Die Niederlande, dass klingt nach Windmühlen, bunten Tulpenfeldern, Radwegen, die ins Unendliche führen, und natürlich endlosen Nordseestränden. Ein Traumziel für Hundemenschen? Absolut, solange man ein paar Regeln kennt.
Die gute Nachricht: Die Niederländer lieben ihre Hunde. Und kaum ein Land ist so entspannt, was Mitnahme in Cafés, Unterkünfte oder den Alltag betrifft.
Einreisebestimmungen – Über die Grenze ins Käseland
Die Einreise ist unkompliziert:
- EU-Heimtierausweis Pflicht
- Mikrochip (ISO-Standard)
- Tollwutimpfung mindestens 21 Tage alt
Rassenregelung: Es gibt keine Rasseliste mehr; früher war der Pitbull verboten, das ist seit 2009 aufgehoben.
Gesetze und Vorschriften – Zwischen Grachten und Stränden
Leinenpflicht:
In Städten fast überall Pflicht.
In vielen Parks und an ausgewiesenen Freilaufzonen dürfen Hunde ohne Leine toben.
Maulkorb:
Keine Pflicht, außer bei auffälligen oder gefährlichen Hunden nach behördlicher Auflage.
Öffentliche Verkehrsmittel:
Kleine Hunde dürfen in Taschen kostenlos mit.
Größere Hunde fahren mit Ticket (meist Kinderpreis) in Bus, Bahn und Tram problemlos mit.
Restaurants und Cafés:
Sehr hundefreundlich! In den meisten Cafés und sogar Restaurants sind Hunde willkommen – typisch niederländische Gelassenheit.
Gesundheit und Vorsorge – Meer, Wind und ein paar kleine Risiken
Zecken: Vorkommen in Wäldern und Dünengebieten, also Vorsicht in der Natur.
Hitze: An der Küste meist mild, aber in Städten im Sommer auch mal heiß. Viel Wasser einplanen.
Tierärzte: Gute Versorgung im ganzen Land, viele sprechen Englisch oder Deutsch.
Reiseschutz: Zeckenschutz und Wurmkuren sind empfehlenswert, ansonsten keine besonderen Risiken.
Strände und Natur – Paradies für Wasserratten
Hundestrände:
Fast die ganze niederländische Nordseeküste ist hundefreundlich.
In der Hauptsaison (1. Mai – 1. Oktober) gilt vielerorts tagsüber Leinenpflicht oder Hundeverbot. Morgens und abends sind Hunde jedoch fast überall erlaubt.
Beliebte Hundestrände: Scheveningen, Noordwijk, Zandvoort, Texel.
Natur und Wandern:
Dünengebiete wie die „Amsterdamse Waterleidingduinen“ sind fantastisch zum Wandern.
Wälder und Polderwege laden zu langen Spaziergängen ein.
Auf den Watteninseln (Texel, Ameland, Terschelling) dürfen Hunde oft frei laufen.
Unterkünfte und Alltag – Ferienhäuser, Boote und Strandcafés
Unterkünfte:
Ferienhäuser und Ferienparks (z. B. Center Parcs, Landal GreenParks) sind sehr hundefreundlich.
Viele Hotels und B&Bs erlauben Hunde, einfach nachfragen.
Auf den Watteninseln gibt es besonders viele hundefreundliche Unterkünfte.
Restaurants und Cafés:
Fast überall willkommen. In Strandpavillons stehen oft Wassernäpfe bereit.
Besonderheiten und Tipps – Holland-Style mit Hund
Radwege: In den Niederlanden hat das Fahrrad Vorrang. Achte darauf, dass dein Hund nicht plötzlich auf den Radweg springt, denn hier herrscht reger Verkehr.
Strafen: Ohne Leine in nicht erlaubten Zonen kann ein Bußgeld fällig werden (ca. 90 €).
Kultur: Niederländer sind entspannt, Hunde gehören fast selbstverständlich zum Alltag.
Praktischer Tipp: Viele Strände haben im Winterhalbjahr (Oktober – Mai) gar keine Einschränkungen – dann ist es ein wahres Hundeparadies.
Fazit: Die Niederlande sind ein Traumziel für Hunde: lange Strände, viele Freilaufzonen, hundefreundliche Menschen und Unterkünfte. Wer die Saisonregeln an den Stränden kennt und Rücksicht auf Radfahrer nimmt, findet hier ein unkompliziertes, entspanntes Urlaubsland – mit Wind in den Ohren und Sand unter den Pfoten.