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Kategorie: Orte & Städte Harz (Seite 1 von 2)

In dieser Kategorie findet ihr Beiträge zu Orten & Städten im Harz.

Braunlage mit Hund entdecken – vom Hasselkopf durch den Ort bis in den Kurpark

Bei unserer Harz-Reise im April 2026, hatten wir eine Ferienwohnung in Braunlage. Wir haben viele Orte drum herum erkundet, aber natürlich durfte dieser als Erkundungsort nicht fehlen. Braunlage liegt in Niedersachsen, gehört zum Landkreis Goslar und hat ca. 5.000 Einwohner.

Bei unserem Spaziergang mit Emma führte uns der Weg vorbei an kleinen und großen Sehenswürdigkeiten, historischen Gebäuden und bekannten Ausflugszielen. Und manchmal war es gerade das Unscheinbare am Wegesrand, bei dem wir stehen blieben. Der Ort hat erstaunlich viele Geschäfte, Restaurants und Eisdielen. Es gibt sogar ein Schiesser Outlet, wo man günstiger einkaufen kann.

Hasselkopfloipe und Hasselkopf

In unseren Rundgang sind wir am Hasselkopf gestartet, wo unsere Ferienwohnung war. Hier gibt es schöne Spazierwege, was für Emma ideal gewesen ist.

Hasselkopfloipe und Hasselkopf
Hasselkopfloipe und Hasselkopf
Hasselkopfloipe und Hasselkopf

Im Winter gehört das Gebiet zum Loipennetz rund um Braunlage. Aber auch ohne Schnee, lässt es sich hier wunderbar laufen. Für Emma bedeutete das vor allem eines, viel Platz zum Schnüffeln und Erkunden. Sie hatte hier auch die ein oder andere Hundebegegnung mit anderen, freundlichen Hunden.

Hasselkopfloipe und Hasselkopf
Hasselkopfloipe und Hasselkopf
Hasselkopfloipe und Hasselkopf

Vom Hasselkopf reicht der Blick bis zum Wurmberg

Vom Hasselkopf aus hatten wir bei klarem Wetter einen schönen Blick in Richtung Wurmberg. Mit seinen 971 Metern ist der Wurmberg nicht nur Braunlages Hausberg, sondern zugleich der höchste Berg Niedersachsens.

Wurmberg - Braunlage

Danach ging es für uns weiter runter, in Richtung Ortsmitte. Wir hatten keinen festen Plan und sind einfach drauf losgelaufen und wollten sehen, was wir interessantes finden.

Das Lokomobil-Schwungrad

Eine der ersten kleinen Sehenswürdigkeiten auf unserem Weg war das Lokomobil-Schwungrad, welches am ZOB von Braunlage zu finden ist. Ab 1860 waren im Oberharz Lokomobile im Einsatz, um z.B. Holz zu transportieren. In Braunlage fuhren sie bis ca.1973.

Lokomobil-Schwungrad
Lokomobil-Schwungrad
Lokomobil-Schwungrad

Ein riesiges altes Rad gehört vielleicht nicht zu den Dingen, wegen derer man eigens nach Braunlage fährt. Aber genau solche Relikte finden wir bei unseren Touren spannend. Sie erzählen etwas über die Geschichte eines Ortes und würden einem vermutlich entgehen, wenn man Braunlage nur mit dem Auto durchquert.

Schierker Feuerstein

Nicht weit entfernt folgte mit dem Schierker Feuerstein bereits die nächste Station. Es ist zwar auch keine Sehenswürdigkeit im klassischen Sinn, aber diese riesengroße Flasche, fanden wir einfach toll.

Schierker Feuerstein ist ein Kräuterlikör, der 1908 von Willy Drube in seiner Apotheke entwickelt wurde. Seine Geschichte gehört eng zum Harz und zur Region um Schierke und Braunlage. Es gibt sogar ein Museum zum Schierker Feuerstein in Wernigerode-Schierke.

Ein fast autofreies Braunlage

Während unseres Urlaubes hatten wir ungewöhnliches Glück, zumindest als Fußgänger. Aufgrund einer Baustelle war ein Teil von Braunlage für den Autoverkehr gesperrt. Wo sich normalerweise Autos durch den Ort bewegen, konnten wir deshalb ausgesprochen entspannt spazieren.

Braunlage
Braunlage

Mit Hund ist das natürlich besonders angenehm. Statt ständig auf den Verkehr achten zu müssen, konnten wir uns wesentlich mehr auf die Häuser, Geschäfte und kleinen Details am Straßenrand konzentrieren. Wenn wir selber mit dem Auto unterwegs waren, fanden wir es natürlich nicht lustig. Die Umwege für eigentlich 2 km, waren teilweise 20-30km, was bei jedem Ausflug Zeit gekostet hat.

Eine Gondel mitten im Ort

An der Lauterberger Straße/Ecke Herzog-Wilhelm-Straße stießen wir auf eine Gondel der Seilbahn. Eine Seilbahngondel mitten im Ort ist natürlich ein Blickfang und gleichzeitig ein schöner Hinweis darauf, wie eng Braunlage mit seinem Hausberg und dem Wintersport verbunden ist.

Seilbahngondel Wurmberg Braunlage

Die eigentliche Wurmbergseilbahn sollten wir auf unserer Runde später ebenfalls noch erreichen.

Das Wassermühlen-Monument

Weiter ging es zum Wassermühlen-Monument. Das große hölzerne Wasserrad lässt erahnen, welche Bedeutung die Wasserkraft früher für den Ort hatte. Braunlage entwickelte sich als Kur- und Wintersportort, war früher aber Zentrum für Forstwirtschaft, Hüttenwesen und andere Gewerbe.

Wassermühlen-Monument Braunlage
Wassermühlen-Monument Braunlage
Wassermühlen-Monument Braunlage

Heute ist das Rad vor allem ein schönes Fotomotiv und eine dieser Sehenswürdigkeiten, an denen man vermutlich vorbeifährt, ohne sie richtig wahrzunehmen. Zu Fuß sieht die Sache allerdings ganz anders aus.

Mit Emma an der Warmen Bode entlang

Nach so viel Ortsgeschichte wurde es wieder etwas grüner. Unser Weg führte uns ein Stück an der Warmen Bode entlang. Sie fließt durch Braunlage und gehört einfach zum Ortsbild.

Warme Bode Braunlage
Warme Bode Braunlage

Für Emma war dieser Abschnitt natürlich wesentlich interessanter als irgendwelche historischen Gebäude. Überall gab es etwas zu riechen und zu untersuchen.

StrandBerg’s im Designhotel Viktoria

Zurück zwischen den Häusern kamen wir am Designhotel Viktoria mit dem StrandBerg’s Restaurant vorbei. Schon das Gebäude fällt auf: Die rote Holzfassade, der kleine Turm und die typische Harzer Architektur machen es zu einem Hingucker an der Straße.

Designhotel Viktoria - Braunlage

Wir waren an diesem Tag allerdings nicht auf kulinarischer Entdeckungstour. Für uns ging es weiter zur nächsten historischen Station.

Die Trinitatis-Kirche

Kaum zu übersehen ist die rote Trinitatis-Kirche. Die heutige Kirche wurde 1887 bis 1889 errichtet. Die Holzfassade passt wunderbar in das Harzer Ortsbild und machte die Kirche für uns natürlich auch zu einem Fotomotiv.

Trinitatis-Kirche Braunlage
Trinitatis-Kirche Braunlage
Trinitatis-Kirche Braunlage

Wer nur einen schnellen Blick auf das Gebäude wirft, übersieht allerdings zwei weitere geschichtliche Zeugnisse unmittelbar an der Kirche.

Die Luther-Eiche

Direkt an der Trinitatis-Kirche steht die Luther-Eiche. Diese Erinnerungsbäume begegnen einem in vielen deutschen Orten. Für uns gehörte die Eiche deshalb unmittelbar zur Erkundung des kleinen Areals rund um die Kirche.

Luthereiche Braunlage
Luthereiche Braunlage

Am 11.11.1917 wurde die Luthereiche im Gedenken an Martin Luther und sein wirken als Reformator gepflanzt. Und während wir Menschen wieder einmal Schilder und Gebäude betrachteten, hatte Emma vermutlich längst ganz andere interessante Dinge entdeckt.

Das Kriegsmahnmal

Vor der Kirche befinden sich außerdem ein Kriegsmahnmal. Es erinnert unter anderem an die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 und des Ersten Weltkriegs. Später kam eine Gedenkstele für den Todesmarsch von 1945 hinzu.

Kriegsmahnmal Braunlage
Kriegsmahnmal Braunlage
Kriegsmahnmal Braunlage

Ein stiller Ort mitten im heutigen Braunlage, der daran erinnert, dass hinter einem modernen Ferienort immer auch eine lange Ortsgeschichte steht.

Gedenkstele an die Todesmärsche von 1945

Zwischen all den Sehenswürdigkeiten und schönen Eindrücken erinnert in Braunlage auch eine Gedenkstele an ein dunkles Kapitel der Geschichte.

Vom 6. bis 8. April 1945 wurden mehrere große Kolonnen von KZ-Häftlingen durch Braunlage getrieben. Unter Bewachung der SS befanden sie sich auf Todesmärschen aus den Lagern des KZ Mittelbau-Dora bei Nordhausen und des KZ Gandersheim. Viele der geschwächten Menschen überlebten diese Märsche nicht.

Gedenkstele Braunlage

Die Gedenkstele erinnert heute an ihr Schicksal und mahnt mit den Worten:

„Ehre ihrem Andenken!“

Auch solche Orte gehören für uns zu einer Erkundung dazu. Sie sind keine Sehenswürdigkeit im klassischen Sinne, aber wichtige Erinnerungsorte, an denen man nicht einfach achtlos vorbeigehen sollte.

Die Herzog-Wilhelm-Straße

Anschließend führte unser Spaziergang wieder durch das lebendigere Braunlage. Von hier hatten wir einen schönen Blick über die Herzog-Wilhelm-Straße mit ihren Geschäften, Restaurants und Bars. Wegen Ostern waren manche Häuser auch österlich geschmückt.

Herzog-Wilhelm-Straße - Braunlage
Herzog-Wilhelm-Straße - Braunlage
Herzog-Wilhelm-Straße - Braunlage

Gerade weil die Straße aufgrund der Bauarbeiten deutlich ruhiger war als gewöhnlich, konnten wir Braunlage einmal aus einer etwas anderen Perspektive erleben. Normalerweise ist dies schließlich eine der zentralen Verkehrs- und Geschäftsachsen des Ortes.

Der Eichhörnchen-Brunnen

Und dann begegnete uns wieder eine dieser kleinen Sehenswürdigkeiten, die wir besonders mögen, der Eichhörnchen-Brunnen.

Eichhörnchen-Brunnen Braunlage
Eichhörnchen-Brunnen Braunlage

Gerade solche Figuren, Brunnen und kleinen Besonderheiten machen einen Spaziergang durch einen Ort interessant. Und wer mit offenen Augen unterwegs ist, entdeckt meist wesentlich mehr als erwartet.

Adventure Golfpark Braunlage

Unser nächster Wegpunkt war der Adventure Golfpark Braunlage. Hier wird Minigolf etwas anders gespielt als auf der klassischen Anlage mit Betonbahnen.

Adventure Golfpark Braunlage

Für uns blieb es bei einem Blick auf die Anlage, schließlich hatten wir mit Emma noch einiges vor. Aber gut zu wissen, Hunde sind im Golfpark an der Leine erlaubt.

Das Eisstadion Braunlage

Mit seiner ungewöhnlichen Dachkonstruktion fällt das Eisstadion Braunlage sofort ins Auge und das schon von weitem. Und auch hier sind Hunde an der Leine erlaubt, allerdings natürlich nicht auf der Eisfläche wegen der Verletzungsgefahr für Hund und Mensch. Bei unserem Besuch, war es allerdings geschlossen.

Eisstadion Braunlage
Eisstadion Braunlage
Eisstadion Braunlage

Dass Wintersport in Braunlage Tradition hat, überrascht natürlich nicht. Bereits 1883 begann hier die Geschichte des Skilaufs, und 1892 wurde der Skiklub Braunlage gegründet. Anfang des 20. Jahrhunderts folgten immer mehr Wintersportanlagen und Veranstaltungen. Das Eisstadion zeigt eine weitere Seite dieses Wintersportortes.

Die Wurmbergseilbahn

Und dann standen wir schließlich an der Wurmbergseilbahn. Damit schloss sich für uns fast ein kleiner Kreis. Am Anfang unseres Beitrags hatten wir vom Hasselkopf hinüber zum Wurmberg geschau und nun standen wir an der Seilbahn, die hinauf auf Braunlages Hausberg führt.

Wurmbergseilbahn Braunlage
Wurmbergseilbahn Braunlage

Für viele Besucher gehört eine Fahrt auf den Wurmberg wahrscheinlich zu einem Braunlage-Urlaub dazu. Für uns hieß es diesmal jedoch, weiter zu Fuß. Hunde dürfen natürlich in der Gondel der Wurmbergseilbahn für 2 Euro mitfahren und eine Maulkorbpflicht, gibt es nicht.

Das Sanatorium Dr. Barner

Eine der kulturhistorisch interessantesten Sehenswürdigkeiten auf unserer Runde war das Sanatorium Dr. Barner. Das 1900 von Friedrich Barner gegründete Sanatorium ist weit mehr als irgendein altes Klinikgebäude. Der Jugendstil-Architekt Albin Müller prägte seine Gestaltung maßgeblich.

Sanatorium Dr. Barner
Sanatorium Dr. Barner
Sanatorium Dr. Barner

Seit 1994 steht das Ensemble aus Gebäuden, Ausstattung und Parkanlagen als Kulturdenkmal unter Schutz. Für seine Restaurierung erhielt es 2018 sogar den Europa Nostra Award mit Grand Prix. Von außen ahnt man kaum, was sich hinter den Mauern verbirgt.

Zum Abschluss in den Kurpark Braunlage

Zum Ende unserer Runde wurde es noch einmal richtig grün, denn wir erreichten den Kurpark Braunlage.

Kurpark Braunlage
Kurpark Braunlage
Kurpark Braunlage

Die ersten Kuranlagen entstanden hier ab 1908. Heute besteht der Park aus einem unteren und einem oberen Bereich. Gerade der obere Kurpark war für unsere Runde interessant, denn hier befinden sich unter anderem die Steinklippe und das Von-Langen-Denkmal.

Emma entdeckt Alpakas

Doch Geschichte war Emma in diesem Moment ziemlich egal. Denn plötzlich gab es etwas wesentlich Spannenderes zu sehen: Alpakas! Die Tiere von AlpakHarz Tours standen auf ihrer Weide und selbstverständlich blieben sie von Emma nicht unbemerkt und mussten ausgiebig bestaunt werden.

AlpakHarz Tours - Braunlage
AlpakHarz Tours - Braunlage
AlpakHarz Tours - Braunlage

Emma setzte sich hin und beobachtete die Alpakas ganz genau. Einige der Alpakas schienen mindestens genauso neugierig auf den Besucher vor ihrem Zaun zu sein. Für uns definitiv einer der schönsten kleinen Momente dieser Runde.

Die Steinklippe

Danach ging es hinauf zur Steinklippe. Der felsige Aussichtspunkt liegt im oberen Kurpark und bietet einen schönen Blick über Braunlage und die umliegenden Höhen. Auch der offizielle Von-Langen-Rundweg startet hier.

Steinklippe - Braunlage
Steinklippe - Braunlage

Nach unserem langen Spaziergang war das ein schöner Ort, um noch einmal stehen zu bleiben und zurück auf Braunlage zu schauen. Natürlich musste auch Emma die Aussicht begutachten.

Braunlage von oben

Von hier oben sieht Braunlage plötzlich ganz anders aus. Zwischen den Bäumen liegen die Häuser des Ortes unter uns, dahinter ziehen sich die bewaldeten und offenen Höhen des Harzes entlang.

Braunlage
Braunlage

Und genau solche Aussichtspunkte mögen wir besonders. Kein großes Spektakel, sondern einfach ein schöner Platz, an dem man ein paar Minuten bleiben und die Umgebung genießen kann.

Das Von-Langen-Denkmal

Auf der Steinklippe befindet sich außerdem das Von-Langen-Denkmal.

Es erinnert an Johann Georg von Langen (1699–1776), einen Forstreformer und Industriepionier, dessen Wirken eng mit Braunlage verbunden war. Er setzte sich unter anderem für eine planmäßige und nachhaltigere Forstwirtschaft ein und führte Mitte des 18. Jahrhunderts die Kartoffel in Braunlage ein.

Von-Langen-Denkmal - Braunlage

Außerdem war er an der Gründung der Porzellanmanufaktur Fürstenberg beteiligt. Damit endete unsere Runde tatsächlich noch einmal mit einem Stück Braunlager Geschichte.

🐾 Unser Fazit: Braunlage lohnt sich auch abseits der großen Wanderwege

Braunlage verbinden wahrscheinlich die meisten zuerst mit Wurmberg, Wintersport und Wandern. Unser Spaziergang hat uns aber gezeigt, dass es sich lohnt, auch einmal direkt durch den Ort zu laufen.

Manchmal braucht es eben gar keine spektakuläre Wanderung. Ein Hund, gutes Wetter und genügend Zeit, auch einmal rechts und links des Weges zu schauen, reichen für ein kleines Pfoten-Abenteuer völlig aus. 🐾

Unser Tipp: Wer ohnehin in Braunlage Urlaub macht, sollte nicht nur zum Wurmberg fahren. Nehmt euch ruhig ein paar Stunden Zeit und erkundet den Ort zu Fuß. Viele der kleinen Sehenswürdigkeiten liegen direkt am Weg und mit einem Abstecher in den Kurpark lässt sich daraus eine abwechslungsreiche Runde mit Hund machen.

🐾 Weiterführende Links & Quellen

Weitere Informationen, offizielle Webseiten und die für diesen Beitrag verwendeten Quellen haben wir für euch auf unserer separaten Link- und Quellenseite zusammengestellt: Braunlage – Quellen & Links

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Duderstadt mit Hund – Fachwerk, Geschichte und gemütliche Altstadt

Duderstadt liegt im südlichen Niedersachsen mitten im Eichsfeld und gehört zu den Städten, bei denen sich ein Rundgang besonders lohnt. Die historische Altstadt ist erstaunlich geschlossen erhalten geblieben und wird von mehr als 600 Fachwerkhäusern aus unterschiedlichen Epochen geprägt. Dazwischen finden sich Kirchen, Brunnen, Skulpturen und immer wieder Spuren der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Duderstadt mit Hund lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden und so haben wir uns gemeinsam mit Emma auf den Weg gemacht und zahlreiche Sehenswürdigkeiten entdeckt.

Parken in Duderstadt

In Duderstadt gibt es mehrere Möglichkeiten zu parken, aber wir haben uns für den Großraumparkplatz entschieden, da dieser relativ zentral gelegen ist. Die Parkgebühren dort können bequem per App bezahlt werden.

Duderstadt mit Hund: Rundgang durch die Altstadt

Direkt am Großraumparkplatz befinden sich Teile der Stadtmauer im Nordwesten der Stadt.. Die ursprünglich rund 1,7 Kilometer lange Mauer entstand im 13. Jahrhundert und war Teil eines ausgeklügelten Befestigungssystems aus Mauern, Wall, Gräben und Warten. Besonders schön verbindet sich die historische Mauer mit den grünen Wallanlagen, die die Altstadt umgeben.

Stadtmauer Duderstadt
Stadtmauer Duderstadt

Unser nächstes Ziel war der Pferdebrunnen in unmittelbarer Nähe der St.-Servatius-Kirche. Dass ausgerechnet hier Pferde dargestellt werden, ist kein Zufall, denn bereits seit dem 15. Jahrhundert befand sich an dieser Stelle der Duderstädter Pferdemarkt. Hier haben Bauern, Pferdezüchter und Ackerbürger ihre Arbeitstiere verkauft. Heute ist der Brunnen ein schöner Einstieg in die historische Altstadt und erinnert gleichzeitig an einen Teil des früheren Wirtschaftslebens der Stadt.

Pferdebrunnen Duderstadt

Direkt am unteren Ende der Marktstraße erhebt sich St. Servatius, die deshalb auch als „Unterkirche“ bezeichnet wird. Mit dem Bau der spätgotischen, dreischiffigen Hallenkirche wurde um 1370 begonnen und der Bau dauerte bis ca. 1520. Nach einem schweren Brand im Jahr 1915 wurde die Kirche restauriert und erhielt eine Ausstattung im ausgehenden Jugendstil. Auch der heutige 64 Meter hohe Turm entstand beim Wiederaufbau.

St. Servatius Duderstadt
St. Servatius Duderstadt
St. Servatius Duderstadt

Entlang der Marktstraße

Von St. Servatius führt die Marktstraße, wo auch regelmäßig der Markt stattfindet, mitten durch die historische Altstadt bis hinauf zur Basilika St. Cyriakus. Auffällig ist vor allem ihre ungewöhnliche Breite. Die Straße ist von historischen Fachwerkhäusern gesäumt. Es gibt hier mehr als 600 bunte Fachwerkhäuser unterschiedlicher Stilepochen. Mitten durch die Marktstraße fließt außerdem die Brehme. Duderstadt gehört zu den besonders sehenswerten Fachwerkstädten Deutschlands.

Marktstraße - Altstadt - Duderstadt
Marktstraße - Altstadt - Duderstadt
Marktstraße - Altstadt - Duderstadt

Auf der Marktstraße begegneten wir auch einem Stück jüngerer deutscher Geschichte: dem Wiedervereinigungsbrunnen, der eigentlich eher eine Skulptur innerhalb des Wasserlaufs der Brehme ist. Geschaffen wurde das Kunstwerk von Karl-Henning Seemann und 1994 im Rahmen der Landesgartenschau errichtet. Zwei Figuren bewegen sich aufeinander zu, scheinen sich jedoch trotz ihrer Nähe nicht berühren zu können.

Wiedervereinigungsbrunnen Duderstadt
Wiedervereinigungsbrunnen Duderstadt

Nur wenige Schritte weiter führt Duderstadt noch wesentlich weiter zurück in die Vergangenheit. Der Pranger erinnert an eine Zeit, in der Rechtsprechung und Bestrafung nicht hinter verschlossenen Türen stattfanden, sondern bewusst öffentlich sichtbar gemacht wurden. Menschen, die gegen geltendes Recht verstoßen hatten, konnten am Pranger zur Schau gestellt und damit zusätzlich gesellschaftlich gedemütigt werden.

Pranger Duderstadt
Pranger Duderstadt
Pranger Duderstadt

Eines der beeindruckendsten Gebäude unseres Rundgangs ist das historische Rathaus. Seine Baugeschichte lässt sich bis ins Jahr 1302 zurückverfolgen. Ursprünglich entstand hier ein „Kophus“, also ein Kaufhaus für die Händler der Stadt. Später wurde das Gebäude unter anderem als Rathaus, Verwaltungs- und Gerichtsgebäude genutzt. Der Südflügel entstand 1432, Laube und Fachwerk um 1530 und die Renaissance-Treppe 1673/74. Im Inneren kann man sogar auf neun Ebenen vom historischen Gewölbekeller bis hinauf in den Turm auf Entdeckungsreise gehen.

Rathaus Duderstadt
Rathaus Duderstadt
Rathaus Duderstadt

Etwas abseits der großen Marktstraße erreichten wir den Gropenmarkt. Auch hier begegnet uns mit dem Brunnen wieder das Element Wasser, das an vielen Stellen zum Duderstädter Stadtbild gehört. Der historische Platz ist von Fachwerkbebauung umgeben und wirkt deutlich kleiner und ruhiger als die breite Marktstraße.

Gropenmarkt Duderstadt
Gropenmarkt Duderstadt

Zurück am Rathaus lohnt sich auch ein Blick auf den Ratskeller. Gewölbekeller gehörten bei mittelalterlichen Rathäusern häufig zu den Funktionsräumen. Auch in Duderstadt ist der historische Ratsweinkeller Teil des Rathauskomplexes. Die alten Kellergewölbe reichen unter das Gebäude. Sie gehören zur Erlebnisstation des Rathauses. Neben dem Ratsweinkeller befinden sich dort die sogenannte Salzkammer und Bereiche, die sich mit der früheren Gerichtsbarkeit beschäftigen.

Ratskeller Duderstadt
Ratskeller Duderstadt

Auf unserem weiteren Weg kamen wir an der Mariensäule vorbei. Religiöse Bildwerke gehören im katholisch geprägten Eichsfeld zum Stadt- und Landschaftsbild. Die auf einer hohen Säule stehende Marienfigur fällt bereits aus einiger Entfernung ins Auge und bildet einen interessanten Kontrast zu den umliegenden Fachwerkfassaden. So ist sie nicht nur ein religiöses Denkmal, sondern auch ein markanter Orientierungspunkt auf dem Weg durch die obere Marktstraße.

Mariensäule Duderstadt
Mariensäule Duderstadt
Mariensäule Duderstadt

Rund um St. Cyriakus

Zwischen Mariensäule und St. Cyriakus steht der Schützenbrunnen, der deutlich jünger ist, als man angesichts der historischen Umgebung vielleicht zunächst vermuten würde. Geschaffen wurde er 1997 vom Bildhauer Rudi Pabel anlässlich des Jubiläums „750 Jahre Braunschweigische Stadtrechte in Duderstadt“. Der Brunnen erinnert an die lange Tradition der Duderstädter Schützengesellschaft und ihre enge Verbindung mit der Stadt.

Schützenbrunnen  Duderstadt
Schützenbrunnen  Duderstadt
Schützenbrunnen  Duderstadt

Zwischen all den jahrhundertealten Fachwerkhäusern und historischen Denkmälern begegnet einem in Duderstadt auch moderne Kunst. Dazu gehört die „Frau mit Pfeil“, die mit ihrer Gestaltung einen auffälligen Kontrast zur historischen Umgebung bildet. Die Figur lädt dazu ein, einmal genauer hinzusehen und die eigene Interpretation zu finden.

"Frau mit Pfeil" Duderstadt
"Frau mit Pfeil" Duderstadt

Ein weiteres religiöses Kunstwerk auf unserem Rundgang ist die Statue des heiligen Johannes Nepomuk. Der böhmische Priester und Märtyrer lebte im 14. Jahrhundert und wurde 1729 heiliggesprochen. Besonders häufig findet man seine Darstellungen an Brücken und Gewässern, da er unter anderem als Schutzpatron gegen Wassergefahren gilt. Typischerweise ist Nepomuk in priesterlicher Kleidung mit einem Kreuz dargestellt.

Statue des heiligen Johannes Nepomuk - Duderstadt

Direkt vor der St.-Cyriakus-Kirche erinnert ein Denkmal an Kardinal Georg von Kopp, der 1837 in Duderstadt geboren wurde. Der Sohn eines Webers schlug eine bedeutende kirchliche Laufbahn ein und wurde zunächst Bischof von Fulda, später Fürstbischof von Breslau und schließlich Kardinal. Seine Heimatstadt ernannte ihn zum Ehrenbürger. Das imposante Denkmal vor der Basilika erinnert bis heute an den bekannten Sohn Duderstadts.

Kardinal Georg von Kopp - Duderstadt

Am oberen Ende der Marktstraße angekommen, standen wir schließlich vor einem der Wahrzeichen Duderstadts, der Basilika St. Cyriakus. Wegen ihrer erhöhten Lage wird sie traditionell „Oberkirche“ genannt, aufgrund ihrer Größe trägt sie außerdem den Beinamen „Eichsfelder Dom“. Der heutige gotische Kirchenbau entstand in mehreren Bauphasen, um 1240. Zu erst wurde der Westbau und der Nordturm errichtet. Besonders markant sind die beiden hohen Türme, die gemeinsam mit St. Servatius die Silhouette der Stadt bestimmen.

Basilika St. Cyriakus - Duderstadt
Basilika St. Cyriakus - Duderstadt
Basilika St. Cyriakus - Duderstadt

Der Grenzpfahlbrunnen erinnert an die jahrzehntelange Teilung Deutschlands und die ehemalige innerdeutsche Grenze ganz in der Nähe von Duderstadt. Zwei bronzene Figuren stemmen sich von beiden Seiten gegen die Grenzpfähle und machen die Überwindung der einstigen Trennung auf eindrucksvolle Weise sichtbar. Mehr als vier Jahrzehnte lang lag Duderstadt unmittelbar am Rand der DDR. Was heute bei einem Spaziergang durch die offene Landschaft kaum noch vorstellbar ist, bestimmte damals den Alltag der Menschen in der Region.

Grenzpfahlbrunnen Duderstadt
Grenzpfahlbrunnen Duderstadt

Durch die Wallanlagen zum Westerturm

Ein sehr viel ernsterer Punkt unseres Rundgangs ist das Denkmal „Die Geknechtete“. Es erinnert an das KZ-Außenlager Duderstadt und damit an eines der dunkelsten Kapitel der Stadtgeschichte während der nationalsozialistischen Herrschaft. In Duderstadt mussten während des Zweiten Weltkriegs KZ-Häftlinge unter unmenschlichen Bedingungen Zwangsarbeit leisten.

Die Geknechtete - Duderstadt
Die Geknechtete - Duderstadt

Auch das Kriegerdenkmal erinnert an Krieg, Tod und die Folgen gewaltsamer Auseinandersetzungen. Solche Denkmäler entstanden vielerorts zunächst zur Erinnerung an gefallene Soldaten und wurden nach späteren Kriegen häufig ergänzt oder in ihrer Bedeutung erweitert. Heute sind sie vor allem Orte des Gedenkens und der Mahnung.

Kriegerdenkmal Duderstadt

Mit dem Ursulinenkloster erreichten wir anschließend einen Ort, dessen Geschichte eng mit Bildung verbunden ist. Das Kloster wurde im Jahr 1700 von Erfurter Ursulinen gegründet, die sich insbesondere der Erziehung und Ausbildung junger Mädchen widmeten. Zwischen 1735 und 1740 wurde die Anlage erweitert. Im Konventgebäude findet bis heute aktives Klosterleben statt.

Ursulinenkloster Duderstadt
Ursulinenkloster Duderstadt

Die heutige Liebfrauenkirche des Ursulinenklosters wurde bereits im 15. Jahrhundert erbaut. Die heutige Kirche entstand jedoch erst Ende des 19. Jahrhunderts. 1889 wurde der Grundstein gelegt, 1890 erfolgte die Weihe. Der neuromanische Bau aus rotem Sandstein besitzt Rundbogenfriese, Lisenen und eine markante Apsis, die von zwei schlanken Türmen flankiert wird. Damit unterscheidet sich die Kirche deutlich von den gotischen Hauptkirchen Duderstadts.

Liebfrauenkirche Duderstadt
Liebfrauenkirche Duderstadt
Liebfrauenkirche Duderstadt

In der Christian-Blank-Straße erinnert eine Gedenkstele an die ehemalige Synagoge von Duderstadt. Das 1898 eingeweihte Gotteshaus wurde während der Novemberpogrome am 10. November 1938 in Brand gesteckt und zerstört. Die Stele erinnert zugleich an die Familie Cohn, die 1938 in der Lehrerwohnung der Synagoge lebte. Heute hält die Gedenkstätte die Erinnerung an die jüdische Gemeinde und ihre Verfolgung während der NS-Zeit wach.

Gedenkstele an der alten Synagoge - Duderstadt

An der Ecke Westertorstraße und Am Pferdeteich befindet sich die „Madonna im Lindenzaun“, eine barocke Marienfigur aus dem Jahr 1752. Geschaffen wurde sie vom Duderstädter Bildhauer Johann Bernhard Kopp. Bei unserem Besuch im April 2026 standen wir allerdings vor einem leeren Sockel. Die Madonna war zu diesem Zeitpunkt zur Restaurierung abgebaut worden. Nach ihrer Restaurierung soll sie wieder an ihren angestammten Platz zurückkehren.

Madonna im Lindenzaun - Duderstadt

Dann sahen wir den Westerturm, eingerahmt von Fachwerkhäusern. Der markante Turm ist eines der Wahrzeichen Duderstadts und vor allem wegen seines auffällig gedrehten Turmhelms unverwechselbar. Der heutige Westerturm von 1424 ist der einzige erhaltene Stadttorturm der mittelalterlichen Befestigung.

Westerturm Duderstadt
Westerturm Duderstadt
Westerturm Duderstadt

Im Bereich des Westerturms begegnet uns erneut die lange Tradition des Duderstädter Schützenwesens, im Schützenmuseum. Die Ausstellung zur Geschichte der Schützengesellschaft ist heute Bestandteil der Erlebnisstation im Westerturm-Ensemble. Hier geht es nicht nur um historische Waffen oder das Schießen, sondern um die Rolle der Bürger bei der Verteidigung ihrer Stadt. Moderne und interaktive Elemente vermitteln, wie das mittelalterliche Befestigungssystem funktionierte und welche Aufgaben die Schützen übernahmen.

Schützenmuseum Duderstadt

Dann haben wir noch ein liebevoll gestaltetes Fachwerkportal aus dem Jahr 1707 entdeckt, welches unbedingt auf ein Foto musste. Es ist eines der vielen historischen Details, die es bei einem Spaziergang durch Duderstadt zu entdecken gibt.

Fachwerkportal Duderstadt

Das kleine Georgstürmchen ist Teil der historischen Stadtbefestigung. Zusammen mit dem erhaltenen Abschnitt der Stadtmauer und dem rekonstruierten Wehrgang, vermittelt es einen Eindruck von der mittelalterlichen Befestigungsanlage Duderstadts. Hier befindet sich auch der Pulverturm. Der halbrunde Schützenturm wurde um 1470 errichtet und diente der Verteidigung des Mauerknicks. Von seiner Plattform bietet sich ein schöner Blick entlang der Stadtmauer bis zum Westerturm.

Georgstürmchen und Pulverturm - Duderstadt
Georgstürmchen und Pulverturm - Duderstadt
Georgstürmchen und Pulverturm - Duderstadt

Zum Abschluss unseres Rundgangs kamen wir noch am Duderstädter Informationshäuschen vorbei. Solche kleinen Stationen sind vielleicht keine Sehenswürdigkeit im klassischen Sinn, können bei einer Stadterkundung aber durchaus hilfreich sein. Hier lassen sich zusätzliche Informationen zur Stadt, ihrer Geschichte und einzelnen Sehenswürdigkeiten finden.

Informationshäuschen Duderstadt

Unser Fazit zu Duderstadt

Duderstadt hat uns vor allem durch die Mischung aus Fachwerk, mittelalterlicher Stadtgeschichte und überraschend vielen kleinen Details gefallen. Besonders schön ist, dass sich die Altstadt hervorragend zu Fuß erkunden lässt. So konnten wir mit Emma einfach durch die Straßen und Gassen schlendern und kamen dabei automatisch an vielen unserer Stationen vorbei. Unsere Runde war nur ca. 3km lang, aber schön.

Gleichzeitig erzählt Duderstadt nicht nur von Mittelalter, Fachwerk und prächtigen Kirchen. Die Denkmäler zur deutschen Teilung, zum Nationalsozialismus und zu den Kriegen zeigen auch die ernsteren Seiten der Stadtgeschichte. Genau diese Mischung machte unseren Rundgang abwechslungsreich. Für einen Städtetrip mit Hund können wir Duderstadt deshalb auf jeden Fall empfehlen. Bis zum nächsten Abenteuer, eure Emma.

🐾 Weiterführende Links & Quellen

Weitere Informationen, offizielle Webseiten und die für diesen Beitrag verwendeten Quellen haben wir für euch auf unserer separaten Link- und Quellenseite zusammengestellt: Duderstadt – Quellen & Links

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Halberstadt mit Hund – Die schönsten Sehenswürdigkeiten bei einem Stadtrundgang

Hallo Freunde, diesmal haben wir für euch Halberstadt besucht. Eine Stadt am nördlichen Harzrand, mit ca. 38.000 Einwohnern. Halberstadt gehört zu Sachsen-Anhalt und viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. So liegen Mittelalterliche Kirchen, verwinkelte Gassen, wunderschöne Fachwerkhäuser und zahlreiche kleine Denkmäler hier dicht beieinander.

Wo parkt man am besten?

Es gibt in Halberstadt viele Möglichkeiten für euch zu parken, aber mitten in der Stadt gibt es den Parkplatz Domplatz, der ist direkt unterhalb des Doms und PKWs parken hier kostenlos. Wir haben uns für den Parkplatz Abtshof entschieden, nur um dann vor Ort feststellen zu müssen, der ist nur noch für Parkplatzmieter, was online nicht zu finden war. Aber es gab direkt davor einen einzigen freien, kostenlosen Parkplatz.

Rundgang durch Halberstadt

Unser Rundgang durch Halberstadt begann an der mittelalterlichen Mikwe. Das jüdische Tauchbad stammt aus dem 13. Jahrhundert und zählt zu den ältesten seiner Art in Deutschland. Heute erkennt man nicht mehr, dass dies eine mittelalterliche Mikwe war, da mittlerweile ein umgebautes Wohnhaus hier steht.

Mittelalterliche Mikwe - Halberstadt

Beim Bummel durch die Altstadt entdeckten wir viele schöne Fachwerkhäuser, historische Gebäude und gemütliche Gassen. Besonders gefallen hat uns, dass viele Sehenswürdigkeiten nah beieinander liegen und sich bequem zu Fuß erkunden lassen. So gibt es auf dem Weg immer wieder kleine Details und Fotomotive zu entdecken.

Altstadt - Halberstadt

Die ehemalige Klaussynagoge beherbergt heute das Berend-Lehmann-Museum. Hier erfährt man viel über das jüdische Leben in Halberstadt und die Geschichte des Hofjuden Berend Lehmann. Auch von außen ist das historische Gebäude einen kurzen Stopp wert und ergänzt den Rundgang durch die Altstadt perfekt.

Ehemalige Klaussynagoge- Berend-Lehmann-Museum - Halberstadt
Ehemalige Klaussynagoge- Berend-Lehmann-Museum - Halberstadt

Nach der Klaussynagoge führte unser Weg durch den Rosenwinkel. Hier lohnt es sich, nicht nur geradeaus zu schauen. Die historischen Fachwerkhäuser stehen dicht an der schmalen Straße und machen diesen Bereich zu einem der besonders hübschen Altstadtwinkel Halberstadts. Unterschiedliche Farben, Balkenkonstruktionen und kleine architektonische Details sorgten dafür, dass bei uns natürlich wieder die Kamera zum Einsatz kam.

Rosenwinkel - Halberstadt
Rosenwinkel - Halberstadt

Auf unserem weiteren Weg begegnete uns das Hans-Albers-Haus. Der Name lässt zunächst vermuten, dass der berühmte Schauspieler und Sänger hier gewohnt haben könnte. Tatsächlich lohnt sich bei solchen Häusern aber immer ein genauerer Blick auf die lokale Geschichte und die Namensgebung. Für uns war es eine dieser kleinen Entdeckungen am Wegesrand, die einen Stadtrundgang abwechslungsreich machen.

Hans-Albers-Haus - Halberstadt
Hans-Albers-Haus - Halberstadt
Hans-Albers-Haus - Halberstadt

Dann wurde es richtig historisch. Der heutige Sitz der Stadtverwaltung Halberstadt befindet sich im historischen Petershof aus dem 16. Jahrhundert. Der mächtige Gebäudekomplex war ursprünglich eine bischöfliche Residenz und wirkt von der tiefer gelegenen Straßenseite beinahe wie eine Festung. Dass sich hinter diesen alten Mauern heute Verwaltungsbüros befinden, hätten wir beim ersten Anblick tatsächlich nicht unbedingt vermutet.

Historischer Petershof - Stadtverwaltung Halberstadt
Historischer Petershof - Stadtverwaltung Halberstadt
Historischer Petershof - Stadtverwaltung Halberstadt

Vom Petershof führte unser Weg über den Katzenplan weiter. Die schmale Kopfsteinpflasterstraße steigt zwischen hohen Mauern und Häusern hinauf zum Domplatz. Gerade solche Wege gefallen uns bei historischen Stadtrundgängen besonders gut. Es ist keine große Sehenswürdigkeit im klassischen Sinne, aber ein Stück Stadt, das Atmosphäre vermittelt und einen beinahe automatisch neugierig macht, was einen hinter der nächsten Ecke erwartet.

Katzenplan - Halberstadt

Am Katzenplan befindet sich mit dem Drachenloch einer der historischen Zugänge zur ehemaligen Domburg. Bereits im Mittelalter führte hier ein Tor in den abgeschlossenen Dombezirk. Besonders spannend ist die Geschichte hinter dem ungewöhnlichen Namen. Er wird mit einem früheren Drachenspiel in Verbindung gebracht, bei dem symbolisch ein Drache aus der Domburg vertrieben wurde. Ein ungewöhnliches Stück Halberstädter Geschichte.

Drachenloch- Halberstadt
Drachenloch- Halberstadt

Oben angekommen, erwartete uns mit der evangelischen Liebfrauenkirche eine der bedeutenden Kirchen Halberstadts. Ihre vier Türme machen sie schon von weitem unverwechselbar. Besonders interessant ist ihr romanischer Charakter, der sich deutlich von der gotischen Architektur des benachbarten Doms unterscheidet. Rund um die Kirche lohnt sich ein kleiner Spaziergang, denn immer wieder ergeben sich schöne Perspektiven auf das historische Gebäude. Die Kirche stammt aus der Zeit der Romantik und wurde im Jahr 1005 erbaut.

Liebfrauenkirche - Halberstadt
Liebfrauenkirche - Halberstadt
Liebfrauenkirche - Halberstadt

Dann wurde meine Kirschblüten-Liebe wieder erhört. Zwischen all den historischen Bauwerken sorgte ein Kirschblütenbaum für einen kleinen Farbtupfer auf unserem Rundgang. Natürlich handelt es sich nicht um eine klassische Sehenswürdigkeit. Aber manchmal sind es gerade solche Dinge, die von einem Ausflug im Gedächtnis bleiben. Mit seinen Blüten vor der historischen Kulisse Halberstadts war er für uns auf jeden Fall ein Foto wert und Emma macht das Bild perfekt.

Kirschblütenbaum - Halberstadt

Weiter ging es zur St.-Johannis-Kirche, die sich durch ihre Bauweise von vielen anderen Kirchen der Stadt unterscheidet. Die evangelische Kirche wurde als Fachwerkkirche errichtet und besitzt einen separat stehenden Glockenturm. Gerade zwischen den großen steinernen Kirchen Halberstadts wirkt St. Johannis dadurch besonders interessant und zeigt, wie abwechslungsreich die Sakralarchitektur der Stadt ist. Sie wurde in den Jahren 1646–1648 erbaut.

St.-Johannis-Kirche - Halberstadt
St.-Johannis-Kirche - Halberstadt
St.-Johannis-Kirche - Halberstadt

Auch die katholische St.-Andreas-Kirche aus dem 13. Jahrhundert, gehörte zu unserem Rundgang. Die ehemalige Klosterkirche der Franziskaner blickt auf eine lange Geschichte zurück und wirkt mit ihren beiden Türmen schon von außen beeindruckend. Nach den vielen Fachwerkhäusern und kleineren Entdeckungen zeigte sich hier wieder eine ganz andere Seite Halberstadts und gleichzeitig wurde immer deutlicher, wie viele bedeutende Kirchen die Stadt besitzt.

St.-Andreas-Kirche - Halberstadt
St.-Andreas-Kirche - Halberstadt

Zwischen Kirchen und historischen Gebäuden entdeckten wir auch den Merkur. Der römische Gott gilt unter anderem als Schutzgott der Händler und des Handels und ist meist an seinem geflügelten Helm oder Stab zu erkennen. Solche kleinen Kunstwerke machen einen Stadtrundgang für uns besonders interessant, denn sie sorgen dafür, dass man eben nicht nur die großen Gebäude fotografiert.

Merkur - Halberstadt

Zurück im Umfeld des Domplatzes kamen wir an der Dompropstei vorbei. Das historische Gebäude gehört zum jahrhundertealten Dombezirk und erinnert daran, dass rund um den Dom nicht nur Kirchen standen, sondern ein ganzer geistlicher Verwaltungs- und Lebensbereich entstand. Erbaut wurde es in den Jahren 1591–1611. Den Hof gibt es noch länger, seit ca. 1156. Zusammen mit den benachbarten historischen Gebäuden trägt die Dompropstei wesentlich zur besonderen Atmosphäre dieses Teils von Halberstadt bei.

Dompropstei - Halberstadt
Dompropstei - Halberstadt
Dompropstei - Halberstadt

Dann standen wir schließlich auf dem Domplatz, dem historischen Herzen Halberstadts. Hier liegen einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt nur wenige Schritte voneinander entfernt. Besonders beeindruckend ist das Zusammenspiel von Dom, Liebfrauenkirche, Museen und historischen Gebäuden. Für uns war der Domplatz deshalb weniger eine einzelne Sehenswürdigkeit als vielmehr ein Ort, an dem man sich ruhig etwas Zeit nehmen sollte.

Domplatz - Halberstadt
Domplatz - Halberstadt

Natürlich durfte das Wahrzeichen Halberstadts nicht fehlen: der imposante Dom St. Stephanus und St. Sixtus, welcher auch nur Dom zu Halberstadt genannt wird. Er wurde im Stil der nordfranzösischen Gotik vom 13. bis ins 15. Jahrhundert erbaut. Die gotische Kathedrale beherrscht den Domplatz und beeindruckt schon allein durch ihre Größe.

Dom St. Stephanus und St. Sixtus - Halberstadt
Dom St. Stephanus und St. Sixtus - Halberstadt
Dom St. Stephanus und St. Sixtus - Halberstadt

Im Inneren befindet sich zudem der berühmte Halberstädter Domschatz, dessen mittelalterlicher Bestand von internationaler Bedeutung ist. Wer genügend Zeit mitbringt, sollte für Dom und Domschatz definitiv mehr als einen kurzen Fotostopp einplanen.

Dom St. Stephanus und St. Sixtus - Halberstadt
Dom St. Stephanus und St. Sixtus - Halberstadt
Dom St. Stephanus und St. Sixtus - Halberstadt

In unmittelbarer Nähe des Doms begegneten uns weitere Gebäude des kirchlichen Lebens. Das Evangelische Kirchspiel Halberstadt verbindet unter anderem die Gemeinden rund um Dom und St. Laurentius. Auch wenn dieser Punkt optisch vielleicht nicht mit dem gewaltigen Dom konkurrieren kann, gehört er für uns zu unserem Rundgang dazu.

Evangelische Kirchspiel Halberstadt

Mit ihren zwei auffallend unterschiedlichen Türmen ist die Martinikirche (St. Martini) eines der unverwechselbaren Wahrzeichen Halberstadts. Die asymmetrischen Türme machen die Kirche sofort erkennbar und sorgen für eine Silhouette, die man so schnell nicht vergisst.

Martinikirche Halberstadt
Martinikirche Halberstadt
Martinikirche Halberstadt

St. Martini liegt direkt im Zentrum und bildet gemeinsam mit Rathaus und Holzmarkt eines der bekanntesten historischen Ensembles der Stadt. Gegründet im 10. Jahrhundert und zerstört in 1945, wurde sie bis 1954 wieder aufgebaut. Erbaut wurde die Martinikirche im gotischen Stil.

Martinikirche Halberstadt
Martinikirche Halberstadt
Martinikirche Halberstadt

Von St. Martini führte unser Weg weiter zur Rathauspassage. Hier verändert sich das Stadtbild deutlich: Historische Architektur trifft auf das heutige Stadtzentrum mit Geschäften und modernen Elementen. Für uns war die Passage vor allem eine Verbindung zwischen den einzelnen Sehenswürdigkeiten und gleichzeitig ein gutes Beispiel dafür, dass Halberstadt eben nicht ausschließlich aus seinem historischen Domviertel besteht.

Rathauspassage - Halberstadt
Rathauspassage - Halberstadt

Der Holzmarkt bildet einen der zentralen Plätze Halberstadts. Seinen Namen verdankt er dem Handel, der hier früher stattfand. Heute fällt vor allem der Holzmarktbrunnen ins Auge und bietet ein schönes Fotomotiv mit den umliegenden Gebäuden. Nach den engen Altstadtgassen wirkte der weitläufigere Platz fast wie eine kleine Verschnaufpause auf unserem inzwischen ziemlich umfangreichen Stadtrundgang.

Holzmarkt und Holzmarktbrunnen - Halberstadt
Holzmarkt und Holzmarktbrunnen - Halberstadt

Direkt am Holzmarkt steht das Rathaus von Halberstadt. Wer die Geschichte der Stadt kennt, weiß allerdings, dass große Teile des historischen Zentrums im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden. Das heutige Rathaus greift historische Formen wieder auf und bildet zusammen mit der Martinikirche erneut einen markanten Mittelpunkt der Innenstadt. Es ist quasi eine Art Nachbau des Originals.

Rathaus von Halberstadt
Rathaus von Halberstadt
Rathaus von Halberstadt

Der Halberstädter Roland ist eine berühmte, 4,27 Meter hohe Sandstein-Statue eines Ritters aus dem Jahr 1433, welche sogar den zweiten Weltkrieg überstanden hat. Er steht an der Seite des Rathauses und ist nach dem Bremer Roland der zweitälteste Deutschlands. Er ist ein Symbol für Marktrechte, Freiheit und Eigenständigkeit.

Rathaus von Halberstadt - Roland
Rathaus von Halberstadt - Roland

Auch König Otto und das Halberstädter Marktrecht begegneten uns auf unserem Weg durch das Zentrum. Das Marktrecht war für mittelalterliche Städte von enormer Bedeutung, denn Märkte brachten Handel, Menschen und Wohlstand in die Stadt. Heute erinnert dieser Punkt daran, wie eng die Entwicklung Halberstadts mit seinen königlichen Privilegien und seiner Bedeutung als Handels- und Bischofsstadt verbunden war.

König Otto und das Halberstädter Marktrecht
König Otto und das Halberstädter Marktrecht
König Otto und das Halberstädter Marktrecht

Deutlich nachdenklicher macht das Trümmerfrauendenkmal. Es erinnert an die Frauen, die nach den schweren Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs beim Aufräumen und Wiederaufbau mithalfen. Gerade in Halberstadt besitzt diese Erinnerung eine besondere Bedeutung: Die Stadt wurde kurz vor Kriegsende bei einem Luftangriff schwer zerstört. Zwischen den vielen schönen Sehenswürdigkeiten gehört auch diese Seite der Stadtgeschichte dazu.

Trümmerfrauendenkmal - Halberstadt
Trümmerfrauendenkmal - Halberstadt

Vor dem Rathaus steht auch eine Bronze vom Stadtzentrum Halberstadts, wie es um 1930, vor der Zerstörung, ausgesehen hat. Die Bronze soll quasi ein Denkmal für die Zerstörung sein.

Bronze vom Stadtzentrum Halberstadt

Unser Rundgang führte uns anschließend über den Fischmarkt. Wie der Name schon verrät, spielte auch dieser Platz früher eine Rolle im Handelsleben der Stadt. Heute gehört er zum Zentrum Halberstadts und verbindet verschiedene historische und moderne Bereiche miteinander. Für Emma waren wir im Paradies, denn hier hat sie ihre Endgegner getroffen, die Tauben. Aber sie war diesmal ganz brav.

Fischmarkt - Halberstadt
Fischmarkt - Halberstadt

Am Domplatz erwartete uns anschließend noch ein Haus mit großer Literaturgeschichte: das Gleimhaus. Es ist heute das Museum der deutschen Aufklärung und erinnert an den Dichter Johann Wilhelm Ludwig Gleim. Herzstück ist der berühmte „Freundschaftstempel“ mit Porträts von Persönlichkeiten aus Gleims Freundeskreis. Damit besitzt Halberstadt neben seinen kirchlichen Schätzen auch ein bemerkenswertes Stück deutscher Literaturgeschichte.

Gleimhaus - Halberstadt
Gleimhaus - Halberstadt
Gleimhaus - Halberstadt

Diese beiden Herren mussten wir natürlich ebenfalls fotografieren. Die Skulptur „Zwei Herren in Betrachtung des Domes“ nimmt auf charmante Weise Bezug auf das mächtige Bauwerk in unmittelbarer Nähe. Gerade solche Kunstwerke gefallen uns, weil sie einen historischen Rundgang etwas auflockern. Und irgendwie konnten wir uns den beiden anschließen – schließlich hatten auch wir den Dom ausgiebig betrachtet und fotografiert.

Zwei Herren in Betrachtung des Domes - Halberstadt

Auf der Nordseite des Doms befindet sich das moderne Besucherzentrum Dom | Schatz. Hier beginnt beziehungsweise endet für viele Besucher die Besichtigung von Dom und Domschatz. Neben dem Zugang gibt es einen Shop und ein Café. Der moderne Bau bildet einen interessanten Kontrast zu den jahrhundertealten Mauern des Doms und fügt sich dennoch erstaunlich zurückhaltend in das historische Umfeld ein.

Besucherzentrum Dom | Schatz - Halberstadt

Mit der ehemaligen Domdechanei begegnete uns ein weiteres Gebäude, das an die frühere Organisation des Domkapitels erinnert. Rund um den Dom lebten und arbeiteten einst zahlreiche Geistliche und Würdenträger, sodass sich hier ein eigener Bezirk entwickelte. Heute sind diese Gebäude vor allem wegen ihrer historischen Architektur interessant und vervollständigen das eindrucksvolle Ensemble rund um den Halberstädter Domplatz.

ehemaligen Domdechanei - Halberstadt
ehemaligen Domdechanei - Halberstadt

Ein Museum ganz anderer Art ist das Heineanum (Museum für Vogelkunde). Seine umfangreiche ornithologische Sammlung geht auf Ferdinand Heine zurück und umfasst heute Tausende Präparate. Die Ausstellungen beschäftigen sich unter anderem mit Vögeln aus aller Welt sowie der Vogelwelt des Harzes und seines Vorlandes. Für Vogelfreunde dürfte dieses Museum ein ganz eigenes Highlight in Halberstadt sein.

Heineanum – Museum für Vogelkunde - Halberstadt

Direkt im historischen Umfeld des Domplatzes befindet sich außerdem das Städtische Museum Halberstadt. Hier dreht sich alles um die Geschichte der Stadt und ihrer Bewohner. Nach unserem langen Spaziergang durch Halberstadt wurde uns spätestens an dieser Stelle bewusst, wie viele unterschiedliche Epochen hier zusammentreffen. Vom mittelalterlichen Bischofssitz über die Fachwerkstadt bis zur Zerstörung und zum Wiederaufbau.

Städtische Museum Halberstadt
Städtische Museum Halberstadt

Weiter ging es zum Johannesbrunnen. Brunnen gehören für uns bei einem Stadtrundgang fast automatisch zu den Fotomotiven, denn häufig steckt hinter ihnen mehr Geschichte, als man zunächst erwartet. Auch der Johannesbrunnen fügt sich wunderbar in das historische Stadtbild ein. Nach den großen Kirchen und Museen war er wieder eine dieser kleineren Sehenswürdigkeiten, die unseren Spaziergang durch Halberstadt abwechslungsreich machten.

Johannesbrunnen - Halberstadt
Johannesbrunnen - Halberstadt

Mit St. Katharina und St. Barbara stand die nächste Kirche auf unserer Route. Der historische Sakralbau gehört ebenfalls zur erstaunlich großen Kirchenlandschaft Halberstadts. Mittlerweile hatten wir wirklich das Gefühl, hinter beinahe jeder zweiten Ecke einen Kirchturm zu entdecken. Trotzdem besitzt jede dieser Kirchen ihren eigenen Charakter – und genau das machte unseren Rundgang so interessant.

St. Katharina und St. Barbara
St. Katharina und St. Barbara
St. Katharina und St. Barbara

Ein echter Hingucker erwartete uns in der Gerberstraße: das Haus St. Florian. Das mächtige Fachwerkhaus mit seiner schwarz-weißen Fassade und dem großen steinernen Portal kann man eigentlich kaum übersehen. Besonders die zahlreichen geometrischen Fachwerkformen machen das Gebäude zu einem tollen Fotomotiv. Für uns definitiv eines der Fachwerkhäuser, bei denen sich ein kurzer Stopp gelohnt hat.

Haus St. Florian - Halberstadt

Mit dem Wassertorturm aus dem Jahre 1443 erreichten wir ein Relikt der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Solche erhaltenen Befestigungsanlagen finden wir bei Stadtrundgängen immer besonders spannend, weil sie erahnen lassen, wie anders eine Stadt früher aufgebaut war. Der Wassertorturm ist der letzte, erhaltene Teil der Stadtbefestigung Halberstadt.

Wassertorturm - Halberstadt

Auch St. Moritz lag auf unserer Route, allerdings ziemlich versteckt und kaum zu finden hinter großen Wohnblocks. Die traditionsreiche, evangelische Kirche gehört zu den älteren Sakralbauten Halberstadts und ist eng mit der Geschichte des ehemaligen Stifts verbunden. Die Kirche stammt aus dem Jahr 1134. Von außen wirkt sie wesentlich zurückhaltender als der große Dom, doch gerade dieser Unterschied macht den Reiz aus. In Halberstadt muss eben nicht jede Kirche riesig sein, um geschichtlich interessant zu sein.

St. Moritz - Halberstadt
St. Moritz - Halberstadt

Danach erreichten wir einen Ort, der heute weit über Halberstadt hinaus bekannt ist: das Burchardikloster. Es wurde am 1036 errichtet und stetig erweitert und umgebaut. Die ehemalige Klosteranlage blickt somit auf eine jahrhundertelange Geschichte zurück.

Burchardikloster - Halberstadt
Burchardikloster - Halberstadt
Burchardikloster - Halberstadt

Internationale Bekanntheit erlangte sie allerdings durch ein außergewöhnliches Musikprojekt. Es geht um die Aufführung von John Cages ORGAN²/ASLSP, die über einen Zeitraum von 639 Jahren angelegt ist. Langsamer kann ein Konzert wohl kaum werden. In der Kirche ist Bischof Burchard I begraben.

Burchardikloster - Halberstadt
Burchardikloster - Halberstadt
Burchardikloster - Halberstadt

In der St.-Burchardi-Kirche findet genau dieses ungewöhnliche Orgelprojekt statt. Seit 2001 läuft hier die Aufführung von John Cages Werk ORGAN²/ASLSP – As Slow as Possible. Einzelne Klangwechsel liegen teilweise Jahre auseinander. Ein ziemlich verrückter Gedanke: Das Konzert soll erst im Jahr 2640 enden. Damit besitzt Halberstadt vermutlich eine der außergewöhnlichsten musikalischen Sehenswürdigkeiten überhaupt.

St.-Burchardi-Kirche - Halberstadt
St.-Burchardi-Kirche - Halberstadt
St.-Burchardi-Kirche - Halberstadt

Und dann begegnete uns noch ein Stück lebendige Stadtgeschichte auf Schienen: die Halberstädter Straßenbahn. Für eine vergleichsweise kleine Stadt ist ein eigenes Straßenbahnnetz schon etwas Besonderes. Während wir Halberstadt zu Fuß erkundeten, gehörten die Bahnen ganz selbstverständlich zum Stadtbild. Die Straßenbahn fährt hier seit 1903 und war somit ein Foto wert.

Halberstädter Straßenbahn

Zum Abschluss unseres Rundgangs wartete noch ein ganz besonderes Museum auf uns. Das Schraube-Museum zeigt bürgerliche Wohnkultur um 1900 und vermittelt einen Eindruck davon, wie eine Halberstädter Familie damals lebte. Anders als in einem klassisch eingerichteten Museum wirken historische Wohnräume oft so, als hätten ihre Bewohner sie gerade erst verlassen – ein schöner Abschluss unserer Reise durch ganz unterschiedliche Kapitel der Stadtgeschichte.

Schraube-Museum - Halberstadt
Schraube-Museum - Halberstadt

Unser Fazit:

Als wir morgens losliefen, hatten wir zwar eine lange Liste dabei, aber wie abwechslungsreich unser Rundgang tatsächlich werden würde, hatten wir nicht erwartet. Halberstadt zeigte uns mittelalterliche Kirchen und alte Fachwerkhäuser, jüdische Geschichte, Kunst, Museen, stille Gassen und sogar ein Konzert, das mehrere Jahrhunderte dauert.

Besonders gefallen hat uns, dass viele Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichbar sind. Man läuft nicht einfach von einem großen Highlight zum nächsten, sondern entdeckt unterwegs immer wieder Kleinigkeiten: einen Brunnen, eine Skulptur, eine alte Mauer oder eine hübsche Fachwerkfassade. Unser Rundgang durch Halberstadt, war 5 km lang und hat wirklich viel Spaß gemacht.

Wie leider in so ziemlich allen Museen, sind keine Hunde gestattet. Ebenso nicht in Kirchen und dem Dom. Daher haben wir mit Emma die Gebäude auch alle nur von Außen erkundet. Aber das war für uns auch völlig in Ordnung.

Bis zum nächsten Abenteuer, was mich wieder so müde macht. Liebe Grüße, eure Emma

🐾 Weiterführende Links & Quellen

Weitere Informationen, offizielle Webseiten und die für diesen Beitrag verwendeten Quellen haben wir für euch auf unserer separaten Link- und Quellenseite zusammengestellt: Halberstadt – Quellen und Links

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Blankenburg – Städtetrip mit Hund im Harz

Hallo Freunde, diesmal haben wir Blankenburg besucht, eine Stadt in Sachsen-Anhalt. Blankenburg gehört zum Landkreis Harz und hat ca. 19.000 Einwohner. Blankenburg ist als Drehort für viele Serien/Filme bekannt, u.a. bei den Sandsteinhöhlen mit den Woodwalkers und vielen weiteren Produktionen.

Parkmöglichkeiten am großen Schloss Blankenburg

Zu erst haben wir hoch über Blankenburg, dass Blankenburger Schloss besucht, welches als großes Schloss bezeichnet wird. Es gibt direkt unterhalb vom Schloss einen Parkplatz (Parkplatz unterhalb des Schlosses), wo man nach oben laufen kann.

Parken beim Schloss - Blankenburg

Wer nicht mehr so gut zu Fuß ist, findet aber auch direkt oben beim Schloss einen Parkplatz (Parkplatz am Schloss), da man bis rauf fahren kann. Wir fanden es mit Hund schöner, den Weg zu laufen.

Hoch über den Dächern von Blankenburg – Rund um das Große Schloss

Das Schloss Blankenburg ist das größte, noch erhaltene Welfenschloss und das Wahrzeichen von Blankenburg. Ab dem 12. Jahrhundert diente es als Höhenburg und wurde später als Renaissance-Schloss erweitert. Heute beeindrucken vor allem die imposanten Fassaden, die großzügigen Innenhöfe und die aufwendige Architektur.

Schloss - Blankenburg
Schloss - Blankenburg
Schloss - Blankenburg

Auch wenn nicht alle Bereiche frei zugänglich sind, lohnt sich ein Rundgang über das Gelände. Von hier gelangt man bequem zu den Barockgärten, zum Schlossberg und zu mehreren Aussichtspunkten. Für uns war das Schloss der perfekte Ausgangspunkt, um die historische Altstadt von Blankenburg zu entdecken. Das Schloss ist als Heiratsort für eine Märchenhochzeit sehr beliebt.

Schloss - Blankenburg
Schloss - Blankenburg
Schloss - Blankenburg

Der historische Torbogen ist das beeindruckende Eingangstor zum Großen Schloss von Blankenburg. Schon beim Hindurchgehen spürt man den besonderen Charme der jahrhundertealten Anlage. Die mächtigen Sandsteinmauern und die liebevoll restaurierten Details sind sehr beeindruckend. Auch Emma war sofort neugierig und erkundete die Umgebung.

Historischer Torbogen Schloss - Blankenburg
Historischer Torbogen Schloss - Blankenburg

Direkt am Schloss eröffnet sich einer der schönsten Ausblicke über Blankenburg und das nördliche Harzvorland. Von hier schweift der Blick über die roten Dächer der Altstadt bis hin zu den bewaldeten Höhen des Harzes. Mehrere Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein, während Hunde genügend Platz haben, um sich nach dem Aufstieg kurz zu entspannen. Der Ort gehört zu den schönsten Fotomotiven der Stadt.

Ausblick vom Schloss - Blankenburg
Ausblick vom Schloss - Blankenburg
Ausblick vom Schloss - Blankenburg

Wer nach der Schlossbesichtigung noch Lust auf ein besonderes Abenteuer hat, sollte einen Blick in den Alten Marstall werfen. Das historische Gebäude gehört zum Ensemble des Großen Schlosses und bietet mit seinen alten Gemäuern eine einzigartige Kulisse für Escape-Games. Besonders beliebt sind die Grusel-Events, bei denen sich der Marstall in einen echten Lost Place mit Geistern, Zombies und schaurigen Überraschungen verwandelt.

Escape Games - Alter Marstall - Blankenburg
Escape Games - Alter Marstall - Blankenburg
Escape Games - Alter Marstall - Blankenburg

Nur wenige Schritte vom Schloss entfernt liegt der idyllische Schlossteich. Die ruhige Wasserfläche bildet einen schönen Kontrast zur imposanten Schlossanlage. Während Emma neugierig Enten und andere Wasservögel beobachtete, genossen wir die Ruhe dieses kleinen Naturparadieses.

Schlossteich - Blankenburg
Schlossteich - Blankenburg
Schlossteich - Blankenburg

Der historische Schlossgarten verbindet Natur und Geschichte auf besonders schöne Weise. Gepflegte Wege führen vorbei an alten Bäumen, weitläufigen Rasenflächen und schönen Aussichtspunkten. Immer wieder eröffnen sich herrliche Blicke auf das Große Schloss und die darunter liegende Stadt. Gerade mit Hund macht ein Spaziergang hier viel Freude, da die Wege angenehm breit und ruhig sind.

Historischer Schlossgarten - Blankenburg
Historischer Schlossgarten - Blankenburg
Historischer Schlossgarten - Blankenburg

Die historische Altstadt entdecken

Die gut erhaltenen Reste der alten Stadtmauer, mit einer Dicke von 75-115cm, erzählen von der langen Geschichte Blankenburgs. Einst schützte die mächtige Befestigungsanlage die Stadt vor Angreifern und umschloss die gesamte Altstadt. Es gibt sie seit dem Jahre 1305.

Stadtmauer - Blankenburg
Stadtmauer - Blankenburg
Stadtmauer - Blankenburg

In der Krummen Straße 2 befindet sich einer der erhaltenen Türme der ehemaligen Stadtbefestigung. Er erinnert daran, wie wichtig die Verteidigungsanlagen für Blankenburg einst waren. Der Turm fügt sich harmonisch in die historische Bebauung ein und ist ein schönes Fotomotiv während eines Rundgangs durch die Altstadt.

Stadtmauerturm Krumme Straße 2 - Blankenburg
Stadtmauerturm Krumme Straße 2 - Blankenburg

Die ehemalige Feuerwehr gehört zu den kleinen Sehenswürdigkeiten, die man leicht übersieht. Das historische Gebäude erinnert an die Zeit, als die Feuerwehr noch mit deutlich einfacherer Technik ausrücken musste als heute. Besonders Liebhaber alter Fahrzeuge und historischer Technik werden diesen Ort interessant finden.

Ehemalige Feuerwehr - Blankenburg

Der Marktplatz bildet das Zentrum der Blankenburger Altstadt. Umgeben von liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern lädt er zum Verweilen ein. Bekannt wurde der Platz als Drehort des Films „Der Räuber Hotzenplotz“. Wer den Film kennt, wird einige Ecken sofort wiedererkennen. Gerade diese Verbindung aus Filmgeschichte und historischer Kulisse macht den Marktplatz besonders interessant.

Marktplatz - Blankenburg - Drehort Räumer Hotzenplotz

Mitten in der historischen Altstadt steht das Rathaus von Blankenburg, welches bereits im Mittelalter erbaut wurde. Das repräsentative Gebäude prägt den Marktplatz. Besonders spannend fanden wir, dass auch das Rathaus als Kulisse für den Film „Der Räuber Hotzenplotz“ diente. Die gepflegte Fassade und die historische Architektur passen perfekt in das Gesamtbild der Altstadt. Das Rathaus zählt für uns zu den schönsten Fotomotiven Blankenburgs.

Rathaus - Blankenburg - Drehort Räumer Hotzenplotz
Rathaus - Blankenburg - Drehort Räumer Hotzenplotz
Rathaus - Blankenburg - Drehort Räumer Hotzenplotz

Die Tränkestraße gehört zu den besonders charmanten Gassen der Blankenburger Altstadt. Das historische Kopfsteinpflaster, liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser und kleine Details an den Fassaden laden dazu ein, den Blick schweifen zu lassen. Beim Spaziergang fühlt man sich fast in eine andere Zeit versetzt.

Tränkestraße - Blankenburg

Beim Spaziergang durch die Altstadt fiel uns das Restauratorenkollegium sofort ins Auge. Das denkmalgeschützte Fachwerkhaus gehört zu den ältesten Gebäuden Blankenburgs und verbindet auf besondere Weise Vergangenheit und Gegenwart. Hinter den historischen Mauern arbeitet heute das Europäische Restauratorenzentrum, in dem Restauratoren historische Kunst- und Kulturgüter erhalten und ihr Wissen weitergeben.

Restauratorenkollegium - Blankenburg
Restauratorenkollegium - Blankenburg

Das älteste Haus der Stadt gehört zu den besonderen Sehenswürdigkeiten Blankenburgs. Es befindet sich in der Bäuerschen Straße 17 und wurde im Jahr 1431 erbaut. Bereits auf den ersten Blick erkennt man das hohe Alter des Gebäudes an seiner historischen Bauweise und den liebevoll erhaltenen Details. Besonders beeindruckend ist, wie gut das Gebäude bis heute erhalten geblieben ist.

Ältestes Haus - Blankenburg
Ältestes Haus - Blankenburg

In der Bäuerschen Straße 10, wartet eine weitere Besonderheit: das kleinste Haus von Blankenburg aus dem Jahre 1721. Im direkten Vergleich zu den umliegenden Gebäuden wirkt es fast wie ein kleines Puppenhaus. Trotz seiner geringen Größe besitzt das Haus jede Menge Charme und gehört zu den beliebtesten Fotomotiven der Altstadt. Es zeigt, wie unterschiedlich früher gebaut wurde und wie kreativ der vorhandene Platz genutzt wurde. Man kann es als Ferienhaus mieten.

Kleinstes Haus - Blankenburg
Kleinstes Haus - Blankenburg

Der Stadtmauerturm in der Krummen Straße 10 ist ein weiterer erhaltener Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung von Blankenburg. Der Turm fügt sich harmonisch zwischen die historischen Häuser ein und ist leicht in einen Stadtrundgang einzubauen. Wer aufmerksam durch die Altstadt geht, entdeckt an vielen Stellen Spuren der Vergangenheit.

Stadtmauerturm Krumme Straße 10 - Blankenburg
Stadtmauerturm Krumme Straße 10 - Blankenburg
Stadtmauerturm Krumme Straße 10 - Blankenburg

Währen der Tour durch die Altstadt, hat man immer wieder einen schönen Blick auf das Schloss Blankenburg, welches hoch oben über der Stadt thront. Es ist wirklich immer wieder einen Blick wert.

Schloss - Blankenburg

Der Tummelplatz zählt zu den geschichtsträchtigsten Orten in Blankenburg. Bereits vor Jahrhunderten diente die große Freifläche als Veranstaltungsort für Feste, Märkte und militärische Übungen. Heute präsentiert sich der Platz als ruhiger Bereich, der zum Verweilen einlädt und gleichzeitig einen interessanten Einblick in die Stadtgeschichte bietet.

Tummelplatz - Blankenburg

An dem Platz Ecke Katharinenstraße/Poststraße, stehen die Stahlglocken der Bergkirche St. Bartholomäus. Sie wurden 1922 angeschafft, da die ursprünglichen Bronzeglocken im Ersten Weltkrieg eingeschmolzen wurden. Im Jahr 2004 erhielten sie ihren Ruhestand und wurden ersetzt. Heute können Besucher die gewaltigen Glocken aus nächster Nähe betrachten. Sie stehen mit Absicht genau hier, denn das war der ehemalige Platz der Stadtkirche St. Katharinen, wovon heute noch Reste zu sehen sind.

Ehemalige Stahlglocken der St. Bartholomäus Bergkirche - Blankenburg
Stadtkirche St. Katharinen - Blankenburg
Ehemalige Stahlglocken der St. Bartholomäus Bergkirche - Blankenburg

Der Weg von der Poststraße in die Lange Straße führt mitten durch das lebendige Herz der Blankenburger Altstadt. Hier reihen sich kleine Geschäfte, Cafés und historische Gebäude aneinander und sorgen für eine gemütliche Atmosphäre. Anders als in vielen Großstädten geht es hier angenehm entspannt zu, sodass man ganz in Ruhe bummeln kann. Auch mit Hund ist dieser Bereich gut zu erkunden, natürlich immer mit Rücksicht auf andere Besucher.

Einkaufsstraße - Blankenburg
Einkaufsstraße - Blankenburg

Emma hatte in den kleinen Gassen der Altstadt besonders viel zu entdecken. Gerade auf dem Weg zur Münzmühle merkt man, wie viel Geschichte in Blankenburg steckt. Die historische Münzmühle gehört zu den wenigen erhaltenen Wassermühlen Blankenburgs. Angetrieben durch die Wasserkraft spielte die Mühle über viele Jahrhunderte eine wichtige Rolle für die Versorgung der Stadt. Besonders spannend ist, dass die komplette Mühlentechnik aus dem frühen 20. Jahrhundert bis heute erhalten geblieben ist.

Münzmühle - Blankenburg

Das Kleine Schloss und die Barocken Gärten

Das Kleine Schloss liegt am Eingang der barocken Gartenanlagen und zählt zu den schönsten Gebäuden Blankenburgs. Heute befinden sich hier unter anderem das Standesamt und die Touristinformation. Wer Informationen über die Stadt oder Ausflugstipps sucht, ist hier genau richtig. Hunde dürfen nicht in die Touristinformation rein. Gleichzeitig ist das Gebäude ein beliebtes Fotomotiv und bildet den perfekten Ausgangspunkt für einen Spaziergang durch die Barockgärten.

Kleines Schloss - Blankenburg
Kleines Schloss - Blankenburg
Kleines Schloss - Blankenburg

Die Barocken Gärten von Blankenburg gehören zu den größten und bedeutendsten Gartenanlagen ihrer Art in Deutschland. Symmetrisch angelegte Wege, kunstvoll geschnittene Hecken und großzügige Rasenflächen vermitteln noch heute den Eindruck barocker Gartenkunst. Bei unserem Spaziergang entdeckten wir immer wieder neue Blickachsen auf das Große Schloss und den Schlossberg.

Barocke Gärten - Blankenburg
Barocke Gärten - Blankenburg
Barocke Gärten - Blankenburg

Obwohl nicht mehr alle Bereiche im ursprünglichen Zustand erhalten sind, lässt sich die einstige Pracht noch gut erkennen. Auch Emma hatte sichtlich Freude an den weitläufigen Wegen. Wer Blankenburg besucht, sollte sich ausreichend Zeit nehmen, um diese außergewöhnliche Gartenanlage in aller Ruhe zu erkunden. Die Gartenanlage wurde ab ca. 1718 unter Herzog Ludwig Rudolf erbaut. Mit ihren vier Terrassen gehört er zu den bedeutendsten barocken Gartenanlagen Norddeutschlands.

Barocke Gärten - Blankenburg
Barocke Gärten - Blankenburg
Barocke Gärten - Blankenburg

Mitten in den Barocken Gärten steht eine Nachbildung des berühmten Braunschweiger Löwen. Die imposante Bronzefigur erinnert an die enge Verbindung Blankenburgs zum Herzogtum Braunschweig und gilt als Symbol für Macht und Stärke. Obwohl der Löwe nicht so groß ist wie das Original in Braunschweig, zieht er dennoch viele Besucher an. Für uns war er ein schönes Fotomotiv.

Braunschweiger Löwe - Blankenburg
Braunschweiger Löwe - Blankenburg

Das Denkmal für Herzog Leopold erinnert an einen bedeutenden Vertreter des Hauses Braunschweig-Wolfenbüttel, der die Entwicklung Blankenburgs nachhaltig prägte. Informationstafeln geben einen Einblick in die Geschichte. Uns gefiel besonders die ruhige Lage mitten im Grünen. Hier lässt sich wunderbar eine kleine Pause einlegen und gleichzeitig etwas über die Vergangenheit der ehemaligen Residenzstadt erfahren.

Denkmal Herzog Leopold - Blankenburg
Denkmal Herzog Leopold - Blankenburg

Der Schlossbergturm gehört zu den schönsten Aussichtspunkten in Blankenburg. Nach einem kurzen Anstieg wird man mit einem herrlichen Panoramablick über die Stadt, die Barocken Gärten und das Harzvorland belohnt. Emma meisterte den Weg problemlos und freute sich anschließend über eine kleine Verschnaufpause. Wer gerne fotografiert, sollte den Schlossbergturm unbedingt besuchen, die Aussicht zählt zu den schönsten der gesamten Stadt.

Schlossbergturm - Blankenburg
Schlossbergturm - Blankenburg

Der Prinzessinnenturm ist einer der romantischsten Orte rund um den Schlossberg und kann als Ferienhaus gemietet werden. Der historische Turm fügt sich harmonisch in die bewaldete Umgebung ein und erinnert an die Zeit, als die Schlossanlagen von Herzögen und Prinzessinnen genutzt wurden. Für uns war der Prinzessinnenturm ein ruhiger Ort abseits der größeren Besucherströme. Gerade diese Mischung aus Natur und Geschichte macht den besonderen Reiz dieses kleinen Bauwerks aus.

Prinzessinnenturm - Blankenburg
Prinzessinnenturm - Blankenburg

Das historische Teehaus ist ein echtes Schmuckstück der Barocken Gärten. Früher diente es als Ort der Erholung und des geselligen Beisammenseins für den Adel. Noch heute vermittelt das elegante Gebäude einen Eindruck vom höfischen Leben vergangener Jahrhunderte. Seine idyllische Lage macht es zu einem beliebten Fotomotiv. Der Aufstieg ging über unzählige Treppen und wir waren danach fix und fertig, aber Emma hatte ihren Spaß. An bestimmten Tagen kann man sich hier mit Kaffee und Kuchen verwöhnen lassen.

Historisches Teehaus - Blankenburg

Die Bergkirche St. Bartholomäus gehört zu den ältesten Kirchen Blankenburgs und prägt mit ihrem markanten Turm das Stadtbild. Erbaut wurde sie ca. um 1186. Durch ihre erhöhte Lage bietet sie zudem einen schönen Blick auf die Umgebung. Auch wenn wir die Kirche hauptsächlich von außen besichtigten, hat uns ihre besondere Ausstrahlung beeindruckt. Wer den Schlossberg erkundet, sollte unbedingt einen Abstecher zur Bergkirche einplanen.

Bergkirche St. Bartholomäus - Blankenburg
Bergkirche St. Bartholomäus - Blankenburg
Bergkirche St. Bartholomäus - Blankenburg

Auf den ersten Blick wirkt die gewaltige Stützmauer am Schlossberg eher unscheinbar. Schaut man jedoch genauer hin, erkennt man schnell ihre enorme Bedeutung. Sie trägt seit Jahrhunderten dazu bei, den Schlossberg und die darüberliegenden historischen Anlagen zu sichern. Für uns war die Stützmauer ein eindrucksvoller Abschluss unseres Rundgangs durch Blankenburg.

Stützmauer - Blankenburg
Stützmauer - Blankenburg

Unser Fazit

Blankenburg

Blankenburg hat uns positiv überrascht. Die Mischung aus beeindruckenden Schlössern, weitläufigen Parkanlagen, verwinkelten Altstadtgassen und zahlreichen historischen Gebäuden macht die Stadt zu einem wunderbaren Ausflugsziel im Harz. Besonders mit Hund hat uns der Rundgang sehr gut gefallen. Emma konnte die vielen grünen Bereiche genießen und wir hatten ausreichend Gelegenheit, die Sehenswürdigkeiten in aller Ruhe zu entdecken. Wir kommen gerne wieder!

Emma's-Pfoten-Abenteuer

Ich muss weiter zu meinem nächsten Abenteuer, aber ihr solltet Blankenburg unbedingt besuchen. Liebe Grüße und bis hoffentlich bald, eure Emma.

Alle Infos rund um Blankenburg, findet ihr hier: https://emmas-pfoten-abenteuer.de/links-blankenburg/

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Osterode am Harz – Städtetrip mit Hund

Hallo Freunde, auf unserer Harz-Tour, durfte ein Besuch von Osterode am Harz natürlich auch nicht fehlen. Osterode am Harz ist eine kleinere Stadt im Landkreis Göttingen, in Niedersachsen. Die Stadt hat zusammen mit allen Ortsteilen ca. 21.500 Einwohner.

Tour durch Osterode am Harz

Geparkt haben wir auf dem Parkplatz der Schachtruppvilla und sind von dort auf unsere Tour gestartet. Die Schachtruppvilla zählt zu den bekanntesten Bauwerken Osterodes, wird aber derzeit saniert. Sie wurde ab 1819 im klassizistischen Stil erbaut. Bei den Einwohnern heißt sie liebevoll Kaffeemühle, wegen ihres Aussehens.

Schachtruppvilla - Osterode am Harz
Schachtruppvilla - Osterode am Harz

Der Piller Brunnen ist ein beliebter Treffpunkt in der Osteroder Innenstadt. Er erinnert an die enge Verbindung der Stadt mit dem Harz und den umliegenden Höhenzügen. Der Brunnen entstand als modernes Schmuckelement des Stadtbildes und trägt den Namen des Piller, einer Erhebung im westlichen Harzvorland.

Piller Brunnen - Osterode am Harz
Piller Brunnen - Osterode am Harz

Direkt am Kurpark, der mit seinen vielen Bänken zum verweilen einlädt, befindet sich die Stadthalle Osterode. Der Bau wurde 1973 fertig gestellt und bietet Platz für Konzerte, Theateraufführungen, Tagungen und kulturelle Veranstaltungen.

Stadthalle und Kurpark - Osterode am Harz
Stadthalle und Kurpark - Osterode am Harz
Stadthalle und Kurpark - Osterode am Harz

Auf dem Weg durch die Stadt hat Mama diese wunderschönen Kirschbäume mit den Kirschblüten gesehen und war hin und weg. Sie wollte unbedingt ein Bild davor mit mir haben. Daher kommt ihr auch in den Genuss der wunderschönen Blüten am Baum.

Kirschblüten - Osterode am Harz
Kirschblüten - Osterode am Harz

Weiter ging es zur historischen Stadtmauer aus dem Jahr 1233. Sie umschloss die Alt- und die Neustadt auf 1,7 km Länge. Zur Befestigungsanlage gehörten vier Stadttore sowie mehrere Wehrtürme, von denen einige Abschnitte erhalten geblieben sind. Die Mauer wurde überwiegend aus Bruchstein errichtet und diente dem Schutz der Stadt. Im 19. Jahrhundert mussten die Stadttore Platz für den Verkehr machen.

Historische Stadtmauer - Osterode am Harz
Historische Stadtmauer - Osterode am Harz
Historische Stadtmauer - Osterode am Harz

Am Posthof befindet sich das Fachwerk Modellhaus. Hier sieht man den Aufbau und die Bauweise eines traditionellen Fachwerkhauses. Nach dem Stadtbrand von 1545 wurde ein Großteil der Altstadt in Fachwerkbauweise wieder aufgebaut. Heute befinden sich innerhalb des Stadtmauerrings rund 300 Fachwerkhäuser aus verschiedenen Epochen. Von der Gotik über die Renaissance bis zum Barock.

Fachwerk Modellhaus - Osterode am Harz

Bei unserer Tour durch die Stadt, kamen wir an den Straßen Langer- und Kurzer Krummer Bruch vorbei. Dies sind historische Straßen in der Fachwerkstadt, innerhalb der ehemaligen Stadtmauern. Der Name Bruch deutet darauf hin, dass dies hier mal ein sumpfiges Gebiet gewesen sein muss.

Langer Krummer Bruch - Osterode am Harz
Kurzer Krummer Bruch - Osterode am Harz

Das Ritterhaus wurde 1660 als Fachwerkhaus errichtet. Seinen Namen verdankt es der geschnitzten Ritterfigur an der Gebäudeecke. Seit 1936 befindet sich hier das Museum im Ritterhaus. Auf drei Etagen informiert es über die Stadtgeschichte, das Handwerk, die frühe Industrie und das Leben im Harz. Das Ritterhaus gehört heute zu den bedeutendsten Baudenkmälern der Altstadt.

Museum im Ritterhaus - Osterode am Harz
Museum im Ritterhaus - Osterode am Harz

Die Schlosskirche St. Jacobi zählt zu den ältesten Kirchen Osterodes. Bereits im 12. Jahrhundert befand sich an dieser Stelle eine Kapelle. Die heutige Kirche entstand durch einen Umbau im Jahr 1751. Bei diesem erhielt sie barocke Elemente wie eine große Empore und ein hölzernes Tonnengewölbe. Heute wird die Kirche nicht nur für Gottesdienste, sondern aufgrund ihrer hervorragenden Akustik auch für Konzerte genutzt.

St. Jacobi - Osterode am Harz
St. Jacobi - Osterode am Harz
St. Jacobi - Osterode am Harz

In der Straße Rollberg 26, sind wir auf ein ehemaliges Ackerbürgerhaus im Fachwerkbau aufmerksam geworden. Das Haus hat eine wunderschöne Fassade mit Flechtbandmuster, Fächerrosetten und Narrenköpfen.

Ackerbürgerhaus Rollberg 26 - Osterode am Harz
Ackerbürgerhaus Rollberg 26 - Osterode am Harz

Der Rollberg gehört zu den ältesten Straßen Osterodes und beeindruckt mit zahlreichen gut erhaltenen Fachwerkhäusern aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Viele Gebäude entstanden nach dem verheerenden Stadtbrand von 1545, der große Teile der Stadt zerstörte. Typisch für die Häuser sind ihre reich verzierten Fachwerkfassaden mit geschnitzten Balken, Inschriften und kunstvollen Streben.

Rollberg - Osterode am Harz

Die Bronzestatue des Eseltreibers in der Nähe des alten Rathauses, erinnert an einen Beruf, der für Osterode von großer Bedeutung war. Esel transportierten Waren aus dem Harz, darunter Erze, Holz und andere Handelsgüter. Die Osteroder werden auch Eseltreiber genannt. Die Figur würdigt die wichtige Verbindung zwischen Bergbau, Handel und Handwerk. Die Statue ist ein beliebtes Fotomotiv.

Eseltreiber - Osterode am Harz

Das Alte Rathaus gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen Osterodes. Ein erstes Rathaus entstand im 14. Jahrhundert, wurde jedoch beim Stadtbrand zerstört. Der heutige Bau wurde 1552 im Renaissancestil auf den alten Grundmauern errichtet. Ursprünglich besaß das Gebäude einen reich verzierten Fachwerkgiebel, der später verschiefert wurde. Besonders bekannt ist die am Rathaus befestigte Walfischrippe, die vor Hochwasser schützen sollte.

Altes Rathaus - Osterode am Harz
Altes Rathaus - Osterode am Harz

Die St. Aegidien Marktkirche ist die historische Stadtkirche Osterodes und entstand im 13. Jahrhundert aus Bruchstein. Nach dem Stadtbrand wurde das Langhaus 1551 wieder aufgebaut. Der markante Westturm folgte 1578/79. Im Inneren beeindrucken die bemalte Kassettendecke, der frühbarocke Altar von 1660 sowie ein kunstvoll geschnitzter Taufständer. Bis 1936 wohnte im Turm der Türmer, der bei Bränden Alarm schlug.

St. Aegidien Marktkirche - Osterode am Harz
St. Aegidien Marktkirche - Osterode am Harz
St. Aegidien Marktkirche - Osterode am Harz

Der Martin-Luther-Platz gehört zum historischen Zentrum und verdankt seinen Namen Martin Luther (1483–1546), dessen Lehren die Einführung der Reformation in Osterode beeinflussten. Rund um den Platz befinden sich mehrere denkmalgeschützte Fachwerkhäuser aus dem 16. bis 18. Jahrhundert, darunter die ehemalige Ratsapotheke. Die Ratsapotheke wurde 1574 als erste Apotheke der Stadt gegründet und zählt zu den ältesten ihrer Art in Niedersachsen.

Martin-Luther-Platz - Osterode am Harz
Martin-Luther-Platz - Osterode am Harz

Der Kornmarkt bildet seit dem Mittelalter das historische Zentrum Osterodes und war der wichtigste Handelsplatz der Stadt. Händler boten Getreide, Vieh und Waren aus dem Harz an, wodurch der Platz seinen heutigen Namen erhielt. Auch heute finden hier regelmäßig Wochenmärkte, Stadtfeste und Veranstaltungen statt. Bei unserem Besuch im April, war der Kornmarkt österlich geschmückt mit vielen bunten Eiern.

Kornmarkt - Osterode am Harz
Kornmarkt - Osterode am Harz
Kornmarkt - Osterode am Harz

Das Harzkornmagazin wurde 1722 im Auftrag des Kurfürstentums Hannover errichtet. Der langgestreckte Barockbau diente als Getreidespeicher für die Versorgung der Bergleute im Oberharz, da dort kaum Ackerbau möglich war. Nachdem der Magazinbetrieb 1911 eingestellt wurde, erhielt das Gebäude verschiedene Nutzungen. Seit 1989 dient das aufwendig sanierte Bauwerk als Rathaus der Stadt Osterode.

Harzkornmagazin - Osterode am Harz
Harzkornmagazin - Osterode am Harz

Die Tourist Information befindet sich in einem Turm am Harzkornmagazin. Sie ist die erste Anlaufstelle für Besucher und bietet Stadtpläne, Wanderkarten sowie Informationen zu Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen. Wer die Geschichte der Stadt entdecken möchte, erhält hier viele nützliche Tipps und Informationen für einen gelungenen Aufenthalt.

Tourist Information - Osterode am Harz
Tourist Information - Osterode am Harz
Tourist Information - Osterode am Harz

An der Tourist Information informiert eine Gedenktafel über die Stolpersteine in Osterode. Das europaweite Kunstprojekt des Kölner Künstlers Gunter Demnig erinnert an die Opfer des Nationalsozialismus. In Osterode wurden die ersten Stolpersteine am 28. Juni 2010 verlegt. Insgesamt erinnern 14 Messingsteine an jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger, die verfolgt, deportiert und ermordet wurden. Die Informationstafel zeigt die Standorte der Stolpersteine.

Stolpersteine - Osterode am Harz
Stolpersteine - Osterode am Harz

Der Kuhhirtenturm ist einer der wenigen erhaltenen Wehrtürme der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Er entstand vermutlich im 13. oder 14. Jahrhundert zusammen mit der Stadtmauer und wurde aus Bruchsteinen errichtet. Seinen Namen verdankt der Turm den Kuhhirten, die früher das Vieh durch ein nahegelegenes Stadttor auf die Weiden führten.

Kuhhirtenturm und Stadtmauer - Osterode am Harz
Kuhhirtenturm und Stadtmauer - Osterode am Harz

Die katholische Kirche St. Marien wurde 1905 erbaut und entstand im neugotischen Baustil, der sich unter anderem durch spitzbogige Fenster, hohe Gewölbe und einen schlanken Kirchturm auszeichnet. Im Inneren beeindrucken die farbigen Glasfenster, die neugotische Ausstattung und der helle Kirchenraum.

St. Marien - Osterode am Harz
St. Marien - Osterode am Harz
St. Marien - Osterode am Harz

In der Nähe der St. Marien, war unser Ausgangsparkplatz. Von dort aus ging es zum Industriedenkmal Eulenburg, welches ein paar Kilometer außerhalb der Stadt liegt. Das Industriedenkmal Eulenburg gehört zu den bedeutendsten Technikmuseen der Region. Das Gebäude wurde 1910 als Textilfabrik der Firma Peters & Renner errichtet und steht beispielhaft für die Industriearchitektur des frühen 20. Jahrhunderts.

Industriedenkmal Eulenburg - Osterode am Harz
Industriedenkmal Eulenburg - Osterode am Harz
Industriedenkmal Eulenburg - Osterode am Harz

Charakteristisch sind die funktionale Backsteinbauweise, große Fensterflächen und die großzügigen Produktionsräume, die viel Tageslicht für die Textilherstellung boten. Nach der Stilllegung der Fabrik blieb ein großer Teil der technischen Ausstattung erhalten. Seit 1998 beherbergt die Eulenburg das Industriedenkmal mit einer Ausstellung zur Industrie- und Wirtschaftsgeschichte Osterodes.

Industriedenkmal Eulenburg - Osterode am Harz
Industriedenkmal Eulenburg - Osterode am Harz
Industriedenkmal Eulenburg - Osterode am Harz

Besucher können historische Maschinen, Werkstätten und Exponate aus der Textil-, Metall- und Papierindustrie besichtigen und erfahren, wie sich die Industrialisierung auf die Entwicklung der Stadt auswirkte.

Industriedenkmal Eulenburg - Osterode am Harz

Unser Fazit zu Osterode am Harz

Osterode ist eine schöne kleine Stadt, die viel Fachwerk bietet. Für uns Hunde bietet Osterode eine schöne Tour durch die Gassen, gerade wenn es noch früh am Morgen ist. Aber sagt Mama und Papa, sie sollen auf eure Pfötchen aufpassen, denn an manchen Ecken lagen viele Glasscherben rum, was wir nicht so schön fanden und Müll.

Sonst hat Osterode viel zu bieten, mit der historischen Stadtmauer, der Kirchen und dem alten Rathaus. Für uns ist es auf jeden Fall einen Besuch wert gewesen. Die Stadttour mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten hat ca. eine Stunde gedauert und wir sind 3 Kilometer gelaufen.

Alle Links zu Osterode, findet ihr hier: https://emmas-pfoten-abenteuer.de/links-osterode-am-harz/

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Clausthal-Zellerfeld – Städtetrip mit Hund

Hallo Freunde, diesmal haben wir Clausthal-Zellerfeld besucht, eine Stadt im Oberharz (Niedersachsen) mit ca. 13.500 Einwohnern.

Die Stadt besteht im Zentrum aus den beiden Stadtteilen Clausthal (im Süden) und Zellerfeld (im Norden), deren ursprüngliche Stadtgebiete durch die natürliche Grenze des Zellbachs getrennt werden. Bis 1924 waren Clausthal und Zellerfeld zwei selbständige Städte.

Spaziergang mit Hund durch Clausthal-Zellerfeld

Wenn ihr Clausthal-Zellerfeld besucht, werdet ihr mit etwas Glück die Klänge der Berghornisten hören. Das Neue Berghornisten-Corps der TU Clausthal pflegt eine jahrhundertealte Bergbautradition und begleitet bis heute zahlreiche Veranstaltungen im Oberharz. Die Musik gehört einfach zum Bergbau dazu und sorgt immer wieder für eine besondere Atmosphäre.

Neue Berghornisten-Corps - Clausthal-Zellerfeld

Mitten in Clausthal-Zellerfeld befindet sich das Geburtshaus von Robert Koch. Der spätere Nobelpreisträger wurde hier im Jahr 1843 geboren und zählt bis heute zu den bedeutendsten Medizinern Deutschlands. Von hier aus begann die Geschichte eines Mannes, dessen Forschungen die Medizin nachhaltig verändert haben.

Geburtshaus Robert Koch - Clausthal-Zellerfeld

Direkt gegenüber der Marktkirche steht das historische Rathaus. Zusammen mit den umliegenden Gebäuden bildet es das Herz der Altstadt. Bei einem Stadtbrand 1725 wurde der Vorgängerbau des heutigen Rathauses schwer beschädigt und um 1730 nach Plänen des hannoverschen Hofarchitekten Tobias Henry Reetz neu erbaut

Rathaus Clausthal-Zellerfeld
Rathaus Clausthal-Zellerfeld

Die Marktkirche ist wohl das bekannteste Wahrzeichen von Clausthal-Zellerfeld. Sie gilt als größte Holzkirche Deutschlands und beeindruckt bereits von außen durch ihre Größe. Auch ein Blick ins Innere lohnt sich, denn dort erwartet euch ein heller und überraschend schlichter Kirchenraum. Die Kirche wurde 1642 im Barockstil aus Eichen- und Fichtenholz erbaut.

Marktkirche Clausthal-Zellerfeld
Marktkirche Clausthal-Zellerfeld
Marktkirche Clausthal-Zellerfeld

Nur wenige Schritte von der Marktkirche entfernt erinnert das Denkmal an den Geologen Friedrich Adolph Roemer (1809 – 1869). Seine Forschungen trugen wesentlich dazu bei, die Geologie des Harzes besser zu verstehen.

Denkmal Friedrich Adolph Roemer - Clausthal-Zellerfeld
Denkmal Friedrich Adolph Roemer - Clausthal-Zellerfeld

Direkt auf dem Marktplatz sorgt das Wasserspiel für eine kleine Abkühlung. Gerade an warmen Tagen ist es ein beliebter Treffpunkt. Gleichzeitig erinnert es daran, wie wichtig Wasser für den Bergbau im Oberharz einst war. Leider war das Wasserspiel bei unserem Besuch aus.

Wasserspiel Marktplatz - Clausthal-Zellerfeld

Die Altstadt von Clausthal-Zellerfeld lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden. Zwischen den historischen Häusern entdeckt man immer wieder kleine Details, die an die lange Bergbaugeschichte erinnern. Wer mit offenen Augen unterwegs ist, findet an fast jeder Ecke interessante Fotomotive.

Altstadt von Clausthal-Zellerfeld
Altstadt von Clausthal-Zellerfeld
Altstadt von Clausthal-Zellerfeld

Die Geosammlung der TU Clausthal ist ein echter Geheimtipp. Hier könnt ihr beeindruckende Mineralien, Gesteine und Fossilien bestaunen, sowie Erze aus dem Harz. Die Technische Universität Clausthal wurde 1775 gegründet. Vor dem Gebäude befindet sich ein Hydraulisches Pumpenaggregat aus dem Jahre 1929 mit einer Leistung von 50KW bei 970 U/min.

TU Clausthal - Geosammlung
TU Clausthal - Geosammlung
TU Clausthal - Geosammlung

Falls ihr euren Aufenthalt noch planen möchtet, lohnt sich ein kurzer Besuch in der Tourist-Information. Dort bekommt ihr Stadtpläne, Veranstaltungstipps und viele Informationen zu Wanderungen und Ausflugszielen rund um Clausthal-Zellerfeld. Zudem gibt es einen Shop mit regionalen Produkten, wie z.B. dem Schierker Feuerstein.

Touristinformation - Clausthal-Zellerfeld
Touristinformation - Clausthal-Zellerfeld

Im Robert-Koch-Haus erfuhr man früher mehr über das Leben des berühmten Mediziners. Die Ausstellung vermittelte einen interessanten Einblick in seine wissenschaftliche Arbeit und zeigte, warum Robert Koch bis heute weltweit bekannt ist. Heute ist das Gebäude leider in Privatbesitz und man kann es nicht mehr besuchen.

Robert-Koch-Haus - Clausthal-Zellerfeld
Robert-Koch-Haus - Clausthal-Zellerfeld

Das Alte Postamt aus dem Jahr 1874 erinnert an die Zeit, als Post noch mit der Kutsche durch den Harz transportiert wurde. Das historische Gebäude fügt sich harmonisch in das Stadtbild ein und erzählt ein kleines Stück der langen Geschichte Clausthal-Zellerfelds.

Altes Postamt - Clausthal-Zellerfeld

Etwas abseits des lebhaften Marktplatzes liegt die St.-Nikolaus-Kirche mit dem Nachfolgerbau aus dem Jahre 1960. Unter dieser Kirche verläuft der Tiefe-Georg-Stollen in einer Tiefe von 290m. Der sogenannte Wasserlösungsstollen verlief 1777 bis 1799 auf einer Länge von 19km, um das Grubenwasser abzuleiten.

St.-Nikolaus-Kirche - Clausthal-Zellerfeld
St.-Nikolaus-Kirche - Clausthal-Zellerfeld

Direkt am Marktplatz befindet sich das ehemalige Oberbergamt. Von hier aus wurde über viele Jahrhunderte der Bergbau im Oberharz verwaltet. Das repräsentative Gebäude zeigt eindrucksvoll, welche Bedeutung der Bergbau einst für die gesamte Region hatte. Heute ist hier das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie untergebracht.

Oberbergamt - Clausthal-Zellerfeld

Silber aus den Harzer Bergwerken wurde früher direkt in Clausthal zu Münzen verarbeitet. Die ehemalige Münzstätte Clausthal, wovon es noch 2 weitere gab, ist aus dem Jahr 1726. Sie erinnert an diese wirtschaftlich bedeutende Zeit und ist seit 1950 ein Studentenwohnheim.

Clausthaler Münzstätte

Die Kehrradstuben (UNESCO-Weltkulturerbe) gehören zu den Zeugnissen der Oberharzer Wasserwirtschaft. Hier standen riesige Wasserräder, die Maschinen und Förderanlagen unter Tage antrieben. Wer sich für Technik interessiert, bekommt einen guten Eindruck davon, wie ausgeklügelt der Bergbau damals organisiert war. Es ist das älteste und am längsten betriebene Bergwerk im Harz vom 16. Jahrhundert bis ins 20. Jahrhundert.

Kehrradstuben der Grube Thurm Rosenhof
Kehrradstuben der Grube Thurm Rosenhof
Kehrradstuben der Grube Thurm Rosenhof

Der Ottiliae-Schacht erinnert an die lange Bergbautradition von Clausthal-Zellerfeld. Über viele Jahrzehnte wurden hier Erze gefördert und Gruben entwässert. Heute zeugen die erhaltenen Gebäude von der bedeutenden Bergbaugeschichte des Oberharzes und machen den Schacht zu einem interessanten Stopp auf dem Stadtrundgang. Er gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe der Oberharzer Wasserwirtschaft.

Ottiliae-Schacht - Clausthal-Zellerfeld
Ottiliae-Schacht - Clausthal-Zellerfeld
Ottiliae-Schacht - Clausthal-Zellerfeld

Auf den ersten Blick wirken die Lochsteine eher unscheinbar. Tatsächlich handelt es sich aber um historische Grenzsteine, die einst den Verlauf der Grubenfelder markierten. Hier sind die Markierungen für die Gruben „Alter Segen“ und „Braune Lilie„.

Lochsteine Clausthal-Zellerfeld

Die St.-Salvatoris-Kirche prägt das Zentrum von Zellerfeld. Nach mehreren Bränden wurde sie immer wieder aufgebaut und gehört heute zu den bedeutendsten Kirchen des Oberharzes. Besonders sehenswert sind der helle Innenraum und die historische Ausstattung.

St.-Salvatoris-Kirche - Clausthal-Zellerfeld
St.-Salvatoris-Kirche - Clausthal-Zellerfeld

Ein echter Hingucker ist die Berg-Apotheke aus dem Jahre 1674, welche auch heute noch als Apotheke genutzt wird. Ihren Spitznamen „Fratzen-Apotheke“ verdankt sie den auffälligen geschnitzten Gesichtern an der Fassade. Wer durch die Altstadt schlendert, sollte unbedingt einmal nach oben schauen, denn die Figuren werden leicht übersehen.

Berg-Apotheke - Clausthal-Zellerfeld

Wer mehr über Clausthal-Zellerfeld erfahren möchte, ist hier genau richtig. Das Museum für Technik und Kulturgeschichte verbindet Stadtgeschichte, Bergbau und Alltagsleben miteinander und zeigt anschaulich, wie eng alles miteinander verbunden war. Besonders die historischen Exponate vermitteln einen guten Eindruck vom Leben vergangener Jahrhunderte.

Oberharzer Bergwerksmuseum - Clausthal-Zellerfeld
Oberharzer Bergwerksmuseum - Clausthal-Zellerfeld

Das Oberharzer Bergwerksmuseum bietet Führungen durch das Schaubergwerk, es hat ein Freigelände mit originalen Bergwerksanlagen, Spezialsammlungen, Sonderausstellungen und 29 Ausstellungsräume

Oberharzer Bergwerksmuseum - Clausthal-Zellerfeld
Oberharzer Bergwerksmuseum - Clausthal-Zellerfeld

Mitten in der Bergstraße lohnt sich ein kurzer Stopp am Glockenspiel aus 1987. Mehrmals täglich erklingen Melodien, während sich die Figuren bewegen und an die sogenannte Fahrkunst erinnern. Die Fahrkunst aus 1988 ist eine technische Erfindung, mit der Bergleute früher in die Schächte ein- und ausfahren konnten. Ein schönes Detail, das viele Besucher zunächst gar nicht entdecken.

Glockenspiel mit Fahrkunst - Clausthal-Zellerfeld

Das Dietzelhaus zählt zu den ältesten Wohnhäusern der Stadt. Es vermittelt einen guten Eindruck davon, wie die Bürger Clausthals vor mehreren Jahrhunderten lebten. Besonders Liebhaber historischer Fachwerkhäuser kommen hier auf ihre Kosten.

Dietzelhaus - Clausthal-Zellerfeld

Das ehemalige Wohnhaus des Gelehrten Caspar Calvör wird heute als Hotel „Zum Harzer“ genutzt. Von außen ist das historische Gebäude noch gut zu erkennen und erinnert an einen Mann, der sich intensiv mit der Geschichte des Harzes beschäftigte. Wichtige Besucher in dem Haus waren Georg Philipp Telemann von 1694-1698 und Gottfired Wilhelm Leibniz.

Wohnhaus Caspar Calvör - Clausthal-Zellerfeld
Wohnhaus Caspar Calvör - Clausthal-Zellerfeld

Die Glashütte zeigt eine weitere Seite der Harzer Geschichte. Neben dem Bergbau spielte auch die Glasherstellung über viele Jahrhunderte eine wichtige Rolle. Je nach Angebot könnt ihr den Glasbläsern sogar bei ihrer Arbeit zusehen und im angeschlossenen Laden handgefertigte Erinnerungsstücke entdecken.

Glashütte - Clausthal-Zellerfeld

Die ehemalige Münze aus dem Jahr 1601 hat heute eine ganz andere Aufgabe, als Kunsthandwerkerhof. In den historischen Gebäuden arbeiten Kunsthandwerker, die ihre Werkstätten für Besucher geöffnet haben. Hier findet ihr handgefertigte Keramik, Schmuck, Holzarbeiten und viele weitere schöne Mitbringsel. Betrieben wurde die Münze bis 1788. Hier wurden die Wildemanns-Taler und Ausbeute-Taler aus oberharzer Silber geprägt.

Ehemalige Münze/Kunsthandwerkerhof - Clausthal-Zellerfeld
Ehemalige Münze/Kunsthandwerkerhof - Clausthal-Zellerfeld

Der Carler Teich gehört zum UNESCO-Welterbe Oberharzer Wasserwirtschaft. Früher diente er als Wasserspeicher für den Bergbau, heute ist er ein idyllischer Ort zum Spazierengehen und Entspannen. Gerade bei schönem Wetter lohnt sich ein kleiner Abstecher ans Wasser.

Carler Teich - Clausthal-Zellerfeld
Carler Teich - Clausthal-Zellerfeld

Zum Abschluss lohnt sich noch ein Blick auf das historische Wasserrad. Es macht deutlich, wie wichtig die Wasserkraft für den Bergbau war. Ohne die ausgeklügelte Wasserwirtschaft wären viele Gruben im Oberharz überhaupt nicht betrieben worden. Heute erinnert das Wasserrad an diese beeindruckende Ingenieursleistung und ist ein schönes Fotomotiv.

Historisches Wasserrad - Clausthal-Zellerfeld
Historisches Wasserrad - Clausthal-Zellerfeld

Wir können euch einen Besuch in Clausthal-Zellerfeld wirklich sehr empfehlen, denn es gibt viel zu sehen und zu erkunden. Es ist eine schöne kleine Stadt, mit viel Natur rund herum. Ich hatte meinen Spaß beim erkunden und ich glaube, Frauchen und Herrchen hat es auch sehr gefallen. Die Leute im Ort, mit denen man ins Gespräch kam, waren auch alle sehr nett und hilfsbereit.

Alle Links zu Clausthal-Zellerfeld, findet ihr hier: Links zu Clausthal-Zellerfeld

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Goslar – Städtetrip mit Hund – Teil II

Hallo Freunde, bei unserer ersten Harztour, waren wir bereits in Goslar für euch unterwegs. Den Beitrag dazu, findet ihr hier: Goslar – Teil I

Da wir aber leider nicht alles anschauen konnten, was wir unbedingt besuchen wollten, waren wir erneut in Goslar. Diesmal haben wir auf dem Parkplatz Schützenplatz (https://maps.app.goo.gl/11SasAvWoerUFcrb8) geparkt und sind von dort aus zu Fuß/Pfote weiter.

Goslar

Nach einem kurzen Spaziergang durch die Wallanlagen, kommt man zum Südlichen Zwingerturm und dem Kasernenbau, der zum Breites Tor gehört. Der Zwinger ist ein Wehrturm aus dem 16. Jahrhundert und gehörte einst zur Stadtbefestigung. Mit seinen enorm dicken Mauern sollte er die wohlhabende Reichsstadt vor Angreifern schützen.

Wallanlagen Goslar
Südlicher Zwingerturm - Goslar
Breites Tor - Goslar

Hier seht ihr den Nördlichen Zwingerturm (Rieslingturm) und das Breite Tor mit Flankenturm, Torturm und die innere Stadtmauer. Das Breite Tor war eines der wichtigsten erhaltenen Stadttore Goslars. Zusammen mit den Resten der Stadtmauer vermittelt es noch heute einen guten Eindruck davon, wie stark die mittelalterliche Stadt einst befestigt war.

Nördlicher Zwingerturm (Rieslingturm) - Goslar
Breites Tor mit Torturm und Stadtmauer - Goslar

Die St.-Stephani-Kirche gehört zu den ältesten Kirchen Goslars und prägt mit ihrem markanten Turm das Stadtbild. Ursprünglich wurde sie bereits im 11. Jahrhundert als romanische Kirche erbaut und später mehrfach erweitert und umgestaltet. Heute verbindet sie auf beeindruckende Weise romanische, gotische und barocke Bauelemente.

St. Stephani-Kirche - Goslar
St. Stephani-Kirche - Goslar

Mitten in der Goslarer Altstadt entdeckten wir das historische St. Annenhaus. Die ehemalige Stiftsanlage diente über viele Jahrhunderte der Betreuung älterer und bedürftiger Menschen. Heute zählt das Gebäude zu den sehenswerten historischen Bauwerken der Stadt und erzählt ein Stück der sozialen Geschichte Goslars.

St. Annenhaus - Goslar
St. Annenhaus - Goslar
St. Annenhaus - Goslar

Die Judenteiche sind Teil der historischen Wallanlagen Goslars. Ihr Name erinnert an die lange Geschichte der Stadt und hat vermutlich einen Bezug zur mittelalterlichen jüdischen Gemeinde. Heute sind die Teiche vor allem ein beliebtes Naherholungsgebiet mit schönen Spazierwegen und viel Natur mitten in der Stadt. Ich habe meinen Spaziergang dort sehr genossen und fand es toll, Leute zu beobachten.

Judenteiche an der Wallanlage - Goslar
Judenteiche an der Wallanlage - Goslar
Judenteiche an der Wallanlage - Goslar

Der Dicke Zwinger ist ein Turm der ehemaligen Stadtbefestigung. Mit seinen mächtigen Mauern erinnert er daran, wie gut die einstige Reichsstadt geschützt war. Noch heute zählt der Wehrturm zu den markantesten historischen Bauwerken Goslars.

Direkt in der Nähe liegt der Kahnteich, der Teil der historischen Wallanlagen ist. Umgeben von alten Bäumen und grünen Wegen bietet er einen ruhigen Kontrast zur lebhaften Altstadt. Der Teich und die angrenzenden Spazierwege laden zum Verweilen ein und gehören zu den schönsten Ecken für einen entspannten Spaziergang durch Goslar.

Dicker Zwinger - Goslar
Kahnteich - Goslar

Die Abzucht ist ein kleiner Wasserlauf, der sich durch die Goslarer Altstadt zieht und das Stadtbild an vielen Stellen prägt. Bereits im Mittelalter spielte das Wasser eine wichtige Rolle für die Versorgung der Stadt sowie für Mühlen und Handwerksbetriebe. Besonders auffällig sind die farbenfrohen Skulpturen an der Abzucht, die einen spannenden Kontrast zu den historischen Fachwerkhäusern bilden und beliebte Fotomotive sind.

Die Abzucht - Goslar
Die Abzucht - Goslar
Die Abzucht - Goslar

Das Goslarer Museum erzählt die Geschichte der Stadt von den Anfängen des Bergbaus bis zur heutigen UNESCO-Welterbestadt. Besonders spannend sind die Ausstellungen zum Rammelsberg und zum Leben im mittelalterlichen Goslar. Das historische Gebäude an der Abzucht ist selbst schon einen Besuch wert. Allerdings wie in sämtlichen Museen, haben auch hier Hunde leider keinen Zutritt.

Goslarer Museum
Goslarer Museum
Goslarer Museum

Gegenüber vom Goslarer Museum, befindet sich das Zinnfigurenmuseum. Auf mehreren Etagen werden liebevoll gestaltete Zinnfiguren gezeigt, die Geschichten aus der deutschen und europäischen Geschichte erzählen. Besonders beeindruckend sind die aufwendig gestalteten Szenen, in denen historische Ereignisse mit Tausenden von handbemalten Figuren dargestellt werden. Was für uns Vierbeiner besonders toll ist, so lange wir keine Zinnfiguren fressen, dürfen wir mit rein.

Zinnfigurenmuseum - Goslar
Zinnfigurenmuseum - Goslar
Zinnfigurenmuseum - Goslar

In der Goslarer Altstadt am Hohen Weg steht die sogenannte Alte Schule. Ein markantes Natursteingebäude, das früher als Schulhaus diente. Heute ist das historische Bauwerk zu Wohnzwecken umgebaut, prägt aber weiterhin das Stadtbild der engen Gassen.

Alte Schule - Goslar
Alte Schule - Goslar
Alte Schule - Goslar

Die ehemalige Lohmühle und das Haus St. Spiritus gehören zu den eher unscheinbaren, aber geschichtsträchtigen Orten in der Goslarer Altstadt. Die Lohmühle erinnert an die handwerkliche Vergangenheit der Stadt, als hier wasserbetriebene Mühlen wichtige Rohstoffe aufbereiteten. St. Spiritus hingegen steht für die soziale Fürsorge des Mittelalters: Das Gebäude diente einst als Hospital und Armenhaus für Bedürftige.

Lohmühle - Goslar
St. Spiritus - Goslar

Das Große Heilige Kreuz in Goslar zählt zu den bedeutendsten historischen Gebäuden der Altstadt. Es wurde im Mittelalter als Spital für kranke und bedürftige Menschen errichtet und diente später zeitweise auch der Versorgung von Pilgern. Charakteristisch ist die eindrucksvolle Fachwerkarchitektur, die dem Gebäude bis heute seinen besonderen historischen Charme verleiht.

Großes heiliges Kreuz - Goslar
Großes heiliges Kreuz - Goslar
Großes heiliges Kreuz - Goslar

Im Inneren des Großen Heiligen Kreuzes zeigt sich die besondere Kombination aus historischer Architektur und lebendigem Stadtleben. Der ehemalige Spitalkomplex besitzt einen offenen Innenhof, der heute zeitweise für kleine Märkte, Veranstaltungen und kulturelle Aktionen genutzt wird. Ein weiterer wichtiger Teil des Gebäudes ist die ehemalige Kapelle, die früher zur geistlichen Versorgung der Bewohner des Hospitals diente.

Großes heiliges Kreuz - Goslar
Großes heiliges Kreuz - Goslar
Großes heiliges Kreuz - Goslar

Der Hohe Weg ist bekannt für seine beeindruckenden Patrizierhäuser, die vom Reichtum der ehemaligen Bergbau- und Handelsstadt zeugen. Ein besonders markantes Beispiel ist das Patrizierhaus aus dem frühen 16. Jahrhundert. Es wurde von einer wohlhabenden Bürgerfamilie errichtet und zeigt noch heute eindrucksvoll den Übergang zwischen massiver Steinarchitektur im Erdgeschoss und kunstvollem Fachwerk im oberen Bereich.

Patrizierhaus - Goslar

Die Marktkirche St. Cosmas und Damian gehört zu den Wahrzeichen Goslars. Die romanische Pfeilerbasilika stammt in ihren Ursprüngen aus dem 12. Jahrhundert und wurde 1151 erstmals erwähnt. Besonders auffällig sind die beiden ungleichen Türme des markanten Westriegels. Im Inneren warten historische Kunstschätze und mittelalterliche Glasfenster.

Marktkirche St. Cosmas und Damian - Goslar
Marktkirche St. Cosmas und Damian - Goslar

Die Kaiserworth am Goslarer Marktplatz ist ein spätgotisches Gildehaus aus dem Jahr 1494. Die ehemalige Versammlungsstätte der wohlhabenden Gewandschneider beeindruckt mit ihrer reich verzierten Fassade und den Kaiserfiguren. Berühmt ist auch das „Dukatenmännchen“ (Dukatenscheißer), eine kleine Figur, die den Reichtum der Kaufleute symbolisiert.

Kaiserworth und Dukatenmännchen - Goslar
Kaiserworth und Dukatenmännchen - Goslar

Der historische Marktplatz ist das Herzstück der Goslarer Altstadt. Umgeben von Rathaus, Kaiserworth und der Marktkirche bietet er eine beeindruckende mittelalterliche Kulisse. In seiner Mitte steht der romanische Marktbrunnen aus dem 12./13. Jahrhundert mit seinem vergoldeten Reichsadler – einer der bedeutendsten Bronzegüsse dieser Zeit.

Historischer Marktplatz - Goslar
Marktbrunnen - Goslar

Eine besondere Attraktion auf dem Goslarer Marktplatz ist das Glocken- und Figurenspiel am Kaiserringhaus. Viermal täglich öffnen sich drei Türen und bewegliche Figuren erzählen die Geschichte des Rammelsberger Bergbaus. Von der sagenhaften Entdeckung des Erzes durch Ritter Ramm bis zur Arbeit der Bergleute. Zusätzlich ohne Figurenspiel, gibt es um 8:30 ein Morgenlied und um 18:30 ein Abendlied.

Glocken- und Figurenspiel - Goslar

Das historische Rathaus am Goslarer Marktplatz ist ein beeindruckendes Zeugnis mittelalterlicher Stadtgeschichte. Der heutige Bau entstand ab dem 13. Jahrhundert und wurde im Laufe der Jahrhunderte erweitert. Die spätgotische Fassade prägt das Stadtbild. Besonders sehenswert ist der Huldigungssaal mit seinen kunstvollen Wandgemälden aus dem 16. Jahrhundert.

Rathaus - Goslar
Rathaus - Goslar

Da wir eine Stärkung brauchten, sind wir zur Butterhanne gegangen. Dort gibt es die berühmten Goslarer Riesenwindbeutel, die man bei einem Besuch in Goslar unbedingt probiert haben muss. Der Wirt der Butterhanne hatte sogar Leckerlis für mich da, worüber ich mich sehr gefreut habe. Trotzdem tropfte mir der Zahn bei den leckeren Riesenwindbeuteln und ich habe natürlich nicht gebettelt, wie ihr seht.

Die Butterhanne - Goslar
Die Butterhanne - Goslar
Die Butterhanne - Goslar

Mama hat sich für den Riesenwindbeutel mit Roter Grütze entschieden. Papa hat den mit Vanilleeis und Schoksoße genommen. Man waren die groß, aber verdammt lecker. Dafür ist das Abendessen ausgefallen. Und natürlich habe ich auch etwas mit Sahne, Vanilleeis und Roter Grütze abbekommen, da ich zum Glück kein Problem mit Sahne habe. Wir können euch einen Besuch in der Butterhanne wirklich sehr empfehlen, gerade mit Hunden, die hier gerne gesehen sind.

Die Butterhanne - Goslar
Die Butterhanne - Goslar
Die Butterhanne - Goslar

In der Nähe der Butterhanne, befindet sich die ehemalige Ratsapotheke, welche 2009 geschlossen und derzeit zum Hotel umgebaut wird. Die Ratsapotheke gab es bereits in 1300.

Ratsapotheke - Goslar

Das Haus Brusttuch zählt zu den schönsten Patrizierhäusern Goslars und wurde zwischen 1521 und 1526 im Stil der Renaissance erbaut. Besonders beeindruckend sind die kunstvollen Fachwerkschnitzereien mit Figuren aus Mythologie und Tierwelt. Berühmt ist die „Butterhanne“, eine der bekanntesten Figuren der Goslarer Altstadt.

Haus Brusttuch - Goslar
Haus Brusttuch - Goslar

Das Bäckergildehaus in der Marktstraße zählt zu den eindrucksvollsten historischen Gebäuden Goslars. Das ehemalige Zunfthaus der Bäckermeister entstand ab 1501 und erhielt 1557 sein Fachwerk-Obergeschoss. Besonders sehenswert sind der kunstvolle Erker, die Verzierungen im Fachwerk und das Wappen der Bäckergilde mit Brot und Brezel.

Bäckergildehaus - Goslar

Das ehemalige Armenhaus der Stadt Goslar wurde zwischen 1867 und 1869 erbaut und diente ursprünglich als Unterkunft für Bedürftige. Heute trägt das Gebäude den Namen Telemannhaus und erinnert an den berühmten Barockkomponisten Georg Philipp Telemann. Das historische Haus wird heute als Musikschule genutzt und verbindet Stadtgeschichte mit musikalischer Tradition.

Armenhaus (Telemannhaus) - Goslar

Das Siemenshaus gehört zu den schönsten und am besten erhaltenen Fachwerkhäusern Goslars. Das Stammhaus der Familie Siemens wurde 1692/93 von Kaufmann und Stadthauptmann Hans Siemens erbaut. Besonders sehenswert sind die kunstvolle Fachwerkfassade, die historische Diele und die Verbindung zur berühmten Unternehmerfamilie, aus der auch Werner von Siemens stammt.

Siemenshaus - Goslar

Die Kemenate Röver ist eines der wenigen erhaltenen romanischen Wohnhäuser in Goslar. Der massive Steinbau entstand vermutlich im 12. Jahrhundert und diente wohlhabenden Bürgern als repräsentatives Stadthaus. Typisch sind die dicken Mauern und die schlichte, wehrhafte Bauweise, die bis heute die mittelalterliche Stadtstruktur erlebbar macht.

Kemenate Röver - Goslar

Das kleine Bergarbeiterhaus in der Forststraße ist ein eindrucksvolles Zeugnis des einfachen Lebens in Goslar. Das um 1600 errichtete Fachwerkhaus zeigt, wie eng Bergleute, Handwerker und Bedienstete in der Altstadt wohnten. Mehrere Personen teilten sich auf engstem Raum die wenigen Wohnflächen. Heute vermittelt das Haus einen authentischen Einblick in den Alltag vergangener Jahrhunderte. Das Haus ist 46 Quadratmeter groß.

Bergarbeiterhaus in der Forststraße - Goslar
Bergarbeiterhaus in der Forststraße - Goslar

Die Peterstraße zählt zu den ältesten Wohnstraßen Goslars und war eng mit dem Bergbau am Rammelsberg verbunden. Hier lebten im Mittelalter vor allem Bergleute in einfachen, niedrigen Fachwerkhäusern. Die schlichte Bauweise spiegelt den bescheidenen Lebensstandard wider, während die enge Straßenführung noch heute das historische Stadtbild der Oberstadt prägt.

Minenarbeiterhäuser in der Peterstraße - Goslar
Minenarbeiterhäuser in der Peterstraße - Goslar

Das Kleine Heilige Kreuz ist eine ehemalige mittelalterliche Pilger- und Krankenstation in Goslar. Die Anlage entstand im 13. Jahrhundert und diente reisenden und kranken Menschen als Unterkunft und Betreuung. Heute gehört der schlichte Fachwerkbau zu den ältesten erhaltenen sozialen Einrichtungen der Stadt und vermittelt einen eindrucksvollen Eindruck vom mittelalterlichen Fürsorgewesen.

Kleine Heilige Kreuz - Goslar
Kleine Heilige Kreuz - Goslar

Der Frankenberger Plan bildet das Herz des gleichnamigen Viertels in Goslar. Der kleine Platz wird von historischen Fachwerkhäusern umgeben und vermittelt eine ruhige, fast dörfliche Atmosphäre mitten in der Altstadt. Mittelpunkt ist der Brunnen am Frankenberger Plan, der den Platz seit Jahrhunderten prägt und als Treffpunkt und Wasserstelle diente. Die zahlreichen Bänke laden dazu ein, eine Pause zu machen.

Frankenberger Plan mit Brunnen - Goslar
Frankenberger Plan mit Brunnen - Goslar
Frankenberger Plan mit Brunnen - Goslar

Das Kloster Frankenberg liegt am Rand der Goslarer Altstadt und wurde im 11. Jahrhundert als Benediktinerkloster gegründet. Nach der Reformation wurde das Kloster aufgelöst, die Anlage blieb jedoch als Kirche und historischer Ort erhalten und prägt bis heute das Frankenberger Viertel. Heute befindet sich im Kloster ein Seniorenheim.

Kloster Frankenberg Goslar

Die Frankenberger Kirche in Goslar wurde im 12. Jahrhundert, etwa zwischen 1120 und 1150, erbaut. Heute trägt sie den Namen „St. Peter und Paul auf dem Frankenberge“ und ist eine evangelisch-lutherische Pfarrkirche am Rand der Altstadt. Sie ist eine spätromanische Basilika und beeindruckt durch ihre dreischiffige Anlage, den markanten Westbau und erhaltene Wandmalereien. Sie gehört zu den ältesten Kirchen der Stadt und prägt das Stadtbild.

Frankenberger Kirche - Goslar
Frankenberger Kirche - Goslar
Frankenberger Kirche - Goslar

Das Ackerbürgerhaus Beck in Goslar ist ein gut erhaltenes Fachwerkhaus aus dem 16. Jahrhundert. Es zeigt die Lebensweise der Ackerbürger, die Landwirtschaft mit städtischem Wohnen verbanden. Das Gebäude gehört zu den ältesten Wohnhäusern der Stadt und vermittelt einen Eindruck vom Alltagsleben im mittelalterlichen Goslar. Heute befinden sich Ferienwohnungen darin.

Ackerbürgerhaus Beck - Goslar
Ackerbürgerhaus Beck - Goslar

Die Hommage au Rammelsberg ist ein modernes Kunstwerk in Goslar, das an die lange Bergbaugeschichte des nahegelegenen Rammelsbergs erinnert. Die Skulptur greift Formen und Materialien des Erzbergbaus auf und verbindet Vergangenheit und Gegenwart. Sie steht symbolisch für den Wandel von der Industrie- zur Kulturlandschaft und gehört zum UNESCO-Welterbe der Region.

Hommage au Rammelsberg - Goslar
Hommage au Rammelsberg - Goslar

In Goslar gibt es so viel zu sehen, dass man am besten mindestens 2 Tage für den Besuch einplanen sollte. Mit mehr Zeit kann man die Stadt gemütlich erkunden und auch die ein oder andere Spezialität der Gegend probieren. Die Stadt lohnt sich sehr für einen Besuch, auch mit Hund, da es viele Stellen für Pause und Grünflächen gibt. Bis zum nächsten Abenteuer, eure Emma.

Emma- Emma's Pfoten-Abenteuer

Die Links zu Goslar, findet ihr hier: https://emmas-pfoten-abenteuer.de/links-goslar/ und den ersten Teil von Goslar, gibt es hier: Goslar – Teil I

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Herzberg am Harz – Ausflug mit Hund

Hallo Freunde, während meiner Harz-Tour, haben wir Herzberg am Harz besucht. Die Stadt liegt am Südrand des Harzes, gehört zum Landkreis Göttingen und hat ca. 12.700 Einwohner.

Herzberg am Harz

Geparkt haben wir auf dem Parkplatz „Am Spritzenhaus„. Von dort aus, ging unsere Tour los. Am Parkplatz befindet sich das ehemalige Spritzenhaus, welches früher als Aufbewahrung für Ausrüstungsgegenstände der Feuerwehr diente. Heute befindet sich darin die Stadtbücherei Herzberg.

Sprtzenhaus/Stadtbücherei Herzsber am Harz
Sprtzenhaus/Stadtbücherei Herzsber am Harz

Weiter ging es für uns zur Sieberbrücke an der Mündung, welche sich über der Sieber befindet. Von dort aus, gelangt man zur Pegelmessstation der Herzberger Wasserwacht.

Sieberbrücke an der Mündung, Herzberg am Harz
Sieberbrücke an der Mündung, Herzberg am Harz
Sieberbrücke an der Mündung, Herzberg am Harz

Wenn man über die Sieberbrücke gelaufen ist, führt rechts ein Weg und eine Treppe hoch zum Lonauer Wasserfall. Der Lonauer Wasserfall, auch Lonauswasserfall, ist ein 10 Meter hoher, natürlicher Wasserfall im Harz.

Lonauer Wasserfall, Herzberg am Harz
Lonauer Wasserfall, Herzberg am Harz
Lonauer Wasserfall, Herzberg am Harz

In der Feilengasse, befindet sich der Georgsstein. Der Georgsstein ist ein bekannter Gedenkstein in Herzberg am Harz. Er erinnert an Herzog Georg von Braunschweig-Calenberg, der im 17. Jahrhundert auf Schloss Herzberg lebte. Der Stein steht in Verbindung mit einer historischen Begebenheit und einer beliebten Sage aus der Region.

Georgsstein Herzberg am Harz
Georgsstein Herzberg am Harz

Der Marktplatz liegt im Zentrum von Herzberg am Harz und ist ein wichtiger Treffpunkt für Einwohner und Besucher. Hier finden regelmäßig Wochenmärkte und Veranstaltungen statt. Rund um den Marktplatz befinden sich historische Gebäude und Fachwerkhäuser, die das Stadtbild prägen.

Marktplatz Herzberg am Harz
Marktplatz Herzberg am Harz

Auf dem Marktplatz befindet sich das Alte Rathaus, welches früher als Feuerwehr- und Spritzenhaus genutzt wurde. Im Jahr 1905 wurde das Gebäude zum Rathaus umgebaut. Heute ist es ein wichtiges Verwaltungsgebäude der Stadt und ein markanter Bestandteil des historischen Marktplatzes.

Rathaus, Herzberg am Harz
Rathaus, Herzberg am Harz
Rathaus, Herzberg am Harz

Vom Marktplatz aus, gelangt man zur Hauptstraße von Herzberg am Harz. Sie ist eine imposante und sehr lange Einkaufsstraße, die bis zur Osteroder Hauptstraße geht. Hier gibt es viele verschiedene Geschäfte, Cafés und Restaurants, die zum verweilen einladen. Wir waren an einem Sonntag hier, daher ist die Innenstadt ruhig und die Geschäfte geschlossen.

Hauptstraße (Einkaufsstraße), Herzberg am Harz

Der Kugelbrunnen in Herzberg am Harz ist eine besondere Sehenswürdigkeit in der Einkaufsstraße. Bei unserem Besuch war leider das Wasser aus. Man konnte also nicht sehen, ob nur oben Wasser herauskommt oder ob sich die Kugeln auch drehen können.

Kugelbrunnen in Herzberg am Harz

Am Georgsplatz, befindet sich die ehemalige Obermühle. Sie war früher eine Wassermühle, in der Getreide zu Mehl gemahlen wurde. Doch mit der Industrialisierung, verlor die Mühle ihre Bedeutung. Das Gebäude erinnert noch heute an das frühere Handwerk und die wirtschaftliche Geschichte Herzbergs.

Obermühle - Herzberg am Harz

Das Welfenschloss Herzbergs am Harz ist das größte Fachwerkschloss Niedersachsens und eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Man sieht es schon von weitem, da es etwas erhöht auf einem Berg liegt. Es wurde im 16. Jahrhundert erbaut und diente den Herzögen des Welfenhauses als Residenz. Das Schloss spielte eine wichtige Rolle in der Geschichte der Welfen, einer der ältesten Fürstenfamilien Europas.

Im Schloss befindet sich heute ein Museum, in dem Besucher mehr über die Geschichte der Welfen, die Stadt Herzberg und das Leben in früheren Zeiten erfahren können. Es ist ein bedeutendes Kulturdenkmal und zieht jedes Jahr viele Besucher an.

Welfenschloss - Herzberg am Harz

Von weitem dachten wir bei diesem Gebäude an eine Villa, aber es ist tatsächlich die Nicolaikirche. Erst wenn man um das Gebäude herum geht, sieht man den Kirchturm. Die Kirche gehört zu den ältesten Bauwerken der statt und wurde zwischen 1841 und 1845 erbaut. Die Einweihung erfolgte 1845. Der Kirchturm ist von der Vorgängerkirche und stammt aus dem Jahre 1616.

Nicolaikirche - Herzberg am Harz
Nicolaikirche - Herzberg am Harz
Nicolaikirche - Herzberg am Harz

Die St.-Josef-Kirche ist eine katholische Kirche und wurde im neugotischen Stil erbaut. Sie wurde im Jahr 1893 erbaut und dem heiligen Josef gewidmet, der als Schutzpatron der Arbeiter und Familien gilt. Im Inneren befinden sich kunstvolle Kirchenfenster und religiöse Ausstattungsgegenstände.

St.-Josef-Kirche - Herzberg am Harz

Nach unserer Stadttour, ging es weiter zum Juessee, wo wir auf den gemütlichen Bänken eine Pause eingelegt haben. Er entstand durch einen Einsturz von Gestein im Untergrund. Dadurch bildete sich eine natürliche Senke, die sich mit Wasser füllte.

Juessee - Herzberg am Harz
Juessee - Herzberg am Harz
Juessee - Herzberg am Harz

Da wir an Ostern hier waren, wurde alles rund um den See, österlich geschmückt. Der See ist etwa 28 Meter tief und zählt zu den tiefsten natürlichen Seen Niedersachsens. Rund um den Juessee führen Spazierwege, die von Einheimischen und Besuchern gerne genutzt werden. Die Umgebung bietet Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen.

Juessee - Herzberg am Harz
Juessee - Herzberg am Harz

Wir können euch einen Ausflug nach Herzberg am Harz sehr empfehlen. Wer eine kleine, ruhige Stadt mit einigen wichtigen Sehenswürdigkeiten besuchen möchte, der ist hier genau richtig. Bis zum nächsten Abenteuer, eure Emma.

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Bad Lauterberg im Harz – Städtetrip mit Hund

Hallo Freunde, bei meinem Trip durch den Harz, habe ich die kleine Stadt Bad Lauterberg im Harz besucht. Sie liegt in Niedersachsen und ist eine ehemalige Bergbaustadt. Die Stadt hat ca. 10.000 Einwohner und ist ein staatlich anerkanntes Kneipp-Heilbad.

Bad Lauterberg im Harz

Schon von weitem, sieht man den Hausberg von Bad Lauterberg im Harz. Direkt von der Stadtmitte aus, in der Nähe der St. Andres Kirche, befindet sich die Burgseilbahn. Sie führt hinauf zum Hausberg, es die Berggaststätte gibt. Die Burgseilbahn gilt als eine der steilsten Doppelsesselbahnen Deutschlands. Sie hat eine Steigung von 63% auf 111 Metern.

Hausberg - Bad Lauterberg im Harz; Burgbergseilbahn
Hausberg - Bad Lauterberg im Harz; Burgbergseilbahn

Geparkt haben wir zentral in der Mitte der Stadt, auf dem Parkplatz am Kurpark (https://maps.app.goo.gl/ZtSxVw3JLFdJHv1j7) und sind von hier aus auf unsere Tour gestartet.

Kurpark

Der Kurpark von Bad Lauterberg im Harz, lädt zum spazieren und verweilen ein. Es gibt viele Sitzgelegenheiten, wo man die Natur auf sich wirken lassen kann.

Die historische Scholmwehrbrücke aus dem Jahr 1905 ist eine denkmalgeschützte Fußgängerbrücke, die den Kurpark mit dem Kirchberg verbindet. Sie führt direkt über das Scholmwehr, das die Oder staut, um Wasser zur historischen Königshütte zu leiten.

Im Kurpark gibt es eine Konzertmuschel, die regelmäßig als Open-Air-Bühne für Kurkonzerte, Kinderfeste und Großveranstaltungen (wie das Walpurgis-Spektakel) genutzt wird. Als wir dort waren, wurde gerade wieder für ein Stück geprobt.

Es gab auch einen Teich, wo ich ausgiebig die Enten beim baden beobachten konnte. Rund um den See, gibt es Sitzplätze, die zum verweilen einladen. Leider haben mich Mama und Papa nicht baden lassen.

Am Teich befindet sich eine Statue von Hermann von Wissmann (1853–1905). Einem deutschen Afrikaforscher, Offizier und Kolonialbeamter. Er gilt als Schlüsselfigur des deutschen Imperialismus. Früher wurde er gefeiert und heute kritisch gesehen. Er soll brutal gewesen sein und hatte eine Rolle bei der Ausbeutung der Kolonien.

Schaut mal, ich hab die historische Mägdelein-Bank im Kurpark gefunden. Das ist ein schönes Schattiges Plätzchen für mich gewesen, um Pause zu machen.

Im Kurpark gibt es auch einen Kräutergarten und Barfußpfad, welcher an den Kräutern vorbei führt. Gepflegt wird der Kräutergarten von Kneipp-Verein. Als wir vor Ort waren, haben noch keine Kräuter geblüht, aber im Frühling/Sommer, sieht das bestimmt toll aus.

Das Kurhaus in Bad Lauterberg, wurde im Jahre 1912 erbaut und beherbergt einen schönen Saal, der für Veranstaltungen genutzt wird.

Der Ort verfügt über kleine Einkaufsstraßen mit einigen Geschäften, Restaurants und Cafés, die zum verweilen einladen. Das gemütliche durch die Gassen schlendern, macht viel Spaß, gerade an einem ruhigen Tag ohne viel Trubel.

Die St. Andreaskirche in der Hauptstraße von Bad Lauterberg, befindet sich im historischen Stadtkern. Sie ist eine evangelisch-lutherische Kirche aus dem Jahre 1571.

Wer eine gemütliche Stadttour ohne viel Trubel möchte, quasi einen Stadtspaziergang, der ist in Bad Lauterberg im Harz genau richtig. Wir können euch diese kleine Stadt als ruhigen Ausflugsort sehr empfehlen. Wer allerdings viele Geschäfte und Trubel möchte, der ist hier falsch. Bis zum nächsten Abenteuer, eure Emma.

Gieboldehausen mit Hund

Hallo Freunde, bei meiner Tour durch den Harz, habe ich die Samtgemeinde Gieboldehausen besucht, welche in Niedersachsen liegt und gerade mal knapp 4.000 Einwohner hat. Sie befindet sich 11km nördlich von Duderstadt und gehört zum Landkreis Göttingen. Für uns Hunde gibt es hier sogar eine Hundepension und einen Schäferhundeverein.

Samtgemeinde Gieboldehausen
Quelle: Google Maps

Geparkt haben wir auf dem kostenlosen Parkplatz der Gemeindeverwaltung, welche sich im Orstkern befindet (https://maps.app.goo.gl/ihgA9s3fEWsq78i37). Fußläufig liegt die katholische Pfarrkirche St. Laurentius. Die St. Laurentius-Kirche ist eine spätgotische Hallenkirche mit einem neugotischen Westturm. Der Neubau stammt aus dem Jahre 1731.

St. Laurentius - Gieboldehausen
St. Laurentius - Gieboldehausen

Direkt vor der Kirche befinden sich einige Denkmäler zu ehren der gefallenen Menschen des ersten und zweiten Weltkrieges, sowie einer Figur, gewidmet den Kriegen 1866 und 1870/71.

St. Laurentius - Gieboldehausen

Weiter ging es zum Schloss Gieboldehausen, einem ehemaligen Burgsitz. „Haus auf dem Wall“ der wahrscheinlich im Jahr 1502 von dem damaligen Burgmann und späteren Amtmann Hans von Minngerode erworben und nach 1520 zur heutigen Form umgebaut wurde

Schloss Gieboldehausen
Schloss Gieboldehausen

Das Schloss Gieboldehausen ist ein beliebter Ort zum Heiraten, denn darin befindet sich mittlerweile das Standesamt der Gemeinde. Im Garten des Schlosses, gibt es einen kleinen Brunnen. Dieser war wunderschön Österlich geschmückt, da wir um die Osterzeit hier gewesen sind.

Schloss Gieboldehausen - Brunnen

Am Marktplatz „Roter Platz“ von Gieboldehausen, befindet sich ein Denkmal, der einen Gänsehirten mit seinen Gänsen zeigt. Er wird auch Gänsebrunnen genannt.

Gänsehirte, Gänsebrunnen Gieboldehausen

Weiter ging es durch die Marktstraße, eine kleine Einkaufsstraße mit Geschäften und einer Apotheke. Dieses alte Fachwerkgebäude war ab 1900 die Niederlassung der Vinzentinerinnen. Hier gab es eine Krankenstation, einen Kindergarten, Altenheim und eine Nähschule.

Marktstraße - Gieboldehausen
Niederlassung der Vinzentinerinnen - Gieboldehausen

Ebenfalls in der Marktstraße, im Ortskern, befindet sich die Gustav-Adolf-Kirche. Es ist eine evangelische Kirche aus dem Jahre 1877, welche von Conrad Wilhelm Hase erbaut wurde.

Gustav-Adolf-Kirche - Gieboldehausen
Gustav-Adolf-Kirche - Gieboldehausen
Gustav-Adolf-Kirche - Gieboldehausen

Sie wurde im neugotischen Stil erbaut und das auf kleinstem Raum. Im Inneren befindet sich eine Krell-Orgel aus dem Jahr 1879. In der Kirche finden regelmäßig Orgelkonzerte statt.

Gustav-Adolf-Kirche - Gieboldehausen
Gustav-Adolf-Kirche - Gieboldehausen

Im Ort gibt es den „Kleinen Dorfplatz“, welcher gerade zu Weihnachten und Ostern immer ein besonderes Highlight ist. Auf den Bildern seht ihr die Hasenschule, die liebevoll eingerichtet wurde. An Weihnachten findet man hier z.B. einen echten Weihnachtsmann-Briefkasten.

Kleiner Dorfplatz - Hasenschule - Gieboldehausen
Kleiner Dorfplatz - Hasenschule - Gieboldehausen

In der „Hahlestraße 1“ befindet sich das Rathaus von Gieboldehausen. Die Gemeinde wird auch als „Flecken“ bezeichnet, weil dem Ort im Jahr 1450 das historische Marktrecht und das Braurecht verliehen wurde.

Rathaus - Gieboldehausen
Rathaus - Gieboldehausen

Die Gemeinde Gieboldehausen ist zwar klein, aber auf jeden Fall trotzdem Sehenswert und es macht Spaß, durch den Ort zu schlendern. Wenn ihr in der Gegend seid, schaut gerne mal vorbei. Bis zum nächsten Abenteuer, eure Emma.

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