Hallo Freunde, Mama hat für euch das Royal Engineers Museum in Gillingham besucht. Das Museum wurde im Jahr 1987 eröffnet und beheimatet eine militärhistorische Sammlung von nationaler und internationaler Bedeutung. Gillingham ist eine Stadt in der Grafschaft in Kent und liegt ca. 50km von London entfernt.

Das Royal Engineers Museum ist im ehemaligen Ravelin Building der Brompton Barracks untergebracht. Dies war ursprünglich die Ausbildungsstätte der Royal Engineers ab 1905. Bereits auf dem Parkplatz des Museum, kann man einige der Militärfahrzeuge sehen, die dort ausgestellt sind. Zum Beispiel steht hier der FV180 CET, ein gepanzertes Pionierfahrzeug, welches für militärische Ingenieuraufgaben genutzt wurde.



Hier werden Szenen aus dem 1. Weltkrieg auf dem Schützengraben nachgestellt, wo es z.B. um die Kommunikation im Stellungskrieg geht. Während des 1. Weltkriegs waren die Royal Engineers zuständig für Aufbau und Wartung von Feldtelefonanlagen, Signaltechnik, Telegraphie und Nachrichtenübermittlung zwischen Frontabschnitten.



Ausgestellt werden auch die verschiedenen Minen und es wird die Aufgabe eines Minenräumers gezeigt, die während des 2. Weltkriegs durch die vielen Minen sehr wichtig war. Minen wurden damals mit zur Schlüsselfigur des Krieges, da sie kostengünstig waren und eine große, taktische Wirkung hatten.



Im Museum bekommt man viele Infos zu den verschieden bomben, wie u.a. zu den Schmetterlingsbomben und man sieht eine nachgestellte Szene eines Kampfmittelräumers der Royal Engineers, wie er eine Bombe während des Blitz (deutsche Luftangriffe auf Großbritannien), entschärft.



Hier seht ihr eine deutsche V-2-Rakete (Vergeltungswaffe 2) aus dem Zweiten Weltkrieg. Sie hat eine Höhe von 14 Metern und wiegt ca. 13 Tonnen. Sie wurde das erste Mal 1944 eingesetzt gegen London und Antwerpen. Sie ist die erste einsatzfähige ballistische Großrakete der Welt mit einer Reichweite von 320 Kilometern.


Bei dem Flugzeug handelt es sich um eine Hawker Siddeley Harrier, ein britisches Senkrechtstart- und Kurzstartkampfflugzeug, dass ab Ende der 1960er-Jahre bei der Royal Air Force eingeführt wurde. Sie wurde für Infrastruktur- und Pionieroperationen eingesetzt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt je nach Version bei etwa 1.100 km/h, die Einsatzreichweite bei rund 500–800 km ohne Zusatztanks.


Ausgestellt sind auch einige der Uniformen, die z.B. während des Koreakrieges gegen die klirrende Kälte getragen wurden. Während des Irakkrieges wurden in 2003 durch das US-Verteidigungsministerium sogenannte Iraqi Most Wanted-Spielkarten gedruckt. Sie dienten dem Zweck, sich die 52 meistgesuchten Mitglieder des Saddam Hussein Regimes einzuprägen. Bei Kontrollen sollten sie zudem die Identifikation erleichtern.



Wer sich für die Geschichte des Krieges interessiert, ist im Royal Engineers Museum genau richtig. Hier gibt es viel zu sehen und vor allem, dank vieler schriftlicher Informationen, zu verstehen. Wir können euch einen Besuch sehr empfehlen.
Infos zum Royal Engineers Museum Gillingham, findet ihr hier: https://www.re-museum.co.uk/
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