In dem Ort Altenau, Landkreis Goslar, gibt es eine kleine Brauerei, die Altenauer Brauerei. Sie versorgt die umliegenden Landkreise mit leckerem Bier und es gibt dort auch einen kleinen Hofladen, wo man direkt vor Ort sein Bier kaufen kann.
Da Emma von den vielen Ausflügen eine kleine Auszeit brauchte, gab es für uns etwas Mama und Papa Zeit und wir haben die Brauerei im Rahmen einer Brauereiführung mit anschließender Verkostung besucht. Denn Emma durfte in die Brauerei leider nicht rein, wegen der Hygienevorschriften und zu ihrem eigenen Schutz. Die Führung findet in kleinen Gruppen von 5-14 Personen statt und dauert mit Verkostung ca. 2 Stunden. Los ging es im Kontrollraum für die Sudpfannen. Bei unserer Tour waren wir ca. 10 Leute, was eine angenehme Gruppengröße war.
Uns wurde einiges über die Geschichte der Brauerei erzählt, welche im Jahr 1617 gegründet wurde. Es gab Infos über die Veränderungen in den letzten Jahren. Unter anderem das die Brauerei im Jahr 2012 in die Insolvenz ging und dann doch gerettet werden konnte, ehe es 2021 wieder in die Insolvenz gehen sollte, aber auch diese abgewendet werden konnte.
Die Altenauer Brauerei setzt auf regionale Produkte und bezieht unter anderem ihren Hopfen aus Tettnang und die Gerste aus Wöltingerode. Wir hatten die Möglichkeit die Zutaten des Bieres wie Malz, Hopfen, Gerste und Hefe, anzuschauen, dran zu riechen und auch zu probieren, wer wollte. Wir haben viel über die einzelnen Rohstoffe erfahren und konnten selber Fragen stellen. Wir haben Einblicke in die Räume mit den Gärtanks bekommen und in die Abfüllanlage, sowie das Lager.
Hier erfahrt ihr grob, wie die Herstellung von Bier funktioniert: Das geschrotete Malz wird mit Wasser vermischt und einem Maischbottich oder der Sudpfanne, ein beheizbarer Kessel, erhitzt. Dieser Prozess nennt sich maischen. Danach wird die Maische in Läuterbottiche gepumpt und dort wird die flüssige, zuckerhaltige Würze von den festen, unlöslichen Trebern getrennt. In der Sudpfanne wird die klare Würze gekocht. Während des Kochens wird Hopfen hinzugefügt, um dem Bier Bitterkeit und Haltbarkeit zu verleihen. Zudem werden beim kochen die Malzenzyme zerstört, um die Stammwürze zu konzentrieren. Nach dem kochen wird die Würze auf die nötige Temperatur gekühlt und dann erst die Hefe hinzugefügt, um die Gärung einzuleiten. In Gärtanks wird die Hefe den in der Würze enthaltenen Zucker in Alkohol und Kohlendioxid umwandeln, was mehrere Tage bis Wochen dauern kann. Danach wird das Bier filtriert und abgefüllt.
Uns wurde die Abfüllung und die Lagerhalle gezeigt und dann ging es für uns weiter in den Aufenthaltsbereich, wo wir einige Sorten des Bieres probieren konnten. In der Altenauer Brauerei wird eine große Auswahl an Bieren, Limos und alkoholfreien Bieren hergestellt und so konnten auch die Autofahrer unter uns an der Verkostung teilnehmen. Es war ein toller Nachmittag/Abend mit interessanten Einblicken ins Bierbrauen und und netten Leuten. Wir können euch die Brauereiführung wirklich sehr empfehlen. Leider ist das Bier nur regional erhältlich, aber im Urlaub im Harz, solltet ihr es unbedingt mal probieren oder eben auch die Limos.
Hallo Freunde, heute will ich euch von meinem Brocken-Abenteuer berichten. Mama und Papa haben sich überlegt, dass wir mit der Brockenbahn (auch genannt Harzer Schmalspur Bahn) hoch auf den Brocken fahren und dann von dort nach unten laufen, bzw. wieder zurück zum Auto. Damit der Weg nicht zu weit wird, sind wir mit dem Auto zum Bahnhof Schierke gefahren. Unser Weg vom Brocken zurück zum Bahnhof waren ca. 10km Fußweg.
Schierke (Sachsen-Anhalt) ist ein Ortsteil von Wernigerode und grenzt an den Nationalpark Harz. Der Bahnhof Schierke, liegt hoch oben auf dem Berg, in ca. 687 Metern Höhe. Von hier hat man einen tollen Blick runter in den Ort Schierke und die umliegenden Wälder.
Eine Fahrt mit der Brockenbahn ist nicht gerade günstig, aber man sollte die Fahrt unbedingt mitgemacht haben. Wir hatten leider nicht die alte Dampflok, aber trotzdem war die Fahrt für mich total aufregend, da ich zum ersten Mal mit dem Zug gefahren bin. Am Bahnhof habe ich schon gespannt auf den Zug gewartet.
Papa hat mich in den Zug gehoben, da ich sonst nicht reingekommen wäre. Wir hatten auch wirklich Glück, denn zu unserer Uhrzeit (wir haben die erste Bahn genommen), war noch alles ziemlich leer. Normalerweise hätte ich auch einen Maulkorb tragen müssen, denn der ist in der Bahn vorgeschrieben. Aber da wirklich so wenig los war, durfte ich ausnahmsweise ohne fahren. Aber nehmt unbedingt einen mit, wenn ihr auch mal mit der Brockenbahn fahren wollt.
Seit 1992 fährt die Brockenbahn täglich mehrfach zum Brocken und hat ein Schienennetz von insgesamt 19 Kilometern. Die erste Brockenbahn fuhr allerdings bereits ab 1899 zum Brocken, mit Unterbrechungen. Man kann vom Bahnhof Werningerode, Drei Annen Hohne oder eben von Schierke zum Brocken fahren. Ihr solltet hier auf die unterschiedlichen Fahrpläne achten, denn je nach Jahreszeit gelten andere Zeiten.
Leider sind die Wälder rund um den Brocken ziemlich kaputt, wie man auf den Bildern sehen kann. Grund dafür ist wohl der Klimawandel, womit die Fichten geschwächt und so der Borkenkäfer leichtes Spiel hat. Als wir oben auf dem Brocken angekommen sind, war es um die frühe Uhrzeit noch ziemlich nebelig und man wurde etwas nass. Das fand ich aber toll und hab mich erst mal schön auf der nassen Wiese gewälzt. Ihr Zweibeiner solltet bei dem Wetter besser eine Regenjacke dabei haben, denn der Nebel setzt sich als Feuchtigkeit auf die Klamotten. Das musste meinen Mama am eigenen Leib spüren, denn sie war schlecht vorbereitet und hatte nur einen Regenponcho dabei.
Mit 1141 Metern ist der Brocken der höchste Berg im Mittelgebirge Harz. Er zählt zu einem der beliebtesten Ausflugsziele Deutschland und hier sind wirklich viele andere Hunde wie ich unterwegs. Der Brocken besteht vorwiegend aus Granit, einem plutonischen Gestein. Wir haben den Brocken oben auf dem Berg einmal komplett umrundet, bevor wir uns wieder an den Abstieg gemacht haben.
Auf dem Brocken befindet sich das Brockenhaus, ein Museum, welches u.a. eine Ausstellung zur Geschichte und der Natur des Berges präsentiert und ein Brockenhotel. Es ist das höchste Hotel im deutschen Norden und befindet sich im ehemals ältesten Fernsehturm. Es erstreckt sich über 4 Etagen. Hunde dürfen in das Brockenhaus leider nicht mit rein, aber die Leute dort sind sehr nett und hatten uns angeboten, dass ich unter der beheizten Treppe im Eingang geparkt werden kann. Gut, ich hätte sicher brav gewartet, aber Mama und Papa hatten zu viel Angst, dass ich dann geklaut werde und sind lieber nichts ins Brockenhaus rein. Das Brockenhotel ist auf Anfrage mit Hund wohl möglich. Es gibt viele verschiedene Wege, die nach unten führen. Unter anderem den „Neuen Goetheweg“, den Hexenstieg und viele weitere.
Wir haben uns für den Naturwanderweg entschieden und wurden direkt auf den ersten Metern von vielen Leuten angesprochen, dass der Weg viel zu schwierig ist. Einige haben sogar gesagt, dass deren Hunde sie nach dem Weg tagelang ignoriert haben. Ich dachte nur, hoffentlich drehen Mama und Papa jetzt nicht um, denn genau auf so ein Abenteuer, habe ich mich doch sehr gefreut. Zum Glück sind sie den Weg mit mir weiter gegangen.
Der Naturwanderweg ist ca. 1km lang und Mama hat gesagt, der zieht sich wie Kaugummi. Aber ich fand es so toll, über hohe Felsen und Steine zu klettern, über Bäche und Pfützen zu hüpfen und zu schauen, wo man langlaufen kann. Ich war hier wieder die Chefin und hab meiner Familie gezeigt, wo es lang geht. Nervig war, dass die beiden einfach viel zu langsam waren für mein Tempo. Aber gut, hab ich halt immer mal wieder brav gewartet. Mama hat sich einmal schön hingelegt und hat sogar geblutet. Da hab ich ihr erst mal ein Küsschen zum Trost gegeben. Wir waren ganz stolz, als wir den Weg geschafft hatten.
Weiter ging es dann für uns über die normalen Wanderwege, was aber auch viel Spaß gemacht hat. Ich habe mich gerne in der Natur umgesehen und hab überall geguckt, wer oder was hier noch so unterwegs ist.
Unterwegs gab es viel zu sehen. Tolle Felsformationen, auf die ich immer drauf klettern wollte. Fliegenpilze, die Mama so toll fand, ich mir aber nie genauer anschauen durfte und zum Teil noch wunderschöne Blumen mit bunten Blüten dran.
Irgendwann war ich ziemlich müde und auch meine Zweibeiner hatten so langsam Lust auf eine Pause. Wir dachten, hier kommt bestimmt kein Platz mit Bänken/Tischen, also haben wir uns einen tollen Felsen gesucht, auf dem wir Pause machen konnten. Kurz danach haben wir einen Rastplatz gefunden, aber unser Pausen-Felsen war viel cooler, finde ich. Es gab leckere Waffeln, Würstchen und ordentlich was zu trinken. Wenn ihr diese Tour macht, solltet ihr auch unbedingt Essen und Trinken einpacken, um euch stärken zu können. Denn hier gibt es außer auf dem Brocken, keine Möglichkeit was zu kaufen.
Nach der Stärkung und Pause, ging es für uns weiter in Richtung Bahnhof Schierke. Irgendwann kam erneut ein Naturpfad. Leider war der nicht ganz so toll zum klettern wie der erste Weg, aber ich hatte trotzdem meinen Spaß. Aber es ist schon heftig wie viele Wildschweine es hier überall gibt. Man konnte die ganze Zeit lauter frische, aufgewühlte Spuren sehen. Zum Glück ist uns keines davon begegnet.
Irgendwie müssen wir den falschen Abzweig genommen haben, bzw. haben kein Schild gesehen und dachten, wir sind richtig. Anstatt zum Bahnhof von Schierke, sind wir direkt unten im Ort Schierke angekommen. Daher hatten wir einen noch weiteren Weg zu laufen, als eigentlich geplant. In Schierke gab es eine alte Ruine, die ich total spannend fand und eine schöne Kirche. Die Bergkirche aus dem Jahr 1881, im neogotischen Stil aus Granit.
Wir haben den Ort durchquert und mussten nun gut einen Kilometer steil den Berg nach oben laufen, um wieder zum Bahnhof Schierke und zu unserem Auto zu kommen, was wir dort abgestellt hatten. Ich sag es euch Freunde, der Weg war ganz schön heftig, gerade wenn man schon so viel gelaufen ist wie ich.
Aber wir haben durchgezogen und ich war total froh, als wir oben angekommen waren. Es war ein wirklich schöner Ausflug und ich hatte einen tollen Tag beim erkunden der Gegend. Ich war aber auch froh, dass ich mich im Auto ausruhen konnte und bin sofort eingeschlafen. Ich hoffe ihr hattet Spaß bei meinem Ausflug zum Brocken und wünsche euch ebenfalls viel Spaß auf eurem Abenteuer. Liebe Grüße, eure Emma
P.s.: Das was ihr im Auto seht ist kein Fell, dass ist reinster Goldstaub von mir. Also Mama, mach doch mal das Auto sauber, bevor du Fotos machst. Sonst denkt noch jeder, Hunde machen Dreck.
Tipp: Falls ihr mehrere Tage im Harz verbringt, lohnt sich die Harzcard. Die gibt es für eine unterschiedliche Anzahl an Tagen als physische Karte oder als mobile Version fürs Smartphone. Dort sind viele Eintritte bereits integriert, u.a. auch das Brockenhaus und eine einfache Fahrt mit der Brockenbahn.
Hallo Freunde, im Beitrag zu Travemünde habe ich euch ja schon ein bisschen von meinem Ausflug nach Lübeck berichtet. Aber für alle die nur Lübeck und nicht die anderen Ortschaften rund herum interessieren, schreibe ich euch noch mal einen Beitrag nur zu Lübeck.
Die Anreise nach Lübeck ist einmal per Schiff über die Trave möglich, z.B. von Travemünde aus oder per Auto. Je nach dem von wo ihr nach Lübeck anfahrt, müsst ihr eine Maut bezahlen, nämlich für die Durchfahrt im Herrentunnel. Die Maut kostet 2,30 Euro (Barpreis – für einen normalen PKW mit maximal 1,30m Höhe). Wir waren bei unserer Fahrt mit dem Auto nach Lübeck total überrascht davon und hatten den Geldbeutel natürlich hinten im Kofferraum. Mama musste schnell raus springen und den Geldbeutel holen.
Die Fahrt mit dem Schiff hat mir viel Spaß gemacht und ich war auch ganz brav, sagen Mama und Papa. Wir sind mit dem Schiff der Hanse gefahren, es gibt aber noch weitere Anbieter.
Lübeck ist eine norddeutsche Stadt, mit Bauten im Stil der Backsteingotik und ca. 223.000 Einwohnern. Die Stadt wurde im Jahr 1143 gegründet. Lübeck hat 7 Kirchtürme und viele interessante Bauwerke zu bieten. Zudem eine schöne Fußgängerzone mit unzähligen Geschäften, die zum ausgiebigen shoppen einladen. Seit 1987 gehört die Lübecker Altstadt zum UNESCO Welterbe.
Der Schiffsanleger ist an der Untertrave und von dort aus, gelangt man zügig in die Altstadt und zu vielen Sehenswürdigkeiten. Ich habe mich richtig darauf gefreut, die Stadt zu erkunden. Als erste kamen wir an St. Jakobi vorbei. Die St. Jakobi-Kirche wurde im Jahr 1227 erbaut, wurde allerdings erst im Jahr 1334 komplett fertig gestellt und hatte somit eine Bauzeit von mehr als 100 Jahren. Die Jakobi-Kirche war die einzige Kirche, die im 2. Weltkrieg nicht zerstört wurde.
Weiter ging es durch die Innenstadt, vorbei am Hospital zum Heiligen Geist, welches im Jahr 1286 fertig gestellt wurde. Das Hospital gilt als eines der ältesten Sozialeinrichtungen der Welt. Das Hospital wurde im Stil der Backsteingotik errichtet. Mittlerweile dient das Hospital als Altenheim und es ist möglich dieses zu besichtigen.
Als nächstes kamen wir an St. Marien vorbei. St. Marien ist bekannt als Mutter der Backsteingotik und wurde zwischen 1265 und 1351 errichtet. Sie war Vorbild für ca. 70 Kirchen im Ostseeraum. Sie ist zudem das höchste Backsteingewölbe der Welt mit 38,5 Metern vom Gewölbescheitel über dem Boden. Die St. Marien zu Lübeck steht in unmittelbarer Nähe zum Marktplatz und Rathaus von Lübeck.
Das historische Rathaus von Lübeck wurde im Jahr 1230 bis 1308 erbaut und immer wieder umgebaut und erweitert. Es vereint die Baustile von der Gotik bis zur Renaissance. Auffällig sind die vielen kleinen Türme. Über die Jahre wurden große Teile abgerissen und komplett neu aufgebaut und weitere Bereiche angebaut. Daher auch die unterschiedlichen Baustile. Noch heute dient es als Sitz des Bürgermeisters. Ihr seht es auf der linken Seite auf dem Foto. Das andere Gebäude auf dem Foto ist das alte Kanzleigebäude, früher Schriverie. Es wurde 1485 im Stil der Gotik gebaucht. Früher was das Gebäude der Sitz der Notare und Ratsschreiber, später diente es als Polizeiwache. Dort gab es auch ein kleines Gefängnis, den Bullenstall.
Gegenüber von St. Marien, befindet sich das Buddenbrookhaus. Es ist das ehemalige Wohnhaus des Schriftstellers und der Familie von Thomas Manns, welches ihm und seinem Bruder als Museum gewidmet ist. Es zeigt eine Ausstellung und bietet Führungen durch die Stadt an. Im Shop könnt ihr eine Lego Figur von Thomas Mann kaufen, was Mama eine tolle Idee findet.
Weiter ging es für uns in Richtung Holstentor. Auf dem Weg dahin, kamen wir am Salzspeicher vorbei. Der Salzspeicher ist auch bekannt als Nosferatu-Fenster, da hier im Jahr 1921 Teile des Films „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“ gedreht wurden. Erbaut wurden die Salzspeicher im Jahr 1579 bis 1745 und dienste lange Zeit als Lagerung für das Salz, welches aus der Saline Oldesloe gewonnen und von hier nach ganz Skandinavien exportiert wurde. Dort wurde es wahrscheinlich zur Konservierung des Fischs genutzt.
Das Holstentor, ist eines von vier ehemaligen Stadttoren, wovon insgesamt nur noch 2 erhalten sind. Das Holstentor und das Burgtor. Die Stadttore dienten als Zugang zur Stadt und dienten dem Schutz der Stadt. Es ist ein Spätgotisches Gebäude, welche zwischen 1464 und 1478 erbaut wurde. 30 Geschütze hatten Platz darin, wurden aber nie abgefeuert. Das Holstentor ist das wohl bekannteste Gebäude in Lübeck und ziert unzählige Postkarten als Motiv.
Hinter dem Holstentor, befindet sich der Holstentorplatz. Eine parkähnliche Grünfläche mit vielen Bänken zum ausruhen und verweilen. Ich fand es hier besonders toll, da es für mich das erste grün gewesen ist, was ich in der Stadt gesehen habe und hab mich wahnsinnig darüber gefreut.
Da hier so viel los war, hab ich mich aber nicht getraut Pipi zu machen. Also haben Mama und Papa weiter nach einem Park für mich gesucht, wo ich in Ruhe mein Geschäft erledigen kann. Wir sind weiter über die Obertravebrücke, auch Liebesbrücke genannt, bis wir eine Art Park direkt an der Trave gefunden haben. Hier habe ich erst mal Pause gemacht und meine Würstchen verputzt.
Dann waren Mama und Papa an der Reihe, denn die beiden hatten auch Hunger. Sie haben eine kleine Pizzeria gefunden, wo man draußen sitzen konnte, da die meisten Restaurants leider nicht mit Hunden besucht werden dürfen und sie nicht ewig weitersuchen wollten.
Danach kamen wir zum Lübecker Dom, welcher 1247 fertig gebaut wurde. Bei der Bombardierung der Stadt in 1942, wird der Dom fast vollständig zerstört und wurde ab 1949 wieder aufgebaut.
Weiter ging es durch die Gassen der Altstadt, bis hin zu St. Aegidien, der kleinsten der Lübecker Innenstadtkirchen. Sie wurde im 14. Jahrhundert erbaut und überstand den Bombenangriff in 1942 unbeschadet. Direkt gegenüber von St. Aegidien liegt der Aegidienhof, welcher früher eine klosterähnliche Gemeinschaft war.
In Lübeck findet ihr das Willy-Brandt-Haus, denn der ehemalige Bundeskanzler und Nobelpreisträger, wurde in Lübeck geboren. Das Haus wurde im Dezember 2007 eröffnet. Es gibt u.a. eine Ausstellung mit Lebensabschnitten von Willy Brandt.
Da wir mit dem Schiff angereist waren, ging es für uns langsam wieder in Richtung Trave. Auf dem Weg dahin, kamen wir vorbei am Theaterschiff und der Kongresshalle. Auf dem Theaterschiff könnt ihr euch Komödien, Revuen und Kabarett anschauen. In der Kongresshalle könnt ihr euch unter anderem Konzerte anschauen oder an Kongressen/Tagungen teilnehmen.
In Lübeck gibt es ca. 210 Brücken. Eine davon ist die Eric-Warburg-Brücke, eine Klappbrücke über die Trave. Die Planung dieser Brücke hat mehr als 100 Jahre gedauert. Sie wurde im Jahr 2008 fertig gebaut und eröffnet. Eine weitere, interessante Brücke ist die alte Hubbrücke am Burgtor, welche bereits über 100 Jahre alt ist. Die Türme der Brücke erinnern an die wilhelminische Zeit und im inneren befinden sich die Maschinenhäuser.
Wer in Lübeck zu Besuch ist und Marzipan mag, der sollte auf jeden Fall noch den Niederegger Werksverkauf, etwas außerhalb der Innenstadt besuchen. Dort gibt es ein Café und man kann die Köstlichkeiten im Werksverkauf etwas günstiger kaufen.
Ich hoffe mein Städtetrip nach Lübeck hat euch gefallen? Ich war danach auf jeden fall total müde und habe die Heimfahrt verpennt. Falls ihr vorhabt Lübeck zu besuchen, wünsche ich euch viel Spaß. Liebe Grüße, eure Emma
Hallo Freunde, diesmal möchte ich euch von meinem Ausflug nach Weimar berichten. Weimar ist eine kreisfreie Stadt in Thüringen und hat eine schöne Altstadt.
Weimar hat ca. 66.000 Einwohner und ist die viertgrößte Stadt in Thüringen, hinter Erfurt, Jena und Gera. Weimar gilt als Universitätsstadt, in der viel Kultur erlebt werden kann. Weimar zählt zum Weltkulturerbe der UNESCO und auch der Nachlass von Goethe und Schiller, wurde in das Weltdokumentenerbe aufgenommen.
Geparkt haben wir am P+R (Herrmann-Brill-Platz) und sind von dort aus in Richtung Bauhaus-Museum gelaufen. Im Bauhaus-Musem befinden sich Exponate aus der historischen Sammlung der Klassik Stiftung Weimar. Unter anderem finden sich hier Arbeiten von Lyonel Feininger, Paul Klee und vielen weiteren Künstlern. Leider darf ich hier nicht rein, also hatten Mama und Papa auch keine Lust darauf.
Gegenüber von dem Bauhaus-Museum, auf der anderen Straßenseite, befindet sich das Museum Zwangsarbeit im Nationalsozialismus. Es ist neben dem Dokumentationszentrum in Berlin das zweite Museum seiner Art, wo die Lebenssituation der Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen auf ca. 850 qm dokumentiert wird. Es wurde am 8.5.2024 eröffnet und zeigt die Geschichte der Zwangsarbeit von 1933 bis 1945. Das es ein Museum ist, darf ich auch hier leider nicht rein.
Ebenfalls in der Nähe der beiden Museen, befindet sich das Kongresszentrum – Weimarhalle. Hier gibt es den größten Saal der Stadt, in dem regelmäßig Veranstaltungen stattfinden. Die ehemalige Weimarhalle wurde 1997 trotz Denkmalschutz abgerissen, da es statische Mängel hatte und wurde an gleicher Stelle wieder neu aufgebaut und in 1999 eröffnet. Hier finden Konzerte, Shows und Galas statt.
Weiter ging es durch die schmalen Gassen in Richtung Innenstadt. Hier hatte ich wieder viel Zeit zum schnüffeln und erkunden.
Unser nächster Halt war die evangelische Jakobskirche, welche ihren Namen dem Jakobsweg verdankt, da sie als Station des Jakobsweges gilt, nach Santiago de Compostela. Die Barockkirche wurde im Jahr 1713 errichtet.
Im Jahre 1806 (19.10.1806) wurden hier Johann Wolfgang von Goethe und Christiane Vulpius getraut. Bei der Einweihung der Orgel aus dem Jahr 1721, soll Johann Sebastian Bach dabei gewesen sein. Auf dem Jakobsfriedhof befindet sich das Grabmal von Lucas Cranach und Christiane von Goethe. Im Kassengewölbe befindet sich die erste Begräbnisstätte von Friedrich von Schiller.
Weiter ging es zum Herderplatz, einem Platz in der Altstadt, auf dem sich die Stadtkirche St. Peter und Paul (Herderkirche) befindet. Die erste St. Peter und Paul wurde bis 1249 gebaut, brannte allerdings in 1299 vollständig ab. Auch der zweite Kirchenbau wurde 1424 beim Stadtbrand schwer beschädigt. Die heutige Herderkirche wurde bis 1500 erbaut und wurde im spätgotischen Stil errichtet.
Direkt neben der Herderkirche, befindet sich der Herderbrunnen, ein historischer Brunnen. Seit dem 17. Jahrhundert versorgt er die Bewohner über ein eigenständiges Röhrenfahrtensystem mit Wasser, welches von außerhalb der Stadt kommt. Vor der Kirche, findet ihr das Herder-Denkmal und sein Wohnhaus steht hinter der Kirche.
Auf dem Weg zum Marstall, sind wir doch glatt an einem Doogy Spa vorbei gekommen. Ach wäre ich da gerne rein gegangen, um mich verwöhnen zu lassen. Ich muss immerhin so viel für euch laufen, um euch die Städte zu zeigen, da hätte ich es mir verdienst oder was meint ihr? Mama und Papa haben gesagt, wir haben keine Zeit. Toll, keine Hundemassage für mich.
Der Marstall liegt am Kegelplatz und ist ein historisches Gebäude, welches zwischen 1873 und 1778 erbaut wurde. Er wurde im Auftrag von Herzog Carl August im Neorenaissance Stil erbaut.
Ab 1936 war Gestapo-Gefängnis hier untergebraucht und die sogenannte Gestapo-Leitstelle. Einige der KZ-Häftlinge aus Buchenwald, wurden zum Umbau der Kellerräume etc. gezwungen. Ursprünglich war das Gebäude eine Reithalle. Heute findet man hier das thüringische Hauptstaatsarchiv. In den ehemaligen Gestapo-Gefängniszellen gibt es seit 1999 eine Dauerausstellung mit originalen Gegenständen, die „zermahlene Geschichte“.
Gegenüber des Marstalls befindet sich das Weimarer Stadtschloss, welches auch als Residenzschloss bekannt ist. Es ist eine Vierflügelanlage, welche ab dem Jahr 1789 durch Herzog Carl August errichtet wurde. Sie wurde im klassizistischen Stil erbaut und gilt seit 1998 als UNESCO-Welterbe. Fast das gesamte Stadtschloss ist heutzutage ein Museum, welches besucht werden kann. Wir Vierbeiner dürfen hier leider nicht rein, aber über den Hof zu schlendern ist auch schön.
Auf dem Gelände des Stadtschlosses befindet sich die sogenannte Bastille. Die Bastille ist eigentlich nur ein Recht der mittelalterlichen Burg Hornstein aus dem Jahr 1439. Die ehemalige Burg brannte in 1424 komplett ab und wurde dann zum Teil wieder aufgebaut. Sie beseht heute aus dem alten Torhaus, dem Hausmannsturm und dem Gerichtsgebäudeteil.
Ein Stück die Straße hoch, befindet sich die Herzogin Anna Amalia Bibliothek. Es ist eine öffentlich zugängliche Archiv- und Forschungsbibliothek mit Schwerpunkt auf die Epoche zwischen 1750 und 1850. Sie wurde im Jahr 1691 von Herzog Wilhelm Ernst gegründet. Da die Herzogin die größte Förderin war, bekam die Bibliothek 1991 ihren Namen.
Die Hochschule für Musik Franz Listz, befindet sich direkt neben der Bibliothek. Sie wurde im Jahr 1774 fertig gestellt und erhielt im Jahr 1956 ihren heutigen Namen. Direkt vor der Hochschule, auf dem Platz der Demokratie, befindet sich das Carl-August-Denkmal. Es wurde im Jahr 1875 enthüllt. Das Denkmal zeigt ihn, wie er aus den Befreiungskriegen gegen Napoleon als Sieger hervor geht.
Der Marktplatz Weimar ist ein zentraler Platz mitten in Weimar und wird umrahmt von mehreren, historischen Gebäuden. Der Marktplatz wird einfach nur Markt genannt und besteht seit ca. 1300. Hier finden regelmäßig Feste und Märkte statt, wie auch bei unserem Besuch der Wochenmarkt statt fand.
Das Rathaus Weimar ist ein Bau im neugotischen Stil mit einem Balkon und Glockenturm. Das erste Rathaus wurde an dieser Stelle um 1396 erwähnt, brannte allerdings beim Stadtbrand im Jahr 1424 komplett ab. Es wurde in 1431 nachgebaut, im Renaissance-Stil. Dieses brannte allerdings in 1837 ebenfalls komplett ab. Das heutige Rathaus ist somit der 3. Bau dieser Art und wurde im Jahr 1841 erbaut. Bei unserem Besuch fand gerade einen Hochzeit statt, denn dieses Gebäude ist sehr beliebt bei Heiratswilligen.
Am Markt befindet sich auch das Theater im Gewölbe im Lucas-Cranach-Haus. Es ist das älteste Kreuzgewölbe aus der Renaissance-Zeit in Weimar.
Meiner Mama ist beim schlendern durch die Gassen noch das Ginkgo-Museum aufgefallen. Es ist ein privat geführtes Museum direkt am Markt, links vom Rathaus gelegen. Hier findet man fossile Ur-Ginkgo Blätter, Ginkgoholz und Samen. Zudem kann man Ginkgo-Pflanzen für den Privatgebrauch kaufen. Meine Oma ist so eine kleine Kräuterhexe, die uns alles mögliche zusammen braut was bei Erkältung, Gelenkschmerzen etc. hilft und sie hat meine Mama auch schon damit angesteckt. Ich dachte schon, sie kauft gleich die ganzen Pflanzen, aber Papa hat gesagt, die kriegen wir jetzt nicht mit, brauchst du nicht kaufen. Wusstet ihr, dass Ginkgo die Durchblutung fördert und auch bei Gedächtnisverlust und Ohrgeräuschen (Tinnitus) helfen kann? Ist schon ein gesundes Kraut, so lange ich es nicht fressen muss. Wobei, im Keks versteckt und nur in geringen Mengen (zu viel davon ist für uns Hunde giftig und darf nur in Maßen gegeben werden), schmeckt es vielleicht ganz gut. Schon Goethe machte den Ginkgo-Baum mit seinem Gedicht „Gingo biloba“ aus dem Jahr 1815 bekannt.
Die Stadt-Apotheke Weimar ist eine der ältesten Apotheken Deutschlands und hat seit ihrer Gründung im 16. Jahrhundert zahlreiche Veränderungen durchgemacht, wie z.B. den Umzug an ihren heutigen Standort.
Das Schiller Museum befindet sich im Neubau, direkt hinter dem Schiller-Wohnhaus. Hier werden Sonder- und Wechselausstellungen gezeigt.
Das Schiller Wohnhaus in der Schillerstr. 12, wurde im Jahr 1802 von Schiller gekauft, nach dem die Familie im Jahr 1799 aus Jena nach Weimar zog. Er bezog es gemeinsam mit seiner Familie bis er darin im Jahr 1805 verstarb. Seine Frau Charlotte wohnte weiterhin im Haus bis zu ihrem Tode im Jahr 1826. Die Kinder verkauften es daraufhin im Jahr 1827 an einen Gartenbauinspektor. In Schillers Wohnhaus kann unter anderem sein Arbeitszimmer, Charlottes Zimmer und den Wohnbereich sehen. Leider darf ich hier als Vierbeiner auch nicht rein, ebenso nicht ins Weimar-Haus.
Das Weimar-Haus (Weimar Museum) beschäftigt sich mit der Geschichte der Stadt Weimar und ist auf jeden Fall einen Besuch wert.
Das Goethe-Schiller-Denkmal befindet sich auf dem Theaterplatz vor dem Nationaltheater Weimar. Es ist ein bronzenes Doppelstandbild aus dem Jahr 1857.
Das Haus der Weimarer Republik wurde im Jahr 2019 eröffnet und thematisiert die Verabschiedung der Weimarer Reichsverfassung und die Entstehung der Demokratie in Deutschland.
Das Deutsche Nationaltheater und Staatskapelle befinden sich ebenfalls am Theaterplatz, hinter dem Goethe-Schiller-Denkmal. Es vereint den bedeutendsten Bühnenbetrieb in Weimar mit den Sparten Theater, Schauspiel und dem Orchester Staatskapelle Weimar.
Der älteste Brunnen der Stadt, der Goethebrunnen, steht in der Brauhausgasse. Der ehemals hölzerne Brunnen wurde im Jahr 1822 durch einen Brunnen aus Gusseisen getauscht.
Das Goethes Wohnhaus, in dem er von 1782 bis zu seinem Tod im Jahr 1832 lebte, ist mittlerweile das Goethe Nationalmuseum. Hier hat man Zugang zu seinen Wohnräumen, dem Arbeitszimmer, der Bibliothek, dem Hausgarten und zur Empfangs- und Kunstsammlung.
Der Frauenplan ist ein Platz in der Altstadt von Weimar. Er ist bekannt durch Goethes Wohnhaus, welches hier zu finden ist und wegen des Goethebrunnens. Außerdem gibt es hier unzählige kleine Bars und Restaurants, die gerade im Sommer mit der Außengastronomie zum verweilen einladen und das beste daran, hier dürfen wir Vierbeiner und ebenfalls aufhalten, während Mama und Papa am schlemmen sind.
Das Wieland-Denkmal und den Brunnen findet ihr am Wielandplatz. Das Denkmal wurde 1857 für den Dichter Christoph Martin Wieland eingeweiht.
Der Park an der Ilm ist ein 48 Hektar großer Park an der Ilm und somit der größte Landschaftspark in Weimar. Er lädt zum spazieren und verweilen an, gerade mit Hunden und Kindern. Der Park entstand in der Zeit von 1778 und 1828 und ist eng mit dem Leben von Goethe verbunden, der hier auch ein Gartenhaus bessesen hat, welches wir euch später noch zeigen werden. Ich hab mich hier sehr wohl gefühlt nach der Tour durch die Innenstadt und konnte ausgiebig schnüffeln und meine Blase erleichtern. Ach war der Park toll, hier wäre ich gerne noch länger geblieben, obwohl wir hier bestimmt 2,5 Stunden umher gelaufen sind. Zuerst kamen wir vorbei am Liszt-Haus. In dem Haus wohnte Franz Liszt von 1869 bis zu seinem Tod im Jahr 1886. Der Musiksalon und das Arbeitszimmer können in noch originaler Einrichtung besichtigt werden.
Im Park an der Ilm befindet sich die Parkhöhle, ein unterirdisches Stollensystem, welches Ende des 18. Jahrhunderts entstand. Ursprünglich sollte es als Anlage einer Brauerei gebaut werden. Direkt am Eingang zur Parkhöhle stand eine tolle Bank, auf der wir erst mal eine ausgiebige Pause gemacht haben, damit ich meine Pfötchen ausruhen konnte. Dann ist Papa aber einfach in der Parkhöhle verschwunden und ich dachte nur, wo geht der schon wieder alleine hin? Zum Glück hat er mich nicht lange warten lassen, da die Parkhöhle bei unseren Besuch noch geschlossen hatte. Hunde dürfen leider auch nicht mit rein in die Parkhöhle.
Das Hafis-Goethe-Denkmal erinnert an den Deutschen Dichter Johann Wolfgang von Goethe und den persischen Dichter Hafis, aus dem 14. Jahrhundert. Es befindet sich am Beethovenplatz in der Nähe des Landesarchiv Thüringen.
Das Tempelherrenhaus wurde im Jahr 1786 im neogotischen Stil erbaut und wurde leider im zweiten Weltkrieg in 1945 durch einen Bombenanschlag zerstört. Nur der Turm blieb erhalten.
Die künstliche Ruine wurde im Jahr 1784, auf Wunsch von Goethe, erschaffen. Enthalten sind auch Bruchstücke der Wilhelmsburg, die in 1774 abgebrannt war.
Das Shakespeare-Denkmal im Park an der Ilm, ist das einzige Denkmal im europäischen Festland, welches an den Dichter und Dramatiker Shakespeare erinnert. William Shakespeare lebte von 1564-1616. Das Denkmal wurde im Jahr 1904 eingeweiht.
Die Naturbrücke wurde im Jahr 1799 erbaut und wurde seit dem unzählige Male repariert. Laut Aufzeichnungen wohl bereits 7 Mal. Es ist eine schöne Brücke mit einer natürlichen Optik.
Am Rande des Parks befindet sich Goethes Gartenhaus. Dies war sein erster eigener Wohnsitz in Weimar ab 1776. Hier wohnte und arbeitete er. Goethe half selber mit, den Garten wieder auf Vordermann zu bringen. Das es irgendwann zu klein wurde, wechselte er in 1782 in die Stadt in das Haus am Frauenplan und hier hielt er sich nur noch für Besuche auf und im Alter diente es ihm als wichtigen Rückzugsort. Hier schrieb er die Ballade „Erlkönig“ und das Gedicht „An den Mond“. Es befinden sich noch heute original Möbel im Haus, welches man besichtigen kann. Es ist ein wirklich schönes Grundstück und ich hab mich hier so wohl gefühlt, ich musste mich erst mal über die Wiese rollen.
Die Dux-Brücke verbinden den Dux-Garten (Herzog-Garten) mit dem Goethe-Garten.
Das Römische Haus war der Lieblingswohnsitz des Herzogs Carl August und wurde im Jahr 1792 bis 1997 errichtet. Das Haus wurde im klassizistischen Stil erbaut.
Das Römische Haus ist heute ein Museum, welches besichtigt werden kann. Unter anderem gibt es den blauen Saal mit einem Porträt der Herzogin Anna Amalia, den Speisesaal und den gelben Salon. Der Eintritt ist komplett kostenfrei. Es ist auf jeden Fall einen Besuch wert sagt Mama, auch wenn Hunde hier nicht mit rein dürfen.
Das Sándor-Petöfi-Denkmal im Park an der Ilm, erinnert an den ungarischen Dichter und Revolutionär. Petöfi war ein großer Verehrer von Goethe, hatte sonst aber nichts weiter mit Weimar zu tun.
Ebenfalls im Park an der Ilm, befindet sich das Liszt-Denkmal. Es erinnert an den österreichisch-ungarischen Komponisten Franz Liszt.
Nun hatten wir den Park einmal komplett erkundet und es ging weiter in Richtung Fürstengruft. Die Fürstengruft wurde bis 1828 erbaut und liegt auf dem historischen Friedhof. Hier befindet sich unter anderem das Grab von Goethe und Schiller.
Ebenfalls auf dem Gelände des historischen Friedhofs, direkt hinter der Fürstengruft, befindet sich die Russisch-Orthodoxe Kirche. Sie wurde im Jahr 1860 als Grabkapelle für die russische Großfürstin Maria Pawlowna errichtet. Es gibt eine unterirdische Wendeltreppe, die von der Kirche direkt in die Fürstengruft führt.
Der Historische Friedhof wurde im Jahr 1818 eingeweiht und gilt als Nachfolger des Jakobsfriedhofs. Hier befindet sich auch die Fürstengruft und die Russisch-Orthodoxe-Kirche. Leider durfte ich nicht mit aufs Gelände und musste mit Mama draußen warten, während Papa einfach ohne uns auf Erkundung gegangen ist. Zum Glück gab es vor dem Friedhof Bänke zu sitzen, da konnte ich in Ruhe warten und mich ausruhen.
Ebenfalls auf dem Gelände des Historischen Friedhofs gibt es die Gedächtnishalle, als Erinnerung für die im 1. Weltkrieg gefallenen Weimarer Bürger.
Die Herz-Jesu-Kirche ist eine römisch-katholische Kirche im neogotischen Stil und wurde im Jahr 1889-1891 erbaut. Seit 1982 steht die Kirche unter Denkmalschutz.
Vor dem gelben Schloss an der neuen Wache, befindet sich der Ildefonso Brunnen. Ein Brunnen aus dem 1. Jahrhundert nach Christus. Dieser hatte den gleichen Zweck wie der bereits erwähnte Herderbrunnen.
Am Platz der Demokratie steht das Bach-Denkmal, welches an den Komponisten Johann Sebastian Bach erinnern soll. Es stammt aus dem Jahr 1950 und steht nun seit 1995 auf dem Platz der Demokratie, da es bereits mehrmals umziehen musste.
Direkt vor der ehemaligen Hofapotheke, heutige Tourist Information, steht der Neptun Brunnen. Er ist der älteste Brunnen in Weimar. Früher zierten ihn andere Figuren, bis er 1774 mit der Neptun Figur ausgestattet wurde. Die Figur wurde in den folgenden Jahren durch Kopien ersetzt, aber die Originalfigur befindet sich in den Weimarer Kunstsammlungen.
Nach dem wir die Stadt gründlich erkundet haben, ging es für uns weiter zum Schloss Belvedere. Das Schloss liegt auf einer Anhöhe, südlich von Weimar gelegen, etwas 4km vom Stadtzentrum entfernt. Hier findet man das HfM Franz Liszt Gitarre-Institut (Bachhaus), das HfM Franz Liszt Studiotheater und das Schloss Belvedere. Das Schloss Belvedere wurde zwischen 1724 und 1748 im Rokokostil erbaut.
Auf dem Gelände gibt es zudem noch das Musikgymnasium Schloss Belvedere, einen Irrgarten, einen russischen Garten und die Orangerie auf dem hinteren Teil des Geländes, neben dem roten Turm. Das Schloss Belvedere war die barocke Sommerresidenz der Familie von Sachsen-Weimar und Eisenach.
Als letzten, aber wichtigen Punkt hatten wir noch die Gedenkstätte Buchenwald auf unserer Liste. Der Weg führt vorbei am Obelisk, weiter über die sogenannte Blutstraße. Die Blutstraße hat diesen Namen bekommen, da die Häftlinge aus Buchenwald diese von 1938-1939 erbaut haben. Auf dem weiteren Weg der Straße, findet man immer wieder Hinweisschilder mit Bildern, die einen den ersten Eindruck vermitteln sollen, um was es bei Buchenwald geht.
Das KZ Buchenwald war eines der größten Konzentrationslager in Deutschland und wurde zwischen 1937-1945 bei Weimar als Haftstätte für Zwangsarbeit betrieben. In dieser Zeit waren ca. 278.000 Menschen aus ca. 50 Ländern in Buchenwald inhaftiert. Die Todesopfer wurden auf 56.000 Menschen geschätzt.
Nach der Rettung der Häftlinge am 11.04.1945 durch die Hilfe der US-Armee, nutzte die sowjetische Besatzungsmacht einen Teil des Geländes als Speziallager Nr. 2. Seit 1958 gibt es auf diesem Gelände die Gedenkstätte Buchenwald. Von weitem sieht man schon das Mahnmal der Gedenkstätte Buchenwald, den Glockenturm.
So Freunde, dass war mein Ausflug nach Weimar. Ich hoffe der Einblick hat euch gefallen und ich bin gespannt, wie euch Weimar gefällt, wenn ihr es selber besucht. Weimar ist eine wirklich schöne Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten und dem großen Park, den ich ganz besonders toll fand. Ich verabschiede mich heute mit dem Bild aus Weimar, vor dem historischen Friedhof, wo ich mit Mama gewartet habe. Liebe Grüße, eure Emma.
Hallo Freunde, heute will ich von der 4. Station der Stadiontour in England berichten. Diesmal hat es die beiden nach Birmingham verschlagen. Birmingham ist die zweitgrößte Stadt Englands und hat ca. 1,16 Millionen Einwohner. Das Stadtbild ist nach wie vor von der Metallverarbeitung geprägt, es gibt aber mittlerweile auch etliche moderne Hochhäuser.
Übernachtet haben Sie im „easyHotel Birmingham“, nicht weit von der Central Station entfernt. Das Hotel hatte eine schöne Lage in einer ruhigen Seitenstraße und die Zimmer waren sehr groß, vor allem das Bad. Mama war nur zu schusselig und hat keine Fotos gemacht. Im Eingangsbereich gab es eine Kaffeemaschine und einen Snackautomaten, wo man sich Kleinigkeiten kaufen konnte. Nachdem sie ihre Koffer auf das Zimmer gebracht und sich etwas ausgeruht hatten, ging es in die Stadt.
In Birmingham gibt es viele kleine Wasserstraßen, mit Wasserbussen und vielen Gebäuden die direkt am Wasser liegen und sich Wharf nennen. So z.B. das Holliday Wharf, wo man Ferienwohnungen mieten kann oder das Regency Wharf, welches als beliebtes Fotomotiv gilt.
Mama fand die Gassen am Wasser so toll, aber ich hätte da überall nur baden gehen wollen und wäre wahrscheinlich nicht ordentlich gelaufen.
Für einen Besuch mit Kindern, gibt es in Birmingham auch ein Sealife, wo man die Tiere der Unterwasserwelt bestaunen kann. Und für Erwachsene gibt es viele Pubs, wie z.B. das Malt House.
In Birmingham gibt es die Utilita Arena, eine Multifunktionshalle für Sport- und Kulturveranstaltungen. Die Arena ist für über 30 Sportarten ausgelegt, wie z.B. Fußball, Hallenhockey, Wrestling. etc. und liegt direkt am Birmingham Canal Old Line.
Ein berühmtes Fotomotiv ist die große Legogiraffe vor dem Lego Store in Birmingham.
Nicht weit von The Wharf entfernt, befindet sich die „Exchange University of Birmingham“. Ein historisches Gebäude aus dem Jahr 1933, wo früher eine Bank beheimatet war. Heute dient das Gebäude als ein kreativer Ort und Treffpunkt.
Die „Hall of Memory“ ist ein Kriegsdenkmal am Centenary Square und wurde bis 1925 gebaut. Es soll an die 12320 Bürger erinnern, die im Ersten Weltkrieg gestorben sind.
Direkt um die Ecke von unserem Hotel, lag das Grand Central Shopping Centre (das silbern glänzende Gebäude auf dem Bild), ein Einkaufzentrum über dem Bahnhof. Es wurde 1971 eröffnet und gilt als das größte Einkaufszentrum in einer Innenstadt. Es gibt unzählige Geschäfte, Bars, Restaurants und Cafés darin.
Mama und Martin hatten sich in Birmingham eine Salami-Pizza gegönnt. Ihr hättet mal Martins dummes Gesicht sehen sollen, als er den Karton geöffnet und die Pizza gesehen hat. Mama musste bei seinem Anblick wirklich Tränen lachen. Bei uns liegen Salamischeiben auf der Pizza, aber in Birmingham sehen die echt aus wie Speckstreifen und das fand Martin nicht so toll. Geschmeckt hat sie wohl trotzdem ganz gut.
Nach der Stärkung ging es für die beiden noch einmal in die Stadt, diesmal in die andere Richtung. Auf dem Weg haben Sie einen riesigen Indoor Market gefunden, den Bull Ring Indoor Market. Dort gibt es frischen Fisch, Fleisch und exotische Produkte, aber auch viele Geschenke. Allerdings hat es darin so stark gestunken, dass beiden richtig schlecht wurden und sofort wieder rausgegangen sind. Direkt daneben befindet sich ein weiterer Indoor Markt. Der St. Martins Rag Market, ein berühmter Lumpenmarkt. Dort gibt es eher Kleidung und Schuhe und man konnte sich dort ein wenig umschauen.
Danach ging es weiter zur St. Martins Church, einer viktorianischen Kirche aus dem 13. Jahrhundert. Sie steht zwischen dem Bull Ring Einkaufszentrum und den Märkten. Die heutige Kirche wurde in 1873 wieder komplett neu aufgebaut, nach dem die alte damals abgerissen wurde.
Direkt neben der Kirche liegt das Bull Ring Einkaufszentrum. Der Bull Ring ist ein wichtiges Wahrzeichen von Birmingham. Im Mittelalter wurde hier zum ersten Mal ein Markt abgehalten. Der Bull Ring ist über eine Fußgängerbrücke mit dem Grand Central verbunden. Das Kaufhaus ist mit 15.000 glänzenden Aluminiumscheiben verkleidet und hat eine Größe von 25.000 Quadratmetern.
Weiter ging es durch die belebte Fußgängerzone, vorbei an zahlreichen Geschäften, Restaurants und Bars.
Die Birmingham Cathedral ist eine Kathedrale der Church of England und der Bischofssitz. Sie wurde im Jahr 1710 erbaut und im Jahr 1905 erhielt sie den Status einer Kathedrale. Sie wurde im Barock-Stil erbaut.
Das Chamberlain Memorial ist ein Denkmal am Chamberlain Square und wurde 1880 errichtet. Es soll an Joseph Chamberlain (1836 – 1914) erinnern, einem Geschäftsmann und Bürgermeister.
Die Statue von Queen Victoria steht auf dem Victory Square, zwischen Birmingham Town Hall und Gambling Commission.
Nachdem sich die beiden die Stadt angeschaut hatten, ging es zum Villa Park Stadium. Das Stadion wurde leider modernisiert und war für mehrere Monate geschlossen und man konnte auch bis zur Abreise keine Stadiontouren buchen. Die beiden sind trotzdem hingefahren und haben gehofft, dass man wieder rein kann. Leider war das nicht der Fall und sie konnten es sich nur von Außen anschauen und sind einmal um das Stadion herum gelaufen. Man konnte trotzdem einen kleinen Blick auf die Ränge erhaschen. Mittlerweile sind wohl wieder Stadiontouren möglich, auch wenn die Bauarbeiten weiterhin andauern.
Das Villa Park Stadium ist die Heimspielstätte von Aston Villa und bietet Platz für ca. 52.190 Fußballfans, wenn der Umbau in 2027 beendet wird. Das Stadion war vom Hotel ein Stück entfernt, da es etwas außerhalb der Stadt liegt, beim Stadtteil Witton. Die beiden sind mit der West Midlands Railway gefahren. Die Fahrt hat ca. 20 Minuten gedauert und hinzu kamen ca. 7 Minuten Fußweg.
Die Stadiontour kostet für Erwachsene ca. 23 Pfund an Wochentagen und am Wochenende 26 Pfund. Der Villa Park wurde in 1897 eröffnet und hatte damals neben dem Fußballfeld noch eine Radrenn- und Aschenbahn. Diese wurden aber für die erste Erweiterung in 1922 entfernt. Auch wenn es keine Stadiontour gab, hat sich der Weg für Martin trotzdem gelohnt. Der Villa Store hatte offen und er hat doch tatsächlich schon wieder ein Trikot abgestaubt und ich bin wieder leer ausgegangen, weil ich zu Hause auf die beiden warten musste. Da sind aber ganz viele Mitbringsel nötig, um mich wieder freundlich zu stimmen oder was meint ihr?
Das war die 4. Station der Stadiontour in Birmingham und Mama sagt, dass war nicht ganz so ihre Stadt und sie ist froh, dass es weiter ging zum nächsten Ort. Na ja, es kann einem halt nicht jede Stadt gefallen, auch wenn es viele Sehenswürdigkeiten gab. Nun ging es weiter zur 5. und letzten Station der Stadiontour, nach London. Gefahren sind die beiden wieder mit National Express. Seid gespannt auf London und was ich euch beim nächsten Mal zu berichten habe. Liebe Grüße, eure Emma
Hallo Freunde, heute möchte ich euch von meinem Ausflug nach Gera berichten. Gera ist eine Hochschulstadt in Thüringen. Gera hat eine Einwohnerzahl von ca. 96.000 und ist damit die drittgrößte Stadt in Thüringen. Gera war früher bekannt für die Stoff- und Tuchindustrie. Noch heute stehen bedeutende Stadtvillen in der ganzen Stadt verteilt.
Unsere Tour startete vom Tierpark Gera aus, da wir dort eigentlich zuerst rein wollten. Hunde sind dort an kurzer Leine nämlich sehr gerne gesehen. Aber als wir dort angekommen sind, waren gerade mehrere Reisebusse mit unzähligen Schülern vorgefahren. Die Kinder waren alle total aufgeregt, weil sie sich auf den Tierpark gefreut hatten und es war einfach alles unglaublich voll. Also haben Mama und Papa entschieden, dass ist zu viel für mich und ich kann dann eh nichts von den Tieren sehen. Also sind wir erstmal in Richtung Innenstadt gelaufen. Den Tierpark und auch den kostenlosen Parkplatz, verlinkt euch Mama aber trotzdem im Beitrag zu den Links von Gera.
Auf dem Weg durch die Stadt haben wir eine Straßenbahn gesehen, denn die fahren auch noch durch Gera. Die Straßenbahn in Gera ist eine der ältesten Straßenbahnen Deutschlands.
Die St. Trinitatiskirche ist eine schöne Kirche aus 1611. Sie wurde damals außerhalb der Stadtmauern errichtet und anstatt nach Osten, ist sie in nord-südlicher Richtung ausgerichtet. Ursprünglich als Renaissancekirche errichtet, hat sie bei Restaurierungs-Arbeiten in 1868 neogotische Elemente erhalten.
Weiter ging es durch die Gera Arcaden, einem großen Einkaufszentrum mit ca. 90 Geschäften. Es gibt unzählige Restaurants, Cafés und Blumen, Deko, Kleidung uvm. zu kaufen. Hunde dürfen hier auch durchlaufen, aber bei den einzelnen Geschäften sollte man darauf achten, ob wir dort auch mit rein dürfen.
Wenn ihr den Ausgang Breitscheidstraße nehmt, gelangt ihr direkt zum Gerarer „Löwen mit Goldenen Spatz“. Dieser war ein Geschenk vom Lions Club, anlässlich der Bundesgartenschau in 2007. Direkt dahinter befindet sich das Stadtmuseum Gera. Wie der Name schon sagt, beschäftigt es sich mit der Geschichte der Stadt Gera. Wie in vielen Museen, haben Hunde hier leider keinen Eintritt. Es gibt neben den Dauerausstellungen auch immer wieder wechselnde Themenausstellungen. Früher war in dem Gebäude des Stadtmuseums das ehemalige Zucht- und Waisenhaus beheimatet.
Weiter ging es durch die Innenstadt, wo man immer wieder wunderschöne Schaubilder oder Karten der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt sehen kann.
Das Rutheneum ist das älteste Gymnasium in Gera, aus dem Jahr 1608. Es ist ein historisches Gebäude, welches ursprünglich als Reußisches Regierungsgebäude genutzt wurde.
Die Stadtapotheke liegt in der historischen Altstadt von Gera, am Rande des Marktplatzes. Es wurde im Jahr 1606 fertiggestellt, aber die Apotheke zog erst in 1847 in das Gebäude ein. Das Gebäude hat einen wunderschönen Erker, der viele Besucher anlockt und im Renaissancestil erbaut wurde. Ein paar Häuser neben der Stadtapotheke, befindet sich das Standesamt, wo jährlich ca. 350 Trauungen vollzogen werden.
Der Marktplatz von Gera ist ein zentraler Platz mit vielen Restaurants, Cafés und einigen Sehenswürdigkeiten. Hier findet auch an 3 Tagen (Dienstag, Donnerstag und Freitag) der Wochenmarkt statt, bei dem man allerhand regionales kaufen kann. Zudem wird hier jährlich das Volleyballturnier „Gera Beach“ ausgerichtet. Direkt am Marktplatz befindet sich der Simsonbrunnen, ein Sandsteinbrunnen, welcher 1685 durch den Bildhauer Caspar Junghans geschaffen wurde.
Das Rathaus in Gera, welches als Sitz der Stadtverwaltung dient, besteht aus mehreren zusammenhängenden Gebäuden zwischen Markt und Kornmarkt. Das Rathaus wurde im Jahr 1575 fertig gebaut und ist im Renaissancestil gehalten. Es soll dem Rathaus von Altenburg gleichen. Das Rathaus hat einen 57 Meter hohen Rathausturm, welcher bis 1939 sogar bewohnt wurde. Derzeit befindet sich darin eine Dauerausstellung in der Türmerwohnung. Man kann den Rathausturm über 161 Stufen erklimmen und die tolle Aussicht genießen.
Weiter ging es durch die Altstadt, zu unserem nächsten Ziel, der St. Salvator Kirche.
Die St. Salvatorkirche ist eine evangelisch-lutherische Kirche, welche auf dem Nicolaiberg steht. Die Kirche selber wurde im Jahr 1720 fertig gestellt, aber der Turm folgte erst im Jahr 1778, nachdem man durch eine Turmbaulotterie an die Mittel gekommen war. In 1780 brannte die Kirche leider bei einem Stadtbrand am, wurde aber bis zum Jahr 1783 wieder aufgebaut. Die Freitreppe vor der Kirche, wurde erst im Jahr 1898 gebaut. Als wir dort waren, konnten wir leider nicht in die Kirche rein, da Bauarbeiten stattgefunden haben.
Direkt neben St. Salvator befindet sich das Museum für Naturkunde und der Museumshöhler Gera. Das Museum befindet sich im Schreiberschen Haus. Im Museum kann man verschiedene Dauerausstellungen besichtigen, wie z.B. über die Minerale Thüringens oder auch verschiedene Sonderausstellungen. Wenn man um das Museum herum läuft, gelangt man zum Museumshöhler. Dort werden verschiedene Mineralien ausgestellt, die man bestaunen kann.
Nicht weit vom Museum entfernt, findet ihr den Botanischen Garten Gera. Es ist der letzte, noch erhaltene Gartenanlage vor den Stadtmauern. Bis 1900 gestalteten Lehrer, Botaniker und Gärtner den Garten im englischen Landschaftsstil, um diesen für Lehrzwecke zu nutzen.
Man findet dort unzählige Pflanzen, einen Teich mit Fischen, weitere kleine Aquarien und eine Geologische Lehrwand. Überall sind Bänke zum verweilen verteilt, die wir für eine ausgiebige Pause genutzt haben. Ich habe auch endlich eine Stärkung und Schlappi bekommen, damit ich danach weiter laufen konnte.
Gleich neben dem botanischen Garten, befindet sich die St. Elisabethkirche, eine römisch-katholische Kirche aus dem Jahr 1745. Damals war sie als evangelische Schlosskirche in Betrieb und gehört erst seit 1976 zur katholischen Gemeinde.
Gleich um die Ecke, befindet sich das Museum für angewandte Kunst im „Ferberschen Haus“. Im Museum gibt es ca. 100.000 Exponate zu Themen der Angewandten Kunst zu bestaunen.
Weiter ging es in Richtung Geraer Stadtmauer, welche im 15. Jahrhundert erbaut wurde. Sie diente damals zur Verteidigung der Stadt und führte um das gesamte Stadtgebiet herum. Es gab 5 Stadttore, durch die man ins innere gelangen konnte. Mittlerweile gibt es nur noch diesen Rest der Stadtmauer mitsamt Wehrturm, da die anderen Mauern und Tore im 19. Jahrhundert beseitigt wurden.
Weiter ging es durch die Gasen der Innenstadt mit seinen vielen Geschäften und Restaurants, vorbei an der historischen Backstube am Schloßtor und Eisdielen.
Die St. Johanniskirche ist eine Kirche aus dem Jahr 1885 im neogotischen Stil. Sie ist eine evangelisch-lutherische Kirch und gilt als größte Kirche der Stadt. Sie hat einen hohen Kirchturm von ca. 70 Metern.
Als nächstes kamen wir zum Theater Altenburg Gera, einem sogenannten Fünfspartentheater. Das Gebäude wurde bis 1871 erbaut und bekam im Jahr 1905 noch einen markanten Vorbau.
Direkt neben dem Theater Altenburg liegt der Küchengarten, ein Park aus dem 17. Jahrhundert und daneben die Orangerie.
Leider dürfen Hunde in den kompletten Park nicht mit rein. Ich hab natürlich ganz brav mit Papa vor dem Tor gewartet, damit Mama wenigstens schnell ein paar Bilder machen konnte. Die Leute im Park haben gleich blöd geguckt, ob ich auch ja draußen bleibe und Mama war schon auf Krawall gebürstet und hatte gehofft das jemand was sagt. Aber das haben die sich bei ihrem Blick wohl nicht getraut. Also manche Städte sind für uns Hunde wirklich nicht schön. Wo ist denn das Problem, wenn wir durch den Park laufen. Falls uns dabei ein Geschäft passiert, können es unsere Eltern doch einfach weg machen. Wir haben dann noch einen anderen Platz für mich zum ausruhen gefunden, in der Küchengartenallee, der war eh viel besser.
Weiter ging es zur Untermhäuser Brücke, die über die „Weiße Elster“ rüber führt. Von dort hat man einen guten Blick auf Schloss Osterstein. Die Untermhäuser Brücke ist eine historische Fußgängerbrücke aus dem Jahr 1863.
Bevor es weiter ging, durfte ich mich noch ein bisschen abkühlen bei den Temperaturen, denn ich habe einen coolen Badespot in der weißen Elster gefunden. Oh man tat das gut bei der Hitze und nach dem vielen laufen.
Weiter ging es zur St. Marienkirche, einer spätgotischen Kirche im Stadtteil Untermhaus. Die Kirche wurde um 1440 erbaut und verfügt über einen spätgotischen Altar. Dieser wurde bereits 1193 erbaut und zählt somit zu den ältesten Kirchenbauten der Region. Die Türme der Kirche sind im neogotischen Stil gehalten.
Direkt neben der St. Marienkirche, befindet sich das Otto-Dix-Haus Gera. Es ist das Geburtshaus des Malers Otto Dix. Hier gibt es eine Dauerausstellung mit Zeichnungen, Ölgemälden, Mobiliar aus dem Jahr 1900. Auch hier dürfen Hunde leider nicht mit rein.
Nun ging es weiter den Berg hoch, zum Schloss Osterstein. Von dort hat man eine tolle Aussicht über die Stadt Gera. Auf dem ersten Bild seht ihr im Hintergrund die Wolfsbrücke, die zum Schloss führt.
Das Schloss Osterstein ist die ehemalige Stadtresidenz der Fürsten von Reuß. Leider wurde es beim Luftangriff in 1945 komplett zerstört und es gibt nur noch den ehemaligen Bergfried aus dem 12. Jahrhundert und den Schlossgarten.
Wir haben uns dann über den Waldweg entlang auf gemacht in Richtung Auto. Der Fußweg sollte noch 30 Minuten dauern und im Wald war es schön kühl für mich und meine Pfötchen. Der Weg führte unter anderem über die Waldhausbrücke, vorbei am K. Th. Liebe Denkmal. Karl Theodor Liebe, war ein Geologe und Ornithologe aus dem Jahr 1828.
Kurz vor dem Parkplatz kamen wir noch am Dahliengarten vorbei. Leider dürfen auch hier wieder keine Hunde rein, also haben wir Mama wieder allein rein geschickt. Der Dahliengarten wurde im Jahr 1927 ins Leben gerufen und seither immer wieder umgebaut oder erweitert. Hier gibt es jede Menge wunderschöne Dahlien zu bestaunen.
Da der Tierpark leider noch immer so voll war, haben wir uns dafür entschieden nach Hause zu fahren. Es war auch echt ein langer, aber schöner Tag für mich und meine Pfötchen und ich war froh mich im Auto ausruhen zu können. Ich muss ja immerhin fit sein, für meine nächsten Abenteuer. Ich hoffe euch hat der Einblick in die Stadt Gera gefallen? Bis bald, eure Emma
Hallo Freunde, heute will ich euch von der 3. Station der Stadiontour berichten. Mama und Martin sind nun in Liverpool angekommen und konnten ihre Koffer im Hotel abgeben. Die Fahrt mit National Express war wieder super gewesen und hat 1:40 Stunden gedauert. Übernachtet haben Sie im „easyhotel“ Liverpool. Ein kleines Hotel, mitten in der Stadt, nicht weit vom Hafen entfernt.
Die gebuchte Stadiontour sollte zeitig nach der Ankunft starten, daher mussten sie mit dem Bus zum Anfield Stadion fahren. Aber die beiden hatten Pech, denn der geplante Bus kam einfach nicht, aber der Weg ins Stadion war zu weit, um ihn zu Fuß zu laufen. Sie hätten es dann nicht mehr pünktlich geschafft. Durch die Nachfrage bei anderen Fahrgästen und bei den Busfahrern, haben sie doch noch den richtigen Bus gefunden und haben es pünktlich zum Anfield Stadium geschafft. Aber die Laune war wegen dem Stress natürlich erst mal im Keller und die beiden ziemlich genervt. Gut das ich den Stress nicht erlebt und zu Hause bei Papa geschlafen und gekuschelt habe.
Die Tour im Anfield Stadion war eine selbst geführte Audiotour mit Kopfhörern, wo man sich an den einzelnen Stationen Videos abspielen konnte, wo etwas zur Geschichte des Stadions und zu kommenden Ereignissen erzählt wurde. So kannte man zum Teil im eigenen Tempo durch das Stadion laufen, was beiden gut gefallen hat. Vom Stadion aus hatte man eine tolle Sicht auf Liverpool. Das Anfield Stadion ist die Heimspielstätte des FC Liverpool.
Stellt euch mal vor was mein Bruder wieder gemacht hat. Da geht er doch zur Stadiontour mit einem Trikot von Manchester United, man wie peinlich. Ein Mitarbeiter hat die beiden angesprochen und meinte: „Na du traust dich aber was und kommst mim falschen Trikot hier rein? Wir sollten dich rauswerfen!“ Das hat er natürlich spaßig gemeint und mim lachen im Gesicht gesagt und klopfte Martin auf die Schulter. Alle Mitarbeiter waren hier wirklich sehr freundlich und lustig. Mama meinte dann: „Na genau deswegen sind wir ja hier, um später im Shop endlich das einzig wahre und richtige Trikot zu kaufen.“ Alle Leute lachten und meinten dann, dass sei natürlich ein Argument und wünschten den beiden noch viel Spaß bei der Tour. Puh, Mama hat die Situation wieder gerettet.
Das Anfield Stadion wurde in 1884 erbaut und hat seit dem Umbau von 2021-2024 ein Fassungsvermögen von 61.276 Personen/Sitzplätzen. Das Stadion liegt an der Anfield Road im Stadtteil Merseyside von Liverpool.
Nach der Eröffnung in 1884 trainierte hier der Lokalrivale FC Everton, zogen aber in 1892 in den Stadtteil Walton, in den neu errichteten Goodison Park, welches ab da ihre neue Heimspielstätte war. Vom Anfield Stadion hat man einen guten Blick auf den Goodison Park. In 1892 wurde der Liverpool FC neu gegründet und übernahm das Anfield Stadion als Heimspielstätte.
Die Stadiontour kann man über die Homepage des FC Liverpool buchen und sie hat 16 Pfund für Erwachsene gekostet. Die Audiotour ist in 13 Sprachen verfügbar, darunter auch in Deutsch. Während der Tour bekommt man einen Blick zu verschiedenen Bereichen, wie den Pressekonferenzraum, den Spielertunnel und zu den Umkleideräumen.
Man konnte auch zum Spielfeldrand und das Stadion von unten aus bestaunen und sich auf die Trainerbänke setzen.
Im Anfield Stadion gab es auch ein Museum, dass LFC-Museum, wo man Einblicke in die Vereinsgeschichte bekommt. Ausgestellt sind unter anderem alte Trikots und Trophäen
Natürlich wird sich auch bei Jürgen Klopp bedankt, einem deutschen Trainer, der von 2015 bis 2024 den FC Liverpool trainiert und in der Zeit acht Titel mit seiner Mannschaft gewonnen hat. Sie haben ihm ein tolles Dankesvideo gewidmet, welches auf der Audiotour abgespielt werden kann. Jürgen Klopp war selber von 1983 bis 2001 als Fußballspieler unterwegs. Unter anderem beim BVB.
Natürlich gab es auch hier einen eigenen Shop, wo Martin wieder einkaufen war und dann hat er auch noch ein leckeres Eis bekommen. Ich bin schon wieder leer ausgegangen, ist das nicht traurig?
Die Stadiontour war wirklich toll, man konnte viel sehen, es hat Spaß gemacht und das Anfield Stadion ist ein tolles Stadion mit einer langen Geschichte. Ihr solltet es euch unbedingt auch mal bei einer Stadiontour anschauen.
Nach der Stadiontour ging es mit dem Bus zurück ins Hotel, was diesmal auch reibungslos geklappt hat. Dort konnten Sie sich ein wenig ausruhen und was essen. Vom Hotel aus hatte man einen tollen Blick auf den „Queen Elizabeth Law Court“ und das „Queen Victoria Monument“.
Nachdem die beiden sich kurz ausgeruht hatten, ging es in die Stadt um sich ein paar Sehenswürdigkeiten anzuschauen und davon gibt es in Liverpool doch so einige. Daher hat sich Mama auch etwas geärgert, dass es nicht so viel Zeit für Sightseeing in Liverpool gab und will unbedingt noch einmal hier her. Das nächste Mal bin ich dann auch dabei oder was meint ihr? Als erstes ging es in Richtung Hafen durch die Innenstadt.
Liverpool ist eine Stadt im Nordwesten Englands und hat ca. 500.000 Einwohner. Liverpool gilt als stark irisch geprägt und liegt an der Mündung des Flusses Mersey in die Irische See. Es gibt hier den zweitgrößten Exporthafen in England. Zuerst ging es vorbei am „Royal Liver Building“, einem Wahrzeichen von Liverpool. Es wurde erbaut als Hauptsitz einer Versicherung. Das Gebäude ist 90 Meter hoch und wurde im Jahr 1911 fertig gestellt. Das Royal Liver Building hat einen wunderschönen Uhrenturm.
Weiter ging es zum George’s Dock Building (Queensway Tunnel Ventilation Tower), einem denkmalgeschütztem Geäbude an der Uferpromenade von Liverpool. Es wurde um 1930 im Art-déco-Stil erbaut und dient als Büroräume für verschiedene Firmen. Es beherbergt auch die Belüftungsanlage für den Queensway Tunnel. Der Queensway Tunnel ist 3,4 Kilometer lang und verläuft unter dem Fluss Mersey.
Weiter ging es in Richtung Hafen, wo man zu den Mersey Ferries gelangt. Von hier startet die berühmte Mersey-Fähre und fährt entlang an den Uferpromenaden von Liverpool. Direkt davor steht auch die Beatles Statue in Lebensgröße, die als beliebtes Fotomotiv dient.
Direkt neben den Mersey Ferries, befindet sich das Museum of Liverpool. Es ist ein beeindruckendes Gebäude aus dem Jahr 2011. Dort erfährt man einiges zur Geschichte von Liverpool. Vom Vorplatz des Museums hat man auch einen wunderschönen Blick auf den Fluss Mersey.
Weiter ging es zu Great Western Railway Liverpool Docks (auch genannt: Great Western Railway Warehouse), einem historischen Gebäude in Liverpool, in der Nähe des Albert Docks. Das Gebäude ist über 250 Jahre alt und wurde als Lagerhaus benutzt. Mittlerweile dient es als Freilichtmuseum und gehört zu dem UNESCO Weltkulturerbe. Hinter dem Great Western Railway Warehouse seht ihr das Tate Liverpool, einer modernen Kunstgalerie.
In der Nähe der Docks findet ihr das „Liverpool Working Horse Monument – Waiting“, welches von der Künstlerin Judy Boyt angefertigt wurde. Es soll an die tatkräftige Unterstützung und schwere Arbeit erinnern, die Pferde viele Jahre lang an den Docks geleistet haben. Von hier aus hat man einen Blick auf das Merseyside Schifffahrtmuseum, wo man unter anderem Exponate der Titanic bestaunen kann.
Weiter ging es zu den Royal Albert Docks Liverpool aus 1846, einem ehemaligen Industriezentrum, wo sich heute unter anderem auch das „The Beatles Story“ befindet. Einem Museum über die Geschichte der Beatles mit einem Fab4-Store und eine Fab4-Café. Neben dem Beatles Museum gibt es hier eine große Auswahl an Restaurants, Shops und Cafés. Die Royal Albert Docks gelten als das erste, nicht brennbare Lagerhaussystem der Welt.
In den Royal Albert Docks gibt es die „Quay Confectionery“, die es dort seit 1988 gibt. Sie haben eine tolle Auswahl an Süßigkeiten und süßen Geschenken. Besonders beeindruckend ist das Beatles-Wandgemälde im Schaufenster, welches aus hunderten von Jelly Beans handgefertigt wurde.
Von den Docks aus, hat man auch einen tollen Blick auf die Stadt Liverpool mit seinen vielen, schönen Gebäuden.
Nachdem man einmal durch die Royal Albert Docks gelangt ist, trifft man beim Ausgang auf „The Pump House“. Das Pumpenhaus wurde 1874 als erstes dampfhydraulisches System erbaut, welches die historischen Docks versorgen solle und der Turm steht unter Denkmalschutz. Seit 1984 dient es als Pub/Restaurant und bietet eine große Auswahl an Speisen und Bieren an.
In England gibt es viele „Upside Down Häuser“, so auch in Liverpool. Man kann die Häuser von innen besichtigen und lustige Fotos machen.
Weiter ging es durch die Fußgängerzone in Liverpool, vorbei an ein paar von Martins Lieblingsgeschäften und dem Liverpool ONE, einem großen Einkaufzentrum. Den restlichen Abend haben die beiden im Hotel ausklingen lassen, denn am nächsten morgen sollte es bereits weiter gehen, zur nächsten Station der Reise.
Mama meint, Liverpool ist eine schöne Stadt, die man unbedingt besichtigen sollte. Um sich alles in Ruhe anschauen zu können, sollte man schon 2-3 Tage einplanen. Ich hoffe euch hat die Stadiontour in Liverpool gefallen? Wenn ja, seid gespannt auf die 4. Station der Stadiontour, von der ich euch schon bald berichten werde. Liebe Grüße, eure Emma.
Hallo Freunde, diesmal möchte ich euch von Mama’s und Martin’s 2. Station in Manchester berichten. Die beiden wurden mit heftigem Regen begrüßt, als sie aus dem Bus ausgestiegen sind und durften ins Hotel rennen, wo sie klitschnass angekommen sind. Tja, so ist das wenn man nach England fliegt und keinen Regenschirm im Gepäck hat. Übernachtet haben sie im Hotel „The Townhouse Manchester“, ein schönes Hotel mitten im Stadtzentrum, mit geräumigen Zimmern und einem großen Bad. Also ich hätte da ja auf jeden Fall noch Platz gehabt für mein Hundekörbchen, aber ich musste ja zu Hause bleiben.
Nachdem sich der Regen gelegt hat, sind die beiden auf Stadttour gegangen und haben ein wenig die Gegend erkundet. Vorbei ging es an einem der Lieblingsläden von meinem Bruder, dem Classic Football Shirts, wo natürlich auch gleich ein neues Trikot gekauft wurde. Weiter ging es durch die Innenstadt, bis zum Arndale Shoppingcenter. Einem großen Einkaufszentrum mit unzähligen Läden.
In Manchester gibt es beeindruckende, riesige Gebäude, die zum Teil schon sehr alt sind, wie das Kimpton Clocktower Hotel. Es ist ein Luxushotel in einem historischen, viktorianischen Gebäude.
Auch in Manchester gibt es ein Chinatown und zwar das zweitgrößte in England. Der Torbogen wurde 1987 in der Faulkner Street fertiggestellt und markiert den Anfang von Chinatown. Die ersten Siedler kamen 1920 nach Manchester und im Jahr 1950 kam eine weitere Einwanderungswelle. Es gibt in Chinatown viele Restaurants, Geschäfte, Supermärkte und Bäckereien. Seht ihr, in Manchester gibt es auch Hunde. Na hier wäre ich auch gerne Gassi gegangen.
Ein weiteres beeindruckendes Gebäude ist das „Royal Exchange“, ein denkmalgeschütztes Gebäude aus dem Jahr 1921. Der Baubeginn war 1867 und somit dauerte der Bau ganze 54 Jahre. Früher wurde hier mit gesponnenem Garn und Fertigware aus Wolle gehandelt und es gab in dem Gebäude auch eine Börse und eine Bibliothek. Im zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude bei dem deutschen Luftangriff in 1940 schwer beschädigt und später wieder aufgebaut. Es wurde im klassizistischen Stil entworfen. Seit 1973 befindet sich das Royal Exchange Theatre darin.
Das Corn Exchange ist eine ehemalige Getreidebörse aus dem Jahr 1899 im barocken Stil. Nach einem Bombenanschlag im Jahr 1996 wurde es restauriert und wurde bis 2014 ein Einkaufszentrum. Mittlerweile gibt es hier mehrere Gastronomiebereiche und kleinere Einkaufsläden.
Als Fußballfan ist ein Besuch im „National Football Museum“ natürlich auch Pflicht. Das Museum hatte früher seinen Sitz in Deepdale, zog aber 2012 nach Manchester um. Das Museum befindet sich im Urbis-Gebäude und hat 4 Stockwerke.
Zu sehen gibt es neben etlichen Trophäen eine Hall of Fame und wechselnde Ausstellungen. Für Kinder gibt es verschiedene Mitmachstationen und einen kleinen Shop mit Autogrammen. Für mich hätte Mama dort bestimmt einen Fußball kaufen können. Na, meint ihr sie bringt mir einen mit?
Nach der Tour gab es eine Stärkung für die beiden im Döner-Shack, mit Chili-Pommes, bevor es mit der Bahn weiter in Richtung Etihad Stadium ging. Die Inhaber wurden durch eine Berlinreise zu dem Döner inspiriert und somit schmeckt er quasi wie zu Hause in Deutschland. Tzz und ich musste zu Hause die Dose essen, die mir Papa hingestellt hat. Gut, er richtet mein Essen immer mit viel Liebe an, da versteckt sich meistens was feines drin und ich bekomme oft leckeres gekochtes.
Das „Etihad Stadium“, welches ursprünglich und auch bei UEFA-Wettbewerben „City of Manchester Stadium“ hieß, ist die Heimspielstätte von Manchester City. Es wurde in 2002 eröffnet und hat eine Kapazität von 61968 Plätzen, nach der letzten Erweiterung in 2025.
Die Manchester City Stadiontour kostet für Erwachsene ca. 26 Euro und für Kinder 16 Euro. Die Tour hat ca. 75 Minuten gedauert und es gab viele Einblicke in verschiedene Bereiche. Unter anderem sieht man die Umkleidekabinen, den Spielertunnel, den Spielfeldrand inklusive Sitzplätze der Spieler während des Spiels und die Tribünen.
Bei der Tour erfährt man viel über die Geschichte des Stadions, über die Spieler und auch was in Zukunft geplant ist. Es gibt auch die Möglichkeit, selber Fragen zu stellen. Die Tour ist wirklich sehr zu empfehlen.
Nach der Etihad Stadium Tour ging es weiter in Richtung „Museum of Transport“, im Stadtteil Cheetham Hill von Manchester.
Das Museum wurde 1977 eröffnet und befindet sich in einem ehemaligen Busdepot. Ziel des Museum ist es, dass öffentliche Verkehrserbe von Greater Manchester zu bewahren.
Im Museum gibt es eine große Sammlung von ca. 80 Bussen, darunter auch zwei Oberleitungsbussen. Zudem gibt es eine Sammlung von Uniformen, Transportschildern, Fahrkartenausrüstung, Gegenstände aus dem Harry Potter und der Gefangene von Askaban Film uvm.
Ein Highligt im Museum of Transport ist auf jeden Fall der Prototyp der Manchester Metrolink Straßenbahn, in die man rein gehen darf. Ein Besuch in dem Museum ist wirklich sehr empfehlenswert.
Im gleichen Stadtteil wie das Museum of Transport, befindet sich auch das Manchester Fort, ein Einkaufscenter mit unzähligen Geschäften, wie z.B. Nike, JD Sports, Boots, TK Maxx uvm.
Weiter ging es ins Old Trafford, der Heimspielstätte von Manchester United. Das Stadion liegt in Trafford, ca. 4 km vom Stadtzentrum Manchester entfernt. Man kommt ganz bequem mit der U-Bahn hier her. Das Old Trafford hat ein relativ großes Museum, welches man sich vor seiner Tour anschauen kann. Es gibt viele Trikots und Trophäen zu sehen.
Bei der ca. 70 minütigen Tour, die für Erwachsene ca. 28 Pfund kostet, bekommt man einiges zu sehen. Es geht in die Umkleidekabinen, durch den Spielertunnel, zu den Sitzplätzen während des Spiels, zum Presseraum,auf die Tribünen und auf den Rasen im Stadion. Der Preis für das Museum ist bereits im Ticketpreis enthalten.
Das Old Trafford hat eine Kapatzität von 74244 Zuschauern und ist nach dem Wembley-Stadion das zweitgrößte Fußballstadion in England. Das Stadion wurde 1910 eröffnet. Wegen des zweiten Weltkrieges und den Beschädigungen, konnte es von 1941-1949 nicht genutzt werden. Während der Wiederaufbaus, musste das Stadion an der Maine Road genutzt werden.
Mein Bruder ist ein großer Christiano Ronaldo Fan und daher wollte er unbedingt auf dem Platz sitzen, wo auch Ronaldo immer saß, als er noch bei Manchester United gespielt hat. Meine Mama hat den Tourguide gefragt und zum Glück kannte er alle Plätze von Ronaldo, auf denen er in seiner Karriere dort gesessen hat. Also wurden auch alle ausgetestet.
Bevor es mit dem Bus zur nächsten Station auf ihrer Stadiontour nach Liverpool ging, wurde im Shop von Manchester United natürlich noch eingekauft. Es musste ja ein weiteres Trikot für die Sammlung her. Oh man, ich sag es euch, der gibt Mama’s ganzes Geld für Trikots aus und für mich fällt bestimmt nicht mal ein Leckerli ab. Auf ein Spielzeug brauche ich da wahrscheinlich auch nicht mehr zu hoffen. Seid gespannt auf die nächste Station, ich werde euch davon berichten. Liebe Grüße, eure Emma
P.s.: Macht euch um mich keine Sorgen, Papa passt gut auf mich auf, ich bekomme viele Streicheleinheiten, Leckerlies, es wird gespielt und ordentlich gekuschelt.
Hallo Freunde, die erste Station für Mama und Martin war in Newcastle upon Tyne. Newcastle upon Tyne ist die nördlichste Großstadt Englands und ist eigentlich nur als Newcastle bekannt. Papa hat die 2 zum Flughafen gebracht und sie sind von Frankfurt/Main aus nach Newcastle gestartet. Mama hat erzählt, der Flug war gut, aber sie hat mich da schon sofort vermisst. Also ich hab ja die Zeit mit Papa genossen, aber die beiden habe ich trotzdem vermisst, zumindest manchmal. Vom Flugzeug aus, hatte man schon einen guten Blick auf Newcastle upon Tyne.
Für die beiden ging es erst mit der Nexus Metro vom Flughafen zur Central Station. Die Fahrt hat ca. 30 Minuten gedauert und dann ging es zu Fuß weiter, erst mal ins Hotel um die Koffer los zu werden, um danach die Stadt erkunden zu können. Übernachtet haben Sie im Sleeperz Hotel. Das Hotel lag in einer ruhigen Seitenstraße mit Blick auf das Newcastle Castle. Die Zimmer waren schön groß und auch sauber. Mama hat erzählt, dass sie in der ersten Nacht durch die Polizei und die Lautstärke wach wurde, denn es gab eine große Schlägerei direkt vorm Hotel. Aber gut, sie meinte, dass kann einem überall passieren und alles war auch wieder schnell vorbei. Aber stellt euch mal vor, mein Bruder hat doch tatsächlich alles verschlafen und hat gar nichts mitbekommen. Also ich hätte ja laut gegeben und aufgepasst.
Als erstes ging es für die beiden zur St. Mary’s Cathedral, der Bischofskirche des römisch-katholischen Bistums Hexham und Newcastle. Es ist eine neugotische Hallenkirche, die bis 1844 erbaut wurde.
Die Newcastle Cathedral ist eine Kirche im gotischen Stil, welche in mehreren Bauphasen errichtet wurde. Der Bau dauerte von 1250 bis 1500.
Weiter ging es zum Newcastle Castle, einer normannischen Festung, welcher die Stadt ihren Namen verdankt. Es gibt die Möglichkeit das Castle zu erkunden und die Aussicht oben vom Dach zu genießen.
Vom Dach des Castles aus kann man direkt auf die berühmte Tyne Bridge und die Swing Bridge schauen.
In der Innenstadt von Newcastle upon Tyne gibt es viele schöne, alte Gebäude zu sehen. Mama hat sogar einen „Bier Keller“ gefunden.
Die beiden haben auch einen tollen, historischen Markt gefunden, der komplett überdacht ist. Im Inneren fühlt man sich teilweise, als wäre man in einer anderen Zeit angekommen. Der Grainger Market wurde 1835 eröffnet und hat unter anderem einen Fleischmarkt, einen Gemüsemarkt und viele weitere Stände und Cafés zum verweilen. Wegen der Lebensmittel dürfen Hunde dort leider nicht mit rein, aber es gibt dort einen tollen Hundeladen, mit ganz viel Spielzeug für mich. Ob Mama mir was mitgebracht hat?
Wegen der Lebensmittel dürfen Hunde dort leider nicht mit rein, aber es gibt einen tollen Hundeladen, mit ganz viel Spielzeug für mich. Ob Mama mir was mitgebracht hat?
Martin hat dort sogar ein Trikot gefunden, was in seiner Sammlung noch gefehlt hat. Also ich bin ja nicht eifersüchtig, aber dann muss ich auch was bekommen. Oder was meint ihr?
In Newcastle upon Tyne gibt es doch wirklich ein „Dog and Scone’s Café“, wo ganz viele Hunde zum kuscheln sind. Fremde Hunde, wie ich, dürfen aus Sicherheitsgründen nicht mit rein. Aber es ist doch eine tolle Idee für Menschen, die sich keinen eigenen Hund holen können, aber etwas Gesellschaft haben möchten.
Weiter ging es zu Blackfriars, einem Dominikanerkloster aus dem 13. Jahrhundert. Dort waren 5 Bettelorden beheimatet, die Dominikaner, Karmeliter, Augustiner, Franziskaner und das Trinitarierpriorat. Im 14. Jahrhundert wurden mehrfach die Mitglieder des Königshauses beherbergt, unter anderem Edward III. von England. Heute befindet sich ein preisgekröntes Restaurant darin.
In Newcastle gibt es eins von insgesamt 5 Chinatowns in England. Chinatown liegt auf einem Grundstück des Kosters Blackfriar, in der Nähe des Grainger Market. Das erste chinesische Restaurant gab es hier in 1949. Der Eingang zu Chinatown wird mit einem typischen chinesischen Bogen gekennzeichnet.
In der Nähe des Grainger Markets findet ihr das Cote und das Grey’s Monument. Es wurde zu Ehren von Charles Grey, einem ehemaligen Premierminister, in 1838 erbaut.
Nun ging es auf zur lang ersehnten ersten Stadiontour. Also ich muss schon sagen, Mama hat Martin ganz schön mit Sightseeing gequält, aber wenn man schon mal in einer fremden Stadt ist, möchte man auch etwas von der Umgebung sehen. Aber nun auf ins Stadion, den St. James Park.
Der St. James Park ist die Heimat von Newcastle United aus dem Jahr 1892. Es ist das älteste und größte Fußballstadion in Nord-Ost-England und fasst 52.264 Zuschauer. Bei der EM in 1996 in England, war eines der 8 Stadien, in denen die Spiele stattfanden.
In der Wartelounge gibt es ein kleines Museum mit vielen Trophäen und alten Trikots zu bestaunen. Der Empfang des Personals war sehr herzlich und man wird dort von seinem Tourguide abgeholt und durch das Stadion geführt. Die geführte Tour in englischer Sprache war sehr informativ und lustig gemacht, da auch die Besucher mit einbezogen werden. Man hat auch die Möglichkeit, Fragen zum Stadion zu stellen.
Man kann sämtliche Bereiche des Stadions besuchen. Neben den Tribünen, dem Rasen, der Spielerbank und der Lounge, darf man auch die Spielerkabinen betreten.
Wir können euch den Stadionbesuch im St. James Park wirklich sehr empfehlen. Es ist ein tolles Stadion, was man einfach gesehen haben muss und die Aussicht vom Stadion aus auf die Stadt, ist einfach wunderschön. Die klassische Stadiontour kostet 23 Pfund für Erwachsene und für Kinder 12 Pfund.
Nach dem Stadionbesuch ging es noch mit dem Zug ins Metrocentre nach Dunston. Einem großen Einkaufszentrum mit unzähligen Geschäften, Restaurants und Bars. Es gilt als das zweitgrößte Einkaufszentrum Großbritanniens.
Das Einkaufzentrum ist in verschiedene Malls (insgesamt 5 Stück) aufgeteilt und man findet unter anderem Geschäfte wie JD, Sports Direct, Zara, H&M und viele mehr.
Und schon war die Zeit in Newcastle upon Tyne für die 2 vorbei und es ging mit dem Reisebus weiter zur nächsten Station, nach Manchester. Die Busfahrt mit National Express hat 3:45 Stunden gedauert und war komplett stressfrei und sehr angenehm. Die Links zu Newcastle upon Tyne findet ihr hier: https://emmas-pfoten-abenteuer.de/links-stadiontour-england-newcastle-upon-tyne/. Newcastle upon Tyne ist auch ohne Stadiontour eine tolle Stadt, die man unbedingt besichtigen sollte. Ich hoffe die Stadiontour hat euch gefallen und mehr zu Manchester, gibt es von mir im nächsten Beitrag. Aber bis dahin wird erst mal gechillt. Liebe Grüße, eure Emma
Eigentlich geht es auf dieser Homepage Hauptsächlich um Reisen mit Emma. Auf dieser Reise war sie leider nicht mit, da es einfach keine Reise für einen Hund gewesen wäre. Sie hat in diesen knapp 2 Wochen wo ich mit meinem Sohn unterwegs war, die Zeit zu Hause mit Papa genossen. Hat ihre großen Gassi-Runden bekommen und wurde bestens versorgt. Trotzdem möchten wir euch diese Stadiontour durch England nicht vorenthalten, da sie für uns eine tolle Reise war und sie vielleicht jemand von euch auch als Planung nutzen kann.
Wie kam es eigentlich zu der Stadiontour durch England? Da mein Sohn ein großer Fußballfan ist, kam er irgendwann auf mich zu, er möchte eine Stadiontour in England mit mir machen. Diese sollte uns in die bekanntesten Stadien führen, wenn möglich auch mit einem Spiel der einzelnen Mannschaften. Da ich für so etwas gerne zu haben bin, habe ich mich also an die Suche im Internet gemacht, ob es darüber schon eine Info oder sogar Planungen gibt. Leider habe ich außer den Stadien in und um London, nichts dazu gefunden. Also habe ich mich selber an die Planung gemacht und recherchiert, welche Stadien und wichtigen Vereine es in ganz England gibt. Das Ergebnis habe ich meinem Sohn gezeigt und er hat dann ausgewählt, wohin er möchte.
Das hier war seine Auswahl:
Ort
Stadion
Verein
London
Emirates Stadium
Arsenal FC
London
Tottenham Hotspur Stadium
Tottenham Hotspur
London
Stamford Bridge Stadium
Chelsea FC
Newcastle
St. James Park
Newcastle United
Liverpool
Anfield Stadium
Liverpool FC
Manchester
Etihad Stadium
Manchester City
Manchester
Old Trafford Stadium
Manchester United
Birmingham
Villa Park
Aston Villa FC
Also ging die Recherche auf den einzelnen Vereinsseiten (diese findet ihr in meinem Link-Artikel) weiter. Ich habe geschaut ob man vorab eine Stadiontour buchen kann, was sie kostet und ob es nicht eventuell schlauer ist, eine Mitgliedschaft bei dem jeweiligen Verein abzuschließen.
In England ist es leider so, dass man nur Karten für ein Spiel kaufen kann, wenn man dort Mitglied ist. Auch die Preise für die Stadiontour werden als Mitglied zum Teil deutlich günstiger, so dass es sich gelohnt hat eine Mitgliedschaft abzuschließen, denn das Mitglied zahlt zum Teil nichts für eine Stadiontour und meine Karte war vergünstigt. Leider ist aus einem Stadionbesuch während eines Spiels nichts geworden, da der Spielkalender erst veröffentlicht wurde, nachdem wir schon die einzelnen Routen geplant hatten oder wir haben einfach keine Karten mehr bekommen, weil diese viel zu schnell ausverkauft waren.
Nun habe ich mit Hilfe von Google Maps geschaut, wo die einzelnen Orte in England liegen, welches die beste Route von Ort zu Ort ist und wie wir überhaupt nach England hinkommen. Als erste Idee hatte ich eine Fährüberfahrt mit Übernachtung auf See. Diese war aber zu unserer Zeit so unglaublich teuer und sie hätte nur für die Hinfahrt 1100 Euro für 2 Personen gekostet, dass ich davon abgekommen bin. Die nächste Überlegung war mit dem Zug durch den Eurotunnel anzureisen. Dann hätten wir aber das Problem gehabt, zum Startort zu gelangen. Auch die Zugreisen in England, waren zu der Zeit einfach wahnsinnig teuer, mal abgehen von den Preisen der deutschen Bahn und ich habe es nicht eingesehen, so viel Geld für eine Zugfahrt auszugeben, die dann ewig dauert. Der Preis für die An- und Abreise mit den Zügen bis zum Startort lag zu der Zeit bei 900 Euro. Zudem hätte alleine die Anreise von uns zum Eurotunnel viel Zeit in Anspruch genommen. Also war der Flug für uns die beste und zu der Zeit auch günstigste Variante und zudem die schnellste. So konnten wir direkt am Startort landen und sind vom letzten Ort auf der Liste auch wieder direkt nach Hause geflogen. Die Flugtickets für Flüge mit der Lufthansa, haben uns insgesamt 700 Euro gekostet für Hin- und Rückflug.
Hier seht ihr unsere Planung von Ort zu Ort:
Es sollte von Newcastle upon Tyne nach Manchester, dann nach Liverpool, über Birmingham, bis nach London gehen.
Da ich nun die An- und Abreise per Flugzeug organisiert hatte, ging es weiter mit der Planung von Ort zu Ort. Ich hatte überlegt ob ein Mietwagen Sinn macht. Da wir aber in Großstädte gereist sind, wo man teilweise gar nicht bis ins Zentrum fahren kann, wie in London oder es dann einfach an Parkplätzen mangelt, war das für mich keine gute Idee. Also habe ich nach Zügen geschaut. Diese waren aber auch unglaublich teuer für 2 Personen, also habe ich nach einer Alternative gesucht. Diese habe ich tatsächlich in den Bussen von National Express gefunden. Wir konnten jede einzelne Fahrt von Stadt zu Stadt mit National Express buchen. Die Busse sind klimatisiert, geräumig und die Fahrer haben ihre Sache gut gemacht. Die Preise waren einfach unschlagbar günstig und so haben wir für alle Busreisen durch England und für 2 Personen, tatsächlich nur 82,12 Euro bezahlt.
Also habe ich wieder mit Hilfe von Google Maps weiter geplant. Diesmal ging es darum, Hotels zu finden die unseren Standards entsprechen und nicht zu weit von der National Express Busstation und vom jeweiligen Stadion entfernt sind. Nachdem ich die für uns besten Hotels gefunden hatte, habe ich in den einzelnen Städten noch nach Sehenswürdigkeiten geschaut. Denn wenn ich schon eine Rundreise durch England mache, wollte ich auch ein bisschen was von der Gegend sehen und nicht nur in die Stadien gehen. Also habe ich eine Liste angefertigt mit Dingen, die man zum Beispiel in Liverpool oder London sehen sollte. Danach habe ich geplant, wie lange unser jeweiliger Aufenthalt in den einzelnen Städten dauern sollte, damit wir in Ruhe die Sehenswürdigkeiten abklappern und das Stadion besuchen können. Als ich auch mit dieser Planung fertig war, habe ich die einzelnen Hotels über Booking.com gebucht. Für alle Übernachtungen haben wir für die 12 Tage 1073 Euro bezahlt.
Wichtig ist noch zu erwähnen, dass ihr euch rechtzeitig vor Anreise nach England um die Einreisebestimmungen informieren müsst, gerade seit des Brexits. Seit 2025 ist ein ETA nötig, um nach England einreisen zu dürfen. Für die Einreise nach England reicht auch kein gültiger Personalausweis mehr, es muss ein gültiger Reisepass sein. Meiner war letztes Jahr abgelaufen und ich hatte 12 Wochen vor Abreise einen neuen beantragt, der eigentlich rund 6 Wochen dauert. Leider hatte ich einen schlechten Zeitpunkt erwischt und wirklich einen Tag vor abreise, konnte ich meinen neuen Reisepass beim Amt abholen. Fast wäre die lange geplante Reise deswegen ins Wasser gefallen oder ich hätte einen vorläufigen Reisepass gebraucht. Denkt also auch rechtzeitig daran eure Dokumente zu prüfen und ggf. neu zu beantragen.
Zudem habe ich bei meinem Handyanbieter geschaut, ob in England teure Roaming-Gebühren anfallen oder nicht. Das ist gerade wichtig, wenn man mit dem Handy durch die einzelnen Orte navigieren möchte.
Denkt auch unbedingt daran, dass ihr eine Reiseerlaubnis des anderen Elternteils benötigt, wenn ihr alleine mit dem Kind nach England reist und das Kind unter 18 ist. Das gilt für alle Länder und Reisen, außerhalb des Heimatlandes. Der ADAC bietet euch die Formulare als Download an: https://www.adac.de/reise-freizeit/ratgeber/reiserecht/reisevollmacht-kinder/
Nachdem unsere Planung abgeschlossen und alle Tickets gebucht waren, war die Vorfreude auf England einfach groß. Mehr zu den einzelnen Orten und den Stadiontouren, erfahrt ihr in den weiteren Kategorien, wo ich über jede Stadt einzeln berichten werde. Schaut auch gerne mal in den Beitrag zu den Links, da findet ihr alles nötige für eure eigene Planung.