Reisen · Hundeleben · Genuss · Abenteuer

Kategorie: Abenteuer & Aktivitäten

Reisen mit Hund bedeutet nicht nur neue Orte zu entdecken, sondern auch gemeinsame Abenteuer zu erleben, die euch beide zusammenschweißen. Egal ob Wandern, Baden oder ein Städtetrip – Aktivitäten geben eurem Hund nicht nur Bewegung, sondern auch mentale Auslastung. In dieser Rubrik findest du Ideen, Tipps und praktische Hinweise, wie du Erlebnisse so gestaltest, dass sie spannend, sicher und stressfrei bleiben.

Kau- und Schleckspiele als Ruhepol

Kau- und Schleckspiele zeigen, wie Emma wirklich zur Ruhe kommt. Wenn Emma früher aufgedreht war, habe ich oft versucht, sie „müde zu spielen“.

Heute mache ich meistens das Gegenteil: Ich gebe ihr etwas zum Kauen oder Schlecken. Und das verändert sofort die Stimmung.

Warum das so gut funktioniert

Kauen und Schlecken sind für Hunde:

  • beruhigend
  • entspannend
  • ausgleichend
  • Glückshormone werden ausgeschüttet

💡 Gerade für aktive oder nervöse Hunde ein echter Gamechanger!

Kauen – einfach, aber effektiv

Emma liebt:

  • Kauwurzeln/Kauholz
  • natürliche Kauartikel
  • robuste Kauspielzeuge

Gerade nach Spaziergängen hilft das enorm beim runterkommen.

Gefrorene Schleckmatten

Unser Sommer-Favorit ☀️

Ich mische z. B.:

  • Joghurt
  • etwas Obst
  • oder Nassfutter

Dann für ca. 3 Stunden ab in den Gefrierschrank. Ihr könnt auch gleich mehrere Matten oder Schlecktöpfe auf Vorrat fertig machen.

💡 Beschäftigung + Abkühlung + Entspannung in einem

Abwechslung macht’s spannend

Ich probiere gern verschiedene Kombinationen aus:

  • Quark + Banane
  • Frischkäse + Karotte
  • Nassfutter + kleine Extras

Emma ist jedes Mal wieder neugierig und beschäftigt sich ausgiebig mit der Schleckmatte.

💡Tipp: Schleckmatten mit Saugnapf sind bei Hunden die nicht gerne baden wollen, ein absoluter Gamechanger. Einfach an die Fliesen anbringen und schon ist der Hund abgelenkt.

Perfekt für ruhige Momente

Ich nutze Kau- und Schleckspiele gezielt:

  • nach aufregenden Situationen
  • wenn Besuch da ist
  • bei offensichtlicher Langeweile von Emma
  • oder einfach zum Abschalten zwischendurch

💡 Dein Hund lernt: Jetzt ist Ruhe angesagt und er lernt, sich selber zu beschäftigen.

Was mir wichtig ist:

  • immer erstmal dabei bleiben
  • auf Verträglichkeit achten
  • passende Größe wählen

Mein Fazit:

Manchmal sind die einfachsten Dinge die besten. Kau- und Schleckspiele sind bei uns aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie helfen Emma, wirklich runterzufahren.

Und genau das brauchen viele Hunde viel mehr, als wir denken 🐾.

Welpenspiele

Welpenspiele: Unsere Erfahrungen mit Emma in den ersten Monaten

Ein Welpe zieht ein und plötzlich ist alles neu. Nicht nur für dich, sondern auch für deinen kleinen Vierbeiner.

Ich wollte damals alles „richtig“ machen und habe schnell gemerkt: Weniger ist oft mehr.

Die richtigen Spiele haben uns geholfen, Emma sicher und entspannt an alles heranzuführen.

Was Welpen wirklich brauchen

Am Anfang dachte ich: viel spielen = gut ausgelastet.

Aber Welpen brauchen vor allem:

  • Orientierung
  • Ruhe
  • kleine, positive Erfahrungen

Mini-Suchspiele sind perfekt für den Einstieg

Das war eines unserer ersten Spiele überhaupt:

Ich habe Leckerlis direkt vor Emmas Augen versteckt und dies dann später etwas schwieriger gestaltet.

💡 Das ist ein einfaches Spiel, aber unglaublich effektiv für Konzentration und Selbstvertrauen.

Zerrspiele, aber mit Gefühl

Emma hat Zerrspiele geliebt und ich war unsicher, ob das „okay“ ist.

Heute weiß ich: Ja, aber kontrolliert.

Voraussetzung: Der Welpe ist eingezogen, hat Vertrauen aufgebaut und zeigt Spielfreude

Wichtig: Die sanften Zerrspiele sollten frühestens in der 8-10 Woche begonnen werden!

  • Sehr sanft ziehen; kein kräftiges Zerren oder Ruckeln
  • Keine ruckartigen Bewegungen, um Zähne und Kiefer nicht zu belasten
  • Bodennah spielen (nicht hochziehen oder „schütteln lassen“)
  • Kurze Einheiten (1–2 Minuten reichen völlig)

💡 Das Zerrspiel ist perfekt für die Bindung und gemeinsames Lernen.

Achtung: Im 4.-6. Lebensmonat ist Zahnwechsel. In dieser Zeit solltet ihr mit Zerrspielen aussetzen.

Kleine Abenteuer im Alltag

Wir haben oft einfach Dinge genutzt, die da waren:

  • Kissen
  • Decken
  • Kartons

Emma durfte drüber, durch oder darauf laufen.

💡 Das stärkt Körpergefühl und Selbstvertrauen.

Ruhe ist genauso wichtig

Einer der größten Fehler am Anfang: zu viel mit dem Welpen machen.

Was wirklich geholfen hat:

  • Schleckmatten
  • ruhige Kauartikel
  • kurze, entspannte Spiele
  • schlafen lassen

💡 Ein müder Welpe ist nicht immer ausgelastet, sondern oft einfach überfordert.

Mein Fazit:

Welpenspiele müssen nicht kompliziert sein.

Es geht nicht darum, deinen Welpen „auszupowern“, sondern ihm die Welt in kleinen, positiven Schritten zu zeigen.

Und genau dabei entstehen die schönsten gemeinsamen Momente 🐾.

Abenteuer und Aktivitäten – Gemeinsam neue Abenteuer erleben, mit Hund an eurer Seite

Abenteuer und Aktivitäten - Emma's Pfoten-Abenteuer

1. Wandern mit Hund – Tipps für Anfänger und Profis

  • Routenauswahl: Starte mit leichten Strecken (2-5 km), auf weichem Untergrund; steigere Länge und Steigung langsam. Profis können Tages- oder Mehrtagestouren gehen, hier aber unbedingt mit Training vorbereiten
  • Ausrüstung: Brustgeschirr (am besten ein spezielles Wandergeschirr mit zwei Gurten am Bauch – damit können sich die Hunde weniger schnell befreien) statt Halsband, 2-3 m Leine (bei Bedarf Schleppleine oder eine spezielle Wanderleine, die man um die Hüfte legen kann); faltbarer Napf, ausreichend Wasser, Leckerli oder Hunde-Smoothie als Stärkung und ein Erste-Hilfe-Set
  • Gelände beachten: Steile, rutschige Abschnitte oder Geröll können Hunde überlasten – plane Alternativrouten
  • Pausen einplanen: alle 30-45 Minuten kurze Stopps, im Sommer allerdings mehr. Dein Hund zeigt dir normalerweise, wann er müde wird. Emma setzt sich dann zum Beispiel öfter hin – bei uns heißt es Kuschelpause
  • Respekt vor der Natur: Leinenflicht in Schutzgebieten beachten; Wildtiere und andere Wanderer nicht stören
  • Übernachtung: Bei Mehrtagestouren vorher hundefreundliche Hütten oder Zeltplätze recherchieren

2. Städtetrips mit Hund – Kultur erleben ohne Stress

Vorbereitung:

  • Hunde sind in vielen Museen/Kirchen nicht erlaubt – unbedingt vorher abklären. Zur Not aufteilen – einer geht zuerst rein, der andere wartet draußen mit dem Hund und dann wird getauscht.
  • Suche hundefreundliche Cafés und Restaurants; im Sommer hat man damit weniger ein Problem, da man überall draußen sitzen kann. Im Winter sieht es da schon wieder anders aus, da will man sich draußen nicht den Hintern verfrieren und gerade da braucht man etwas, wo man mit Hund rein gehen darf
  • Achte auf Pflastersteine und Hitze in Innenstädten wegen der Pfotenbelastung und der Verbrennungsgefahr. Gerade in Innenstädten gibt es zum Teil keine Grünflächen, wo es kühler ist beim laufen

Tagesplanung:

  • Stadtbesichtigungen kürzer halten; baue Pausen in Parks oder an Flüssen ein
  • Kultur für dich und Bewegung/Ruhe für den Hund im Wechsel
  • Kleine Leckerlis mitnehmen, um Ablenkungen leichter managen zu können
  • Starte deine Touren eher am frühen morgen, weil die Innenstädte da noch recht leer sind

Training:

  • Gewöhne den Hund vorher an Menschenmengen und Straßenlärm. Wenn der Hund das nicht kennt, wird es für euch beide sehr stressig und ihr habt keine schöne Zeit zusammen
  • Nutze Begegnungstraining, wenn dein Hund bei Trubel unsicher ist
  • Trainiert verschiedene Untergründe beim laufen, denn gerade in Städten gibt es viele unterschiedliche Untergründe, wie z.B. Gitter, wo die Hunde nicht drauf laufen wollen

Tipp: Viele Städte haben spezielle „Stadtführungen mit Hund“. Informiere dich online, das kombiniert Kultur und Hund optimal.

3. Hundewanderwege in der Natur – unsere Geheimtipps

Warum eigene Wege gehen? Hundewanderwege bieten sichere Strecken ohne Gefahren durch Straßenverkehr, oft mit Wasserstellen, Schatten und Spielmöglichkeiten. Ihr findet sie mit der Suche ganz leicht im Internet.

Beispiele in Deutschland

Bayerischer Wald: hundefreundliche Wanderwege durch Wälder und Flüsse

Harz: Brocken-Wanderungen mit Hund; viele Routen sind auch für Einsteiger gedacht

Nord- und Ostsee: Deichwanderungen mit Hundestränden kombinieren

Sächsische Schweiz: Wanderwege mit grandiosen Aussichten und Felsen (aber Vorsicht an steilen Kanten!)

Check vorab: Schwierigkeitsgrad, Länge, Wasserversorgung und Schatten

Erlebniswert: Hunde lieben abwechslungsreiche Wege mit Gerüchen, Wald, Wiesen und Wasserstellen – die besten Abenteuer liegen meist abseits der Massen.

4. Schwimmen, Paddeln, SUP mit Hund

Schwimmen:

  • Viele Hunde lieben Wasser, aber nicht alle sind geborene Schwimmer; führt eure Hunde langsam an Wasser heran
  • Einstieg über flaches Ufer, ohne Zwang
  • Schwimmweste für mehr Sicherheit benutzen (besonders bei Strömung und Bootstouren)
  • Immer Süßwasser anbieten, da Salzwasser/Dreckwasser Magenprobleme verursachen kann

Paddeln/Kanu:

  • Den Hund langsam ans Boot gewöhnen (erst am Ufer, dann kurze Touren)
  • Ruhigen Platz im Boot mit rutschfester Unterlage schaffen
  • Bei Unsicherheit ist eine Schwimmweste Pflicht und generell für die Sicherheit gut

Stand-Up-Paddling (SUP):

  • Erst an Land mit dem Brett trainieren, da der Hund ruhig sitzen/liegen können soll
  • Danach kurze Einheiten am flachen Wasser, damit der Hund die Bewegung auf dem Brett kennen lernt
  • Kleine Rassen sollten in der Mitte des Brettes sitzen, größere eher vorne – achtet auf die Balance

Wasser ist gelenkschonend, stärkt die Muskulatur und ist eine perfekte Abwechslung an heißen Tagen.

5. Wie du deinen Hund an neue Orte gewöhnst

  • Langsam steigern: Erst kurze Ausflüge an neue Orte, dann längere
  • Vertrautes mitnehmen: Decke, Lieblingsspielzeug oder vertrauter Napf, dass gibt Sicherheit
  • Rituale: Feste Fütterungs- und Ruhezeiten einhalten, auch unterwegs, damit nicht der ganze Tagesablauf eures Hundes durcheinander gerät
  • Positive Verknüpfungen: Nue Orte immer mit etwas Schönes koppeln (Spiel, Leckerli, Streicheleinheiten etc.)
  • Entspannung lernen: Trainiere Kommandos wie „Decke“ oder „Platz“, damit dein Hund auch im Café oder Hotel entspannen kann
  • Beobachten: Stress-Signale (hecheln, gähnen, winseln, ständiges schnüffeln) ernst nehmen und Pausen geben

Kompakte Mitnahme-Checkliste für Abenteurer:

  • Trinkflasche und faltbarer Napf
  • Leckerlis/Snacks
  • Leine (normale und ggf. Schleppleine)
  • Brustgeschirr
  • Erste-Hilfe-Set für Hunde
  • Handtuch/Microfasertuch und ggf. Pausendecke
  • Schwimmweste für Wasseraktivitäten