Kategorie: Ausflüge und Erblebnisse – Vereinigtes Königreich(Seite 1 von 2)
Nicht jede Reise dreht sich um eine ganze Stadt. Hier sammle ich besondere Ausflüge und Erlebnisse aus dem Vereinigten Königreich, wie z.B. Ausstellungen, Events, Sehenswürdigkeiten und kleine Highlights, die unterwegs entdeckt wurden und sich für einen Besuch lohnen.
Bexhill-on-Sea ist eine Stadt und Seebad in der Grafschaft East Sussex im Süden Englands, mit etwa 43.000 Einwohnern und liegt direkt am Meer. Bexhill-on-Sea gilt als Geburtsstadt des britischen Motorsports, weil dort 1902 das allererste Autorennen in Großbritannien ausgetragen wurde.
In Bexhill finden jährlich viele Veranstaltungen Rund um Autos und Motorräder statt, wie z.B. die „100 Classic & Custom Car Show“ oder das Bexhill Motofest. Wir haben uns damals das Bexhill Motofest angeschaut und auch wenn das Wetter nicht mitgespielt hat, war es eine tolle Veranstaltung.
Bei Veranstaltungen in Bexhill, werden immer viele Parkmöglichkeiten zur Verfügung gestellt und es gibt eine Zone für Familien, wo die Kinder ihren Spaß haben. Für Essen wird während solchen Veranstaltungen auch gesorgt, es gibt viele Essensbuden, wo man sich was kaufen kann. Wir haben uns die Stuntshow angeschaut.
Für spannende Stunts hat Cassandra Fey mit ihrem Partner von Stunted Reality gesorgt.
Es gab Stunts zu zweit auf dem Motorrad oder auch alleine, wo sich beide bei Stunts mit ihren Bikes begegnet sind.
Das Publikum wurde auch mit einbezogen und war somit eine Veranstaltung zum anfassen, da man danach auch ins Zelt der Fahrer gehen konnte, um Fragen zu stellen. Zudem konnte man sich die Motorräder aus der Nähe anschauen.
Die Hollywood-Motorradstuntlegende Mark Van Driel war auch vor Ort und hat seinen eigenen Weltrekord für die meisten Switchback Zero-Motorradumdrehungen in einer Minute gebrochen.
Es war eine spannende Veranstaltung und wer Autos oder Motorräder liebt, sollte unbedingt mal solch eine Veranstaltung in Bexhill besuchen.
Jährlich findet in Cowes, einer kleinen Hafenstadt der Isle of Wight, die „Cowes Week“ statt. Die „Cowes Week“ ist ist eine der ältesten und größten Segelregatten der Welt. Sie findet meistens im August eines jeden Jahres statt. Sie ist eine Kombination aus Sport, gesellschaftlichem Event und Luftshow.
Im Rahmen der „Cowes Week“, fliegen dort, meistens an dem Donnerstag in dieser Woche, die Red Arrows. Die Red Arrows sind das Offizielle Kunstflugteam der Royal Air Force. Bekannt sind sie für extreme Präzision, enge Formationen und farbige Rauchspuren am Himmel.
Geflogen wird mit dem Trainingsjet BAE Systems Hawk und dabei ist der Flugabstand teilweise sogar unter 2 Metern, was das ganze extrem gefährlich macht. Da wir so etwas noch nie aus der Nähe gesehen haben, war die Show der Red Arrows ein Muss für uns. Das Air Display ist eine Kombination aus Loopings, Formationswechseln und Synchronflug. Die rot-weiß-blauen Rauchstreifen, stellen die britische Flagge dar.
Da wir nicht den ganzen Weg auf die Insel fahren wollten, haben wir uns die Flugshow von der gegenüberliegenden Seite angeschaut. Wir haben beim Lepe Beach (https://maps.app.goo.gl/GJwRHcwhCC7rSpab7) geparkt und hatten von dort aus einen wundervollen Blick auf Cowes und die Flugshow.
Der Strandabschnitt war relativ leer und man konnte sich die Wartezeit bis zum Beginn der Flugshow mit einem Standspaziergang, Sammeln von Muscheln und finden von Krebsen vertreiben. Im Hintergrund sieht man Cowes.
Wir können euch einen Besuch der Red Arrows Flugshow wirklich sehr empfehlen. Die Atmosphäre und Spannung ist einfach einmalig und etwas ganz besonderes. Sie fliegen das ganze Jahr über, nicht nur bei der Cowes Week und das im ganzen Land verteilt.
Das Newhaven Fort ist mittlerweile ein Museum in Newhaven. Es wurde damals als die größte Verteidigungsanlage erbaut, die jemals in Sussex gebaut wurde. Es wurde zwischen 1865 und 18741 erbaut und diente als Schutz für den Hafen von Newhaven, falls es einen Angriff aus Frankreich geben sollte.
Es wurde 1870 auf der Ostseite mit zwei Vorderlader-Schiffsgeschützen vom Typ RML 9-inch ausgestattet. Die Geschützstellungen hatten freies Schussfeld über die Nordsee.
Vom Newhaven Fort aus, hat man einen tollen Blick auf den Hafen von Newhaven. Gerade bei schönem Wetter, kann man den weiten Blick von hier oben genießen. Es gibt auch direkte Wanderwege rund um das Fort.
Mit Newhaven Fort hatte man Kontrolle über den Firth of Forth, also Schutz des Zugangs zu Edinburgh und den Werften in Leith. Im Museum findet man viel alte Munition, die natürlich entschärft wurde.
Natürlich darf ein Munitionslager in so einer Festung nicht fehlen. Es gibt ein unterirdische Munitionslager, welches über enge Gänge zu erreichen ist.
Im Gebäude gibt auch eine Art Kino, wo kurze Filme zur Geschichte und zum Fort gezeigt werden. Sie sind sehr informativ und die Stühle laden zum verweilen ein. Ausgestellt werden auch verschiedene Technikausrüstungen von früher und natürlich Munition.
Es gibt auch eine Schmiede/Werkstatt von früher zu sehen, wo früher Geschützkomponenten repariert wurden. Hier wurden auch Bolzen, Eisenstangen, Beschläge bearbeitet und Ersatzteile angefertigt. Man kann sich auch noch die Schlafräume der Besatzung anschauen und den Raum eines Priesters.
Natürlich gibt es auch eine große Anzahl an historischen Uniformen von verschiedenen Dienstgraden zu sehen. Von feiner Ausgehkleidung, bis hin zu Uniformen der einfachen Soldaten, ist alles dabei.
Aus der Zeit des kalten Krieges, sieht man eine rekonstruierte Leit- bzw. Gefechtszentrale. Der Raum wirkt fast wie ein eingefrorenes 1970er-Jahre-Kontrollzentrum. Hier sieht man deutlich den Übergang vom industriellen Krieg zur elektronischen Kriegsführung.
Im Gruppen-Überwachungsraum wurden konkrete taktische Verteidigungs- und Überwachungsmaßnahmen koordiniert. Die Kernaufgaben des Gruppen-Überwachungsraum waren: Seeüberwachung, Feuerleitung der Küstenartillerie, Luftlage/Bedrohungsanalyse und Alarm- und Einsatzkoordination.
Es gab auch eine Küche von früher zu sehen, mit der kompletten Einrichtung und den Lebensmitteln, wie es sie damals gab. Wie es sich für die damalige Zeit gehörte, stand die Frau am Herd. Zum Glück ändern sich manche Zeiten.
Ein Modell vom Newhaven Fort zeigt deutlich, wie groß das ganze Areal ist und wie es in die Felsen eingebaut wurde, was ich die teils schmalen Gänge und langen Treppen nach unten erklärt.
Der Besuch hat mir gezeigt, wie viel Technik, Organisation und Handarbeit hinter dem Betrieb einer solchen Festung steckte. Besonders die authentisch eingerichteten Räume, von der Schmiede bis zum Operationsraum, machen Geschichte greifbar. Deshalb kann ich einen Besuch sehr empfehlen, denn man erhält nicht nur Informationen, sondern ein echtes Raumgefühl vergangener Zeiten.
Hallo Freunde, diesmal hat Mama das Monkey World in Wareham (Südengland) für euch besucht. Monkey World ist ein international bekanntes Primaten‑Rettungszentrum und Schutzgebiet, welches in 1987 eröffnet wurde.
Es ist kein klassischer Zoo, sondern ein Ort für gerettete, misshandelte und gefährdete Primaten aus aller Welt.
Als erstes kamen wir zu einer Art der Gibbons. Die Gibbons stammen aus Südostasien. Sie sind die Schwestergruppe der Menschenaffen und werden deshalb auch als Kleine Menschenaffen bezeichnet. Es werden 20 Arten unterschieden.
Normalerweise befinden sich im Park keine Gorillas, da sie selten als Haustiere bei Menschen gehalten werden und gerettet werden müssen. Aber bei unserem Besuch, war einer da. Die Gorillas sind eine Primatengattung aus der Familie der Menschenaffen. Sie sind die größten lebenden Primaten und die ausgeprägtesten Blätterfresser unter den Menschenaffen. Sie sind durch ihr schwarzgraues Fell und den stämmigen Körperbau charakterisiert und leben in den mittleren Teilen Afrikas.
Auch Wölfe haben wir im Park angetroffen. Der Wolf ist das größte, heute noch lebende Raubtier aus der Familie der Hunde. Wölfe leben meist in Rudeln. Hauptbeute sind in den meisten Regionen mittelgroße bis große Huftiere. Seit sich die Wölfe in Deutschland wieder vermehren, kommt es immer wieder zu gerissenen Tieren in Schafherden. Emma und ich, sind Wölfen auch schon beim spazieren begegnet und ich kann euch sagen, ich hatte vor Angst die Hose voll, da die beiden Wölfe uns hinterher gelaufen sind. Es ging zum Glück aber alles gut aus.
Wer kennt nicht den berühmten Film Madagascar? Natürlich waren auch die süßen Ringelschwanzlemuren (Lemur catta) vertreten. Kattas stammen ursprünglich aus Madagaskar und gehören zur Familie der Lemuren. Sie sind tagaktiv und sehr sozial. Meist leben sie in Gruppen.
Von weitem dachte ich, die Wildschweine sehen aber irgendwie komisch aus. Es sind auch keine Wildschweine, sondern Pinselohrschweine, welche aus West- und Zentralafrika stammen. Sie haben ein rotbraunes Fell, einen hellen Streifen auf dem Rücken und Leben in Wädern und Savannen. Sie sind Allesfresser.
Da ich Elefanten sehr mag, hab ich mich über die nächsten Bewohner in Monkey World gefreut. Die Elefanten waren gerade am Ball spielen und hatten ihren Spaß. Hier geht es ihnen sicher besser als dort, wo sie gerettet wurden. Die Elefanten gehören zur Familie der Rüsseltiere. Sie sind die noch einzigen überlebenden Tiere dieser Ordnungsgruppe.
Dann haben wir noch die sogenannten Müller-Gibbons gesehen. Im Park leben mehrere Müller-Gibbons in einem Gehege, darunter Nini und Fuchs. Sie sollten beide bei einem illegalen Tierhandel nach Taiwan geschafft werden und konnten dabei gerettet werden. Die Müller-Gibbons stammen ursprünglich aus Borneo. Sie leben in Laub-, Monsun- und tropischen Wäldern, oft mit einem hohen Bestand an Flügelfruchtgewächsen.
Leoparden konnte man in Monkey World ebenfalls betrachten. Leoparden, auch Pant(h)er genannt, gehören zur Familie der Katzen. Das Fell der Leoparden kann unterschiedlich sein, aber fast immer, zeigt es Rosetten. Ihr Lebensraum liegt in ganz Afrika verteilt.
Die nächsten Großkatzen die wir gesehen haben, waren Löwen. Auf den Bildern sieht man Weibchen, sie haben nicht dieses typische lange Fell um den Kopf herum, was nur Männchen haben. Löwen leben im Gegensatz zu anderen Großkatzen in Rudeln. Ihr Verbreitungsgebiet ist Afrika und auch Indien.
Zum Schluss darf der Tiger natürlich nicht fehlen. Eine weitere Art der Großkatzen, welche in Asien verbreitet ist. Ein Tiger ist unverkennbar, dank seiner typischen, dunklen Streifen. Sie leben eher als Einzelgänger und ernähren sich überwiegend von großen Huftieren.
In Monkey Word gibt es noch viele weitere Tiere zu sehen, die durch die Behörden aus schlechter Haltung oder Schmuggel gerettet wurden und hier ihr neues Zuhause gefunden haben, da man sie nicht mehr in der freien Natur integrieren kann. Der Park leistet wirklich eine tolle Arbeit und er ist auf jeden Fall einen Besuch wert, wenn man sich über die Tiere informieren möchte.
Das Goodwood Festival of Speed findet jährlich, meist im Juli und manchmal gegen Ende Juni statt und dauert 4 Tage. Es ist ein großes Festival für Motorsport-Fans.
Viele Autohersteller nutzen die Chance und stellen auf dem Festival auch ihre neuen Fahrzeuge vor. Vor Ort waren viele verschiedene Anbieter, als wir dort waren, was nun auch schon eine Weile her ist. Ford hatte ein riesiges Gebäude aufgebaut, was sich über 3 Etagen erstreckt hat und man konnte viele ihrer Modelle begutachten und einsteigen, wie z.B. den Ford Mustang oder den Ford Focus.
Im Hintergrund sieht man die Supersportwagen des italienischen Herstellers Pagani. Diese konnte man leider nur aus der Ferne betrachten und nicht testen. Aber das ist bei dem Preis von 2,5 bis 17,5 Millionen Euro auch kein Wunder.
Während dem Festival, gibt es auch immer wieder verschiedene Paraden, bei denen die Teilnehmer in lustigen Verkleidungen durch die Menge laufen.
Natürlich war auch Toyota mit mehreren Modellen vor Ort und hat seine Autos präsentiert. Auch ein Riesenrad gibt es beim Festival of Speed. Von dort oben hat man einen tollen Blick über das Gelände und die Autos.
Wann sieht man mal einen Ferrari so nah vor Ort, außer er düst an einem vorbei? Natürlich auch hier beim Festival. Ferrari hatte ebenfalls mehrere Fahrzeuge ausgestellt.
Legendäre Fahrzeuge aus verschiedenen Epochen der Motorsportgeschichte, die entweder original erhalten oder sorgfältig restauriert sind, kann man im Bereich „Classic und Replica Car-Bereich“ begutachten. Viele dieser historischen Schmuckstücke nehmen am berühmten Hillclimb-Rennen teil.
Das tolle an Goodwood Festival of Speed ist, Besucher können sich im Fahrerlager frei bewegen und können den Mechanikern über die Schulter schauen. So kann man die Legenden der Motorsportgeschichte hautnah erleben.
Mein größtes Highlight bei Goodwood war es auf jeden Fall, als der Formel 1 Wagen von Michael Schumacher über die Strecke gedüst ist. Als riesiger Formel 1 Fan, wollte ich schon als Kind immer mal live bei einem Rennen dabei sein, leider hat es nie geklappt. Diese Motorengeräusche live vor Ort zu hören, hat mir eine Gänsehaut verschafft und Tränen in die Augen getrieben.
Das alles passiert auf dem legendären Hillclimb, dem Herzstück des Events. Hierbei fahren historische Klassiker und modernste Hypercars über die 1,86 km lange Auffahrt.
Ich kann euch einen Besuch beim Goodwood Festival of Speed wirklich sehr empfehlen, gerade wenn man sich für Autos und Motorsport interessiert.
Tipp: In Goodwood findet auch jährlich eine Veranstaltung nur für unsere Vierbeiner statt. Sie nennt sich „Goodwoof“. Dort gibt es viele Mitmach-Aktionen für Hunde, Wellnessbereiche für Hunde mit Massagen und Yoga, Workshops und viele weitere Angebote. Alle Infos zu Goodwoof, findest du hier: https://www.goodwood.com/goodwoof/
Hallo Freunde, Mama hat für euch das Royal Engineers Museum in Gillingham besucht. Das Museum wurde im Jahr 1987 eröffnet und beheimatet eine militärhistorische Sammlung von nationaler und internationaler Bedeutung. Gillingham ist eine Stadt in der Grafschaft in Kent und liegt ca. 50km von London entfernt.
Das Royal Engineers Museum ist im ehemaligen Ravelin Building der Brompton Barracks untergebracht. Dies war ursprünglich die Ausbildungsstätte der Royal Engineers ab 1905. Bereits auf dem Parkplatz des Museum, kann man einige der Militärfahrzeuge sehen, die dort ausgestellt sind. Zum Beispiel steht hier der FV180 CET, ein gepanzertes Pionierfahrzeug, welches für militärische Ingenieuraufgaben genutzt wurde.
Hier werden Szenen aus dem 1. Weltkrieg auf dem Schützengraben nachgestellt, wo es z.B. um die Kommunikation im Stellungskrieg geht. Während des 1. Weltkriegs waren die Royal Engineers zuständig für Aufbau und Wartung von Feldtelefonanlagen, Signaltechnik, Telegraphie und Nachrichtenübermittlung zwischen Frontabschnitten.
Ausgestellt werden auch die verschiedenen Minen und es wird die Aufgabe eines Minenräumers gezeigt, die während des 2. Weltkriegs durch die vielen Minen sehr wichtig war. Minen wurden damals mit zur Schlüsselfigur des Krieges, da sie kostengünstig waren und eine große, taktische Wirkung hatten.
Im Museum bekommt man viele Infos zu den verschieden bomben, wie u.a. zu den Schmetterlingsbomben und man sieht eine nachgestellte Szene eines Kampfmittelräumers der Royal Engineers, wie er eine Bombe während des Blitz (deutsche Luftangriffe auf Großbritannien), entschärft.
Hier seht ihr eine deutsche V-2-Rakete (Vergeltungswaffe 2) aus dem Zweiten Weltkrieg. Sie hat eine Höhe von 14 Metern und wiegt ca. 13 Tonnen. Sie wurde das erste Mal 1944 eingesetzt gegen London und Antwerpen. Sie ist die erste einsatzfähige ballistische Großrakete der Welt mit einer Reichweite von 320 Kilometern.
Bei dem Flugzeug handelt es sich um eine Hawker Siddeley Harrier, ein britisches Senkrechtstart- und Kurzstartkampfflugzeug, dass ab Ende der 1960er-Jahre bei der Royal Air Force eingeführt wurde. Sie wurde für Infrastruktur- und Pionieroperationen eingesetzt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt je nach Version bei etwa 1.100 km/h, die Einsatzreichweite bei rund 500–800 km ohne Zusatztanks.
Ausgestellt sind auch einige der Uniformen, die z.B. während des Koreakrieges gegen die klirrende Kälte getragen wurden. Während des Irakkrieges wurden in 2003 durch das US-Verteidigungsministerium sogenannte Iraqi Most Wanted-Spielkarten gedruckt. Sie dienten dem Zweck, sich die 52 meistgesuchten Mitglieder des Saddam Hussein Regimes einzuprägen. Bei Kontrollen sollten sie zudem die Identifikation erleichtern.
Wer sich für die Geschichte des Krieges interessiert, ist im Royal Engineers Museum genau richtig. Hier gibt es viel zu sehen und vor allem, dank vieler schriftlicher Informationen, zu verstehen. Wir können euch einen Besuch sehr empfehlen.
Leeds Castle ist ein Wasserschloss in Kent und liegt in der Nähe von Maidstone. Seinen Namen verdankt das Schloss einem kleinen Dorf, Leeds, was ganz in der Nähe liegt. 857 wurde Leeds Castle als Herrenhaus durch Ethelbert von Wessex erbaut und wurde im Jahr 1278 durch Edward I. zum Schloss erweitert.
Rund um Leeds Castle gibt es viele verschiedene Gebäude. Unter anderem kann man das „Dog Collar Museum„, wo man Halsbänder von Hunden aus vielen Jahren bestaunen kann. Es gibt ein Labyrinth, wo man Rätsel lösen muss, einen schönen Garten und verschiedene Vogelhäuser. Es waren auch so überall viele Enten/Schwäne unterwegs, die man füttern durfte.
Da Leeds Castle ein Wasserschloss ist, ist es umgeben von viel Wasser und vielen Grünflächen. Leider dürfen Hunde hier noch nicht mal auf das Gelände, denn sie sind überall verboten.
Es gibt auch einen schönen Brunnen, welcher zentral im Innenhof des Schlosses steht. Es ist der Fountain Court, welcher eine runde Umrandung hat und viele Figuren, die im und um den Brunnen herum stehen.
Das Leeds Castle kann auch zum Teil von Innen besichtigt werden. Zu sehen gibt es u.a. die Bibliothek, das Speise- und Spielezimmer, das Arbeitszimmer und den Thorpe Hall Drawing Room. Den Thorpe Hall Drawing Room, siehst du hier auf dem Bild. Es ist eine Lounge mit französischen Möbeln und Tapeten aus dem 17.-20. Jahrhundert.
Leeds Castle wurde in den letzten Jahren auch schon öfter als Drehort genutzt. So z.B. für die Serie „Magnum“ in den Jahren von 1980-1988. Dort diente Leeds Castle als englischer Wohnsitz von Robin Masters. Auch wurde hier „Lady Jane“ (1986), „Rustom“ (2016) uva. gedreht.
Wer ohne Hunde unterwegs ist, sollte sich Leeds Castle unbedingt anschauen, da es viel zu sehen gibt. Mit Hund, ist der Zutritt wie gesagt, leider nicht möglich.
Wer hat nicht schon mal von den Seven Sisters gehört? Früher dachte ich immer, es sind irgendwelche berühmten Schwestern gemeint und so ist es ja irgendwie auch, nur das es sich nicht um Menschen handelt. Ich wollte sie mir immer schon mal in natura anschauen und vor einiger Zeit, leider ohne Emma, war es dann soweit.
Die Seven Sisters (7 Schwestern), ist eine Kliffküste, welche zwischen Eastbourne und Seaford liegt. Es ist eine Kette von aufeinander folgenden Kreidefelsen an der Küstenlinie.
Über die Jahre, wurden bei den Seven Sisters immer wieder Filme gedreht. So z.B. „Downtown Abbey“ ab dem Jahr 2010, „The Crown“ (in Eastbourne) und natürlich „Harry Potter und der Feuerkelch“ im Jahr 2005. Da war Beachy Head der Austragungsort der Quidditch-Weltmeisterschaft. Sogar „James Bond – Der Hauch des Todes“ wurde 1987 hier gedreht. Da diente Seven Sisters als Felsen von Gibraltar.
Mit Kindern und Hunde, so wie Emma, die überall runter springen möchte, sollte man hier gut aufpassen. Es gibt wirklich keinerlei Zäune und die Kreidefelsen sind sehr hoch. Da sie auch immer mal abbrechen können, sollte man nicht zu dicht an den Rand gehen. Auf dem zweiten Bild, seht ihr den kleinen Leuchtturm, es ist der Beachy Head Leutchtturm.
Am Beachy Head gibt es einen ca. 750m langen Rundweg, mit einer tollen Aussicht auf den Ärmelkanal und den Belle Tout Leuchtturm. Der Belle Tout Leuchtturm ist 162m hoch und wurde ca. im Jahre 1832 erbaut. Nach seiner Stilllegung im Jahr 1902, wurde er ca.1950 wieder aufgebaut. Der Leuchtturm diente früher u.a. als Teeladen und ist heute ein schönes B&B. In der TV-Serie „The Lives and Loves of a She Devil“ ist der Leuchtturm regelmäßig zu sehen.
Vor Ort gibt es das „National Trust – Birling Gap and the Seven Sisters“, wo man einen großen Parkplatz findet, falls man mit dem Auto anreist. Das National Trust ist auch ein Informationszentrum zu den Seven Sisters und ein schönes Café mit einer tollen Terrasse, wo man seinen Café mit Blick auf den Ärmelkanal genießen kann. Gerade mit Hund, ist es ein toller Ausflug, da man ihn mit einer schönen Wanderung verbinden kann. Ich kann euch einen Besuch wirklich sehr empfehlen.
Diesmal ging es für uns in den New Forest Wildlife Park in der Nähe von Southampton. Im Park leben ca. 200 Tiere. Als erstes haben wir den asiatischen Zwergotter gesehen, welcher gerade gefüttert wurde. Otter gehören zur Familie der Marder und sind tagaktiv. Mit ihren Schwimmhäuten suchen sie unter Steinen nach Nahrung und mit ihren Tasthaaren spüren sie Beute im Wasser auf. Der ruderartige Schwanz hilft ihnen beim Schwimmen.
Im Park gibt es auch europäische Iltisse, welche ebenfalls zur Familie der Marder gehören. Sie sind allerdings nachtaktiv. Iltisse sind Fleischfresser und jagen kleine Nagetiere, Vögel, Reptilien und Amphibien.
Danach haben wir einen Rotfuchs gesichtet. Der Rotfuchs ist der größte der Echten Füchse und das am weitesten verbreitete aller Raubtiere. Er jagt hauptsächlich in der Dämmerung und im Morgengrauen. Seine Hauptbeute besteht aus kleinen Nagetieren, Vögeln, Eiern, Amphibien und Früchten, aber in städtischen Gebieten durchwühlt er auch Mülltonnen nach Essensresten.
Die europäischen Frettchen gelten als beliebte Haustiere, aber bevor man sich so ein Tier anschafft, sollte man sich genau informieren. Denn Frettchen leben normalerweise in Gruppen und schlafen bis zu 20 Stunden am Tag. Da sie einen hohen Stoffwechsel haben, benötigen sie mehrmals täglich Fleisch.
Auch Nordluchse wohnen im Park und sie gehören zu den Raubtieren, die vom aussterben bedroht sind. Sie sind dämmerungsaktiv und leben als Einzelgänger. Luchse sind geschickte Jäger, die ihre Beute wie Wildvögel, Nagetiere und kleine Rehe, durch Anschleichen und Auflauern erlegen.
Einen arktischen Wolf, bzw. ein Wolfspaar, haben wir auch noch gesichtet. Sie leben in Rudeln mit 5-10 Tieren und haben ein klares Ranggefüge mit einem führenden Paar. Wölfe sind Fleischfresser, sie können aber auch mehrere Tage problemlos ohne Nahrung überleben.
Im Park gibt es auch viele verschiedene Eulen oder Kautze zu sehen. Leider sind die nicht so fotogen und haben sich immer wieder weggedreht und wollten ihre Ruhe, was wir auch akzeptiert haben.
Es gibt ein wunderschönes Schmetterlingshaus, wo man verschieden Schmetterlinge beim fliegen beobachten kann. Hier kann man sich eine Weile aufhalten, denn es gibt auch Sitzmöglichkeiten, zum beobachten der Tiere.
Es gibt auch eine eigene Schmetterlingszucht, wo man sie beim schlüpfen beobachten kann.
Wenn man in der Gegend ist und vielleicht auch noch kleinere Kinder dabei hat, ist der New Forest Wildlife Park auf jeden Fall einen Besuch wert. Er ist nicht allzu groß und bietet einige Möglichkeiten zur Stärkung und zum Verweilen. Leider sind Hunde im Park verboten, außer Assistenzhunde.
Da wir schon so viel über Bodiam Castle gehört haben, wollten wir es uns unbedingt vor Ort in Bodiam anschauen. Bodiam Castle ist eine Burgruine in East Sussex, welche noch, zumindest an den Außenmauern, sehr gut erhalten ist. Die Burg wurde zwischen 1385–1392 mit Sandstein erbaut.
Burg Bodiam ist rundum von einem breiten Wassergraben umgeben und nur über eine einzige Brücke zugänglich. Diese befindet sich an der Nordseite, wie auch der rechteckige Torturm mit Haupteingang. An beiden Seiten der Brücke, befinden sich Wachunterkünfte.
Im Teich von Bodiam Castle tummeln sich viele Fische und Enten, die alle ganz neugierig auf die Besucher sind und sich nicht stören lassen.
Bodiam Castle ist sehr beliebt als Film- und Serienkulisse und über die Jahre wurden hier schon viele Filme, wie „Die Ritter der Kokosnuss„, „Sumpfburg“ und im Jahre 2023 „Wonka“ gedreht.
Zudem wurde die Serie „Die Abenteuer von Robin Hood“ und einige Folgen von „Doctor-Who“ gedreht. Als malerisches Wasserschloss und mittelalterliche Burg ist es ideal für Märchenfilme.
Einige Teile des Schlosses sind noch begehbar und einige Räume sind gut erhalten, wie z.B. das stille Örtchen und einige Räume. Man kann auch noch einen zusätzlichen Ausgang sehen, wo man von einem Turm, in den anderen gehen kann.
Auf den Südturm kann man rauf steigen und hat von dort einen tolle Aussicht auf das innere des Nordturms und sieht im Hintergrund das Castleview Café.
Es gibt insgesamt 4 große Rundtürme von ca. 9,4 m Durchmesser. Sie markieren die Eckpunkte der Burganlage, welche fast quadratisch erbaut wurde. Sie hat eine Größe von 50 m x 60 m von Nord nach Süd. Besichtigen kann man die Wirtschaftsgebäude wie Küche, Speisen- und Getränkekammern.
In der Nähe von Bodiam Castle befindet sich auch noch ein Bunker (Pillbox) aus dem zweiten Weltkrieg, aus dem Jahre 1910/41. Es ist ein Typ 24 Bunker, welcher rechteckig erbaut wurde.
Er war Teil der britischen Verteidigungsmaßnahme und hatte mehrere Schießscharten (die schmalen rechteckigen Öffnungen) für Gewehre und leichte MGs, ein Betondach und einen seitlichen Eingang.
6 bis 8 Soldaten hatten darin Platz und saßen oder knieten mit ihren Waffen vor den Schießscharten.