet sich das Liszt-Denkmal. Es erinnert an den österreichisch-ungarischen Komponisten Franz Liszt.
Nun hatten wir den Park einmal komplett erkundet und es ging weiter in Richtung Fürstengruft. Die Fürstengruft wurde bis 1828 erbaut und liegt auf dem historischen Friedhof. Hier befindet sich unter anderem das Grab von Goethe und Schiller.
Ebenfalls auf dem Gelände des historischen Friedhofs, direkt hinter der Fürstengruft, befindet sich die Russisch-Orthodoxe Kirche. Sie wurde im Jahr 1860 als Grabkapelle für die russische Großfürstin Maria Pawlowna errichtet. Es gibt eine unterirdische Wendeltreppe, die von der Kirche direkt in die Fürstengruft führt.
Der Historische Friedhof wurde im Jahr 1818 eingeweiht und gilt als Nachfolger des Jakobsfriedhofs. Hier befindet sich auch die Fürstengruft und die Russisch-Orthodoxe-Kirche. Leider durfte ich nicht mit aufs Gelände und musste mit Mama draußen warten, während Papa einfach ohne uns auf Erkundung gegangen ist. Zum Glück gab es vor dem Friedhof Bänke zu sitzen, da konnte ich in Ruhe warten und mich ausruhen.
Ebenfalls auf dem Gelände des Historischen Friedhofs gibt es die Gedächtnishalle, als Erinnerung für die im 1. Weltkrieg gefallenen Weimarer Bürger.
Die Herz-Jesu-Kirche ist eine römisch-katholische Kirche im neogotischen Stil und wurde im Jahr 1889-1891 erbaut. Seit 1982 steht die Kirche unter Denkmalschutz.
Vor dem gelben Schloss an der neuen Wache, befindet sich der Ildefonso Brunnen. Ein Brunnen aus dem 1. Jahrhundert nach Christus. Dieser hatte den gleichen Zweck wie der bereits erwähnte Herderbrunnen.
Am Platz der Demokratie steht das Bach-Denkmal, welches an den Komponisten Johann Sebastian Bach erinnern soll. Es stammt aus dem Jahr 1950 und steht nun seit 1995 auf dem Platz der Demokratie, da es bereits mehrmals umziehen musste.
Direkt vor der ehemaligen Hofapotheke, heutige Tourist Information, steht der Neptun Brunnen. Er ist der älteste Brunnen in Weimar. Früher zierten ihn andere Figuren, bis er 1774 mit der Neptun Figur ausgestattet wurde. Die Figur wurde in den folgenden Jahren durch Kopien ersetzt, aber die Originalfigur befindet sich in den Weimarer Kunstsammlungen.
Nach dem wir die Stadt gründlich erkundet haben, ging es für uns weiter zum Schloss Belvedere. Das Schloss liegt auf einer Anhöhe, südlich von Weimar gelegen, etwas 4km vom Stadtzentrum entfernt. Hier findet man das HfM Franz Liszt Gitarre-Institut (Bachhaus), das HfM Franz Liszt Studiotheater und das Schloss Belvedere. Das Schloss Belvedere wurde zwischen 1724 und 1748 im Rokokostil erbaut.
Auf dem Gelände gibt es zudem noch das Musikgymnasium Schloss Belvedere, einen Irrgarten, einen russischen Garten und die Orangerie auf dem hinteren Teil des Geländes, neben dem roten Turm. Das Schloss Belvedere war die barocke Sommerresidenz der Familie von Sachsen-Weimar und Eisenach.
Als letzten, aber wichtigen Punkt hatten wir noch die Gedenkstätte Buchenwald auf unserer Liste. Der Weg führt vorbei am Obelisk, weiter über die sogenannte Blutstraße. Die Blutstraße hat diesen Namen bekommen, da die Häftlinge aus Buchenwald diese von 1938-1939 erbaut haben. Auf dem weiteren Weg der Straße, findet man immer wieder Hinweisschilder mit Bildern, die einen den ersten Eindruck vermitteln sollen, um was es bei Buchenwald geht.
Das KZ Buchenwald war eines der größten Konzentrationslager in Deutschland und wurde zwischen 1937-1945 bei Weimar als Haftstätte für Zwangsarbeit betrieben. In dieser Zeit waren ca. 278.000 Menschen aus ca. 50 Ländern in Buchenwald inhaftiert. Die Todesopfer wurden auf 56.000 Menschen geschätzt.
Nach der Rettung der Häftlinge am 11.04.1945 durch die Hilfe der US-Armee, nutzte die sowjetische Besatzungsmacht einen Teil des Geländes als Speziallager Nr. 2. Seit 1958 gibt es auf diesem Gelände die Gedenkstätte Buchenwald. Von weitem sieht man schon das Mahnmal der Gedenkstätte Buchenwald, den Glockenturm.
So Freunde, dass war mein Ausflug nach Weimar. Ich hoffe der Einblick hat euch gefallen und ich bin gespannt, wie euch Weimar gefällt, wenn ihr es selber besucht. Weimar ist eine wirklich schöne Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten und dem großen Park, den ich ganz besonders toll fand. Ich verabschiede mich heute mit dem Bild aus Weimar, vor dem historischen Friedhof, wo ich mit Mama gewartet habe. Liebe Grüße, eure Emma.
Hallo Freunde, heute möchte ich euch von meinem Ausflug nach Gera berichten. Gera ist eine Hochschulstadt in Thüringen. Gera hat eine Einwohnerzahl von ca. 96.000 und ist damit die drittgrößte Stadt in Thüringen. Gera war früher bekannt für die Stoff- und Tuchindustrie. Noch heute stehen bedeutende Stadtvillen in der ganzen Stadt verteilt.
Unsere Tour startete vom Tierpark Gera aus, da wir dort eigentlich zuerst rein wollten. Hunde sind dort an kurzer Leine nämlich sehr gerne gesehen. Aber als wir dort angekommen sind, waren gerade mehrere Reisebusse mit unzähligen Schülern vorgefahren. Die Kinder waren alle total aufgeregt, weil sie sich auf den Tierpark gefreut hatten und es war einfach alles unglaublich voll. Also haben Mama und Papa entschieden, dass ist zu viel für mich und ich kann dann eh nichts von den Tieren sehen. Also sind wir erstmal in Richtung Innenstadt gelaufen. Den Tierpark und auch den kostenlosen Parkplatz, verlinkt euch Mama aber trotzdem im Beitrag zu den Links von Gera.
Auf dem Weg durch die Stadt haben wir eine Straßenbahn gesehen, denn die fahren auch noch durch Gera. Die Straßenbahn in Gera ist eine der ältesten Straßenbahnen Deutschlands.
Die St. Trinitatiskirche ist eine schöne Kirche aus 1611. Sie wurde damals außerhalb der Stadtmauern errichtet und anstatt nach Osten, ist sie in nord-südlicher Richtung ausgerichtet. Ursprünglich als Renaissancekirche errichtet, hat sie bei Restaurierungs-Arbeiten in 1868 neogotische Elemente erhalten.
Weiter ging es durch die Gera Arcaden, einem großen Einkaufszentrum mit ca. 90 Geschäften. Es gibt unzählige Restaurants, Cafés und Blumen, Deko, Kleidung uvm. zu kaufen. Hunde dürfen hier auch durchlaufen, aber bei den einzelnen Geschäften sollte man darauf achten, ob wir dort auch mit rein dürfen.
Wenn ihr den Ausgang Breitscheidstraße nehmt, gelangt ihr direkt zum Gerarer „Löwen mit Goldenen Spatz“. Dieser war ein Geschenk vom Lions Club, anlässlich der Bundesgartenschau in 2007. Direkt dahinter befindet sich das Stadtmuseum Gera. Wie der Name schon sagt, beschäftigt es sich mit der Geschichte der Stadt Gera. Wie in vielen Museen, haben Hunde hier leider keinen Eintritt. Es gibt neben den Dauerausstellungen auch immer wieder wechselnde Themenausstellungen. Früher war in dem Gebäude des Stadtmuseums das ehemalige Zucht- und Waisenhaus beheimatet.
Weiter ging es durch die Innenstadt, wo man immer wieder wunderschöne Schaubilder oder Karten der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt sehen kann.
Das Rutheneum ist das älteste Gymnasium in Gera, aus dem Jahr 1608. Es ist ein historisches Gebäude, welches ursprünglich als Reußisches Regierungsgebäude genutzt wurde.
Die Stadtapotheke liegt in der historischen Altstadt von Gera, am Rande des Marktplatzes. Es wurde im Jahr 1606 fertiggestellt, aber die Apotheke zog erst in 1847 in das Gebäude ein. Das Gebäude hat einen wunderschönen Erker, der viele Besucher anlockt und im Renaissancestil erbaut wurde. Ein paar Häuser neben der Stadtapotheke, befindet sich das Standesamt, wo jährlich ca. 350 Trauungen vollzogen werden.
Der Marktplatz von Gera ist ein zentraler Platz mit vielen Restaurants, Cafés und einigen Sehenswürdigkeiten. Hier findet auch an 3 Tagen (Dienstag, Donnerstag und Freitag) der Wochenmarkt statt, bei dem man allerhand regionales kaufen kann. Zudem wird hier jährlich das Volleyballturnier „Gera Beach“ ausgerichtet. Direkt am Marktplatz befindet sich der Simsonbrunnen, ein Sandsteinbrunnen, welcher 1685 durch den Bildhauer Caspar Junghans geschaffen wurde.
Das Rathaus in Gera, welches als Sitz der Stadtverwaltung dient, besteht aus mehreren zusammenhängenden Gebäuden zwischen Markt und Kornmarkt. Das Rathaus wurde im Jahr 1575 fertig gebaut und ist im Renaissancestil gehalten. Es soll dem Rathaus von Altenburg gleichen. Das Rathaus hat einen 57 Meter hohen Rathausturm, welcher bis 1939 sogar bewohnt wurde. Derzeit befindet sich darin eine Dauerausstellung in der Türmerwohnung. Man kann den Rathausturm über 161 Stufen erklimmen und die tolle Aussicht genießen.
Weiter ging es durch die Altstadt, zu unserem nächsten Ziel, der St. Salvator Kirche.
Die St. Salvatorkirche ist eine evangelisch-lutherische Kirche, welche auf dem Nicolaiberg steht. Die Kirche selber wurde im Jahr 1720 fertig gestellt, aber der Turm folgte erst im Jahr 1778, nachdem man durch eine Turmbaulotterie an die Mittel gekommen war. In 1780 brannte die Kirche leider bei einem Stadtbrand am, wurde aber bis zum Jahr 1783 wieder aufgebaut. Die Freitreppe vor der Kirche, wurde erst im Jahr 1898 gebaut. Als wir dort waren, konnten wir leider nicht in die Kirche rein, da Bauarbeiten stattgefunden haben.
Direkt neben St. Salvator befindet sich das Museum für Naturkunde und der Museumshöhler Gera. Das Museum befindet sich im Schreiberschen Haus. Im Museum kann man verschiedene Dauerausstellungen besichtigen, wie z.B. über die Minerale Thüringens oder auch verschiedene Sonderausstellungen. Wenn man um das Museum herum läuft, gelangt man zum Museumshöhler. Dort werden verschiedene Mineralien ausgestellt, die man bestaunen kann.
Nicht weit vom Museum entfernt, findet ihr den Botanischen Garten Gera. Es ist der letzte, noch erhaltene Gartenanlage vor den Stadtmauern. Bis 1900 gestalteten Lehrer, Botaniker und Gärtner den Garten im englischen Landschaftsstil, um diesen für Lehrzwecke zu nutzen.
Man findet dort unzählige Pflanzen, einen Teich mit Fischen, weitere kleine Aquarien und eine Geologische Lehrwand. Überall sind Bänke zum verweilen verteilt, die wir für eine ausgiebige Pause genutzt haben. Ich habe auch endlich eine Stärkung und Schlappi bekommen, damit ich danach weiter laufen konnte.
Gleich neben dem botanischen Garten, befindet sich die St. Elisabethkirche, eine römisch-katholische Kirche aus dem Jahr 1745. Damals war sie als evangelische Schlosskirche in Betrieb und gehört erst seit 1976 zur katholischen Gemeinde.
Gleich um die Ecke, befindet sich das Museum für angewandte Kunst im „Ferberschen Haus“. Im Museum gibt es ca. 100.000 Exponate zu Themen der Angewandten Kunst zu bestaunen.
Weiter ging es in Richtung Geraer Stadtmauer, welche im 15. Jahrhundert erbaut wurde. Sie diente damals zur Verteidigung der Stadt und führte um das gesamte Stadtgebiet herum. Es gab 5 Stadttore, durch die man ins innere gelangen konnte. Mittlerweile gibt es nur noch diesen Rest der Stadtmauer mitsamt Wehrturm, da die anderen Mauern und Tore im 19. Jahrhundert beseitigt wurden.
Weiter ging es durch die Gasen der Innenstadt mit seinen vielen Geschäften und Restaurants, vorbei an der historischen Backstube am Schloßtor und Eisdielen.
Die St. Johanniskirche ist eine Kirche aus dem Jahr 1885 im neogotischen Stil. Sie ist eine evangelisch-lutherische Kirch und gilt als größte Kirche der Stadt. Sie hat einen hohen Kirchturm von ca. 70 Metern.
Als nächstes kamen wir zum Theater Altenburg Gera, einem sogenannten Fünfspartentheater. Das Gebäude wurde bis 1871 erbaut und bekam im Jahr 1905 noch einen markanten Vorbau.
Direkt neben dem Theater Altenburg liegt der Küchengarten, ein Park aus dem 17. Jahrhundert und daneben die Orangerie.
Leider dürfen Hunde in den kompletten Park nicht mit rein. Ich hab natürlich ganz brav mit Papa vor dem Tor gewartet, damit Mama wenigstens schnell ein paar Bilder machen konnte. Die Leute im Park haben gleich blöd geguckt, ob ich auch ja draußen bleibe und Mama war schon auf Krawall gebürstet und hatte gehofft das jemand was sagt. Aber das haben die sich bei ihrem Blick wohl nicht getraut. Also manche Städte sind für uns Hunde wirklich nicht schön. Wo ist denn das Problem, wenn wir durch den Park laufen. Falls uns dabei ein Geschäft passiert, können es unsere Eltern doch einfach weg machen. Wir haben dann noch einen anderen Platz für mich zum ausruhen gefunden, in der Küchengartenallee, der war eh viel besser.
Weiter ging es zur Untermhäuser Brücke, die über die „Weiße Elster“ rüber führt. Von dort hat man einen guten Blick auf Schloss Osterstein. Die Untermhäuser Brücke ist eine historische Fußgängerbrücke aus dem Jahr 1863.
Bevor es weiter ging, durfte ich mich noch ein bisschen abkühlen bei den Temperaturen, denn ich habe einen coolen Badespot in der weißen Elster gefunden. Oh man tat das gut bei der Hitze und nach dem vielen laufen.
Weiter ging es zur St. Marienkirche, einer spätgotischen Kirche im Stadtteil Untermhaus. Die Kirche wurde um 1440 erbaut und verfügt über einen spätgotischen Altar. Dieser wurde bereits 1193 erbaut und zählt somit zu den ältesten Kirchenbauten der Region. Die Türme der Kirche sind im neogotischen Stil gehalten.
Direkt neben der St. Marienkirche, befindet sich das Otto-Dix-Haus Gera. Es ist das Geburtshaus des Malers Otto Dix. Hier gibt es eine Dauerausstellung mit Zeichnungen, Ölgemälden, Mobiliar aus dem Jahr 1900. Auch hier dürfen Hunde leider nicht mit rein.
Nun ging es weiter den Berg hoch, zum Schloss Osterstein. Von dort hat man eine tolle Aussicht über die Stadt Gera. Auf dem ersten Bild seht ihr im Hintergrund die Wolfsbrücke, die zum Schloss führt.
Das Schloss Osterstein ist die ehemalige Stadtresidenz der Fürsten von Reuß. Leider wurde es beim Luftangriff in 1945 komplett zerstört und es gibt nur noch den ehemaligen Bergfried aus dem 12. Jahrhundert und den Schlossgarten.
Wir haben uns dann über den Waldweg entlang auf gemacht in Richtung Auto. Der Fußweg sollte noch 30 Minuten dauern und im Wald war es schön kühl für mich und meine Pfötchen. Der Weg führte unter anderem über die Waldhausbrücke, vorbei am K. Th. Liebe Denkmal. Karl Theodor Liebe, war ein Geologe und Ornithologe aus dem Jahr 1828.
Kurz vor dem Parkplatz kamen wir noch am Dahliengarten vorbei. Leider dürfen auch hier wieder keine Hunde rein, also haben wir Mama wieder allein rein geschickt. Der Dahliengarten wurde im Jahr 1927 ins Leben gerufen und seither immer wieder umgebaut oder erweitert. Hier gibt es jede Menge wunderschöne Dahlien zu bestaunen.
Da der Tierpark leider noch immer so voll war, haben wir uns dafür entschieden nach Hause zu fahren. Es war auch echt ein langer, aber schöner Tag für mich und meine Pfötchen und ich war froh mich im Auto ausruhen zu können. Ich muss ja immerhin fit sein, für meine nächsten Abenteuer. Ich hoffe euch hat der Einblick in die Stadt Gera gefallen? Bis bald, eure Emma
Hallo Freunde, ich hab meiner Mama mal Dampf gemacht, damit sie euch endlich einen Beitrag über mein Pfoten-Abenteuer in Leipzig schreibt, da ich mit meinen Pfoten leider nicht selber tippen kann. Wir waren dieses Jahr gleich 2x in Leipzig, da es dort einfach zu viel zu sehen gibt. Daher sagt Mama: „Wenn man sich Zeit nehmen und alles in Ruhe anschauen möchte, sollte man schon 2-3 Nächte in Leipzig verbringen.“
Wir waren dieses Jahr im Mai dort, als Überraschung für meinen Papa zum Hunde-Papatag und haben dort 2 Nächte eine Ferienwohnung gemietet, im Stadtteil Gohlis. Ich glaube, mein Papa hat sich über die Geschenke gefreut. Gebucht haben wir unsere Ferienwohnung über Booking und haben darauf geachtet, dass auch Hunde in der Wohnung erlaubt sind. Unsere Ferienwohnung lag in der Eisenacher Straße in Leipzig.
Da gab es zwar rund herum einiges an grün, damit ich Gassi gehen kann, aber es war doch ziemlich weit weg von der Innenstadt. Direkt an der Wohnung gab es einen großen Kleingartenverein und von dort kam man in den Auwald, wo der Wackelturm steht. Infos zum Wackelturm, findet ihr hier: https://www.leipzig.travel/poi/aussichtsturm-wackelturm-im-rosental
Eigentlich wollten wir dort hoch, aber als wir da waren, gab es ein Festival und ziemlich viele Leute, die schon zu tief ins Glas geguckt hatten. Das wollten mir Mama und Papa dann doch nicht antun und wir sind lieber weiter gelaufen. Das hat sich auch gelohnt, denn im See waren Schwäne, die ich beobachten konnte.
Parkplätze in Leipzig sind echt rar und die Parkhäuser mitten in der Stadt, waren auch oft voll, so dass wir quasi wieder in die Wohnung fahren mussten. Gut, dafür gab es dann auch mal einen Dönerteller, den wir in der Ferienwohnung genießen konnten. Ich hab natürlich auch was abgestaubt. Den Döner haben wir uns im „Pamir-Bistro“ geholt. Den können wir euch auch sehr empfehlen, denn der war total lecker, die Preise völlig in Ordnung und das Personal sehr nett. Hier der Link zum Bistro: https://www.pamir-bistro-leipzig.de/
Daher unser Tipp wegen der Parkplätze: Sucht euch eine Unterkunft, die in der Nähe des Hauptbahnhofs Leipzig liegt und wenn ihr wie wir mit dem Auto anreist, bucht euch einen Parkplatz dazu. Ein toller Ort für uns Hunde, ist der Wildpark Leipzig. Link zum Wildpark: http://www.wildparkverein-leipzig.de/.
Da dürfen wir nämlich mit rein und man kann ganz viel laufen und die Tiere beobachten. Gleich zu Beginn war dort ein Luchs, der auf mich zu gerannt kam. Zum Glück war dort ein Zaun dazwischen, so konnte ich ihn in Sicherheit beobachten.
Es kam dort auch noch viele andere Tiere, wie z.B. Rehe und Wisente.
Oder ein Schildkrötenteich und Wildschweine.
Ein Ausflug in den Wildpark lohnt sich wirklich, er ist auch komplett kostenlos. Mein Tipp: Seid früh da, denn es gibt nur wenige Parkplätze vor Ort, die schnell voll sind. Wir waren einen Tag vorher schon dort und mussten auch wieder fahren, da es keinen Parkplatz gab. Der Park liegt auch etwas außerhalb. Einen Bus habe ich dort gesehen, so kann man dort natürlich auch hinfahren.
Etwa 30 Minuten mit dem Auto von Leipzig entfernt, liegt Halle (Saale). Hier der Link zur Stadt Halle (Saale): https://halle.de/. Dort gibt es neben einigen Sehenswürdigkeiten wie der Halloren Erlebniswelt, der Altstadt und der Burg Giebichenstein noch den wunderschönen Bergzoo (Zoologischer Garten Halle). Da dürfen Hunde auch mit rein, also solltet ihr dort unbedingt hinfahren, wenn ihr schon hier in der Gegend seid. Link zum Bergzoo: https://zoo-halle.de/. Gleich nach dem Eingang waren die Löwen zu Hause. Man was hab ich mich erschrocken, als der auf einmal aufgestanden und auf mich zugelaufen ist. Das da eine Scheibe dazwischen war, habe ich erst nicht gesehen und bin ein Stück zurück gelaufen. Irgendwann war ich aber mutig und bin wieder näher ran gegangen.
Um die Elefanten beobachten zu können, da habe ich einen eigenen Spot für mich gefunden, von dem aus ich super gucken konnte.
Mama und Papa meinten dann, wir machen jetzt mal eine Mittagspause und holen uns eine Bratwurst. Ich hab natürlich meine eigene bekommen, denn bei so viel laufen, muss ich mich ja auch stärken. Ich saß da und hab meine Bratwurst genossen, da kam auf einmal ein Berberaffe ganz nah an die Scheibe. Da war mir die Wurst auch erst mal egal und ich musste den Affen beobachten.
Im Bergzoo Halle gibt es sogar für uns Hunde einen eigenen Hunde-Erlebnispfad mit vielen verschiedenen Stationen, die wir machen können und dieser führt auch vorbei an einigen Tieren. Besonders toll fand ich die vielen Riechsäulen, wo meine gute Nase zum Einsatz gekommen ist.
Irgendwann kamen wir bei den Steinböcken vorbei. Ich glaube, die kennen schon die ganzen Hunde hier, denn sie waren total entspannt und neugierig und ich wollte natürlich auch was sehen, weil es hier einfach zu gut gerochen hat.
Das Nilpferd war mir zu langweilig, aber die Zwergzebus und die Marderkaninchen fand ich ganz interessant.
Die Zebras haben gerade Fressen bekommen, da wollte ich auch erst mal ne Weile schauen was die so treiben und die Pinguine waren auch toll. Die sind die ganze Zeit an mir vorbei geschwommen und ich wäre auch gerne ins Wasser gehüpft.
Vom Bergzoo aus, hatte man auch eine tolle Sicht auf Halle (Saale). Und im Zoo-Shop, gab es auch wieder viele tolle Kuscheltiere. Mir wurde aber gesagt, ich hätte schon so viele zu Hause. Ich hab mir doch diesmal echt keins aussuchen dürfen. Legt mal bitte ein gutes Wort für mich bei Mama und Papa ein und sagt denen mal, dass man nie genug Kuscheltiere zu Hause haben kann. Ich mache sie immerhin nicht kaputt und muss jedem Besucher ein anderes Kuscheltier präsentieren, typisch Goldi halt und da muss man schon eine gewisse Auswahl haben. Den Bergzoo kann ich euch wirklich sehr empfehlen. Es gibt viele tolle Tiere hier und der Hunde-Erlebnispfad ist eine tolle Abwechslung für uns Hunde.
Am nächsten Tag haben wir ein bisschen den Stadtteil Gohlis unsicher gemacht. Hier gibt es viele tolle Gassen mit älteren Häusern, die man mal gesehen haben muss. Unter anderem findet ihr die historische Drogerie, die jetzt ein Weinlokal/Restaurant ist. Link zum Stadtteil: https://www.gohlis.info/
Hier befindet sich auch das ehemalige Wohnhaus von Schiller, einem deutschen Dichter, in der Menckestraße 42. Im Obergeschoss des Hauses lebte Friedrich Schiller im Jahr 1785 und schrieb hier an der ersten Fassung seines Gedichts „An die Freude“. Das Haus ist ein kleines Museum und kann während der Öffnungszeiten kostenfrei besucht werden, allerdings ohne uns Hunde. Hier der Link zum Museum: https://www.stadtgeschichtliches-museum-leipzig.de/besuch/unsere-haeuser/schillerhaus/
Wir sind auch noch am Gohliser Schlösschen vorbei gelaufen und haben uns den Schlossgarten angeschaut. Es ist ein bürgerliches Landhaus im Rokoko-Stil. Man kann das Schlösschen nur bei geführten Rundgängen besichtigen oder man besucht das Cafè im Schlösschen. Wir Hunde dürfen allerdings nicht mit ins Gebäude rein, aber wir dürfen in den Garten und auf der Terrasse des Cafès sitzen. Link zum Schlösschen: https://gohliserschloesschen.de/
Weiter auf unserem Rundgang durch Gohlis, kamen wir an Friedenskirche vorbei. Sie wurde 1873 im Stadtteil Gohlis, im neugotischen Stil errichtet. Link zur Friedenskirche: https://de.wikipedia.org/wiki/Friedenskirche_(Leipzig). Zum Ende unserer Tour, habe ich noch eine Kugel Eis zur Abkühlung bekommen. Sie lag auf dem Weg zu unserer Ferienwohnung. Dort kann man wunderbar draußen sitzen und sein Eis genießen. Die Eisdiele heißt „Eiscafé Capri“. Wir mussten uns leider beeilen, da uns ein Gewitter überrascht hat und wir ja noch zur Wohnung laufen mussten.
Stellt euch mal vorbei, danach haben mich Mama und Papa doch einfach alleine in der Ferienwohnung gelassen, weil sie den Leipziger Zoo besuchen wollten und ich dort nicht mit rein darf. Link zum Zoo Leipzig: https://www.zoo-leipzig.de/
Gut, ich war nach dem ganzen laufen eh zu müde und hab ne Runde geschlafen. Ich kann schon verstehen das Mama unbedingt in den Leipziger Zoo wollte, denn hier wird immerhin eine ihrer Lieblingssendungen gedreht, Tierärztin Dr. Mertens. Mama sagt, es gab dort viele Tiere, wie ein Aquarium mit vielen verschiedenen Arten. Die Elefanten, Gorillas und Schimpansen fand sie besonders toll.
Aber auch den Sumatra-Orang-Utan, weil sie dort erst dachte, dass wäre gar kein echtes Tier und sich total erschrocken hat, als der sich auf einmal bewegte und die Flamingos.
Natürlich musste sie auch die Kiwara Lodge besuchen, die oft in der Serie gezeigt wird und hat von dort aus die Giraffen beobachten können. Es ist wirklich toll dort in der Lodge auf der Terrasse zu sitzen und die ganze Tiere beobachten zu können. Neben den Giraffen sind dort noch Zebras, Strauße und andere Tiere zu beobachten.
Von der Erlebniswelt Gondwanaland hatte sie durch die Serie auch schon viel gehört und wollte dort unbedingt rein. Man kann dort mit dem Boot durchfahren, allerdings hat man lange Wartezeiten und man läuft nur im Tippelschritt durch das Gondwanaland, weil dort einfach jeder rein möchte. Das war meiner Mama zu viel und überhaupt hat sie gesagt, ohne mich war der Zoobesuch doof. Ich weiß aber, dass es ihr trotzdem gefallen hat und sie es mir nur gesagt hat, um mich zu besänftigen, weil ich in der Wohnung bleiben musste.
An meinem ersten Ausflug nach Leipzig, haben wir nicht noch mehr machen können, da meine Mama kaum laufen konnte. Aber wer ist auch so blöd und zieht neue Schuhe an, wenn man so viel laufen muss und holt sich solche Blasen, dass jeder Schritt zur Qual wird? Das schafft glaube ich nur sie. Aber gut, ich habe es ihr verziehen, denn dadurch mussten wir immerhin noch ein zweites Mal nach Leipzig fahren und ich durfte im August natürlich wieder mit. Diesmal hab ich sie daran erinnert, keine neuen Schuhe anzuziehen und wir haben unseren eigenen Rat befolgt und haben uns diesmal ein Hotelzimmer mit Parkplatz gebucht, wo Hunde erlaubt sind und welches direkt am Hauptbahnhof Leipzig lag. Wir waren im Hotel „Big Mama Leipzig“, welches wir auch wieder über Booking gebucht haben. Am Anfang war ich etwas skeptisch bei so vielen Türen und langen Gängen, fand es dann aber doch toll. Stellt euch mal vor, ich musste sogar mit dem Aufzug fahren und auch das hab ich ganz tapfer gemeistert. Mama und Papa waren richtig stolz auf mich.
Das Hotel ist wirklich schön gewesen, ruhig, sauber und die Mitarbeiter dort waren auch alle sehr nett. Die Lage war für unsere Touren auch toll, da vieles in der näheren Umgebung gewesen ist. Link zum Hotel: https://www.bigmamahotels.com/big-mama-leipzig/startseite
Nach unserer Ankunft und kurzer Ruhepause, ging es los, vorbei am Hauptbahnhof, wo jede Menge Geschäfte drin sind. Ich glaube, der Bahnhof ist eher eine Shopping-Mall. Link zum Bahnhof: https://www.promenaden-hauptbahnhof-leipzig.de/ Ich habe natürlich gleich gesehen, dass es dort auch einen Mecces gibt und hab mir als Belohnung für den Abend einen Cheeseburger versprechen lassen. Keine Sorge, ich bekomme zu Hause gesundes Essen, aber wenn wir auf einem Abenteuer sind, darf es auch mal was besonderes, ungesundes für mich sein. Kommt ja selten genug vor, finde ich.
Die Oper Leipzig wurde im Jahr 1960 fertiggestellt und befindet sich gegenüber dem Augustusplatz. Es ist ein beeindruckendes Gebäude im neoklassizistischen Stil und man kann dort Ballett und Opern besuchen. Link zur Homepage der Oper: https://www.oper-leipzig.de/de
Auf dem Augustusplatz findet ihr den Mendebrunnen, welcher im Jahr 1867 durch Marianne Pauline Mende mit ihrem Nachlass gespendet wurde und das Gewandhaus, ein Konzertgebäude aus dem Jahr 1981. Hier der Link zum Gewandhaus: https://www.gewandhausorchester.de/
Rechts neben dem Gewandhaus steht der Panorama Tower, von dem aus man eine tolle Aussicht über Leipzig hat. Der Tower ist ca. 120m hoch und kostet 5 Euro pro Person. Da Hunde hier nicht rauf dürfen, war das leider nichts für uns. Link zum Tower: https://www.stadtrundfahrt.com/leipzig/eintritt-panorama-tower/
Direkt neben dem Panorama Tower liegt die Universitätskirche (Paulinum), welche gerade restauriert wird und wir sie daher nicht richtig sehen konnten und das neue Augusteum der Universität Leipzig.
Für uns ging es weiter in die Lennéanlage, einem kleinen Park mitten in Leipzig. Dort befindet sich die Moritzbastei, welche leider nicht mehr schön anzusehen ist (man sieht sie auf dem ersten Bild vom Denkmal) und ihr findet hier neben dem Robert-Schumann-Denkmal auch das Otto-Koch-Denkmal. Robert Schumann war ein Komponist und Musikkritker aus dem Jahr 1810. Es gibt in Leipzig auch das Schumann-Haus, welches besichtigt werden kann. Otto Koch war ein ehemaliger Bürgermeister der Stadt Leipzig aus dem Jahre 1810. Bürgermeister der Stadt, wurde er im Jahr 1849. Hier die Links zu den beiden Personen: https://www.schumannhaus.de/ und https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Wilhelm_Otto_Koch
Weiter ging es durch die Leipziger Innenstadt, vorbei an vielen tollen Geschäften.
Daneben befindet sich die Nikolaikirche, eine Kirche aus dem Jahr 1513. Sie ist die älteste und größte Kirche in der Innenstadt. Berits Johann Sebastian Bach führte hier einige seiner Kantaten mit dem Thomanerchor auf. Hier der Link zur Nikolaikirche: https://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaikirche_(Leipzig) und https://www.nikolaikirche.de/. Auf dem Hof der Nikolaikirche befindet sich die Nikolaisäule, welche an die Montagsdemonstration vom 9.10.89 erinnern soll.
Wir sind weiter gelaufen, vorbei am Speck’s Hof, mit seinen vielen Geschäften, dem wunderschönen Kaffeehaus „Riquet Cafè“ und dem Handelshof (Steigenberger Hotel).
Der Marktplatz Leipzig ist ein zentraler Platz, umrundet von vielen historischen Gebäuden und Geschäften. Hier gibt es auch viele Cafès, die zum verweilen einladen und das berühmte Barfußgässchen, die Feiermeile in Leipzig mit unzähligen Bars.
In Leipzig gibt es ein Bundesarchiv, wo man etliche Stasiunterlagen sichten kann. Es heißt „Gedenkstätte – Museum in der runden Ecke“ und davor befindet sich ein Stück der „Berliner Mauer“.
Die Thomaskirche, eine römische Kirche aus dem Jahr 1160, befindet sich am Dittrichring. Hier wurde Johann Sebastian Bach mit dem Thomanenchor weltweit bekannt. In ihr wurden die 11 Kinder von Bach getauft und seit 1949 befinden sich die Gebeine von ihm hier, nachdem die Johannsikirche abgebrannt war, wo seine ursprüngliche Grabstätte gewesen ist. Die Thomaskirche verfügt über einen Aussichtsturm, den man besuchen kann. Hier sind die Links zur Kirche: https://www.thomaskirche.org/ und https://de.wikipedia.org/wiki/Thomaskirche_(Leipzig)
Neben der Thomaskirche befindet sich das Bach-Museum (Bosehaus), wo früher die mit Bach befreundete Familie Bose wohnte. Heute befindet sich hier das Bach-Museum drin mit einer großen Ausstellung über die Familie Bach, auf rund 450qm. Link zum Museum: https://www.bachmuseumleipzig.de/de/bach-museum
In der Grünanlage an der Thomaskirche befindet sich neben dem Mendelsohn-Denkmal auch das alte Bach-Denkmal und das Plato-Dolz-Denkmal.
Ein weiteres, beeindruckendes Gebäude ist das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig oder das Europahaus und hübsch anzusehen sind die Pusteblumenbrunnen.
In Leipzig gibt es sehr viele, schöne Kirchen. Unter anderem auch die evangelisch reformierte Kirche zu Leipzig, am Goerdelerring, welche bis 1899 erbaut wurde. Sie wurde im Stil der Neurenaissance erbaut. Hier der Link zur Kirche: https://www.reformiert.de/gemeinde/leipzig.html
Nach einem sehr interessanten, aber langen Tag, sind wir zurück zu unserem Hotel gelaufen. Auf dem Weg dorthin haben wir meinen versprochenen Cheeseburger abgeholt und für Mama und Papa gab es von „Hallo Döner Leipzig“ einen Döner. Irgendwie gibt es in Leipzig immer Döner, was die beiden zu Hause normalerweise nicht so oft essen. Da der Dönerladen voll war und ich so süß gewartet habe, gab es vom Besitzer sogar ein Stück ungewürztes Hühnchenfleisch für mich, was total lecker war. Also ich hätte hier ruhig noch länger gewartet. Das Geschmatze der beiden hat mir auch verraten, dass der Döner wohl lecker war. Aber mein Cheeseburger hat mir auch geschmeckt. Hier ist der Link zum Dönerladen: https://www.hallodoner-leipzig.de/
Wir hatten eine erholsame Nacht, denn frische Luft und viel laufen macht müde und das Hotel war zum Glück sehr ruhig, obwohl es mitten in der Stadt liegt. Nur die Wärme machte uns etwas zu schaffen. Nach dem Frühstück sind wir wieder los gezogen. Diesmal ging es für uns zum Bayerischen Bahnhof. Dieser war ab 1844 der nördliche Endpunkt der Sächsisch-Bayerischen Eisenbahn, die in 1842 in Betrieb ging. Heute ist der Bayrische Bahnhof ein Restaurant mit Biergarten. Link zum Bayerischen Hof: https://www.bayerischer-bahnhof.de/
Wir hatten von der russischen Gedächtniskirche „St. Alexi“ gehört und wollten sie uns unbedingt anschauen. Sie wurde in 1913 erbaut. Die Kirche ist eine Nachbildung der 1530 erbauten Auferstehungskirche in Moskau und dient dem Gedenken an die russischen Soldaten während der Völkerschlacht 1813. Link zur Kirche: https://de.wikipedia.org/wiki/Russische_Ged%C3%A4chtniskirche
Unser letzter Punkt auf der Liste war das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig, welches zusammen mit St. Alexi in 1913 eingeweiht wurde. Die Bauzeit des Denkmals beträgt 15 Jahre. Es ist ein wirklich beeindruckendes Denkmal, welches wir uns viel kleiner vorgestellt hatten. Ich fand den Teich davor so toll, weil die Fische hier drin wie verrückt hoch gesprungen sind.
Das Völkerschlachtdenkmal ist 91 Meter hoch und hat eine rittergeschmückte Krypta.
Man kann auf die oberste Plattform rauf gehen und hat einen tollen Panoramablick über Leipzig. Im Oktober 1813 tobte rund um die Leipziger Stadtmauern die große Feldschlacht mit Napoleon. Hunde dürfen angeleint mit aufs Denkmalgelände, allerdings nicht mit ins Denkmalsinnere. Hier ist der Link zum Denkmal: https://www.stiftung-voelkerschlachtdenkmal-leipzig.de/
Wer nach Leipzig kommt, sollte sich auch unbedingt die Red Bull Arena anschauen. Ich darf dort als Hund leider nicht mit rein, aber meine Familie war in 2022 schon einmal dort, um sich ein Spiel der deutschen Nationalmannschaft anzuschauen. Ich war in der Zeit zu Hause und Oma hat auf mich aufgepasst und verwöhnt. Aber wir wollten euch das Stadion nicht vorenthalten.
Die Red Bull Arena ist das Stadion bei Heimspielen von RB Leipzig und hat ein Fassungsvermögen von insgesamt 47800 Plätzen. Es wurde im Jahr 2000 mit dem Bau begonnen und die Einweihung war in 2010.
Wenn man nicht zu einem Spiel dorthin möchte, kann man das Stadion auch im Rahmen einer Stadiontour besichtigen. Infos zum Stadion gibt es hier: https://rbleipzig.com/de/stadion/red-bull-arena
So Freunde, ich hoffe euch hat mein Pfoten-Abenteuer durch Leipzig gefallen und ihr seid auch bei meinem nächsten Abenteuer wieder dabei? Ich hatte viel Spaß und bin gerne mit meiner Familie unterwegs. Liebe Grüße, eure Emma
Ihr fragt euch jetzt sicher, was die Brüder-Grimm mit Marburg zu tun haben? Ganz einfach, die Brüder-Grimm haben in Marburg ihre Studienzeit verbracht und haben in dieser Zeit einige Spuren in der Stadt hinterlassen. Jacob Grimm kam bereits im Jahr 1802 zum studieren nach Marburg, während ihm sein Bruder Wilhelm im Jahr 1803 folgte, um Rechtswissenschaften zu studieren. Das Studium der beiden dauerte bis 1805. Die Stadt Marburg hat sich etwas tolles einfallen lassen und hat einen Grimm-Dich-Pfad ins Leben gerufen, bei dem man auf den Spuren der Brüder-Grimm wandeln kann. Es gibt eine Homepage der Stadt Marburg dazu, wo man die Route sehen und sich ein Prospekt downloaden kann. In dem Prospekt findet ihr die Karte mit den Beschreibungen zu den ganzen Punkten. Hier geht es zur Homepage: https://www.marburg-tourismus.de/Maerchen
Wir sind allerdings nicht mit Punkt 1 auf der Karte gestartet, sondern mit Punkt 5, an der alten Universität, da wir vom Parkhaus am Pilgrimstein gestartet sind. Na, denkt ihr wir haben alle Punkte auf der Karte gefunden?
Direkt hinter der Universitätskirche am Kornmarkt, haben wir die Sterne (erstes Bild ganz rechts am Bildrand) gefunden, die an das Märchen „Die Sterntaler“ erinnern soll. Ein Kurzmärchen aus dem Jahr 1810 von Jacob Grimm, was aus einer dunklen Erinnerung aufgeschrieben wurde. Das Symbol war gar nicht so leicht zu finden, da wir dachten, die Bronze-Bücher, seien das Ziel und wir kamen erst nach unserer Tour darauf, dass wir das Sternsymbol finden sollten.
Weiter ging es zu Punkt 4, der Krieger’schen Leihbibliothek in der Reitgasse. Hier hielt sich Jacob Grimm häufig zum lesen auf, da die Literatur zu seiner großen Leidenschaft gehörte.
Wir sind weiter hinauf durch die Altstadt gelaufen, zu Punkt 3. Dort findet ihr den Froschkönig an der Wasserscheide (Neustadt). Dieser sitzt etwas versteckt, oben auf einer Mauer. „Der Froschkönig“ der Brüder-Grimm stammt aus dem Jahr 1812.
Weiter ging es für uns über den Renthof und den Hainweg, hoch zum Landgrafenschloss. Nachdem wir uns das Marburger Schloss angeschaut hatten, ging es weiter auf den Spuren der Brüder-Grimm. Der Punkt 11, ist das Zitat von Jacob Grimm, auf der Ludwig-Bickell-Treppe.
Marburg hat wirklich sehr viele Treppen, da hatte Jacob Grimm absolut recht. Aber das Haus wo man zum Dach rein geht, kannte ich selber noch nicht und war wirklich gespannt darauf. Gibt es das wirklich noch und finden wir es auch? Die Antwort darauf, findet ihr in unserem Bericht zu Marburg unter diesem Link: https://emmas-pfoten-abenteuer.de/category/reiseorte/staedtetrips/marburg/
Bei Punkt 10 wird man etwas in die Irre geführt. Denn dort soll man laut Karte den „roten Pumps“ von Aschenputtel finden. Wir haben nach dem roten Pumps gesucht, ihn aber nicht gefunden. Wahrscheinlich sah der Pumps nicht mehr schön aus und wurde neu gestrichen, allerdings in der Farbe gold. Denn einen anderen Pumps haben wir nicht gefunden. Auf dem vorherigen Bild, seht ihr ihn sogar im Hintergrund, neben mir stehen. Laut Karte sollte er auch weiter Weg von Punkt 11 stehen. „Aschenputtel“ ist wohl eines der bekanntesten Märchen der Brüder-Grimm aus dem Jahr 1812. Die erste Fassung stammte allerdings aus dem Jahr 1697 von Charles Perrault.
Als nächstes folgte Punkt 9, der Spiegel aus dem Märchen „Schneewittchen“. Schneewittchen stammt aus dem Jahr 1812 und handelt von Schneewittchen und den 7 Zwergen. Das war als Kind mit eines meiner Lieblingsmärchen. Ursprünglich wurde es unter dem Namen „Schneeweißchen“ veröffentlicht.
Weiter ging es zu Punkt 8 auf der Karte, zu dem Korb auf der Schlosstreppe am Weinlädle. Der Korb ist von Rotkäppchen aus dem Märchen „Rotkäppchen und der Wolf“ aus dem Jahr 1812. Ebenfalls ein großer Favorit von mir aus meiner Kindheit. Die erste Fassung des Märchens wurde im Jahr 1697 von Charles Perrault geschrieben.
Als nächstes kamen wir am „Haus der Romantik“ vorbei, welches Punkt 7 auf der Liste war. Ihr findet es am Markt 16 in Marburg. Die Brüder-Grimm gehörten zum Marburger Romantikerkreis und hielten sich dort oft auf. Die Brüder-Grimm waren beeindruckt von der mittelalterlichen Altstadt und dem Charme der Stadt.
Punkt 6 liegt direkt am Marktplatz, neben dem wunderschönen Rathaus von Marburg. Dort findet man die 7 Fliegen an der Hauswand, die an „Das tapfere Schneiderlein“ erinnern soll. Das Märchen stammt von Martin Montanus aus dem Jahr 1557 und wurde nicht von den Brüdern-Grimm geschrieben, aber im Jahr 1812 in ihre Märchen-Sammlung mit aufgenommen. Ursprünglich gab es zwei Fassungen, die in 1819 dann zu einer zusammengefasst wurden.
Wieder ging es bergauf und wir mussten einige Treppen steigen, um zu Punkt 12 zu gelangen. Dem Wohnhaus von Professor Savigny, in der Ritterstraße 15 in Marburg. Dort trafen sich früher viele Romantiker mit dem Professor, darunter auch die Brüder-Grimm.
Punkt 13 führte uns zum Lebkuchenhaus von „Hänsel und Gretel“ in der Kugelgasse, neben dem Lutherischen Pfarrhof. Das Märchen stammt von Wilhelm Grimm aus dem Jahr 1810.
Punkt 14 führte uns zu einem Stadtplan von Marburg, aus der Studienzeit der Brüder-Grimm. Diesen findet ihr in der Gasse „Rübenstein 1“, in der Nähe des Wohnhauses der Brüder-Grimm.
Das Wohnhaus von Jacob Grimm darf auf dieser Tour natürlich nicht fehlen und ist auf dem Grimm-Dich-Pfad der Punkt 15. Ihr findet das Wohnhaus in der Barfüßerstraße 35 in Marburg. Hier lebte Jacob Grimm von 1802 bis 1803, ehe er gemeinsam mit seinem Bruder Wilhelm in das Haus in der Wendlegasse 4 zog.
Nun fehlten uns doch die letzten beiden Punkte von der Karte. Also ging es für uns noch einmal über den Marktplatz Marburg, entlang über die Wettergasse, bis zum Steinweg. Dort hängen an der Mauer die Büsten vom Wolf und den Geißlein, Punkt 2. Das Märchen „Der Wolf und die 7 jungen Geißlein“ stammt aus dem Jahr 1812.
Als letztes fehlte uns noch Punkt 1, der Fisch aus dem Märchen „Von dem Fischer uns seiner Frau“. Diesen findet man mitten im Teich, der im alten botanischen Garten liegt. Das Märchen ist ursprünglich von Philipp Otto Runge, wurde aber in 1812 von den Brüder-Grimm mit in ihre Sammlung aufgenommen.
Wir haben tatsächlich alle Punkte auf dem Grimm-Dich-Pfad gefunden, auch wenn manche Punkte doch schwierig zu finden waren. Wir alle hatten sehr viel Spaß auf der Suche quer durch Marburg und man konnte dabei auch noch wunderbar die restlichen Sehenswürdigkeiten begutachten. Diese Schnitzeljagd ist eine tolle Idee der Stadt Marburg und ihr solltet es auch mal ausprobieren. Schreibt doch mal in die Kommentare, ob ihr auch alle Punkte gefunden und welche Route ihr genommen habt.
Nach diesem tollen Tag in Marburg und Kuscheleinheiten von Oma und Opa, ging es für mich wieder nach Hause. Aber ich freue mich schon auf mein nächstes Abenteuer mit euch. Liebe Grüße, eure Emma
Diesmal wollen wir euch die Stadt Eisenach zeigen. Eisenach ist eine große Kreisstadt in Thüringen mit ca. 41.000 Einwohnern. Bekannt ist Eisenach durch die Wartburg und natürlich durch Martin Luther und Johann Sebastian Bach. In Eisenach wurde damals auch der Wartburg gebaut.
Geparkt haben wir auf dem „Parkplatz an der Kirche“ und von hier, haben wir auch unsere Route durch die Stadt aufgebaut. Link zum Parkplatz: https://maps.app.goo.gl/J79rTuWiGnsh8DwS6
Tipp: Seid am besten am frühen Morgen da, denn hier dürft ihr nur 2h parken und die Parkzeit beginnt offiziell ab 8 Uhr. Wir haben für unsere Tour mit Pause ca. 2,5h gebraucht.
Direkt am Parkplatz liegt die Predigerkirche. Sie wurde als Teil des Dominikanerklosters Eisenach erbaut und gehört heute zum Thüringer Museum. Sie stammt aus der Zeit des 13. Jahrhunderts und wurde zu Ehren der Heiligen Elisabeth gebaut.
Weiter ging es für uns in Richtung Markt, vorbei an der Georgenkirche. Die Georgenkirche ist eine Stadt- und Hauptkirche, zentral gelegen in Eisenach. In dieser Kirche predigte bereits Martin Luther und Johann Sebastian Bach wurde in ihr getauft. Ebenso gilt sie als Traukirche der heiligen Elisabeth. Die Kirche stammt aus dem Jahr 1196 und wurde seither mehrfach umgebaut/erweitert. Im Kirchturm befindet sich eine Gruft, mit Särgen der Herzogen von Sachsen-Eisenach.
Unweit der Georgenkirche gibt es auch eine Georgenschule, ein wunderschönes, denkmalgeschütztes Schulgebäude.
Gegenüber der Georgenkirche befindet sich das Residenzhaus Eisenach. Es ist eine ehemalige fürstliche Residenz aus dem Jahr 1500 und wird heute als privates Gästehaus/Hotel genutzt. Wer dort übernachten will, findet das Hotel auf verschiedenen Anbieterseiten für Übernachtungen oder per google Suche.
Das Lutherhaus in Eisenach gilt als eines der ältesten erhaltenen Fachwerkhäuser in Thüringen. Martin Luther wohnte hier während seiner Schulzeit bei Familie Cotta, von 1498 bis 1501. Das Lutherhaus ist offizielles europäisches Kulturerbe. Infos zum Lutherhaus findet ihr hier: https://www.lutherhaus-eisenach.com/
Direkt neben dem Lutherhaus liegt die Luther-Werkstatt. Hier könnt ihr u.a. lernen, wie Martin Luther zu schreiben. Zudem kann man hier eine Schulstunde wie zu Luthers Zeiten erleben. Es gibt noch viele weiter Angebote. Diese findet ihr hier: https://www.lutherhaus-eisenach.com/museumspaedagogik
In Eisenach könnt ihr ein historisches Gebäude sehen, dass „Alte Treppenhaus“, eine alte Treppenanlage in der Domstraße.
Am Frauenplan in Eisenach, liegt das Bachhaus. Hier wurde der Komponist Johann Sebastian Bach im Jahr 1685 geboren. Heute ist das Bachhaus ein Museum, wo man bis zu 250 Exponate bestaunen kann. Infos zum Bachhaus gibt es hier: https://www.bachhaus.de/
Direkt gegenüber dem Bachhaus, steht das Bachdenkmal.
Eisenach hat eine wunderschöne Altstadt mit hübschen, gut erhaltenen Häusern und ist gut zu Fuß zu erkunden.
Man findet in der Altstadt auch das schmale Haus von Eisenach. Es hat eine Wohnfläche von ganzen 20qm, ist aber nur 2,05m breit und es wird tatsächlich bewohnt. In den 70er Jahren sollte es abgerissen werden, konnte aber dank einer privaten Initiative erhalten werden.
In der Karlstraße in Eisenach kann man das wunderschöne, denkmalgeschützte Gebäude der Stadt Apotheke bestaunen. Sie wurde im Jahr 1800 erbaut und wird in vielen Reiseführern erwähnt. Das Gebäude wird auch heute noch als Apotheke genutzt. https://www.stadtapo-eisenach.de/
Der Karlsplatz in Eisenach ist ein zentraler Platz und liegt in der Altstadt. Dort steht ein großes Lutherdenkmal, unweit des Nikolaitors und der Nikolaikirche.
In Eisenach gab es damals 5 Stadttore, aber das Nikolaitor ist das einzige, erhaltene Stadttor von damals. Es wurde ebenfalls im 11. Jahrhundert erbaut, allerdings etwas früher als die benachbarte Nikolaikirche. Bis in Jahr 1832, wurde das Stadttor jeden Abend geschlossen. Im Mittelalter führte die Handelsstraße Via Regia von Frankfurt/Main nach Krakau durch Eisenach. Der Nikolaitorturm hat eine Hähe von 27,5m. Der große Torbogen zwischen Nikolaitorturm und Nikolaikirche, wurde erst im Jahr 1888 erbaut, damit eine größere Durchfahrt möglich wurde. Weitere Infos zum Nikolaitor, findet ihr hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaitor_(Eisenach)
Vor dem Nikolaitor, sieht man noch einen Teil der alten Straßenbahnschienen, die in Eisenach von 1897 bis 1975 gefahren ist. Weitere Infos zur Straßenbahn, gibt es hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Stra%C3%9Fenbahn_Eisenach
Weiter ging es durch die Straßen von Eisenach, in Richtung Stadtschloss.
Das barocke Stadtschloss von Eisenach, diente damals als herzogliche Rezidenz. Heute dient es als Büroräume für die Stadtverwaltung und es beheimatet das Thüringer Museum. Ursprünglich bestand es aus 4 Flügeln, aber mittlerweile sind leider nur noch 3 erhalten geblieben. Infos zum Stadtschloss gibt es hier: https://www.eisenach.de/kultur/museen/thueringer-museum-eisenach/stadtschloss/
Direkt neben dem Stadtschloss, liegt das Rathaus Eisenach. Es wurde um 1500 im Renaissancestil erbaut und wird genutzt als Sitz der Stadtverwaltung. Weiter Infos zum Rathaus findet ihr hier: https://www.eisenach.de/rathaus/
Auf dem 2. Bild, links neben dem Rathaus, seht ihr die Ratsapotheke und sie war ursprünglich die Hofapotheke. Es ist ein denkmalgeschütztes Gebäude aus dem Jahr 1560. Infos zur Hofapotheke findet man im Thüringer Museum.
In der Mitte des Marktplatzes steht der Georgsbrunnen. Er ist ein 8-eckiger Brunnen, der in 1549 errichtet wurde. Er erinnert an den Stadtheiligen St. Georg. Der Brunnen wurde seit seiner Errichtung bereits 3 mal versetzt.
Auf dem Theaterplatz befindet sich das Landestheater Eisenach, welches bis zum Jahr 1879 erbaut wurde. Es verfügt über die Sparte Ballett und junges Schauspiel. Infos zum Theater gibt es hier: https://landestheater-eisenach.de/start/index.html
Auf dem Theaterplatz befindet sich zudem das Ernst-Abbe-Denkmal. Ernst Abbe war ein deutscher Physiker aus dem Jahr 1840 und wurde in Eisenach geboren. Zusammen mit Carl Zeiß und Otto Schott, schuf er die Grundlagen der modernen Optik. Weiter Infos zu Ernst Abbe und seine Arbeit, findet ihr hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Abbe
Weiter ging es für uns in Richtung Annenkirche. Nach einer Überlieferung, gründete die Heilige Elisabeth die Kapelle von St. Annen. https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Abbe
In der Nähe der Annenkirche kann man den Hellgrevenhof bestaunen. Ein Gebäude aus dem 12. Jahrhundert, wo damals die 4-jährige Heilige Elisabeth ihr Quartier bezogen hat. Der Hellgrevenhof ist einer der ältesten Bürgerhäuser von Eisenach. Weitere Infos zum Hellgrevenhof findet ihr hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Hellgrevenhof
Der Storchenturm in Eisenach ist ein mittelalterlicher Wehr- und Gefängnisturm. Es sind leider nur noch Überreste zu finden. Der Turm wurde im Jahr 1200 erbaut.
Am Schlossberg in Eisenach befindet sich die ehemalige Kreuzkirche und der alte Friedhof. Die Kreuzkirche wurde im Jahr 1697 erbaut und beinhaltet Teile der Türme des früheren Eisenacher Doms.
Wieder zurück an der Predigerkirche, wo wir unser Auto abgestellt hatten, wollten wir natürlich noch die Wartburg erkunden. Man kann die ca. 4km nach oben wandern. Da wir aber schon so viel gelaufen sind, haben wir es uns einfacher gemacht und sind mit dem Auto zumindest bis zum unteren Parkplatz gefahren. Dieser ist kostenpflichtig (ca. 3 Euro pro Stunde) und man sollte früh da sein, sonst könnten die Parkplätze bereits belegt sein. Bereits von weitem sieht man die Wartburg, hoch oben auf dem Berg.
Die Wartburg ist eine fast 1000 Jahre alte Burg bei Eisenach, aus dem 12. Jahrhundert. Die Wartburg ist ein UNESCO-Weltkulturerbe und ist tief mit der Geschichte verbunden. Neben Elisabeth von Thüringen, die von 1211 bis 1227 hier lebte, versteckte sich Martin Luther im Jahr 1521 als „Junker Jörg“ hier, um das neue Testament ins Deutsche zu übersetzen. Zudem hielt sich Johann Wolfgang von Goethe ab 1777 privat und auch dienstlich auf der Wartburg auf. Weitere Infos zur Wartburg findet ihr hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Wartburg und https://www.wartburg.de/
Der Weg nach oben war ganz schön steil und wir mussten viele Treppen erklimmen. Aber Emma fand es gerade nach der Stadttour toll, etwas im grünen zu laufen, nur waren wir ihr wohl etwas zu langsam.
Die Wartburg besteht aus vielen verschiedenen Gebäuden, die man bestaunen kann. Man geht durch ein unscheinbares Tor zur Wartburg hinein und findet dahinter den ersten Burghof.
Läuft man durch das nächste Tor, gelangt man in den zweiten Burghof. Hier gibt es viele Sitzmöglichkeiten zum verweilen und man kann sich im Restaurant stärken oder bei heißen Temperaturen ein leckeres Eis schmecken lassen.
Im zweiten Burghof liegt auch das Ritterbad, welches man von außen durch eine Tür bestaunen kann, ebenso der Küchengarten und der Südturm, den man besichtigen darf. Er ist 22 Meter hoch und bietet einen tollen Ausblick.
Im äußeren Bereich gibt es eine tolle Aussichtsplattform, die euch eine tolle Sicht auf die Wartburg und auf Eisenach bietet.
Fazit: Ihr solltet die Wartburg unbedingt besuchen, da es eine tolle Burg ist, auf der man viel entdecken und sehen kann. Leider dürfen die Hunde nicht mit in die Gebäude rein, aber auch so haben wir viel sehen können und im gesamten Burgbereich stehen immer wieder Wassernäpfe für die Hunde bereit. Zudem gibt es hier wunderbare Wanderwege, die euch einmal rund um die Burg führen.
Kennt ihr die Drachenschlucht? Wir hatten schon öfter davon gehört und dachten uns, wenn wir schon mal hier sind, dann schauen wir uns diese jetzt auch gleich mit an. Die Drachenschlucht ist eine Klamm im Thüringer Wald, direkt bei Eisenach im Mariental. Die Drachenschlucht liegt an der B19, wo man nicht direkt parken kann. Daher haben wir auf einem Wanderparkplatz, der „Phantasie“ geparkt und sind von dort aus zur Drachenschlucht gelaufen. Den Parkplatz findet ihr hier: https://maps.app.goo.gl/CvitHqYmEHE5fQRU7
Vom Parkplatz aus, sind wir ca. 1km bis zur Drachenschlucht gelaufen. Kurz vorher gab es einen tollen Platz mit Bänken/Tischen, wo man wunderbar Rast machen kann. Wir haben den Ort genutzt um eine Pause zu machen und uns zu stärken, bevor es mehrere Kilometer durch die Drachenschlucht ging.
Den Eingang der Drachenschlucht kann man zum Glück nicht verfehlen, da alles gut ausgeschildert ist. Gerade für Hunde ist eine Wanderung durch die Schlucht toll, da es entlang der Wege einen Bach gibt, wo sie sich immer wieder drin abkühlen und trinken können.
Wir sind ganz stolz auf Emma, denn sie ist den ganzen Weg ohne Probleme gelaufen und das obwohl man die ganze Zeit auf Metallplatten läuft und unter einem der Bach lang rauscht. Zudem wird der Weg teilweise wirklich sehr schmal und man sollte auf sperrige Taschen/Rucksäcke verzichten, sonst kommt man nicht gut durch.
Da wir uns auch gerne noch die Elfengrotte anschauen wollten, ging es noch steiler bergauf.
Nachdem wir unseren Rundgang durch und um die Drachenschlucht beendet hatten, ging es wieder zurück zum Parkplatz und auf nach Hause.
Fazit: Auch die Drachenschlucht, können wir euch sehr empfehlen. Emma hatte ihren Spaß dabei, durch die Bäche zu hüpfen und zu klettern. Außerdem wurde sie auf dem Weg richtig mutig und ist über Untergründe gelaufen, wo sie normalerweise nicht gerne drüber läuft. Es ist wirklich ziemlich beeindruckend durch diese Schlucht zwischen engen Felsen zu laufen, die teilweise nur schulterbreit sind. Gerade im Sommer ist es eine schöne Wanderung, da es in der Drachenschlucht sehr kühl ist. Weitere Infos zur Drachenschlucht gibt es hier: https://www.thueringen.info/drachenschlucht.html
Liebe Freunde, dass war mein Ausflug durch und rund um Eisenach. Ich hoffe ihr hattet Spaß und werdet bei Gelegenheit auch ein bisschen die Gegend erkunden. Es lohnt sich auf jeden Fall sehr. Bis bald, eure Emma
Diesmal ging es für uns nach Marburg, in meine alte Heimat. Wenn man dort wohnt, geht man teilweise blind durch die Straßen und daher wollten wir nun ganz bewusst die vielen Sehenswürdigkeiten von Marburg betrachten. Emma hat sich auf den Ausflug gefreut und war sofort dabei als wir gefragt haben, ob sie los möchte.
Geparkt haben wir im diesmal im zentral gelegenen „Parkhaus Oberstadt am Pilgrimstein“ (https://maps.app.goo.gl/ugrAxRDK4fHU4mFX9). Von dort aus fährt ein Aufzug direkt zur Oberstadt hoch. Wir wollten allerdings den Weg lieber hoch laufen, um die anderen Sehenswürdigkeiten auf dem Weg in die Oberstadt anzuschauen. Tipp: Seid früh genug am Parkhaus, denn gegen Mittag ist es voll und ihr steht in einer langen Schlange vor dem Parkhaus. Die Geschäfte in der Oberstadt bieten Parkgutscheine an, wenn man dort etwas kauft. Damit könnt ihr die Parkgebühren minimieren.
Marburg liegt an der Lahn und dieser Fluß, führt mitten durch die Stadt. Es gibt hier die Möglichkeit, sich ein Tretboot auszuleihen oder einfach nur am Ufercafé zu sitzen und den Leuten beim Tretbootfahren zuzuschauen. Da wir am frühen Morgen durch Marburg gelaufen sind, war der Verleih und das Café noch geschlossen. Öffnen tut es täglich um 11 Uhr, außer Sonntags, da ist bereits um 10 Uhr geöffnet. Wir können euch die Fahrt mit dem Tretboot auf der Lahn nur empfehlen. Wir haben es schon mehrere Male gemacht und es ist wirklich sehr schön und macht auch mit Hund und Kind sehr viel Spaß. Infos zum Ufercafé/Bootsverleih, findet ihr hier: https://ufercafegischler.jimdofree.com/
Natürlich könnt ihr auch mit dem Kanu auf der Lahn fahren oder ihr schippert mit der Elisabeth II über die Lahn. Infos zum Lahnschiff Elisabeth II findet ihr hier: https://www.lahnschiff-elisabeth.de/
Wir sind dann die Gassen der Altstadt weiter hoch geschlendert und kamen vorbei am „Leseort“. Dort gibt es eine Art Leseecke mit Auszügen aus verschiedenen Büchern, wie z.B. „Der kleine Prinz“ als Bronzebuch.
Weiter ging es durch die Oberstadt, vorbei an der alten Philipps-Apotheke und der Krieger’schen Leihbibliothek.
Der Aufstieg zum Marburger Landgrafenschloss war steil, aber wir haben es geschafft. Wer nicht den ganzen Weg nach oben laufen möchte, der kann auch mit dem Stadtbus Linie 10 nach oben fahren. Pläne der Buslinien in Marburg, findet ihr hier: https://www.stadtbus-marburg.de/verbindungen. Im Beitrag mit den Links, ist auch der Plan der Linie 10 verlinkt. Das Marburger Schloss wurde im 13. Jahrhundert fertig gestellt und es finden dort regelmäßig Veranstaltungen statt. Es kann auch in Teilen besichtigt werden, wie z.B. der Fürstensaal und die Schlosskapelle. Bei unserem Aufstieg über den nördlichen Teil zum Schloss, kamen wir vorbei am Hexenturm. Der Hexenturm diente früher als vorgeschobener Geschützturm zur Flankensicherung. Der Name „Hexenturm“ geht zurück auf seine frühere Verwendung. Er diente 300 Jahre lang als Gefängnis für Hexen, die auf ihren Prozess gewartet haben. Infos zum Hexenturm gibt es hier: https://www.daslahntal.de/umfeld/pois/RPT/77d749f4-8605-489f-b85d-164a2e4575c9/marburger-hexenturm und https://www.marburg-net.de/hexenturm.html
Hoch oben über Marburg, gibt es sogar Weinberge, die man an verschiedenen Stellen der Hänge sieht.
Natürlich bieten sich euch rund um das Schloss tolle Spots für Fotos, wie z.B. das Foto-Herz, dass die Stadt Marburg hat aufstellen lassen. Die Stadt hat für euch sogar auf der Homepage eine Übersicht mit tollen Foto-Spots zusammen gestellt. Schaut mal hier: https://www.marburg-tourismus.de/fotospotsmarburg
Nun ging es wieder runter in Richtung Altstadt, vorbei an der ehemaligen Landgräflichen Kanzlei und dem Bückingsgarten, wo man lecker essen kann. Infos zum Bückingsgarten gibt es hier: https://www.bueckingsgarten-marburg.de/
Am Marktplatz von Marburg liegt das wunderschöne Rathaus, welches zwischen 1512 und 1527 gebaut wurde. Es gibt einen historischen Rathaussaal, welcher z.B. für Empfänge oder Trauungen genutzt wird.
Vom Rathausplatz gelangt man wieder ein Stück bergauf zur Lutherischen Pfarrkirche Marburg, auch St. Marien-Kirche genannt. Sie wurde im gotischen Stil erbaut und stammt aus dem Jahr 1222. Infos zur Kirche gibt es hier: https://pfarrkirche.ekmr.de/
Ich wusste das Marburg viele Treppen hat, aber ich konnte mich nicht mehr darin erinnern, dass es wirklich so viele sind. Will man die gesamte Stadt zu Fuß erkunden, sollte man relativ fit sein. Wir laufen zwar viel mit Emma, aber auch ich merke jetzt schon, wie mir die Oberschenkel vom Treppe steigen weh tun. Herzlich Willkommen Muskelkater. Auch schon die Brüder-Grimm, bzw. Jakob Grimm haben sich über die Treppen in Marburg beschwert.
Wieder ein paar Treppen mehr und ein Stück bergauf, gelangt man zur Kugelkirche/St. Johannes Evangelist. Sie wurde bis ins Jahr 1520 erbaut und ist ein mittelalterlicher Sakralbau. Infos zur Kirche gibt es hier: https://www.st-johannes-marburg.de/marburgstjohannes/index.php
Nun ging es die Altstadt weiter hinunter über die Wettergasse und den Steinweg, in Richtung Elisabethkirche. Auf dem Weg nach unten kam uns die Marburger Schlossbahn entgegen. Die Schlossbahn bietet eine 1-stündige Stadtrundfahrt und ist eine gute Alternative um die Stadt erkunden zu können. Infos zur Schlossbahn gibt es hier: https://brunett-marburg.de/marburger-schlossbahn/
Da ist sie, die berühmte Elisabethkirche Marburg. Sie wurde zwischen 1235-83 über dem Grab der Heiligen Elisabeth (1207-1231) erbaut. Sie gilt als älteste gotische Hallenkirche Deutschlands.
Normalerweise kann man die Kirche und den Elisabethschrein besichtigen. Aber als wir dort waren, fand gerade ein Gottesdienst statt. Daher konnten wir nicht zur Besichtigung rein gehen, bzw. wollten auch nicht stören. Schaut daher unbedingt vor eurem Besuch auf die Homepage der Elisabethkirche, wo die Termine stehen. Infos gibt es hier: https://www.elisabethkirche.de/
Direkt neben der Elisabethkirche liegt das Mineralogische Museum, welches ich schon als Kind gerne besucht habe. Momentan ist es wegen Sanierung leider geschlossen. Aber einen Teil der Ausstellung kann man sich derzeit im Landgrafenschloss Marburg anschauen. Infos zum Museum gibt es hier: https://www.uni-marburg.de/de/fb19/minmus
Gegenüber der Elisabethkirche, befindet sich die Stadtbücherei Marburg. In der Stadtbücherei gibt es eine große Auswahl an Büchern zur Ausleihe und zudem noch die Onleihe mit Ausleihmöglichkeiten von E-Books, Filmen und Hörbüchern. Zudem gibt es eine tolle Leseecke mit Cafébar. Dort gibt es z.B. leckeren Kaffee oder Kakao. Infos zur Stadtbücherei Marburg, gibt es hier: https://www.marburg.de/portal/aseiten/stadtbuecherei-900000009-23001.html
Ebenfalls gegenüber der Elisabethkirche, etwas versteckt hinter den Häusern und durch kleine Gassen mit Treppen erreichbar, befindet sich die St. Michaels-Kapelle, auch Michelchen genannt. Sie ist eine im Jahr 1270 erbaute, gotische Pilger- und Friedhofskapelle. Infos zum Michelchen findet ihr hier: https://leichtesprache.marburg.de/portal/seiten/michelchen-900000312-23001.html
Folgt man der Straße „Pilgrimstein“ in Richtung alte Universität, gelangt man zur neuen Universitätsbibliothek. Hier, am Pilgrimstein 3, wo die neue Unibibliothek gebaut wurde, stand früher die alte Universitäts-Frauenklinik aus dem Jahre 1894, welche im Zuge des Neubaus im Jahr 2012 abgerissen wurde.
Direkt neben der neuen Universitätsbibliothek, befindet sich der „Alte botanische Garten“ Marburgs. Es ist ein schöner Park, der zum verweilen einlädt. Es gibt unzählige Bänke und Wiesen, auf denen sich die Leute tummeln. Emma hat sich hier sehr wohl gefühlt.
Auf dem Gelände des alten botanischen Gartens, gibt es zudem noch die Heilpflanzenbeete, da hier früher das Institut für Pharmazeutische Biologie der Universität Marburg ansässig war.
Der Kaiser-Wilhelm-Turm, eher bekannt als Spiegelslustturm, ist ein Aussichtsturm auf den Lahnbergen Marburg. Er wurde von 1887 bis 1890 erbaut und ist 36m hoch. Im inneren kann man 167 Stufen erklimmen. Der Spiegelslustturm ist ein beliebtes Ausflugsziel. Es gibt ein Café zum Verweilen und genießen. Außerdem befindet sich in der Nähe die Waldgaststätte Spiegelslust. Infos zum Spiegelslustturm gibt es hier: https://www.marburg.de/portal/seiten/spiegelslustturm-900000970-23001.html
Das war leider schon wieder unser Städtetrip durch Marburg. Emma verabschiedet sich für heute von euch und sagt, bis zum nächsten Mal. Es wird einen weiteren Bericht geben, wo wir den Grimm-Dich-Pfad ablaufen. Seid gespannt, ob wir alle Skulpturen/Hinweise finden. Bis bald, eure Emma.
Wir haben schon so viel über Gotha gehört, dass wir uns bei einem Tagestrip selber mal ein Bild von der Stadt machen wollten. Gotha ist mit ca. 47000 Einwohnern die fünftgrößte Stadt Thüringens. Das barocke Stadtbild wird unter anderem durch das Schloss Friedenstein geprägt. Aber auch durch viele andere Gebäude. Infos über Gotha findet ihr hier: https://gotha.de/ und hier: https://www.gotha-adelt.de/sehenswert/gothas-sehenswuerdigkeiten/
In Gotha fährt mit der Straßenbahn Gotha, eine der letzten Überlandstraßen-bahnen Deutschlands. Infos und Fahrpläne der Straßenbahn, gibt es hier: https://waldbahn-gotha.de/
In Gotha gibt es den Tierpark Gotha, welcher sogar mit Hunden besucht werden darf, obwohl dort zum Teil die Tiere frei herum laufen. Daher muss der Hund auch an die kurze Leine. Es ist ein wirklich schöner Tierpark mit vielen verschiedenen Tieren wie z.B. Stachelschweinen und Ziegen. Es gibt insgesamt ca. 600 einheimische und exotische Tiere. Infos zum Tierpark findet ihr hier: https://www.tierpark-gotha.de/
Im Tierpark gibt es auch ein Restaurant, wo man sich stärken kann, genügend WCs an verschiedenen Stellen und auch genug Mülleimer, wenn euer Hund doch mal ein Geschäft im Tierpark erledigen musste. Besonders interessant fand Emma die Otter, den lachenden Hans und die Steppenfüchse, die wild im Gehege umher getollt sind und miteinander gespielt haben.
Sehr imposant war der Eurasische Wolf, der ziemlich nah ans Gehege kam, der Bengal-Tiger oder auch der Steppendingo, der sich auffällig beleckt hat, als er Emma gesehen hat. Letzterer sah eigentlich aus wie ein ganz normaler Hund, den man gerne gestreichelt hätte. So kann man sich vom aussehen eines Tieres doch täuschen lassen.
Wir können euch den Tierpark wirklich sehr empfehlen. Es gab auch immer wieder Trinkwasserstationen für den Hund, die mit frischem Wasser gefüllt waren. Allerdings solltet ihr bei feuchtem Wetter, gutes Schuhwerk anziehen, da es dann doch etwas matschig werden kann, durch die naturbelassenen Wege.
Der Besuch im Tierpark hat sich für Emma gelohnt, da es zum Abschied noch ein neues Stofftier gab, einen kleinen Tiger. Den hat sie natürlich, Golden Retriever typisch, selber ganz stolz zum Auto getragen.
Weiter ging es vom Tierpark aus für uns in Richtung Schloss Friedenstein. Unser Tipp: Kommt früh zum Tierpark, dann ergattert ihr noch einen der kostenlosen Parkplätze und lauft von dort aus in Richtung Schloss oder Innenstadt. So erspart ihr euch teure Parkkosten und der Weg vom Tierpark zum Schloss, hat für uns ca. 20 Minuten gedauert. Außerdem führt der Weg vorbei an anderen Sehenswürdigkeiten, die auf dem Weg zum Schloss liegen. Den Parkplatz findet ihr hier: https://maps.app.goo.gl/MAibAWyZg7hC2j3T8
Die anderen Sehenswürdigkeiten auf dem Weg zum Schloss Friedenstein waren z.B. der Marstall, das Teehäuschen oder die Orangerie.
Der Marstall Gotha wurde 1848 erbaut und bis 1997 als Reithalle genutzt. Mittlerweile wurde es umfunktioniert zu einem Bürohaus. Herzog Friedrich II. von Sachsen-Gotha-Altenburg, ließ das Teehäuschen zwischen 1706 und 1712 im Altenburger Schlossgarten errichten. Hier traf sich die feine Gesellschaft im Festsaals mit Spielen, Musik, Tanz und gutem Essen/Trinken. Mittlerweile ist das Teehaus ein christliches Kinderhaus. Mehr Infos zum Teehaus findet ihr hier: https://teehaus-altenburg.de/teehaus/zur-geschichte-von-teehaus-und-orangerie/
Die Orangerie und der Garten ist wirklich sehr beeindruckend. Die Orangerie wurde in den Jahren 1747 und 1774 erbaut und gilt als eine der größten barocken Orangerie-Anlagen. In der Orangerie finden öfter Veranstaltungen statt, die man im Veranstaltungskalender finden kann. Aber auch ohne Veranstaltung kann man im Garten sitzen und die Blumen genießen. Infos zur Orangerie findet ihr hier: https://www.orangerie-gotha.de/
Weiter ging es durch den wunderschönen Schlossgarten mit vielen Sitzmöglichkeiten, in Richtung Schloss. Auf dem Weg lagen noch die Kasematten, die leider nur ohne Hund besucht werden dürfen und die Statue vom Herzog – Ernst dem Frommen. Der Herzog war mit verantwortlich für die Einführung der Schulpflicht.
Das Schloss Friedenstein wurde von 1643 bis 1656 erbaut und liegt oben auf dem Berg, so das man es bereits unten von der Altstadt aus sehen kann. Neben dem Schlossmuseum beherbergt die Schlossanlage noch das Museum der Natur, dass barocke Ekhof-Theater und die Schlosskirche.
Vom hinteren Teil des Schlossgartens aus, hat man eine gute Sicht auf das Herzogliche Museum Gotha. Dort kann man sich europäische und außereuro-päische Kunstschätze von der Antike bis in die Neuzeit anschauen. Infos gibt es hier: https://www.stiftung-friedenstein.de/herzogliches-museum
Nach dem Besuch im Schloss und einer kleinen Stärkung, haben wir uns wieder auf dem Weg in Richtung Innenstadt gemacht. Es ging vorbei an der Gothaer Stadtbibliothek, dem neuen Rathaus und dem Kulturhaus. Infos gibt es hier: https://www.kulturhaus-gotha.de/
Das Hauptpostamt Gotha wurde im Jahr 1890 erbaut und liegt am Ekhofplatz 1. Es gilt als kaiserliches Postamt und hat ein historisches Eingangsportal.
Weiter ging es durch die wunderschöne Altstadt Gothas, mit seinen vielen, gut erhaltenen Gebäuden, vorbei am Buttermarkt. Emma fand wohl die Taube am besten.
Es gibt wirklich so viele schöne Gebäude in Gotha, dass man eigentlich immer die Kamera in der Hand hält.
In Gotha gibt es das evangelische Augustinerkloster mit Augustinerkirche. Im Kloster gibt es ein Klostercafé und man kann dort auch Übernachten und Tagen. Infos zum Koster gibt es hier: https://www.augustinerkloster.de/
Einen wirklich tollen Blick auf den Hauptmarkt mit altem Rathaus, habt ihr oben vom Schlossberg aus, wo auch die Wasserkunst zu bestaunen ist.
Gotha ist auf jeden Fall eine Reise wert. Entweder als Städtetrip für einen Tag, so wie wir es gemacht haben oder auch für 2-3 Tage, wenn man sich mehr Zeit für die Stadt nehmen will. Gotha ist eine wirklich schöne und vor allem saubere Stadt, die man super mit Hund besuchen kann.
Ich bin nun müde vom vielen laufen und werde auf der Heimfahrt bestimmt ein ausgiebiges Nickerchen machen. Wir hoffen euch hat die Tour durch Gotha mit uns gefallen? Bis zum nächsten Mal, eure Emma.