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Schokoladenmuseum Köln – unsere süße Entdeckungsreise durch die Welt der Schokolade

Werbung | Kooperation mit dem Schokoladenmuseum Köln

Schokoladenmuseum Köln am Rhein

Schokolade gehört für viele von uns einfach zum Alltag dazu, entweder als Genussmoment oder als Seelentröster. Aber wie wird aus einer Kakaofrucht eigentlich die Schokolade, die später als Tafel, Praline oder andere süße Köstlichkeit vor uns liegt? Und welche Geschichte steckt hinter dem Kakao?

Schokoladenmuseum Köln am Rhein

Genau das wollten wir bei unserem Besuch im Schokoladenmuseum Köln herausfinden. Direkt am Rhein, mitten im Kölner Rheinauhafen, dreht sich hier auf mehr als 4.000 Quadratmetern alles um Kakao und Schokolade. Von den Ursprüngen des Kakaos über Anbau und Handel, bis zur modernen Herstellung.

Schokoladenmuseum Köln am Rhein

Für uns war der Besuch gleichzeitig ein Programmpunkt unserer Reise nach Köln. Und natürlich waren wir gespannt auf eines der bekanntesten Highlights des Museums, den großen Schokoladenbrunnen.

Das Schokoladenmuseum Köln – wie alles begann

Hans Imhoff - seine Geschichte

Hinter dem Schokoladenmuseum steht die Idee des Schokoladenfabrikanten Hans Imhoff. Nachdem er 1972 die Stollwerck-Fabrik in der Kölner Südstadt übernommen hatte, entdeckte er dort alte Maschinen, Verpackungen und Unterlagen, die eigentlich entsorgt werden sollten. Statt darin Schrott zu sehen, erkannte er ihren historischen Wert und ließ die Stücke aufarbeiten.

Hans Imhoff - seine Geschichte

Im Laufe der Jahre übernahm Hans Imhoff zahlreiche weitere Unternehmen, darunter bekannte Schokoladenmarken wie Sprengel und Sarotti. Nach der deutschen Wiedervereinigung expandierte sein Unternehmen auch nach Osteuropa.

Hans Imhoff – Bildquelle: Schokoladenmuseum Köln

Doch neben seinem unternehmerischen Erfolg verfolgte Hans Imhoff einen ganz persönlichen Traum: Er wollte ein Museum schaffen, in dem die Geschichte und Herstellung von Schokolade für alle erlebbar wird. Am 31. Oktober 1993 war es schließlich so weit: Das Schokoladenmuseum Köln öffnete seine Türen.

Hans Imhoff - seine Geschichte

Seinen Standort fand das Museum am Rheinauhafen. Das Gebäude an der Spitze der Rheinauhalbinsel erinnert mit seiner Architektur an ein Schiff. Eine ziemlich passende Lage direkt am Rhein.

Hans Imhoff - seine Geschichte

Besonders bemerkenswert finde ich, dass Hans Imhoff das Museum damals aus eigenen Mitteln finanzierte, ohne öffentliche Förderung. Rund 53 Millionen D-Mark investierte er in die Verwirklichung seines Traums.

🤝 Die Imhoff-Stiftung – ein Geschenk an seine Heimatstadt

Doch Hans Imhoff wollte nicht nur die Menschen für Schokolade begeistern. Ihm lag auch seine Heimatstadt Köln sehr am Herzen. Im Dezember 2000 gründete er deshalb die gemeinnützige Imhoff-Stiftung. Sein Wunsch war es, mit seinem unternehmerischen Erfolg etwas Gutes zu tun und Projekte zu unterstützen, die den Menschen in Köln zugutekommen.

Die Stiftung engagiert sich in verschiedenen Bereichen, darunter Kunst und Kultur, Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie Denkmalschutz. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und Menschen mit Behinderung.

Seit ihrer Gründung hat die Stiftung zahlreiche Projekte gefördert und damit einen wichtigen Beitrag zum kulturellen und gesellschaftlichen Leben in Köln geleistet.

❤️ Das Lebenswerk von Hans Imhoff bleibt in Familienhand

Im Jahr 2002 zog sich Hans Imhoff aus dem aktiven Schokoladengeschäft zurück und verkaufte den Stollwerck-Konzern an den Schweizer Schokoladenhersteller Barry Callebaut. Das Schokoladenmuseum blieb jedoch in Familienhand.

Am 21. Dezember 2007 verstarb Hans Imhoff im Alter von 85 Jahren. Nach seinem Tod übernahm seine Ehefrau Gerburg Klara Imhoff die Geschäftsführung des Museums und führte das Lebenswerk ihres Mannes fort. Im Januar 2016 ging die Verantwortung schließlich an die nächste Generation über. Tochter Annette Imhoff übernahm gemeinsam mit ihrem Ehemann Dr. Christian Unterberg-Imhoff die Geschäftsführung.

Im Juni 2025 verabschiedete sich Christian Unterberg-Imhoff in den Ruhestand. Seitdem führen Annette Imhoff und Dominik Schröder das Schokoladenmuseum gemeinsam.

Doch auch die zweite Tochter von Hans Imhoff setzt sich für das Lebenswerk ihres Vaters ein. Susanne Imhoff übernahm im Jahr 2018 den Vorstandsvorsitz der gemeinnützigen Imhoff-Stiftung von ihrer Mutter Gerburg Klara Imhoff.

Damit führen die beiden Schwestern das Engagement ihres Vaters auf unterschiedliche Weise fort: Während Annette Imhoff das Schokoladenmuseum leitet und weiterentwickelt, kümmert sich Susanne Imhoff um die Stiftung und deren gemeinnützige Arbeit.

Weitere Informationen zur Imhoff-Stiftung: https://www.imhoff-stiftung.de

🍫 Unser Besuch beginnt – ein herzlicher Empfang im Schokoladenmuseum

Im Rahmen unserer Kooperation mit dem Schokoladenmuseum Köln wurden wir bei unserem Besuch mit einer Goodie-Bag überrascht. Dafür meldeten wir uns zunächst an der Garderobe, wo wir die Tasche abholen konnten.

Begrüßung und süße Überraschungen beim Besuch im Schokoladenmuseum Köln

Darin befanden sich verschiedene Süßigkeiten, unsere beiden Eintrittskarten sowie ein zusätzlicher Umschlag mit vier Eintrittskarten, die uns das Schokoladenmuseum für ein Gewinnspiel auf Emma’s Pfoten-Abenteuer zur Verfügung gestellt hatte.

Begrüßung und süße Überraschungen beim Besuch im Schokoladenmuseum Köln

Da an diesem Tag großer Besucherandrang herrschte, mussten wir zunächst etwas warten. Von Giana bekamen wir außerdem noch einen Hinweis für unseren weiteren Besuch per Brief, da sie am Besuchstag leider nicht anwesend sein konnte.

Empfangsbereich im Schokoladenmuseum Köln

Bevor wir uns auf unsere Entdeckungsreise durch die Ausstellung begaben, wartete aber noch ein ganz besonderes Erlebnis auf uns: Im Schokolädchen durften Martin und ich unsere eigenen Schokoladentafeln zusammenstellen.

🍬 Kleine Schokoladenüberraschungen beim Einlass

Schon beim Einlass gab es eine kleine süße Begrüßung: Wir bekamen jeweils eine Lindor-Kugel. Ein wirklich passender Start für unseren Besuch im Schokoladenmuseum. Wir konnten natürlich nicht warten und mussten sofort losnaschen.

🍫 Unsere eigene Schokolade aus dem Schokolädchen

Noch bevor wir unseren eigentlichen Rundgang durch die Ausstellung begannen, wartete ein besonderes Erlebnis auf uns: Im Schokolädchen durften Martin und ich unsere ganz persönlichen Schokoladentafeln zusammenstellen.

Schokolädchen im Schokoladenmuseum Köln

Dabei konnten wir nicht nur die Schokoladensorte auswählen, sondern unsere Tafeln auch mit verschiedenen Zutaten ganz nach unserem Geschmack gestalten.

Auswahl im Schoko-Lädchen im Schokoladenmuseum Köln

Ich entschied mich für Alpenvollmilchschokolade mit Heidelbeeren, gefriergetrocknetem Kaffee, Schokosplittern und Cashewkernen. Allerdings waren die Cashewkerne an diesem Tag leider aus, sodass ich stattdessen Mandeln auswählte.

Wunschtafel Bestellung im Schoko-Lädchen im Schokoladenmuseum Köln

Martin stellte sich ebenfalls eine Vollmilchschokolade zusammen. Seine Wahl fiel auf gefriergetrocknete Erdbeeren, Smarties Minis, Schokosplitter und Kakao-Nibs.

Herstellung unserer individuellen Schokolade im Schokoladenmuseum Köln

Nachdem wir unsere Bestellungen aufgegeben hatten, konnten wir bei der Herstellung zuschauen und beobachten, wie unsere persönlichen Schokoladentafeln entstanden.

Schokoladenmuseum Köln - Hohlfiguren

Bis die fertigen Tafeln abgeholt werden konnten, dauerte es ungefähr 45 Minuten. Diese Zeit nutzten wir für unseren Rundgang durch das Schokoladenmuseum. Und so ging es für uns zunächst weiter in die faszinierende Welt des Kakaos.

🌱 Die Welt des Kakaos und das Tropenhaus

Nachdem wir unsere persönlichen Schokoladentafeln im Schokolädchen zusammengestellt hatten, begann für uns die eigentliche Entdeckungsreise durch das Schokoladenmuseum.

In der Ausstellung „Weltreise des Kakaos“ erfuhren wir, welchen langen Weg der Kakao zurücklegt, bevor daraus die Schokolade entsteht, die wir heute kennen. Auf mehr als 600 Quadratmetern beschäftigt sich dieser Ausstellungsbereich mit dem Anbau, der Ernte, dem Transport und dem Handel von Kakao.

Dabei geht es nicht nur um die Herstellung von Schokolade. Auch die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen in den Anbauländern sowie das Thema Nachhaltigkeit spielen eine wichtige Rolle.

🌴 Ein Stück Tropen mitten in Köln

Wie die Pflanzen aussehen, an denen die begehrten Kakaofrüchte wachsen, konnten wir uns anschließend im begehbaren Tropenhaus anschauen. Zwischen den vielen tropischen Pflanzen wachsen hier auch echte Kakaobäume.

Im Tropenhaus herrschen tropische Klimabedingungen. So bekommt man einen Eindruck davon, unter welchen Bedingungen Kakao in seinen ursprünglichen Anbaugebieten wächst.

An den echten Kakaobäumen konnten wir bei unserem Besuch allerdings keine Früchte entdecken. Dafür gab es in der Ausstellung einen künstlichen Kakaobaum, an dem anschaulich dargestellt wurde, wie die Kakaofrüchte aussehen und wo sie am Baum wachsen.

Besonders interessant fanden wir, dass die Kakaofrüchte nicht wie bei vielen anderen Obstbäumen an dünnen Zweigen hängen, sondern direkt am Stamm und an stärkeren Ästen wachsen. In ihrem Inneren befinden sich die Kakaobohnen, aus denen später nach mehreren Verarbeitungsschritten unsere Schokolade entsteht.

🏭 Von der Kakaobohne zur Schokolade – die gläserne Schokoladenfabrik

Gläserne Schokoladenfabrik - Schokoladenmuseum Köln

Nach unserem Besuch im Tropenhaus ging es für uns weiter zur gläsernen Schokoladenfabrik. Hier konnten wir beobachten, wie aus Kakaobohnen und weiteren Zutaten die Schokolade entsteht, die wir später als fertige Tafel genießen.

Gläserne Schokoladenfabrik - Schokoladenmuseum Köln

Besonders interessant fanden wir, dass die einzelnen Herstellungsschritte durch große Glasscheiben sichtbar gemacht werden. So konnten wir uns die verschiedenen Maschinen und Produktionsanlagen aus nächster Nähe anschauen.

Gläserne Schokoladenfabrik - Schokoladenmuseum Köln

Der Herstellungsprozess beginnt mit der Verarbeitung der Kakaobohnen. Nach dem Rösten werden sie gebrochen und von ihren Schalen getrennt. Anschließend wird der Kakaobruch gemahlen, bis daraus eine flüssige Kakaomasse entsteht.

Gläserne Schokoladenfabrik - Schokoladenmuseum Köln

Je nach Schokoladensorte werden weitere Zutaten wie Zucker und Milchpulver hinzugefügt. Anschließend wird die Schokoladenmasse verfeinert und conchiert. Dabei wird sie über einen längeren Zeitraum bewegt und bearbeitet, wodurch sich Geschmack und Konsistenz weiterentwickeln.

Gläserne Schokoladenfabrik - Schokoladenmuseum Köln

Nach dem Temperieren kann die flüssige Schokolade schließlich in Formen gegossen und abgekühlt werden. So entstehen die fertigen Schokoladentafeln.

Gläserne Schokoladenfabrik - Schokoladenmuseum Köln

An den verschiedenen Stationen konnten wir die Produktionsanlagen betrachten und anhand der Informationen nachvollziehen, welche Arbeitsschritte notwendig sind, bis aus einer Kakaobohne Schokolade wird.

Gläserne Schokoladenfabrik - Schokoladenmuseum Köln

Gerade weil man normalerweise nur das fertige Produkt aus dem Supermarkt kennt, fanden wir es spannend, einmal einen Blick hinter die Kulissen der Schokoladenherstellung zu werfen.

⛲ Das berühmteste Highlight – der Schokoladenbrunnen

Nach der gläsernen Schokoladenfabrik ging es für uns zu einem der bekanntesten Highlights des gesamten Museums: dem großen Schokoladenbrunnen. Der rund drei Meter hohe Brunnen ist mit goldenen Kakaofrüchten verziert und mit rund 200 Kilogramm Schokolade gefüllt. Die flüssige Schokolade fließt dabei kontinuierlich durch den Brunnen und bietet einen faszinierenden Anblick.

Schokoladenbrunnen - Schokoladenmuseum Köln

Besonders schön ist auch der Standort des Brunnens. Durch die großen Fenster hat man einen wunderbaren Blick auf den Rhein, während im Inneren die Schokolade fließt. Für Museumsgründer Hans Imhoff gehörte ein Schokoladenbrunnen bereits zu seiner ursprünglichen Vision eines eigenen Schokoladenmuseums. Heute ist er längst zu einem der Wahrzeichen des Museums geworden.

Schokoladenbrunnen - Schokoladenmuseum Köln

Natürlich ließen auch wir uns die Gelegenheit nicht entgehen, die frisch fließende Schokolade zu probieren. Dafür bekamen wir jeweils eine kleine Waffel mit Schokolade gereicht. Die Schokolade war wunderbar zartschmelzend, herrlich schokoladig und einfach köstlich! Für uns war diese kleine Kostprobe ein weiteres Highlight unseres Museumsbesuchs.

👩‍🍳 Schokoladenhandwerk – die Maîtres Chocolatiers

Nachdem wir die köstliche Schokolade am Schokoladenbrunnen probiert hatten, führte uns unser Rundgang eine Etage nach oben. Dort konnten wir den Maîtres Chocolatiers (Schokoladenmeister) bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen.

Maître Chocolatier (Schokoladenmeister) bei der Arbeit - Schokoladenmuseum Köln

Während in der gläsernen Schokoladenfabrik die maschinelle Herstellung im Mittelpunkt steht, dreht sich hier alles um das traditionelle Schokoladenhandwerk.

Maître Chocolatier (Schokoladenmeister) bei der Arbeit - Schokoladenmuseum Köln

Besonders interessant fanden wir die Herstellung der Schokoladenhohlfiguren, die wir direkt beobachten konnten. Zunächst wurden die Augen der Figuren mit einem Pinsel und weißer Schokolade in die entsprechenden Stellen der Formen gemalt.

Maître Chocolatier (Schokoladenmeister) bei der Arbeit - Schokoladenmuseum Köln

Anschließend wurde flüssige Vollmilchschokolade in die Formen gefüllt. Durch das gleichmäßige Drehen verteilte sich die Schokolade an den Innenwänden, sodass nach dem Abkühlen eine hohle Schokoladenfigur entstehen konnte.

Maître Chocolatier (Schokoladenmeister) bei der Arbeit - Schokoladenmuseum Köln

Es war faszinierend zu sehen, wie aus den einzelnen Arbeitsschritten nach und nach eine Schokoladenfigur entsteht. Vor allem das sorgfältige Auftragen der kleinen Details mit dem Pinsel zeigte uns, wie viel Fingerspitzengefühl und handwerkliches Geschick dafür notwendig sind.

Maître Chocolatier (Schokoladenmeister) bei der Arbeit - Schokoladenmuseum Köln

Schließlich kennt man die fertigen Schokoladenfiguren aus den Geschäften, macht sich aber selten Gedanken darüber, wie sie eigentlich hergestellt werden. Für uns war es jedenfalls spannend, neben der industriellen Schokoladenproduktion auch diese handwerkliche Seite kennenzulernen.

🕰️ 5.000 Jahre Kakaogeschichte – eine Reise durch die Zeit

Nach den Einblicken in die moderne Schokoladenherstellung und das traditionelle Schokoladenhandwerk ging unsere Entdeckungsreise weiter in die Vergangenheit. Denn die Geschichte des Kakaos reicht viel weiter zurück, als man vielleicht zunächst vermutet.

5.000 Jahre Kakaogeschichte – Schokoladenmuseum Köln

In der Ausstellung „Zeitreise des Kakaos“ erfuhren Martin und ich, wie sich die Verwendung des Kakaos im Laufe von rund 5.000 Jahren verändert hat.

5.000 Jahre Kakaogeschichte – Schokoladenmuseum Köln

Seinen Ursprung hat der Kakao in Amerika, wo er bereits vor Jahrtausenden genutzt wurde. Dabei war Kakao früher weit mehr als nur ein Genussmittel. Er wurde unter anderem als Getränk zubereitet, als Opfergabe verwendet und zeitweise sogar als Zahlungsmittel eingesetzt.

5.000 Jahre Kakaogeschichte – Schokoladenmuseum Köln

Mit der Zeit gelangte der Kakao auch nach Europa. Dort war Schokolade zunächst ein kostbares Luxusgut, das sich nur wohlhabende Menschen leisten konnten. Erst im Laufe der Jahrhunderte und mit der Weiterentwicklung der Schokoladenproduktion wurde sie auch für breitere Bevölkerungsschichten erschwinglich.

5.000 Jahre Kakaogeschichte – Schokoladenmuseum Köln

Die Ausstellung beschäftigt sich aber nicht nur mit den schönen Seiten der Schokoladengeschichte. Auch Kolonialismus, Ausbeutung und die schwierigen Bedingungen im Kakaoanbau werden thematisiert.

5.000 Jahre Kakaogeschichte – Schokoladenmuseum Köln

Anhand historischer Ausstellungsstücke, alter Verpackungen und multimedialer Stationen konnten wir nachvollziehen, wie sich die Bedeutung des Kakaos und die Schokoladenherstellung über die Jahrhunderte verändert haben.

5.000 Jahre Kakaogeschichte – Schokoladenmuseum Köln

Besonders faszinierend fand ich ein Video, in dem gezeigt wurde, wie um das Jahr 1750 ein Schokoladengetränk zubereitet wurde. Es war spannend zu sehen, wie die Menschen damals ihre Trinkschokolade herstellten und wie anders die Zubereitung im Vergleich zu heute war.

5.000 Jahre Kakaogeschichte – Schokoladenmuseum Köln

Gerade solche Einblicke in den Alltag vergangener Jahrhunderte machten die Ausstellung für mich besonders interessant. Schließlich denkt man bei Schokolade heute meistens zuerst an eine fertige Tafel und weniger daran, dass sie über lange Zeit vor allem als Getränk genossen wurde.

5.000 Jahre Kakaogeschichte – Schokoladenmuseum Köln

Besonders interessant ist dabei der Vergleich zwischen früher und heute. Während Schokolade einst etwas ganz Besonderes und für viele Menschen unerschwinglich war, gehört sie für uns inzwischen ganz selbstverständlich zum Alltag.

🍬 Die historische Drogerie – ein Stück Vergangenheit

Ein weiterer Bereich, der mir besonders gut gefallen hat, war die historische Drogerie. Schon die alte Einrichtung erinnerte mich an eine Mischung aus Drogerie und Apotheke, wie man sie heute kaum noch findet.

Ein Stück Vergangenheit - Schokoladenmuseum Köln

Besonders begeistert war ich von den wunderschönen alten Möbeln mit ihren vielen kleinen Schubladen. Ich finde solche Einrichtungen einfach toll! Sie sehen nicht nur schön aus, sondern sind mit ihren zahlreichen Fächern auch unglaublich praktisch. Da hätte ich am liebsten jedes einzelne Schublädchen genauer angeschaut.

Ein Stück Vergangenheit - Schokoladenmuseum Köln

Auch einige der historischen Werbeartikel und Marken weckten Erinnerungen. Besonders das alte Werbefahrrad von Sprüngli blieb mir im Gedächtnis. Die Marke kannte ich noch von früher.

Ein Stück Vergangenheit - Schokoladenmuseum Köln

Richtig emotional wurde es für mich allerdings bei Sarotti. Mein lieber Opa hat früher immer Sarotti-Kakao verwendet, um mir eine warme Tasse Kakao zuzubereiten. Als ich die Marke in der Ausstellung entdeckte, musste ich sofort an ihn denken und an die schöne Zeit von damals.

Ein Stück Vergangenheit - Schokoladenmuseum Köln

Auch wenn ich mit Sarotti wunderschöne Kindheitserinnerungen verbinde, darf man nicht vergessen, dass die ursprüngliche Werbefigur heute aufgrund ihrer rassistischen und kolonial geprägten Darstellung kritisch betrachtet wird.

Ein Stück Vergangenheit - Schokoladenmuseum Köln

Es ist schon erstaunlich, wie eine einzige Schokoladenmarke plötzlich so viele Erinnerungen zurückbringen kann. Für einen Moment war ich gedanklich wieder in meiner Kindheit, bei meinem Opa und seiner warmen Tasse Kakao.

Ein Stück Vergangenheit - Schokoladenmuseum Köln

Gerade diese Mischung aus historischen Einrichtungsgegenständen, alten Werbeartikeln und bekannten Schokoladenmarken machte diesen Ausstellungsbereich für mich besonders sehenswert.

❤️ Schokolade ist ein Gefühl

Dass Schokolade für viele Menschen weit mehr als nur ein Lebensmittel ist, zeigt ein weiterer Ausstellungsbereich mit dem passenden Titel „Schokolade ist ein Gefühl“.

Schokolade ist ein Gefühl - Schokoladenmuseum Köln

Denn wer verbindet Schokolade nicht mit besonderen Momenten? Ob als kleine Aufmerksamkeit, zum Geburtstag, zu Weihnachten oder einfach als süße Belohnung zwischendurch. Schokolade weckt bei vielen Menschen Erinnerungen und Emotionen.

Schokolade ist ein Gefühl - Schokoladenmuseum Köln

Die Ausstellung greift genau diese Verbindung auf und beschäftigt sich mit Gefühlen wie Liebe, Freundschaft, Luxus und Festlichkeit.

Schokolade ist ein Gefühl - Schokoladenmuseum Köln

Auch die Werbung spielt dabei eine wichtige Rolle. Historische und moderne Beispiele zeigen, wie Schokolade über die Jahrzehnte beworben wurde und wie sich die Darstellung verändert hat.

Schokolade ist ein Gefühl - Schokoladenmuseum Köln

Gerade der Blick auf die älteren Verpackungen und Werbemotive macht deutlich, dass Schokolade nicht nur eine lange Geschichte hat, sondern auch ein Stück Alltagskultur ist.

🍫 Unsere selbst zusammengestellten Schokoladentafeln sind fertig!

Bevor wir zum CHOCOLAT Grand Café gingen, konnten wir direkt im Ausgangsbereich unsere beiden Schokoladentafeln abholen, die wir zu Beginn unseres Besuchs im Schokolädchen zusammengestellt hatten.

Nach all den interessanten Einblicken in die Schokoladenherstellung war es natürlich besonders schön, nun auch unsere ganz persönlichen Kreationen in den Händen zu halten. Eine süße Erinnerung an unseren Besuch im Schokoladenmuseum! Die Erinnerung hat allerdings nicht allzu lange gehalten, denn die Versuchung war zu groß. Ich sag euch, so eine leckere Schokolade habt ihr bestimmt noch nicht gegessen.

🍬 Kleine Schokoladenüberraschungen beim Ausgang

Und auch am Ausgang wartete noch eine kleine Schokoladenüberraschung auf uns: Hier bekamen wir mehrere Mini-Täfelchen aus Vollmilchschokolade mit auf den Weg. Martin war total begeistert und hat sich meine Täfelchen auch gleich gekrallt und bis zum Ausgang, waren sie schon aufgegessen.

☕ Das CHOCOLAT Grand Café – leider ohne süße Pause

Nach unserem Rundgang durch die Ausstellung hätten Martin und ich uns gerne noch eine kleine Pause im CHOCOLAT Grand Café gegönnt.

CHOCOLAT Grand Café - Schokoladenmuseum Köln

Das Café befindet sich direkt am Rhein und bietet mit seinen großen Fenstern einen wunderschönen Ausblick auf das Wasser. Auf der Speisekarte stehen verschiedene süße Köstlichkeiten, Kuchen, Torten und natürlich auch Schokoladenspezialitäten.

CHOCOLAT Grand Café - Schokoladenmuseum Köln

Wir hatten uns eigentlich darauf gefreut, hier noch gemütlich etwas zu trinken und die leckeren Erdbeeren mit Schokolade zu genießen. Allerdings waren wir mit dieser Idee offenbar nicht allein. Das Café war bei unserem Besuch sehr gut besucht und die Schlange im Wartebereich sehr lang. Wir hätten entsprechend lange auf einen Platz warten müssen.

CHOCOLAT Grand Café - Schokoladenmuseum Köln

Da wir an diesem Tag noch weitere Termine in Köln hatten, konnten wir leider nicht so lange bleiben und mussten auf unsere süße Pause verzichten. Schade, denn das Café sah wirklich einladend aus! Man konnte auch viele zufriedene Gesichter sehen, die ihre Leckereien genossen haben. Aber vielleicht klappt es ja bei unserem nächsten Besuch im Schokoladenmuseum.

🛍️ Der Museumsshop – ein süßer Abschluss

Zum Abschluss unseres Besuchs führte uns der Weg noch in den Museumsshop. Und wie sollte es in einem Schokoladenmuseum anders sein? Hier dreht sich natürlich alles um Schokolade!

Museumsshop - Schokoladenmuseum Köln

In den Regalen gibt es eine große Auswahl an Schokoladentafeln, Pralinen und weiteren süßen Köstlichkeiten. Dazu kommen verschiedene Geschenkideen und Souvenirs rund um das Thema Kakao und Schokolade.

Museumsshop - Schokoladenmuseum Köln

Besonders schön finde ich an solchen Museumsshops, dass man hier nicht nur etwas für sich selbst entdecken kann, sondern auch eine kleine Aufmerksamkeit für die Lieben zu Hause. Natürlich haben wir uns die vielen süßen Köstlichkeiten noch etwas genauer angeschaut. Bei der großen Auswahl gab es einiges zu entdecken.

Museumsshop - Schokoladenmuseum Köln

Und ganz ohne Einkauf wollten wir dann doch nicht nach Hause fahren. Deshalb haben wir noch ein paar leckere Kleinigkeiten für Oma und Opa ausgesucht. Schließlich sollten die beiden auch etwas von unserem süßen Ausflug nach Köln haben. Mit unseren kleinen Mitbringseln im Gepäck ging unser Besuch im Schokoladenmuseum schließlich zu Ende.

📸 Ein Blick zurück – mein Besuch im Jahr 2019

Das Schokoladenmuseum Köln ist für mich kein unbekannter Ort. Schon in meiner Jugend, war ich mit meiner Familie hier und auch später hat es mich immer wieder dorthin gezogen.

Schokoladenmuseum Köln - Bild aus dem Jahr 2019
Schokoladenmuseum Köln – Bild aus dem Jahr 2019

Im Jahr 2019 besuchte ich das Museum noch einmal gemeinsam mit meiner Mama. Von diesem Ausflug habe ich einige Fotos, die ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte.

Schokoladenmuseum Köln - Bild aus dem Jahr 2019
Schokoladenmuseum Köln – Bild aus dem Jahr 2019

Wenn ich mir die Bilder heute anschaue, werden viele schöne Erinnerungen wach. Gleichzeitig ist es interessant zu sehen, wie sich das Museum im Laufe der Jahre verändert hat.

Schokoladenmuseum Köln - Bild aus dem Jahr 2019
Schokoladenmuseum Köln – Bild aus dem Jahr 2019

Schon damals gehörten der große Schokoladenbrunnen, die Geschichte des Kakaos und die vielen süßen Ausstellungsstücke zu unserem Rundgang.

Schokoladenmuseum Köln - Bild aus dem Jahr 2019
Schokoladenmuseum Köln – Bild aus dem Jahr 2019

Auf meinen damaligen Fotos sind unter anderem die historischen Schokoladenverpackungen, verschiedene Ausstellungsstücke und die liebevoll gestalteten Osterdekorationen mit den bekannten Lindt-Goldhasen zu sehen.

Schokoladenmuseum Köln - Bild aus dem Jahr 2019
Schokoladenmuseum Köln – Bild aus dem Jahr 2019

Bei unserem aktuellen Besuch mit Martin wirkte vieles noch moderner, bunter und informativer. Auch die saisonale Gestaltung war natürlich eine andere.

Schokoladenmuseum Köln - Bild aus dem Jahr 2019
Schokoladenmuseum Köln – Bild aus dem Jahr 2019

Gerade dieser Vergleich macht für mich einen besonderen Reiz aus. Das Schokoladenmuseum ist ein Ort, an den man auch nach mehreren Jahren gerne zurückkehrt und an dem es immer wieder Neues zu entdecken gibt.

Schokoladenmuseum Köln - Bild aus dem Jahr 2019
Schokoladenmuseum Köln – Bild aus dem Jahr 2019

Und für mich sind diese älteren Fotos inzwischen noch aus einem anderen Grund wertvoll: Sie erinnern mich an einen schönen gemeinsamen Tag mit meiner Mama.

❤️ Unser Fazit – ein Besuch voller Genuss und Erinnerungen

Unser Besuch im Schokoladenmuseum Köln war für Martin und mich ein rundum schönes Erlebnis, das uns noch lange in Erinnerung bleiben wird. Für mich war dieser Tag allerdings noch etwas ganz Besonderes. Schon als Jugendliche war ich mit meiner Familie hier und später noch einmal gemeinsam mit meiner Mama. Nun stand ich mit meinem eigenen Sohn im Schokoladenmuseum und durfte diesen Ort, mit dem ich so viele schöne Erinnerungen verbinde, noch einmal gemeinsam mit ihm erleben.

Schokoladenmuseum Köln

Das war für mich ein unglaublich schönes Gefühl. Schließlich sind es genau solche gemeinsamen Erlebnisse, die später einmal zu wertvollen Erinnerungen werden. Aber auch die Ausstellung selbst hat uns begeistert. Das Schokoladenmuseum ist unglaublich informativ, abwechslungsreich und bunt gestaltet. Es gibt so viel zu entdecken, dass die Zeit beim Rundgang wie im Flug vergeht.

Schokoladenmuseum Köln

Besonders spannend fanden wir die Einblicke in die Schokoladenherstellung und das traditionelle Handwerk. Zu beobachten, wie die Chocolatiers mit viel Fingerspitzengefühl ihre Schokoladenfiguren herstellen, war wirklich interessant. Und natürlich war es auch etwas Besonderes, unsere eigenen Schokoladentafeln zusammenzustellen und später die fertigen Kreationen in den Händen zu halten.

Schokoladenmuseum Köln

Auch der Genuss kam während unseres Besuchs nicht zu kurz. Immer wieder gab es kleine Schokoladenkostproben, die unseren Rundgang versüßten. Allen voran die wunderbar zartschmelzende Schokolade am großen Schokoladenbrunnen, einfach köstlich! Was mir außerdem aufgefallen ist: Im Vergleich zu meinen früheren Besuchen wirkt das Museum heute noch moderner, bunter und vielseitiger. Es hat sich einiges verändert und trotzdem war dieses vertraute Gefühl von damals sofort wieder da.

Für uns steht jedenfalls fest: Wir möchten unbedingt wiederkommen!

Beim nächsten Mal würden Martin und ich gerne gemeinsam an einem Schokoladenkurs teilnehmen und selbst noch ein wenig mehr in die Schokoladenherstellung eintauchen. Und natürlich steht auch das CHOCOLAT Grand Café weiterhin auf unserer Wunschliste. Die leckeren Köstlichkeiten dort möchten wir uns beim nächsten Besuch auf keinen Fall entgehen lassen.

Schokoladenmuseum Köln

Wir können das Schokoladenmuseum Köln auf jeden Fall weiterempfehlen. Hier verbinden sich interessante Einblicke in die Geschichte und Herstellung der Schokolade mit jeder Menge Genuss und einem abwechslungsreichen Museumserlebnis.

Manchmal ist ein Ausflug eben nicht nur ein Ausflug, sondern auch eine kleine Reise zurück zu den Menschen und Momenten, die einem besonders am Herzen liegen. ❤️

ℹ️ Praktische Informationen für euren Besuch

Schokoladenmuseum Köln

Am Schokoladenmuseum 1a
50678 Köln

Homepage: https://www.schokoladenmuseum.de

Öffnungszeiten:

Regulär täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr. Der letzte Einlass erfolgt um 17:00 Uhr. Bitte beachtet, dass es an einzelnen Tagen und zu bestimmten Jahreszeiten abweichende Öffnungszeiten und Schließtage geben kann.

Eintrittspreise (Stand: Oktober 2026):

TicketMontag–FreitagWochenende & Feiertage
Erwachsene17,50 €19,00 €
Kinder und Schüler bis 18 Jahre10,00 €11,50 €
Familienkarte35,00 €38,00 €
Auszubildende und Studierende14,00 €15,00 €
Senioren ab 65 Jahren16,00 €17,00 €

Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt. Die Familienkarte gilt für zwei Erwachsene und deren eigene Kinder bis 18 Jahre.

Tickets:

Wir empfehlen euch, eure Eintrittskarten vorab online zu buchen. So könnt ihr euch einen passenden Besuchszeitraum aussuchen und vermeidet Wartezeiten an der Tageskasse.

Aktuelle Preise, Tickets und weitere Informationen findet ihr unter:

https://www.schokoladenmuseum.de/besuch-planen

Besuchsdauer:

Für den Rundgang durch die Ausstellung solltet ihr etwa ein bis zwei Stunden einplanen. Wenn ihr euch alles ausführlich anschauen, eigene Schokoladentafeln herstellen lassen oder zusätzlich einen Schokoladenkurs besuchen möchtet, solltet ihr entsprechend mehr Zeit mitbringen.

Barrierefreiheit:

Die Ausstellungsbereiche, der Museumsshop und das CHOCOLAT Grand Café sind barrierefrei erreichbar. Rampen und Aufzüge erleichtern den Zugang.

Dürfen Hunde mit ins Schokoladenmuseum?

Da im Museum Lebensmittel hergestellt werden, dürfen Hunde leider nicht mit in die Ausstellung. Auf der Terrasse des CHOCOLAT Grand Cafés sind Hunde dagegen willkommen.

Parkmöglichkeiten:

In unmittelbarer Nähe befindet sich die Tiefgarage Rheinauhafen. Von dort erreicht ihr das Museum bequem zu Fuß.

Unser Tipp: Informiert euch vor eurem Besuch noch einmal auf der offiziellen Homepage über die aktuellen Eintrittspreise, Öffnungszeiten und mögliche Sonderveranstaltungen.

🤝 Transparenzhinweis – Kooperation mit dem Schokoladenmuseum Köln

Dieser Beitrag entstand im Rahmen einer freundlichen Kooperation mit dem Schokoladenmuseum Köln.

Für unseren Besuch wurden Martin und mir die Eintrittskarten kostenfrei zur Verfügung gestellt. Zusätzlich erhielten wir eine Goodie-Bag mit verschiedenen süßen Überraschungen. Darüber hinaus stellte uns das Schokoladenmuseum vier Eintrittskarten für ein Gewinnspiel auf Emma’s Pfoten-Abenteuer zur Verfügung.

Wir bedanken uns ganz herzlich beim Team des Schokoladenmuseums Köln für die freundliche Unterstützung und die Möglichkeit, das Museum auf diese Weise zu erleben.

Wie immer gilt: Unsere Meinung bleibt von einer Kooperation unbeeinflusst. Wir berichten ehrlich und unabhängig über unsere persönlichen Erfahrungen und Eindrücke.

Weitere Informationen zu unseren Kooperationen findet ihr auf unserer Seite Unsere Kooperationspartner.

Kubacher Kristallhöhle – 70 Meter unter der Erde

Manchmal braucht es ein paar alte Fotos, um sich an einen längst vergangenen Ausflug wieder ganz genau zu erinnern. Bei unserem Besuch in der Kubacher Kristallhöhle ist genau das passiert. Mein Sohn Martin war damals noch deutlich jünger und Emma war noch nicht Teil unserer Ausflüge. An diesem Tag hatten wir zunächst die Grube Fortuna besucht und waren dort tief in die Geschichte des Bergbaus eingetaucht.

Kubacher Kristallhöhle

Doch unser Ausflug unter die Erde war damit noch nicht beendet. Am Nachmittag ging es für uns weiter nach Weilburg-Kubach und dort erwartete uns eine völlig andere Unterwelt. Statt Bergbau, Maschinen und Grubenbahn standen nun gewaltige natürliche Hohlräume, Kristalle und Tropfsteinbildungen im Mittelpunkt.

Von der Grube Fortuna direkt zur Kristallhöhle

Die Kombination der beiden Ausflugsziele bietet sich geradezu an. Nach unserem Besuch der Grube Fortuna fuhren wir weiter zur Kubacher Kristallhöhle, die sich nicht weit entfernt befindet. Obwohl beide Ziele unter die Erde führen, könnten die Erlebnisse kaum unterschiedlicher sein.

Die Kubacher Kristallhöhle befindet sich in rund 350 Millionen Jahre altem Kalkstein. Sie ist die einzige Calcitkristallhöhle Deutschlands und ihre Wände sind mit unzähligen Kristallen und Perltropfsteinen überzogen.

456 Stufen führen hinab

Wer die Kubacher Kristallhöhle sehen möchte, muss sich den Weg in die Tiefe ein wenig erarbeiten. Insgesamt führt der Rundgang über 456 Treppenstufen. Der tiefste für Besucher zugängliche Punkt liegt ungefähr 70 Meter unter der Erdoberfläche und der Führungsweg ist mehr als 300 Meter lang.

Kubacher Kristallhöhle

Schon auf unseren Fotos sieht man, wie sich die Treppen durch den Fels ziehen. Mit jedem Schritt geht es weiter hinunter und irgendwann vergisst man beinahe, wie weit über einem inzwischen die Erdoberfläche liegt. Für Martin war das damals natürlich ein Abenteuer. Helm auf und ab in die Tiefe.

Plötzlich öffnet sich der Berg

Besonders beeindruckend fand ich die Dimensionen der Höhle. Nach den teilweise engeren Bereichen öffnen sich große natürliche Hohlräume. Der beeindruckendste davon ist die sogenannte Südhalle. Ihre Decke befindet sich rund 30 Meter über dem Höhlenboden. Damit besitzt die Kubacher Kristallhöhle die höchste Halle einer Schauhöhle in Deutschland.

Kubacher Kristallhöhle

Auf Fotos lässt sich diese Größe nur schwer wiedergeben. Wenn man unten zwischen Felswänden, Treppen und Geländern steht und nach oben schaut, bekommt man erst eine Vorstellung davon, welche Dimensionen sich hier unter der Erde verbergen.

Kristalle und Tropfsteine

Noch faszinierender wird es, wenn man sich die Felswände genauer anschaut. Überall finden sich mineralische Ablagerungen, Kristalle und Tropfsteinbildungen. Einige Bereiche wirken beinahe, als wären sie mit einer feinen weißen Schicht überzogen.

Kubacher Kristallhöhle

Die Kristalle entstanden durch kalkhaltiges Wasser, das über lange Zeit durch das Gestein sickerte. Gerade diese außergewöhnlichen Formationen machen Kubach zu etwas Besonderem.

Kubacher Kristallhöhle

Unsere damaligen Fotos sind technisch sicherlich nicht mit heutigen Aufnahmen vergleichbar. In einer dunklen Höhle zu fotografieren war mit den damaligen Kameras schließlich eine kleine Herausforderung.

Kubacher Kristallhöhle

Aber gerade deshalb mag ich diese Bilder heute. Sie zeigen unseren tatsächlichen Besuch und einige der Kristallformationen sind darauf erstaunlich gut zu erkennen.

Eine Höhle, die lange verborgen blieb

Auch die Entdeckungsgeschichte der Kubacher Höhlen ist spannend. Bereits 1881 wurde beim Phosphoritabbau in Kubach eine große Tropfsteinhöhle entdeckt. Ihre genaue Lage wurde damals allerdings nicht dokumentiert und sie konnte später nicht wiedergefunden werden.

Kubacher Kristallhöhle

Viele Jahrzehnte später begann man erneut nach den unterirdischen Höhlen zu suchen. Bei Bohrungen wurde schließlich die heutige Kristallhöhle entdeckt. Im Jahr 1974 betrat ein Bohrmeister die Höhle als erster Mensch. Danach begann die Erschließung. Ein etwa 150 Meter langer Zugangsstollen wurde angelegt und in den folgenden Jahren entstanden Treppen, Wege und Beleuchtungsanlagen. 1981 wurde die Kristallhöhle schließlich als Schauhöhle eröffnet.

Neun Grad – auch mitten im Sommer

Wer die Kristallhöhle besucht, sollte sich nicht von den Temperaturen draußen täuschen lassen. Unter der Erde herrschen ganzjährig nur ungefähr 9 °C bei einer Luftfeuchtigkeit von etwa 85 Prozent.

Kubacher Kristallhöhle

Eine Jacke oder ein Pullover gehört deshalb unbedingt mit ins Gepäck, auch wenn draußen Hochsommer ist. Es sei denn man, ist nicht so kälteempfindlich wie Martin. Festes Schuhwerk würde ich ebenfalls empfehlen. Denn die bereits erwähnten 456 Stufen muss man nicht nur hinunter, man muss sie anschließend natürlich auch wieder hinauf.

Mit Kindern in die Kubacher Kristallhöhle

Für uns war die Höhle damals ein schönes Ausflugsziel mit Kind. Martin fand natürlich vor allem den Weg durch die Höhle spannend. Treppen, Helm, dunkle Gänge und plötzlich riesige Hallen. Das ist etwas anderes, als Geologie nur auf einer Informationstafel zu betrachten.

Kubacher Kristallhöhle

Heute dürfen Kinder aus bergrechtlichen Gründen erst ab fünf Jahren an einer Höhlenführung teilnehmen. Für Familien mit kleineren Kindern ist das ein wichtiger Punkt bei der Planung. Die eigentliche Führung dauert ungefähr 45 bis 60 Minuten.

Fotografieren ist erlaubt

Für mich natürlich ebenfalls wichtig: In der Kubacher Kristallhöhle darf während der Führung fotografiert werden. Sogar Blitzlicht ist erlaubt. Lediglich ein Stativ darf nicht verwendet werden. Natürlich sollte man beim Fotografieren darauf achten, die Führung nicht aufzuhalten und den Anschluss an die Gruppe nicht zu verlieren.

Kubacher Kristallhöhle

Wer gerne fotografiert, findet hier jedenfalls mehr als genug Motive. Kristalle, Tropfsteine, beleuchtete Felswände und die Dimensionen der großen Hallen sorgen für ganz besondere Bilder.

Kann Emma mit in die Kristallhöhle?

Heute würde sich bei unserer Ausflugsplanung natürlich sofort die Frage stellen: Kann Emma mit? Leider nein. Tiere dürfen weder in die Kristallhöhle noch in das Höhlenmuseum mitgenommen werden. Auf dem Außengelände des Höhlenhauses sind Tiere dagegen erlaubt.

Kubacher Kristallhöhle

Für einen Besuch mit Hund müsste man also eine entsprechende Betreuung organisieren. Bei unserem damaligen Ausflug stellte sich diese Frage noch nicht, Emma war damals noch nicht dabei.

Unser Fazit zur Kubacher Kristallhöhle

Unser Besuch liegt inzwischen einige Jahre zurück. Wenn ich mir heute die Fotos anschaue, kann ich mich trotzdem wieder gut an die gewaltigen Felswände und vor allem an die vielen Treppen erinnern. Die Kubacher Kristallhöhle ist kein Ausflugsziel, bei dem man stundenlang unterwegs sein muss. Gerade das macht sie aber zu einem schönen Bestandteil eines Tagesausflugs rund um Weilburg.

Kubacher Kristallhöhle

Die Führung ist überschaubar, gleichzeitig bekommt man etwas zu sehen, das es so an keinem anderen Ort in Deutschland gibt. Und wer anschließend wieder die letzten Stufen nach oben geschafft hat, weiß zumindest, was er an dem Tag gemacht hat.

🐾 Weiterführende Infos

Weitere Informationen zum Besuch in der Kubacher Kristallhöhle, findet ihr auf der offizielle Webseite: Kubacher Kristallhöhle

Hard Rock Cafe London – zu Besuch im allerersten Hard Rock Cafe

Wer unseren Blog schon länger verfolgt, weiß inzwischen, dass Martin und ich an Hard Rock Cafes nur schwer vorbeikommen. Was zunächst einfach ein Besuch während einer Reise war, hat sich mittlerweile zu einem kleinen gemeinsamen Projekt entwickelt. Wir möchten nach und nach möglichst viele Hard Rock Cafes besuchen.

Bei unserer Reise nach London durfte deshalb natürlich auch das Hard Rock Cafe London in der Old Park Lane nicht fehlen. Und dieses Cafe ist für unsere Sammlung etwas ganz Besonderes, denn hier begann 1971 die Geschichte der Hard Rock Cafes.

Das Original seit 1971

Mitten in London, unweit des Hyde Parks, befindet sich das Hard Rock Cafe in der 150 Old Park Lane. Von außen wirkt es im Vergleich zu manch riesigem Hard Rock Cafe beinahe unscheinbar. Dabei steckt hinter diesen Türen ein ordentliches Stück Musikgeschichte.

Peter Morton und Isaac Tigrett eröffneten hier am 14. Juni 1971 das erste Hard Rock Cafe. Was damals in London begann, entwickelte sich später zu einer weltweit bekannten Marke. Für uns war es natürlich schön zu wissen, dass wir nicht irgendein Hard Rock Cafe besuchten, sondern tatsächlich das allererste.

Erst einmal etwas essen

Wir hatten unseren Besuch bereits vorab geplant und ein Mittags-Menü gebucht. Zur Auswahl standen verschiedene Hauptgerichte. In unserem Paket waren außerdem ein Getränk und ein Dessert enthalten.

Wir hatten das Menü vorher über Booking.com bestellt und ca. umgerechnet 30 Euro pro Person bezahlt. Wir entschieden uns für den Original Legendary Burger mit Pommes, denn schließlich waren wir im Hard Rock Cafe. Und nach einem langen Tag in London, kam die Stärkung gerade recht.

Wir können euch den Burger wirklich sehr empfehlen, denn er ist unglaublich lecker. Der warme Brownie mit Schokolade und Creme, macht das Geschmackserlebnis perfekt.

Essen zwischen Rock ’n’ Roll und Musikgeschichte

Das Essen ist für uns bei einem Hard Rock Cafe allerdings nur ein Teil des Besuchs. Mindestens genauso spannend ist es, sich im Restaurant umzusehen. Die Wände sind voll mit Erinnerungsstücken aus der Musikgeschichte. Bei unserem Besuch entdeckten wir unter anderem Memorabilia der Rolling Stones. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir Kleidungsstücke von Keith Richards und Mick Jagger, die ich natürlich fotografiert habe.

Und gerade London hat dabei eine besondere Bedeutung für die Hard-Rock-Geschichte. Das Cafe beherbergt bis heute das Stück, mit dem die berühmte Memorabilia-Sammlung ihren Anfang nahm: eine rote Gitarre von Eric Clapton.

Was damals mit einer Gitarre begann, gehört heute praktisch untrennbar zu jedem Hard Rock Cafe.

The Vault – noch mehr Musikgeschichte

Zum Hard Rock Cafe London gehört außerdem The Vault, ein kleines Rock-’n’-Roll-Museum. Es befindet sich in einem ehemaligen Banktresor und beherbergt weitere besondere Stücke aus der Hard-Rock-Sammlung. Das wussten wir allerdings leider nicht vorher und haben es deswegen nicht angeschaut.

Natürlich gehört auch der Rock Shop dazu

Was wäre ein Besuch im Hard Rock Cafe ohne einen Blick in den Rock Shop? Hier gibt es die typischen Hard-Rock-Shirts, Hoodies, Pins und weitere Souvenirs mit dem jeweiligen Städtenamen. Gerade wenn man mehrere Cafes besucht, wird daraus ziemlich schnell eine kleine Sammelleidenschaft. Das Londoner Cafe besitzt ebenfalls einen Rock Shop an der Old Park Lane. Dieser befindet sich dort allerdings in einem Nebengebäude. Der war allerdings so voll, dass wir ihn ausgelassen haben.

Warum London für unsere Hard-Rock-Tour etwas Besonderes ist

Inzwischen haben Martin und ich beschlossen, gemeinsam möglichst viele Hard Rock Cafes zu besuchen. Damit bekommt dieser London-Besuch im Nachhinein noch einmal eine ganz andere Bedeutung. Denn wo könnte unsere Sammlung besser anfangen als dort, wo 1971 alles begann?

Natürlich werden wir nicht jedes Hard Rock Cafe der Welt schaffen. Aber jedes Cafe, das wir auf unseren Reisen entdecken, bekommt künftig seinen Platz auf unserem Blog. Mit unseren Fotos, unseren Erlebnissen und natürlich der Frage, welche Musikschätze wir dort entdecken konnten.

Unser Fazit zum Hard Rock Cafe London

Das Hard Rock Cafe London war für uns weit mehr als nur eine Möglichkeit, während unseres London-Aufenthalts etwas zu essen. Die besondere Atmosphäre, die vielen Erinnerungsstücke aus der Musikgeschichte und vor allem die Tatsache, dass wir im allerersten Hard Rock Cafe überhaupt saßen, machen diesen Besuch rückblickend zu einem ganz besonderen Teil unserer Reise. Für Martin und mich war es gleichzeitig einer der ersten Bausteine für ein Projekt, das uns hoffentlich noch in viele weitere Städte führen wird.

London können wir auf unserer Hard-Rock-Liste jedenfalls schon einmal abhaken. 🎸

Praktische Informationen

Hard Rock Cafe London
150 Old Park Lane
London W1K 1QZ
Vereinigtes Königreich

Das Cafe liegt in Mayfair nahe Hyde Park Corner und sind mit öffentlichen Verkehrsmittel gut zu erreichen. Die aktuellen Öffnungszeiten findet ihr auf der Homepage des Hard Rock Cafes London. Aktuell sind Hunde im Cafe leider nicht erlaub, mit Ausnahme entsprechend anerkannter Assistenzhunde.

Hier findet ihr den Link zum Hard Rock Cafe London: Offizielle Seite des Hard Rock Cafe London

Grube Fortuna – mit dem Förderkorb 150 Meter unter die Erde

Einmal 150 Meter unter der Erde stehen, mit einer Grubenbahn durch dunkle Stollen fahren und erleben, unter welchen Bedingungen Bergleute früher Eisenerz abbauten? Genau das kann man im Besucherbergwerk Grube Fortuna bei Solms in Mittelhessen erleben.

Grube Fortuna

Unser Besuch liegt inzwischen einige Jahre zurück. Damals war mein Sohn Martin noch deutlich jünger und Emma gehörte noch nicht zu unseren gemeinsamen Ausflügen. Die zahlreichen Fotos von diesem Tag schlummerten deshalb lange in meinem Archiv. Viel zu schade eigentlich, denn die Grube Fortuna ist ein Ausflugsziel, das uns bis heute in Erinnerung geblieben ist. Und deshalb nehmen wir euch heute mit, hinab unter die Erde.

Ein Stück Bergbaugeschichte in Mittelhessen

Die Grube Fortuna liegt bei Solms-Oberbiel im Lahn-Dill-Kreis und erinnert an eine Zeit, in der der Eisenerzbergbau die Region entscheidend prägte. Die Geschichte des Bergbaus an diesem Ort reicht weit zurück. Bereits 1847 finden sich schriftliche Hinweise auf Erzvorkommen im Bereich der späteren Grube Fortuna. Zwei Jahre später wurde das Grubenfeld „Fortuna“ an den Fürsten zu Solms-Braunfels verliehen.

Grube Fortuna

1906 ging die Grube zusammen mit weiteren Bergwerken in den Besitz der Firma Friedrich Krupp aus Essen über. In den folgenden Jahrzehnten wurde der Abbau immer weiter modernisiert. Schächte wurden vertieft, Maschinen hielten Einzug und die Förderung des Eisenerzes wurde zunehmend mechanisiert. 1974 erreichte die Grube mit 130.663 Tonnen ihre höchste Jahresförderung.

Grube Fortuna

Doch nur wenige Jahre später näherte sich die Zeit des aktiven Bergbaus ihrem Ende. Am 3. März 1983 wurde die letzte Förderschicht gefahren, am folgenden Tag wurde die Grube geschlossen. Zu diesem Zeitpunkt arbeiteten noch 43 Bergleute hier. Zum Glück bedeutete das nicht das endgültige Ende der Fortuna.

Grube Fortuna

Noch im selben Jahr wurde ein Förderverein gegründet, der sich für den Erhalt der Anlage einsetzte. Ab 1985 begann der Ausbau zum Besucherbergwerk und am Pfingstmontag 1987 öffnete die Grube schließlich für Besucher. Heute kann man hier selbst erleben, wie es sich anfühlt, tief unter der Erde unterwegs zu sein.

Bevor es unter die Erde geht

Schon die Anlagen über Tage vermitteln einen Eindruck davon, dass die Fortuna einmal ein richtiger Arbeitsplatz und keine für Besucher gebaute Kulisse war.

Grube Fortuna

Zum Gelände gehören unter anderem das historische Zechenhaus, das Fördermaschinenhaus, die Kipphalle und der Erzbunker. Im Bergbaumuseum erfährt man mehr über den Bergbau, die Geologie und das Leben und Arbeiten der Bergleute. Doch das eigentliche Abenteuer wartet natürlich unter Tage. Für unseren Besuch hieß es deshalb irgendwann: Helm auf und Glück auf!

Mit dem Förderkorb auf die 150-Meter-Sohle

Der Weg in die Tiefe ist wahrscheinlich einer der Momente, die besonders im Gedächtnis bleiben. Zunächst geht es durch den Stollen zum Schacht. Dort wartet der Förderkorb. Und dann geht es hinunter. Nicht ein paar Meter, sondern bis auf die 150-Meter-Sohle.

Grube Fortuna

Wer normalerweise mit einem Aufzug in den dritten oder vierten Stock fährt, bekommt hier plötzlich eine ganz andere Vorstellung davon, was „unter Tage“ eigentlich bedeutet. Unten angekommen verändert sich die Atmosphäre sofort. Tageslicht gibt es hier natürlich keines mehr. Fels, Stollen, Schienen und technische Anlagen bestimmen das Bild. Und genau hier beginnt der Teil der Führung, bei dem man dem früheren Arbeitsalltag der Bergleute besonders nahekommt.

Mit der Grubenbahn durch den Berg

Nach der Fahrt mit dem Förderkorb geht es mit einer Grubenbahn weiter in den Vorführbereich des Bergwerks. Allein diese Fahrt war für Martin und mich damals natürlich schon ein Erlebnis. Die Bahn fährt durch die engen Stollen und bringt die Besucher zu verschiedenen Stationen, an denen erklärt wird, wie das Eisenerz gewonnen und aus dem Berg transportiert wurde.

Grube Fortuna
Grube Fortuna

Dabei wird schnell deutlich, wie körperlich anstrengend und zugleich gefährlich die Arbeit unter Tage gewesen sein muss. Heute stehen wir mit Helm und Beleuchtung dort und wissen, dass wir nach der Führung wieder ans Tageslicht zurückkehren. Für die Bergleute war dieser Ort dagegen täglicher Arbeitsplatz.

Maschinen, Bohrhammer und Sprengungen

Besonders spannend ist, dass in der Grube nicht nur Maschinen herumstehen und betrachtet werden können. Während der Führung werden historische Arbeitsabläufe und verschiedene Originalmaschinen erklärt und teilweise vorgeführt.

Grube Fortuna

Zu sehen sind beispielsweise Bohrgeräte und unterschiedliche Lademaschinen, mit denen die Arbeit im Laufe der Jahrzehnte immer stärker mechanisiert wurde. Mit Bohrhämmern wurden Löcher für Sprengungen in den Fels gebohrt. Anschließend musste das herausgesprengte Material aufgenommen und weitertransportiert werden.

Grube Fortuna
Grube Fortuna
Grube Fortuna

An einem Sprengschema lässt sich nachvollziehen, wie eine solche Sprengung vorbereitet und durchgeführt wurde. Wenn man unmittelbar vor diesen Maschinen steht, bekommt man eine wesentlich bessere Vorstellung von den Arbeitsbedingungen als durch Fotos oder Beschreibungen allein. Vor allem der Lärm lässt erahnen, was die Bergleute hier unten Tag für Tag erlebt haben müssen.

Grube Fortuna

13 Grad – das ganze Jahr

Unter Tage herrscht ein ganz eigenes Klima. In der Grube liegen die Temperaturen bei ungefähr 13 Grad Celsius. Das ist im Sommer angenehm kühl, kann aber nach einiger Zeit durchaus frisch werden. Eine Jacke oder ein Pullover gehört deshalb auch an warmen Sommertagen ins Gepäck.

Festes Schuhwerk ist ebenfalls sinnvoll, schließlich befindet man sich in einem echten ehemaligen Bergwerk und nicht in einem gewöhnlichen Museum. Helm und Geleucht werden für die Führung vor Ort zur Verfügung gestellt.

Ein Ausflug, der auch Kindern Bergbaugeschichte näherbringt

Martin war bei unserem Besuch noch wesentlich jünger als heute. Gerade deshalb ist mir die Grube Fortuna als Familienausflug in Erinnerung geblieben. Bergbaugeschichte klingt für Kinder zunächst vielleicht nicht unbedingt nach einem spannenden Tagesausflug.

Grube Fortuna

150 Meter mit einem Förderkorb in die Tiefe fahren, anschließend in eine Grubenbahn steigen, durch echte Stollen fahren und riesige Maschinen erleben, dass sieht dann schon ganz anders aus. Geschichte wird hier nicht nur auf Informationstafeln vermittelt. Man befindet sich mitten an dem Ort, an dem sie stattgefunden hat. Die reguläre einstündige Grubentour wird heute für Kinder ab sechs Jahren angeboten. Für jüngere Kinder gibt es spezielle Angebote auf der Stollensohle.

Und was ist mit Hunden?

Für Emma wäre dieser Ausflug leider nichts. Haustiere dürfen nicht mit in das Besucherbergwerk genommen werden. Wer die Grube Fortuna während eines Urlaubs mit Hund besuchen möchte, muss deshalb vorher eine Betreuung organisieren. Da unser Besuch damals noch ohne Emma stattfand, stellte sich diese Frage für uns nicht. Heute wäre das natürlich einer der ersten Punkte, die ich bei der Planung berücksichtigen würde.

Was gibt es über Tage noch zu entdecken?

Nach der Rückkehr ans Tageslicht muss der Besuch noch nicht vorbei sein. Auf dem Gelände gibt es unter anderem das Bergbaumuseum und das Fördermaschinenhaus zu entdecken. Auch die historischen Tagesanlagen gehören zum Erlebnis Grube Fortuna.

Grube Fortuna

Wer noch mehr Zeit mitbringt, kann sich außerdem mit dem BergbauTrail beschäftigen oder das benachbarte Feld- und Grubenbahnmuseum in die Planung einbeziehen. Auf dem Gelände befindet sich außerdem die Grubengaststätte „Zum Zechenhaus“. Damit lässt sich aus der eigentlichen Grubenführung problemlos ein längerer Ausflug machen.

Unser Fazit zur Grube Fortuna

Obwohl unser Besuch inzwischen einige Jahre zurückliegt, erinnere ich mich noch gut an die Fahrt in die Tiefe und an die Atmosphäre unter Tage. Genau das macht Besucherbergwerke für mich so interessant: Man liest nicht nur über die Vergangenheit, sondern steht plötzlich mitten darin.

Grube Fortuna

Die Fahrt mit dem Förderkorb auf die 150-Meter-Sohle, die Grubenbahn, die Maschinen und die engen Stollen vermitteln zumindest eine Ahnung davon, unter welchen Bedingungen hier früher gearbeitet wurde.

Grube Fortuna

Für Martin war die Grube damals vor allem ein spannender Ausflug. Für mich war sie gleichzeitig ein interessanter Einblick in die Industriegeschichte unserer Region. Und wenn ich heute durch die rund 50 Fotos unseres damaligen Besuchs schaue, bin ich froh, dass sie nicht einfach auf der Festplatte verschwinden. Die Grube Fortuna hat definitiv einen Platz auf Emma’s Pfoten-Abenteuer verdient, ausnahmsweise einmal ganz ohne Pfoten.

🐾 Weiterführende Infos

Weitere Informationen zum Besuch in der Grube Fortuna, findet ihr auf der offizielle Webseite: https://grube-fortuna.de/

Gebratene Hühnerleber mit Stampf

Hallo Freunde, diesmal hat euch Mama ein leckeres Hauptgericht aus ihrem zweiten Buch „Ostergenuss und Frühlingsduft auf 4 Pfoten“ mitgebracht und zwar Gebratene Hühnerleber mit Stampf. Mit dem Rezept hat sie mein Herz im Sturm erobert. Es war so verdammt lecker, dass müsst ihr unbedingt probieren.

Zutaten:

  • 200g Hühnerleber
  • 150g Süßkartoffel
  • 100g Möhren
  • 1 TL Leinöl
  • 1 EL Petersilie

Zubereitung:

  1. Die Süßkartoffeln und Möhren schälen und in mundgerechte Stücke schneiden.
  2. Beides in einen kleinen Topf mit Wasser geben und für 10 Minuten kochen.
  3. In der Zwischenzeit die Leber in Stücke schneiden und in einer Pfanne mit 1 TL Öl anbraten, bis sie gut durchgebraten sind. Dann zum Abkühlen beiseitestellen.
  4. Die Süßkartoffeln/Möhren abgießen und mit dem Stampfer fein stampfen.
  5. Nun die Petersilie und das Leinöl unterrühren.
  6. Alles auf einen Teller oder in einen Napf geben und die gebratene Leber unterrühren. Vor dem Verzehr des Hundes, gut abkühlen lassen.

💡 Tipp: Die Leber sollte nur gelegentlich gefüttert werden, da es sonst zu einer Vitamin-A Überdosierung kommen kann.

Gebratene Hühnerleber mit Stampf
Gebratene Hühnerleber mit Stampf
Gebratene Hühnerleber mit Stampf

Viel Spaß beim nachkochen und probieren! Das Buch findet ihr hier als eBook und Printausgabe: https://emmas-pfoten-abenteuer.de/unser-buch/

Stables Cottage – Rye

Während unserer England-Reisen 2017 und 2018 hatten wir eine Unterkunft, in die wir besonders gerne zurückgekehrt sind: das Stables Cottage auf der Cadborough Farm bei Rye.

Schon der Name verrät ein wenig über das kleine Ferienhaus. Das Gebäude war ursprünglich ein Stall und stammt aus dem frühen 19. Jahrhundert. Später wurde es zu einem gemütlichen Ferienhaus umgebaut. Das Stables Cottage ist für zwei Personen ausgelegt. Wir waren allerdings zu dritt unterwegs, dazu später mehr.

Ein ganz wesentlicher Grund für unseren zweiten Besuch, war für uns auch die persönliche Atmosphäre. Die Vermieterin Jane wohnte direkt nebenan und war unglaublich nett. Dadurch fühlten wir uns bei unseren Aufenthalten nicht wie an irgendeiner anonymen Ferienadresse, sondern wirklich willkommen.

Auf einen Blick

📍 LageCadborough Farm bei Rye, East Sussex
🏡 UnterkunftKleines freistehendes Ferienhaus
🛏️ SchlafplätzeRegulär für 2 Personen
🍳 KücheEigene, komplett ausgestattete Küche
🚗 ParkplatzEigener Parkplatz direkt an der Unterkunft
🌳 AußenbereichEigener kleiner Garten
📶 WLANVorhanden
🐾 Haustiere1 kleiner Hund erlaubt

Stables Cottage

Das Stables Cottage ist eines von insgesamt 4 angebotenen Ferienwohnungen auf der Cadborough Farm. Es ist nach unserem Wissen auch das kleinste von allen, war für uns für den Anfang aber völlig ausreichend gewesen.

📍 Lage

Das Stables Cottage gehört zu den Cadborough Farm Cottages und liegt etwas außerhalb von Rye in East Sussex, oben auf dem Berg. Für uns war die Lage während unserer England-Reisen ideal, denn von hier aus konnten wir zahlreiche Ziele in der Umgebung erreichen und hatten gleichzeitig eine ruhige Unterkunft, in die wir am Abend zurückkehren konnten.

Besonders praktisch war für uns die Anreise mit dem Auto. Zum Cottage gehörte ein eigener Parkplatz direkt vor der Tür. Das war gerade bei unseren vielen Ausflügen ausgesprochen angenehm: zurückkommen, Auto abstellen und fertig. Keine Parkplatzsuche und kein weiter Weg mit Taschen und Einkäufen.

Die Farm ist etwa eine Meile vom historischen Rye entfernt. Von den Cottages gibt es außerdem einen direkten Zugang zu einem Farmweg mit Ausblicken in Richtung Rye und Umgebung.

🧹 Sauberkeit

Auch bei der Sauberkeit hatten wir während unserer Aufenthalte nichts zu beanstanden. Das Cottage machte einen sauberen und gepflegten Eindruck, sodass wir uns von Anfang an wohlfühlten.

Gerade bei einer Ferienwohnung beziehungsweise einem Ferienhaus ist uns das besonders wichtig. Schließlich verbringt man hier meist deutlich mehr Zeit als in einem Hotelzimmer, benutzt die Küche und macht es sich abends auch einmal im Wohnzimmer gemütlich.

🤝 Service & Vermieter

Dieser Punkt ist beim Stables Cottage für uns etwas Besonderes. Die Vermieterin Jane wohnte direkt nebenan und wir haben sie als wahnsinnig nette und herzliche Gastgeberin kennengelernt.

Auch dass wir damals zu dritt unterwegs waren, obwohl das Cottage eigentlich für zwei Personen gedacht ist, war kein Problem. Für Martin wurde einfach ein zusätzliches Bett im Wohnzimmer aufgestellt.

Genau diese persönliche Betreuung ist etwas, das ein kleines privat geführtes Ferienhaus von einer anonymen Unterkunft unterscheiden kann. Dass wir im folgenden Jahr wiederkamen, sagt eigentlich schon einiges darüber aus, wie wohl wir uns dort gefühlt haben.

🛏️ Komfort

Das Stables Cottage ist kein riesiges Ferienhaus, sondern eine gemütliche Unterkunft, die regulär für zwei Personen ausgelegt ist. Besonders interessant ist die Abgrenzung einer Pferdebox im Wohnzimmer, die noch aus den Zeiten stammt, wo das Cottage ein Stall gewesen ist.

Im Schlafzimmer befindet sich ein großes Bett, dass alternativ auch als zwei Einzelbetten genutzt werden kann. Dazu kommen ein separates Duschbad sowie ein großzügiger Wohnbereich mit Essplatz.

Da wir zu dritt waren, schlief Martin auf dem zusätzlich aufgestellten Bett im Wohnzimmer. Wegen der Größe und Aufteilung des Wohnzimmers, störte es auch nicht. Nur ist der Zugang zum Bad über das Schlafzimmer möglich, wodurch es dann als Durchgangsraum genutzt werden musste.

Für uns funktionierte diese Lösung damals sehr gut und wir hatten alles, was wir für unseren Aufenthalt brauchten.

🏡 Ausstattung

Auch bei der Ausstattung konnte uns das Stables Cottage überzeugen. Neben dem Schlafzimmer und dem Wohnbereich gab es eine separate Küche, sodass wir uns während unseres Aufenthalts selbst versorgen konnten.

Das Cottage bietet auch heute eine umfangreiche Ausstattung mit unter anderem Geschirrspüler, Mikrowelle und Waschmaschine. Dazu kommen WLAN, Fernseher/DVD sowie ein eigener kleiner Garten. Bettwäsche und Handtücher werden ebenfalls bereitgestellt.

Damit bot uns das Ferienhaus alles, was wir für einen längeren Aufenthalt benötigten. Wie es sich für England gehört, gab es natürlich auch für uns die leckeren Torten, die man dort überall kaufen kann. Für Martin musste es unbedingt eine Minion-Torte sein.

Der Essbereich ist vom Rest abgetrennt und bietet ausreichend Platz zum Essen für 3 Personen. Besonders schön fanden wir den eigenen Außenbereich. Gerade bei einem Ferienhaus gehört es für uns einfach dazu, auch einmal draußen sitzen zu können.

💶 Preis-Leistung

Auch mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis waren wir bei unseren Aufenthalten sehr zufrieden. Das Stables Cottage kostet je nach Saison zwischen ca. 525-800 Pfund pro Woche.

Wir bekamen nicht einfach nur ein Zimmer, sondern ein komplettes kleines Ferienhaus mit Schlafzimmer, Wohn- und Essbereich, eigener Küche, Bad, Außenbereich und eigenem Parkplatz.

Hinzu kamen die ruhige Lage und die persönliche Betreuung durch Jane. Im Garten gab es ebenfalls einen tollen Sitzbereich und man hatte die Möglichkeit im Garten zu frühstücken. Der Gasgrill, der einem zur Verfügung steht, war auch sehr wertvoll. Man konnte grillen und das Essen gleich im Garten genießen. Für uns hat das Gesamtpaket deshalb gestimmt.

🚗 Parken

Beim Parken konnte das Stables Cottage bei uns richtig punkten. Der eigene Parkplatz befand sich direkt vor der Unterkunft, quasi vor dem Gartentor. Durch die hohen Mauern und das Gartentor, war man weitestgehend von den Blicken anderer geschützt.

Gerade wenn man im Urlaub viel mit dem Auto unterwegs ist, weiß man so etwas irgendwann sehr zu schätzen. Nach einem langen Ausflug mussten wir nicht erst einen Parkplatz suchen oder unser Gepäck weit tragen. Auto abstellen, ein paar Schritte gehen, angekommen.

Unser Fazit zum Stables Cottage

Manchmal merkt man am besten daran, wie gut einem eine Unterkunft gefallen hat, ob man sie ein zweites Mal bucht. Beim Stables Cottage war die Entscheidung für uns offensichtlich, denn wir waren zwei Jahre hintereinander dort.

Das kleine Ferienhaus bot uns alles, was wir für unsere England-Reisen brauchten. Wir hatten eine eigene Küche, einen gemütlichen Wohnbereich, ein separates Schlafzimmer, einen eigenen Außenbereich und vor allem einen Parkplatz direkt vor der Tür.

Dass wir eigentlich zu dritt waren, obwohl das Cottage für zwei Personen ausgelegt war, wurde damals unkompliziert mit einem zusätzlichen Bett für Martin im Wohnzimmer gelöst.

Besonders in Erinnerung geblieben ist uns aber Jane. Mit ihrer freundlichen und herzlichen Art trug sie ganz wesentlich dazu bei, dass wir uns im Stables Cottage so wohlgefühlt haben.

Es war eben nicht einfach nur eine Unterkunft für die Nacht, sondern während unserer England-Reisen ein kleines Zuhause auf Zeit. Und dass wir im nächsten Jahr wieder vor Janes Tür standen, ist vermutlich die beste Bewertung, die wir dem Stables Cottage geben können.

🐾 Haustier-Info

Hunde sind im Stables Cottage willkommen, allerdings mit Einschränkung. Ein kleiner, gut erzogener Hund pro Cottage darf mitgebracht werden. Die Hunde müssen stubenrein sein, dürfen nicht auf die Möbel und müssen unter Kontrolle gehalten werden. Jedes Cottage besitzt außerdem einen eigenen eingezäunten Garten.

Emma gab es bei unseren Aufenthalten 2017 und 2018 noch. Da sie als Golden Retriever aber definitiv nicht unter „kleiner Hund“ fällt, wäre das Stables Cottage für uns heute mit Emma vermutlich keine passende Unterkunft mehr. Aber wer weiß, vielleicht könnte man darüber ja auch mit Jane sprechen.

Weitere Infos zum Stables Cottage, findest du hier: https://cadborough.co.uk/

Frikadellen für Hund und Mensch aus Hühnchenfleisch

Hallo Freunde, diesmal hat euch Mama ein weiteres, leckeres Rezept aus ihrem zweiten Buch „Ostergenuss und Frühlingsduft auf 4 Pfoten“ mitgebracht und zwar Frikadellen. Das war eine wirklich gute Idee von ihr und so lecker, die ihr unbedingt testen müsst.

Zutaten:

  • 200g Hühnerbrustfilet
  • 1 Ei
  • 1 EL Petersilie
  • 1 TL Öl (zum braten)

Zubereitung:

  1. Das Hühnerbrustfilet in einer Küchenmaschine oder mit dem Stabmixer fein zerkleinern.
  2. Das Ei unterrühren und die Petersilie zugeben und ebenfalls unterrühren.
  3. Die Fleischmasse zu 4 kleinen Frikadellen formen.
  4. In einer Pfanne mit 1 TL Öl von beiden Seiten gut durchbraten.
  5. Abkühlen lassen, zumindest für den Hund.

💡 Tipp: Eure Portion solltet ihr noch kräftig mit Salz, Pfeffer, Paprika, Knoblauch und klein geschnittenen Zwiebeln würzen. Passt ggf. die Menge an. Dies ist nur das Rezept für die Frikadellen. Um eine Hauptmahlzeit zu erhalten, sollte man noch Beilagen dazu machen, wie z.B. Gemüse und Reis.

Frikadellen aus Hühnchenfleisch
Frikadellen aus Hühnchenfleisch
Frikadellen aus Hühnchenfleisch

Viel Spaß beim nachkochen und probieren! Das Buch findet ihr hier als eBook und Printausgabe: https://emmas-pfoten-abenteuer.de/unser-buch/

Karotten-Kokos-Donuts

Hallo Freunde, diesmal hat euch Mama leckere Donuts aus ihrem zweiten Buch „Ostergenuss und Frühlingsduft auf 4 Pfoten“ mitgebracht. Die Karotten-Kokos-Donuts waren so lecker, dass schmeckte auf jeden Fall nach mehr.

Zutaten für den Teig (ergibt 6 Donuts):

  • 125g Hafermehl
  • 1TL Backpulver
  • 1 Ei
  • 40ml ungesüßtes Apfelmus oder pürierte Banane
  • 25ml Wasser oder ungesüßte Mandelmilch
  • 60g Karotten, geraspelt
  • 1 EL Kokosraspel

Zutaten für das Topping:

  • ca. 40g Joghurt, natur
  • 1 EL Kokosraspel

Zubereitung:

  1. Vermische das Hafermehl mit dem Backpulver in einer kleinen Schüssel.
    1. Die Karotte schälen und raspeln.
    1. Das Ei mit dem Apfelmus oder der Banane mischen.
    1. Nun die geraspelten Karotten, die Kokosraspel und das Wasser hinzufügen und vermischen.
    1. Gib zum Schluss das gemischte Hafermehl und Backpulver in die Schüssel mit den feuchten Zutaten und verrühre alles gründlich zu einem glatten Teig.
    1. Heize den Backofen auf 180°C Umluft vor.
    1. Fülle den Teig in eine Silikon-Donut-Form und backe die Donuts für 15-20 Minten. Danach gründlich auskühlen lassen.
    1. Gib nun den Joghurt auf die ausgekühlten Donuts und bestreue sie mit den Kokosraspeln.

💡 Tipp: Die Donuts sollten im Kühlschrank gelagert und innerhalb von 1-2 Tagen verbraucht werden. Alternativ einfrieren und bei Bedarf auftauen.

Karotten-Kokos-Donuts
Karotten-Kokos-Donuts

Viel Spaß beim nachbacken und probieren! Das Buch findet ihr hier als eBook und Printausgabe: https://emmas-pfoten-abenteuer.de/unser-buch/

Duderstadt mit Hund – Fachwerk, Geschichte und gemütliche Altstadt

Duderstadt liegt im südlichen Niedersachsen mitten im Eichsfeld und gehört zu den Städten, bei denen sich ein Rundgang besonders lohnt. Die historische Altstadt ist erstaunlich geschlossen erhalten geblieben und wird von mehr als 600 Fachwerkhäusern aus unterschiedlichen Epochen geprägt. Dazwischen finden sich Kirchen, Brunnen, Skulpturen und immer wieder Spuren der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Duderstadt mit Hund lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden und so haben wir uns gemeinsam mit Emma auf den Weg gemacht und zahlreiche Sehenswürdigkeiten entdeckt.

Parken in Duderstadt

In Duderstadt gibt es mehrere Möglichkeiten zu parken, aber wir haben uns für den Großraumparkplatz entschieden, da dieser relativ zentral gelegen ist. Die Parkgebühren dort können bequem per App bezahlt werden.

Duderstadt mit Hund: Rundgang durch die Altstadt

Direkt am Großraumparkplatz befinden sich Teile der Stadtmauer im Nordwesten der Stadt.. Die ursprünglich rund 1,7 Kilometer lange Mauer entstand im 13. Jahrhundert und war Teil eines ausgeklügelten Befestigungssystems aus Mauern, Wall, Gräben und Warten. Besonders schön verbindet sich die historische Mauer mit den grünen Wallanlagen, die die Altstadt umgeben.

Stadtmauer Duderstadt
Stadtmauer Duderstadt

Unser nächstes Ziel war der Pferdebrunnen in unmittelbarer Nähe der St.-Servatius-Kirche. Dass ausgerechnet hier Pferde dargestellt werden, ist kein Zufall, denn bereits seit dem 15. Jahrhundert befand sich an dieser Stelle der Duderstädter Pferdemarkt. Hier haben Bauern, Pferdezüchter und Ackerbürger ihre Arbeitstiere verkauft. Heute ist der Brunnen ein schöner Einstieg in die historische Altstadt und erinnert gleichzeitig an einen Teil des früheren Wirtschaftslebens der Stadt.

Pferdebrunnen Duderstadt

Direkt am unteren Ende der Marktstraße erhebt sich St. Servatius, die deshalb auch als „Unterkirche“ bezeichnet wird. Mit dem Bau der spätgotischen, dreischiffigen Hallenkirche wurde um 1370 begonnen und der Bau dauerte bis ca. 1520. Nach einem schweren Brand im Jahr 1915 wurde die Kirche restauriert und erhielt eine Ausstattung im ausgehenden Jugendstil. Auch der heutige 64 Meter hohe Turm entstand beim Wiederaufbau.

St. Servatius Duderstadt
St. Servatius Duderstadt
St. Servatius Duderstadt

Entlang der Marktstraße

Von St. Servatius führt die Marktstraße, wo auch regelmäßig der Markt stattfindet, mitten durch die historische Altstadt bis hinauf zur Basilika St. Cyriakus. Auffällig ist vor allem ihre ungewöhnliche Breite. Die Straße ist von historischen Fachwerkhäusern gesäumt. Es gibt hier mehr als 600 bunte Fachwerkhäuser unterschiedlicher Stilepochen. Mitten durch die Marktstraße fließt außerdem die Brehme. Duderstadt gehört zu den besonders sehenswerten Fachwerkstädten Deutschlands.

Marktstraße - Altstadt - Duderstadt
Marktstraße - Altstadt - Duderstadt
Marktstraße - Altstadt - Duderstadt

Auf der Marktstraße begegneten wir auch einem Stück jüngerer deutscher Geschichte: dem Wiedervereinigungsbrunnen, der eigentlich eher eine Skulptur innerhalb des Wasserlaufs der Brehme ist. Geschaffen wurde das Kunstwerk von Karl-Henning Seemann und 1994 im Rahmen der Landesgartenschau errichtet. Zwei Figuren bewegen sich aufeinander zu, scheinen sich jedoch trotz ihrer Nähe nicht berühren zu können.

Wiedervereinigungsbrunnen Duderstadt
Wiedervereinigungsbrunnen Duderstadt

Nur wenige Schritte weiter führt Duderstadt noch wesentlich weiter zurück in die Vergangenheit. Der Pranger erinnert an eine Zeit, in der Rechtsprechung und Bestrafung nicht hinter verschlossenen Türen stattfanden, sondern bewusst öffentlich sichtbar gemacht wurden. Menschen, die gegen geltendes Recht verstoßen hatten, konnten am Pranger zur Schau gestellt und damit zusätzlich gesellschaftlich gedemütigt werden.

Pranger Duderstadt
Pranger Duderstadt
Pranger Duderstadt

Eines der beeindruckendsten Gebäude unseres Rundgangs ist das historische Rathaus. Seine Baugeschichte lässt sich bis ins Jahr 1302 zurückverfolgen. Ursprünglich entstand hier ein „Kophus“, also ein Kaufhaus für die Händler der Stadt. Später wurde das Gebäude unter anderem als Rathaus, Verwaltungs- und Gerichtsgebäude genutzt. Der Südflügel entstand 1432, Laube und Fachwerk um 1530 und die Renaissance-Treppe 1673/74. Im Inneren kann man sogar auf neun Ebenen vom historischen Gewölbekeller bis hinauf in den Turm auf Entdeckungsreise gehen.

Rathaus Duderstadt
Rathaus Duderstadt
Rathaus Duderstadt

Etwas abseits der großen Marktstraße erreichten wir den Gropenmarkt. Auch hier begegnet uns mit dem Brunnen wieder das Element Wasser, das an vielen Stellen zum Duderstädter Stadtbild gehört. Der historische Platz ist von Fachwerkbebauung umgeben und wirkt deutlich kleiner und ruhiger als die breite Marktstraße.

Gropenmarkt Duderstadt
Gropenmarkt Duderstadt

Zurück am Rathaus lohnt sich auch ein Blick auf den Ratskeller. Gewölbekeller gehörten bei mittelalterlichen Rathäusern häufig zu den Funktionsräumen. Auch in Duderstadt ist der historische Ratsweinkeller Teil des Rathauskomplexes. Die alten Kellergewölbe reichen unter das Gebäude. Sie gehören zur Erlebnisstation des Rathauses. Neben dem Ratsweinkeller befinden sich dort die sogenannte Salzkammer und Bereiche, die sich mit der früheren Gerichtsbarkeit beschäftigen.

Ratskeller Duderstadt
Ratskeller Duderstadt

Auf unserem weiteren Weg kamen wir an der Mariensäule vorbei. Religiöse Bildwerke gehören im katholisch geprägten Eichsfeld zum Stadt- und Landschaftsbild. Die auf einer hohen Säule stehende Marienfigur fällt bereits aus einiger Entfernung ins Auge und bildet einen interessanten Kontrast zu den umliegenden Fachwerkfassaden. So ist sie nicht nur ein religiöses Denkmal, sondern auch ein markanter Orientierungspunkt auf dem Weg durch die obere Marktstraße.

Mariensäule Duderstadt
Mariensäule Duderstadt
Mariensäule Duderstadt

Rund um St. Cyriakus

Zwischen Mariensäule und St. Cyriakus steht der Schützenbrunnen, der deutlich jünger ist, als man angesichts der historischen Umgebung vielleicht zunächst vermuten würde. Geschaffen wurde er 1997 vom Bildhauer Rudi Pabel anlässlich des Jubiläums „750 Jahre Braunschweigische Stadtrechte in Duderstadt“. Der Brunnen erinnert an die lange Tradition der Duderstädter Schützengesellschaft und ihre enge Verbindung mit der Stadt.

Schützenbrunnen  Duderstadt
Schützenbrunnen  Duderstadt
Schützenbrunnen  Duderstadt

Zwischen all den jahrhundertealten Fachwerkhäusern und historischen Denkmälern begegnet einem in Duderstadt auch moderne Kunst. Dazu gehört die „Frau mit Pfeil“, die mit ihrer Gestaltung einen auffälligen Kontrast zur historischen Umgebung bildet. Die Figur lädt dazu ein, einmal genauer hinzusehen und die eigene Interpretation zu finden.

"Frau mit Pfeil" Duderstadt
"Frau mit Pfeil" Duderstadt

Ein weiteres religiöses Kunstwerk auf unserem Rundgang ist die Statue des heiligen Johannes Nepomuk. Der böhmische Priester und Märtyrer lebte im 14. Jahrhundert und wurde 1729 heiliggesprochen. Besonders häufig findet man seine Darstellungen an Brücken und Gewässern, da er unter anderem als Schutzpatron gegen Wassergefahren gilt. Typischerweise ist Nepomuk in priesterlicher Kleidung mit einem Kreuz dargestellt.

Statue des heiligen Johannes Nepomuk - Duderstadt

Direkt vor der St.-Cyriakus-Kirche erinnert ein Denkmal an Kardinal Georg von Kopp, der 1837 in Duderstadt geboren wurde. Der Sohn eines Webers schlug eine bedeutende kirchliche Laufbahn ein und wurde zunächst Bischof von Fulda, später Fürstbischof von Breslau und schließlich Kardinal. Seine Heimatstadt ernannte ihn zum Ehrenbürger. Das imposante Denkmal vor der Basilika erinnert bis heute an den bekannten Sohn Duderstadts.

Kardinal Georg von Kopp - Duderstadt

Am oberen Ende der Marktstraße angekommen, standen wir schließlich vor einem der Wahrzeichen Duderstadts, der Basilika St. Cyriakus. Wegen ihrer erhöhten Lage wird sie traditionell „Oberkirche“ genannt, aufgrund ihrer Größe trägt sie außerdem den Beinamen „Eichsfelder Dom“. Der heutige gotische Kirchenbau entstand in mehreren Bauphasen, um 1240. Zu erst wurde der Westbau und der Nordturm errichtet. Besonders markant sind die beiden hohen Türme, die gemeinsam mit St. Servatius die Silhouette der Stadt bestimmen.

Basilika St. Cyriakus - Duderstadt
Basilika St. Cyriakus - Duderstadt
Basilika St. Cyriakus - Duderstadt

Der Grenzpfahlbrunnen erinnert an die jahrzehntelange Teilung Deutschlands und die ehemalige innerdeutsche Grenze ganz in der Nähe von Duderstadt. Zwei bronzene Figuren stemmen sich von beiden Seiten gegen die Grenzpfähle und machen die Überwindung der einstigen Trennung auf eindrucksvolle Weise sichtbar. Mehr als vier Jahrzehnte lang lag Duderstadt unmittelbar am Rand der DDR. Was heute bei einem Spaziergang durch die offene Landschaft kaum noch vorstellbar ist, bestimmte damals den Alltag der Menschen in der Region.

Grenzpfahlbrunnen Duderstadt
Grenzpfahlbrunnen Duderstadt

Durch die Wallanlagen zum Westerturm

Ein sehr viel ernsterer Punkt unseres Rundgangs ist das Denkmal „Die Geknechtete“. Es erinnert an das KZ-Außenlager Duderstadt und damit an eines der dunkelsten Kapitel der Stadtgeschichte während der nationalsozialistischen Herrschaft. In Duderstadt mussten während des Zweiten Weltkriegs KZ-Häftlinge unter unmenschlichen Bedingungen Zwangsarbeit leisten.

Die Geknechtete - Duderstadt
Die Geknechtete - Duderstadt

Auch das Kriegerdenkmal erinnert an Krieg, Tod und die Folgen gewaltsamer Auseinandersetzungen. Solche Denkmäler entstanden vielerorts zunächst zur Erinnerung an gefallene Soldaten und wurden nach späteren Kriegen häufig ergänzt oder in ihrer Bedeutung erweitert. Heute sind sie vor allem Orte des Gedenkens und der Mahnung.

Kriegerdenkmal Duderstadt

Mit dem Ursulinenkloster erreichten wir anschließend einen Ort, dessen Geschichte eng mit Bildung verbunden ist. Das Kloster wurde im Jahr 1700 von Erfurter Ursulinen gegründet, die sich insbesondere der Erziehung und Ausbildung junger Mädchen widmeten. Zwischen 1735 und 1740 wurde die Anlage erweitert. Im Konventgebäude findet bis heute aktives Klosterleben statt.

Ursulinenkloster Duderstadt
Ursulinenkloster Duderstadt

Die heutige Liebfrauenkirche des Ursulinenklosters wurde bereits im 15. Jahrhundert erbaut. Die heutige Kirche entstand jedoch erst Ende des 19. Jahrhunderts. 1889 wurde der Grundstein gelegt, 1890 erfolgte die Weihe. Der neuromanische Bau aus rotem Sandstein besitzt Rundbogenfriese, Lisenen und eine markante Apsis, die von zwei schlanken Türmen flankiert wird. Damit unterscheidet sich die Kirche deutlich von den gotischen Hauptkirchen Duderstadts.

Liebfrauenkirche Duderstadt
Liebfrauenkirche Duderstadt
Liebfrauenkirche Duderstadt

In der Christian-Blank-Straße erinnert eine Gedenkstele an die ehemalige Synagoge von Duderstadt. Das 1898 eingeweihte Gotteshaus wurde während der Novemberpogrome am 10. November 1938 in Brand gesteckt und zerstört. Die Stele erinnert zugleich an die Familie Cohn, die 1938 in der Lehrerwohnung der Synagoge lebte. Heute hält die Gedenkstätte die Erinnerung an die jüdische Gemeinde und ihre Verfolgung während der NS-Zeit wach.

Gedenkstele an der alten Synagoge - Duderstadt

An der Ecke Westertorstraße und Am Pferdeteich befindet sich die „Madonna im Lindenzaun“, eine barocke Marienfigur aus dem Jahr 1752. Geschaffen wurde sie vom Duderstädter Bildhauer Johann Bernhard Kopp. Bei unserem Besuch im April 2026 standen wir allerdings vor einem leeren Sockel. Die Madonna war zu diesem Zeitpunkt zur Restaurierung abgebaut worden. Nach ihrer Restaurierung soll sie wieder an ihren angestammten Platz zurückkehren.

Madonna im Lindenzaun - Duderstadt

Dann sahen wir den Westerturm, eingerahmt von Fachwerkhäusern. Der markante Turm ist eines der Wahrzeichen Duderstadts und vor allem wegen seines auffällig gedrehten Turmhelms unverwechselbar. Der heutige Westerturm von 1424 ist der einzige erhaltene Stadttorturm der mittelalterlichen Befestigung.

Westerturm Duderstadt
Westerturm Duderstadt
Westerturm Duderstadt

Im Bereich des Westerturms begegnet uns erneut die lange Tradition des Duderstädter Schützenwesens, im Schützenmuseum. Die Ausstellung zur Geschichte der Schützengesellschaft ist heute Bestandteil der Erlebnisstation im Westerturm-Ensemble. Hier geht es nicht nur um historische Waffen oder das Schießen, sondern um die Rolle der Bürger bei der Verteidigung ihrer Stadt. Moderne und interaktive Elemente vermitteln, wie das mittelalterliche Befestigungssystem funktionierte und welche Aufgaben die Schützen übernahmen.

Schützenmuseum Duderstadt

Dann haben wir noch ein liebevoll gestaltetes Fachwerkportal aus dem Jahr 1707 entdeckt, welches unbedingt auf ein Foto musste. Es ist eines der vielen historischen Details, die es bei einem Spaziergang durch Duderstadt zu entdecken gibt.

Fachwerkportal Duderstadt

Das kleine Georgstürmchen ist Teil der historischen Stadtbefestigung. Zusammen mit dem erhaltenen Abschnitt der Stadtmauer und dem rekonstruierten Wehrgang, vermittelt es einen Eindruck von der mittelalterlichen Befestigungsanlage Duderstadts. Hier befindet sich auch der Pulverturm. Der halbrunde Schützenturm wurde um 1470 errichtet und diente der Verteidigung des Mauerknicks. Von seiner Plattform bietet sich ein schöner Blick entlang der Stadtmauer bis zum Westerturm.

Georgstürmchen und Pulverturm - Duderstadt
Georgstürmchen und Pulverturm - Duderstadt
Georgstürmchen und Pulverturm - Duderstadt

Zum Abschluss unseres Rundgangs kamen wir noch am Duderstädter Informationshäuschen vorbei. Solche kleinen Stationen sind vielleicht keine Sehenswürdigkeit im klassischen Sinn, können bei einer Stadterkundung aber durchaus hilfreich sein. Hier lassen sich zusätzliche Informationen zur Stadt, ihrer Geschichte und einzelnen Sehenswürdigkeiten finden.

Informationshäuschen Duderstadt

Unser Fazit zu Duderstadt

Duderstadt hat uns vor allem durch die Mischung aus Fachwerk, mittelalterlicher Stadtgeschichte und überraschend vielen kleinen Details gefallen. Besonders schön ist, dass sich die Altstadt hervorragend zu Fuß erkunden lässt. So konnten wir mit Emma einfach durch die Straßen und Gassen schlendern und kamen dabei automatisch an vielen unserer Stationen vorbei. Unsere Runde war nur ca. 3km lang, aber schön.

Gleichzeitig erzählt Duderstadt nicht nur von Mittelalter, Fachwerk und prächtigen Kirchen. Die Denkmäler zur deutschen Teilung, zum Nationalsozialismus und zu den Kriegen zeigen auch die ernsteren Seiten der Stadtgeschichte. Genau diese Mischung machte unseren Rundgang abwechslungsreich. Für einen Städtetrip mit Hund können wir Duderstadt deshalb auf jeden Fall empfehlen. Bis zum nächsten Abenteuer, eure Emma.

🐾 Weiterführende Links & Quellen

Weitere Informationen, offizielle Webseiten und die für diesen Beitrag verwendeten Quellen haben wir für euch auf unserer separaten Link- und Quellenseite zusammengestellt: Duderstadt – Quellen & Links

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