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Kategorie: Harz (Seite 1 von 4)

Hier erfahrt ihr alles über unsere Reise mit Hund in den Harz. Was gibt es alles im Harz zu sehen? Wo kann man gut wandern und was sollte man sich alles anschauen, wenn man seine Zeit hier verbringt? Diese Kategorie wird euch hoffentlich viele Fragen beantworten können.

Braunlage mit Hund entdecken – vom Hasselkopf durch den Ort bis in den Kurpark

Bei unserer Harz-Reise im April 2026, hatten wir eine Ferienwohnung in Braunlage. Wir haben viele Orte drum herum erkundet, aber natürlich durfte dieser als Erkundungsort nicht fehlen. Braunlage liegt in Niedersachsen, gehört zum Landkreis Goslar und hat ca. 5.000 Einwohner.

Bei unserem Spaziergang mit Emma führte uns der Weg vorbei an kleinen und großen Sehenswürdigkeiten, historischen Gebäuden und bekannten Ausflugszielen. Und manchmal war es gerade das Unscheinbare am Wegesrand, bei dem wir stehen blieben. Der Ort hat erstaunlich viele Geschäfte, Restaurants und Eisdielen. Es gibt sogar ein Schiesser Outlet, wo man günstiger einkaufen kann.

Hasselkopfloipe und Hasselkopf

In unseren Rundgang sind wir am Hasselkopf gestartet, wo unsere Ferienwohnung war. Hier gibt es schöne Spazierwege, was für Emma ideal gewesen ist.

Hasselkopfloipe und Hasselkopf
Hasselkopfloipe und Hasselkopf
Hasselkopfloipe und Hasselkopf

Im Winter gehört das Gebiet zum Loipennetz rund um Braunlage. Aber auch ohne Schnee, lässt es sich hier wunderbar laufen. Für Emma bedeutete das vor allem eines, viel Platz zum Schnüffeln und Erkunden. Sie hatte hier auch die ein oder andere Hundebegegnung mit anderen, freundlichen Hunden.

Hasselkopfloipe und Hasselkopf
Hasselkopfloipe und Hasselkopf
Hasselkopfloipe und Hasselkopf

Vom Hasselkopf reicht der Blick bis zum Wurmberg

Vom Hasselkopf aus hatten wir bei klarem Wetter einen schönen Blick in Richtung Wurmberg. Mit seinen 971 Metern ist der Wurmberg nicht nur Braunlages Hausberg, sondern zugleich der höchste Berg Niedersachsens.

Wurmberg - Braunlage

Danach ging es für uns weiter runter, in Richtung Ortsmitte. Wir hatten keinen festen Plan und sind einfach drauf losgelaufen und wollten sehen, was wir interessantes finden.

Das Lokomobil-Schwungrad

Eine der ersten kleinen Sehenswürdigkeiten auf unserem Weg war das Lokomobil-Schwungrad, welches am ZOB von Braunlage zu finden ist. Ab 1860 waren im Oberharz Lokomobile im Einsatz, um z.B. Holz zu transportieren. In Braunlage fuhren sie bis ca.1973.

Lokomobil-Schwungrad
Lokomobil-Schwungrad
Lokomobil-Schwungrad

Ein riesiges altes Rad gehört vielleicht nicht zu den Dingen, wegen derer man eigens nach Braunlage fährt. Aber genau solche Relikte finden wir bei unseren Touren spannend. Sie erzählen etwas über die Geschichte eines Ortes und würden einem vermutlich entgehen, wenn man Braunlage nur mit dem Auto durchquert.

Schierker Feuerstein

Nicht weit entfernt folgte mit dem Schierker Feuerstein bereits die nächste Station. Es ist zwar auch keine Sehenswürdigkeit im klassischen Sinn, aber diese riesengroße Flasche, fanden wir einfach toll.

Schierker Feuerstein ist ein Kräuterlikör, der 1908 von Willy Drube in seiner Apotheke entwickelt wurde. Seine Geschichte gehört eng zum Harz und zur Region um Schierke und Braunlage. Es gibt sogar ein Museum zum Schierker Feuerstein in Wernigerode-Schierke.

Ein fast autofreies Braunlage

Während unseres Urlaubes hatten wir ungewöhnliches Glück, zumindest als Fußgänger. Aufgrund einer Baustelle war ein Teil von Braunlage für den Autoverkehr gesperrt. Wo sich normalerweise Autos durch den Ort bewegen, konnten wir deshalb ausgesprochen entspannt spazieren.

Braunlage
Braunlage

Mit Hund ist das natürlich besonders angenehm. Statt ständig auf den Verkehr achten zu müssen, konnten wir uns wesentlich mehr auf die Häuser, Geschäfte und kleinen Details am Straßenrand konzentrieren. Wenn wir selber mit dem Auto unterwegs waren, fanden wir es natürlich nicht lustig. Die Umwege für eigentlich 2 km, waren teilweise 20-30km, was bei jedem Ausflug Zeit gekostet hat.

Eine Gondel mitten im Ort

An der Lauterberger Straße/Ecke Herzog-Wilhelm-Straße stießen wir auf eine Gondel der Seilbahn. Eine Seilbahngondel mitten im Ort ist natürlich ein Blickfang und gleichzeitig ein schöner Hinweis darauf, wie eng Braunlage mit seinem Hausberg und dem Wintersport verbunden ist.

Seilbahngondel Wurmberg Braunlage

Die eigentliche Wurmbergseilbahn sollten wir auf unserer Runde später ebenfalls noch erreichen.

Das Wassermühlen-Monument

Weiter ging es zum Wassermühlen-Monument. Das große hölzerne Wasserrad lässt erahnen, welche Bedeutung die Wasserkraft früher für den Ort hatte. Braunlage entwickelte sich als Kur- und Wintersportort, war früher aber Zentrum für Forstwirtschaft, Hüttenwesen und andere Gewerbe.

Wassermühlen-Monument Braunlage
Wassermühlen-Monument Braunlage
Wassermühlen-Monument Braunlage

Heute ist das Rad vor allem ein schönes Fotomotiv und eine dieser Sehenswürdigkeiten, an denen man vermutlich vorbeifährt, ohne sie richtig wahrzunehmen. Zu Fuß sieht die Sache allerdings ganz anders aus.

Mit Emma an der Warmen Bode entlang

Nach so viel Ortsgeschichte wurde es wieder etwas grüner. Unser Weg führte uns ein Stück an der Warmen Bode entlang. Sie fließt durch Braunlage und gehört einfach zum Ortsbild.

Warme Bode Braunlage
Warme Bode Braunlage

Für Emma war dieser Abschnitt natürlich wesentlich interessanter als irgendwelche historischen Gebäude. Überall gab es etwas zu riechen und zu untersuchen.

StrandBerg’s im Designhotel Viktoria

Zurück zwischen den Häusern kamen wir am Designhotel Viktoria mit dem StrandBerg’s Restaurant vorbei. Schon das Gebäude fällt auf: Die rote Holzfassade, der kleine Turm und die typische Harzer Architektur machen es zu einem Hingucker an der Straße.

Designhotel Viktoria - Braunlage

Wir waren an diesem Tag allerdings nicht auf kulinarischer Entdeckungstour. Für uns ging es weiter zur nächsten historischen Station.

Die Trinitatis-Kirche

Kaum zu übersehen ist die rote Trinitatis-Kirche. Die heutige Kirche wurde 1887 bis 1889 errichtet. Die Holzfassade passt wunderbar in das Harzer Ortsbild und machte die Kirche für uns natürlich auch zu einem Fotomotiv.

Trinitatis-Kirche Braunlage
Trinitatis-Kirche Braunlage
Trinitatis-Kirche Braunlage

Wer nur einen schnellen Blick auf das Gebäude wirft, übersieht allerdings zwei weitere geschichtliche Zeugnisse unmittelbar an der Kirche.

Die Luther-Eiche

Direkt an der Trinitatis-Kirche steht die Luther-Eiche. Diese Erinnerungsbäume begegnen einem in vielen deutschen Orten. Für uns gehörte die Eiche deshalb unmittelbar zur Erkundung des kleinen Areals rund um die Kirche.

Luthereiche Braunlage
Luthereiche Braunlage

Am 11.11.1917 wurde die Luthereiche im Gedenken an Martin Luther und sein wirken als Reformator gepflanzt. Und während wir Menschen wieder einmal Schilder und Gebäude betrachteten, hatte Emma vermutlich längst ganz andere interessante Dinge entdeckt.

Das Kriegsmahnmal

Vor der Kirche befinden sich außerdem ein Kriegsmahnmal. Es erinnert unter anderem an die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 und des Ersten Weltkriegs. Später kam eine Gedenkstele für den Todesmarsch von 1945 hinzu.

Kriegsmahnmal Braunlage
Kriegsmahnmal Braunlage
Kriegsmahnmal Braunlage

Ein stiller Ort mitten im heutigen Braunlage, der daran erinnert, dass hinter einem modernen Ferienort immer auch eine lange Ortsgeschichte steht.

Gedenkstele an die Todesmärsche von 1945

Zwischen all den Sehenswürdigkeiten und schönen Eindrücken erinnert in Braunlage auch eine Gedenkstele an ein dunkles Kapitel der Geschichte.

Vom 6. bis 8. April 1945 wurden mehrere große Kolonnen von KZ-Häftlingen durch Braunlage getrieben. Unter Bewachung der SS befanden sie sich auf Todesmärschen aus den Lagern des KZ Mittelbau-Dora bei Nordhausen und des KZ Gandersheim. Viele der geschwächten Menschen überlebten diese Märsche nicht.

Gedenkstele Braunlage

Die Gedenkstele erinnert heute an ihr Schicksal und mahnt mit den Worten:

„Ehre ihrem Andenken!“

Auch solche Orte gehören für uns zu einer Erkundung dazu. Sie sind keine Sehenswürdigkeit im klassischen Sinne, aber wichtige Erinnerungsorte, an denen man nicht einfach achtlos vorbeigehen sollte.

Die Herzog-Wilhelm-Straße

Anschließend führte unser Spaziergang wieder durch das lebendigere Braunlage. Von hier hatten wir einen schönen Blick über die Herzog-Wilhelm-Straße mit ihren Geschäften, Restaurants und Bars. Wegen Ostern waren manche Häuser auch österlich geschmückt.

Herzog-Wilhelm-Straße - Braunlage
Herzog-Wilhelm-Straße - Braunlage
Herzog-Wilhelm-Straße - Braunlage

Gerade weil die Straße aufgrund der Bauarbeiten deutlich ruhiger war als gewöhnlich, konnten wir Braunlage einmal aus einer etwas anderen Perspektive erleben. Normalerweise ist dies schließlich eine der zentralen Verkehrs- und Geschäftsachsen des Ortes.

Der Eichhörnchen-Brunnen

Und dann begegnete uns wieder eine dieser kleinen Sehenswürdigkeiten, die wir besonders mögen, der Eichhörnchen-Brunnen.

Eichhörnchen-Brunnen Braunlage
Eichhörnchen-Brunnen Braunlage

Gerade solche Figuren, Brunnen und kleinen Besonderheiten machen einen Spaziergang durch einen Ort interessant. Und wer mit offenen Augen unterwegs ist, entdeckt meist wesentlich mehr als erwartet.

Adventure Golfpark Braunlage

Unser nächster Wegpunkt war der Adventure Golfpark Braunlage. Hier wird Minigolf etwas anders gespielt als auf der klassischen Anlage mit Betonbahnen.

Adventure Golfpark Braunlage

Für uns blieb es bei einem Blick auf die Anlage, schließlich hatten wir mit Emma noch einiges vor. Aber gut zu wissen, Hunde sind im Golfpark an der Leine erlaubt.

Das Eisstadion Braunlage

Mit seiner ungewöhnlichen Dachkonstruktion fällt das Eisstadion Braunlage sofort ins Auge und das schon von weitem. Und auch hier sind Hunde an der Leine erlaubt, allerdings natürlich nicht auf der Eisfläche wegen der Verletzungsgefahr für Hund und Mensch. Bei unserem Besuch, war es allerdings geschlossen.

Eisstadion Braunlage
Eisstadion Braunlage
Eisstadion Braunlage

Dass Wintersport in Braunlage Tradition hat, überrascht natürlich nicht. Bereits 1883 begann hier die Geschichte des Skilaufs, und 1892 wurde der Skiklub Braunlage gegründet. Anfang des 20. Jahrhunderts folgten immer mehr Wintersportanlagen und Veranstaltungen. Das Eisstadion zeigt eine weitere Seite dieses Wintersportortes.

Die Wurmbergseilbahn

Und dann standen wir schließlich an der Wurmbergseilbahn. Damit schloss sich für uns fast ein kleiner Kreis. Am Anfang unseres Beitrags hatten wir vom Hasselkopf hinüber zum Wurmberg geschau und nun standen wir an der Seilbahn, die hinauf auf Braunlages Hausberg führt.

Wurmbergseilbahn Braunlage
Wurmbergseilbahn Braunlage

Für viele Besucher gehört eine Fahrt auf den Wurmberg wahrscheinlich zu einem Braunlage-Urlaub dazu. Für uns hieß es diesmal jedoch, weiter zu Fuß. Hunde dürfen natürlich in der Gondel der Wurmbergseilbahn für 2 Euro mitfahren und eine Maulkorbpflicht, gibt es nicht.

Das Sanatorium Dr. Barner

Eine der kulturhistorisch interessantesten Sehenswürdigkeiten auf unserer Runde war das Sanatorium Dr. Barner. Das 1900 von Friedrich Barner gegründete Sanatorium ist weit mehr als irgendein altes Klinikgebäude. Der Jugendstil-Architekt Albin Müller prägte seine Gestaltung maßgeblich.

Sanatorium Dr. Barner
Sanatorium Dr. Barner
Sanatorium Dr. Barner

Seit 1994 steht das Ensemble aus Gebäuden, Ausstattung und Parkanlagen als Kulturdenkmal unter Schutz. Für seine Restaurierung erhielt es 2018 sogar den Europa Nostra Award mit Grand Prix. Von außen ahnt man kaum, was sich hinter den Mauern verbirgt.

Zum Abschluss in den Kurpark Braunlage

Zum Ende unserer Runde wurde es noch einmal richtig grün, denn wir erreichten den Kurpark Braunlage.

Kurpark Braunlage
Kurpark Braunlage
Kurpark Braunlage

Die ersten Kuranlagen entstanden hier ab 1908. Heute besteht der Park aus einem unteren und einem oberen Bereich. Gerade der obere Kurpark war für unsere Runde interessant, denn hier befinden sich unter anderem die Steinklippe und das Von-Langen-Denkmal.

Emma entdeckt Alpakas

Doch Geschichte war Emma in diesem Moment ziemlich egal. Denn plötzlich gab es etwas wesentlich Spannenderes zu sehen: Alpakas! Die Tiere von AlpakHarz Tours standen auf ihrer Weide und selbstverständlich blieben sie von Emma nicht unbemerkt und mussten ausgiebig bestaunt werden.

AlpakHarz Tours - Braunlage
AlpakHarz Tours - Braunlage
AlpakHarz Tours - Braunlage

Emma setzte sich hin und beobachtete die Alpakas ganz genau. Einige der Alpakas schienen mindestens genauso neugierig auf den Besucher vor ihrem Zaun zu sein. Für uns definitiv einer der schönsten kleinen Momente dieser Runde.

Die Steinklippe

Danach ging es hinauf zur Steinklippe. Der felsige Aussichtspunkt liegt im oberen Kurpark und bietet einen schönen Blick über Braunlage und die umliegenden Höhen. Auch der offizielle Von-Langen-Rundweg startet hier.

Steinklippe - Braunlage
Steinklippe - Braunlage

Nach unserem langen Spaziergang war das ein schöner Ort, um noch einmal stehen zu bleiben und zurück auf Braunlage zu schauen. Natürlich musste auch Emma die Aussicht begutachten.

Braunlage von oben

Von hier oben sieht Braunlage plötzlich ganz anders aus. Zwischen den Bäumen liegen die Häuser des Ortes unter uns, dahinter ziehen sich die bewaldeten und offenen Höhen des Harzes entlang.

Braunlage
Braunlage

Und genau solche Aussichtspunkte mögen wir besonders. Kein großes Spektakel, sondern einfach ein schöner Platz, an dem man ein paar Minuten bleiben und die Umgebung genießen kann.

Das Von-Langen-Denkmal

Auf der Steinklippe befindet sich außerdem das Von-Langen-Denkmal.

Es erinnert an Johann Georg von Langen (1699–1776), einen Forstreformer und Industriepionier, dessen Wirken eng mit Braunlage verbunden war. Er setzte sich unter anderem für eine planmäßige und nachhaltigere Forstwirtschaft ein und führte Mitte des 18. Jahrhunderts die Kartoffel in Braunlage ein.

Von-Langen-Denkmal - Braunlage

Außerdem war er an der Gründung der Porzellanmanufaktur Fürstenberg beteiligt. Damit endete unsere Runde tatsächlich noch einmal mit einem Stück Braunlager Geschichte.

🐾 Unser Fazit: Braunlage lohnt sich auch abseits der großen Wanderwege

Braunlage verbinden wahrscheinlich die meisten zuerst mit Wurmberg, Wintersport und Wandern. Unser Spaziergang hat uns aber gezeigt, dass es sich lohnt, auch einmal direkt durch den Ort zu laufen.

Manchmal braucht es eben gar keine spektakuläre Wanderung. Ein Hund, gutes Wetter und genügend Zeit, auch einmal rechts und links des Weges zu schauen, reichen für ein kleines Pfoten-Abenteuer völlig aus. 🐾

Unser Tipp: Wer ohnehin in Braunlage Urlaub macht, sollte nicht nur zum Wurmberg fahren. Nehmt euch ruhig ein paar Stunden Zeit und erkundet den Ort zu Fuß. Viele der kleinen Sehenswürdigkeiten liegen direkt am Weg und mit einem Abstecher in den Kurpark lässt sich daraus eine abwechslungsreiche Runde mit Hund machen.

🐾 Weiterführende Links & Quellen

Weitere Informationen, offizielle Webseiten und die für diesen Beitrag verwendeten Quellen haben wir für euch auf unserer separaten Link- und Quellenseite zusammengestellt: Braunlage – Quellen & Links

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Märchenpfad Braunlage – auf märchenhafter Spurensuche mit Hund

Manchmal sind es gar nicht die großen Wanderungen, die einem besonders in Erinnerung bleiben. Manchmal reicht ein Spaziergang, bei dem man plötzlich anfängt, nach Märchenfiguren zu suchen, Rätsel zu lösen und dabei deutlich mehr durch einen Kurpark läuft als ursprünglich gedacht.

Genau so erging es uns auf dem Märchenpfad in Braunlage. Gemeinsam mit Emma machten wir uns auf die Suche nach neun Märchenstationen, die rund um den Kurpark verteilt sind. Was zunächst nach einer einfachen kleinen Runde klang, entwickelte sich bei uns allerdings zu einer richtigen Spurensuche.

Und damit ihr es etwas leichter habt als wir, findet ihr weiter unten auch unsere interaktive Karte mit einer sinnvollen Reihenfolge aller neun Stationen.

Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage
Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage
Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage

Der Märchenpfad in Braunlage

Der Märchenpfad führt durch den Bereich des Braunlager Kurparks. An insgesamt neun Stationen warten bekannte Märchen der Brüder Grimm. Infos zum Märchenpfad, findet ihr hier: Märchenpfad Braunlage

Jede Station besteht aus einer Tafel mit dem Namen des Märchens, Zeichnungen und einem kleinen Rätsel. Dabei fehlt in einem kurzen Vers jeweils ein Wort. Wer das Märchen kennt, dürfte bei vielen Fragen ziemlich schnell auf die Lösung kommen.

Auf den Tafeln wird außerdem darauf hingewiesen, dass Quizkarten in der Stadt- und Schulbibliothek Braunlage sowie in der Tourist-Info erhältlich sind. Wir waren allerdings ohne Quizkarte unterwegs und haben die Stationen einfach auf eigene Faust gesucht.

Die neun Märchen

Die Stationen gehören zu:

  1. Schneeweißchen und Rosenrot
  2. Rumpelstilzchen
  3. Aschenputtel
  4. Hänsel und Gretel
  5. Rapunzel
  6. Dornröschen
  7. Schneewittchen
  8. Rotkäppchen
  9. König Drosselbart

Wichtig: Die Nummern der Fragen ergeben nicht automatisch die beste Reihenfolge für den Rundgang. Genau das sollte uns bei unserer Suche noch beschäftigen.

Unsere Märchensuche beginnt

Mit Emma ging es also in den Kurpark. Eigentlich klingt die Aufgabe denkbar einfach: neun Tafeln finden, neun Rätsel lösen und dabei eine gemütliche Runde drehen. Ganz so geradlinig lief es bei uns nicht.

Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage
Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage
Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage

Die Stationen sind im Park verteilt und wenn man ihre Positionen vorher nicht kennt, läuft man schnell an einer Stelle vorbei oder später noch einmal in eine Richtung zurück, in der man eigentlich schon gewesen ist.

Für Emma war das natürlich kein Problem. Mehr gelaufene Meter bedeuten schließlich auch mehr Stellen, an denen man ausgiebig schnüffeln kann. Für uns wurde aus dem Märchenpfad dadurch allerdings eher eine kleine Märchen-Schatzsuche. Da wir trotz allem hin und her, eine Station nicht gefunden hatten, kamen wir am nächsten Tag noch einmal her, diesmal von der anderen Seite oben im Kurpark und siehe da, wir haben die letzte Station gefunden.

Die neun Rätsel des Märchenpfads

Wer den Märchenpfad selbst besuchen möchte, kann jetzt miträtseln. Deshalb verraten wir die fehlenden Wörter zunächst nicht.

Schneeweißchen und Rosenrot – Frage 1

Ein ___ besuchte einst im Winter
In Ihrem Haus zwei schöne Kinder.
Im Frühjahr, wenn die Vögel singen,
Sieht man ihn durch die Wälder springen.

Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage

Kennt ihr die Geschichte noch und wisst, wer hier gesucht wird?

Rumpelstilzchen – Frage 2

Ums Feuer tanzt ein Männlein klein,
Reißt aus am Ende sich ein Bein,
Und Schuld daran hat ohne Zweifel
Der Beelzebub, genannt auch _____

Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage

Bei manchen Rätseln hilft nicht nur das Märchenwissen, sondern auch der Reim ein wenig weiter.

Aschenputtel – Frage 3

Zwei Schwestern, die zum Tanze gehen,
In Asche bleibt die dritte stehen,
Draus sammelt _____ sie ins Töpfchen,
Der Rest verschwind’t in Täubchens Kröpfchen

Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage

Wer Aschenputtels berühmten Spruch kennt, dürfte hier ziemlich schnell wissen, was in das Töpfchen gehört.

Hänsel und Gretel – Frage 4

Zwei Kinder sind allein im Wald,
Es hungert sie; ihnen ist kalt,
Und als sie ‚was zu essen suchen,
Steht dort ein Haus aus ___________

Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage

Dieses Rätsel dürfte wohl zu den einfacheren gehören. Wer hätte bei einem essbaren Haus schließlich nicht sofort eine bestimmte Geschichte im Kopf?

Rapunzel – Frage 5

Sie lebt im Turm schon manches Jahr,
Der Weg hinauf war nur ihr ___
Das sie auf Zuruf fallen ließ.
Erschien ein Prinz, der hörte dies.

Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage

Auch hier verrät die Geschichte eigentlich schon ziemlich deutlich, was gesucht wird.

Dornröschen – Frage 6

_____ verbrannt, nur eine nicht,
Mit der sie sich den Finger sticht,
Dann schlief sie selig hinter Hecken,
Ein Königssohn kam, sie zu wecken

Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage

Ein kleiner Hinweis steckt bereits in der zweiten Zeile: Woran sticht Dornröschen sich?

Schneewittchen – Frage 7

Ein _____ so rot und rund,
Ein Mieder so leuchtend bunt,
Und ein Kamm so begehrlich,
All dies ward ihr gefährlich

Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage

Hier werden gleich mehrere Dinge erwähnt, mit denen Schneewittchen in Gefahr gebracht wurde. Aber welches davon fehlt?

Rotkäppchen – Frage 8

Wenn ein Mädchen mit Geschenken
Froh zu seiner Oma reist
Und es trifft den ____ im Walde,
weiß man, wie dies Märchen heißt

Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage

Bei diesem Rätsel dürfte die Lösung wohl schon beim Lesen des Märchennamens feststehen.

König Drosselbart – Frage 9

Mit einem Herzen hart wie Holz
Wies sie die Freier ab sehr stolz,
Bekam dann einen Bettelmann,
Bot auf dem Markte ______ an

Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage

König Drosselbart gehört vielleicht nicht zu den Märchen, deren Handlung heute noch jeder vollständig auswendig kennt. Damit wird die letzte Frage etwas kniffliger.

Ein Spaziergang durch den Kurpark

Der Märchenpfad ist natürlich nicht nur wegen der Rätsel interessant. Die Suche führt gleichzeitig durch den Kurpark von Braunlage, sodass man die Runde wunderbar mit einem normalen Spaziergang verbinden kann.

Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage
Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage
Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage

Gerade mit Hund fanden wir diese Kombination schön. Während wir nach der nächsten Märchentafel Ausschau hielten, hatte Emma genügend Gelegenheit, ihre eigene Version einer Schnitzeljagd zu veranstalten und sämtliche interessanten Gerüche am Wegesrand zu untersuchen.

Im Kurpark gibt es Wege, Sitzmöglichkeiten und weitere Bereiche, an denen man während der Runde auch einmal eine Pause einlegen kann. Dadurch muss man den Märchenpfad gar nicht möglichst schnell „abarbeiten“. Viel schöner ist es, sich Zeit zu lassen und den Park gleich mit zu erkunden.

Unsere Suche war allerdings nicht besonders effizient

Im Nachhinein mussten wir feststellen: Man kann den Märchenpfad deutlich geschickter laufen als wir.

Wir hatten die genaue Lage der einzelnen Tafeln vorher nicht und suchten entsprechend. Dadurch entstanden zusätzliche Wege und teilweise liefen wir durch Bereiche, in denen wir bereits gewesen waren.

Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage

Die Tracker-Aufzeichnung zeigt ziemlich schön, wie unsere tatsächliche Suche aussah. Für einen Erlebnisbericht ist das im Nachhinein sogar ganz lustig. Wer den Märchenpfad selbst besuchen möchte, muss unsere Umwege allerdings wirklich nicht nachmachen.

Deshalb haben wir die Positionen der Märchenstationen anschließend genauer ausgewertet und daraus eine sinnvollere Reihenfolge erstellt.

So geht es besser: unsere Karte zum Märchenpfad Braunlage

Für zukünftige Besucher haben wir die neun Stationen deshalb auf einer interaktiven Karte eingetragen. Anders als die Nummerierung der Fragen folgt unsere Reihenfolge der Lage der Stationen. Dadurch entsteht ein wesentlich sinnvollerer Rundgang:

Schneeweißchen und Rosenrot → Rotkäppchen → Aschenputtel → Rapunzel → Rumpelstilzchen → Schneewittchen → König Drosselbart → Dornröschen → Hänsel und Gretel

Die Karte basiert auf OpenStreetMap. Ihr könnt hinein- und herauszoomen und euch die tatsächliche Umgebung des Kurparks ansehen. Die neun Märchenstationen sind nummeriert und miteinander verbunden.

Die Verbindungslinie dient dabei zur Orientierung und zeigt die empfohlene Reihenfolge der Stationen. Sie ist keine automatisch berechnete Fußgängernavigation. Vor Ort folgt ihr natürlich den vorhandenen Wegen.

Märchenpfad mit Hund – unser Eindruck

Für einen Ausflug mit Hund eignet sich der Märchenpfad aus unserer Sicht gut, weil die Märchenstationen mit einem Spaziergang durch den Kurpark verbunden werden können.

Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage
Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage
Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage

Für Emma stand das Lösen der Märchenrätsel erwartungsgemäß nicht ganz oben auf der Prioritätenliste. Dafür gab es unterwegs genug zu entdecken und zu erschnüffeln. So zum Beispiel die Alpakas im oberen Kurpark. Hier hätte sie ewig schauen können.

Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage
Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage
Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage

Wer mit Hund unterwegs ist, kann aus der eigentlichen Märchenrunde außerdem problemlos einen längeren Spaziergang machen. Man muss nach der letzten Tafel schließlich nicht sofort umdrehen oder zum Ausgangspunkt zurückgehen, sondern kann weitere Wege durch Braunlage anschließen.

Für Familien mit Kindern hat der Pfad wiederum einen ganz anderen Reiz: Statt einfach nur durch den Park zu laufen, gibt es immer ein nächstes Ziel zu suchen und ein kleines Rätsel zu lösen. Einen Spielplatz für die Kinder und genug Sitzbereiche für ein kleines Picknick.

Unser Fazit zum Märchenpfad Braunlage

Der Märchenpfad ist kein klassischer Wanderweg und auch keine große Sehenswürdigkeit, für die man einen kompletten Urlaubstag einplanen müsste. Aber genau das muss er auch nicht sein.

Er macht aus einem normalen Spaziergang durch den Kurpark eine kleine Entdeckungstour. Die neun Tafeln sind individuell gestaltet und die Rätsel sorgen dafür, dass man sich unterwegs wieder an Märchen erinnert, die man vielleicht seit Jahren nicht mehr gelesen hat.

Und wir haben noch etwas gelernt:

Mit einer Karte ist die Märchensuche wesentlich einfacher.

Wir haben uns unsere zusätzlichen Meter eben als Bonus-Spaziergang für Emma angerechnet. Wer den Märchenpfad besuchen möchte, kann sich deshalb gern an unserer interaktiven Karte orientieren und die Stationen in einer sinnvolleren Reihenfolge ablaufen. Bis zu unserem nächsten Abenteuer, eure Emma.

Die Lösungen – nur spicken, wenn ihr wirklich nicht weiterkommt 😉

Lösungen anzeigen
  1. Schneeweißchen und Rosenrot – Bär
  2. Rumpelstilzchen – Teufel
  3. Aschenputtel – Linsen
  4. Hänsel und Gretel – Pfefferkuchen
  5. Rapunzel – Haar
  6. Dornröschen – Spindel
  7. Schneewittchen – Apfel
  8. Rotkäppchen – Wolf
  9. König Drosselbart – Geschirr

Kleiner Hinweis: Wir haben die Lösungen anhand der Rätsel auf den Märchentafeln sorgfältig ermittelt. Eine offizielle Lösungsliste lag uns jedoch nicht vor. Daher sind alle Angaben ohne Gewähr.

Tiergarten Halberstadt – Ein tierischer Ausflug mit Emma

Nach unserem Rundgang durch die wunderschöne Altstadt von Halberstadt durfte natürlich auch ein Besuch im Tiergarten Halberstadt nicht fehlen. Da Emma Tiere genauso spannend findet wie wir, war schnell klar, diesen Abstecher machen wir auf jeden Fall. Denn Hunde haben hier Zutritt und das gerade mal für 2 Euro, was wirklich fair ist.

KI generiertes Bild als Titelbild – alle anderen Bilder wurden während dem Besuch im Tiergarten Halberstadt selber fotografiert

Schon beim Betreten des Tiergartens fiel uns auf, wie gepflegt und liebevoll die gesamte Anlage gestaltet ist. Die Wege sind gut begehbar und führen vorbei an vielen verschiedenen Tiergehegen. Dabei begegnet man unter anderem Hirschen, Ziegen, Eseln, Waschbären, Affen, Vögeln und natürlich den Wildschweinen, die für unser wohl aufregendstes Erlebnis des Tages sorgten.

Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt

Ein Moment, der uns kurz den Atem raubte

Eigentlich wollten wir nur ein paar schöne Fotos von den Wildschweinen machen. Doch eines der Tiere hatte offenbar großes Interesse an Emma. Plötzlich kam es mit erstaunlichem Tempo auf den Zaun zugelaufen. Für einen kurzen Moment dachten wir wirklich, es würde gleich durch den Zaun brechen. Emma blieb zwar erstaunlich ruhig, aber wir erschraken uns ganz schön. Im Nachhinein können wir darüber schmunzeln. Das Wildschwein verfolgte uns komplett um das Gehege herum.

Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt

Entspannt unterwegs mit Hund

Abgesehen von diesem kleinen Schreckmoment war der Tiergarten für uns ein richtig schönes Ausflugsziel. Emma durfte uns an der Leine durch den gesamten Park begleiten und hatte sichtlich Spaß daran, die vielen neuen Gerüche und Tiere zu entdecken.

Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt

Besonders gefallen haben uns die zahlreichen Sitzmöglichkeiten, die im gesamten Tiergarten verteilt sind. So konnten wir zwischendurch ganz entspannt eine kleine Essenspause einlegen, während Emma sich im Schatten ausruhte und das bunte Treiben beobachtete. Gerade bei wärmeren Temperaturen ist das ein echter Pluspunkt.

Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt

Viele Tiere und schöne Fotomotive

Wer gerne fotografiert, kommt hier ebenfalls auf seine Kosten. Die Gehege bieten an vielen Stellen gute Möglichkeiten, die Tiere zu beobachten und schöne Erinnerungsfotos aufzunehmen. Wir haben an diesem Tag unzählige Bilder gemacht und hätten wahrscheinlich noch viel länger bleiben können. Gleich zu Beginn des Rundgangs, gab es Alpakas und Zwergziegen zu beobachten.

Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt

Ich glaube, danach kam Emma’s absolutes Highlight im Tierpark, die Shetlandponys mit Nachwuchs. Emma war ganz aus dem Häuschen vor Freude und wäre am liebsten Stundenlang vor dem Gehege geblieben. Sie hat sogar ein Küsschen vom Pony bekommen. Die Tiere waren aber auch verdammt süß.

Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt

Danach kamen wir bei den Schafen vorbei, da musste Emma niesen. Wahrscheinlich haben die nicht ganz so gut gerochen. Die Esel fand sie auch wieder ziemlich spannend, was uns jetzt schon mehrfach bei den Tierparkbesuchen aufgefallen ist. Wahrscheinlich, weil sie selber gerne mal bockt wie ein Esel, wenn sie den Gassiweg nicht mag. Interessant fand sie auch den Mähnenspringer, den ich vorher noch gar nicht kannte.

Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt

Die großen Maras lagen chillig in der Ecke und der Anblick von Emma, hat sie gar nicht gestört. Die fand Emma auch nicht ganz so interessant, sie waren ihr wohl einfach zu langweilig. Also ging es schnell weiter zum nächsten Gehege.

Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt

Dort warteten schon ihre Lieblinge, die sie regelmäßig bei Gassirunden im Feld sieht, die Rehe/Hirsche. Die waren auch relativ entspannt, aber als Emma sich freute und wie ein Flummi hüpfte, kam gleich der Chef vorbei um für Ruhe zu sorgen. Da hatte Emma auch etwas Respekt.

Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt

Den Emu hat sie ganz verwundert angeschaut und ich hätte gerne gewusst, was sie in dem Moment denkt. Auch ein Berberaffe, chillte oben im Baum und hat von dort aus die Besucher im Tiergarten beobachtet.

Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt

Vogelfans kommen hier auch auf ihre Kosten

Es gibt unzählige Gehege mit Papageien, Zebrafinken, Wellensittichen und viele weitere, wunderschöne Vögel, deren Name ich nicht kenne. Aber es ist alles genau beschriftet und die Vogelkenner wissen eh, was sie vor sich sehen.

Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt

Natürlich gibt es auch verschiedene Greifvögel und Schneeeulen zu betrachten. Schneeeulen haben für mich immer etwas majestätisches, alleine schon vom Blick her, wie sie einen anschauen.

Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt

Emma hat historische Überreste im Tierpark gefunden

Mitten im Tierpark, bei den Vogelgehegen, befinden sich Teile der Vorhöhle zur Scheibenhöhle, welche von Freiherr von Spiegel erbaut wurde. Zudem gibt es hier eine Neue Schießanlage aus dem 18. Jahrhundert.

Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt

Dann kamen wir noch an den Erdmännchen vorbei, die Emma auch jedes mal ganz interessiert beobachtet. Es gibt noch viele weitere Tiere hier im Tiergarten, es gibt wirklich viel zu sehen. Der Tiergarten wirkt insgesamt angenehm ruhig und bietet ausreichend Platz, sodass sich der Besuch auch mit Hund sehr entspannt anfühlt.

Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt

Unser Fazit

Der Tiergarten Halberstadt hat uns wirklich positiv überrascht. Die gepflegte Anlage, die große Vielfalt an Tieren, die vielen Sitzgelegenheiten und die hundefreundliche Atmosphäre haben den Besuch zu einem gelungenen Erlebnis gemacht.

Tiergarten Halberstadt

Wenn ihr mit eurem Vierbeiner in Halberstadt unterwegs seid und einen entspannten Zwischenstopp sucht, können wir euch den Tiergarten auf jeden Fall empfehlen. Plant etwas Zeit ein, genießt die Natur und haltet eure Kamera bereit. Denn schöne Fotomotive gibt es hier an fast jeder Ecke. Bis zum nächsten Abenteuer, eure Emma

Alle Infos zum Tiergarten Halberstadt, findet ihr hier: Tiergarten Halberstadt

Duderstadt mit Hund – Fachwerk, Geschichte und gemütliche Altstadt

Duderstadt liegt im südlichen Niedersachsen mitten im Eichsfeld und gehört zu den Städten, bei denen sich ein Rundgang besonders lohnt. Die historische Altstadt ist erstaunlich geschlossen erhalten geblieben und wird von mehr als 600 Fachwerkhäusern aus unterschiedlichen Epochen geprägt. Dazwischen finden sich Kirchen, Brunnen, Skulpturen und immer wieder Spuren der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Duderstadt mit Hund lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden und so haben wir uns gemeinsam mit Emma auf den Weg gemacht und zahlreiche Sehenswürdigkeiten entdeckt.

Parken in Duderstadt

In Duderstadt gibt es mehrere Möglichkeiten zu parken, aber wir haben uns für den Großraumparkplatz entschieden, da dieser relativ zentral gelegen ist. Die Parkgebühren dort können bequem per App bezahlt werden.

Duderstadt mit Hund: Rundgang durch die Altstadt

Direkt am Großraumparkplatz befinden sich Teile der Stadtmauer im Nordwesten der Stadt.. Die ursprünglich rund 1,7 Kilometer lange Mauer entstand im 13. Jahrhundert und war Teil eines ausgeklügelten Befestigungssystems aus Mauern, Wall, Gräben und Warten. Besonders schön verbindet sich die historische Mauer mit den grünen Wallanlagen, die die Altstadt umgeben.

Stadtmauer Duderstadt
Stadtmauer Duderstadt

Unser nächstes Ziel war der Pferdebrunnen in unmittelbarer Nähe der St.-Servatius-Kirche. Dass ausgerechnet hier Pferde dargestellt werden, ist kein Zufall, denn bereits seit dem 15. Jahrhundert befand sich an dieser Stelle der Duderstädter Pferdemarkt. Hier haben Bauern, Pferdezüchter und Ackerbürger ihre Arbeitstiere verkauft. Heute ist der Brunnen ein schöner Einstieg in die historische Altstadt und erinnert gleichzeitig an einen Teil des früheren Wirtschaftslebens der Stadt.

Pferdebrunnen Duderstadt

Direkt am unteren Ende der Marktstraße erhebt sich St. Servatius, die deshalb auch als „Unterkirche“ bezeichnet wird. Mit dem Bau der spätgotischen, dreischiffigen Hallenkirche wurde um 1370 begonnen und der Bau dauerte bis ca. 1520. Nach einem schweren Brand im Jahr 1915 wurde die Kirche restauriert und erhielt eine Ausstattung im ausgehenden Jugendstil. Auch der heutige 64 Meter hohe Turm entstand beim Wiederaufbau.

St. Servatius Duderstadt
St. Servatius Duderstadt
St. Servatius Duderstadt

Entlang der Marktstraße

Von St. Servatius führt die Marktstraße, wo auch regelmäßig der Markt stattfindet, mitten durch die historische Altstadt bis hinauf zur Basilika St. Cyriakus. Auffällig ist vor allem ihre ungewöhnliche Breite. Die Straße ist von historischen Fachwerkhäusern gesäumt. Es gibt hier mehr als 600 bunte Fachwerkhäuser unterschiedlicher Stilepochen. Mitten durch die Marktstraße fließt außerdem die Brehme. Duderstadt gehört zu den besonders sehenswerten Fachwerkstädten Deutschlands.

Marktstraße - Altstadt - Duderstadt
Marktstraße - Altstadt - Duderstadt
Marktstraße - Altstadt - Duderstadt

Auf der Marktstraße begegneten wir auch einem Stück jüngerer deutscher Geschichte: dem Wiedervereinigungsbrunnen, der eigentlich eher eine Skulptur innerhalb des Wasserlaufs der Brehme ist. Geschaffen wurde das Kunstwerk von Karl-Henning Seemann und 1994 im Rahmen der Landesgartenschau errichtet. Zwei Figuren bewegen sich aufeinander zu, scheinen sich jedoch trotz ihrer Nähe nicht berühren zu können.

Wiedervereinigungsbrunnen Duderstadt
Wiedervereinigungsbrunnen Duderstadt

Nur wenige Schritte weiter führt Duderstadt noch wesentlich weiter zurück in die Vergangenheit. Der Pranger erinnert an eine Zeit, in der Rechtsprechung und Bestrafung nicht hinter verschlossenen Türen stattfanden, sondern bewusst öffentlich sichtbar gemacht wurden. Menschen, die gegen geltendes Recht verstoßen hatten, konnten am Pranger zur Schau gestellt und damit zusätzlich gesellschaftlich gedemütigt werden.

Pranger Duderstadt
Pranger Duderstadt
Pranger Duderstadt

Eines der beeindruckendsten Gebäude unseres Rundgangs ist das historische Rathaus. Seine Baugeschichte lässt sich bis ins Jahr 1302 zurückverfolgen. Ursprünglich entstand hier ein „Kophus“, also ein Kaufhaus für die Händler der Stadt. Später wurde das Gebäude unter anderem als Rathaus, Verwaltungs- und Gerichtsgebäude genutzt. Der Südflügel entstand 1432, Laube und Fachwerk um 1530 und die Renaissance-Treppe 1673/74. Im Inneren kann man sogar auf neun Ebenen vom historischen Gewölbekeller bis hinauf in den Turm auf Entdeckungsreise gehen.

Rathaus Duderstadt
Rathaus Duderstadt
Rathaus Duderstadt

Etwas abseits der großen Marktstraße erreichten wir den Gropenmarkt. Auch hier begegnet uns mit dem Brunnen wieder das Element Wasser, das an vielen Stellen zum Duderstädter Stadtbild gehört. Der historische Platz ist von Fachwerkbebauung umgeben und wirkt deutlich kleiner und ruhiger als die breite Marktstraße.

Gropenmarkt Duderstadt
Gropenmarkt Duderstadt

Zurück am Rathaus lohnt sich auch ein Blick auf den Ratskeller. Gewölbekeller gehörten bei mittelalterlichen Rathäusern häufig zu den Funktionsräumen. Auch in Duderstadt ist der historische Ratsweinkeller Teil des Rathauskomplexes. Die alten Kellergewölbe reichen unter das Gebäude. Sie gehören zur Erlebnisstation des Rathauses. Neben dem Ratsweinkeller befinden sich dort die sogenannte Salzkammer und Bereiche, die sich mit der früheren Gerichtsbarkeit beschäftigen.

Ratskeller Duderstadt
Ratskeller Duderstadt

Auf unserem weiteren Weg kamen wir an der Mariensäule vorbei. Religiöse Bildwerke gehören im katholisch geprägten Eichsfeld zum Stadt- und Landschaftsbild. Die auf einer hohen Säule stehende Marienfigur fällt bereits aus einiger Entfernung ins Auge und bildet einen interessanten Kontrast zu den umliegenden Fachwerkfassaden. So ist sie nicht nur ein religiöses Denkmal, sondern auch ein markanter Orientierungspunkt auf dem Weg durch die obere Marktstraße.

Mariensäule Duderstadt
Mariensäule Duderstadt
Mariensäule Duderstadt

Rund um St. Cyriakus

Zwischen Mariensäule und St. Cyriakus steht der Schützenbrunnen, der deutlich jünger ist, als man angesichts der historischen Umgebung vielleicht zunächst vermuten würde. Geschaffen wurde er 1997 vom Bildhauer Rudi Pabel anlässlich des Jubiläums „750 Jahre Braunschweigische Stadtrechte in Duderstadt“. Der Brunnen erinnert an die lange Tradition der Duderstädter Schützengesellschaft und ihre enge Verbindung mit der Stadt.

Schützenbrunnen  Duderstadt
Schützenbrunnen  Duderstadt
Schützenbrunnen  Duderstadt

Zwischen all den jahrhundertealten Fachwerkhäusern und historischen Denkmälern begegnet einem in Duderstadt auch moderne Kunst. Dazu gehört die „Frau mit Pfeil“, die mit ihrer Gestaltung einen auffälligen Kontrast zur historischen Umgebung bildet. Die Figur lädt dazu ein, einmal genauer hinzusehen und die eigene Interpretation zu finden.

"Frau mit Pfeil" Duderstadt
"Frau mit Pfeil" Duderstadt

Ein weiteres religiöses Kunstwerk auf unserem Rundgang ist die Statue des heiligen Johannes Nepomuk. Der böhmische Priester und Märtyrer lebte im 14. Jahrhundert und wurde 1729 heiliggesprochen. Besonders häufig findet man seine Darstellungen an Brücken und Gewässern, da er unter anderem als Schutzpatron gegen Wassergefahren gilt. Typischerweise ist Nepomuk in priesterlicher Kleidung mit einem Kreuz dargestellt.

Statue des heiligen Johannes Nepomuk - Duderstadt

Direkt vor der St.-Cyriakus-Kirche erinnert ein Denkmal an Kardinal Georg von Kopp, der 1837 in Duderstadt geboren wurde. Der Sohn eines Webers schlug eine bedeutende kirchliche Laufbahn ein und wurde zunächst Bischof von Fulda, später Fürstbischof von Breslau und schließlich Kardinal. Seine Heimatstadt ernannte ihn zum Ehrenbürger. Das imposante Denkmal vor der Basilika erinnert bis heute an den bekannten Sohn Duderstadts.

Kardinal Georg von Kopp - Duderstadt

Am oberen Ende der Marktstraße angekommen, standen wir schließlich vor einem der Wahrzeichen Duderstadts, der Basilika St. Cyriakus. Wegen ihrer erhöhten Lage wird sie traditionell „Oberkirche“ genannt, aufgrund ihrer Größe trägt sie außerdem den Beinamen „Eichsfelder Dom“. Der heutige gotische Kirchenbau entstand in mehreren Bauphasen, um 1240. Zu erst wurde der Westbau und der Nordturm errichtet. Besonders markant sind die beiden hohen Türme, die gemeinsam mit St. Servatius die Silhouette der Stadt bestimmen.

Basilika St. Cyriakus - Duderstadt
Basilika St. Cyriakus - Duderstadt
Basilika St. Cyriakus - Duderstadt

Der Grenzpfahlbrunnen erinnert an die jahrzehntelange Teilung Deutschlands und die ehemalige innerdeutsche Grenze ganz in der Nähe von Duderstadt. Zwei bronzene Figuren stemmen sich von beiden Seiten gegen die Grenzpfähle und machen die Überwindung der einstigen Trennung auf eindrucksvolle Weise sichtbar. Mehr als vier Jahrzehnte lang lag Duderstadt unmittelbar am Rand der DDR. Was heute bei einem Spaziergang durch die offene Landschaft kaum noch vorstellbar ist, bestimmte damals den Alltag der Menschen in der Region.

Grenzpfahlbrunnen Duderstadt
Grenzpfahlbrunnen Duderstadt

Durch die Wallanlagen zum Westerturm

Ein sehr viel ernsterer Punkt unseres Rundgangs ist das Denkmal „Die Geknechtete“. Es erinnert an das KZ-Außenlager Duderstadt und damit an eines der dunkelsten Kapitel der Stadtgeschichte während der nationalsozialistischen Herrschaft. In Duderstadt mussten während des Zweiten Weltkriegs KZ-Häftlinge unter unmenschlichen Bedingungen Zwangsarbeit leisten.

Die Geknechtete - Duderstadt
Die Geknechtete - Duderstadt

Auch das Kriegerdenkmal erinnert an Krieg, Tod und die Folgen gewaltsamer Auseinandersetzungen. Solche Denkmäler entstanden vielerorts zunächst zur Erinnerung an gefallene Soldaten und wurden nach späteren Kriegen häufig ergänzt oder in ihrer Bedeutung erweitert. Heute sind sie vor allem Orte des Gedenkens und der Mahnung.

Kriegerdenkmal Duderstadt

Mit dem Ursulinenkloster erreichten wir anschließend einen Ort, dessen Geschichte eng mit Bildung verbunden ist. Das Kloster wurde im Jahr 1700 von Erfurter Ursulinen gegründet, die sich insbesondere der Erziehung und Ausbildung junger Mädchen widmeten. Zwischen 1735 und 1740 wurde die Anlage erweitert. Im Konventgebäude findet bis heute aktives Klosterleben statt.

Ursulinenkloster Duderstadt
Ursulinenkloster Duderstadt

Die heutige Liebfrauenkirche des Ursulinenklosters wurde bereits im 15. Jahrhundert erbaut. Die heutige Kirche entstand jedoch erst Ende des 19. Jahrhunderts. 1889 wurde der Grundstein gelegt, 1890 erfolgte die Weihe. Der neuromanische Bau aus rotem Sandstein besitzt Rundbogenfriese, Lisenen und eine markante Apsis, die von zwei schlanken Türmen flankiert wird. Damit unterscheidet sich die Kirche deutlich von den gotischen Hauptkirchen Duderstadts.

Liebfrauenkirche Duderstadt
Liebfrauenkirche Duderstadt
Liebfrauenkirche Duderstadt

In der Christian-Blank-Straße erinnert eine Gedenkstele an die ehemalige Synagoge von Duderstadt. Das 1898 eingeweihte Gotteshaus wurde während der Novemberpogrome am 10. November 1938 in Brand gesteckt und zerstört. Die Stele erinnert zugleich an die Familie Cohn, die 1938 in der Lehrerwohnung der Synagoge lebte. Heute hält die Gedenkstätte die Erinnerung an die jüdische Gemeinde und ihre Verfolgung während der NS-Zeit wach.

Gedenkstele an der alten Synagoge - Duderstadt

An der Ecke Westertorstraße und Am Pferdeteich befindet sich die „Madonna im Lindenzaun“, eine barocke Marienfigur aus dem Jahr 1752. Geschaffen wurde sie vom Duderstädter Bildhauer Johann Bernhard Kopp. Bei unserem Besuch im April 2026 standen wir allerdings vor einem leeren Sockel. Die Madonna war zu diesem Zeitpunkt zur Restaurierung abgebaut worden. Nach ihrer Restaurierung soll sie wieder an ihren angestammten Platz zurückkehren.

Madonna im Lindenzaun - Duderstadt

Dann sahen wir den Westerturm, eingerahmt von Fachwerkhäusern. Der markante Turm ist eines der Wahrzeichen Duderstadts und vor allem wegen seines auffällig gedrehten Turmhelms unverwechselbar. Der heutige Westerturm von 1424 ist der einzige erhaltene Stadttorturm der mittelalterlichen Befestigung.

Westerturm Duderstadt
Westerturm Duderstadt
Westerturm Duderstadt

Im Bereich des Westerturms begegnet uns erneut die lange Tradition des Duderstädter Schützenwesens, im Schützenmuseum. Die Ausstellung zur Geschichte der Schützengesellschaft ist heute Bestandteil der Erlebnisstation im Westerturm-Ensemble. Hier geht es nicht nur um historische Waffen oder das Schießen, sondern um die Rolle der Bürger bei der Verteidigung ihrer Stadt. Moderne und interaktive Elemente vermitteln, wie das mittelalterliche Befestigungssystem funktionierte und welche Aufgaben die Schützen übernahmen.

Schützenmuseum Duderstadt

Dann haben wir noch ein liebevoll gestaltetes Fachwerkportal aus dem Jahr 1707 entdeckt, welches unbedingt auf ein Foto musste. Es ist eines der vielen historischen Details, die es bei einem Spaziergang durch Duderstadt zu entdecken gibt.

Fachwerkportal Duderstadt

Das kleine Georgstürmchen ist Teil der historischen Stadtbefestigung. Zusammen mit dem erhaltenen Abschnitt der Stadtmauer und dem rekonstruierten Wehrgang, vermittelt es einen Eindruck von der mittelalterlichen Befestigungsanlage Duderstadts. Hier befindet sich auch der Pulverturm. Der halbrunde Schützenturm wurde um 1470 errichtet und diente der Verteidigung des Mauerknicks. Von seiner Plattform bietet sich ein schöner Blick entlang der Stadtmauer bis zum Westerturm.

Georgstürmchen und Pulverturm - Duderstadt
Georgstürmchen und Pulverturm - Duderstadt
Georgstürmchen und Pulverturm - Duderstadt

Zum Abschluss unseres Rundgangs kamen wir noch am Duderstädter Informationshäuschen vorbei. Solche kleinen Stationen sind vielleicht keine Sehenswürdigkeit im klassischen Sinn, können bei einer Stadterkundung aber durchaus hilfreich sein. Hier lassen sich zusätzliche Informationen zur Stadt, ihrer Geschichte und einzelnen Sehenswürdigkeiten finden.

Informationshäuschen Duderstadt

Unser Fazit zu Duderstadt

Duderstadt hat uns vor allem durch die Mischung aus Fachwerk, mittelalterlicher Stadtgeschichte und überraschend vielen kleinen Details gefallen. Besonders schön ist, dass sich die Altstadt hervorragend zu Fuß erkunden lässt. So konnten wir mit Emma einfach durch die Straßen und Gassen schlendern und kamen dabei automatisch an vielen unserer Stationen vorbei. Unsere Runde war nur ca. 3km lang, aber schön.

Gleichzeitig erzählt Duderstadt nicht nur von Mittelalter, Fachwerk und prächtigen Kirchen. Die Denkmäler zur deutschen Teilung, zum Nationalsozialismus und zu den Kriegen zeigen auch die ernsteren Seiten der Stadtgeschichte. Genau diese Mischung machte unseren Rundgang abwechslungsreich. Für einen Städtetrip mit Hund können wir Duderstadt deshalb auf jeden Fall empfehlen. Bis zum nächsten Abenteuer, eure Emma.

🐾 Weiterführende Links & Quellen

Weitere Informationen, offizielle Webseiten und die für diesen Beitrag verwendeten Quellen haben wir für euch auf unserer separaten Link- und Quellenseite zusammengestellt: Duderstadt – Quellen & Links

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Halberstadt mit Hund – Die schönsten Sehenswürdigkeiten bei einem Stadtrundgang

Hallo Freunde, diesmal haben wir für euch Halberstadt besucht. Eine Stadt am nördlichen Harzrand, mit ca. 38.000 Einwohnern. Halberstadt gehört zu Sachsen-Anhalt und viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. So liegen Mittelalterliche Kirchen, verwinkelte Gassen, wunderschöne Fachwerkhäuser und zahlreiche kleine Denkmäler hier dicht beieinander.

Wo parkt man am besten?

Es gibt in Halberstadt viele Möglichkeiten für euch zu parken, aber mitten in der Stadt gibt es den Parkplatz Domplatz, der ist direkt unterhalb des Doms und PKWs parken hier kostenlos. Wir haben uns für den Parkplatz Abtshof entschieden, nur um dann vor Ort feststellen zu müssen, der ist nur noch für Parkplatzmieter, was online nicht zu finden war. Aber es gab direkt davor einen einzigen freien, kostenlosen Parkplatz.

Rundgang durch Halberstadt

Unser Rundgang durch Halberstadt begann an der mittelalterlichen Mikwe. Das jüdische Tauchbad stammt aus dem 13. Jahrhundert und zählt zu den ältesten seiner Art in Deutschland. Heute erkennt man nicht mehr, dass dies eine mittelalterliche Mikwe war, da mittlerweile ein umgebautes Wohnhaus hier steht.

Mittelalterliche Mikwe - Halberstadt

Beim Bummel durch die Altstadt entdeckten wir viele schöne Fachwerkhäuser, historische Gebäude und gemütliche Gassen. Besonders gefallen hat uns, dass viele Sehenswürdigkeiten nah beieinander liegen und sich bequem zu Fuß erkunden lassen. So gibt es auf dem Weg immer wieder kleine Details und Fotomotive zu entdecken.

Altstadt - Halberstadt

Die ehemalige Klaussynagoge beherbergt heute das Berend-Lehmann-Museum. Hier erfährt man viel über das jüdische Leben in Halberstadt und die Geschichte des Hofjuden Berend Lehmann. Auch von außen ist das historische Gebäude einen kurzen Stopp wert und ergänzt den Rundgang durch die Altstadt perfekt.

Ehemalige Klaussynagoge- Berend-Lehmann-Museum - Halberstadt
Ehemalige Klaussynagoge- Berend-Lehmann-Museum - Halberstadt

Nach der Klaussynagoge führte unser Weg durch den Rosenwinkel. Hier lohnt es sich, nicht nur geradeaus zu schauen. Die historischen Fachwerkhäuser stehen dicht an der schmalen Straße und machen diesen Bereich zu einem der besonders hübschen Altstadtwinkel Halberstadts. Unterschiedliche Farben, Balkenkonstruktionen und kleine architektonische Details sorgten dafür, dass bei uns natürlich wieder die Kamera zum Einsatz kam.

Rosenwinkel - Halberstadt
Rosenwinkel - Halberstadt

Auf unserem weiteren Weg begegnete uns das Hans-Albers-Haus. Der Name lässt zunächst vermuten, dass der berühmte Schauspieler und Sänger hier gewohnt haben könnte. Tatsächlich lohnt sich bei solchen Häusern aber immer ein genauerer Blick auf die lokale Geschichte und die Namensgebung. Für uns war es eine dieser kleinen Entdeckungen am Wegesrand, die einen Stadtrundgang abwechslungsreich machen.

Hans-Albers-Haus - Halberstadt
Hans-Albers-Haus - Halberstadt
Hans-Albers-Haus - Halberstadt

Dann wurde es richtig historisch. Der heutige Sitz der Stadtverwaltung Halberstadt befindet sich im historischen Petershof aus dem 16. Jahrhundert. Der mächtige Gebäudekomplex war ursprünglich eine bischöfliche Residenz und wirkt von der tiefer gelegenen Straßenseite beinahe wie eine Festung. Dass sich hinter diesen alten Mauern heute Verwaltungsbüros befinden, hätten wir beim ersten Anblick tatsächlich nicht unbedingt vermutet.

Historischer Petershof - Stadtverwaltung Halberstadt
Historischer Petershof - Stadtverwaltung Halberstadt
Historischer Petershof - Stadtverwaltung Halberstadt

Vom Petershof führte unser Weg über den Katzenplan weiter. Die schmale Kopfsteinpflasterstraße steigt zwischen hohen Mauern und Häusern hinauf zum Domplatz. Gerade solche Wege gefallen uns bei historischen Stadtrundgängen besonders gut. Es ist keine große Sehenswürdigkeit im klassischen Sinne, aber ein Stück Stadt, das Atmosphäre vermittelt und einen beinahe automatisch neugierig macht, was einen hinter der nächsten Ecke erwartet.

Katzenplan - Halberstadt

Am Katzenplan befindet sich mit dem Drachenloch einer der historischen Zugänge zur ehemaligen Domburg. Bereits im Mittelalter führte hier ein Tor in den abgeschlossenen Dombezirk. Besonders spannend ist die Geschichte hinter dem ungewöhnlichen Namen. Er wird mit einem früheren Drachenspiel in Verbindung gebracht, bei dem symbolisch ein Drache aus der Domburg vertrieben wurde. Ein ungewöhnliches Stück Halberstädter Geschichte.

Drachenloch- Halberstadt
Drachenloch- Halberstadt

Oben angekommen, erwartete uns mit der evangelischen Liebfrauenkirche eine der bedeutenden Kirchen Halberstadts. Ihre vier Türme machen sie schon von weitem unverwechselbar. Besonders interessant ist ihr romanischer Charakter, der sich deutlich von der gotischen Architektur des benachbarten Doms unterscheidet. Rund um die Kirche lohnt sich ein kleiner Spaziergang, denn immer wieder ergeben sich schöne Perspektiven auf das historische Gebäude. Die Kirche stammt aus der Zeit der Romantik und wurde im Jahr 1005 erbaut.

Liebfrauenkirche - Halberstadt
Liebfrauenkirche - Halberstadt
Liebfrauenkirche - Halberstadt

Dann wurde meine Kirschblüten-Liebe wieder erhört. Zwischen all den historischen Bauwerken sorgte ein Kirschblütenbaum für einen kleinen Farbtupfer auf unserem Rundgang. Natürlich handelt es sich nicht um eine klassische Sehenswürdigkeit. Aber manchmal sind es gerade solche Dinge, die von einem Ausflug im Gedächtnis bleiben. Mit seinen Blüten vor der historischen Kulisse Halberstadts war er für uns auf jeden Fall ein Foto wert und Emma macht das Bild perfekt.

Kirschblütenbaum - Halberstadt

Weiter ging es zur St.-Johannis-Kirche, die sich durch ihre Bauweise von vielen anderen Kirchen der Stadt unterscheidet. Die evangelische Kirche wurde als Fachwerkkirche errichtet und besitzt einen separat stehenden Glockenturm. Gerade zwischen den großen steinernen Kirchen Halberstadts wirkt St. Johannis dadurch besonders interessant und zeigt, wie abwechslungsreich die Sakralarchitektur der Stadt ist. Sie wurde in den Jahren 1646–1648 erbaut.

St.-Johannis-Kirche - Halberstadt
St.-Johannis-Kirche - Halberstadt
St.-Johannis-Kirche - Halberstadt

Auch die katholische St.-Andreas-Kirche aus dem 13. Jahrhundert, gehörte zu unserem Rundgang. Die ehemalige Klosterkirche der Franziskaner blickt auf eine lange Geschichte zurück und wirkt mit ihren beiden Türmen schon von außen beeindruckend. Nach den vielen Fachwerkhäusern und kleineren Entdeckungen zeigte sich hier wieder eine ganz andere Seite Halberstadts und gleichzeitig wurde immer deutlicher, wie viele bedeutende Kirchen die Stadt besitzt.

St.-Andreas-Kirche - Halberstadt
St.-Andreas-Kirche - Halberstadt

Zwischen Kirchen und historischen Gebäuden entdeckten wir auch den Merkur. Der römische Gott gilt unter anderem als Schutzgott der Händler und des Handels und ist meist an seinem geflügelten Helm oder Stab zu erkennen. Solche kleinen Kunstwerke machen einen Stadtrundgang für uns besonders interessant, denn sie sorgen dafür, dass man eben nicht nur die großen Gebäude fotografiert.

Merkur - Halberstadt

Zurück im Umfeld des Domplatzes kamen wir an der Dompropstei vorbei. Das historische Gebäude gehört zum jahrhundertealten Dombezirk und erinnert daran, dass rund um den Dom nicht nur Kirchen standen, sondern ein ganzer geistlicher Verwaltungs- und Lebensbereich entstand. Erbaut wurde es in den Jahren 1591–1611. Den Hof gibt es noch länger, seit ca. 1156. Zusammen mit den benachbarten historischen Gebäuden trägt die Dompropstei wesentlich zur besonderen Atmosphäre dieses Teils von Halberstadt bei.

Dompropstei - Halberstadt
Dompropstei - Halberstadt
Dompropstei - Halberstadt

Dann standen wir schließlich auf dem Domplatz, dem historischen Herzen Halberstadts. Hier liegen einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt nur wenige Schritte voneinander entfernt. Besonders beeindruckend ist das Zusammenspiel von Dom, Liebfrauenkirche, Museen und historischen Gebäuden. Für uns war der Domplatz deshalb weniger eine einzelne Sehenswürdigkeit als vielmehr ein Ort, an dem man sich ruhig etwas Zeit nehmen sollte.

Domplatz - Halberstadt
Domplatz - Halberstadt

Natürlich durfte das Wahrzeichen Halberstadts nicht fehlen: der imposante Dom St. Stephanus und St. Sixtus, welcher auch nur Dom zu Halberstadt genannt wird. Er wurde im Stil der nordfranzösischen Gotik vom 13. bis ins 15. Jahrhundert erbaut. Die gotische Kathedrale beherrscht den Domplatz und beeindruckt schon allein durch ihre Größe.

Dom St. Stephanus und St. Sixtus - Halberstadt
Dom St. Stephanus und St. Sixtus - Halberstadt
Dom St. Stephanus und St. Sixtus - Halberstadt

Im Inneren befindet sich zudem der berühmte Halberstädter Domschatz, dessen mittelalterlicher Bestand von internationaler Bedeutung ist. Wer genügend Zeit mitbringt, sollte für Dom und Domschatz definitiv mehr als einen kurzen Fotostopp einplanen.

Dom St. Stephanus und St. Sixtus - Halberstadt
Dom St. Stephanus und St. Sixtus - Halberstadt
Dom St. Stephanus und St. Sixtus - Halberstadt

In unmittelbarer Nähe des Doms begegneten uns weitere Gebäude des kirchlichen Lebens. Das Evangelische Kirchspiel Halberstadt verbindet unter anderem die Gemeinden rund um Dom und St. Laurentius. Auch wenn dieser Punkt optisch vielleicht nicht mit dem gewaltigen Dom konkurrieren kann, gehört er für uns zu unserem Rundgang dazu.

Evangelische Kirchspiel Halberstadt

Mit ihren zwei auffallend unterschiedlichen Türmen ist die Martinikirche (St. Martini) eines der unverwechselbaren Wahrzeichen Halberstadts. Die asymmetrischen Türme machen die Kirche sofort erkennbar und sorgen für eine Silhouette, die man so schnell nicht vergisst.

Martinikirche Halberstadt
Martinikirche Halberstadt
Martinikirche Halberstadt

St. Martini liegt direkt im Zentrum und bildet gemeinsam mit Rathaus und Holzmarkt eines der bekanntesten historischen Ensembles der Stadt. Gegründet im 10. Jahrhundert und zerstört in 1945, wurde sie bis 1954 wieder aufgebaut. Erbaut wurde die Martinikirche im gotischen Stil.

Martinikirche Halberstadt
Martinikirche Halberstadt
Martinikirche Halberstadt

Von St. Martini führte unser Weg weiter zur Rathauspassage. Hier verändert sich das Stadtbild deutlich: Historische Architektur trifft auf das heutige Stadtzentrum mit Geschäften und modernen Elementen. Für uns war die Passage vor allem eine Verbindung zwischen den einzelnen Sehenswürdigkeiten und gleichzeitig ein gutes Beispiel dafür, dass Halberstadt eben nicht ausschließlich aus seinem historischen Domviertel besteht.

Rathauspassage - Halberstadt
Rathauspassage - Halberstadt

Der Holzmarkt bildet einen der zentralen Plätze Halberstadts. Seinen Namen verdankt er dem Handel, der hier früher stattfand. Heute fällt vor allem der Holzmarktbrunnen ins Auge und bietet ein schönes Fotomotiv mit den umliegenden Gebäuden. Nach den engen Altstadtgassen wirkte der weitläufigere Platz fast wie eine kleine Verschnaufpause auf unserem inzwischen ziemlich umfangreichen Stadtrundgang.

Holzmarkt und Holzmarktbrunnen - Halberstadt
Holzmarkt und Holzmarktbrunnen - Halberstadt

Direkt am Holzmarkt steht das Rathaus von Halberstadt. Wer die Geschichte der Stadt kennt, weiß allerdings, dass große Teile des historischen Zentrums im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden. Das heutige Rathaus greift historische Formen wieder auf und bildet zusammen mit der Martinikirche erneut einen markanten Mittelpunkt der Innenstadt. Es ist quasi eine Art Nachbau des Originals.

Rathaus von Halberstadt
Rathaus von Halberstadt
Rathaus von Halberstadt

Der Halberstädter Roland ist eine berühmte, 4,27 Meter hohe Sandstein-Statue eines Ritters aus dem Jahr 1433, welche sogar den zweiten Weltkrieg überstanden hat. Er steht an der Seite des Rathauses und ist nach dem Bremer Roland der zweitälteste Deutschlands. Er ist ein Symbol für Marktrechte, Freiheit und Eigenständigkeit.

Rathaus von Halberstadt - Roland
Rathaus von Halberstadt - Roland

Auch König Otto und das Halberstädter Marktrecht begegneten uns auf unserem Weg durch das Zentrum. Das Marktrecht war für mittelalterliche Städte von enormer Bedeutung, denn Märkte brachten Handel, Menschen und Wohlstand in die Stadt. Heute erinnert dieser Punkt daran, wie eng die Entwicklung Halberstadts mit seinen königlichen Privilegien und seiner Bedeutung als Handels- und Bischofsstadt verbunden war.

König Otto und das Halberstädter Marktrecht
König Otto und das Halberstädter Marktrecht
König Otto und das Halberstädter Marktrecht

Deutlich nachdenklicher macht das Trümmerfrauendenkmal. Es erinnert an die Frauen, die nach den schweren Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs beim Aufräumen und Wiederaufbau mithalfen. Gerade in Halberstadt besitzt diese Erinnerung eine besondere Bedeutung: Die Stadt wurde kurz vor Kriegsende bei einem Luftangriff schwer zerstört. Zwischen den vielen schönen Sehenswürdigkeiten gehört auch diese Seite der Stadtgeschichte dazu.

Trümmerfrauendenkmal - Halberstadt
Trümmerfrauendenkmal - Halberstadt

Vor dem Rathaus steht auch eine Bronze vom Stadtzentrum Halberstadts, wie es um 1930, vor der Zerstörung, ausgesehen hat. Die Bronze soll quasi ein Denkmal für die Zerstörung sein.

Bronze vom Stadtzentrum Halberstadt

Unser Rundgang führte uns anschließend über den Fischmarkt. Wie der Name schon verrät, spielte auch dieser Platz früher eine Rolle im Handelsleben der Stadt. Heute gehört er zum Zentrum Halberstadts und verbindet verschiedene historische und moderne Bereiche miteinander. Für Emma waren wir im Paradies, denn hier hat sie ihre Endgegner getroffen, die Tauben. Aber sie war diesmal ganz brav.

Fischmarkt - Halberstadt
Fischmarkt - Halberstadt

Am Domplatz erwartete uns anschließend noch ein Haus mit großer Literaturgeschichte: das Gleimhaus. Es ist heute das Museum der deutschen Aufklärung und erinnert an den Dichter Johann Wilhelm Ludwig Gleim. Herzstück ist der berühmte „Freundschaftstempel“ mit Porträts von Persönlichkeiten aus Gleims Freundeskreis. Damit besitzt Halberstadt neben seinen kirchlichen Schätzen auch ein bemerkenswertes Stück deutscher Literaturgeschichte.

Gleimhaus - Halberstadt
Gleimhaus - Halberstadt
Gleimhaus - Halberstadt

Diese beiden Herren mussten wir natürlich ebenfalls fotografieren. Die Skulptur „Zwei Herren in Betrachtung des Domes“ nimmt auf charmante Weise Bezug auf das mächtige Bauwerk in unmittelbarer Nähe. Gerade solche Kunstwerke gefallen uns, weil sie einen historischen Rundgang etwas auflockern. Und irgendwie konnten wir uns den beiden anschließen – schließlich hatten auch wir den Dom ausgiebig betrachtet und fotografiert.

Zwei Herren in Betrachtung des Domes - Halberstadt

Auf der Nordseite des Doms befindet sich das moderne Besucherzentrum Dom | Schatz. Hier beginnt beziehungsweise endet für viele Besucher die Besichtigung von Dom und Domschatz. Neben dem Zugang gibt es einen Shop und ein Café. Der moderne Bau bildet einen interessanten Kontrast zu den jahrhundertealten Mauern des Doms und fügt sich dennoch erstaunlich zurückhaltend in das historische Umfeld ein.

Besucherzentrum Dom | Schatz - Halberstadt

Mit der ehemaligen Domdechanei begegnete uns ein weiteres Gebäude, das an die frühere Organisation des Domkapitels erinnert. Rund um den Dom lebten und arbeiteten einst zahlreiche Geistliche und Würdenträger, sodass sich hier ein eigener Bezirk entwickelte. Heute sind diese Gebäude vor allem wegen ihrer historischen Architektur interessant und vervollständigen das eindrucksvolle Ensemble rund um den Halberstädter Domplatz.

ehemaligen Domdechanei - Halberstadt
ehemaligen Domdechanei - Halberstadt

Ein Museum ganz anderer Art ist das Heineanum (Museum für Vogelkunde). Seine umfangreiche ornithologische Sammlung geht auf Ferdinand Heine zurück und umfasst heute Tausende Präparate. Die Ausstellungen beschäftigen sich unter anderem mit Vögeln aus aller Welt sowie der Vogelwelt des Harzes und seines Vorlandes. Für Vogelfreunde dürfte dieses Museum ein ganz eigenes Highlight in Halberstadt sein.

Heineanum – Museum für Vogelkunde - Halberstadt

Direkt im historischen Umfeld des Domplatzes befindet sich außerdem das Städtische Museum Halberstadt. Hier dreht sich alles um die Geschichte der Stadt und ihrer Bewohner. Nach unserem langen Spaziergang durch Halberstadt wurde uns spätestens an dieser Stelle bewusst, wie viele unterschiedliche Epochen hier zusammentreffen. Vom mittelalterlichen Bischofssitz über die Fachwerkstadt bis zur Zerstörung und zum Wiederaufbau.

Städtische Museum Halberstadt
Städtische Museum Halberstadt

Weiter ging es zum Johannesbrunnen. Brunnen gehören für uns bei einem Stadtrundgang fast automatisch zu den Fotomotiven, denn häufig steckt hinter ihnen mehr Geschichte, als man zunächst erwartet. Auch der Johannesbrunnen fügt sich wunderbar in das historische Stadtbild ein. Nach den großen Kirchen und Museen war er wieder eine dieser kleineren Sehenswürdigkeiten, die unseren Spaziergang durch Halberstadt abwechslungsreich machten.

Johannesbrunnen - Halberstadt
Johannesbrunnen - Halberstadt

Mit St. Katharina und St. Barbara stand die nächste Kirche auf unserer Route. Der historische Sakralbau gehört ebenfalls zur erstaunlich großen Kirchenlandschaft Halberstadts. Mittlerweile hatten wir wirklich das Gefühl, hinter beinahe jeder zweiten Ecke einen Kirchturm zu entdecken. Trotzdem besitzt jede dieser Kirchen ihren eigenen Charakter – und genau das machte unseren Rundgang so interessant.

St. Katharina und St. Barbara
St. Katharina und St. Barbara
St. Katharina und St. Barbara

Ein echter Hingucker erwartete uns in der Gerberstraße: das Haus St. Florian. Das mächtige Fachwerkhaus mit seiner schwarz-weißen Fassade und dem großen steinernen Portal kann man eigentlich kaum übersehen. Besonders die zahlreichen geometrischen Fachwerkformen machen das Gebäude zu einem tollen Fotomotiv. Für uns definitiv eines der Fachwerkhäuser, bei denen sich ein kurzer Stopp gelohnt hat.

Haus St. Florian - Halberstadt

Mit dem Wassertorturm aus dem Jahre 1443 erreichten wir ein Relikt der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Solche erhaltenen Befestigungsanlagen finden wir bei Stadtrundgängen immer besonders spannend, weil sie erahnen lassen, wie anders eine Stadt früher aufgebaut war. Der Wassertorturm ist der letzte, erhaltene Teil der Stadtbefestigung Halberstadt.

Wassertorturm - Halberstadt

Auch St. Moritz lag auf unserer Route, allerdings ziemlich versteckt und kaum zu finden hinter großen Wohnblocks. Die traditionsreiche, evangelische Kirche gehört zu den älteren Sakralbauten Halberstadts und ist eng mit der Geschichte des ehemaligen Stifts verbunden. Die Kirche stammt aus dem Jahr 1134. Von außen wirkt sie wesentlich zurückhaltender als der große Dom, doch gerade dieser Unterschied macht den Reiz aus. In Halberstadt muss eben nicht jede Kirche riesig sein, um geschichtlich interessant zu sein.

St. Moritz - Halberstadt
St. Moritz - Halberstadt

Danach erreichten wir einen Ort, der heute weit über Halberstadt hinaus bekannt ist: das Burchardikloster. Es wurde am 1036 errichtet und stetig erweitert und umgebaut. Die ehemalige Klosteranlage blickt somit auf eine jahrhundertelange Geschichte zurück.

Burchardikloster - Halberstadt
Burchardikloster - Halberstadt
Burchardikloster - Halberstadt

Internationale Bekanntheit erlangte sie allerdings durch ein außergewöhnliches Musikprojekt. Es geht um die Aufführung von John Cages ORGAN²/ASLSP, die über einen Zeitraum von 639 Jahren angelegt ist. Langsamer kann ein Konzert wohl kaum werden. In der Kirche ist Bischof Burchard I begraben.

Burchardikloster - Halberstadt
Burchardikloster - Halberstadt
Burchardikloster - Halberstadt

In der St.-Burchardi-Kirche findet genau dieses ungewöhnliche Orgelprojekt statt. Seit 2001 läuft hier die Aufführung von John Cages Werk ORGAN²/ASLSP – As Slow as Possible. Einzelne Klangwechsel liegen teilweise Jahre auseinander. Ein ziemlich verrückter Gedanke: Das Konzert soll erst im Jahr 2640 enden. Damit besitzt Halberstadt vermutlich eine der außergewöhnlichsten musikalischen Sehenswürdigkeiten überhaupt.

St.-Burchardi-Kirche - Halberstadt
St.-Burchardi-Kirche - Halberstadt
St.-Burchardi-Kirche - Halberstadt

Und dann begegnete uns noch ein Stück lebendige Stadtgeschichte auf Schienen: die Halberstädter Straßenbahn. Für eine vergleichsweise kleine Stadt ist ein eigenes Straßenbahnnetz schon etwas Besonderes. Während wir Halberstadt zu Fuß erkundeten, gehörten die Bahnen ganz selbstverständlich zum Stadtbild. Die Straßenbahn fährt hier seit 1903 und war somit ein Foto wert.

Halberstädter Straßenbahn

Zum Abschluss unseres Rundgangs wartete noch ein ganz besonderes Museum auf uns. Das Schraube-Museum zeigt bürgerliche Wohnkultur um 1900 und vermittelt einen Eindruck davon, wie eine Halberstädter Familie damals lebte. Anders als in einem klassisch eingerichteten Museum wirken historische Wohnräume oft so, als hätten ihre Bewohner sie gerade erst verlassen – ein schöner Abschluss unserer Reise durch ganz unterschiedliche Kapitel der Stadtgeschichte.

Schraube-Museum - Halberstadt
Schraube-Museum - Halberstadt

Unser Fazit:

Als wir morgens losliefen, hatten wir zwar eine lange Liste dabei, aber wie abwechslungsreich unser Rundgang tatsächlich werden würde, hatten wir nicht erwartet. Halberstadt zeigte uns mittelalterliche Kirchen und alte Fachwerkhäuser, jüdische Geschichte, Kunst, Museen, stille Gassen und sogar ein Konzert, das mehrere Jahrhunderte dauert.

Besonders gefallen hat uns, dass viele Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichbar sind. Man läuft nicht einfach von einem großen Highlight zum nächsten, sondern entdeckt unterwegs immer wieder Kleinigkeiten: einen Brunnen, eine Skulptur, eine alte Mauer oder eine hübsche Fachwerkfassade. Unser Rundgang durch Halberstadt, war 5 km lang und hat wirklich viel Spaß gemacht.

Wie leider in so ziemlich allen Museen, sind keine Hunde gestattet. Ebenso nicht in Kirchen und dem Dom. Daher haben wir mit Emma die Gebäude auch alle nur von Außen erkundet. Aber das war für uns auch völlig in Ordnung.

Bis zum nächsten Abenteuer, was mich wieder so müde macht. Liebe Grüße, eure Emma

🐾 Weiterführende Links & Quellen

Weitere Informationen, offizielle Webseiten und die für diesen Beitrag verwendeten Quellen haben wir für euch auf unserer separaten Link- und Quellenseite zusammengestellt: Halberstadt – Quellen und Links

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Blankenburg – Städtetrip mit Hund im Harz

Hallo Freunde, diesmal haben wir Blankenburg besucht, eine Stadt in Sachsen-Anhalt. Blankenburg gehört zum Landkreis Harz und hat ca. 19.000 Einwohner. Blankenburg ist als Drehort für viele Serien/Filme bekannt, u.a. bei den Sandsteinhöhlen mit den Woodwalkers und vielen weiteren Produktionen.

Parkmöglichkeiten am großen Schloss Blankenburg

Zu erst haben wir hoch über Blankenburg, dass Blankenburger Schloss besucht, welches als großes Schloss bezeichnet wird. Es gibt direkt unterhalb vom Schloss einen Parkplatz (Parkplatz unterhalb des Schlosses), wo man nach oben laufen kann.

Parken beim Schloss - Blankenburg

Wer nicht mehr so gut zu Fuß ist, findet aber auch direkt oben beim Schloss einen Parkplatz (Parkplatz am Schloss), da man bis rauf fahren kann. Wir fanden es mit Hund schöner, den Weg zu laufen.

Hoch über den Dächern von Blankenburg – Rund um das Große Schloss

Das Schloss Blankenburg ist das größte, noch erhaltene Welfenschloss und das Wahrzeichen von Blankenburg. Ab dem 12. Jahrhundert diente es als Höhenburg und wurde später als Renaissance-Schloss erweitert. Heute beeindrucken vor allem die imposanten Fassaden, die großzügigen Innenhöfe und die aufwendige Architektur.

Schloss - Blankenburg
Schloss - Blankenburg
Schloss - Blankenburg

Auch wenn nicht alle Bereiche frei zugänglich sind, lohnt sich ein Rundgang über das Gelände. Von hier gelangt man bequem zu den Barockgärten, zum Schlossberg und zu mehreren Aussichtspunkten. Für uns war das Schloss der perfekte Ausgangspunkt, um die historische Altstadt von Blankenburg zu entdecken. Das Schloss ist als Heiratsort für eine Märchenhochzeit sehr beliebt.

Schloss - Blankenburg
Schloss - Blankenburg
Schloss - Blankenburg

Der historische Torbogen ist das beeindruckende Eingangstor zum Großen Schloss von Blankenburg. Schon beim Hindurchgehen spürt man den besonderen Charme der jahrhundertealten Anlage. Die mächtigen Sandsteinmauern und die liebevoll restaurierten Details sind sehr beeindruckend. Auch Emma war sofort neugierig und erkundete die Umgebung.

Historischer Torbogen Schloss - Blankenburg
Historischer Torbogen Schloss - Blankenburg

Direkt am Schloss eröffnet sich einer der schönsten Ausblicke über Blankenburg und das nördliche Harzvorland. Von hier schweift der Blick über die roten Dächer der Altstadt bis hin zu den bewaldeten Höhen des Harzes. Mehrere Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein, während Hunde genügend Platz haben, um sich nach dem Aufstieg kurz zu entspannen. Der Ort gehört zu den schönsten Fotomotiven der Stadt.

Ausblick vom Schloss - Blankenburg
Ausblick vom Schloss - Blankenburg
Ausblick vom Schloss - Blankenburg

Wer nach der Schlossbesichtigung noch Lust auf ein besonderes Abenteuer hat, sollte einen Blick in den Alten Marstall werfen. Das historische Gebäude gehört zum Ensemble des Großen Schlosses und bietet mit seinen alten Gemäuern eine einzigartige Kulisse für Escape-Games. Besonders beliebt sind die Grusel-Events, bei denen sich der Marstall in einen echten Lost Place mit Geistern, Zombies und schaurigen Überraschungen verwandelt.

Escape Games - Alter Marstall - Blankenburg
Escape Games - Alter Marstall - Blankenburg
Escape Games - Alter Marstall - Blankenburg

Nur wenige Schritte vom Schloss entfernt liegt der idyllische Schlossteich. Die ruhige Wasserfläche bildet einen schönen Kontrast zur imposanten Schlossanlage. Während Emma neugierig Enten und andere Wasservögel beobachtete, genossen wir die Ruhe dieses kleinen Naturparadieses.

Schlossteich - Blankenburg
Schlossteich - Blankenburg
Schlossteich - Blankenburg

Der historische Schlossgarten verbindet Natur und Geschichte auf besonders schöne Weise. Gepflegte Wege führen vorbei an alten Bäumen, weitläufigen Rasenflächen und schönen Aussichtspunkten. Immer wieder eröffnen sich herrliche Blicke auf das Große Schloss und die darunter liegende Stadt. Gerade mit Hund macht ein Spaziergang hier viel Freude, da die Wege angenehm breit und ruhig sind.

Historischer Schlossgarten - Blankenburg
Historischer Schlossgarten - Blankenburg
Historischer Schlossgarten - Blankenburg

Die historische Altstadt entdecken

Die gut erhaltenen Reste der alten Stadtmauer, mit einer Dicke von 75-115cm, erzählen von der langen Geschichte Blankenburgs. Einst schützte die mächtige Befestigungsanlage die Stadt vor Angreifern und umschloss die gesamte Altstadt. Es gibt sie seit dem Jahre 1305.

Stadtmauer - Blankenburg
Stadtmauer - Blankenburg
Stadtmauer - Blankenburg

In der Krummen Straße 2 befindet sich einer der erhaltenen Türme der ehemaligen Stadtbefestigung. Er erinnert daran, wie wichtig die Verteidigungsanlagen für Blankenburg einst waren. Der Turm fügt sich harmonisch in die historische Bebauung ein und ist ein schönes Fotomotiv während eines Rundgangs durch die Altstadt.

Stadtmauerturm Krumme Straße 2 - Blankenburg
Stadtmauerturm Krumme Straße 2 - Blankenburg

Die ehemalige Feuerwehr gehört zu den kleinen Sehenswürdigkeiten, die man leicht übersieht. Das historische Gebäude erinnert an die Zeit, als die Feuerwehr noch mit deutlich einfacherer Technik ausrücken musste als heute. Besonders Liebhaber alter Fahrzeuge und historischer Technik werden diesen Ort interessant finden.

Ehemalige Feuerwehr - Blankenburg

Der Marktplatz bildet das Zentrum der Blankenburger Altstadt. Umgeben von liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern lädt er zum Verweilen ein. Bekannt wurde der Platz als Drehort des Films „Der Räuber Hotzenplotz“. Wer den Film kennt, wird einige Ecken sofort wiedererkennen. Gerade diese Verbindung aus Filmgeschichte und historischer Kulisse macht den Marktplatz besonders interessant.

Marktplatz - Blankenburg - Drehort Räumer Hotzenplotz

Mitten in der historischen Altstadt steht das Rathaus von Blankenburg, welches bereits im Mittelalter erbaut wurde. Das repräsentative Gebäude prägt den Marktplatz. Besonders spannend fanden wir, dass auch das Rathaus als Kulisse für den Film „Der Räuber Hotzenplotz“ diente. Die gepflegte Fassade und die historische Architektur passen perfekt in das Gesamtbild der Altstadt. Das Rathaus zählt für uns zu den schönsten Fotomotiven Blankenburgs.

Rathaus - Blankenburg - Drehort Räumer Hotzenplotz
Rathaus - Blankenburg - Drehort Räumer Hotzenplotz
Rathaus - Blankenburg - Drehort Räumer Hotzenplotz

Die Tränkestraße gehört zu den besonders charmanten Gassen der Blankenburger Altstadt. Das historische Kopfsteinpflaster, liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser und kleine Details an den Fassaden laden dazu ein, den Blick schweifen zu lassen. Beim Spaziergang fühlt man sich fast in eine andere Zeit versetzt.

Tränkestraße - Blankenburg

Beim Spaziergang durch die Altstadt fiel uns das Restauratorenkollegium sofort ins Auge. Das denkmalgeschützte Fachwerkhaus gehört zu den ältesten Gebäuden Blankenburgs und verbindet auf besondere Weise Vergangenheit und Gegenwart. Hinter den historischen Mauern arbeitet heute das Europäische Restauratorenzentrum, in dem Restauratoren historische Kunst- und Kulturgüter erhalten und ihr Wissen weitergeben.

Restauratorenkollegium - Blankenburg
Restauratorenkollegium - Blankenburg

Das älteste Haus der Stadt gehört zu den besonderen Sehenswürdigkeiten Blankenburgs. Es befindet sich in der Bäuerschen Straße 17 und wurde im Jahr 1431 erbaut. Bereits auf den ersten Blick erkennt man das hohe Alter des Gebäudes an seiner historischen Bauweise und den liebevoll erhaltenen Details. Besonders beeindruckend ist, wie gut das Gebäude bis heute erhalten geblieben ist.

Ältestes Haus - Blankenburg
Ältestes Haus - Blankenburg

In der Bäuerschen Straße 10, wartet eine weitere Besonderheit: das kleinste Haus von Blankenburg aus dem Jahre 1721. Im direkten Vergleich zu den umliegenden Gebäuden wirkt es fast wie ein kleines Puppenhaus. Trotz seiner geringen Größe besitzt das Haus jede Menge Charme und gehört zu den beliebtesten Fotomotiven der Altstadt. Es zeigt, wie unterschiedlich früher gebaut wurde und wie kreativ der vorhandene Platz genutzt wurde. Man kann es als Ferienhaus mieten.

Kleinstes Haus - Blankenburg
Kleinstes Haus - Blankenburg

Der Stadtmauerturm in der Krummen Straße 10 ist ein weiterer erhaltener Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung von Blankenburg. Der Turm fügt sich harmonisch zwischen die historischen Häuser ein und ist leicht in einen Stadtrundgang einzubauen. Wer aufmerksam durch die Altstadt geht, entdeckt an vielen Stellen Spuren der Vergangenheit.

Stadtmauerturm Krumme Straße 10 - Blankenburg
Stadtmauerturm Krumme Straße 10 - Blankenburg
Stadtmauerturm Krumme Straße 10 - Blankenburg

Währen der Tour durch die Altstadt, hat man immer wieder einen schönen Blick auf das Schloss Blankenburg, welches hoch oben über der Stadt thront. Es ist wirklich immer wieder einen Blick wert.

Schloss - Blankenburg

Der Tummelplatz zählt zu den geschichtsträchtigsten Orten in Blankenburg. Bereits vor Jahrhunderten diente die große Freifläche als Veranstaltungsort für Feste, Märkte und militärische Übungen. Heute präsentiert sich der Platz als ruhiger Bereich, der zum Verweilen einlädt und gleichzeitig einen interessanten Einblick in die Stadtgeschichte bietet.

Tummelplatz - Blankenburg

An dem Platz Ecke Katharinenstraße/Poststraße, stehen die Stahlglocken der Bergkirche St. Bartholomäus. Sie wurden 1922 angeschafft, da die ursprünglichen Bronzeglocken im Ersten Weltkrieg eingeschmolzen wurden. Im Jahr 2004 erhielten sie ihren Ruhestand und wurden ersetzt. Heute können Besucher die gewaltigen Glocken aus nächster Nähe betrachten. Sie stehen mit Absicht genau hier, denn das war der ehemalige Platz der Stadtkirche St. Katharinen, wovon heute noch Reste zu sehen sind.

Ehemalige Stahlglocken der St. Bartholomäus Bergkirche - Blankenburg
Stadtkirche St. Katharinen - Blankenburg
Ehemalige Stahlglocken der St. Bartholomäus Bergkirche - Blankenburg

Der Weg von der Poststraße in die Lange Straße führt mitten durch das lebendige Herz der Blankenburger Altstadt. Hier reihen sich kleine Geschäfte, Cafés und historische Gebäude aneinander und sorgen für eine gemütliche Atmosphäre. Anders als in vielen Großstädten geht es hier angenehm entspannt zu, sodass man ganz in Ruhe bummeln kann. Auch mit Hund ist dieser Bereich gut zu erkunden, natürlich immer mit Rücksicht auf andere Besucher.

Einkaufsstraße - Blankenburg
Einkaufsstraße - Blankenburg

Emma hatte in den kleinen Gassen der Altstadt besonders viel zu entdecken. Gerade auf dem Weg zur Münzmühle merkt man, wie viel Geschichte in Blankenburg steckt. Die historische Münzmühle gehört zu den wenigen erhaltenen Wassermühlen Blankenburgs. Angetrieben durch die Wasserkraft spielte die Mühle über viele Jahrhunderte eine wichtige Rolle für die Versorgung der Stadt. Besonders spannend ist, dass die komplette Mühlentechnik aus dem frühen 20. Jahrhundert bis heute erhalten geblieben ist.

Münzmühle - Blankenburg

Das Kleine Schloss und die Barocken Gärten

Das Kleine Schloss liegt am Eingang der barocken Gartenanlagen und zählt zu den schönsten Gebäuden Blankenburgs. Heute befinden sich hier unter anderem das Standesamt und die Touristinformation. Wer Informationen über die Stadt oder Ausflugstipps sucht, ist hier genau richtig. Hunde dürfen nicht in die Touristinformation rein. Gleichzeitig ist das Gebäude ein beliebtes Fotomotiv und bildet den perfekten Ausgangspunkt für einen Spaziergang durch die Barockgärten.

Kleines Schloss - Blankenburg
Kleines Schloss - Blankenburg
Kleines Schloss - Blankenburg

Die Barocken Gärten von Blankenburg gehören zu den größten und bedeutendsten Gartenanlagen ihrer Art in Deutschland. Symmetrisch angelegte Wege, kunstvoll geschnittene Hecken und großzügige Rasenflächen vermitteln noch heute den Eindruck barocker Gartenkunst. Bei unserem Spaziergang entdeckten wir immer wieder neue Blickachsen auf das Große Schloss und den Schlossberg.

Barocke Gärten - Blankenburg
Barocke Gärten - Blankenburg
Barocke Gärten - Blankenburg

Obwohl nicht mehr alle Bereiche im ursprünglichen Zustand erhalten sind, lässt sich die einstige Pracht noch gut erkennen. Auch Emma hatte sichtlich Freude an den weitläufigen Wegen. Wer Blankenburg besucht, sollte sich ausreichend Zeit nehmen, um diese außergewöhnliche Gartenanlage in aller Ruhe zu erkunden. Die Gartenanlage wurde ab ca. 1718 unter Herzog Ludwig Rudolf erbaut. Mit ihren vier Terrassen gehört er zu den bedeutendsten barocken Gartenanlagen Norddeutschlands.

Barocke Gärten - Blankenburg
Barocke Gärten - Blankenburg
Barocke Gärten - Blankenburg

Mitten in den Barocken Gärten steht eine Nachbildung des berühmten Braunschweiger Löwen. Die imposante Bronzefigur erinnert an die enge Verbindung Blankenburgs zum Herzogtum Braunschweig und gilt als Symbol für Macht und Stärke. Obwohl der Löwe nicht so groß ist wie das Original in Braunschweig, zieht er dennoch viele Besucher an. Für uns war er ein schönes Fotomotiv.

Braunschweiger Löwe - Blankenburg
Braunschweiger Löwe - Blankenburg

Das Denkmal für Herzog Leopold erinnert an einen bedeutenden Vertreter des Hauses Braunschweig-Wolfenbüttel, der die Entwicklung Blankenburgs nachhaltig prägte. Informationstafeln geben einen Einblick in die Geschichte. Uns gefiel besonders die ruhige Lage mitten im Grünen. Hier lässt sich wunderbar eine kleine Pause einlegen und gleichzeitig etwas über die Vergangenheit der ehemaligen Residenzstadt erfahren.

Denkmal Herzog Leopold - Blankenburg
Denkmal Herzog Leopold - Blankenburg

Der Schlossbergturm gehört zu den schönsten Aussichtspunkten in Blankenburg. Nach einem kurzen Anstieg wird man mit einem herrlichen Panoramablick über die Stadt, die Barocken Gärten und das Harzvorland belohnt. Emma meisterte den Weg problemlos und freute sich anschließend über eine kleine Verschnaufpause. Wer gerne fotografiert, sollte den Schlossbergturm unbedingt besuchen, die Aussicht zählt zu den schönsten der gesamten Stadt.

Schlossbergturm - Blankenburg
Schlossbergturm - Blankenburg

Der Prinzessinnenturm ist einer der romantischsten Orte rund um den Schlossberg und kann als Ferienhaus gemietet werden. Der historische Turm fügt sich harmonisch in die bewaldete Umgebung ein und erinnert an die Zeit, als die Schlossanlagen von Herzögen und Prinzessinnen genutzt wurden. Für uns war der Prinzessinnenturm ein ruhiger Ort abseits der größeren Besucherströme. Gerade diese Mischung aus Natur und Geschichte macht den besonderen Reiz dieses kleinen Bauwerks aus.

Prinzessinnenturm - Blankenburg
Prinzessinnenturm - Blankenburg

Das historische Teehaus ist ein echtes Schmuckstück der Barocken Gärten. Früher diente es als Ort der Erholung und des geselligen Beisammenseins für den Adel. Noch heute vermittelt das elegante Gebäude einen Eindruck vom höfischen Leben vergangener Jahrhunderte. Seine idyllische Lage macht es zu einem beliebten Fotomotiv. Der Aufstieg ging über unzählige Treppen und wir waren danach fix und fertig, aber Emma hatte ihren Spaß. An bestimmten Tagen kann man sich hier mit Kaffee und Kuchen verwöhnen lassen.

Historisches Teehaus - Blankenburg

Die Bergkirche St. Bartholomäus gehört zu den ältesten Kirchen Blankenburgs und prägt mit ihrem markanten Turm das Stadtbild. Erbaut wurde sie ca. um 1186. Durch ihre erhöhte Lage bietet sie zudem einen schönen Blick auf die Umgebung. Auch wenn wir die Kirche hauptsächlich von außen besichtigten, hat uns ihre besondere Ausstrahlung beeindruckt. Wer den Schlossberg erkundet, sollte unbedingt einen Abstecher zur Bergkirche einplanen.

Bergkirche St. Bartholomäus - Blankenburg
Bergkirche St. Bartholomäus - Blankenburg
Bergkirche St. Bartholomäus - Blankenburg

Auf den ersten Blick wirkt die gewaltige Stützmauer am Schlossberg eher unscheinbar. Schaut man jedoch genauer hin, erkennt man schnell ihre enorme Bedeutung. Sie trägt seit Jahrhunderten dazu bei, den Schlossberg und die darüberliegenden historischen Anlagen zu sichern. Für uns war die Stützmauer ein eindrucksvoller Abschluss unseres Rundgangs durch Blankenburg.

Stützmauer - Blankenburg
Stützmauer - Blankenburg

Unser Fazit

Blankenburg

Blankenburg hat uns positiv überrascht. Die Mischung aus beeindruckenden Schlössern, weitläufigen Parkanlagen, verwinkelten Altstadtgassen und zahlreichen historischen Gebäuden macht die Stadt zu einem wunderbaren Ausflugsziel im Harz. Besonders mit Hund hat uns der Rundgang sehr gut gefallen. Emma konnte die vielen grünen Bereiche genießen und wir hatten ausreichend Gelegenheit, die Sehenswürdigkeiten in aller Ruhe zu entdecken. Wir kommen gerne wieder!

Emma's-Pfoten-Abenteuer

Ich muss weiter zu meinem nächsten Abenteuer, aber ihr solltet Blankenburg unbedingt besuchen. Liebe Grüße und bis hoffentlich bald, eure Emma.

Alle Infos rund um Blankenburg, findet ihr hier: https://emmas-pfoten-abenteuer.de/links-blankenburg/

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Mit Emma unterwegs am Oderteich – Naturabenteuer im Harz

Manchmal braucht es gar keine riesige Wanderung, um einen richtig schönen Tag draußen zu erleben. Genau so war es bei unserer Runde um den Oderteich im Nationalpark Harz. Direkt am Oderteich befindet sich ein großer Parkplatz, von dem aus man gleich starten kann.

Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)

Schon am Start hat uns die besondere Atmosphäre dieser Ecke des Harzes gefallen: ruhiges Wasser, dichter Wald und überall kleine Entdeckungen am Wegesrand. Emma war natürlich sofort im Schnüffelmodus und musste jeden neuen Geruch genau untersuchen.

Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)

Der Rundweg um den Oderteich ist mit seinen etwa 4,5 Kilometern eine entspannte Tour, die trotzdem jede Menge Abwechslung bietet. Der Oderteich ist Teil der Oberharzer Wasserwirtschaft und gehört zum UNESCO-Welterbe. Er ist die älteste Talsperre des Harzes und war ca. 170 Jahre auch die größte Talsperre Deutschlands.

Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)

Während unserer Wanderung entdeckten wir einen kleinen Wasserfall, der auf den ersten Blick ganz natürlich wirkt. Tatsächlich ist er Teil der historischen Wasserwirtschaft des Oderteichs. Das Wasser fließt durch ein altes, gemauertes Gerinne und stürzt anschließend über die Felsen ins Tal. Gerade diese Mischung aus beeindruckender Natur und jahrhundertealter Ingenieurskunst macht den Oderteich zu einem ganz besonderen Ausflugsziel.

Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)

Der Weg führt vorbei am Wasser, durch urige Waldstücke und über natürliche Pfade. Besonders schön fanden wir die Abschnitte mit den Holzstegen. Hier fühlt man sich fast ein bisschen wie auf einer kleinen Entdeckungsreise durch die Natur.

Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)

Für Emma gab es unterwegs natürlich viel zu entdecken: neue Gerüche, spannende Geräusche aus dem Wald und viele Stellen zum kurzen Innehalten. Genau diese kleinen Momente machen unsere Wanderungen so besonders. Nicht nur das Ziel zählt, sondern alles, was man unterwegs erlebt und mit Emma macht es gleich doppelt so viel Spaß.

Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)

Immer wieder entdeckten wir kleine Sandstrände entlang des Oderteichs. Wäre da nicht der dichte Harzwald im Hintergrund, könnte man fast meinen, man wäre an einem Badesee oder sogar am Meer. Für Emma waren die flachen Ufer ideal. Sie konnte problemlos ins Wasser gehen und sich nach der Wanderung abkühlen. Diese kleinen Badebuchten machen den Oderteich besonders hundefreunlich.

Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)

An einigen Stellen fiel uns auf, dass das Wasser rostrot schimmerte. Im ersten Moment waren wir etwas verunsichert und fragten uns, ob das Wasser vielleicht verschmutzt oder sogar schädlich für Emma sein könnte und haben schnell danach gegoogelt, bevor Emma ins Wasser durfte. Aber es sieht schon wirklich beeindruckend aus.

Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)

Die rötliche Färbung ist ein ganz natürliches Phänomen. Das Wasser im Harz fließt durch moorige Böden und eisenhaltiges Gestein. Gelöstes Eisen kommt dabei mit Sauerstoff in Berührung und bildet Eisenoxide, also natürlichen Rost. Dadurch entstehen die typischen rotbraunen Ablagerungen und das Wasser wirkt an manchen Stellen rostfarben.

Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)

Bei unserem Besuch im April, lag auch an einigen Stellen noch etwas Schnee, wovon Emma total begeistert war. Man hatte das Gefühl von Sommer und gleichzeitig den Winter. Ich glaube eine bessere Besuchszeit hätte es nicht geben können.

Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)

Da Emma so ein begeisterter Klettermaxe ist, fand sie es total toll, über umgefallene Bäume zu klettern und alles genau zu erkunden. Ich glaube für sie, hätte der Tag nie enden dürfen.

Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)

Der Oderteich hat eine ganz besondere Stimmung. Das Wasser liegt ruhig zwischen den Bäumen, während der Wald zeigt, wie sich die Natur im Nationalpark entwickeln darf. Alte Fichten, Totholz und junge Pflanzen gehören hier zum natürlichen Wandel des Waldes dazu.

Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)

Bei der Wanderung über die Wege, hat man immer wieder einen tollen Blick auf den Oderteich. Egal von welcher Seite man ihn sich anschaut, er ist einfach wunderschön und beeindruckend. Emma hat sogar einen kleinen Schneemann gefunden, worüber sie sich sehr gefreut hat.

Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)

Es kamen immer wieder Holzstege, die zum Teil nicht enden wollten. Aber bei dem vielen Moor rund um den Oderteich ist das nötig und Emma hat viel Spaß dabei. Wenn einem jemand entgegen kommt, muss man etwas balancieren, aber wir hatten Glück und am späten Nachmittag, war nicht mehr so viel los.

Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)

Während unserer Wanderung entdeckten wir den Frau-Holle-Baum, mit einer Informationstafel über Frau Holle und den nordischen Gott Odin. Der Harz ist seit Jahrhunderten für seine Sagen und Mythen bekannt. Während wir die Geschichte lasen, war Emma natürlich viel mehr damit beschäftigt, den Baum ausgiebig zu beschnüffeln. Wer weiß, vielleicht hat sie dort ihr ganz eigenes kleines Abenteuer erlebt.

Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)

Zum Ende der Wanderung kamen wir noch an der historischen Striegelanlage, der Ausflut und mehreren Granitobelisken vorbei. Die Granitobelisken sind historische Grenz- bzw. Vermessungssteine. Die Ausflut ist der historische Ablauf des Oderteichs. Von hier aus wurde das Wasser früher kontrolliert weitergeleitet, um den Bergbau im Harz mit Wasserkraft zu versorgen. Die historische Striegelanlage hielt früher Treibgut wie Äste und Laub zurück, damit das Wasser ungehindert weiterfließen konnte.

Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)

Unser Fazit zur Wanderung um den Oderteich

Der Oderteich ist eine wunderschöne kleine Wanderung für alle, die eine entspannte Runde in beeindruckender Natur suchen. Auch mit Hund macht die Strecke richtig Spaß. Es gibt viele spannende Gerüche, abwechslungsreiche Wege und jede Menge Natur zum Erkunden. Wir können euch den Besuch wirklich sehr empfehlen.

Oderteich (Harz)

Wir haben ca. 1,5 Stunden für die Wanderung um den Oderteich benötigt. Emma würde die Runde auf jeden Fall wieder laufen und wir auch. Bis zu unserem nächsten Abenteuer, eure Emma mit Familie.

Osterode am Harz – Städtetrip mit Hund

Hallo Freunde, auf unserer Harz-Tour, durfte ein Besuch von Osterode am Harz natürlich auch nicht fehlen. Osterode am Harz ist eine kleinere Stadt im Landkreis Göttingen, in Niedersachsen. Die Stadt hat zusammen mit allen Ortsteilen ca. 21.500 Einwohner.

Tour durch Osterode am Harz

Geparkt haben wir auf dem Parkplatz der Schachtruppvilla und sind von dort auf unsere Tour gestartet. Die Schachtruppvilla zählt zu den bekanntesten Bauwerken Osterodes, wird aber derzeit saniert. Sie wurde ab 1819 im klassizistischen Stil erbaut. Bei den Einwohnern heißt sie liebevoll Kaffeemühle, wegen ihres Aussehens.

Schachtruppvilla - Osterode am Harz
Schachtruppvilla - Osterode am Harz

Der Piller Brunnen ist ein beliebter Treffpunkt in der Osteroder Innenstadt. Er erinnert an die enge Verbindung der Stadt mit dem Harz und den umliegenden Höhenzügen. Der Brunnen entstand als modernes Schmuckelement des Stadtbildes und trägt den Namen des Piller, einer Erhebung im westlichen Harzvorland.

Piller Brunnen - Osterode am Harz
Piller Brunnen - Osterode am Harz

Direkt am Kurpark, der mit seinen vielen Bänken zum verweilen einlädt, befindet sich die Stadthalle Osterode. Der Bau wurde 1973 fertig gestellt und bietet Platz für Konzerte, Theateraufführungen, Tagungen und kulturelle Veranstaltungen.

Stadthalle und Kurpark - Osterode am Harz
Stadthalle und Kurpark - Osterode am Harz
Stadthalle und Kurpark - Osterode am Harz

Auf dem Weg durch die Stadt hat Mama diese wunderschönen Kirschbäume mit den Kirschblüten gesehen und war hin und weg. Sie wollte unbedingt ein Bild davor mit mir haben. Daher kommt ihr auch in den Genuss der wunderschönen Blüten am Baum.

Kirschblüten - Osterode am Harz
Kirschblüten - Osterode am Harz

Weiter ging es zur historischen Stadtmauer aus dem Jahr 1233. Sie umschloss die Alt- und die Neustadt auf 1,7 km Länge. Zur Befestigungsanlage gehörten vier Stadttore sowie mehrere Wehrtürme, von denen einige Abschnitte erhalten geblieben sind. Die Mauer wurde überwiegend aus Bruchstein errichtet und diente dem Schutz der Stadt. Im 19. Jahrhundert mussten die Stadttore Platz für den Verkehr machen.

Historische Stadtmauer - Osterode am Harz
Historische Stadtmauer - Osterode am Harz
Historische Stadtmauer - Osterode am Harz

Am Posthof befindet sich das Fachwerk Modellhaus. Hier sieht man den Aufbau und die Bauweise eines traditionellen Fachwerkhauses. Nach dem Stadtbrand von 1545 wurde ein Großteil der Altstadt in Fachwerkbauweise wieder aufgebaut. Heute befinden sich innerhalb des Stadtmauerrings rund 300 Fachwerkhäuser aus verschiedenen Epochen. Von der Gotik über die Renaissance bis zum Barock.

Fachwerk Modellhaus - Osterode am Harz

Bei unserer Tour durch die Stadt, kamen wir an den Straßen Langer- und Kurzer Krummer Bruch vorbei. Dies sind historische Straßen in der Fachwerkstadt, innerhalb der ehemaligen Stadtmauern. Der Name Bruch deutet darauf hin, dass dies hier mal ein sumpfiges Gebiet gewesen sein muss.

Langer Krummer Bruch - Osterode am Harz
Kurzer Krummer Bruch - Osterode am Harz

Das Ritterhaus wurde 1660 als Fachwerkhaus errichtet. Seinen Namen verdankt es der geschnitzten Ritterfigur an der Gebäudeecke. Seit 1936 befindet sich hier das Museum im Ritterhaus. Auf drei Etagen informiert es über die Stadtgeschichte, das Handwerk, die frühe Industrie und das Leben im Harz. Das Ritterhaus gehört heute zu den bedeutendsten Baudenkmälern der Altstadt.

Museum im Ritterhaus - Osterode am Harz
Museum im Ritterhaus - Osterode am Harz

Die Schlosskirche St. Jacobi zählt zu den ältesten Kirchen Osterodes. Bereits im 12. Jahrhundert befand sich an dieser Stelle eine Kapelle. Die heutige Kirche entstand durch einen Umbau im Jahr 1751. Bei diesem erhielt sie barocke Elemente wie eine große Empore und ein hölzernes Tonnengewölbe. Heute wird die Kirche nicht nur für Gottesdienste, sondern aufgrund ihrer hervorragenden Akustik auch für Konzerte genutzt.

St. Jacobi - Osterode am Harz
St. Jacobi - Osterode am Harz
St. Jacobi - Osterode am Harz

In der Straße Rollberg 26, sind wir auf ein ehemaliges Ackerbürgerhaus im Fachwerkbau aufmerksam geworden. Das Haus hat eine wunderschöne Fassade mit Flechtbandmuster, Fächerrosetten und Narrenköpfen.

Ackerbürgerhaus Rollberg 26 - Osterode am Harz
Ackerbürgerhaus Rollberg 26 - Osterode am Harz

Der Rollberg gehört zu den ältesten Straßen Osterodes und beeindruckt mit zahlreichen gut erhaltenen Fachwerkhäusern aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Viele Gebäude entstanden nach dem verheerenden Stadtbrand von 1545, der große Teile der Stadt zerstörte. Typisch für die Häuser sind ihre reich verzierten Fachwerkfassaden mit geschnitzten Balken, Inschriften und kunstvollen Streben.

Rollberg - Osterode am Harz

Die Bronzestatue des Eseltreibers in der Nähe des alten Rathauses, erinnert an einen Beruf, der für Osterode von großer Bedeutung war. Esel transportierten Waren aus dem Harz, darunter Erze, Holz und andere Handelsgüter. Die Osteroder werden auch Eseltreiber genannt. Die Figur würdigt die wichtige Verbindung zwischen Bergbau, Handel und Handwerk. Die Statue ist ein beliebtes Fotomotiv.

Eseltreiber - Osterode am Harz

Das Alte Rathaus gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen Osterodes. Ein erstes Rathaus entstand im 14. Jahrhundert, wurde jedoch beim Stadtbrand zerstört. Der heutige Bau wurde 1552 im Renaissancestil auf den alten Grundmauern errichtet. Ursprünglich besaß das Gebäude einen reich verzierten Fachwerkgiebel, der später verschiefert wurde. Besonders bekannt ist die am Rathaus befestigte Walfischrippe, die vor Hochwasser schützen sollte.

Altes Rathaus - Osterode am Harz
Altes Rathaus - Osterode am Harz

Die St. Aegidien Marktkirche ist die historische Stadtkirche Osterodes und entstand im 13. Jahrhundert aus Bruchstein. Nach dem Stadtbrand wurde das Langhaus 1551 wieder aufgebaut. Der markante Westturm folgte 1578/79. Im Inneren beeindrucken die bemalte Kassettendecke, der frühbarocke Altar von 1660 sowie ein kunstvoll geschnitzter Taufständer. Bis 1936 wohnte im Turm der Türmer, der bei Bränden Alarm schlug.

St. Aegidien Marktkirche - Osterode am Harz
St. Aegidien Marktkirche - Osterode am Harz
St. Aegidien Marktkirche - Osterode am Harz

Der Martin-Luther-Platz gehört zum historischen Zentrum und verdankt seinen Namen Martin Luther (1483–1546), dessen Lehren die Einführung der Reformation in Osterode beeinflussten. Rund um den Platz befinden sich mehrere denkmalgeschützte Fachwerkhäuser aus dem 16. bis 18. Jahrhundert, darunter die ehemalige Ratsapotheke. Die Ratsapotheke wurde 1574 als erste Apotheke der Stadt gegründet und zählt zu den ältesten ihrer Art in Niedersachsen.

Martin-Luther-Platz - Osterode am Harz
Martin-Luther-Platz - Osterode am Harz

Der Kornmarkt bildet seit dem Mittelalter das historische Zentrum Osterodes und war der wichtigste Handelsplatz der Stadt. Händler boten Getreide, Vieh und Waren aus dem Harz an, wodurch der Platz seinen heutigen Namen erhielt. Auch heute finden hier regelmäßig Wochenmärkte, Stadtfeste und Veranstaltungen statt. Bei unserem Besuch im April, war der Kornmarkt österlich geschmückt mit vielen bunten Eiern.

Kornmarkt - Osterode am Harz
Kornmarkt - Osterode am Harz
Kornmarkt - Osterode am Harz

Das Harzkornmagazin wurde 1722 im Auftrag des Kurfürstentums Hannover errichtet. Der langgestreckte Barockbau diente als Getreidespeicher für die Versorgung der Bergleute im Oberharz, da dort kaum Ackerbau möglich war. Nachdem der Magazinbetrieb 1911 eingestellt wurde, erhielt das Gebäude verschiedene Nutzungen. Seit 1989 dient das aufwendig sanierte Bauwerk als Rathaus der Stadt Osterode.

Harzkornmagazin - Osterode am Harz
Harzkornmagazin - Osterode am Harz

Die Tourist Information befindet sich in einem Turm am Harzkornmagazin. Sie ist die erste Anlaufstelle für Besucher und bietet Stadtpläne, Wanderkarten sowie Informationen zu Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen. Wer die Geschichte der Stadt entdecken möchte, erhält hier viele nützliche Tipps und Informationen für einen gelungenen Aufenthalt.

Tourist Information - Osterode am Harz
Tourist Information - Osterode am Harz
Tourist Information - Osterode am Harz

An der Tourist Information informiert eine Gedenktafel über die Stolpersteine in Osterode. Das europaweite Kunstprojekt des Kölner Künstlers Gunter Demnig erinnert an die Opfer des Nationalsozialismus. In Osterode wurden die ersten Stolpersteine am 28. Juni 2010 verlegt. Insgesamt erinnern 14 Messingsteine an jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger, die verfolgt, deportiert und ermordet wurden. Die Informationstafel zeigt die Standorte der Stolpersteine.

Stolpersteine - Osterode am Harz
Stolpersteine - Osterode am Harz

Der Kuhhirtenturm ist einer der wenigen erhaltenen Wehrtürme der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Er entstand vermutlich im 13. oder 14. Jahrhundert zusammen mit der Stadtmauer und wurde aus Bruchsteinen errichtet. Seinen Namen verdankt der Turm den Kuhhirten, die früher das Vieh durch ein nahegelegenes Stadttor auf die Weiden führten.

Kuhhirtenturm und Stadtmauer - Osterode am Harz
Kuhhirtenturm und Stadtmauer - Osterode am Harz

Die katholische Kirche St. Marien wurde 1905 erbaut und entstand im neugotischen Baustil, der sich unter anderem durch spitzbogige Fenster, hohe Gewölbe und einen schlanken Kirchturm auszeichnet. Im Inneren beeindrucken die farbigen Glasfenster, die neugotische Ausstattung und der helle Kirchenraum.

St. Marien - Osterode am Harz
St. Marien - Osterode am Harz
St. Marien - Osterode am Harz

In der Nähe der St. Marien, war unser Ausgangsparkplatz. Von dort aus ging es zum Industriedenkmal Eulenburg, welches ein paar Kilometer außerhalb der Stadt liegt. Das Industriedenkmal Eulenburg gehört zu den bedeutendsten Technikmuseen der Region. Das Gebäude wurde 1910 als Textilfabrik der Firma Peters & Renner errichtet und steht beispielhaft für die Industriearchitektur des frühen 20. Jahrhunderts.

Industriedenkmal Eulenburg - Osterode am Harz
Industriedenkmal Eulenburg - Osterode am Harz
Industriedenkmal Eulenburg - Osterode am Harz

Charakteristisch sind die funktionale Backsteinbauweise, große Fensterflächen und die großzügigen Produktionsräume, die viel Tageslicht für die Textilherstellung boten. Nach der Stilllegung der Fabrik blieb ein großer Teil der technischen Ausstattung erhalten. Seit 1998 beherbergt die Eulenburg das Industriedenkmal mit einer Ausstellung zur Industrie- und Wirtschaftsgeschichte Osterodes.

Industriedenkmal Eulenburg - Osterode am Harz
Industriedenkmal Eulenburg - Osterode am Harz
Industriedenkmal Eulenburg - Osterode am Harz

Besucher können historische Maschinen, Werkstätten und Exponate aus der Textil-, Metall- und Papierindustrie besichtigen und erfahren, wie sich die Industrialisierung auf die Entwicklung der Stadt auswirkte.

Industriedenkmal Eulenburg - Osterode am Harz

Unser Fazit zu Osterode am Harz

Osterode ist eine schöne kleine Stadt, die viel Fachwerk bietet. Für uns Hunde bietet Osterode eine schöne Tour durch die Gassen, gerade wenn es noch früh am Morgen ist. Aber sagt Mama und Papa, sie sollen auf eure Pfötchen aufpassen, denn an manchen Ecken lagen viele Glasscherben rum, was wir nicht so schön fanden und Müll.

Sonst hat Osterode viel zu bieten, mit der historischen Stadtmauer, der Kirchen und dem alten Rathaus. Für uns ist es auf jeden Fall einen Besuch wert gewesen. Die Stadttour mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten hat ca. eine Stunde gedauert und wir sind 3 Kilometer gelaufen.

Alle Links zu Osterode, findet ihr hier: https://emmas-pfoten-abenteuer.de/links-osterode-am-harz/

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Mit Emma auf dem Naturmythenpfad in Braunlage – eine märchenhafte Wanderung durch den Harz

Hallo Freunde, diesmal sind wir auf einen tollen Wanderweg im Harz aufmerksam geworden. Er heißt Naturmythenpfad, ist bei Braunlage und hat 9 verschiedene Stationen, die es auf 4km zu entdecken galt. Da es direkt dort keinen Parkplatz gab, haben wir etwas weiter weg geparkt, am Sportplatz von Braunlage und sind zum Startpunkt gelaufen.

Naturmythenpfad in Braunlage
Naturmythenpfad in Braunlage
Naturmythenpfad in Braunlage

Ich hatte richtig viel Bock auf die Wanderung und war gut gelaunt. Es ging vorbei an kahlen Wäldern, entlang an schönen Wegen, bis wir im Nationalpark Harz angekommen waren. Von dort dauerte es noch ein kleines Stück, bis zum Infopoint. Dort hat mich gleich ein böser Wolf erwartet und ich dachte, was soll das denn? Dann habe ich meinen Königinnen Thron gesehen und mein frecher Papa, hat mir den Platz einfach geklaut.

Naturmythenpfad in Braunlage
Naturmythenpfad in Braunlage
Naturmythenpfad in Braunlage

Auf den Spuren alter Mythen durch den Harz

Wenn man an den Harz denkt, kommen einem schnell Hexen, Sagen und geheimnisvolle Wälder in den Sinn. Genau darum dreht sich auch der Naturmythenpfad in Braunlage. Der Rundweg verläuft durch den Nationalpark Harz und verbindet Natur mit alten Geschichten und interaktiven Stationen. Dabei geht es nicht darum, möglichst schnell ans Ziel zu kommen. Vielmehr lädt der Weg dazu ein, stehen zu bleiben, den Wald bewusst wahrzunehmen und sich auf die kleinen Dinge einzulassen.

Naturmythenpfad in Braunlage
Naturmythenpfad in Braunlage
Naturmythenpfad in Braunlage

Auf dem Wanderweg gibt es immer wieder Hinweisschilder, wo man dem Naturmythenpfad folgen muss. Ein verlaufen ist fast unmöglich, wenn man darauf achtet.

Station 1 – Der Wolf

Die erste Station widmet sich einem Tier, das kaum ein anderes die Menschen über Jahrhunderte so fasziniert und gleichzeitig verunsichert hat: dem Wolf.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 1 - Der Wolf
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 1 - Der Wolf
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 1 - Der Wolf

In Märchen ist er oft der Bösewicht. In der Realität gehört er jedoch ganz selbstverständlich zur Natur und kehrt inzwischen auch wieder in viele Regionen Deutschlands zurück. Genau mit diesem Gegensatz beschäftigt sich die erste Station. Auf der ersten Station musste ich kurze einen bösen Mann wegputzen, der dort einfach aufgetaucht ist. Dem hab ich es so richtig gezeigt.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 1 - Der Wolf
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 1 - Der Wolf
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 1 - Der Wolf

Ich hab mich allerdings weniger für alte Mythen interessiert, sondern eher für die vielen Wildgerüche entlang des Weges. Immer wieder blieb ich stehen, schnupperte aufmerksam ins Unterholz und schaute neugierig zwischen die Bäume. Man konnte sich gut vorstellen, dass hier nachts tatsächlich Wildtiere unterwegs sind.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 1 - Der Wolf
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 1 - Der Wolf
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 1 - Der Wolf

Diese Station regt zum Nachdenken an: Wer hat eigentlich vor wem Angst? Der Mensch vor dem Wolf oder der Wolf vor dem Menschen? Zudem werden einem hier die Eigenschaften eines Wolfes aufgezeigt.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 1 - Der Wolf
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 1 - Der Wolf
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 1 - Der Wolf

Station 2 – Märchen und Sagen

Nur wenige Schritte weiter taucht man tiefer in die Welt der Harzer Sagen ein.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 2 - Märchen und Sagen
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 2 - Märchen und Sagen
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 2 - Märchen und Sagen

Der Harz gehört zu den sagenreichsten Regionen Deutschlands. Hexen, Berggeister, geheimnisvolle Wesen und verwunschene Wälder gehören hier seit Jahrhunderten zur Kultur.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 2 - Märchen und Sagen
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 2 - Märchen und Sagen
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 2 - Märchen und Sagen

Während wir die Informationstafeln lasen, wirkte der Wald fast ein wenig geheimnisvoll. Sonnenstrahlen fielen durch die hohen Bäume, der Wind bewegte die Äste und irgendwo klopfte ein Specht.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 2 - Märchen und Sagen
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 2 - Märchen und Sagen
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 2 - Märchen und Sagen

Ich ließ mich davon natürlich überhaupt nicht beeindrucken. Für mich war jeder neue Geruch spannender als jede Sage. Trotzdem passt diese Station wunderbar in die Umgebung, denn gerade dieser Wald besitzt eine ganz besondere Atmosphäre.

Station 3 – Der Baum

Bäume begleiten uns auf jeder Wanderung. Oft laufen wir einfach an ihnen vorbei.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 3 - Der Baum
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 3 - Der Baum
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 3 - Der Baum

Diese Station zeigt, welche Bedeutung Bäume früher für die Menschen hatten. Sie galten als Kraftorte, Schutzspender und Symbole des Lebens. Manche Baumarten wurden sogar verehrt.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 3 - Der Baum
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 3 - Der Baum
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 3 - Der Baum

Wenn man einen Moment innehält und nach oben schaut, versteht man schnell, warum. Die mächtigen Stämme, das Licht zwischen den Ästen und die Ruhe des Waldes sorgen automatisch dafür, dass man langsamer wird.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 3 - Der Baum
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 3 - Der Baum
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 3 - Der Baum

Ich hatte währenddessen wieder ganz andere Prioritäten. Jeder Baum musste ausgiebig beschnuppert werden, denn immerhin hatte ich hier meine ganz eigene „Waldzeitung“. Zum Ende der 3. Station, gab es einen kleinen Bach. Dort konnte ich meine Pfötchen kühlen und Schlappi machen.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 3 - Der Baum
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 3 - Der Baum
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 3 - Der Baum

Station 4 – Der Bach

Langsam näherten wir uns dem Wasser, einem größeren Bach als wir kurz vorher gesehen hatten.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 4 - Der Bach
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 4 - Der Bach
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 4 - Der Bach

Das leise Plätschern des Baches begleitete uns bereits einige Meter vorher. Zwischen Steinen und Wurzeln schlängelte sich das klare Wasser durch den Wald.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 4 - Der Bach
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 4 - Der Bach
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 4 - Der Bach

Früher entstanden rund um solche Orte viele Geschichten über Wassergeister und Nymphen. Tatsächlich besitzen Bäche eine besondere Ruhe. Man setzt sich automatisch für einen Moment auf einen Stein und hört einfach nur zu.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 4 - Der Bach
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 4 - Der Bach
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 4 - Der Bach

Ich war sofort begeistert, denn Wasser bedeutet für mich immer Abenteuer. Vorsichtig erkundete ich das Ufer und beobachtete aufmerksam die fließenden Wellen. Papa hat so ein komisches Musikinstrument gefunden und hat damit Geräusche gemacht. Das fand ich gar nicht lustig und hab ihn geschimpft wie eine verrückte, damit er aufhört.

Station 5 – Der Silberteich

Für uns war der Silberteich ohne Frage einer der schönsten Orte der gesamten Wanderung. Gerade für Hunde ist der Silberteich eine tolle Station, um baden zu gehen. Man kommt hier flach ins Wasser und kann ohne Probleme rein und raus gehen.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 5 - Der Silberteich
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 5 - Der Silberteich
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 5 - Der Silberteich

Der kleine Waldsee liegt ruhig zwischen den Bäumen und wirkt fast wie aus einem Märchen. Je nach Wetter spiegeln sich Himmel und Wald im Wasser und schaffen eine ganz besondere Stimmung. Der Silberteich hatte für uns etwas magisches.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 5 - Der Silberteich
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 5 - Der Silberteich
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 5 - Der Silberteich

Hier haben wir eine längere Pause eingelegt. Ich bekam etwas zu trinken und konnte sich im Schatten ausruhen, während wir den Blick über den Teich schweifen ließen.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 5 - Der Silberteich
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 5 - Der Silberteich
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 5 - Der Silberteich

Wer gerne fotografiert, sollte sich hier etwas mehr Zeit nehmen. Rund um den Silberteich ergeben sich immer wieder wunderschöne Motive. Egal ob Spiegelungen auf dem Wasser, kleine Details am Ufer oder weite Landschaftsaufnahmen. Das schönste Motiv für Mama und Papa, war natürlich ich.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 5 - Der Silberteich
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 5 - Der Silberteich
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 5 - Der Silberteich

Station 6 – Naturgewalten

Nach der ruhigen Stimmung am Silberteich beschäftigt sich die nächste Station mit den Kräften der Natur, also ging es für uns weiter zu dieser Station. Aber Frauchen war kaum vom Silberteich wegzukriegen, daher musste ich ein bisschen Druck machen.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 6 - Naturgewalten
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 6 - Naturgewalten
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 6 - Naturgewalten

Wind, Regen, Sturm und Schnee formen den Harz seit Jahrtausenden. Gerade in den letzten Jahren hat sich die Landschaft durch Trockenheit und den Borkenkäfer stark verändert. An einigen Stellen sieht man deutlich, wie sich der Wald verändert und langsam wieder neu entsteht.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 6 - Naturgewalten
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 6 - Naturgewalten
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 6 - Naturgewalten

Diese Station erinnert daran, dass die Natur ständig im Wandel ist, unabhängig davon, ob Menschen eingreifen oder nicht. Ich war ganz frech und habe mich hier einfach auf den Tisch gesetzt, da ich genau zwischen Mama und Papa sitzen wollte, aber verratet mich bitte nicht.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 6 - Naturgewalten
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 6 - Naturgewalten
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 6 - Naturgewalten

Station 7 – Der Wald

Jetzt befindet man sich mitten im Nationalpark Harz, bei der Station Wald. Hier gibt es Stelen aus Holz, mit vielen Botschaften z.B. von Caesar.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 7 - Der Wald
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 7 - Der Wald
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 7 - Der Wald

Hier wird deutlich, dass ein Wald viel mehr ist als eine Ansammlung von Bäumen. Moose, Pilze, Insekten, Vögel und unzählige andere Lebewesen bilden gemeinsam ein riesiges Ökosystem.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 7 - Der Wald
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 7 - Der Wald
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 7 - Der Wald

Je länger wir unterwegs waren, desto ruhiger wurde es. Man hörte fast nur noch Vogelstimmen und das Rascheln der Blätter. Irgendwann kamen wir wieder an einen Bach. Über den konnte man drüber balancieren, wenn man es sich zutraut. Also ich wäre ja sofort dabei gewesen, aber nicht meine Zweibeiner.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 7 - Der Wald
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 7 - Der Wald
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 7 - Der Wald

Ich lief entspannt voraus, blieb immer wieder stehen und wartete geduldig auf die anderen beiden. Solche Momente mögen wir besonders, denn genau dafür gehen wir gemeinsam wandern. Dann wartete noch ein Abenteuer auf uns, hüpfen über Seine, um zur anderen Uferseite zu gelangen. Was meint ihr, sind wir trocken geblieben?

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 7 - Der Wald
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 7 - Der Wald
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 7 - Der Wald

Station 8 – Der Wunschbaum

Diese Station gehört sicherlich zu den emotionalsten des gesamten Naturmythenpfades.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 8 - Der Wunschbaum
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 8 - Der Wunschbaum
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 8 - Der Wunschbaum

Schon seit Jahrhunderten verbinden Menschen mit besonderen Bäumen Wünsche, Hoffnungen und kleine Rituale. Auch hier darf man einen Moment innehalten und sich etwas wünschen.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 8 - Der Wunschbaum
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 8 - Der Wunschbaum
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 8 - Der Wunschbaum

Ob Wünsche wirklich in Erfüllung gehen? Wer weiß. Schaden kann es jedenfalls nicht. Wir haben uns einfach einen Moment Zeit genommen und die Ruhe genossen. Während Mama und Papa den Baum haben auf sich wirken lassen, habe ich die Zeit für eine kleine Verschnaufpause genutzt. Natürlich habe ich mir auch was gewünscht und zwar das nächste Leckerli.

Station 9 – Das Labyrinth

Die letzte Station bildet gleichzeitig den Abschluss der Wanderung, bzw. der letzten Station, den wir mussten ja noch zum Auto zurück.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 9 - Das Labyrinth
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 9 - Das Labyrinth

Ein Labyrinth steht seit jeher für den eigenen Lebensweg. Anders als ein Irrgarten besitzt es keine Sackgassen. Es führt Schritt für Schritt zum Mittelpunkt und wieder hinaus.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 9 - Das Labyrinth
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 9 - Das Labyrinth
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 9 - Das Labyrinth

Nach den vielen Eindrücken des Weges ist das ein schöner Abschluss. Auch ich marschierte neugierig mit Papa hindurch und fand das kleine Abenteuer sehr spannend.

Unser Fazit

Der Naturmythenpfad ist keine Wanderung, bei der Höhenmeter oder Gipfel im Mittelpunkt stehen. Hier geht es um das bewusste Erleben der Natur.

Naturmythenpfad in Braunlage
Naturmythenpfad in Braunlage
Naturmythenpfad in Braunlage

Uns hat besonders gefallen, dass sich der Weg hervorragend mit Hund laufen lässt und durch die neun Stationen nie langweilig wird. Überall gibt es etwas zu entdecken, für uns Hunde genauso wie für Menschen.

Naturmythenpfad in Braunlage

Wer mit offenen Augen durch den Wald geht, findet hier nicht nur schöne Fotomotive, sondern auch viele kleine Momente, die in Erinnerung bleiben. Unsere Wanderung war ca. 6km lang, da wir noch zum Parkplatz laufen mussten.

Naturmythenpfad in Braunlage

Unsere Bewertung

🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾

Länge: ca. 4 km
Schwierigkeit: leicht
Für Hunde geeignet: Ja, absolut. Besonders außerhalb der Ferien ist der Weg angenehm ruhig. Da der Rundweg durch den Nationalpark Harz führt und Wildtiere vorkommen können, empfehlen wir, Hunde angeleint zu führen.

Wir würden den Naturmythenpfad jederzeit wieder besuchen, vielleicht zu einer anderen Jahreszeit. Denn wir sind sicher: Im Herbst, wenn sich die Blätter färben oder Nebel zwischen den Bäumen hängt, wirkt dieser Ort noch einmal ein ganzes Stück geheimnisvoller. Wir waren im April dort.

Bis zum nächsten Abenteuer, eure Emma

Infos zum Naturmythenpfad, bekommt ihr hier: https://www.nationalpark-harz.de/de/natur-erleben/natur-erlebnispfade/naturmythenpfad/

Emma’s Wanderweg in Braunlage im Harz

Hallo Freunde, stellt euch mal vor, bei unserem Trip im Harz (Braunlage) durfte ich doch tatsächlich einen Wanderweg aussuchen und bestimmen wo es lang geht. Gesagt getan, alle mir nach…

Emma's Wanderweg in Braunlage
Emma's Wanderweg in Braunlage

Also ging es für mich der Nase nach und die hat mich nicht getäuscht. Ich habe nämlich gleich einen Bauernhof gefunden, wo es lustig aussehende Alpakas gab. Da hätte ich noch stundenlang sitzen können, aber meine Zweibeiner wollten weiter.

Emma's Wanderweg in Braunlage

Erst bin ich noch schön auf dem Weg geblieben, bin aber dann auf einen unbefestigten Weg abgebogen. Mama meinte da schon, oh je, wo führt uns Emma hin. Hoffentlich muss ich nicht gleich wieder den Berg runter und dann hoch.

Emma's Wanderweg in Braunlage
Emma's Wanderweg in Braunlage

Aber mal ehrlich, auf meinem Weg hat man doch eine schöne Aussicht über das ganze Gebiet und man konnte sogar bis in Richtung Brocken schauen. Ich fand meinen gewählten Weg schon jetzt toll.

Emma's Wanderweg in Braunlage

Dann kamen wir zu einer Wiese, wo ich mich erst mal schön wälzen musste. Keine Sorge, hier gab es nur frisches Gras und nichts, womit ich mich hätte panieren können. Ach ich liebe es einfach, mich durch Wiesen zu kugeln. Das ist quasi Hundeyoga.

Emma's Wanderweg in Braunlage
Emma's Wanderweg in Braunlage

Mama war bei dem Blick nach unten gar nicht begeistert. Man kann es auf den Fotos schlecht erkennen, aber es ging steil nach unten. Da sie von den ganzen Wanderungen zuvor schon Muskelkater hatte, war sie echt nur am jammern. Was soll ich denn sagen? Ich war immerhin auch überall dabei und stell mich nicht so an.

Emma's Wanderweg in Braunlage
Emma's Wanderweg in Braunlage

Mir nach, ich rieche Fisch und Kuchen. Da hinter den Bäumen ist das Waldcafé Forellenteich (https://www.forellenteich-braunlage.de/). Dort sind Hunde herzlich Willkommen und man kann sogar selbstgebackene Hundekekse kaufen. Was sagen Mama und Papa: „Na wir wollten mit dir wandern und haben doch jetzt kein Geld dabei. Emma, da können wir jetzt nicht hin.“

Emma's Wanderweg in Braunlage

Ihr glaubt gar nicht, wie stinkig ich gewesen bin. Da führt man die beiden schon mal zu so einem tollen Ausflugsziel und die gehen da nicht mit mir hin. Freunde, ich brauche mein eigenes Taschengeld, damit ich selber bezahlen kann. Warum kriegen nur Kinder ein Taschengeld und nicht auch Hundekinder?

Emma's Wanderweg in Braunlage
Emma's Wanderweg in Braunlage
Emma's Wanderweg in Braunlage

Also ging es für uns wieder den Berg rauf und immerhin gab es auf der Bank eine Pause mit Schlappi und Leckerlis, die mich etwas besänftigt und meine Laune wieder angehoben haben. Mama und Papa sind ja doch gute Hundeeltern, aber das Café hätte ich trotzdem gerne besucht.

Emma's Wanderweg in Braunlage
Emma's Wanderweg in Braunlage

Der Anstieg war wirklich heftig und zog sich wie Kaugummi, aber irgendwann haben wir es geschafft. Auf unserem Weg waren noch andere Leute da, die zu einem Restaurant laufen wollten. Deren Kinder haben sich geweigert dort hoch zu laufen und sind auf halber Strecke umgedreht. Also für Essen klettere ich auf den Mount Everest hoch.

Emma's Wanderweg in Braunlage
Emma's Wanderweg in Braunlage

Irgendwann habe ich eine komische Abzweigung genommen und Mama hat das Navi angeschmissen um zu schauen, ob wir wirklich auf einem richtigen Weg sind. Das Navi meinte ja, Papa nein und Mama meinte: „Dann probieren wir es doch einfach.“ Was soll ich sagen, wir haben uns vorher über den Wanderer lustig gemacht, der sich durch die Bäume geschlagen hat und auf einmal dort raus kroch. Dann waren wir selber die Idioten und haben gelernt, hört auf Papa und nicht aufs Navi.

Emma's Wanderweg in Braunlage
Emma's Wanderweg in Braunlage
Emma's Wanderweg in Braunlage

Aber hey, das war wieder ein richtiges Abenteuer nach meinem Geschmack. Es gibt für mich nichts schöneres als durch die Pampa zu klettern und immerhin sind wir wieder auf dem richtigen Weg gelandet, der zu unserer Ferienwohnung führte.

Emma's Wanderweg in Braunlage

Es war ein abenteuerlicher, kleiner Spaziergang, der es mit seiner Steigung aber mächtig in sich hatte. Wir sehen uns hoffentlich bei meinem nächsten Abenteuer. Liebe Grüße, eure Emma.

Emma's Wanderweg in Braunlage
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