Österreich, dass klingt nach schneebedeckten Gipfeln, glitzernden Seen und Almhütten, aus denen der Duft von Kaiserschmarrn weht. Und die gute Nachricht: Hunde sind hier nicht nur geduldet, sondern oft echte Begleiter auf Wanderwegen und in Gasthäusern.

Doch Vorsicht: Österreich liebt Regeln. Wer die kennt und respektiert, erlebt mit Hund ein wahres Paradies zwischen Bergen und Seen.

Einreisebestimmungen – Über die Grenze ins Alpenland

Österreich gehört zur EU, die Einreise ist daher unkompliziert:

  • EU-Heimtierausweis ist Pflicht
  • Mikrochip (ISO-Standard)
  • Tollwutimpfung (mindestens 21 Tage alt)

Rassenregelungen: Es gibt keine einheitliche Liste. Aber, in manchen Bundesländern (z. B. Wien, Vorarlberg) gelten für bestimmte Rassen Auflagen wie Wesenstests oder strengere Maulkorbpflicht.

Tipp: Vor Reiseantritt prüfen, ob euer Ziel-Bundesland spezielle Regeln hat.

Gesetze und Vorschriften: Leine, Maulkorb & die österreichische Genauigkeit

Österreich ist hundefreundlich, aber die Regeln unterscheiden sich stark von Bundesland zu Bundesland.

Leinenpflicht:

In Städten (Wien, Salzburg, Innsbruck) fast immer Pflicht.

Auf Wanderwegen meist entspannt, außer in der Nähe von Weidevieh.

Maulkorb:

Muss in vielen Regionen mitgeführt werden.

In Wien und in den Öffis oft Pflicht (auch für kleine Hunde).

Öffentliche Verkehrsmittel:

Hunde dürfen mit, aber ein Ticket ist nötig (meist halber Fahrpreis).

Immer mit Leine und Maulkorb.

Restaurants:

In traditionellen Gasthäusern sind Hunde oft willkommen.

In Städten eher nachfragen, draußen ist es fast immer kein Problem.

Gesundheit und Vorsorge – Alpenluft und kleine Gefahren

Zecken: Ganzjährig ein Thema, besonders im Osten und in den Alpen (FSME-Gebiete). Zeckenschutz ist Pflicht!

Hitze: Wien kann im Sommer brütend heiß werden. Ihr solltet für Spaziergänge besser Wald und Seen wählen, als Asphalt.

Kühe und Almen: Der Klassiker. Jedes Jahr gibt es Unfälle, wenn Hunde frei laufen und Kühe aggressiv reagieren. Immer Abstand halten, Hund anleinen.

Tierärzte: In allen größeren Städten gibt es 24h-Notdienste. Vorher die nächste Klinik im Handy speichern („Tierklinik“ + Ort in Google Maps).

Strände und Natur – Seen, Berge & Pfotenglück

Österreich hat keinen Zugang zum Meer – dafür aber glasklare Seen und endlose Wanderwege.

Hundebadeplätze:

Wolfgangsee, Traunsee, Neusiedler See, Wörthersee: oft mit ausgeschilderten Hundezonen.

Kärnten ist besonders hundefreundlich mit vielen Badestellen.

Wandern und Natur:

Nationalpark Hohe Tauern: majestätische Berge und Gletscher.

Salzkammergut: Seenwanderungen mit Badepausen.

Zillertal und Tirol: perfekte Bergtouren.

Wichtig: Immer die Leine dabei haben, da Wildtiere und Weidevieh unterwegs sind.

Unterkünfte und Alltag – Zwischen Hundehotel und Berghütte

Unterkünfte:

Viele Pensionen, Hütten und Ferienwohnungen heißen Hunde willkommen.

Portale wie „Hundehotel.info“ oder „hundeurlaub.de“ listen gezielt hundefreundliche Häuser.

Über Airbnb & Booking einfach nach „haustierfreundlich“ filtern.

Restaurants:

Oft hundefreundlich, besonders in ländlichen Regionen.

Ein Napf mit Wasser steht in vielen Gasthäusern schon bereit.

Besonderheiten und Tipps – Österreich mit Herz und Regeln

Regional sehr unterschiedlich: Wien ist streng (Leine und Maulkorb sind fast überall nötig), Tirol und Kärnten sind entspannter.

Strafen: Ohne Leine oder Maulkorb in den Städten können schnell 100–200 € Bußgeld fällig werden.

Kultur: Österreicher lieben Hunde, aber sie lieben auch Ordnung. Wer die Regeln einhält, wird überall freundlich empfangen.

Praktischer Tipp: Packt neben der Wanderkarte immer eine Trinkflasche für den Hund ein, denn viele Almen haben Brunnen, aber nicht jede Hütte.

Fazit: Österreich ist ein wahres Outdoor-Paradies für Hunde. Wer Regeln respektiert, findet glasklare Seen, hundefreundliche Almen und herzliche Gastgeber. Zwischen Bergpanorama und Kaiserschmarrn wartet ein Stück Alpen-Glück, mit wedelnder Rute und viel frischer Bergluft.