Hallo Freunde, diesmal habe ich Quedlinburg für euch unsicher gemacht, eine Stadt im Harz in Sachsen-Anhalt aus dem Jahre 922. Quedlinburg hat ca. 23.000 Einwohner, verteilt auf 7 Ortsteile.
Geparkt haben wir auf dem Parkplatz am Wallweg. Dieser ist kostenlos und Mama hat von dort aus unsere Tour durch die Stadt geplant.
Unser erster Spot war die evangelische St. Aegidii Kirche. Es ist eine spätgotische, dreischiffige Hallenkirche mit einem barocken Ausbau. Die Kirche wurde im Jahr 1179 das erste Mal erwähnt. Sie soll somit die älteste Kirche der Stadt sein.



Weiter ging es zum Schreckensturm, einem mittelalterlichen Wehrturm der Stadtbefestigung. Es ist ein denkmalgeschützter Turm, in dem es Ferienwohnungen gibt. Allerdings ist der Turm derzeit gesperrt, da es nicht die erforderlichen Fluchtwege gibt. Er ist 40m hoch, hat eine Mauerstärke von 2m und hat 5 Geschosse.



Unser nächstes Ziel war St. Mathilde, eine römisch-katholische Kirche aus dem Jahr 1858. Sie ist eine einschiffige, neugotische Kirche. Sie steht unter Denkmalschutz.



Wir kamen vorbei am Harztheater, einem Mehrspartenhaus mit Schauspiel-, Tanz- und Musiktheater. Es gibt hier auch einen Kostümverleih, wenn man selber ein Event plant oder eine besondere Kostümparty geben möchte. Nur für uns Hunde, wird es dort bestimmt keine Kostüme geben. Jährlich gibt es hier ca. 500 Vorstellungen aus verschiedenen Sparten. Das Gebäude steht wegen seinem original erhaltenem Eingangsbereich und Foyers unter Denkmalschutz. Es wurde 1945 gegründet.

Ich liebe es ja, fremde Gassen und Orte in neuen Städten zu erkunden und überall zu schnüffeln. Über unseren nächsten Spot habe ich mich sehr gefreut, denn dort war ein Park mit dabei, wo ich ausgiebig schnüffeln und mich auf der Wiese wellern konnte. Es war das Gelände rund um den Sternkiekerturm.



Der Sternkiekerturm, auch Lindenturm genannt, ist ein Wehrturm der mittelalterlichen Stadtbefestigung und befindet sich direkt an der historischen Stadtmauer. Der Turm liegt auf dem Gelände eines Hotels und daher kann er nur am Tag besucht werden. Der Turm hat eine Höhe von 42m und bietet eine der höchsten Aussichtsplattformen mit einem wunderschönen Blick über Quedlinburg. Der Eintrittspreis zur Aussichtsplattform beträgt 1 Euro und zählt zu den Geheimtipps von Quedlinburg.



Direkt in der Nähe des Sternkiekerturms, befindet sich der Pulverturm, ebenfalls ein mittelalterlicher Wehrturm der Stadtbefestigung. Er hat wie die anderen auch, ebenfalls eine Höhe von 42m und verfügt über 3 Geschosse. Er wurde aus Sandsteinquadern erbaut und .


In unmittelbarer Nähe zum Pulverturm, befindet sich ein weiterer, mittelalterlicher Wehrturm, der Kruschitzkyturm. Er befindet sich auf der Westseite der Hohen Straße und stammt wahrscheinlich aus dem 14. Jahrhundert. Er verfügt über 5 Geschosse, hat eine Schießkammer und einen Mauerwehrgang.



Der Weg führte uns weiter durch die wunderschöne Altstadt, vorbei an den vielen Fachwerkhäusern der Stadt.



Wir kamen vorbei am Quedlinburger Senfladen, einer gläsernen Senfmanufaktur, wo man den Mitarbeitern bei der Arbeit über die Schulter schauen kann und man kann natürlich auch einen Kurs buchen und selber Senf herstellen. Natürlich gibt es auch einen Shop, wo Senfliebhaber fündig werden. Der Senfladen befindet sich am „Finkenherd 6“.


Direkt um die Ecke, am Schloßberg, befindet sich das Klopstockmuseum, ein Literaturmuseum im Geburtshaus des Dichters Friedrich Gottlieb Klopstock (1724-1803). Das Haus wurde 1560 unterhalb des Quedlinburger Burgberges erbaut und ist eines der zahlreichen Architekturdenkmale der Welterbestadt Quedlinburg.


Schräg gegenüber, am Schloßberg 9, befindet sich das Predigerhaus. Es wurde 1680 erbaut und diente als Wohnhaus für die Prediger des Stifts.


Der Weg führte weiter durch die schmalen Gassen in Richtung Residenzbau am Schloss. 67 Stufen führen hinauf zum Stiftsberg.



Von dort oben hat man einen wunderschönen 360° Blick über Quedlinburg.



Das Teehaus in Quedlinburg ist ein Neubau, allerdings angelehnt an das Teehaus, welches an gleicher Stelle im Jahre 1736 als Lust- und Teehaus errichtet wurde. Mittlerweile wird es Gartenhaus genannt.


Ihr findet hier einen barocken Schlossgarten, der gerade bei schönem Wetter, zum verweilen einlädt. Ein schöner gepflegter Garten mit vielen Rosenbeeten.


Schon von weitem, sieht man oben auf dem Schlossberg die Stiftskirche St. Servati, auch Quedlinburger Dom genannt. Es ist eine dreischiffige Basilika, welche zwischen 1070 und 1129 erbaut wurde. Sie gehört zum UNESCO Welterbe und ist im Quedlinburger Denkmalverzeichnis eingetragen. In der Kirche gibt es eine Krypta mit Grabstellen, wo bis heute die Gebeine von Königin Mathilde (eine sächsische Adelige, die durch ihre Heirat 909 mit Heinrich I. zur Königin wurde) liegen.

Quedlinburg gilt als Fachwerkstadt, die ca. 2100 Fachwerkhäuser aus 8 Jahrhunderten zu bieten hat. Man findet hier auch ein Fachwerkmuseum im Ständerbau, wo man etwas über die Geschichte des Fachwerkbaus erfahren kann.


Wegen ihrer vielen Fachwerkhäuser und dem mittelalterlichen Stadtgrundriss, zählt Quedlinburg seit 1994 zum UNESCO Weltkulturerbe. Die meisten der Fachwerkhäuser sind wirklich gut erhalten und eins ist schöner verziert als das andere.



In einem barocken Kaufmannshof in der Blasiistr. 11, befindet sich das Deutsche Fachwerkzentrum Quedlinburg. Dort gibt es eine Ausstellung zu Fachwerkkonstruktion, Wärmedämmung und historischen Farbrezepturen. Zudem gibt es immer wieder Seminare, die man besuchen kann.


St. Blasii ist eine Kirche aus dem Jahre 1222, welche über die Jahre aber immer wieder umgebaut und erweitert wurde, welche im Jahr 1715 vollendet wurde. Nach ihrer Restaurierung ab dem Jahr 1990, wird die Kirche als Kulturort für Buchlesungen und Konzerte genutzt.



Seit 1976 befindet sich am Marktplatz das Denkmal Münzenbergmusikanten, welches im Laufe der Zeit als Brunnen umgebaut wurde. Es zeigt die Bewohner des Münzenbergs, die mit musizieren ihr Geld verdient haben. In der Blasiistraße 22 befindet sich das Eisenbahn- und Spielzeugmuseum, welches auf 500qm mehr als 5000 Ausstellungsstücke zeigt. Hier gibt es von Eisenbahnen in verschiedenen Spuren über Spielzeug allgemein, bis hin zu einer Puppensammlung viele Schätze aus vergangenen Zeiten.



Im Zentrum der historischen Altstadt, befindet sich der Marktplatz, umgeben von vielen historischen Gebäuden.



Hier lief mir doch glatt die Sabber im Maul zusammen, da es Harzer Fichteln gab. Eine Bratwurst mit Fichtennadeln, die einen unglaublichen Duft verteilt haben. Mama und Papa hatten erbarmen mit mir und wir haben eine Pause eingelegt. Die Harzer Fichteln haben sie brav mit mir geteilt. Ich sag euch, die müsst ihr unbedingt probieren. Nach der Stärkung, ging unsere Tour weiter.



Ebenfalls am Marktplatz, befindet sich der Quedlinburger Roland, dass Rathaus. Es ist ein gotisches Gebäude aus dem 13. Jahrhundert und wird auch heute noch als Verwaltungssitz genutzt. Die Fassade ist mit wildem Wein bedeckt. Vor dem Gebäude, befindet sich die Roland Statue.

Die Quedlinburger Bimmelbahn fährt euch durch die Stadt und führt vorbei an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Ob hier auch Hunde mitfahren dürfen, konnten wir leider nicht herausfinden, da wir selber nicht mit der Bahn gefahren sind. Es gibt ein Kombiticket, mit dem man mit der Bimmelbahn in Quedlinburg und Werningerode fahren kann, falls ihr beide Orte besuchen möchtet.

Wenn man durch die Marktstraße schlendert, kann man neben anderen, historischen Gebäuden, schon St. Benedikti sehen.



St. Benedikti ist eine evangelische Marktkirche. Sie ist eine spätgotische Kirche aus dem 15. Jahrhundert, die auch noch romanische Reste aufweist. Die beiden Türme sind in 1901 abgebrannt, wurden aber originalgetreu wieder aufgebaut. Man kann die Türmerwohnung besichtigen und den Blick auf die Altstadt genießen.



Gegenüber von St. Benedikti befindet sich das Goetzsche Mausoleum, auch genannt Grufthaus Gebhardt oder Grufthaus Goetze. Es wurde 1726 für den verstorbenen Kaufmann Christoph Gebhardt errichtet und 1771 durch den ehemaligen Bürgermeister Johann Andreas Goetze aufgekauft und umgebaut. Das Goetzsche Mausoleum blieb als einzige Grabanlage des Friedhofs erhalten.


Am Kornmarkt befindet sich das Denkmal „Persönlichkeiten der Quedlinburger Geschichte“. Es besteht aus dem Hund Quedel, einem Wappentier, welches die Stadt vor Räubern warnen sollte. Einer Figur von Dorothea Christiane Erxleben, die erste promovierte deutsche Ärztin, einer Figur von Heinrich I und Mathilde, dem König und seiner Frau. Dann gibt es noch ein Symbol für Saatgut und Gedenkplaketten.

Das war meine Tour durch Quedlinburg, einer wunderschönen, sehenswerten Fachwerkstatt in Sachsen-Anhalt. Wir können euch einen Besuch wirklich sehr empfehlen. Liebe Grüße, eure Emma.

Die Links zu Quedlinburg, findet ihr hier: https://emmas-pfoten-abenteuer.de/links-quedlinburg/