Hallo Freunde, diesmal haben wir uns auf eine tolle Tour zum Kyffhäuser-Denkmal (Kaiser-Wilhelm-Denkmal auf dem Kyffhäuser) aufgemacht. Das Kyffhäuser-Denkmal wurde von 1890 bis 1896 von Bruno Schmitz und Emil Hundrieser im Monumentalstil errichtet. Bereits von weitem, sieht das Bauwerk wirklich beeindruckend aus.

Kyffhäuser-Denkmal

Schon die Anfahrt zum Kyffhäuser war ein kleines Abenteuer. Die kurvenreiche Straße schlängelt sich durch dichte Wälder immer weiter hinauf in das Kyffhäusergebirge. Hinter jeder Kurve eröffneten sich neue Ausblicke auf die Landschaft, und die Vorfreude auf unser Ziel wurde immer größer.

Google Maps - Kartenausschnitt Kyffhäuser-Denkmal

Vor Ort gibt es einen großen Parkplatz „Parkplatz Burghof Kyffhäuser„, aber man sollte zeitig da sein, da dieser auch im laufe des Tages voll werden kann. Die Parkgebühren betragen für einen PKW 4 Euro pro Tag, was recht günstig ist. Die Parkgebühren sind in bar am Automaten zu zahlen.

Kyffhäuser-Denkmal - Parkplatz

Vom Parkplatz aus führte unser Weg über einen Wanderweg zunächst zur Unterburg. Die Wege sind schön breit und gut ausgeschildert, damit man sich nicht verlaufen kann.

Wanderweg zum Kyffhäuser-Denkmal
Wanderweg zum Kyffhäuser-Denkmal
Wanderweg zum Kyffhäuser-Denkmal

Unterburg des Kyffhäuser-Denkmals

An der Unterburg wird deutlich, wie groß die ehemalige Reichsburg Kyffhausen einst gewesen sein muss. Heute sind noch zahlreiche Mauerreste erhalten, die einen ersten Eindruck von der einstigen Bedeutung der Anlage vermitteln.

Unterburg - Kyffhäuser-Denkmal
Unterburg - Kyffhäuser-Denkmal
Unterburg - Kyffhäuser-Denkmal

Die Reichsburg Kyffhausen entstand vermutlich im 11. Jahrhundert und diente der Sicherung wichtiger Handels- und Heerstraßen. Im Mittelalter gehörte sie zu den bedeutendsten Kaiserpfalzen im Heiligen Römischen Reich. Auf diesem Bild sieht man den Blick in die ehemalige Kapelle der Unterburg.

Unterburg - Kyffhäuser-Denkmal
Unterburg - Kyffhäuser-Denkmal
Unterburg - Kyffhäuser-Denkmal

Zwischen den alten Mauern ließ sich Emma natürlich nicht lange bitten und begann sofort, jeden Winkel neugierig zu erkunden. Es gab viel zu sehen und da wir ziemlich früh am Morgen hier waren, war es auch noch nicht so voll.

Unterburg - Kyffhäuser-Denkmal
Unterburg - Kyffhäuser-Denkmal
Unterburg - Kyffhäuser-Denkmal

Mittelburg des Kyffhäuser-Denkmals

Von der Unterburg führte unser Weg bergauf und über Treppen zur Mittelburg. Unterwegs bieten sich immer wieder schöne Fotomotive. Alte Steinmauern, historische Tore und die beeindruckende Architektur der Burgruine lassen Geschichte lebendig werden.

Mittelburg - Kyffhäuser-Denkmal
Mittelburg - Kyffhäuser-Denkmal
Mittelburg - Kyffhäuser-Denkmal

An vielen Stellen kann man sich gut vorstellen, wie hier vor mehreren hundert Jahren Ritter, Händler und Soldaten unterwegs gewesen sein müssen.

Mittelburg - Kyffhäuser-Denkmal
Mittelburg - Kyffhäuser-Denkmal
Mittelburg - Kyffhäuser-Denkmal

Oberburg des Kyffhäuser-Denkmals

Je höher wir kamen, desto beeindruckender wurde die gesamte Anlage. Die Oberburg bildet den ältesten Teil der ehemaligen Reichsburg.

Oberburg - Kyffhäuser-Denkmal
Oberburg - Kyffhäuser-Denkmal
Oberburg - Kyffhäuser-Denkmal

Von hier aus eröffnen sich bereits wunderschöne Ausblicke über die umliegenden Wälder und die Goldene Aue. Gleichzeitig wird deutlich, warum dieser Ort strategisch so wichtig war. Von hier ließ sich das gesamte Umland hervorragend überwachen.

Oberburg - Kyffhäuser-Denkmal
Oberburg - Kyffhäuser-Denkmal

Besonders faszinierend ist, dass die Oberburg bereits mehrere Jahrhunderte alt war, als das heute weithin sichtbare Kyffhäuser-Denkmal Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurde. Hier treffen mittelalterliche Burggeschichte und die Erinnerungskultur des Deutschen Kaiserreichs unmittelbar aufeinander. Hier seht ihr ein Sitzbild Kaiser Friedrichs I. „Barbarossa

Oberburg - Kyffhäuser-Denkmal
Oberburg - Kyffhäuser-Denkmal
Oberburg - Kyffhäuser-Denkmal

Emma genoss währenddessen vor allem die vielen neuen Gerüche, die Aussicht und die abwechslungsreichen Wege. Wer möchte kann an einer Führung teilnehmen, wobei die Geschichte des Kyffhäuser-Denkmals erklärt wird. Der Eintritt wird fällig, wenn man an der Oberburg ankommt. Für Emma gab es an der Kasse ein Leckerli zur Begrüßung.

Oberburg - Kyffhäuser-Denkmal
Oberburg - Kyffhäuser-Denkmal
Oberburg - Kyffhäuser-Denkmal

Das Kyffhäuser-Denkmal – Wahrzeichen des Kyffhäusergebirges

Schließlich erreichten wir den wohl bekanntesten Teil der Anlage, dass imposante Kyffhäuser-Denkmal. Um zum Eingang des Kyffhäuser-Denkmals zu gelangen, muss man schon eine Menge Stufen erklimmen.

Kyffhäuser-Denkmal
Kyffhäuser-Denkmal
Kyffhäuser-Denkmal

Das monumentale Bauwerk wurde zwischen 1890 und 1896 zu Ehren von Kaiser Wilhelm I. errichtet. Der Berliner Architekt Bruno Schmitz schuf hier eines der größten Nationaldenkmäler Deutschlands.

Kyffhäuser-Denkmal
Kyffhäuser-Denkmal
Kyffhäuser-Denkmal

Besonders beeindruckend ist die Verbindung zwischen der mittelalterlichen Burgruine und dem monumentalen Denkmal. Unterhalb des Reiterstandbildes Kaiser Wilhelms I. befindet sich die gewaltige Figur Kaiser Friedrich I., besser bekannt als Barbarossa.

Kyffhäuser-Denkmal
Kyffhäuser-Denkmal
Kyffhäuser-Denkmal

Die Sage vom schlafenden Barbarossa

Kaum ein Ort in Deutschland ist so eng mit einer Sage verbunden wie der Kyffhäuser. Ob man an diese Geschichte glaubt oder nicht, sie verleiht dem Kyffhäuser bis heute seinen ganz besonderen Zauber.

Kyffhäuser-Denkmal - Sage von Barbarossa
Kyffhäuser-Denkmal - Sage von Barbarossa
Kyffhäuser-Denkmal - Sage von Barbarossa

Der Legende nach schläft Kaiser Barbarossa tief im Inneren des Berges an einem steinernen Tisch. Sein roter Bart wächst immer weiter und windet sich bereits mehrfach um den Tisch. Nur alle hundert Jahre soll der Kaiser erwachen und nachsehen, ob die Raben noch um den Berg kreisen. Erst wenn diese verschwunden sind, wird Barbarossa zurückkehren und eine neue Zeit des Friedens beginnen.

Hoch hinaus – 247 Stufen bis zur Aussichtsplattform

Während Emma und ich uns eine kleine Verschnaufpause gönnten, machte sich mein Freund daran, den Denkmalturm zu erklimmen. Hunde sind in dem Gebäude nämlich leider nicht erlaubt. Emma hat sogar ihren Papa erkannt, der aus einem der Fenster des Denkmals zu uns geschaut hat.

Kyffhäuser-Denkmal
Kyffhäuser-Denkmal
Kyffhäuser-Denkmal

Über insgesamt 247 Stufen führt eine schmale Wendeltreppe durch das Innere des rund 81 Meter hohen Bauwerks bis hinauf zur Aussichtsplattform. Schon beim Aufstieg wird deutlich, welch beeindruckende Ingenieursleistung der Bau des Denkmals Ende des 19. Jahrhunderts gewesen sein muss. Unten gibt es auch eine Art kleines Museum mit wundervollen Schätzen wie der Pickelhaube und der Hosenträger des Kaisers.

Kyffhäuser-Denkmal
Kyffhäuser-Denkmal
Kyffhäuser-Denkmal

Die Treppen verlaufen durch das massive Mauerwerk des Turms und vermitteln eine ganz besondere Atmosphäre. Durch kleine Fensteröffnungen fällt immer wieder Tageslicht ins Innere und gibt den Blick auf das Burggelände oder die umliegenden Wälder frei. Je höher man steigt, desto mehr wächst die Vorfreude auf den Ausblick.

Kyffhäuser-Denkmal
Kyffhäuser-Denkmal
Kyffhäuser-Denkmal

Oben angekommen wird die Anstrengung schnell belohnt. Von der Aussichtsplattform eröffnet sich ein beeindruckendes 360-Grad-Panorama über das Kyffhäusergebirge, die Goldene Aue und bei guter Fernsicht, sogar bis zum Brocken im Harz. Von hier oben wirkt die weitläufige Burgruine fast wie ein Modell, während sich die Wälder und Felder bis zum Horizont erstrecken.

Kyffhäuser-Denkmal
Kyffhäuser-Denkmal
Kyffhäuser-Denkmal

Natürlich entstanden dort oben auch einige unserer schönsten Fotos. Die Perspektive aus der Turmkuppel zeigt das Kyffhäuser-Denkmal und die historische Burganlage aus einem Blickwinkel, den viele Besucher gar nicht zu Gesicht bekommen. Wer gut zu Fuß ist, sollte sich den Aufstieg deshalb nicht entgehen lassen. Die 247 Stufen lohnen sich auf jeden Fall.

Kyffhäuser-Denkmal

Ein Blick ins Burgmuseum

Nach dem Denkmal besuchten wir das Burgmuseum, welches im Jahr 1934 erbaut wurde. Es ist ein kleines Gebäude mit einem rechteckigen Raum, wo allerhand Schätze zu sehen sind. Unter anderem gibt es auch viele Schaubilder.

Kyffhäuser-Denkmal  - Bergmuseum
Kyffhäuser-Denkmal  - Bergmuseum
Kyffhäuser-Denkmal  - Bergmuseum

Hier erfährt man viel über die Geschichte der Reichsburg, archäologische Ausgrabungen und das Leben im Mittelalter. Zahlreiche Fundstücke zeigen, wie die Menschen hier einst lebten und welche Bedeutung die Burg über viele Jahrhunderte hatte.

Kyffhäuser-Denkmal  - Bergmuseum
Kyffhäuser-Denkmal  - Bergmuseum
Kyffhäuser-Denkmal  - Bergmuseum

Für Geschichtsinteressierte lohnt sich der Besuch auf jeden Fall und der Zutritt zum Museum, ist im Eintrittspreis bereits enthalten.

Kyffhäuser-Denkmal  - Bergmuseum

Der Bergfried (Barbarossaturm) Oberburg – Ein fantastischer Ausblick

Anschließend führte unser Rundgang weiter zum Bergfried. Der mächtige Turm zählt zu den ältesten erhaltenen Bauwerken der Burganlage. Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick über das gesamte Burggelände sowie weit hinaus über die Landschaft Thüringens.

Kyffhäuser-Denkmal  - Der Bergfried (Barbarossaturm)
Kyffhäuser-Denkmal  - Der Bergfried (Barbarossaturm)
Kyffhäuser-Denkmal  - Der Bergfried (Barbarossaturm)

An klaren Tagen reicht die Sicht bis zum Harz. Natürlich durfte auch hier ein gemeinsames Erinnerungsfoto mit Emma nicht fehlen. Beim Barbarossaturm gibt es für Kinder einen schönen Spielplatz. Es gibt sehr saubere Toiletten und natürlich ein Bistro, dass Kaiser Picknick, wo man sich stärken kann. Dort gibt es auch einen Museumsshop.

Kyffhäuser-Denkmal  - Der Bergfried (Barbarossaturm)
Kyffhäuser-Denkmal  - Der Bergfried (Barbarossaturm)
Kyffhäuser-Denkmal  - Der Bergfried (Barbarossaturm)

Dann sind wir noch auf den ehemaligen Haupteingang der Oberburg getroffen. Er wird als „Erfurter Tor“ bezeichnet. Der Durchgang ist noch original romanisch erhalten. Es ist ein einfaches Kammertor ohne Verteidigungsanlage.

Kyffhäuser-Denkmal  - Erfurter Tor

Der berühmte Burgbrunnen

Bevor wir unseren Rundgang beendeten, machten wir noch Halt am bekannten Burgbrunnen. Mit einer Tiefe von rund 176 Metern gehört er zu den tiefsten Burgbrunnen Europas. Allein seine Ausmaße zeigen, welche enorme Leistung der Bau dieses Brunnens im Mittelalter gewesen sein muss.

Kyffhäuser-Denkmal  - Burgbrunnen
Kyffhäuser-Denkmal  - Burgbrunnen
Kyffhäuser-Denkmal  - Burgbrunnen

Heute kann man einen Blick in den Schacht werfen und bekommt einen Eindruck davon, wie wichtig eine sichere Wasserversorgung für eine Burg dieser Größe war.

Kyffhäuser-Denkmal  - Burgbrunnen
Kyffhäuser-Denkmal  - Burgbrunnen
Kyffhäuser-Denkmal  - Burgbrunnen

Zurück zum Parkplatz

Vom Brunnen aus führte uns ein anderer Weg gemütlich wieder hinunter zum Parkplatz, vorbei am „Denkmal an die Kaiser Botschaft“. Das Botschaft stammt vom 17.11.1881.

Kyffhäuser-Denkmal  - Denkmal an die Kaiser Botschaft
Kyffhäuser-Denkmal  - Denkmal an die Kaiser Botschaft

Unterwegs genossen wir noch einmal die Ruhe des Waldes und warfen immer wieder einen letzten Blick zurück auf das imposante Denkmal, das hoch über den alten Burgruinen thront.

Kyffhäuser-Denkmal
Kyffhäuser-Denkmal
Kyffhäuser-Denkmal

Unser Fazit

Unser Rundgang über die gesamte Anlage war weit mehr als nur ein Besuch eines Denkmals. Es war eine Reise durch über 1.000 Jahre Geschichte, von den Mauern der mittelalterlichen Reichsburg über die geheimnisvolle Barbarossa-Sage bis hin zum monumentalen Kyffhäuser-Denkmal.

Kyffhäuser-Denkmal

Auch Emma hatte sichtlich Spaß an unserem Ausflug. Für sie waren die alten Gemäuer, die Waldwege und die vielen neuen Gerüche mindestens genauso spannend wie für uns die historischen Bauwerke. In der Region gibt es noch viele weitere Ausflugsziele, die sich lohnen, wie z.B. die Barbarossahöhle.

Kyffhäuser-Denkmal

Unser Tipp: Plant für den Besuch genügend Zeit ein. Wer die gesamte Anlage in Ruhe erkunden, das Museum besuchen und die zahlreichen Aussichtspunkte genießen möchte, sollte mindestens drei bis vier Stunden einplanen. So lässt sich dieser geschichtsträchtige Ort ganz entspannt erleben, Schritt für Schritt. Bis zum nächsten Abenteuer, eure Emma

Kyffhäuser-Denkmal

Für Menschen die nicht so gut zu Fuß sind, gibt es auch einen Shuttle der euch bis nach oben zur Oberburg fährt. Erkundigt euch vorher über die Fahrzeiten des Shuttles. Alle Infos zum Kyffhäuser-Denkmal, findet ihr hier: https://www.kyffhaeuser-denkmal.de/