Island, dass klingt nach dramatischen Vulkanlandschaften, tosenden Wasserfällen, schneebedeckten Gletschern und endlosen Küsten. Hier können Hunde die unberührte Natur in vollen Zügen erleben. Von einsamen Stränden über grüne Hochlandpfade bis hin zu spektakulären Wanderungen.

Die gute Nachricht: Hunde sind willkommen, aber die Regeln sind streng und nicht alle Regionen sind für Vierbeiner zugänglich.

Wer die Vorschriften kennt und respektiert, erlebt mit Hund ein echtes Naturabenteuer zwischen Geysiren, Vulkanen und endlosen Weiten.

Einreisebestimmungen – Über die Grenze nach Island

Island gehört nicht zur EU, die Einreise mit Hund ist daher deutlich reglementierter und strenger:

  • EU-Heimtierausweis mit gültiger Tollwutimpfung
  • Mikrochip (ISO-Standard empfohlen)
  • Tollwutimpfung: mindestens 30 Tage alt, höchstens 12 Monate gültig (je nach Impfstoff)
  • Wurmbehandlung: vor Einreise gegen Bandwürmer zwingend

Quarantäne: In der Regel nicht nötig, wenn alle Vorschriften erfüllt werden, aber die Einreise muss vorab angemeldet werden!

Tipp: Frühzeitig beim isländischen Veterinäramt anmelden, die Einfuhrbestimmungen sind streng und werden genau kontrolliert.

Gesetze und Vorschriften: Leine, Maulkorb und isländische Genauigkeit

Island ist hundefreundlich, aber es gibt extrem strenge Regeln zum Schutz der Natur und Tierwelt:

Leinenpflicht:

In Städten wie Reykjavik fast immer Pflicht

Auf Wanderwegen, in Nationalparks und Küstenregionen: Leinenpflicht strikt einzuhalten!

Auf Hochlandpfaden: Hunde dürfen nur an der Leine laufen, Wildtiere sind sehr sensibel.

Maulkorbpflicht:

Für alle Hunde in städtischen Bereichen empfohlen.

In Nationalparks und bei Begegnungen mit Schafen Pflicht, da aggressives Verhalten streng geahndet wird.

Öffentliche Verkehrsmittel:

Öffentliche Busse lassen Hunde nur in Transportboxen zu.

Fähren auf Inseln: nur mit Transportbox oder nach Anmeldung.

Restaurants:

Hunde sind in Restaurants nur sehr eingeschränkt erlaubt.

Hunde in Außenbereichen von Cafés werden oft toleriert.

Gesundheit und Vorsorge – Klima, Wildtiere und kleine Gefahren

Kälte und Wetter: Island kann auch im Sommer kalt sein, Wind und Regen sind häufig. Passende Ausrüstung für den Hund solltet ihr unbedingt mitnehmen.

Zecken und Parasiten: Damit gibt es kaum ein Problem in Island, die Natur ist relativ frei von Krankheiten.

Wildtiere: Es gibt viele Rentiere, Schafe und Vögel. Die Hunde müssen unter Kontrolle gehalten werden.

Tierärzte: Nur in Reykjavik, Akureyri und wenigen größeren Orten verfügbar. Auf Hochlandtouren ist keine tierärztliche Versorgung möglich!

Strände und Natur – Küsten, Gletscher und Pfotenglück

Island bietet spektakuläre Natur für Hunde, aber nicht überall ist der Zugang erlaub.

Hundebadeplätze:

Fast alle Strände sind unbewacht, Hunde dürfen meist an den Küstenabschnitten frei laufen.

Westfjorde: ruhige, einsame Strände

Wandern und Natur:

Þingvellir-Nationalpark: gut markierte Pfade, Leine empfohlen

Skaftafell/Nationalpark Vatnajökull: Gletscherwanderungen, Hunde an der Leine erlaubt

Hochlandpfade: nur erfahrene Hundehalter, Leine Pflicht

Wichtig: Hunde dürfen nicht frei laufen, wenn Schafe, Vogelkolonien oder Wildtiere in der Nähe sind.

Unterkünfte und Alltag – Zwischen Ferienhaus und Camping

Unterkünfte:

Ferienhäuser heißen Hunde meist willkommen, oft nach Rücksprache

Hotels akzeptieren Hunde nur selten!

Campingplätze: Hund erlaubt, aber meist nur in bestimmten Bereichen

Restaurants:

Hunde nur sehr begrenzt erlaubt, meist draußen

Wasser und Snacks selbst mitbringen

Besonderheiten und Tipps – Island mit Herz und Regeln

Regional sehr unterschiedlich: Städte sind restriktiv, ländliche Regionen und Ferienhäuser hundefreundlicher.

Strafen: Missachtung von Leinenpflicht oder Verboten wird streng geahndet.

Kultur: Isländer lieben Natur und halten Ordnung, Hunde sind willkommen, wenn Regeln eingehalten werden.

Praktischer Tipp: Wetterfeste Kleidung für Hund und Halter, ausreichend Wasser, Snacks und portable Decke für Outdoor-Abenteuer mitnehmen.

Fazit: Island ist ein spektakuläres Reiseziel für Hunde, aber kein einfaches Land für Vierbeiner. Wer Regeln kennt und vorbereitet ist, findet endlose Natur, einsame Strände und atemberaubende Landschaften. Zwischen Vulkanen, Gletschern und Wasserfällen wartet ein Stück nordisches Pfotenglück – aber nur für gut vorbereitete Hundehalter.