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Tiergarten Halberstadt – Ein tierischer Ausflug mit Emma

Nach unserem Rundgang durch die wunderschöne Altstadt von Halberstadt durfte natürlich auch ein Besuch im Tiergarten Halberstadt nicht fehlen. Da Emma Tiere genauso spannend findet wie wir, war schnell klar, diesen Abstecher machen wir auf jeden Fall. Denn Hunde haben hier Zutritt und das gerade mal für 2 Euro, was wirklich fair ist.

KI generiertes Bild als Titelbild – alle anderen Bilder wurden während dem Besuch im Tiergarten Halberstadt selber fotografiert

Schon beim Betreten des Tiergartens fiel uns auf, wie gepflegt und liebevoll die gesamte Anlage gestaltet ist. Die Wege sind gut begehbar und führen vorbei an vielen verschiedenen Tiergehegen. Dabei begegnet man unter anderem Hirschen, Ziegen, Eseln, Waschbären, Affen, Vögeln und natürlich den Wildschweinen, die für unser wohl aufregendstes Erlebnis des Tages sorgten.

Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt

Ein Moment, der uns kurz den Atem raubte

Eigentlich wollten wir nur ein paar schöne Fotos von den Wildschweinen machen. Doch eines der Tiere hatte offenbar großes Interesse an Emma. Plötzlich kam es mit erstaunlichem Tempo auf den Zaun zugelaufen. Für einen kurzen Moment dachten wir wirklich, es würde gleich durch den Zaun brechen. Emma blieb zwar erstaunlich ruhig, aber wir erschraken uns ganz schön. Im Nachhinein können wir darüber schmunzeln. Das Wildschwein verfolgte uns komplett um das Gehege herum.

Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt

Entspannt unterwegs mit Hund

Abgesehen von diesem kleinen Schreckmoment war der Tiergarten für uns ein richtig schönes Ausflugsziel. Emma durfte uns an der Leine durch den gesamten Park begleiten und hatte sichtlich Spaß daran, die vielen neuen Gerüche und Tiere zu entdecken.

Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt

Besonders gefallen haben uns die zahlreichen Sitzmöglichkeiten, die im gesamten Tiergarten verteilt sind. So konnten wir zwischendurch ganz entspannt eine kleine Essenspause einlegen, während Emma sich im Schatten ausruhte und das bunte Treiben beobachtete. Gerade bei wärmeren Temperaturen ist das ein echter Pluspunkt.

Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt

Viele Tiere und schöne Fotomotive

Wer gerne fotografiert, kommt hier ebenfalls auf seine Kosten. Die Gehege bieten an vielen Stellen gute Möglichkeiten, die Tiere zu beobachten und schöne Erinnerungsfotos aufzunehmen. Wir haben an diesem Tag unzählige Bilder gemacht und hätten wahrscheinlich noch viel länger bleiben können. Gleich zu Beginn des Rundgangs, gab es Alpakas und Zwergziegen zu beobachten.

Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt

Ich glaube, danach kam Emma’s absolutes Highlight im Tierpark, die Shetlandponys mit Nachwuchs. Emma war ganz aus dem Häuschen vor Freude und wäre am liebsten Stundenlang vor dem Gehege geblieben. Sie hat sogar ein Küsschen vom Pony bekommen. Die Tiere waren aber auch verdammt süß.

Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt

Danach kamen wir bei den Schafen vorbei, da musste Emma niesen. Wahrscheinlich haben die nicht ganz so gut gerochen. Die Esel fand sie auch wieder ziemlich spannend, was uns jetzt schon mehrfach bei den Tierparkbesuchen aufgefallen ist. Wahrscheinlich, weil sie selber gerne mal bockt wie ein Esel, wenn sie den Gassiweg nicht mag. Interessant fand sie auch den Mähnenspringer, den ich vorher noch gar nicht kannte.

Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt

Die großen Maras lagen chillig in der Ecke und der Anblick von Emma, hat sie gar nicht gestört. Die fand Emma auch nicht ganz so interessant, sie waren ihr wohl einfach zu langweilig. Also ging es schnell weiter zum nächsten Gehege.

Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt

Dort warteten schon ihre Lieblinge, die sie regelmäßig bei Gassirunden im Feld sieht, die Rehe/Hirsche. Die waren auch relativ entspannt, aber als Emma sich freute und wie ein Flummi hüpfte, kam gleich der Chef vorbei um für Ruhe zu sorgen. Da hatte Emma auch etwas Respekt.

Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt

Den Emu hat sie ganz verwundert angeschaut und ich hätte gerne gewusst, was sie in dem Moment denkt. Auch ein Berberaffe, chillte oben im Baum und hat von dort aus die Besucher im Tiergarten beobachtet.

Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt

Vogelfans kommen hier auch auf ihre Kosten

Es gibt unzählige Gehege mit Papageien, Zebrafinken, Wellensittichen und viele weitere, wunderschöne Vögel, deren Name ich nicht kenne. Aber es ist alles genau beschriftet und die Vogelkenner wissen eh, was sie vor sich sehen.

Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt

Natürlich gibt es auch verschiedene Greifvögel und Schneeeulen zu betrachten. Schneeeulen haben für mich immer etwas majestätisches, alleine schon vom Blick her, wie sie einen anschauen.

Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt

Emma hat historische Überreste im Tierpark gefunden

Mitten im Tierpark, bei den Vogelgehegen, befinden sich Teile der Vorhöhle zur Scheibenhöhle, welche von Freiherr von Spiegel erbaut wurde. Zudem gibt es hier eine Neue Schießanlage aus dem 18. Jahrhundert.

Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt

Dann kamen wir noch an den Erdmännchen vorbei, die Emma auch jedes mal ganz interessiert beobachtet. Es gibt noch viele weitere Tiere hier im Tiergarten, es gibt wirklich viel zu sehen. Der Tiergarten wirkt insgesamt angenehm ruhig und bietet ausreichend Platz, sodass sich der Besuch auch mit Hund sehr entspannt anfühlt.

Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt

Unser Fazit

Der Tiergarten Halberstadt hat uns wirklich positiv überrascht. Die gepflegte Anlage, die große Vielfalt an Tieren, die vielen Sitzgelegenheiten und die hundefreundliche Atmosphäre haben den Besuch zu einem gelungenen Erlebnis gemacht.

Tiergarten Halberstadt

Wenn ihr mit eurem Vierbeiner in Halberstadt unterwegs seid und einen entspannten Zwischenstopp sucht, können wir euch den Tiergarten auf jeden Fall empfehlen. Plant etwas Zeit ein, genießt die Natur und haltet eure Kamera bereit. Denn schöne Fotomotive gibt es hier an fast jeder Ecke. Bis zum nächsten Abenteuer, eure Emma

Alle Infos zum Tiergarten Halberstadt, findet ihr hier: Tiergarten Halberstadt

Duderstadt mit Hund – Fachwerk, Geschichte und gemütliche Altstadt

Duderstadt liegt im südlichen Niedersachsen mitten im Eichsfeld und gehört zu den Städten, bei denen sich ein Rundgang besonders lohnt. Die historische Altstadt ist erstaunlich geschlossen erhalten geblieben und wird von mehr als 600 Fachwerkhäusern aus unterschiedlichen Epochen geprägt. Dazwischen finden sich Kirchen, Brunnen, Skulpturen und immer wieder Spuren der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Duderstadt mit Hund lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden und so haben wir uns gemeinsam mit Emma auf den Weg gemacht und zahlreiche Sehenswürdigkeiten entdeckt.

Parken in Duderstadt

In Duderstadt gibt es mehrere Möglichkeiten zu parken, aber wir haben uns für den Großraumparkplatz entschieden, da dieser relativ zentral gelegen ist. Die Parkgebühren dort können bequem per App bezahlt werden.

Duderstadt mit Hund: Rundgang durch die Altstadt

Direkt am Großraumparkplatz befinden sich Teile der Stadtmauer im Nordwesten der Stadt.. Die ursprünglich rund 1,7 Kilometer lange Mauer entstand im 13. Jahrhundert und war Teil eines ausgeklügelten Befestigungssystems aus Mauern, Wall, Gräben und Warten. Besonders schön verbindet sich die historische Mauer mit den grünen Wallanlagen, die die Altstadt umgeben.

Stadtmauer Duderstadt
Stadtmauer Duderstadt

Unser nächstes Ziel war der Pferdebrunnen in unmittelbarer Nähe der St.-Servatius-Kirche. Dass ausgerechnet hier Pferde dargestellt werden, ist kein Zufall, denn bereits seit dem 15. Jahrhundert befand sich an dieser Stelle der Duderstädter Pferdemarkt. Hier haben Bauern, Pferdezüchter und Ackerbürger ihre Arbeitstiere verkauft. Heute ist der Brunnen ein schöner Einstieg in die historische Altstadt und erinnert gleichzeitig an einen Teil des früheren Wirtschaftslebens der Stadt.

Pferdebrunnen Duderstadt

Direkt am unteren Ende der Marktstraße erhebt sich St. Servatius, die deshalb auch als „Unterkirche“ bezeichnet wird. Mit dem Bau der spätgotischen, dreischiffigen Hallenkirche wurde um 1370 begonnen und der Bau dauerte bis ca. 1520. Nach einem schweren Brand im Jahr 1915 wurde die Kirche restauriert und erhielt eine Ausstattung im ausgehenden Jugendstil. Auch der heutige 64 Meter hohe Turm entstand beim Wiederaufbau.

St. Servatius Duderstadt
St. Servatius Duderstadt
St. Servatius Duderstadt

Entlang der Marktstraße

Von St. Servatius führt die Marktstraße, wo auch regelmäßig der Markt stattfindet, mitten durch die historische Altstadt bis hinauf zur Basilika St. Cyriakus. Auffällig ist vor allem ihre ungewöhnliche Breite. Die Straße ist von historischen Fachwerkhäusern gesäumt. Es gibt hier mehr als 600 bunte Fachwerkhäuser unterschiedlicher Stilepochen. Mitten durch die Marktstraße fließt außerdem die Brehme. Duderstadt gehört zu den besonders sehenswerten Fachwerkstädten Deutschlands.

Marktstraße - Altstadt - Duderstadt
Marktstraße - Altstadt - Duderstadt
Marktstraße - Altstadt - Duderstadt

Auf der Marktstraße begegneten wir auch einem Stück jüngerer deutscher Geschichte: dem Wiedervereinigungsbrunnen, der eigentlich eher eine Skulptur innerhalb des Wasserlaufs der Brehme ist. Geschaffen wurde das Kunstwerk von Karl-Henning Seemann und 1994 im Rahmen der Landesgartenschau errichtet. Zwei Figuren bewegen sich aufeinander zu, scheinen sich jedoch trotz ihrer Nähe nicht berühren zu können.

Wiedervereinigungsbrunnen Duderstadt
Wiedervereinigungsbrunnen Duderstadt

Nur wenige Schritte weiter führt Duderstadt noch wesentlich weiter zurück in die Vergangenheit. Der Pranger erinnert an eine Zeit, in der Rechtsprechung und Bestrafung nicht hinter verschlossenen Türen stattfanden, sondern bewusst öffentlich sichtbar gemacht wurden. Menschen, die gegen geltendes Recht verstoßen hatten, konnten am Pranger zur Schau gestellt und damit zusätzlich gesellschaftlich gedemütigt werden.

Pranger Duderstadt
Pranger Duderstadt
Pranger Duderstadt

Eines der beeindruckendsten Gebäude unseres Rundgangs ist das historische Rathaus. Seine Baugeschichte lässt sich bis ins Jahr 1302 zurückverfolgen. Ursprünglich entstand hier ein „Kophus“, also ein Kaufhaus für die Händler der Stadt. Später wurde das Gebäude unter anderem als Rathaus, Verwaltungs- und Gerichtsgebäude genutzt. Der Südflügel entstand 1432, Laube und Fachwerk um 1530 und die Renaissance-Treppe 1673/74. Im Inneren kann man sogar auf neun Ebenen vom historischen Gewölbekeller bis hinauf in den Turm auf Entdeckungsreise gehen.

Rathaus Duderstadt
Rathaus Duderstadt
Rathaus Duderstadt

Etwas abseits der großen Marktstraße erreichten wir den Gropenmarkt. Auch hier begegnet uns mit dem Brunnen wieder das Element Wasser, das an vielen Stellen zum Duderstädter Stadtbild gehört. Der historische Platz ist von Fachwerkbebauung umgeben und wirkt deutlich kleiner und ruhiger als die breite Marktstraße.

Gropenmarkt Duderstadt
Gropenmarkt Duderstadt

Zurück am Rathaus lohnt sich auch ein Blick auf den Ratskeller. Gewölbekeller gehörten bei mittelalterlichen Rathäusern häufig zu den Funktionsräumen. Auch in Duderstadt ist der historische Ratsweinkeller Teil des Rathauskomplexes. Die alten Kellergewölbe reichen unter das Gebäude. Sie gehören zur Erlebnisstation des Rathauses. Neben dem Ratsweinkeller befinden sich dort die sogenannte Salzkammer und Bereiche, die sich mit der früheren Gerichtsbarkeit beschäftigen.

Ratskeller Duderstadt
Ratskeller Duderstadt

Auf unserem weiteren Weg kamen wir an der Mariensäule vorbei. Religiöse Bildwerke gehören im katholisch geprägten Eichsfeld zum Stadt- und Landschaftsbild. Die auf einer hohen Säule stehende Marienfigur fällt bereits aus einiger Entfernung ins Auge und bildet einen interessanten Kontrast zu den umliegenden Fachwerkfassaden. So ist sie nicht nur ein religiöses Denkmal, sondern auch ein markanter Orientierungspunkt auf dem Weg durch die obere Marktstraße.

Mariensäule Duderstadt
Mariensäule Duderstadt
Mariensäule Duderstadt

Rund um St. Cyriakus

Zwischen Mariensäule und St. Cyriakus steht der Schützenbrunnen, der deutlich jünger ist, als man angesichts der historischen Umgebung vielleicht zunächst vermuten würde. Geschaffen wurde er 1997 vom Bildhauer Rudi Pabel anlässlich des Jubiläums „750 Jahre Braunschweigische Stadtrechte in Duderstadt“. Der Brunnen erinnert an die lange Tradition der Duderstädter Schützengesellschaft und ihre enge Verbindung mit der Stadt.

Schützenbrunnen  Duderstadt
Schützenbrunnen  Duderstadt
Schützenbrunnen  Duderstadt

Zwischen all den jahrhundertealten Fachwerkhäusern und historischen Denkmälern begegnet einem in Duderstadt auch moderne Kunst. Dazu gehört die „Frau mit Pfeil“, die mit ihrer Gestaltung einen auffälligen Kontrast zur historischen Umgebung bildet. Die Figur lädt dazu ein, einmal genauer hinzusehen und die eigene Interpretation zu finden.

"Frau mit Pfeil" Duderstadt
"Frau mit Pfeil" Duderstadt

Ein weiteres religiöses Kunstwerk auf unserem Rundgang ist die Statue des heiligen Johannes Nepomuk. Der böhmische Priester und Märtyrer lebte im 14. Jahrhundert und wurde 1729 heiliggesprochen. Besonders häufig findet man seine Darstellungen an Brücken und Gewässern, da er unter anderem als Schutzpatron gegen Wassergefahren gilt. Typischerweise ist Nepomuk in priesterlicher Kleidung mit einem Kreuz dargestellt.

Statue des heiligen Johannes Nepomuk - Duderstadt

Direkt vor der St.-Cyriakus-Kirche erinnert ein Denkmal an Kardinal Georg von Kopp, der 1837 in Duderstadt geboren wurde. Der Sohn eines Webers schlug eine bedeutende kirchliche Laufbahn ein und wurde zunächst Bischof von Fulda, später Fürstbischof von Breslau und schließlich Kardinal. Seine Heimatstadt ernannte ihn zum Ehrenbürger. Das imposante Denkmal vor der Basilika erinnert bis heute an den bekannten Sohn Duderstadts.

Kardinal Georg von Kopp - Duderstadt

Am oberen Ende der Marktstraße angekommen, standen wir schließlich vor einem der Wahrzeichen Duderstadts, der Basilika St. Cyriakus. Wegen ihrer erhöhten Lage wird sie traditionell „Oberkirche“ genannt, aufgrund ihrer Größe trägt sie außerdem den Beinamen „Eichsfelder Dom“. Der heutige gotische Kirchenbau entstand in mehreren Bauphasen, um 1240. Zu erst wurde der Westbau und der Nordturm errichtet. Besonders markant sind die beiden hohen Türme, die gemeinsam mit St. Servatius die Silhouette der Stadt bestimmen.

Basilika St. Cyriakus - Duderstadt
Basilika St. Cyriakus - Duderstadt
Basilika St. Cyriakus - Duderstadt

Der Grenzpfahlbrunnen erinnert an die jahrzehntelange Teilung Deutschlands und die ehemalige innerdeutsche Grenze ganz in der Nähe von Duderstadt. Zwei bronzene Figuren stemmen sich von beiden Seiten gegen die Grenzpfähle und machen die Überwindung der einstigen Trennung auf eindrucksvolle Weise sichtbar. Mehr als vier Jahrzehnte lang lag Duderstadt unmittelbar am Rand der DDR. Was heute bei einem Spaziergang durch die offene Landschaft kaum noch vorstellbar ist, bestimmte damals den Alltag der Menschen in der Region.

Grenzpfahlbrunnen Duderstadt
Grenzpfahlbrunnen Duderstadt

Durch die Wallanlagen zum Westerturm

Ein sehr viel ernsterer Punkt unseres Rundgangs ist das Denkmal „Die Geknechtete“. Es erinnert an das KZ-Außenlager Duderstadt und damit an eines der dunkelsten Kapitel der Stadtgeschichte während der nationalsozialistischen Herrschaft. In Duderstadt mussten während des Zweiten Weltkriegs KZ-Häftlinge unter unmenschlichen Bedingungen Zwangsarbeit leisten.

Die Geknechtete - Duderstadt
Die Geknechtete - Duderstadt

Auch das Kriegerdenkmal erinnert an Krieg, Tod und die Folgen gewaltsamer Auseinandersetzungen. Solche Denkmäler entstanden vielerorts zunächst zur Erinnerung an gefallene Soldaten und wurden nach späteren Kriegen häufig ergänzt oder in ihrer Bedeutung erweitert. Heute sind sie vor allem Orte des Gedenkens und der Mahnung.

Kriegerdenkmal Duderstadt

Mit dem Ursulinenkloster erreichten wir anschließend einen Ort, dessen Geschichte eng mit Bildung verbunden ist. Das Kloster wurde im Jahr 1700 von Erfurter Ursulinen gegründet, die sich insbesondere der Erziehung und Ausbildung junger Mädchen widmeten. Zwischen 1735 und 1740 wurde die Anlage erweitert. Im Konventgebäude findet bis heute aktives Klosterleben statt.

Ursulinenkloster Duderstadt
Ursulinenkloster Duderstadt

Die heutige Liebfrauenkirche des Ursulinenklosters wurde bereits im 15. Jahrhundert erbaut. Die heutige Kirche entstand jedoch erst Ende des 19. Jahrhunderts. 1889 wurde der Grundstein gelegt, 1890 erfolgte die Weihe. Der neuromanische Bau aus rotem Sandstein besitzt Rundbogenfriese, Lisenen und eine markante Apsis, die von zwei schlanken Türmen flankiert wird. Damit unterscheidet sich die Kirche deutlich von den gotischen Hauptkirchen Duderstadts.

Liebfrauenkirche Duderstadt
Liebfrauenkirche Duderstadt
Liebfrauenkirche Duderstadt

In der Christian-Blank-Straße erinnert eine Gedenkstele an die ehemalige Synagoge von Duderstadt. Das 1898 eingeweihte Gotteshaus wurde während der Novemberpogrome am 10. November 1938 in Brand gesteckt und zerstört. Die Stele erinnert zugleich an die Familie Cohn, die 1938 in der Lehrerwohnung der Synagoge lebte. Heute hält die Gedenkstätte die Erinnerung an die jüdische Gemeinde und ihre Verfolgung während der NS-Zeit wach.

Gedenkstele an der alten Synagoge - Duderstadt

An der Ecke Westertorstraße und Am Pferdeteich befindet sich die „Madonna im Lindenzaun“, eine barocke Marienfigur aus dem Jahr 1752. Geschaffen wurde sie vom Duderstädter Bildhauer Johann Bernhard Kopp. Bei unserem Besuch im April 2026 standen wir allerdings vor einem leeren Sockel. Die Madonna war zu diesem Zeitpunkt zur Restaurierung abgebaut worden. Nach ihrer Restaurierung soll sie wieder an ihren angestammten Platz zurückkehren.

Madonna im Lindenzaun - Duderstadt

Dann sahen wir den Westerturm, eingerahmt von Fachwerkhäusern. Der markante Turm ist eines der Wahrzeichen Duderstadts und vor allem wegen seines auffällig gedrehten Turmhelms unverwechselbar. Der heutige Westerturm von 1424 ist der einzige erhaltene Stadttorturm der mittelalterlichen Befestigung.

Westerturm Duderstadt
Westerturm Duderstadt
Westerturm Duderstadt

Im Bereich des Westerturms begegnet uns erneut die lange Tradition des Duderstädter Schützenwesens, im Schützenmuseum. Die Ausstellung zur Geschichte der Schützengesellschaft ist heute Bestandteil der Erlebnisstation im Westerturm-Ensemble. Hier geht es nicht nur um historische Waffen oder das Schießen, sondern um die Rolle der Bürger bei der Verteidigung ihrer Stadt. Moderne und interaktive Elemente vermitteln, wie das mittelalterliche Befestigungssystem funktionierte und welche Aufgaben die Schützen übernahmen.

Schützenmuseum Duderstadt

Dann haben wir noch ein liebevoll gestaltetes Fachwerkportal aus dem Jahr 1707 entdeckt, welches unbedingt auf ein Foto musste. Es ist eines der vielen historischen Details, die es bei einem Spaziergang durch Duderstadt zu entdecken gibt.

Fachwerkportal Duderstadt

Das kleine Georgstürmchen ist Teil der historischen Stadtbefestigung. Zusammen mit dem erhaltenen Abschnitt der Stadtmauer und dem rekonstruierten Wehrgang, vermittelt es einen Eindruck von der mittelalterlichen Befestigungsanlage Duderstadts. Hier befindet sich auch der Pulverturm. Der halbrunde Schützenturm wurde um 1470 errichtet und diente der Verteidigung des Mauerknicks. Von seiner Plattform bietet sich ein schöner Blick entlang der Stadtmauer bis zum Westerturm.

Georgstürmchen und Pulverturm - Duderstadt
Georgstürmchen und Pulverturm - Duderstadt
Georgstürmchen und Pulverturm - Duderstadt

Zum Abschluss unseres Rundgangs kamen wir noch am Duderstädter Informationshäuschen vorbei. Solche kleinen Stationen sind vielleicht keine Sehenswürdigkeit im klassischen Sinn, können bei einer Stadterkundung aber durchaus hilfreich sein. Hier lassen sich zusätzliche Informationen zur Stadt, ihrer Geschichte und einzelnen Sehenswürdigkeiten finden.

Informationshäuschen Duderstadt

Unser Fazit zu Duderstadt

Duderstadt hat uns vor allem durch die Mischung aus Fachwerk, mittelalterlicher Stadtgeschichte und überraschend vielen kleinen Details gefallen. Besonders schön ist, dass sich die Altstadt hervorragend zu Fuß erkunden lässt. So konnten wir mit Emma einfach durch die Straßen und Gassen schlendern und kamen dabei automatisch an vielen unserer Stationen vorbei. Unsere Runde war nur ca. 3km lang, aber schön.

Gleichzeitig erzählt Duderstadt nicht nur von Mittelalter, Fachwerk und prächtigen Kirchen. Die Denkmäler zur deutschen Teilung, zum Nationalsozialismus und zu den Kriegen zeigen auch die ernsteren Seiten der Stadtgeschichte. Genau diese Mischung machte unseren Rundgang abwechslungsreich. Für einen Städtetrip mit Hund können wir Duderstadt deshalb auf jeden Fall empfehlen. Bis zum nächsten Abenteuer, eure Emma.

🐾 Weiterführende Links & Quellen

Weitere Informationen, offizielle Webseiten und die für diesen Beitrag verwendeten Quellen haben wir für euch auf unserer separaten Link- und Quellenseite zusammengestellt: Duderstadt – Quellen & Links

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Lichtenhainer Wasserfall – Ein besonderes Naturschauspiel mit Emma

Während unseres Urlaubs in der Sächsischen Schweiz durfte natürlich auch ein Besuch am Lichtenhainer Wasserfall nicht fehlen. Gemeinsam mit Emma machten wir uns auf den Weg in das wunderschöne Kirnitzschtal, wo uns eines der bekanntesten Ausflugsziele der Region erwartete. Ca. eine Minute vom Parkplatz (Parkplatz Lichtenhainer Wasserfall) entfernt, befindet sich der Wasserfall. Hier hält auch die historische Kirnitzschtalbahn, falls man nicht mit dem Auto anreist.

Lichtenhainer Wasserfall - Kirnitzschtal
Lichtenhainer Wasserfall - Kirnitzschtal
Lichtenhainer Wasserfall - Kirnitzschtal

Der Lichtenhainer Wasserfall ist kein gewöhnlicher Wasserfall. Das Wasser wird durch ein historisches Wehr angestaut und anschließend mehrmals täglich freigegeben. So verwandelt sich der zunächst kleine Bach innerhalb weniger Sekunden in einen beeindruckenden Wasserfall. Ein echtes Erlebnis für Groß und Klein. Diese Tradition reicht bereits bis ins 19. Jahrhundert zurück und wird bis heute gepflegt.

Lichtenhainer Wasserfall - Kirnitzschtal

Emma beobachtete das Wasserschauspiel ganz entspannt und genoss anschließend den schattigen Spaziergang durch das Kirnitzschtal. Gerade an warmen Tagen ist die Gegend ideal für einen Ausflug mit Hund, da viele Wege durch den Wald führen und es unterwegs immer wieder etwas zu entdecken gibt. Seid gespannt auf unsere weiteren Ausflüge und Wanderungen, wie z.B. zum Kuhstall.

Lichtenhainer Wasserfall - Kirnitzschtal
Lichtenhainer Wasserfall - Kirnitzschtal
Lichtenhainer Wasserfall - Kirnitzschtal

Gemütliche Einkehr mit regionalen Spezialitäten

Nach dem Besuch des Wasserfalls lohnt sich eine Pause in der direkt angrenzenden Gaststätte und Pension (https://www.lichtenhainer-wasserfall.de/). Auf der Terrasse sitzt man mit Blick auf den Wasserfall und kann das besondere Ambiente genießen. Wer Hunger bekommt, findet auf der Speisekarte regionale Spezialitäten, von frisch geräucherter Forelle bis hin zu herzhaften sächsischen Gerichten.

Lichtenhainer Wasserfall - Kirnitzschtal
Lichtenhainer Wasserfall - Kirnitzschtal
Lichtenhainer Wasserfall - Kirnitzschtal

Auch Bierliebhaber kommen auf ihre Kosten. Neben verschiedenen regionalen Bieren wird unter anderem das „Schmuggler-Bier“ angeboten, eine Spezialität, die gut zum Ausflug in die Sächsische Schweiz passt und den Besuch kulinarisch abrundet. Hunde sind in der Gaststätte herzlich Willkommen, in der Pension leider nicht!

Unser Fazit:

Der Lichtenhainer Wasserfall ist zwar kein riesiger Wasserfall, lebt aber von seiner Geschichte und dem besonderen Wasserschauspiel. Zusammen mit den schönen Wanderwegen im Nationalpark Sächsische Schweiz und der Einkehr in der Gaststätte, ist er ein lohnendes Ausflugsziel, natürlich auch für Vierbeiner.

Halberstadt mit Hund – Die schönsten Sehenswürdigkeiten bei einem Stadtrundgang

Hallo Freunde, diesmal haben wir für euch Halberstadt besucht. Eine Stadt am nördlichen Harzrand, mit ca. 38.000 Einwohnern. Halberstadt gehört zu Sachsen-Anhalt und viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. So liegen Mittelalterliche Kirchen, verwinkelte Gassen, wunderschöne Fachwerkhäuser und zahlreiche kleine Denkmäler hier dicht beieinander.

Wo parkt man am besten?

Es gibt in Halberstadt viele Möglichkeiten für euch zu parken, aber mitten in der Stadt gibt es den Parkplatz Domplatz, der ist direkt unterhalb des Doms und PKWs parken hier kostenlos. Wir haben uns für den Parkplatz Abtshof entschieden, nur um dann vor Ort feststellen zu müssen, der ist nur noch für Parkplatzmieter, was online nicht zu finden war. Aber es gab direkt davor einen einzigen freien, kostenlosen Parkplatz.

Rundgang durch Halberstadt

Unser Rundgang durch Halberstadt begann an der mittelalterlichen Mikwe. Das jüdische Tauchbad stammt aus dem 13. Jahrhundert und zählt zu den ältesten seiner Art in Deutschland. Heute erkennt man nicht mehr, dass dies eine mittelalterliche Mikwe war, da mittlerweile ein umgebautes Wohnhaus hier steht.

Mittelalterliche Mikwe - Halberstadt

Beim Bummel durch die Altstadt entdeckten wir viele schöne Fachwerkhäuser, historische Gebäude und gemütliche Gassen. Besonders gefallen hat uns, dass viele Sehenswürdigkeiten nah beieinander liegen und sich bequem zu Fuß erkunden lassen. So gibt es auf dem Weg immer wieder kleine Details und Fotomotive zu entdecken.

Altstadt - Halberstadt

Die ehemalige Klaussynagoge beherbergt heute das Berend-Lehmann-Museum. Hier erfährt man viel über das jüdische Leben in Halberstadt und die Geschichte des Hofjuden Berend Lehmann. Auch von außen ist das historische Gebäude einen kurzen Stopp wert und ergänzt den Rundgang durch die Altstadt perfekt.

Ehemalige Klaussynagoge- Berend-Lehmann-Museum - Halberstadt
Ehemalige Klaussynagoge- Berend-Lehmann-Museum - Halberstadt

Nach der Klaussynagoge führte unser Weg durch den Rosenwinkel. Hier lohnt es sich, nicht nur geradeaus zu schauen. Die historischen Fachwerkhäuser stehen dicht an der schmalen Straße und machen diesen Bereich zu einem der besonders hübschen Altstadtwinkel Halberstadts. Unterschiedliche Farben, Balkenkonstruktionen und kleine architektonische Details sorgten dafür, dass bei uns natürlich wieder die Kamera zum Einsatz kam.

Rosenwinkel - Halberstadt
Rosenwinkel - Halberstadt

Auf unserem weiteren Weg begegnete uns das Hans-Albers-Haus. Der Name lässt zunächst vermuten, dass der berühmte Schauspieler und Sänger hier gewohnt haben könnte. Tatsächlich lohnt sich bei solchen Häusern aber immer ein genauerer Blick auf die lokale Geschichte und die Namensgebung. Für uns war es eine dieser kleinen Entdeckungen am Wegesrand, die einen Stadtrundgang abwechslungsreich machen.

Hans-Albers-Haus - Halberstadt
Hans-Albers-Haus - Halberstadt
Hans-Albers-Haus - Halberstadt

Dann wurde es richtig historisch. Der heutige Sitz der Stadtverwaltung Halberstadt befindet sich im historischen Petershof aus dem 16. Jahrhundert. Der mächtige Gebäudekomplex war ursprünglich eine bischöfliche Residenz und wirkt von der tiefer gelegenen Straßenseite beinahe wie eine Festung. Dass sich hinter diesen alten Mauern heute Verwaltungsbüros befinden, hätten wir beim ersten Anblick tatsächlich nicht unbedingt vermutet.

Historischer Petershof - Stadtverwaltung Halberstadt
Historischer Petershof - Stadtverwaltung Halberstadt
Historischer Petershof - Stadtverwaltung Halberstadt

Vom Petershof führte unser Weg über den Katzenplan weiter. Die schmale Kopfsteinpflasterstraße steigt zwischen hohen Mauern und Häusern hinauf zum Domplatz. Gerade solche Wege gefallen uns bei historischen Stadtrundgängen besonders gut. Es ist keine große Sehenswürdigkeit im klassischen Sinne, aber ein Stück Stadt, das Atmosphäre vermittelt und einen beinahe automatisch neugierig macht, was einen hinter der nächsten Ecke erwartet.

Katzenplan - Halberstadt

Am Katzenplan befindet sich mit dem Drachenloch einer der historischen Zugänge zur ehemaligen Domburg. Bereits im Mittelalter führte hier ein Tor in den abgeschlossenen Dombezirk. Besonders spannend ist die Geschichte hinter dem ungewöhnlichen Namen. Er wird mit einem früheren Drachenspiel in Verbindung gebracht, bei dem symbolisch ein Drache aus der Domburg vertrieben wurde. Ein ungewöhnliches Stück Halberstädter Geschichte.

Drachenloch- Halberstadt
Drachenloch- Halberstadt

Oben angekommen, erwartete uns mit der evangelischen Liebfrauenkirche eine der bedeutenden Kirchen Halberstadts. Ihre vier Türme machen sie schon von weitem unverwechselbar. Besonders interessant ist ihr romanischer Charakter, der sich deutlich von der gotischen Architektur des benachbarten Doms unterscheidet. Rund um die Kirche lohnt sich ein kleiner Spaziergang, denn immer wieder ergeben sich schöne Perspektiven auf das historische Gebäude. Die Kirche stammt aus der Zeit der Romantik und wurde im Jahr 1005 erbaut.

Liebfrauenkirche - Halberstadt
Liebfrauenkirche - Halberstadt
Liebfrauenkirche - Halberstadt

Dann wurde meine Kirschblüten-Liebe wieder erhört. Zwischen all den historischen Bauwerken sorgte ein Kirschblütenbaum für einen kleinen Farbtupfer auf unserem Rundgang. Natürlich handelt es sich nicht um eine klassische Sehenswürdigkeit. Aber manchmal sind es gerade solche Dinge, die von einem Ausflug im Gedächtnis bleiben. Mit seinen Blüten vor der historischen Kulisse Halberstadts war er für uns auf jeden Fall ein Foto wert und Emma macht das Bild perfekt.

Kirschblütenbaum - Halberstadt

Weiter ging es zur St.-Johannis-Kirche, die sich durch ihre Bauweise von vielen anderen Kirchen der Stadt unterscheidet. Die evangelische Kirche wurde als Fachwerkkirche errichtet und besitzt einen separat stehenden Glockenturm. Gerade zwischen den großen steinernen Kirchen Halberstadts wirkt St. Johannis dadurch besonders interessant und zeigt, wie abwechslungsreich die Sakralarchitektur der Stadt ist. Sie wurde in den Jahren 1646–1648 erbaut.

St.-Johannis-Kirche - Halberstadt
St.-Johannis-Kirche - Halberstadt
St.-Johannis-Kirche - Halberstadt

Auch die katholische St.-Andreas-Kirche aus dem 13. Jahrhundert, gehörte zu unserem Rundgang. Die ehemalige Klosterkirche der Franziskaner blickt auf eine lange Geschichte zurück und wirkt mit ihren beiden Türmen schon von außen beeindruckend. Nach den vielen Fachwerkhäusern und kleineren Entdeckungen zeigte sich hier wieder eine ganz andere Seite Halberstadts und gleichzeitig wurde immer deutlicher, wie viele bedeutende Kirchen die Stadt besitzt.

St.-Andreas-Kirche - Halberstadt
St.-Andreas-Kirche - Halberstadt

Zwischen Kirchen und historischen Gebäuden entdeckten wir auch den Merkur. Der römische Gott gilt unter anderem als Schutzgott der Händler und des Handels und ist meist an seinem geflügelten Helm oder Stab zu erkennen. Solche kleinen Kunstwerke machen einen Stadtrundgang für uns besonders interessant, denn sie sorgen dafür, dass man eben nicht nur die großen Gebäude fotografiert.

Merkur - Halberstadt

Zurück im Umfeld des Domplatzes kamen wir an der Dompropstei vorbei. Das historische Gebäude gehört zum jahrhundertealten Dombezirk und erinnert daran, dass rund um den Dom nicht nur Kirchen standen, sondern ein ganzer geistlicher Verwaltungs- und Lebensbereich entstand. Erbaut wurde es in den Jahren 1591–1611. Den Hof gibt es noch länger, seit ca. 1156. Zusammen mit den benachbarten historischen Gebäuden trägt die Dompropstei wesentlich zur besonderen Atmosphäre dieses Teils von Halberstadt bei.

Dompropstei - Halberstadt
Dompropstei - Halberstadt
Dompropstei - Halberstadt

Dann standen wir schließlich auf dem Domplatz, dem historischen Herzen Halberstadts. Hier liegen einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt nur wenige Schritte voneinander entfernt. Besonders beeindruckend ist das Zusammenspiel von Dom, Liebfrauenkirche, Museen und historischen Gebäuden. Für uns war der Domplatz deshalb weniger eine einzelne Sehenswürdigkeit als vielmehr ein Ort, an dem man sich ruhig etwas Zeit nehmen sollte.

Domplatz - Halberstadt
Domplatz - Halberstadt

Natürlich durfte das Wahrzeichen Halberstadts nicht fehlen: der imposante Dom St. Stephanus und St. Sixtus, welcher auch nur Dom zu Halberstadt genannt wird. Er wurde im Stil der nordfranzösischen Gotik vom 13. bis ins 15. Jahrhundert erbaut. Die gotische Kathedrale beherrscht den Domplatz und beeindruckt schon allein durch ihre Größe.

Dom St. Stephanus und St. Sixtus - Halberstadt
Dom St. Stephanus und St. Sixtus - Halberstadt
Dom St. Stephanus und St. Sixtus - Halberstadt

Im Inneren befindet sich zudem der berühmte Halberstädter Domschatz, dessen mittelalterlicher Bestand von internationaler Bedeutung ist. Wer genügend Zeit mitbringt, sollte für Dom und Domschatz definitiv mehr als einen kurzen Fotostopp einplanen.

Dom St. Stephanus und St. Sixtus - Halberstadt
Dom St. Stephanus und St. Sixtus - Halberstadt
Dom St. Stephanus und St. Sixtus - Halberstadt

In unmittelbarer Nähe des Doms begegneten uns weitere Gebäude des kirchlichen Lebens. Das Evangelische Kirchspiel Halberstadt verbindet unter anderem die Gemeinden rund um Dom und St. Laurentius. Auch wenn dieser Punkt optisch vielleicht nicht mit dem gewaltigen Dom konkurrieren kann, gehört er für uns zu unserem Rundgang dazu.

Evangelische Kirchspiel Halberstadt

Mit ihren zwei auffallend unterschiedlichen Türmen ist die Martinikirche (St. Martini) eines der unverwechselbaren Wahrzeichen Halberstadts. Die asymmetrischen Türme machen die Kirche sofort erkennbar und sorgen für eine Silhouette, die man so schnell nicht vergisst.

Martinikirche Halberstadt
Martinikirche Halberstadt
Martinikirche Halberstadt

St. Martini liegt direkt im Zentrum und bildet gemeinsam mit Rathaus und Holzmarkt eines der bekanntesten historischen Ensembles der Stadt. Gegründet im 10. Jahrhundert und zerstört in 1945, wurde sie bis 1954 wieder aufgebaut. Erbaut wurde die Martinikirche im gotischen Stil.

Martinikirche Halberstadt
Martinikirche Halberstadt
Martinikirche Halberstadt

Von St. Martini führte unser Weg weiter zur Rathauspassage. Hier verändert sich das Stadtbild deutlich: Historische Architektur trifft auf das heutige Stadtzentrum mit Geschäften und modernen Elementen. Für uns war die Passage vor allem eine Verbindung zwischen den einzelnen Sehenswürdigkeiten und gleichzeitig ein gutes Beispiel dafür, dass Halberstadt eben nicht ausschließlich aus seinem historischen Domviertel besteht.

Rathauspassage - Halberstadt
Rathauspassage - Halberstadt

Der Holzmarkt bildet einen der zentralen Plätze Halberstadts. Seinen Namen verdankt er dem Handel, der hier früher stattfand. Heute fällt vor allem der Holzmarktbrunnen ins Auge und bietet ein schönes Fotomotiv mit den umliegenden Gebäuden. Nach den engen Altstadtgassen wirkte der weitläufigere Platz fast wie eine kleine Verschnaufpause auf unserem inzwischen ziemlich umfangreichen Stadtrundgang.

Holzmarkt und Holzmarktbrunnen - Halberstadt
Holzmarkt und Holzmarktbrunnen - Halberstadt

Direkt am Holzmarkt steht das Rathaus von Halberstadt. Wer die Geschichte der Stadt kennt, weiß allerdings, dass große Teile des historischen Zentrums im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden. Das heutige Rathaus greift historische Formen wieder auf und bildet zusammen mit der Martinikirche erneut einen markanten Mittelpunkt der Innenstadt. Es ist quasi eine Art Nachbau des Originals.

Rathaus von Halberstadt
Rathaus von Halberstadt
Rathaus von Halberstadt

Der Halberstädter Roland ist eine berühmte, 4,27 Meter hohe Sandstein-Statue eines Ritters aus dem Jahr 1433, welche sogar den zweiten Weltkrieg überstanden hat. Er steht an der Seite des Rathauses und ist nach dem Bremer Roland der zweitälteste Deutschlands. Er ist ein Symbol für Marktrechte, Freiheit und Eigenständigkeit.

Rathaus von Halberstadt - Roland
Rathaus von Halberstadt - Roland

Auch König Otto und das Halberstädter Marktrecht begegneten uns auf unserem Weg durch das Zentrum. Das Marktrecht war für mittelalterliche Städte von enormer Bedeutung, denn Märkte brachten Handel, Menschen und Wohlstand in die Stadt. Heute erinnert dieser Punkt daran, wie eng die Entwicklung Halberstadts mit seinen königlichen Privilegien und seiner Bedeutung als Handels- und Bischofsstadt verbunden war.

König Otto und das Halberstädter Marktrecht
König Otto und das Halberstädter Marktrecht
König Otto und das Halberstädter Marktrecht

Deutlich nachdenklicher macht das Trümmerfrauendenkmal. Es erinnert an die Frauen, die nach den schweren Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs beim Aufräumen und Wiederaufbau mithalfen. Gerade in Halberstadt besitzt diese Erinnerung eine besondere Bedeutung: Die Stadt wurde kurz vor Kriegsende bei einem Luftangriff schwer zerstört. Zwischen den vielen schönen Sehenswürdigkeiten gehört auch diese Seite der Stadtgeschichte dazu.

Trümmerfrauendenkmal - Halberstadt
Trümmerfrauendenkmal - Halberstadt

Vor dem Rathaus steht auch eine Bronze vom Stadtzentrum Halberstadts, wie es um 1930, vor der Zerstörung, ausgesehen hat. Die Bronze soll quasi ein Denkmal für die Zerstörung sein.

Bronze vom Stadtzentrum Halberstadt

Unser Rundgang führte uns anschließend über den Fischmarkt. Wie der Name schon verrät, spielte auch dieser Platz früher eine Rolle im Handelsleben der Stadt. Heute gehört er zum Zentrum Halberstadts und verbindet verschiedene historische und moderne Bereiche miteinander. Für Emma waren wir im Paradies, denn hier hat sie ihre Endgegner getroffen, die Tauben. Aber sie war diesmal ganz brav.

Fischmarkt - Halberstadt
Fischmarkt - Halberstadt

Am Domplatz erwartete uns anschließend noch ein Haus mit großer Literaturgeschichte: das Gleimhaus. Es ist heute das Museum der deutschen Aufklärung und erinnert an den Dichter Johann Wilhelm Ludwig Gleim. Herzstück ist der berühmte „Freundschaftstempel“ mit Porträts von Persönlichkeiten aus Gleims Freundeskreis. Damit besitzt Halberstadt neben seinen kirchlichen Schätzen auch ein bemerkenswertes Stück deutscher Literaturgeschichte.

Gleimhaus - Halberstadt
Gleimhaus - Halberstadt
Gleimhaus - Halberstadt

Diese beiden Herren mussten wir natürlich ebenfalls fotografieren. Die Skulptur „Zwei Herren in Betrachtung des Domes“ nimmt auf charmante Weise Bezug auf das mächtige Bauwerk in unmittelbarer Nähe. Gerade solche Kunstwerke gefallen uns, weil sie einen historischen Rundgang etwas auflockern. Und irgendwie konnten wir uns den beiden anschließen – schließlich hatten auch wir den Dom ausgiebig betrachtet und fotografiert.

Zwei Herren in Betrachtung des Domes - Halberstadt

Auf der Nordseite des Doms befindet sich das moderne Besucherzentrum Dom | Schatz. Hier beginnt beziehungsweise endet für viele Besucher die Besichtigung von Dom und Domschatz. Neben dem Zugang gibt es einen Shop und ein Café. Der moderne Bau bildet einen interessanten Kontrast zu den jahrhundertealten Mauern des Doms und fügt sich dennoch erstaunlich zurückhaltend in das historische Umfeld ein.

Besucherzentrum Dom | Schatz - Halberstadt

Mit der ehemaligen Domdechanei begegnete uns ein weiteres Gebäude, das an die frühere Organisation des Domkapitels erinnert. Rund um den Dom lebten und arbeiteten einst zahlreiche Geistliche und Würdenträger, sodass sich hier ein eigener Bezirk entwickelte. Heute sind diese Gebäude vor allem wegen ihrer historischen Architektur interessant und vervollständigen das eindrucksvolle Ensemble rund um den Halberstädter Domplatz.

ehemaligen Domdechanei - Halberstadt
ehemaligen Domdechanei - Halberstadt

Ein Museum ganz anderer Art ist das Heineanum (Museum für Vogelkunde). Seine umfangreiche ornithologische Sammlung geht auf Ferdinand Heine zurück und umfasst heute Tausende Präparate. Die Ausstellungen beschäftigen sich unter anderem mit Vögeln aus aller Welt sowie der Vogelwelt des Harzes und seines Vorlandes. Für Vogelfreunde dürfte dieses Museum ein ganz eigenes Highlight in Halberstadt sein.

Heineanum – Museum für Vogelkunde - Halberstadt

Direkt im historischen Umfeld des Domplatzes befindet sich außerdem das Städtische Museum Halberstadt. Hier dreht sich alles um die Geschichte der Stadt und ihrer Bewohner. Nach unserem langen Spaziergang durch Halberstadt wurde uns spätestens an dieser Stelle bewusst, wie viele unterschiedliche Epochen hier zusammentreffen. Vom mittelalterlichen Bischofssitz über die Fachwerkstadt bis zur Zerstörung und zum Wiederaufbau.

Städtische Museum Halberstadt
Städtische Museum Halberstadt

Weiter ging es zum Johannesbrunnen. Brunnen gehören für uns bei einem Stadtrundgang fast automatisch zu den Fotomotiven, denn häufig steckt hinter ihnen mehr Geschichte, als man zunächst erwartet. Auch der Johannesbrunnen fügt sich wunderbar in das historische Stadtbild ein. Nach den großen Kirchen und Museen war er wieder eine dieser kleineren Sehenswürdigkeiten, die unseren Spaziergang durch Halberstadt abwechslungsreich machten.

Johannesbrunnen - Halberstadt
Johannesbrunnen - Halberstadt

Mit St. Katharina und St. Barbara stand die nächste Kirche auf unserer Route. Der historische Sakralbau gehört ebenfalls zur erstaunlich großen Kirchenlandschaft Halberstadts. Mittlerweile hatten wir wirklich das Gefühl, hinter beinahe jeder zweiten Ecke einen Kirchturm zu entdecken. Trotzdem besitzt jede dieser Kirchen ihren eigenen Charakter – und genau das machte unseren Rundgang so interessant.

St. Katharina und St. Barbara
St. Katharina und St. Barbara
St. Katharina und St. Barbara

Ein echter Hingucker erwartete uns in der Gerberstraße: das Haus St. Florian. Das mächtige Fachwerkhaus mit seiner schwarz-weißen Fassade und dem großen steinernen Portal kann man eigentlich kaum übersehen. Besonders die zahlreichen geometrischen Fachwerkformen machen das Gebäude zu einem tollen Fotomotiv. Für uns definitiv eines der Fachwerkhäuser, bei denen sich ein kurzer Stopp gelohnt hat.

Haus St. Florian - Halberstadt

Mit dem Wassertorturm aus dem Jahre 1443 erreichten wir ein Relikt der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Solche erhaltenen Befestigungsanlagen finden wir bei Stadtrundgängen immer besonders spannend, weil sie erahnen lassen, wie anders eine Stadt früher aufgebaut war. Der Wassertorturm ist der letzte, erhaltene Teil der Stadtbefestigung Halberstadt.

Wassertorturm - Halberstadt

Auch St. Moritz lag auf unserer Route, allerdings ziemlich versteckt und kaum zu finden hinter großen Wohnblocks. Die traditionsreiche, evangelische Kirche gehört zu den älteren Sakralbauten Halberstadts und ist eng mit der Geschichte des ehemaligen Stifts verbunden. Die Kirche stammt aus dem Jahr 1134. Von außen wirkt sie wesentlich zurückhaltender als der große Dom, doch gerade dieser Unterschied macht den Reiz aus. In Halberstadt muss eben nicht jede Kirche riesig sein, um geschichtlich interessant zu sein.

St. Moritz - Halberstadt
St. Moritz - Halberstadt

Danach erreichten wir einen Ort, der heute weit über Halberstadt hinaus bekannt ist: das Burchardikloster. Es wurde am 1036 errichtet und stetig erweitert und umgebaut. Die ehemalige Klosteranlage blickt somit auf eine jahrhundertelange Geschichte zurück.

Burchardikloster - Halberstadt
Burchardikloster - Halberstadt
Burchardikloster - Halberstadt

Internationale Bekanntheit erlangte sie allerdings durch ein außergewöhnliches Musikprojekt. Es geht um die Aufführung von John Cages ORGAN²/ASLSP, die über einen Zeitraum von 639 Jahren angelegt ist. Langsamer kann ein Konzert wohl kaum werden. In der Kirche ist Bischof Burchard I begraben.

Burchardikloster - Halberstadt
Burchardikloster - Halberstadt
Burchardikloster - Halberstadt

In der St.-Burchardi-Kirche findet genau dieses ungewöhnliche Orgelprojekt statt. Seit 2001 läuft hier die Aufführung von John Cages Werk ORGAN²/ASLSP – As Slow as Possible. Einzelne Klangwechsel liegen teilweise Jahre auseinander. Ein ziemlich verrückter Gedanke: Das Konzert soll erst im Jahr 2640 enden. Damit besitzt Halberstadt vermutlich eine der außergewöhnlichsten musikalischen Sehenswürdigkeiten überhaupt.

St.-Burchardi-Kirche - Halberstadt
St.-Burchardi-Kirche - Halberstadt
St.-Burchardi-Kirche - Halberstadt

Und dann begegnete uns noch ein Stück lebendige Stadtgeschichte auf Schienen: die Halberstädter Straßenbahn. Für eine vergleichsweise kleine Stadt ist ein eigenes Straßenbahnnetz schon etwas Besonderes. Während wir Halberstadt zu Fuß erkundeten, gehörten die Bahnen ganz selbstverständlich zum Stadtbild. Die Straßenbahn fährt hier seit 1903 und war somit ein Foto wert.

Halberstädter Straßenbahn

Zum Abschluss unseres Rundgangs wartete noch ein ganz besonderes Museum auf uns. Das Schraube-Museum zeigt bürgerliche Wohnkultur um 1900 und vermittelt einen Eindruck davon, wie eine Halberstädter Familie damals lebte. Anders als in einem klassisch eingerichteten Museum wirken historische Wohnräume oft so, als hätten ihre Bewohner sie gerade erst verlassen – ein schöner Abschluss unserer Reise durch ganz unterschiedliche Kapitel der Stadtgeschichte.

Schraube-Museum - Halberstadt
Schraube-Museum - Halberstadt

Unser Fazit:

Als wir morgens losliefen, hatten wir zwar eine lange Liste dabei, aber wie abwechslungsreich unser Rundgang tatsächlich werden würde, hatten wir nicht erwartet. Halberstadt zeigte uns mittelalterliche Kirchen und alte Fachwerkhäuser, jüdische Geschichte, Kunst, Museen, stille Gassen und sogar ein Konzert, das mehrere Jahrhunderte dauert.

Besonders gefallen hat uns, dass viele Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichbar sind. Man läuft nicht einfach von einem großen Highlight zum nächsten, sondern entdeckt unterwegs immer wieder Kleinigkeiten: einen Brunnen, eine Skulptur, eine alte Mauer oder eine hübsche Fachwerkfassade. Unser Rundgang durch Halberstadt, war 5 km lang und hat wirklich viel Spaß gemacht.

Wie leider in so ziemlich allen Museen, sind keine Hunde gestattet. Ebenso nicht in Kirchen und dem Dom. Daher haben wir mit Emma die Gebäude auch alle nur von Außen erkundet. Aber das war für uns auch völlig in Ordnung.

Bis zum nächsten Abenteuer, was mich wieder so müde macht. Liebe Grüße, eure Emma

🐾 Weiterführende Links & Quellen

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🧺 Emma’s Sommer-Snack-Box – gesunde Erfrischungen für heiße Tage

Heiße Sommertage verlangen nach einer kleinen Abkühlung, nicht nur für uns Menschen, sondern auch für unsere Vierbeiner. Nach einer Wanderung, einem Ausflug oder einem gemütlichen Spaziergang freut sich Emma immer über eine leckere Erfrischung. Deshalb haben wir eine Sommer-Snack-Box zusammengestellt, die sich schnell vorbereiten lässt und viele gesunde Leckereien enthält.

Das Beste daran: Ihr könnt die Zutaten ganz nach dem Geschmack eures Hundes variieren und die Box sowohl zu Hause als auch unterwegs genießen.

🍉 Was gehört in Emma’s Sommer-Snack-Box?

Unsere Snack-Box besteht aus einer bunten Mischung frischer Zutaten und einem kleinen selbst gebackenen Extra. So entsteht eine abwechslungsreiche Belohnung, die nicht nur lecker aussieht, sondern auch für verschiedene Geschmäcker etwas bereithält.

Illustration: KI-generiert

🍉 Gelbe Wassermelone/Rote Wassermelone

Der Star unserer Snack-Box darf natürlich nicht fehlen. Die gelbe Wassermelone oder auch rote, sorgt für eine angenehme Erfrischung und enthält viel Wasser. Sie ist ideal an warmen Tagen.

Achtet darauf, die Schale vollständig zu entfernen und möglichst alle Kerne herauszunehmen.

🍌 Banane

Ein paar kleine Bananenscheiben bringen natürliche Süße in die Box und liefern schnell verfügbare Energie. Banane ist perfekt nach einer längeren Tour.

Da Bananen recht energiereich sind, reichen einige Scheiben völlig aus.

🥒 Gurke

Gurke besteht fast ausschließlich aus Wasser und sorgt für einen knackigen Frischekick. Emma knabbert sie besonders gern an heißen Sommertagen.

🫐 Heidelbeeren

Die kleinen blauen Beeren sind nicht nur ein schöner Farbtupfer, sondern auch eine leckere Ergänzung zur Wassermelone. Bei uns im Garten, snackt sie Emma besonders gerne direkt vom Strauch.

🥕 Karotte

Karotten bringen etwas Biss in die Snack-Box und sorgen für Abwechslung zwischen den weichen Obststücken.

🍪 Ein selbst gebackener Hundekeks

Als kleines Highlight darf natürlich einer unserer selbst gebackenen Wassermelonen-Kekse nicht fehlen.

So wird aus der Snack-Box eine kleine Belohnung, über die sich Emma jedes Mal besonders freut.

🧺 So richten wir die Snack-Box an

Für Ausflüge oder Wanderungen füllen wir die Snacks anschließend einfach in eine gut verschließbare Frischhaltedose und transportieren sie in einer Kühltasche. So bleiben Obst und Gemüse auch unterwegs angenehm frisch.

Die verschiedenen Farben sehen nicht nur sommerlich aus, sondern machen die Snack-Box auch zu einem echten Hingucker. Diesmal in unserer Snack-Box: Hundewürstchen, gefriergetrocknete Erdbeeren, Banane, Hundefrikadelle, Karotte, unsere selbstgebackenen Wassermelonen-Kekse, Gurke und Heidelbeere.

Unsere Snack-Box haben wir bei Amazon gekauft. Falls ihr auch so eine haben möchtet, ihr findet sie hier: Snack-Box mit 8 Fächern und Deckel (Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.)

🐾 Unsere Tipps für unterwegs

  • Bereitet die Snack-Box möglichst frisch zu.
  • Transportiert sie an warmen Tagen gekühlt.
  • Nehmt lieber kleinere Portionen mit.
  • Stellt eurem Hund immer ausreichend frisches Trinkwasser zur Verfügung.
  • Die Snack-Box ersetzt keine vollständige Mahlzeit, sondern ist eine kleine Belohnung für zwischendurch.

🐾 Emmas Urteil

„Ich finde, jede Wanderung sollte mit so einer Snack-Box enden! Am liebsten esse ich natürlich zuerst die Hundewürstchen. Danach schmecken aber auch die Heidelbeeren und der Hundekeks richtig lecker. Auf den Bildern seht ihr mich beim naschen von Heidelbeere, Gurke, gefriergetrockneter, ungezuckerter Erdbeere und Karotte.“

Unser Fazit

Eine Sommer-Snackbox ist schnell vorbereitet, vielseitig und lässt sich ganz einfach an die Vorlieben eures Hundes anpassen. Ob nach einer Wanderung, beim Picknick oder als kleine Erfrischung im Garten. Mit frischem Obst, knackigem Gemüse und einem selbst gebackenen Hundekeks zaubert ihr eurem Vierbeiner im Handumdrehen eine sommerliche Freude.

Welche Zutaten würden in der Sommer-Snack-Box eures Hundes auf keinen Fall fehlen? Oder welche Zutat mag euer Hund gar nicht essen? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!

🍉 Tag 6 unserer „Emma’s Wassermelonen-Woche“

In unserer Sommer-Serie haben wir bereits viele leckere Wassermelonen-Ideen vorgestellt. Zum Abschluss erwartet euch noch ein besonderes Highlight: Drei sommerliche Leckereien für Hunde: Emma’s Tropischer-Reissalat mit gelber Wassermelone, Emma’s Sommerschaschlik und eine festliche Sommertorte mit Wassermelonen-Spiegel.

Mit Emma unterwegs am Oderteich – Naturabenteuer im Harz

Manchmal braucht es gar keine riesige Wanderung, um einen richtig schönen Tag draußen zu erleben. Genau so war es bei unserer Runde um den Oderteich im Nationalpark Harz. Direkt am Oderteich befindet sich ein großer Parkplatz, von dem aus man gleich starten kann.

Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)

Schon am Start hat uns die besondere Atmosphäre dieser Ecke des Harzes gefallen: ruhiges Wasser, dichter Wald und überall kleine Entdeckungen am Wegesrand. Emma war natürlich sofort im Schnüffelmodus und musste jeden neuen Geruch genau untersuchen.

Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)

Der Rundweg um den Oderteich ist mit seinen etwa 4,5 Kilometern eine entspannte Tour, die trotzdem jede Menge Abwechslung bietet. Der Oderteich ist Teil der Oberharzer Wasserwirtschaft und gehört zum UNESCO-Welterbe. Er ist die älteste Talsperre des Harzes und war ca. 170 Jahre auch die größte Talsperre Deutschlands.

Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)

Während unserer Wanderung entdeckten wir einen kleinen Wasserfall, der auf den ersten Blick ganz natürlich wirkt. Tatsächlich ist er Teil der historischen Wasserwirtschaft des Oderteichs. Das Wasser fließt durch ein altes, gemauertes Gerinne und stürzt anschließend über die Felsen ins Tal. Gerade diese Mischung aus beeindruckender Natur und jahrhundertealter Ingenieurskunst macht den Oderteich zu einem ganz besonderen Ausflugsziel.

Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)

Der Weg führt vorbei am Wasser, durch urige Waldstücke und über natürliche Pfade. Besonders schön fanden wir die Abschnitte mit den Holzstegen. Hier fühlt man sich fast ein bisschen wie auf einer kleinen Entdeckungsreise durch die Natur.

Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)

Für Emma gab es unterwegs natürlich viel zu entdecken: neue Gerüche, spannende Geräusche aus dem Wald und viele Stellen zum kurzen Innehalten. Genau diese kleinen Momente machen unsere Wanderungen so besonders. Nicht nur das Ziel zählt, sondern alles, was man unterwegs erlebt und mit Emma macht es gleich doppelt so viel Spaß.

Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)

Immer wieder entdeckten wir kleine Sandstrände entlang des Oderteichs. Wäre da nicht der dichte Harzwald im Hintergrund, könnte man fast meinen, man wäre an einem Badesee oder sogar am Meer. Für Emma waren die flachen Ufer ideal. Sie konnte problemlos ins Wasser gehen und sich nach der Wanderung abkühlen. Diese kleinen Badebuchten machen den Oderteich besonders hundefreunlich.

Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)

An einigen Stellen fiel uns auf, dass das Wasser rostrot schimmerte. Im ersten Moment waren wir etwas verunsichert und fragten uns, ob das Wasser vielleicht verschmutzt oder sogar schädlich für Emma sein könnte und haben schnell danach gegoogelt, bevor Emma ins Wasser durfte. Aber es sieht schon wirklich beeindruckend aus.

Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)

Die rötliche Färbung ist ein ganz natürliches Phänomen. Das Wasser im Harz fließt durch moorige Böden und eisenhaltiges Gestein. Gelöstes Eisen kommt dabei mit Sauerstoff in Berührung und bildet Eisenoxide, also natürlichen Rost. Dadurch entstehen die typischen rotbraunen Ablagerungen und das Wasser wirkt an manchen Stellen rostfarben.

Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)

Bei unserem Besuch im April, lag auch an einigen Stellen noch etwas Schnee, wovon Emma total begeistert war. Man hatte das Gefühl von Sommer und gleichzeitig den Winter. Ich glaube eine bessere Besuchszeit hätte es nicht geben können.

Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)

Da Emma so ein begeisterter Klettermaxe ist, fand sie es total toll, über umgefallene Bäume zu klettern und alles genau zu erkunden. Ich glaube für sie, hätte der Tag nie enden dürfen.

Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)

Der Oderteich hat eine ganz besondere Stimmung. Das Wasser liegt ruhig zwischen den Bäumen, während der Wald zeigt, wie sich die Natur im Nationalpark entwickeln darf. Alte Fichten, Totholz und junge Pflanzen gehören hier zum natürlichen Wandel des Waldes dazu.

Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)

Bei der Wanderung über die Wege, hat man immer wieder einen tollen Blick auf den Oderteich. Egal von welcher Seite man ihn sich anschaut, er ist einfach wunderschön und beeindruckend. Emma hat sogar einen kleinen Schneemann gefunden, worüber sie sich sehr gefreut hat.

Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)

Es kamen immer wieder Holzstege, die zum Teil nicht enden wollten. Aber bei dem vielen Moor rund um den Oderteich ist das nötig und Emma hat viel Spaß dabei. Wenn einem jemand entgegen kommt, muss man etwas balancieren, aber wir hatten Glück und am späten Nachmittag, war nicht mehr so viel los.

Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)

Während unserer Wanderung entdeckten wir den Frau-Holle-Baum, mit einer Informationstafel über Frau Holle und den nordischen Gott Odin. Der Harz ist seit Jahrhunderten für seine Sagen und Mythen bekannt. Während wir die Geschichte lasen, war Emma natürlich viel mehr damit beschäftigt, den Baum ausgiebig zu beschnüffeln. Wer weiß, vielleicht hat sie dort ihr ganz eigenes kleines Abenteuer erlebt.

Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)

Zum Ende der Wanderung kamen wir noch an der historischen Striegelanlage, der Ausflut und mehreren Granitobelisken vorbei. Die Granitobelisken sind historische Grenz- bzw. Vermessungssteine. Die Ausflut ist der historische Ablauf des Oderteichs. Von hier aus wurde das Wasser früher kontrolliert weitergeleitet, um den Bergbau im Harz mit Wasserkraft zu versorgen. Die historische Striegelanlage hielt früher Treibgut wie Äste und Laub zurück, damit das Wasser ungehindert weiterfließen konnte.

Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)
Oderteich (Harz)

Unser Fazit zur Wanderung um den Oderteich

Der Oderteich ist eine wunderschöne kleine Wanderung für alle, die eine entspannte Runde in beeindruckender Natur suchen. Auch mit Hund macht die Strecke richtig Spaß. Es gibt viele spannende Gerüche, abwechslungsreiche Wege und jede Menge Natur zum Erkunden. Wir können euch den Besuch wirklich sehr empfehlen.

Oderteich (Harz)

Wir haben ca. 1,5 Stunden für die Wanderung um den Oderteich benötigt. Emma würde die Runde auf jeden Fall wieder laufen und wir auch. Bis zu unserem nächsten Abenteuer, eure Emma mit Familie.

Links Osterode am Harz

Mit Emma auf dem Naturmythenpfad in Braunlage – eine märchenhafte Wanderung durch den Harz

Hallo Freunde, diesmal sind wir auf einen tollen Wanderweg im Harz aufmerksam geworden. Er heißt Naturmythenpfad, ist bei Braunlage und hat 9 verschiedene Stationen, die es auf 4km zu entdecken galt. Da es direkt dort keinen Parkplatz gab, haben wir etwas weiter weg geparkt, am Sportplatz von Braunlage und sind zum Startpunkt gelaufen.

Naturmythenpfad in Braunlage
Naturmythenpfad in Braunlage
Naturmythenpfad in Braunlage

Ich hatte richtig viel Bock auf die Wanderung und war gut gelaunt. Es ging vorbei an kahlen Wäldern, entlang an schönen Wegen, bis wir im Nationalpark Harz angekommen waren. Von dort dauerte es noch ein kleines Stück, bis zum Infopoint. Dort hat mich gleich ein böser Wolf erwartet und ich dachte, was soll das denn? Dann habe ich meinen Königinnen Thron gesehen und mein frecher Papa, hat mir den Platz einfach geklaut.

Naturmythenpfad in Braunlage
Naturmythenpfad in Braunlage
Naturmythenpfad in Braunlage

Auf den Spuren alter Mythen durch den Harz

Wenn man an den Harz denkt, kommen einem schnell Hexen, Sagen und geheimnisvolle Wälder in den Sinn. Genau darum dreht sich auch der Naturmythenpfad in Braunlage. Der Rundweg verläuft durch den Nationalpark Harz und verbindet Natur mit alten Geschichten und interaktiven Stationen. Dabei geht es nicht darum, möglichst schnell ans Ziel zu kommen. Vielmehr lädt der Weg dazu ein, stehen zu bleiben, den Wald bewusst wahrzunehmen und sich auf die kleinen Dinge einzulassen.

Naturmythenpfad in Braunlage
Naturmythenpfad in Braunlage
Naturmythenpfad in Braunlage

Auf dem Wanderweg gibt es immer wieder Hinweisschilder, wo man dem Naturmythenpfad folgen muss. Ein verlaufen ist fast unmöglich, wenn man darauf achtet.

Station 1 – Der Wolf

Die erste Station widmet sich einem Tier, das kaum ein anderes die Menschen über Jahrhunderte so fasziniert und gleichzeitig verunsichert hat: dem Wolf.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 1 - Der Wolf
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 1 - Der Wolf
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 1 - Der Wolf

In Märchen ist er oft der Bösewicht. In der Realität gehört er jedoch ganz selbstverständlich zur Natur und kehrt inzwischen auch wieder in viele Regionen Deutschlands zurück. Genau mit diesem Gegensatz beschäftigt sich die erste Station. Auf der ersten Station musste ich kurze einen bösen Mann wegputzen, der dort einfach aufgetaucht ist. Dem hab ich es so richtig gezeigt.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 1 - Der Wolf
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 1 - Der Wolf
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 1 - Der Wolf

Ich hab mich allerdings weniger für alte Mythen interessiert, sondern eher für die vielen Wildgerüche entlang des Weges. Immer wieder blieb ich stehen, schnupperte aufmerksam ins Unterholz und schaute neugierig zwischen die Bäume. Man konnte sich gut vorstellen, dass hier nachts tatsächlich Wildtiere unterwegs sind.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 1 - Der Wolf
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 1 - Der Wolf
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 1 - Der Wolf

Diese Station regt zum Nachdenken an: Wer hat eigentlich vor wem Angst? Der Mensch vor dem Wolf oder der Wolf vor dem Menschen? Zudem werden einem hier die Eigenschaften eines Wolfes aufgezeigt.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 1 - Der Wolf
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 1 - Der Wolf
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 1 - Der Wolf

Station 2 – Märchen und Sagen

Nur wenige Schritte weiter taucht man tiefer in die Welt der Harzer Sagen ein.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 2 - Märchen und Sagen
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 2 - Märchen und Sagen
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 2 - Märchen und Sagen

Der Harz gehört zu den sagenreichsten Regionen Deutschlands. Hexen, Berggeister, geheimnisvolle Wesen und verwunschene Wälder gehören hier seit Jahrhunderten zur Kultur.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 2 - Märchen und Sagen
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 2 - Märchen und Sagen
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 2 - Märchen und Sagen

Während wir die Informationstafeln lasen, wirkte der Wald fast ein wenig geheimnisvoll. Sonnenstrahlen fielen durch die hohen Bäume, der Wind bewegte die Äste und irgendwo klopfte ein Specht.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 2 - Märchen und Sagen
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 2 - Märchen und Sagen
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 2 - Märchen und Sagen

Ich ließ mich davon natürlich überhaupt nicht beeindrucken. Für mich war jeder neue Geruch spannender als jede Sage. Trotzdem passt diese Station wunderbar in die Umgebung, denn gerade dieser Wald besitzt eine ganz besondere Atmosphäre.

Station 3 – Der Baum

Bäume begleiten uns auf jeder Wanderung. Oft laufen wir einfach an ihnen vorbei.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 3 - Der Baum
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 3 - Der Baum
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 3 - Der Baum

Diese Station zeigt, welche Bedeutung Bäume früher für die Menschen hatten. Sie galten als Kraftorte, Schutzspender und Symbole des Lebens. Manche Baumarten wurden sogar verehrt.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 3 - Der Baum
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 3 - Der Baum
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 3 - Der Baum

Wenn man einen Moment innehält und nach oben schaut, versteht man schnell, warum. Die mächtigen Stämme, das Licht zwischen den Ästen und die Ruhe des Waldes sorgen automatisch dafür, dass man langsamer wird.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 3 - Der Baum
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 3 - Der Baum
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 3 - Der Baum

Ich hatte währenddessen wieder ganz andere Prioritäten. Jeder Baum musste ausgiebig beschnuppert werden, denn immerhin hatte ich hier meine ganz eigene „Waldzeitung“. Zum Ende der 3. Station, gab es einen kleinen Bach. Dort konnte ich meine Pfötchen kühlen und Schlappi machen.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 3 - Der Baum
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 3 - Der Baum
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 3 - Der Baum

Station 4 – Der Bach

Langsam näherten wir uns dem Wasser, einem größeren Bach als wir kurz vorher gesehen hatten.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 4 - Der Bach
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 4 - Der Bach
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 4 - Der Bach

Das leise Plätschern des Baches begleitete uns bereits einige Meter vorher. Zwischen Steinen und Wurzeln schlängelte sich das klare Wasser durch den Wald.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 4 - Der Bach
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 4 - Der Bach
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 4 - Der Bach

Früher entstanden rund um solche Orte viele Geschichten über Wassergeister und Nymphen. Tatsächlich besitzen Bäche eine besondere Ruhe. Man setzt sich automatisch für einen Moment auf einen Stein und hört einfach nur zu.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 4 - Der Bach
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 4 - Der Bach
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 4 - Der Bach

Ich war sofort begeistert, denn Wasser bedeutet für mich immer Abenteuer. Vorsichtig erkundete ich das Ufer und beobachtete aufmerksam die fließenden Wellen. Papa hat so ein komisches Musikinstrument gefunden und hat damit Geräusche gemacht. Das fand ich gar nicht lustig und hab ihn geschimpft wie eine verrückte, damit er aufhört.

Station 5 – Der Silberteich

Für uns war der Silberteich ohne Frage einer der schönsten Orte der gesamten Wanderung. Gerade für Hunde ist der Silberteich eine tolle Station, um baden zu gehen. Man kommt hier flach ins Wasser und kann ohne Probleme rein und raus gehen.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 5 - Der Silberteich
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 5 - Der Silberteich
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 5 - Der Silberteich

Der kleine Waldsee liegt ruhig zwischen den Bäumen und wirkt fast wie aus einem Märchen. Je nach Wetter spiegeln sich Himmel und Wald im Wasser und schaffen eine ganz besondere Stimmung. Der Silberteich hatte für uns etwas magisches.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 5 - Der Silberteich
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 5 - Der Silberteich
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 5 - Der Silberteich

Hier haben wir eine längere Pause eingelegt. Ich bekam etwas zu trinken und konnte sich im Schatten ausruhen, während wir den Blick über den Teich schweifen ließen.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 5 - Der Silberteich
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 5 - Der Silberteich
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 5 - Der Silberteich

Wer gerne fotografiert, sollte sich hier etwas mehr Zeit nehmen. Rund um den Silberteich ergeben sich immer wieder wunderschöne Motive. Egal ob Spiegelungen auf dem Wasser, kleine Details am Ufer oder weite Landschaftsaufnahmen. Das schönste Motiv für Mama und Papa, war natürlich ich.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 5 - Der Silberteich
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 5 - Der Silberteich
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 5 - Der Silberteich

Station 6 – Naturgewalten

Nach der ruhigen Stimmung am Silberteich beschäftigt sich die nächste Station mit den Kräften der Natur, also ging es für uns weiter zu dieser Station. Aber Frauchen war kaum vom Silberteich wegzukriegen, daher musste ich ein bisschen Druck machen.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 6 - Naturgewalten
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 6 - Naturgewalten
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 6 - Naturgewalten

Wind, Regen, Sturm und Schnee formen den Harz seit Jahrtausenden. Gerade in den letzten Jahren hat sich die Landschaft durch Trockenheit und den Borkenkäfer stark verändert. An einigen Stellen sieht man deutlich, wie sich der Wald verändert und langsam wieder neu entsteht.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 6 - Naturgewalten
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 6 - Naturgewalten
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 6 - Naturgewalten

Diese Station erinnert daran, dass die Natur ständig im Wandel ist, unabhängig davon, ob Menschen eingreifen oder nicht. Ich war ganz frech und habe mich hier einfach auf den Tisch gesetzt, da ich genau zwischen Mama und Papa sitzen wollte, aber verratet mich bitte nicht.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 6 - Naturgewalten
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 6 - Naturgewalten
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 6 - Naturgewalten

Station 7 – Der Wald

Jetzt befindet man sich mitten im Nationalpark Harz, bei der Station Wald. Hier gibt es Stelen aus Holz, mit vielen Botschaften z.B. von Caesar.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 7 - Der Wald
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 7 - Der Wald
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 7 - Der Wald

Hier wird deutlich, dass ein Wald viel mehr ist als eine Ansammlung von Bäumen. Moose, Pilze, Insekten, Vögel und unzählige andere Lebewesen bilden gemeinsam ein riesiges Ökosystem.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 7 - Der Wald
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 7 - Der Wald
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 7 - Der Wald

Je länger wir unterwegs waren, desto ruhiger wurde es. Man hörte fast nur noch Vogelstimmen und das Rascheln der Blätter. Irgendwann kamen wir wieder an einen Bach. Über den konnte man drüber balancieren, wenn man es sich zutraut. Also ich wäre ja sofort dabei gewesen, aber nicht meine Zweibeiner.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 7 - Der Wald
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 7 - Der Wald
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 7 - Der Wald

Ich lief entspannt voraus, blieb immer wieder stehen und wartete geduldig auf die anderen beiden. Solche Momente mögen wir besonders, denn genau dafür gehen wir gemeinsam wandern. Dann wartete noch ein Abenteuer auf uns, hüpfen über Seine, um zur anderen Uferseite zu gelangen. Was meint ihr, sind wir trocken geblieben?

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 7 - Der Wald
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 7 - Der Wald
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 7 - Der Wald

Station 8 – Der Wunschbaum

Diese Station gehört sicherlich zu den emotionalsten des gesamten Naturmythenpfades.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 8 - Der Wunschbaum
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 8 - Der Wunschbaum
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 8 - Der Wunschbaum

Schon seit Jahrhunderten verbinden Menschen mit besonderen Bäumen Wünsche, Hoffnungen und kleine Rituale. Auch hier darf man einen Moment innehalten und sich etwas wünschen.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 8 - Der Wunschbaum
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 8 - Der Wunschbaum
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 8 - Der Wunschbaum

Ob Wünsche wirklich in Erfüllung gehen? Wer weiß. Schaden kann es jedenfalls nicht. Wir haben uns einfach einen Moment Zeit genommen und die Ruhe genossen. Während Mama und Papa den Baum haben auf sich wirken lassen, habe ich die Zeit für eine kleine Verschnaufpause genutzt. Natürlich habe ich mir auch was gewünscht und zwar das nächste Leckerli.

Station 9 – Das Labyrinth

Die letzte Station bildet gleichzeitig den Abschluss der Wanderung, bzw. der letzten Station, den wir mussten ja noch zum Auto zurück.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 9 - Das Labyrinth
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 9 - Das Labyrinth

Ein Labyrinth steht seit jeher für den eigenen Lebensweg. Anders als ein Irrgarten besitzt es keine Sackgassen. Es führt Schritt für Schritt zum Mittelpunkt und wieder hinaus.

Naturmythenpfad in Braunlage - Station 9 - Das Labyrinth
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 9 - Das Labyrinth
Naturmythenpfad in Braunlage - Station 9 - Das Labyrinth

Nach den vielen Eindrücken des Weges ist das ein schöner Abschluss. Auch ich marschierte neugierig mit Papa hindurch und fand das kleine Abenteuer sehr spannend.

Unser Fazit

Der Naturmythenpfad ist keine Wanderung, bei der Höhenmeter oder Gipfel im Mittelpunkt stehen. Hier geht es um das bewusste Erleben der Natur.

Naturmythenpfad in Braunlage
Naturmythenpfad in Braunlage
Naturmythenpfad in Braunlage

Uns hat besonders gefallen, dass sich der Weg hervorragend mit Hund laufen lässt und durch die neun Stationen nie langweilig wird. Überall gibt es etwas zu entdecken, für uns Hunde genauso wie für Menschen.

Naturmythenpfad in Braunlage

Wer mit offenen Augen durch den Wald geht, findet hier nicht nur schöne Fotomotive, sondern auch viele kleine Momente, die in Erinnerung bleiben. Unsere Wanderung war ca. 6km lang, da wir noch zum Parkplatz laufen mussten.

Naturmythenpfad in Braunlage

Unsere Bewertung

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Länge: ca. 4 km
Schwierigkeit: leicht
Für Hunde geeignet: Ja, absolut. Besonders außerhalb der Ferien ist der Weg angenehm ruhig. Da der Rundweg durch den Nationalpark Harz führt und Wildtiere vorkommen können, empfehlen wir, Hunde angeleint zu führen.

Wir würden den Naturmythenpfad jederzeit wieder besuchen, vielleicht zu einer anderen Jahreszeit. Denn wir sind sicher: Im Herbst, wenn sich die Blätter färben oder Nebel zwischen den Bäumen hängt, wirkt dieser Ort noch einmal ein ganzes Stück geheimnisvoller. Wir waren im April dort.

Bis zum nächsten Abenteuer, eure Emma

Infos zum Naturmythenpfad, bekommt ihr hier: https://www.nationalpark-harz.de/de/natur-erleben/natur-erlebnispfade/naturmythenpfad/

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