1. Wandern mit Hund – Tipps für Anfänger und Profis
- Routenauswahl: Starte mit leichten Strecken (2-5 km), auf weichem Untergrund; steigere Länge und Steigung langsam. Profis können Tages- oder Mehrtagestouren gehen, hier aber unbedingt mit Training vorbereiten
- Ausrüstung: Brustgeschirr (am besten ein spezielles Wandergeschirr mit zwei Gurten am Bauch – damit können sich die Hunde weniger schnell befreien) statt Halsband, 2-3 m Leine (bei Bedarf Schleppleine oder eine spezielle Wanderleine, die man um die Hüfte legen kann); faltbarer Napf, ausreichend Wasser, Leckerli oder Hunde-Smoothie als Stärkung und ein Erste-Hilfe-Set
- Gelände beachten: Steile, rutschige Abschnitte oder Geröll können Hunde überlasten – plane Alternativrouten
- Pausen einplanen: alle 30-45 Minuten kurze Stopps, im Sommer allerdings mehr. Dein Hund zeigt dir normalerweise, wann er müde wird. Emma setzt sich dann zum Beispiel öfter hin – bei uns heißt es Kuschelpause
- Respekt vor der Natur: Leinenflicht in Schutzgebieten beachten; Wildtiere und andere Wanderer nicht stören
- Übernachtung: Bei Mehrtagestouren vorher hundefreundliche Hütten oder Zeltplätze recherchieren
2. Städtetrips mit Hund – Kultur erleben ohne Stress
Vorbereitung:
- Hunde sind in vielen Museen/Kirchen nicht erlaubt – unbedingt vorher abklären. Zur Not aufteilen – einer geht zuerst rein, der andere wartet draußen mit dem Hund und dann wird getauscht.
- Suche hundefreundliche Cafés und Restaurants; im Sommer hat man damit weniger ein Problem, da man überall draußen sitzen kann. Im Winter sieht es da schon wieder anders aus, da will man sich draußen nicht den Hintern verfrieren und gerade da braucht man etwas, wo man mit Hund rein gehen darf
- Achte auf Pflastersteine und Hitze in Innenstädten wegen der Pfotenbelastung und der Verbrennungsgefahr. Gerade in Innenstädten gibt es zum Teil keine Grünflächen, wo es kühler ist beim laufen
Tagesplanung:
- Stadtbesichtigungen kürzer halten; baue Pausen in Parks oder an Flüssen ein
- Kultur für dich und Bewegung/Ruhe für den Hund im Wechsel
- Kleine Leckerlis mitnehmen, um Ablenkungen leichter managen zu können
- Starte deine Touren eher am frühen morgen, weil die Innenstädte da noch recht leer sind
Training:
- Gewöhne den Hund vorher an Menschenmengen und Straßenlärm. Wenn der Hund das nicht kennt, wird es für euch beide sehr stressig und ihr habt keine schöne Zeit zusammen
- Nutze Begegnungstraining, wenn dein Hund bei Trubel unsicher ist
- Trainiert verschiedene Untergründe beim laufen, denn gerade in Städten gibt es viele unterschiedliche Untergründe, wie z.B. Gitter, wo die Hunde nicht drauf laufen wollen
Tipp: Viele Städte haben spezielle „Stadtführungen mit Hund“. Informiere dich online, das kombiniert Kultur und Hund optimal.
3. Hundewanderwege in der Natur – unsere Geheimtipps
Warum eigene Wege gehen? Hundewanderwege bieten sichere Strecken ohne Gefahren durch Straßenverkehr, oft mit Wasserstellen, Schatten und Spielmöglichkeiten. Ihr findet sie mit der Suche ganz leicht im Internet.
Beispiele in Deutschland
Bayerischer Wald: hundefreundliche Wanderwege durch Wälder und Flüsse
Harz: Brocken-Wanderungen mit Hund; viele Routen sind auch für Einsteiger gedacht
Nord- und Ostsee: Deichwanderungen mit Hundestränden kombinieren
Sächsische Schweiz: Wanderwege mit grandiosen Aussichten und Felsen (aber Vorsicht an steilen Kanten!)
Check vorab: Schwierigkeitsgrad, Länge, Wasserversorgung und Schatten
Erlebniswert: Hunde lieben abwechslungsreiche Wege mit Gerüchen, Wald, Wiesen und Wasserstellen – die besten Abenteuer liegen meist abseits der Massen.
4. Schwimmen, Paddeln, SUP mit Hund
Schwimmen:
- Viele Hunde lieben Wasser, aber nicht alle sind geborene Schwimmer; führt eure Hunde langsam an Wasser heran
- Einstieg über flaches Ufer, ohne Zwang
- Schwimmweste für mehr Sicherheit benutzen (besonders bei Strömung und Bootstouren)
- Immer Süßwasser anbieten, da Salzwasser/Dreckwasser Magenprobleme verursachen kann
Paddeln/Kanu:
- Den Hund langsam ans Boot gewöhnen (erst am Ufer, dann kurze Touren)
- Ruhigen Platz im Boot mit rutschfester Unterlage schaffen
- Bei Unsicherheit ist eine Schwimmweste Pflicht und generell für die Sicherheit gut
Stand-Up-Paddling (SUP):
- Erst an Land mit dem Brett trainieren, da der Hund ruhig sitzen/liegen können soll
- Danach kurze Einheiten am flachen Wasser, damit der Hund die Bewegung auf dem Brett kennen lernt
- Kleine Rassen sollten in der Mitte des Brettes sitzen, größere eher vorne – achtet auf die Balance
Wasser ist gelenkschonend, stärkt die Muskulatur und ist eine perfekte Abwechslung an heißen Tagen.
5. Wie du deinen Hund an neue Orte gewöhnst
- Langsam steigern: Erst kurze Ausflüge an neue Orte, dann längere
- Vertrautes mitnehmen: Decke, Lieblingsspielzeug oder vertrauter Napf, dass gibt Sicherheit
- Rituale: Feste Fütterungs- und Ruhezeiten einhalten, auch unterwegs, damit nicht der ganze Tagesablauf eures Hundes durcheinander gerät
- Positive Verknüpfungen: Nue Orte immer mit etwas Schönes koppeln (Spiel, Leckerli, Streicheleinheiten etc.)
- Entspannung lernen: Trainiere Kommandos wie „Decke“ oder „Platz“, damit dein Hund auch im Café oder Hotel entspannen kann
- Beobachten: Stress-Signale (hecheln, gähnen, winseln, ständiges schnüffeln) ernst nehmen und Pausen geben
Kompakte Mitnahme-Checkliste für Abenteurer:
- Trinkflasche und faltbarer Napf
- Leckerlis/Snacks
- Leine (normale und ggf. Schleppleine)
- Brustgeschirr
- Erste-Hilfe-Set für Hunde
- Handtuch/Microfasertuch und ggf. Pausendecke
- Schwimmweste für Wasseraktivitäten