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Kategorie: Ausflüge & Erlebnisse Vereinigtes Königreich (Seite 1 von 2)

Nicht jede Reise dreht sich um eine ganze Stadt. Hier sammle ich besondere Ausflüge und Erlebnisse aus dem Vereinigten Königreich, wie z.B. Ausstellungen, Events, Sehenswürdigkeiten und kleine Highlights, die unterwegs entdeckt wurden und sich für einen Besuch lohnen.

Dungeness – Leuchtturm, Schmalspurbahn und eine Landschaft wie aus einer anderen Welt

Manche Orte besucht man während einer Reise einmal, schaut sich alles an und fährt anschließend weiter. Und dann gibt es Orte, zu denen man unbedingt noch einmal zurückkehren möchte. Dungeness gehörte für uns eindeutig zur zweiten Kategorie. Während unserer drei Reisen nach England in den Jahren 2017, 2018 und 2019 führte uns unser Weg tatsächlich jedes Mal wieder hierher. Irgendetwas hatte diese ungewöhnliche Landschaft ganz im Süden der Grafschaft Kent, was uns nicht losließ.

Dungeness

Vielleicht war es die Mischung aus Meer und scheinbar endlosen Kiesflächen. Vielleicht der schwarze Leuchtturm, der schon von Weitem aus der flachen Landschaft herausragt. Oder die kleine Eisenbahn, die mitten durch diese eigenartige Kulisse fährt. Wahrscheinlich war es einfach alles zusammen. Und natürlich durfte bei unseren Besuchen auch der Aufstieg auf den Leuchtturm nicht fehlen.

Dungeness – die Schotterwüste

Schon die Landschaft rund um Dungeness ist ungewöhnlich. Statt grüner Wiesen, dichter Wälder oder eines klassischen englischen Seebades breitet sich hier eine riesige Kieslandschaft aus. Dungeness ist auch bekannt als Schotterwüste und liegt gefühlt am Ende der Welt.

Dungeness

Zwischen den Steinen wachsen niedrige Pflanzen und Büsche, dazwischen stehen vereinzelt Häuser, alte Schuppen und Boote. Eisenbahnschienen ziehen sich durch die Landschaft, am Horizont steht das Kraftwerk und mittendrin ragen die Leuchttürme in den Himmel. Dazu kommt das Meer. Auf den ersten Blick wirkt Dungeness fast karg. Je länger wir dort unterwegs waren, desto spannender wurde es jedoch.

Romney, Hythe & Dymchurch Railway (RH&DR)

Wir waren zwar ohne Hund (Emma gab es da noch nicht) in England, aber die gute Nachricht ist, Hunde dürfen mit der RH&DR mitfahren. Es wird empfohlen in ein geschlossenes Abteil zu gehen. Die Fahrt für den Hund ist in der Regel kostenlos. Bei speziellen Veranstaltungen kann eine kleine Gebühr anfallen.

Romney, Hythe & Dymchurch Railway (RH&DR)

Die kleine Romney, Hythe & Dymchurch Railway gehört für uns untrennbar zu dieser Gegend. Die historische Schmalspurbahn verbindet mehrere Orte an der Küste von Kent miteinander. Bereits seit 1928 fahren die Züge bis nach Dungeness. Auch heute gehört Dungeness weiterhin zu den Stationen der Bahn.

Romney, Hythe & Dymchurch Railway (RH&DR)

Und klein ist hier durchaus wörtlich gemeint. Die Züge sehen fast wie eine Miniaturausgabe einer richtigen Eisenbahn aus. Mit kleinen Dampflokomotiven, schmalen Wagen und entsprechend niedrigen Einstiegen. Gerade mit Kind war das natürlich ein Erlebnis.

Streckenverlauf der RH&DR

Wir sind in Dungeness mit der RH&DR gestartet. Der Streckenverlauf führt dann weiter über Romney Sands, New Romney, St. Mary’s Bay, Dymchurch und Hythe.

Romney, Hythe & Dymchurch Railway (RH&DR)

Man kann jederzeit auf der Strecke aussteigen, die Gegend erkunden und dann in die nächste Bahn wieder einsteigen und weiterfahren oder zurück fahren. Auf den einzelnen Bahnhöfen gibt es zum Teil auch etwas zu sehen. In Dungeness gibt es den Leuchtturm und das National Nature Reserve. In New Romney gibt es zum Beispiel die Model Railway Exhibition (Hunde haben dort keinen Zutritt) und in Hythe den Coffee Shop & Tea Room.

Nächster Halt, New Romney

Den ersten Ausstieg haben wir in New Romney unternommen, da wir uns dort die RH&DR Model Railway Exhibition anschauen wollten. Es ist ein kleiner, süßer Bahnhof, der sogar einen Tunnel hat. Der Bahnhof ist überdacht, damit man es selbst bei schlechtem Wetter hier aushalten kann, wenn man warten muss. Für Kinder gibt es hier einen Spielplatz und man kann etwas essen.

New Romney
New Romney

Selbst auf dem Bahnhof, gab es für uns einiges zu sehen. Von den einzelnen kleinen Wagons, bis hin zu den Loks, an denen teilweise gearbeitet wurde.

New Romney
New Romney
New Romney

Danach ging es für uns in die Modelleisenbahnausstellung, die einiges zu bieten hat. Mit ihrem Bau wurde bereits 1973 begonnen, im Mai 1978 ging sie erstmals für Besucher in Betrieb. Bis heute arbeitet die Anlage mit dem ursprünglich entwickelten System, ganz ohne Computersteuerung.

RH&DR Model Railway Exhibition - New Romney
RH&DR Model Railway Exhibition - New Romney
RH&DR Model Railway Exhibition - New Romney

Auf der weitläufigen Anlage ist ordentlich Betrieb: Zahlreiche Modellzüge fahren gleichzeitig durch die Miniaturlandschaft, verschwinden in Tunneln, passieren Bahnhöfe und begegnen sich auf den verschiedenen Strecken. Je nach Betrieb sind zwischen 18 und 24 Züge gleichzeitig unterwegs.

RH&DR Model Railway Exhibition - New Romney
RH&DR Model Railway Exhibition - New Romney
RH&DR Model Railway Exhibition - New Romney

Spannend fand ich außerdem, dass die Ausstellung nicht nur aus der eigentlichen Modelleisenbahn besteht. Ein Teil beschäftigt sich mit der Geschichte der RH&DR und der Region. Dabei geht es unter anderem um die Rolle der Bahn während des Zweiten Weltkriegs, den gepanzerten Zug zur Verteidigung der Küste und die Verbindung zu den Sound Mirrors bei Lade sowie zur PLUTO-Pipeline bei Dungeness.

RH&DR Model Railway Exhibition - New Romney

Nächster Halt, Dymchurch

Von New Romney ging es für uns weiter zum nächsten Ausstieg in Dymchurch. Dymchurch hat einen tollen Strand, den wir uns anschauen wollten und es gibt dort auch einen Amusementpark, wo Kinder Spaß haben können.

Dymchurch
Dymchurch

Vom Bahnhof in Dymchurch sind es nur ein paar Minuten, bis man durch den Ort zum Strand gelangt. Dort gibt es einen wunderschönen, großen Sandstrand und eine tolle Strandpromenade, mit vielen Sitzflächen.

Dymchurch
Dymchurch
Dymchurch

Bei unserem Besuch am Strand war es anfangs so windig, dass wir ein kostenloses Sandpeeling bekommen haben. Auf dem Weg dorthin haben wir für Martin einen Eimer, eine Schaufel und ein Netz gekauft, da wir nach Krebsen Ausschau halten wollten. Gefunden haben wir aber nur Muscheln.

Dymchurch
Dymchurch
Dymchurch

Danach ging es wieder durch den Ort zurück in Richtung Bahnhof, um von dort den nächsten Zug zu unserem letzten Halt zu nehmen.

Nächster Halt, Hythe

Unser nächster Halt war Hythe, was für uns auch gleichzeitig die Endhaltestelle war.

Hythe
Hythe
Hythe

Hier konnte man sich die verschiedenen Loks ganz genau anschauen, während man auf den Zug für die Rückfahrt gewartet hat. Es war wirklich sehr interessant diese alten Maschinen ganz aus der Nähe zu sehen.

Hythe
Hythe

Rückfahrt nach Dungeness

Mit dem Zug ging es dann wieder zurück in Richtung unserer Starthaltestelle. Da wir nirgendwo mehr ausgestiegen sind, konnten wir uns in Ruhe die Gegend anschauen.

Romney, Hythe & Dymchurch Railway (RH&DR)
Romney, Hythe & Dymchurch Railway (RH&DR)
Romney, Hythe & Dymchurch Railway (RH&DR)

Teilweise führt die Bahnstrecke ganz dicht an den Wohngrundstücken vorbei, wo man in die Gärten der Leute schauen kann. Wir haben unterwegs auch einen Hund gesehen, der während der Fahrt nach draußen geschaut hat.

Romney, Hythe & Dymchurch Railway (RH&DR)
Romney, Hythe & Dymchurch Railway (RH&DR)
Romney, Hythe & Dymchurch Railway (RH&DR)

Zurück in Dungeness – Erst einmal ans Meer

Natürlich führte uns unser Weg auch hinunter zum Wasser. Wer bei einem englischen Küstenort automatisch an feinen Sandstrand denkt, wird in Dungeness allerdings überrascht. Hier besteht der Strand aus unzähligen Kieselsteinen. Martin störte das wenig.

Dungeness

Steine sammeln, Muscheln suchen und schauen, was das Meer so alles anspült, funktioniert schließlich auch ohne Sand. Und während im Hintergrund die Wellen an den Kiesstrand rollten, konnte man wunderbar an der Küste entlanglaufen. Wir haben natürlich auch Steinweitwurf gemacht.

Dungeness

Für uns gehört genau das zu unseren Erinnerungen an Dungeness keine Strandpromenade mit Souvenirläden und Eisdielen, sondern Meer, Wind und unglaublich viel Platz.

Dungeness

Am Strand von Dungeness, gab es auch noch eine historische Sehenswürdigkeit zu bestaunen, den Dungeness New Lighthouse. Er ist 40 Meter hoch und wurde zwischen 1959 und 1960 erbaut.

Dungeness

Der Old Lighthouse – 169 Stufen nach oben

Das Wahrzeichen, das uns besonders interessierte, war der Old Lighthouse of Dungeness.

Dungeness

Der markante schwarz-weiße Leuchtturm wurde Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet und 1904 offiziell eröffnet. Bis 1960 wies sein Licht Schiffen vor der Küste den Weg. Dann wurde der Leuchtturm außer Betrieb genommen, weil das neu entstehende Kraftwerk das Leuchtfeuer teilweise verdeckte.

Dungeness

Heute darf man hinein. Und natürlich wollten wir nicht nur davorstehen, wir wollten nach oben. Also ging es Stufe für Stufe durch den Turm hinauf. 169 Stufen mussten bis zur Spitze bewältigt werden und spätestens auf den letzten Metern merkt man durchaus, dass ein Leuchtturm eben keinen gemütlichen Spazierweg nach oben besitzt. Aber oben angekommen war die Anstrengung ziemlich schnell vergessen.

Was für eine Aussicht!

Von oben bekommt man erst ein Gefühl dafür, wie außergewöhnlich Dungeness tatsächlich ist.

Dungeness
Dungeness

Unter uns breitete sich die riesige Kieslandschaft aus. Kleine Straßen und Wege durchzogen die Ebene, dazwischen verliefen die Gleise der Schmalspurbahn. In der Ferne lag das Meer und über uns zogen beeindruckende Wolkenformationen hinweg.

Dungeness
Dungeness

Auf der anderen Seite bot sich ein vollkommen anderes Bild. Dort dominierte das riesige Kraftwerksgelände die Landschaft.

Dungeness
Dungeness

Natur, Meer, Eisenbahn, Leuchtturm und Industrie liegen in Dungeness unmittelbar nebeneinander. Eigentlich Dinge, die überhaupt nicht zusammenpassen sollten und gerade deshalb ergibt sich hier eine Kulisse, die man so schnell nicht vergisst.

Dungeness

Heute hat sich beim Kraftwerk übrigens einiges verändert. Dungeness B erzeugt keinen Strom mehr und befindet sich seit 2021 in der sogenannten Defuelling-Phase. Bei unseren Besuchen sah das natürlich noch anders aus.

Und danach gab es erst einmal etwas zu essen

Nach dem Leuchtturm und der vielen frischen Seeluft kam irgendwann der Hunger. Im Bahnhof von Dungeness gibt es das The End of the Line Restaurant.

Dungeness

Und manchmal braucht es für eine schöne Urlaubserinnerung gar kein aufwendiges Menü. Pommes reichen völlig. Auf unserem Foto steht eine ordentliche Portion englischer Chips vor uns, dazu Ketchup, Mayonnaise und etwas zu trinken. Natürlich gibt es hier auch das original englische Frühstück.

Dungeness

Auf dem Tischaufsteller ist die Romney, Hythe & Dymchurch Railway zu sehen. Im Restaurant kann man drin speisen oder man geht auf die schöne Terrasse und beobachtet von dort die ankommenden Züge.

Dungeness

Ein Ort, an den wir immer wieder zurückkehrten

Dass wir Dungeness während unserer England-Reisen dreimal besucht haben, war kein Zufall. Wir hatten dort einfach jedes Mal unglaublich viel Spaß.

Dungeness
Dungeness

Und obwohl wir den Leuchtturm schon kannten, die Bahn schon gefahren waren und wussten, wie die Landschaft aussieht, wurde Dungeness für uns nicht langweilig.

Warum Dungeness so besonders ist

Dungeness ist keine klassische Sehenswürdigkeit, bei der man vor einem berühmten Gebäude steht, ein Foto macht und anschließend weiterfährt. Eigentlich ist der ganze Ort die Sehenswürdigkeit.

Dungeness

Das Meer und der Kiesstrand. Die kleinen Häuser zwischen den Steinen. Die Schienen mitten in der Landschaft. Die Miniatureisenbahn. Die beiden Leuchttürme. Und direkt daneben das gewaltige Kraftwerk.

Dungeness

Hinzu kommt eine überraschend wertvolle Natur. Die Landschaft besitzt wegen ihrer Pflanzen-, Insekten- und Vogelwelt internationale Bedeutung und große Teile des Gebietes stehen unter Naturschutz. Vielleicht ist es genau dieser Gegensatz, der Dungeness so faszinierend macht.

Unser Fazit zu Dungeness

Es gibt schönere Strände in England, dass ist ganz klar. Man braucht sich nur Dymchurch anschauen. Es gibt größere Sehenswürdigkeiten und auch viele Leuchttürme, aber dieser hier ist etwas besonderes, weil man auch ins Innere kann. Und vermutlich gibt es Orte, die auf den ersten Blick spektakulärer wirken.

Dungeness

Trotzdem gehört Dungeness für uns zu den Orten in England, an die wir besonders gerne zurückdenken. Denn hier hatten wir etwas, das man nicht planen kann, wir hatten einfach Spaß.

Dungeness

Wir liefen über den Kiesstrand, standen am Meer, fuhren mit der kleinen Eisenbahn durch Kent, kletterten die 169 Stufen des alten Leuchtturms hinauf, schauten von oben über diese eigenartige Landschaft und stärkten uns anschließend mit einer Portion Pommes.

Gut zu wissen – Dungeness heute

Wer Dungeness heute besuchen möchte, kann den Old Lighthouse weiterhin besichtigen und den Turm hinaufsteigen. Die Öffnungstage ändern sich im Jahresverlauf und können auch wetterbedingt angepasst werden. Deshalb würde ich vor einem Besuch unbedingt auf der offiziellen Seite nach den aktuellen Zeiten schauen.

Auch die Romney, Hythe & Dymchurch Railway fährt weiterhin nach Dungeness. Fahrpläne variieren je nach Saison. Praktisch für Hundebesitzer, Hunde dürfen aktuell gegen eine kleine Gebühr in den Zügen mitfahren.

Der Strand bei Dungeness ist dagegen kein klassischer Badestrand. Die Bahn weist ausdrücklich darauf hin, dass der Strand steil abfällt und an der Landspitze starke Strömungen auftreten können.

Old Lighthouse Dungeness – offizielle Besucherinformationen
Romney, Hythe & Dymchurch Railway – Fahrpläne und Tickets
RSPB Dungeness – Naturschutzgebiet

Port Lympne Safari Park – ein Hauch von Afrika in England

Während unseres Aufenthalts in England vor einiger Zeit, leider ohne Emma, durfte natürlich auch der ein oder andere besondere Ausflug nicht fehlen. Einer davon führte uns in den Port Lympne Safari Park in der Grafschaft Kent. Und eines können wir schon vorwegnehmen, dieser Besuch war definitiv etwas Besonderes.

Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park

Port Lympne ist kein gewöhnlicher Tierpark. Auf einem riesigen und abwechslungsreichen Gelände leben zahlreiche verschiedene Tierarten, darunter auch viele seltene und bedrohte Arten. Schon beim Betreten des Parks merkt man schnell, dass man hier einiges an Zeit einplanen sollte. Das Gelände ist weitläufig, hügelig und bietet neben den vielen Tieren immer wieder wunderschöne Ausblicke über die Landschaft von Kent.

Eine beeindruckende Vielfalt an Tieren

Bei unserem Rundgang gab es unglaublich viel zu entdecken. Port Lympne beherbergt mehr als 900 Tiere aus rund 75 verschiedenen Arten. Entsprechend abwechslungsreich ist ein Besuch. Neben bekannten Zoobewohnern wie Löwen, Tigern, Gorillas und Giraffen kann man hier unter anderem Nashörner, Zebras, verschiedene Antilopen und Hirscharten, Kamele, Büffel, Wölfe, Geparden, Leoparden, Affen und viele weitere Tiere beobachten.

Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park

Besonders schön fanden wir, dass sich die einzelnen Bereiche sehr voneinander unterscheiden. So entdeckt man während des Rundgangs immer wieder etwas Neues und weiß eigentlich nie so genau, welches Tier einen hinter der nächsten Ecke erwartet. Auch für uns waren einige Arten dabei, die man nicht bei jedem Zoobesuch zu Gesicht bekommt. Gerade diese Mischung aus bekannten und eher ungewöhnlichen Tieren macht Port Lympne besonders interessant.

Das absolute Highlight, die Safari

Das Highlight unseres Besuchs war für uns ganz eindeutig die Safari durch das weitläufige Gelände. Mit einem Safarifahrzeug ging es hinaus in die großen, offenen Bereiche des Parks. Und spätestens hier fühlt sich Port Lympne überhaupt nicht mehr wie ein klassischer Tierpark an. Die Fahrt dauert circa 45 Minuten und man muss sich vorher einen Platz reservieren.

Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park

Während der Fahrt konnten wir verschiedene Tiere in den großzügigen Landschaften beobachten. Giraffen, Zebras, Antilopen und andere Tiere stehen teilweise nur wenige Meter vom Fahrzeug entfernt. Statt vor einem kleinen Gehege zu stehen, fährt man mitten durch eine weitläufige Landschaft und hält ständig Ausschau danach, welches Tier als Nächstes auftaucht.

Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park

Gerade die Giraffen waren natürlich ein beeindruckender Anblick. Diese wunderschönen Tiere aus nächster Nähe und vor der Kulisse der offenen Landschaft zu erleben, ist noch einmal etwas ganz anderes, als sie von einem normalen Besucherweg aus zu beobachten.

Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park

Auch die Größe des Safari-Geländes hat uns überrascht. Während der Fahrt wechseln die Landschaft und die Tiere immer wieder, sodass es ständig etwas Neues zu sehen gibt. Für einen kurzen Moment kann man dabei tatsächlich vergessen, dass man sich noch immer in England befindet. Es ist toll zu sehen, wie die Giraffen sich jederzeit frei auf dem weitläufigen Gelände bewegen können und auch die vielen anderen Tiere.

Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park

Fast ein bisschen wie Urlaub im Urlaub

Was uns an Port Lympne besonders gefallen hat, ist die gesamte Atmosphäre. Das Reservat erstreckt sich über rund 600 Acres und bietet dadurch sehr viel Platz. Statt eines dicht bebauten Tierparks erwarten einen große Grünflächen, Waldstücke, weitläufige Wege und immer wieder tolle Ausblicke.

Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park

Natürlich gibt es auch klassische Tiergehege und Bereiche, die zu Fuß erkundet werden. Durch die Kombination aus Rundgang und Safari entsteht aber ein ganz anderes Erlebnis. Man sollte allerdings gut zu Fuß sein. Das Gelände ist groß und teilweise ziemlich hügelig. Wer möglichst viel sehen möchte, sollte deshalb genügend Zeit für seinen Besuch einplanen und bequeme Schuhe tragen.

Von majestätischen Großkatzen bis zu neugierigen Affen

Neben der Safari lohnt es sich unbedingt, auch den restlichen Park ausgiebig zu erkunden. Besonders beeindruckend sind natürlich die großen Tiere. Löwen, Tiger und Leoparden haben schon allein durch ihre Erscheinung etwas Faszinierendes. Aber auch bei den Gorillas und den verschiedenen anderen Primaten kann man problemlos eine ganze Weile stehen bleiben und ihr Verhalten beobachten.

Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park

Daneben gibt es viele kleinere und weniger bekannte Bewohner zu entdecken. Genau deshalb lohnt es sich, nicht einfach nur von einem vermeintlichen Highlight zum nächsten zu laufen.

Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park

Manchmal sind es gerade die Tiere, die man vorher überhaupt nicht auf dem Schirm hatte, bei denen man am längsten stehen bleibt.

Mehr als nur ein Tierpark

Hinter Port Lympne steckt zudem ein wichtiger Gedanke. Das Reservat arbeitet gemeinsam mit der Aspinall Foundation am Schutz bedrohter Tierarten. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Zucht- und Artenschutzprogrammen sowie darauf, Tiere nach Möglichkeit wieder in geschützte Gebiete ihres ursprünglichen Lebensraums zurückzubringen.

Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park

So wurden beispielsweise bereits Gorillas aus den Zuchtprogrammen wieder ausgewildert. Auch bei anderen bedrohten Arten engagiert sich die Organisation in verschiedenen Projekten.

Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park

Dieser Hintergrund macht den Besuch noch einmal interessanter, denn Port Lympne möchte nicht nur Tiere zeigen, sondern auch einen Beitrag zu ihrem langfristigen Schutz leisten.

Dinosaurier mitten im Wald

Wer nach all den lebenden Tieren noch nicht genug gesehen hat, findet in Port Lympne noch eine etwas andere Attraktion: die Dinosaur Valley. Auf einem Weg durch den Wald begegnet man zahlreichen lebensgroßen Dinosauriermodellen. Vom gewaltigen T-Rex bis hin zu riesigen Pflanzenfressern ist hier einiges vertreten.

Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park

Natürlich hat dieser Bereich mit der eigentlichen Safari wenig zu tun, ist aber gerade für Familien mit Kindern eine schöne zusätzliche Abwechslung. Und auch als Erwachsener staunt man durchaus über die Dimensionen einiger dieser Urzeitriesen.

Unser Fazit zum Port Lympne Safari Park

Unser Besuch im Port Lympne Safari Park war definitiv eines der besonderen Erlebnisse während unserer Zeit in England. Uns hat vor allem die Kombination gefallen: Auf der einen Seite kann man den Park ganz klassisch zu Fuß erkunden und dabei eine enorme Vielfalt an Tieren entdecken. Auf der anderen Seite gibt es die großen, offenen Landschaften und das Safari-Erlebnis, das sich deutlich von einem normalen Zoobesuch unterscheidet.

Port Lympne Safari Park

Die Safari war dabei ganz klar unser persönliches Highlight.

Mit dem Fahrzeug durch die weitläufige Landschaft zu fahren und Giraffen, Zebras und andere Tiere teilweise aus nächster Nähe zu beobachten, bleibt einfach in Erinnerung. Dazu kommen die vielen unterschiedlichen Tierarten, das riesige Gelände und die schöne Landschaft.

Port Lympne Safari Park

Wer in Kent oder im Südosten Englands unterwegs ist und Tiere mag, sollte für Port Lympne unserer Meinung nach ruhig einen ganzen Tag einplanen.

Port Lympne Safari Park

Wir würden den Park auf jeden Fall wieder besuchen – und die Safari würden wir uns dabei ganz sicher kein zweites Mal entgehen lassen.

Port Lympne Safari Park

Hinweis für Hundebesitzer

Hunde dürfen im Port Lympne Safari Park leider nicht mitgeführt werden. Wer den Park während eines Urlaubs mit Hund besuchen möchte, muss daher für diesen Tag eine andere Betreuung für seinen Vierbeiner organisieren. Ausgenommen sind entsprechend angemeldete Assistenzhunde.

🐾 Weiterführende Infos

Weitere Informationen zum Besuch in Port Lympne, findet ihr auf der offizielle Webseite: https://www.aspinallfoundation.org/port-lympne/

Red Arrows Air Display – Cowes Week

Jährlich findet in Cowes, einer kleinen Hafenstadt der Isle of Wight, die „Cowes Week“ statt. Die „Cowes Week“ ist ist eine der ältesten und größten Segelregatten der Welt. Sie findet meistens im August eines jeden Jahres statt. Sie ist eine Kombination aus Sport, gesellschaftlichem Event und Luftshow.

Red Arrows Air Display - Cowes Week

Im Rahmen der „Cowes Week“, fliegen dort, meistens an dem Donnerstag in dieser Woche, die Red Arrows. Die Red Arrows sind das Offizielle Kunstflugteam der Royal Air Force. Bekannt sind sie für extreme Präzision, enge Formationen und farbige Rauchspuren am Himmel.

Red Arrows Air Display - Cowes Week
Red Arrows Air Display - Cowes Week

Geflogen wird mit dem Trainingsjet BAE Systems Hawk und dabei ist der Flugabstand teilweise sogar unter 2 Metern, was das ganze extrem gefährlich macht. Da wir so etwas noch nie aus der Nähe gesehen haben, war die Show der Red Arrows ein Muss für uns. Das Air Display ist eine Kombination aus Loopings, Formationswechseln und Synchronflug. Die rot-weiß-blauen Rauchstreifen, stellen die britische Flagge dar.

Red Arrows Air Display - Cowes Week
Red Arrows Air Display - Cowes Week

Da wir nicht den ganzen Weg auf die Insel fahren wollten, haben wir uns die Flugshow von der gegenüberliegenden Seite angeschaut. Wir haben beim Lepe Beach (https://maps.app.goo.gl/GJwRHcwhCC7rSpab7) geparkt und hatten von dort aus einen wundervollen Blick auf Cowes und die Flugshow.

Red Arrows Air Display - Cowes Week
Red Arrows Air Display - Cowes Week

Der Strandabschnitt war relativ leer und man konnte sich die Wartezeit bis zum Beginn der Flugshow mit einem Standspaziergang, Sammeln von Muscheln und finden von Krebsen vertreiben. Im Hintergrund sieht man Cowes.

Red Arrows Air Display - Cowes Week

Wir können euch einen Besuch der Red Arrows Flugshow wirklich sehr empfehlen. Die Atmosphäre und Spannung ist einfach einmalig und etwas ganz besonderes. Sie fliegen das ganze Jahr über, nicht nur bei der Cowes Week und das im ganzen Land verteilt.

Red Arrows Air Display - Cowes Week

Die Flugdaten und Orte der Red Arrows und zu der Cowes Week, findet ihr unter dem folgenden Link: https://www.raf.mod.uk/display-teams/red-arrows/displays/ und https://mobile.cowesweek.co.uk/web/code/php/main_c.php?section=home

Newhaven Fort

Das Newhaven Fort ist mittlerweile ein Museum in Newhaven. Es wurde damals als die größte Verteidigungsanlage erbaut, die jemals in Sussex gebaut wurde. Es wurde zwischen 1865 und 18741 erbaut und diente als Schutz für den Hafen von Newhaven, falls es einen Angriff aus Frankreich geben sollte.

Es wurde 1870 auf der Ostseite mit zwei Vorderlader-Schiffsgeschützen vom Typ RML 9-inch ausgestattet. Die Geschützstellungen hatten freies Schussfeld über die Nordsee.

Vom Newhaven Fort aus, hat man einen tollen Blick auf den Hafen von Newhaven. Gerade bei schönem Wetter, kann man den weiten Blick von hier oben genießen. Es gibt auch direkte Wanderwege rund um das Fort.

Mit Newhaven Fort hatte man Kontrolle über den Firth of Forth, also Schutz des Zugangs zu Edinburgh und den Werften in Leith. Im Museum findet man viel alte Munition, die natürlich entschärft wurde.

Natürlich darf ein Munitionslager in so einer Festung nicht fehlen. Es gibt ein unterirdische Munitionslager, welches über enge Gänge zu erreichen ist.

Im Gebäude gibt auch eine Art Kino, wo kurze Filme zur Geschichte und zum Fort gezeigt werden. Sie sind sehr informativ und die Stühle laden zum verweilen ein. Ausgestellt werden auch verschiedene Technikausrüstungen von früher und natürlich Munition.

Es gibt auch eine Schmiede/Werkstatt von früher zu sehen, wo früher Geschützkomponenten repariert wurden. Hier wurden auch Bolzen, Eisenstangen, Beschläge bearbeitet und Ersatzteile angefertigt. Man kann sich auch noch die Schlafräume der Besatzung anschauen und den Raum eines Priesters.

Natürlich gibt es auch eine große Anzahl an historischen Uniformen von verschiedenen Dienstgraden zu sehen. Von feiner Ausgehkleidung, bis hin zu Uniformen der einfachen Soldaten, ist alles dabei.

Aus der Zeit des kalten Krieges, sieht man eine rekonstruierte Leit- bzw. Gefechtszentrale. Der Raum wirkt fast wie ein eingefrorenes 1970er-Jahre-Kontrollzentrum. Hier sieht man deutlich den Übergang vom industriellen Krieg zur elektronischen Kriegsführung.

Im Gruppen-Überwachungsraum wurden konkrete taktische Verteidigungs- und Überwachungsmaßnahmen koordiniert. Die Kernaufgaben des Gruppen-Überwachungsraum waren: Seeüberwachung, Feuerleitung der Küstenartillerie, Luftlage/Bedrohungsanalyse und Alarm- und Einsatzkoordination.

Es gab auch eine Küche von früher zu sehen, mit der kompletten Einrichtung und den Lebensmitteln, wie es sie damals gab. Wie es sich für die damalige Zeit gehörte, stand die Frau am Herd. Zum Glück ändern sich manche Zeiten.

Ein Modell vom Newhaven Fort zeigt deutlich, wie groß das ganze Areal ist und wie es in die Felsen eingebaut wurde, was ich die teils schmalen Gänge und langen Treppen nach unten erklärt.

Der Besuch hat mir gezeigt, wie viel Technik, Organisation und Handarbeit hinter dem Betrieb einer solchen Festung steckte. Besonders die authentisch eingerichteten Räume, von der Schmiede bis zum Operationsraum, machen Geschichte greifbar. Deshalb kann ich einen Besuch sehr empfehlen, denn man erhält nicht nur Informationen, sondern ein echtes Raumgefühl vergangener Zeiten.

Monkey World – Wareham

Hallo Freunde, diesmal hat Mama das Monkey World in Wareham (Südengland) für euch besucht. Monkey World ist ein international bekanntes Primaten‑Rettungszentrum und Schutzgebiet, welches in 1987 eröffnet wurde.

Es ist kein klassischer Zoo, sondern ein Ort für gerettete, misshandelte und gefährdete Primaten aus aller Welt.

Als erstes kamen wir zu einer Art der Gibbons. Die Gibbons stammen aus Südostasien. Sie sind die Schwestergruppe der Menschenaffen und werden deshalb auch als Kleine Menschenaffen bezeichnet. Es werden 20 Arten unterschieden.

Monkey Word
Monkey Word

Normalerweise befinden sich im Park keine Gorillas, da sie selten als Haustiere bei Menschen gehalten werden und gerettet werden müssen. Aber bei unserem Besuch, war einer da. Die Gorillas sind eine Primatengattung aus der Familie der Menschenaffen. Sie sind die größten lebenden Primaten und die ausgeprägtesten Blätterfresser unter den Menschenaffen. Sie sind durch ihr schwarzgraues Fell und den stämmigen Körperbau charakterisiert und leben in den mittleren Teilen Afrikas.

Monkey Word
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Auch Wölfe haben wir im Park angetroffen. Der Wolf ist das größte, heute noch lebende Raubtier aus der Familie der Hunde. Wölfe leben meist in Rudeln. Hauptbeute sind in den meisten Regionen mittelgroße bis große Huftiere. Seit sich die Wölfe in Deutschland wieder vermehren, kommt es immer wieder zu gerissenen Tieren in Schafherden. Emma und ich, sind Wölfen auch schon beim spazieren begegnet und ich kann euch sagen, ich hatte vor Angst die Hose voll, da die beiden Wölfe uns hinterher gelaufen sind. Es ging zum Glück aber alles gut aus.

Monkey Word
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Wer kennt nicht den berühmten Film Madagascar? Natürlich waren auch die süßen Ringelschwanzlemuren (Lemur catta) vertreten. Kattas stammen ursprünglich aus Madagaskar und gehören zur Familie der Lemuren. Sie sind tagaktiv und sehr sozial. Meist leben sie in Gruppen.

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Von weitem dachte ich, die Wildschweine sehen aber irgendwie komisch aus. Es sind auch keine Wildschweine, sondern Pinselohrschweine, welche aus West- und Zentralafrika stammen. Sie haben ein rotbraunes Fell, einen hellen Streifen auf dem Rücken und Leben in Wädern und Savannen. Sie sind Allesfresser.

Monkey Word
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Da ich Elefanten sehr mag, hab ich mich über die nächsten Bewohner in Monkey World gefreut. Die Elefanten waren gerade am Ball spielen und hatten ihren Spaß. Hier geht es ihnen sicher besser als dort, wo sie gerettet wurden. Die Elefanten gehören zur Familie der Rüsseltiere. Sie sind die noch einzigen überlebenden Tiere dieser Ordnungsgruppe.

Monkey Word
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Dann haben wir noch die sogenannten Müller-Gibbons gesehen. Im Park leben mehrere Müller-Gibbons in einem Gehege, darunter Nini und Fuchs. Sie sollten beide bei einem illegalen Tierhandel nach Taiwan geschafft werden und konnten dabei gerettet werden. Die Müller-Gibbons stammen ursprünglich aus Borneo. Sie leben in Laub-, Monsun- und tropischen Wäldern, oft mit einem hohen Bestand an Flügelfruchtgewächsen. 

Monkey Word

Leoparden konnte man in Monkey World ebenfalls betrachten. Leoparden, auch Pant(h)er genannt, gehören zur Familie der Katzen. Das Fell der Leoparden kann unterschiedlich sein, aber fast immer, zeigt es Rosetten. Ihr Lebensraum liegt in ganz Afrika verteilt.

Monkey Word

Die nächsten Großkatzen die wir gesehen haben, waren Löwen. Auf den Bildern sieht man Weibchen, sie haben nicht dieses typische lange Fell um den Kopf herum, was nur Männchen haben. Löwen leben im Gegensatz zu anderen Großkatzen in Rudeln. Ihr Verbreitungsgebiet ist Afrika und auch Indien.

Monkey Word

Zum Schluss darf der Tiger natürlich nicht fehlen. Eine weitere Art der Großkatzen, welche in Asien verbreitet ist. Ein Tiger ist unverkennbar, dank seiner typischen, dunklen Streifen. Sie leben eher als Einzelgänger und ernähren sich überwiegend von großen Huftieren.

Monkey Word

In Monkey Word gibt es noch viele weitere Tiere zu sehen, die durch die Behörden aus schlechter Haltung oder Schmuggel gerettet wurden und hier ihr neues Zuhause gefunden haben, da man sie nicht mehr in der freien Natur integrieren kann. Der Park leistet wirklich eine tolle Arbeit und er ist auf jeden Fall einen Besuch wert, wenn man sich über die Tiere informieren möchte.

Alle Infos zu Monkey World, findet ihr hier: https://monkeyworld.org/

Royal Engineers Museum – Gillingham

Hallo Freunde, Mama hat für euch das Royal Engineers Museum in Gillingham besucht. Das Museum wurde im Jahr 1987 eröffnet und beheimatet eine militärhistorische Sammlung von nationaler und internationaler Bedeutung. Gillingham ist eine Stadt in der Grafschaft in Kent und liegt ca. 50km von London entfernt.

Royal Engineers Museum Gillingham

Das Royal Engineers Museum ist im ehemaligen Ravelin Building der Brompton Barracks untergebracht. Dies war ursprünglich die Ausbildungsstätte der Royal Engineers ab 1905. Bereits auf dem Parkplatz des Museum, kann man einige der Militärfahrzeuge sehen, die dort ausgestellt sind. Zum Beispiel steht hier der FV180 CET, ein gepanzertes Pionierfahrzeug, welches für militärische Ingenieuraufgaben genutzt wurde.

Royal Engineers Museum Gillingham
Royal Engineers Museum Gillingham
Royal Engineers Museum Gillingham

Hier werden Szenen aus dem 1. Weltkrieg auf dem Schützengraben nachgestellt, wo es z.B. um die Kommunikation im Stellungskrieg geht. Während des 1. Weltkriegs waren die Royal Engineers zuständig für Aufbau und Wartung von Feldtelefonanlagen, Signaltechnik, Telegraphie und Nachrichtenübermittlung zwischen Frontabschnitten.

Royal Engineers Museum Gillingham
Royal Engineers Museum Gillingham
Royal Engineers Museum Gillingham

Ausgestellt werden auch die verschiedenen Minen und es wird die Aufgabe eines Minenräumers gezeigt, die während des 2. Weltkriegs durch die vielen Minen sehr wichtig war. Minen wurden damals mit zur Schlüsselfigur des Krieges, da sie kostengünstig waren und eine große, taktische Wirkung hatten.

Royal Engineers Museum Gillingham
Royal Engineers Museum Gillingham
Royal Engineers Museum Gillingham

Im Museum bekommt man viele Infos zu den verschieden bomben, wie u.a. zu den Schmetterlingsbomben und man sieht eine nachgestellte Szene eines Kampfmittelräumers der Royal Engineers, wie er eine Bombe während des Blitz (deutsche Luftangriffe auf Großbritannien), entschärft.

Royal Engineers Museum Gillingham
Royal Engineers Museum Gillingham
Royal Engineers Museum Gillingham

Hier seht ihr eine deutsche V-2-Rakete (Vergeltungswaffe 2) aus dem Zweiten Weltkrieg. Sie hat eine Höhe von 14 Metern und wiegt ca. 13 Tonnen. Sie wurde das erste Mal 1944 eingesetzt gegen London und Antwerpen. Sie ist die erste einsatzfähige ballistische Großrakete der Welt mit einer Reichweite von 320 Kilometern.

Royal Engineers Museum Gillingham
Royal Engineers Museum Gillingham

Bei dem Flugzeug handelt es sich um eine Hawker Siddeley Harrier, ein britisches Senkrechtstart- und Kurzstartkampfflugzeug, dass ab Ende der 1960er-Jahre bei der Royal Air Force eingeführt wurde. Sie wurde für Infrastruktur- und Pionieroperationen eingesetzt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt je nach Version bei etwa 1.100 km/h, die Einsatzreichweite bei rund 500–800 km ohne Zusatztanks.

Royal Engineers Museum Gillingham
Royal Engineers Museum Gillingham

Ausgestellt sind auch einige der Uniformen, die z.B. während des Koreakrieges gegen die klirrende Kälte getragen wurden. Während des Irakkrieges wurden in 2003 durch das US-Verteidigungsministerium sogenannte Iraqi Most Wanted-Spielkarten gedruckt. Sie dienten dem Zweck, sich die 52 meistgesuchten Mitglieder des Saddam Hussein Regimes einzuprägen. Bei Kontrollen sollten sie zudem die Identifikation erleichtern.

Royal Engineers Museum Gillingham
Royal Engineers Museum Gillingham
Royal Engineers Museum Gillingham

Wer sich für die Geschichte des Krieges interessiert, ist im Royal Engineers Museum genau richtig. Hier gibt es viel zu sehen und vor allem, dank vieler schriftlicher Informationen, zu verstehen. Wir können euch einen Besuch sehr empfehlen.

Infos zum Royal Engineers Museum Gillingham, findet ihr hier: https://www.re-museum.co.uk/

Leeds Castle – Wasserschloss und Drehort für diverse Produktionen

Leeds Castle ist ein Wasserschloss in Kent und liegt in der Nähe von Maidstone. Seinen Namen verdankt das Schloss einem kleinen Dorf, Leeds, was ganz in der Nähe liegt. 857 wurde Leeds Castle als Herrenhaus durch Ethelbert von Wessex erbaut und wurde im Jahr 1278 durch Edward I. zum Schloss erweitert.

Leeds Castle

Rund um Leeds Castle gibt es viele verschiedene Gebäude. Unter anderem kann man das „Dog Collar Museum„, wo man Halsbänder von Hunden aus vielen Jahren bestaunen kann. Es gibt ein Labyrinth, wo man Rätsel lösen muss, einen schönen Garten und verschiedene Vogelhäuser. Es waren auch so überall viele Enten/Schwäne unterwegs, die man füttern durfte.

Leeds Castle
Leeds Castle

Da Leeds Castle ein Wasserschloss ist, ist es umgeben von viel Wasser und vielen Grünflächen. Leider dürfen Hunde hier noch nicht mal auf das Gelände, denn sie sind überall verboten.

Leeds Castle

Es gibt auch einen schönen Brunnen, welcher zentral im Innenhof des Schlosses steht. Es ist der Fountain Court, welcher eine runde Umrandung hat und viele Figuren, die im und um den Brunnen herum stehen.

Leeds Castle

Das Leeds Castle kann auch zum Teil von Innen besichtigt werden. Zu sehen gibt es u.a. die Bibliothek, das Speise- und Spielezimmer, das Arbeitszimmer und den Thorpe Hall Drawing Room. Den Thorpe Hall Drawing Room, siehst du hier auf dem Bild. Es ist eine Lounge mit französischen Möbeln und Tapeten aus dem 17.-20. Jahrhundert.

Leeds Castle

Leeds Castle wurde in den letzten Jahren auch schon öfter als Drehort genutzt. So z.B. für die Serie „Magnum“ in den Jahren von 1980-1988. Dort diente Leeds Castle als englischer Wohnsitz von Robin Masters. Auch wurde hier „Lady Jane“ (1986), „Rustom“ (2016) uva. gedreht.

Wer ohne Hunde unterwegs ist, sollte sich Leeds Castle unbedingt anschauen, da es viel zu sehen gibt. Mit Hund, ist der Zutritt wie gesagt, leider nicht möglich.

Infos zu Leeds Castle, findet ihr hier: https://www.leeds-castle.com/

Seven Sisters – Berühmte Kreidefelsen und Drehort

Wer hat nicht schon mal von den Seven Sisters gehört? Früher dachte ich immer, es sind irgendwelche berühmten Schwestern gemeint und so ist es ja irgendwie auch, nur das es sich nicht um Menschen handelt. Ich wollte sie mir immer schon mal in natura anschauen und vor einiger Zeit, leider ohne Emma, war es dann soweit.

Seven Sisters

Die Seven Sisters (7 Schwestern), ist eine Kliffküste, welche zwischen Eastbourne und Seaford liegt. Es ist eine Kette von aufeinander folgenden Kreidefelsen an der Küstenlinie.

Seven Sisters
Seven Sisters

Über die Jahre, wurden bei den Seven Sisters immer wieder Filme gedreht. So z.B. „Downtown Abbey“ ab dem Jahr 2010, „The Crown“ (in Eastbourne) und natürlich „Harry Potter und der Feuerkelch“ im Jahr 2005. Da war Beachy Head der Austragungsort der Quidditch-Weltmeisterschaft. Sogar „James Bond – Der Hauch des Todes“ wurde 1987 hier gedreht. Da diente Seven Sisters als Felsen von Gibraltar.

Seven Sisters
Seven Sisters

Mit Kindern und Hunde, so wie Emma, die überall runter springen möchte, sollte man hier gut aufpassen. Es gibt wirklich keinerlei Zäune und die Kreidefelsen sind sehr hoch. Da sie auch immer mal abbrechen können, sollte man nicht zu dicht an den Rand gehen. Auf dem zweiten Bild, seht ihr den kleinen Leuchtturm, es ist der Beachy Head Leutchtturm.

Seven Sisters
Seven Sisters

Am Beachy Head gibt es einen ca. 750m langen Rundweg, mit einer tollen Aussicht auf den Ärmelkanal und den Belle Tout Leuchtturm. Der Belle Tout Leuchtturm ist 162m hoch und wurde ca. im Jahre 1832 erbaut. Nach seiner Stilllegung im Jahr 1902, wurde er ca.1950 wieder aufgebaut. Der Leuchtturm diente früher u.a. als Teeladen und ist heute ein schönes B&B. In der TV-Serie „The Lives and Loves of a She Devil“ ist der Leuchtturm regelmäßig zu sehen.

Seven Sisters
Seven Sisters

Vor Ort gibt es das „National Trust – Birling Gap and the Seven Sisters“, wo man einen großen Parkplatz findet, falls man mit dem Auto anreist. Das National Trust ist auch ein Informationszentrum zu den Seven Sisters und ein schönes Café mit einer tollen Terrasse, wo man seinen Café mit Blick auf den Ärmelkanal genießen kann. Gerade mit Hund, ist es ein toller Ausflug, da man ihn mit einer schönen Wanderung verbinden kann. Ich kann euch einen Besuch wirklich sehr empfehlen.

Infos zu den Seven Sisters, findet ihr hier: https://www.sevensisters.org.uk/

New Forest Wildlife Park – Southampton

Diesmal ging es für uns in den New Forest Wildlife Park in der Nähe von Southampton. Im Park leben ca. 200 Tiere. Als erstes haben wir den asiatischen Zwergotter gesehen, welcher gerade gefüttert wurde. Otter gehören zur Familie der Marder und sind tagaktiv. Mit ihren Schwimmhäuten suchen sie unter Steinen nach Nahrung und mit ihren Tasthaaren spüren sie Beute im Wasser auf. Der ruderartige Schwanz hilft ihnen beim Schwimmen.

New Forest Wildlife Park
New Forest Wildlife Park

Im Park gibt es auch europäische Iltisse, welche ebenfalls zur Familie der Marder gehören. Sie sind allerdings nachtaktiv. Iltisse sind Fleischfresser und jagen kleine Nagetiere, Vögel, Reptilien und Amphibien.

New Forest Wildlife Park
New Forest Wildlife Park

Danach haben wir einen Rotfuchs gesichtet. Der Rotfuchs ist der größte der Echten Füchse und das am weitesten verbreitete aller Raubtiere. Er jagt hauptsächlich in der Dämmerung und im Morgengrauen. Seine Hauptbeute besteht aus kleinen Nagetieren, Vögeln, Eiern, Amphibien und Früchten, aber in städtischen Gebieten durchwühlt er auch Mülltonnen nach Essensresten.

New Forest Wildlife Park

Die europäischen Frettchen gelten als beliebte Haustiere, aber bevor man sich so ein Tier anschafft, sollte man sich genau informieren. Denn Frettchen leben normalerweise in Gruppen und schlafen bis zu 20 Stunden am Tag. Da sie einen hohen Stoffwechsel haben, benötigen sie mehrmals täglich Fleisch.

New Forest Wildlife Park
New Forest Wildlife Park

Auch Nordluchse wohnen im Park und sie gehören zu den Raubtieren, die vom aussterben bedroht sind. Sie sind dämmerungsaktiv und leben als Einzelgänger. Luchse sind geschickte Jäger, die ihre Beute wie Wildvögel, Nagetiere und kleine Rehe, durch Anschleichen und Auflauern erlegen.

New Forest Wildlife Park
New Forest Wildlife Park

Einen arktischen Wolf, bzw. ein Wolfspaar, haben wir auch noch gesichtet. Sie leben in Rudeln mit 5-10 Tieren und haben ein klares Ranggefüge mit einem führenden Paar. Wölfe sind Fleischfresser, sie können aber auch mehrere Tage problemlos ohne Nahrung überleben.

New Forest Wildlife Park
New Forest Wildlife Park

Im Park gibt es auch viele verschiedene Eulen oder Kautze zu sehen. Leider sind die nicht so fotogen und haben sich immer wieder weggedreht und wollten ihre Ruhe, was wir auch akzeptiert haben.

New Forest Wildlife Park

Es gibt ein wunderschönes Schmetterlingshaus, wo man verschieden Schmetterlinge beim fliegen beobachten kann. Hier kann man sich eine Weile aufhalten, denn es gibt auch Sitzmöglichkeiten, zum beobachten der Tiere.

New Forest Wildlife Park
New Forest Wildlife Park

Es gibt auch eine eigene Schmetterlingszucht, wo man sie beim schlüpfen beobachten kann.

New Forest Wildlife Park
New Forest Wildlife Park
New Forest Wildlife Park

Wenn man in der Gegend ist und vielleicht auch noch kleinere Kinder dabei hat, ist der New Forest Wildlife Park auf jeden Fall einen Besuch wert. Er ist nicht allzu groß und bietet einige Möglichkeiten zur Stärkung und zum Verweilen. Leider sind Hunde im Park verboten, außer Assistenzhunde.

Infos zum New Forest Wildlife Park, findet ihr hier: https://newforestwildlifepark.co.uk/

Beim nächsten Tierparkbesuch, ist Emma bestimmt wieder dabei…

Bodiam Castle – Drehort für verschiedene Filme und Serien

Da wir schon so viel über Bodiam Castle gehört haben, wollten wir es uns unbedingt vor Ort in Bodiam anschauen. Bodiam Castle ist eine Burgruine in East Sussex, welche noch, zumindest an den Außenmauern, sehr gut erhalten ist. Die Burg wurde zwischen 1385–1392 mit Sandstein erbaut.

Bodiam Castle

Burg Bodiam ist rundum von einem breiten Wassergraben umgeben und nur über eine einzige Brücke zugänglich. Diese befindet sich an der Nordseite, wie auch der rechteckige Torturm mit Haupteingang. An beiden Seiten der Brücke, befinden sich Wachunterkünfte.

Bodiam Castle

Im Teich von Bodiam Castle tummeln sich viele Fische und Enten, die alle ganz neugierig auf die Besucher sind und sich nicht stören lassen.

Bodiam Castle
Bodiam Castle

Bodiam Castle ist sehr beliebt als Film- und Serienkulisse und über die Jahre wurden hier schon viele Filme, wie „Die Ritter der Kokosnuss„, „Sumpfburg“ und im Jahre 2023 „Wonka“ gedreht.

Zudem wurde die Serie „Die Abenteuer von Robin Hood“ und einige Folgen von „Doctor-Who“ gedreht. Als malerisches Wasserschloss und mittelalterliche Burg ist es ideal für Märchenfilme.

Bodiam Castle

Einige Teile des Schlosses sind noch begehbar und einige Räume sind gut erhalten, wie z.B. das stille Örtchen und einige Räume. Man kann auch noch einen zusätzlichen Ausgang sehen, wo man von einem Turm, in den anderen gehen kann.

Bodiam Castle
Bodiam Castle
Bodiam Castle

Auf den Südturm kann man rauf steigen und hat von dort einen tolle Aussicht auf das innere des Nordturms und sieht im Hintergrund das Castleview Café.

Bodiam Castle
Bodiam Castle

Es gibt insgesamt 4 große Rundtürme von ca. 9,4 m Durchmesser. Sie markieren die Eckpunkte der Burganlage, welche fast quadratisch erbaut wurde. Sie hat eine Größe von 50 m x 60 m von Nord nach Süd. Besichtigen kann man die Wirtschaftsgebäude wie Küche, Speisen- und Getränkekammern.

Bodiam Castle
Bodiam Castle

In der Nähe von Bodiam Castle befindet sich auch noch ein Bunker (Pillbox) aus dem zweiten Weltkrieg, aus dem Jahre 1910/41. Es ist ein Typ 24 Bunker, welcher rechteckig erbaut wurde.

Er war Teil der britischen Verteidigungsmaßnahme und hatte mehrere Schießscharten (die schmalen rechteckigen Öffnungen) für Gewehre und leichte MGs, ein Betondach und einen seitlichen Eingang.

6 bis 8 Soldaten hatten darin Platz und saßen oder knieten mit ihren Waffen vor den Schießscharten.

Pillbox Typ 24

Wir können euch einen Besuch auf Bodiam Castle wirklich sehr empfehlen, denn die Atmosphäre hier ist wie im Märchen. Infos zu Bodiam Castle findet ihr hier: https://www.nationaltrust.org.uk/visit/sussex/bodiam-castle

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