Italien – Dieses Land klingt nach Espresso in der Morgensonne, nach warmem Sand unter den Füßen und nach wedelnden Hundenasen im Wind. Wer mit Vierbeiner nach Bella Italia reist, wird schnell merken, hier treffen Lebensfreude und Gelassenheit auf mediterrane Mentalität. Doch bevor du mit deiner Fellnase auf Vespa-Tour gehst oder durch Olivenhaine streifst, solltest du wissen, was euch erwartet und worauf ihr achten müsst.
Einreisebestimmungen – Willkommen in Bella Italia!
Die Einreise mit Hund nach Italien ist unkompliziert, solange die Basics stimmen:
EU-Heimtierausweis muss mitgeführt werden.
Tollwut-Impfung ist Pflicht – mindestens 21 Tage alt, maximal 3 Jahre gültig.
Mikrochip nach ISO-Norm – gut lesbar und korrekt registriert.
Welpen unter 15 Wochen dürfen leider nicht einreisen, da sie noch keinen ausreichenden Tollwutschutz haben.
Gibt es rassespezifische Regeln?
Nein, Italien führt keine offizielle Rasseliste. Dennoch wird bei „bestimmten Rassen“ (z. B. Rottweiler, Cane Corso, Dogo Argentino) besondere Verantwortung vorausgesetzt. Gute Sozialisierung und Leinenführigkeit sind das A und O, auch fürs italienische Sicherheitsgefühl.
Gesetze und Vorschriften: Was du unterwegs wissen musst
Leinenpflicht: In Italien gilt, Leine dran! Flexileinen sind offiziell nicht erlaubt, werden aber oft toleriert, mit Augenmaß.
Maulkorbpflicht: Maulkorb tragen? Nein. Maulkorb dabeihaben? Auf jeden Fall! Es ist gesetzlich vorgeschrieben, einen passenden Maulkorb mitzuführen, auch wenn er nicht aufgesetzt werden muss. In öffentlichen Verkehrsmitteln, bei Unfällen oder Kontrollen kann er verlangt werden.
Hunde in Bus, Bahn und Restaurant
Öffentliche Verkehrsmittel: Kleine Hunde dürfen oft kostenlos mitfahren, in einer Tasche. Größere Hunde brauchen ein Ticket, müssen angeleint sein und einen Maulkorb tragen.
Restaurants und Cafés: Erfreulicherweise sehr entspannt, denn viele Lokale lassen Hunde zu, besonders im Außenbereich. In Innenräumen lieber vorher freundlich fragen.
Tipp: Mit einem gut erzogenen Hund öffnen sich viele Türen. Ein ruhiger Liegeplatz unter dem Tisch wirkt Wunder.
Gesundheit und Vorsorge: Gut vorbereitet unterwegs
Klima: Sonne mit Verantwortung
Gerade im Sommer wird es heiß – richtig heiß. Hunde können nicht schwitzen, Asphalt wird zur Pfanne. Achte auf Schatten, Wasser und kühlere Tageszeiten für Spaziergänge.
Typische Gesundheitsrisiken:
Gefahr:
Beschreibung:
Schutz:
Hitze
Gefahr für Kreislauf und die Pfoten
Pausen, Wasser, keine Spaziergänge mittags
Zecken
Träger von Borreliose und Ehrlichiose
Spot-Ons; Zeckenzange
Sandmücken
Überträger von Leishmaniose – vor allem im Süden und Küstengebieten
Halsband (z.B. Scalibor); Spot-Ons
Tierärzte und Notfälle
Die tiermedizinische Versorgung ist in Italien solide, besonders in Städten.
Italien hat viele Traumstrände, doch nicht alle sind für Hunde zugänglich. In der Hochsaison (Juli & August) herrscht an vielen Badeorten ein Hundeverbot. Trotzdem gibt es immer mehr offizielle „Bau Beaches“, an denen Vierbeiner herzlich willkommen sind.
Beliebte Hundestrände:
Spiaggia di Pluto (Bibione) – DER Hundestrand schlechthin: mit Duschen, Hundeliegen, Agility-Parcours.
Bau Bau Beach (Manerba del Garda) – Direkt am Gardasee, mit viel Platz und ruhigem Wasser.
Fido Beach (San Vincenzo, Toskana) – Gepflegt, freundlich, schattige Rückzugsorte.
Tipp: In der Nebensaison (Mai/Juni & ab September) wird vieles lockerer gesehen. Oft reicht Rücksichtnahme und du findest auch an inoffiziellen Stränden ein ruhiges Plätzchen.
Natur pur – Highlights:
Dolomiten und Südtirol: Ideal zum Wandern, viele Hütten und Bahnen sind hundefreundlich.
Toskana: Malerisch, ländlich, entspannt und viele Agriturismi heißen Hunde willkommen.
Umbrien und Marken: Geheimtipps! Viel Natur, wenig Tourismus, echtes Italien.
Unterkünfte und Restaurants – Sind Hunde willkommen?
Italien entwickelt sich in Sachen Tierfreundlichkeit immer weiter, besonders im Norden und in ländlichen Gegenden. Viele Gastgeber sind tierlieb, manche verwöhnen Hunde wie Gäste.
Unterkunftstipps:
hundeurlaub.de: Speziell für Reisen mit Hund
agriturismo.it: Suchen mit Filter „Haustiere erlaubt“
booking.com: Achte auf die Bewertungen zur Tierfreundlichkeit
In Restaurants gilt: Lieber nachfragen, als riskieren. Mit ruhigem Verhalten und einer kleinen Decke unter dem Tisch bist du fast überall gern gesehen.
Besonderheiten und Reisetipps – Was du sonst noch wissen solltest
Der italienische Hundeblick
Italiener lieben Hunde, aber sie erwarten Benehmen. Unangeleinte Hunde mitten im Dorf? Unbeliebt. Bellen am Restauranttisch? Nicht gern gesehen. Aber, ein freundlicher Hund, der sich entspannt an den Tisch legt? Wird oft mit einem Lächeln und einem Wassernapf begrüßt.
Gute Vorbereitung spart Nerven
Kotbeutelpflicht: Zuwiderhandlungen kosten bis zu 160 € Bußgeld.
Kein Maulkorb dabei? Kann mit 100–300 € geahndet werden.
Reisezeit clever wählen: Frühling und Herbst = bestes Klima, entspanntere Menschen, weniger Verbote.
Apps & Helfer:
„Dog’s Places“ – zeigt hundefreundliche Orte
„Pawtrip“ – ideal für Planung & Unterkunft
Offline-Karten mit Tierärzten speichern!
Fazit: Italien mit Hund? Si, per favore!
Mit der richtigen Vorbereitung wird Italien zur Traumdestination für Mensch und Hund. Zwischen Pizza und Pasta, Pinienwald und Palmenstrand, ist genug Platz für Pfotenabenteuer, neue Entdeckungen und entspannte Stunden.
Hallo Freunde, diesmal möchte ich euch von meinem Ausflug nach Weimar berichten. Weimar ist eine kreisfreie Stadt in Thüringen und hat eine schöne Altstadt.
Weimar hat ca. 66.000 Einwohner und ist die viertgrößte Stadt in Thüringen, hinter Erfurt, Jena und Gera. Weimar gilt als Universitätsstadt, in der viel Kultur erlebt werden kann. Weimar zählt zum Weltkulturerbe der UNESCO und auch der Nachlass von Goethe und Schiller, wurde in das Weltdokumentenerbe aufgenommen.
Geparkt haben wir am P+R (Herrmann-Brill-Platz) und sind von dort aus in Richtung Bauhaus-Museum gelaufen. Im Bauhaus-Musem befinden sich Exponate aus der historischen Sammlung der Klassik Stiftung Weimar. Unter anderem finden sich hier Arbeiten von Lyonel Feininger, Paul Klee und vielen weiteren Künstlern. Leider darf ich hier nicht rein, also hatten Mama und Papa auch keine Lust darauf.
Gegenüber von dem Bauhaus-Museum, auf der anderen Straßenseite, befindet sich das Museum Zwangsarbeit im Nationalsozialismus. Es ist neben dem Dokumentationszentrum in Berlin das zweite Museum seiner Art, wo die Lebenssituation der Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen auf ca. 850 qm dokumentiert wird. Es wurde am 8.5.2024 eröffnet und zeigt die Geschichte der Zwangsarbeit von 1933 bis 1945. Das es ein Museum ist, darf ich auch hier leider nicht rein.
Ebenfalls in der Nähe der beiden Museen, befindet sich das Kongresszentrum – Weimarhalle. Hier gibt es den größten Saal der Stadt, in dem regelmäßig Veranstaltungen stattfinden. Die ehemalige Weimarhalle wurde 1997 trotz Denkmalschutz abgerissen, da es statische Mängel hatte und wurde an gleicher Stelle wieder neu aufgebaut und in 1999 eröffnet. Hier finden Konzerte, Shows und Galas statt.
Weiter ging es durch die schmalen Gassen in Richtung Innenstadt. Hier hatte ich wieder viel Zeit zum schnüffeln und erkunden.
Unser nächster Halt war die evangelische Jakobskirche, welche ihren Namen dem Jakobsweg verdankt, da sie als Station des Jakobsweges gilt, nach Santiago de Compostela. Die Barockkirche wurde im Jahr 1713 errichtet.
Im Jahre 1806 (19.10.1806) wurden hier Johann Wolfgang von Goethe und Christiane Vulpius getraut. Bei der Einweihung der Orgel aus dem Jahr 1721, soll Johann Sebastian Bach dabei gewesen sein. Auf dem Jakobsfriedhof befindet sich das Grabmal von Lucas Cranach und Christiane von Goethe. Im Kassengewölbe befindet sich die erste Begräbnisstätte von Friedrich von Schiller.
Weiter ging es zum Herderplatz, einem Platz in der Altstadt, auf dem sich die Stadtkirche St. Peter und Paul (Herderkirche) befindet. Die erste St. Peter und Paul wurde bis 1249 gebaut, brannte allerdings in 1299 vollständig ab. Auch der zweite Kirchenbau wurde 1424 beim Stadtbrand schwer beschädigt. Die heutige Herderkirche wurde bis 1500 erbaut und wurde im spätgotischen Stil errichtet.
Direkt neben der Herderkirche, befindet sich der Herderbrunnen, ein historischer Brunnen. Seit dem 17. Jahrhundert versorgt er die Bewohner über ein eigenständiges Röhrenfahrtensystem mit Wasser, welches von außerhalb der Stadt kommt. Vor der Kirche, findet ihr das Herder-Denkmal und sein Wohnhaus steht hinter der Kirche.
Auf dem Weg zum Marstall, sind wir doch glatt an einem Doogy Spa vorbei gekommen. Ach wäre ich da gerne rein gegangen, um mich verwöhnen zu lassen. Ich muss immerhin so viel für euch laufen, um euch die Städte zu zeigen, da hätte ich es mir verdienst oder was meint ihr? Mama und Papa haben gesagt, wir haben keine Zeit. Toll, keine Hundemassage für mich.
Der Marstall liegt am Kegelplatz und ist ein historisches Gebäude, welches zwischen 1873 und 1778 erbaut wurde. Er wurde im Auftrag von Herzog Carl August im Neorenaissance Stil erbaut.
Ab 1936 war Gestapo-Gefängnis hier untergebraucht und die sogenannte Gestapo-Leitstelle. Einige der KZ-Häftlinge aus Buchenwald, wurden zum Umbau der Kellerräume etc. gezwungen. Ursprünglich war das Gebäude eine Reithalle. Heute findet man hier das thüringische Hauptstaatsarchiv. In den ehemaligen Gestapo-Gefängniszellen gibt es seit 1999 eine Dauerausstellung mit originalen Gegenständen, die „zermahlene Geschichte“.
Gegenüber des Marstalls befindet sich das Weimarer Stadtschloss, welches auch als Residenzschloss bekannt ist. Es ist eine Vierflügelanlage, welche ab dem Jahr 1789 durch Herzog Carl August errichtet wurde. Sie wurde im klassizistischen Stil erbaut und gilt seit 1998 als UNESCO-Welterbe. Fast das gesamte Stadtschloss ist heutzutage ein Museum, welches besucht werden kann. Wir Vierbeiner dürfen hier leider nicht rein, aber über den Hof zu schlendern ist auch schön.
Auf dem Gelände des Stadtschlosses befindet sich die sogenannte Bastille. Die Bastille ist eigentlich nur ein Recht der mittelalterlichen Burg Hornstein aus dem Jahr 1439. Die ehemalige Burg brannte in 1424 komplett ab und wurde dann zum Teil wieder aufgebaut. Sie beseht heute aus dem alten Torhaus, dem Hausmannsturm und dem Gerichtsgebäudeteil.
Ein Stück die Straße hoch, befindet sich die Herzogin Anna Amalia Bibliothek. Es ist eine öffentlich zugängliche Archiv- und Forschungsbibliothek mit Schwerpunkt auf die Epoche zwischen 1750 und 1850. Sie wurde im Jahr 1691 von Herzog Wilhelm Ernst gegründet. Da die Herzogin die größte Förderin war, bekam die Bibliothek 1991 ihren Namen.
Die Hochschule für Musik Franz Listz, befindet sich direkt neben der Bibliothek. Sie wurde im Jahr 1774 fertig gestellt und erhielt im Jahr 1956 ihren heutigen Namen. Direkt vor der Hochschule, auf dem Platz der Demokratie, befindet sich das Carl-August-Denkmal. Es wurde im Jahr 1875 enthüllt. Das Denkmal zeigt ihn, wie er aus den Befreiungskriegen gegen Napoleon als Sieger hervor geht.
Der Marktplatz Weimar ist ein zentraler Platz mitten in Weimar und wird umrahmt von mehreren, historischen Gebäuden. Der Marktplatz wird einfach nur Markt genannt und besteht seit ca. 1300. Hier finden regelmäßig Feste und Märkte statt, wie auch bei unserem Besuch der Wochenmarkt statt fand.
Das Rathaus Weimar ist ein Bau im neugotischen Stil mit einem Balkon und Glockenturm. Das erste Rathaus wurde an dieser Stelle um 1396 erwähnt, brannte allerdings beim Stadtbrand im Jahr 1424 komplett ab. Es wurde in 1431 nachgebaut, im Renaissance-Stil. Dieses brannte allerdings in 1837 ebenfalls komplett ab. Das heutige Rathaus ist somit der 3. Bau dieser Art und wurde im Jahr 1841 erbaut. Bei unserem Besuch fand gerade einen Hochzeit statt, denn dieses Gebäude ist sehr beliebt bei Heiratswilligen.
Am Markt befindet sich auch das Theater im Gewölbe im Lucas-Cranach-Haus. Es ist das älteste Kreuzgewölbe aus der Renaissance-Zeit in Weimar.
Meiner Mama ist beim schlendern durch die Gassen noch das Ginkgo-Museum aufgefallen. Es ist ein privat geführtes Museum direkt am Markt, links vom Rathaus gelegen. Hier findet man fossile Ur-Ginkgo Blätter, Ginkgoholz und Samen. Zudem kann man Ginkgo-Pflanzen für den Privatgebrauch kaufen. Meine Oma ist so eine kleine Kräuterhexe, die uns alles mögliche zusammen braut was bei Erkältung, Gelenkschmerzen etc. hilft und sie hat meine Mama auch schon damit angesteckt. Ich dachte schon, sie kauft gleich die ganzen Pflanzen, aber Papa hat gesagt, die kriegen wir jetzt nicht mit, brauchst du nicht kaufen. Wusstet ihr, dass Ginkgo die Durchblutung fördert und auch bei Gedächtnisverlust und Ohrgeräuschen (Tinnitus) helfen kann? Ist schon ein gesundes Kraut, so lange ich es nicht fressen muss. Wobei, im Keks versteckt und nur in geringen Mengen (zu viel davon ist für uns Hunde giftig und darf nur in Maßen gegeben werden), schmeckt es vielleicht ganz gut. Schon Goethe machte den Ginkgo-Baum mit seinem Gedicht „Gingo biloba“ aus dem Jahr 1815 bekannt.
Die Stadt-Apotheke Weimar ist eine der ältesten Apotheken Deutschlands und hat seit ihrer Gründung im 16. Jahrhundert zahlreiche Veränderungen durchgemacht, wie z.B. den Umzug an ihren heutigen Standort.
Das Schiller Museum befindet sich im Neubau, direkt hinter dem Schiller-Wohnhaus. Hier werden Sonder- und Wechselausstellungen gezeigt.
Das Schiller Wohnhaus in der Schillerstr. 12, wurde im Jahr 1802 von Schiller gekauft, nach dem die Familie im Jahr 1799 aus Jena nach Weimar zog. Er bezog es gemeinsam mit seiner Familie bis er darin im Jahr 1805 verstarb. Seine Frau Charlotte wohnte weiterhin im Haus bis zu ihrem Tode im Jahr 1826. Die Kinder verkauften es daraufhin im Jahr 1827 an einen Gartenbauinspektor. In Schillers Wohnhaus kann unter anderem sein Arbeitszimmer, Charlottes Zimmer und den Wohnbereich sehen. Leider darf ich hier als Vierbeiner auch nicht rein, ebenso nicht ins Weimar-Haus.
Das Weimar-Haus (Weimar Museum) beschäftigt sich mit der Geschichte der Stadt Weimar und ist auf jeden Fall einen Besuch wert.
Das Goethe-Schiller-Denkmal befindet sich auf dem Theaterplatz vor dem Nationaltheater Weimar. Es ist ein bronzenes Doppelstandbild aus dem Jahr 1857.
Das Haus der Weimarer Republik wurde im Jahr 2019 eröffnet und thematisiert die Verabschiedung der Weimarer Reichsverfassung und die Entstehung der Demokratie in Deutschland.
Das Deutsche Nationaltheater und Staatskapelle befinden sich ebenfalls am Theaterplatz, hinter dem Goethe-Schiller-Denkmal. Es vereint den bedeutendsten Bühnenbetrieb in Weimar mit den Sparten Theater, Schauspiel und dem Orchester Staatskapelle Weimar.
Der älteste Brunnen der Stadt, der Goethebrunnen, steht in der Brauhausgasse. Der ehemals hölzerne Brunnen wurde im Jahr 1822 durch einen Brunnen aus Gusseisen getauscht.
Das Goethes Wohnhaus, in dem er von 1782 bis zu seinem Tod im Jahr 1832 lebte, ist mittlerweile das Goethe Nationalmuseum. Hier hat man Zugang zu seinen Wohnräumen, dem Arbeitszimmer, der Bibliothek, dem Hausgarten und zur Empfangs- und Kunstsammlung.
Der Frauenplan ist ein Platz in der Altstadt von Weimar. Er ist bekannt durch Goethes Wohnhaus, welches hier zu finden ist und wegen des Goethebrunnens. Außerdem gibt es hier unzählige kleine Bars und Restaurants, die gerade im Sommer mit der Außengastronomie zum verweilen einladen und das beste daran, hier dürfen wir Vierbeiner und ebenfalls aufhalten, während Mama und Papa am schlemmen sind.
Das Wieland-Denkmal und den Brunnen findet ihr am Wielandplatz. Das Denkmal wurde 1857 für den Dichter Christoph Martin Wieland eingeweiht.
Der Park an der Ilm ist ein 48 Hektar großer Park an der Ilm und somit der größte Landschaftspark in Weimar. Er lädt zum spazieren und verweilen an, gerade mit Hunden und Kindern. Der Park entstand in der Zeit von 1778 und 1828 und ist eng mit dem Leben von Goethe verbunden, der hier auch ein Gartenhaus bessesen hat, welches wir euch später noch zeigen werden. Ich hab mich hier sehr wohl gefühlt nach der Tour durch die Innenstadt und konnte ausgiebig schnüffeln und meine Blase erleichtern. Ach war der Park toll, hier wäre ich gerne noch länger geblieben, obwohl wir hier bestimmt 2,5 Stunden umher gelaufen sind. Zuerst kamen wir vorbei am Liszt-Haus. In dem Haus wohnte Franz Liszt von 1869 bis zu seinem Tod im Jahr 1886. Der Musiksalon und das Arbeitszimmer können in noch originaler Einrichtung besichtigt werden.
Im Park an der Ilm befindet sich die Parkhöhle, ein unterirdisches Stollensystem, welches Ende des 18. Jahrhunderts entstand. Ursprünglich sollte es als Anlage einer Brauerei gebaut werden. Direkt am Eingang zur Parkhöhle stand eine tolle Bank, auf der wir erst mal eine ausgiebige Pause gemacht haben, damit ich meine Pfötchen ausruhen konnte. Dann ist Papa aber einfach in der Parkhöhle verschwunden und ich dachte nur, wo geht der schon wieder alleine hin? Zum Glück hat er mich nicht lange warten lassen, da die Parkhöhle bei unseren Besuch noch geschlossen hatte. Hunde dürfen leider auch nicht mit rein in die Parkhöhle.
Das Hafis-Goethe-Denkmal erinnert an den Deutschen Dichter Johann Wolfgang von Goethe und den persischen Dichter Hafis, aus dem 14. Jahrhundert. Es befindet sich am Beethovenplatz in der Nähe des Landesarchiv Thüringen.
Das Tempelherrenhaus wurde im Jahr 1786 im neogotischen Stil erbaut und wurde leider im zweiten Weltkrieg in 1945 durch einen Bombenanschlag zerstört. Nur der Turm blieb erhalten.
Die künstliche Ruine wurde im Jahr 1784, auf Wunsch von Goethe, erschaffen. Enthalten sind auch Bruchstücke der Wilhelmsburg, die in 1774 abgebrannt war.
Das Shakespeare-Denkmal im Park an der Ilm, ist das einzige Denkmal im europäischen Festland, welches an den Dichter und Dramatiker Shakespeare erinnert. William Shakespeare lebte von 1564-1616. Das Denkmal wurde im Jahr 1904 eingeweiht.
Die Naturbrücke wurde im Jahr 1799 erbaut und wurde seit dem unzählige Male repariert. Laut Aufzeichnungen wohl bereits 7 Mal. Es ist eine schöne Brücke mit einer natürlichen Optik.
Am Rande des Parks befindet sich Goethes Gartenhaus. Dies war sein erster eigener Wohnsitz in Weimar ab 1776. Hier wohnte und arbeitete er. Goethe half selber mit, den Garten wieder auf Vordermann zu bringen. Das es irgendwann zu klein wurde, wechselte er in 1782 in die Stadt in das Haus am Frauenplan und hier hielt er sich nur noch für Besuche auf und im Alter diente es ihm als wichtigen Rückzugsort. Hier schrieb er die Ballade „Erlkönig“ und das Gedicht „An den Mond“. Es befinden sich noch heute original Möbel im Haus, welches man besichtigen kann. Es ist ein wirklich schönes Grundstück und ich hab mich hier so wohl gefühlt, ich musste mich erst mal über die Wiese rollen.
Die Dux-Brücke verbinden den Dux-Garten (Herzog-Garten) mit dem Goethe-Garten.
Das Römische Haus war der Lieblingswohnsitz des Herzogs Carl August und wurde im Jahr 1792 bis 1997 errichtet. Das Haus wurde im klassizistischen Stil erbaut.
Das Römische Haus ist heute ein Museum, welches besichtigt werden kann. Unter anderem gibt es den blauen Saal mit einem Porträt der Herzogin Anna Amalia, den Speisesaal und den gelben Salon. Der Eintritt ist komplett kostenfrei. Es ist auf jeden Fall einen Besuch wert sagt Mama, auch wenn Hunde hier nicht mit rein dürfen.
Das Sándor-Petöfi-Denkmal im Park an der Ilm, erinnert an den ungarischen Dichter und Revolutionär. Petöfi war ein großer Verehrer von Goethe, hatte sonst aber nichts weiter mit Weimar zu tun.
Ebenfalls im Park an der Ilm, befindet sich das Liszt-Denkmal. Es erinnert an den österreichisch-ungarischen Komponisten Franz Liszt.
Nun hatten wir den Park einmal komplett erkundet und es ging weiter in Richtung Fürstengruft. Die Fürstengruft wurde bis 1828 erbaut und liegt auf dem historischen Friedhof. Hier befindet sich unter anderem das Grab von Goethe und Schiller.
Ebenfalls auf dem Gelände des historischen Friedhofs, direkt hinter der Fürstengruft, befindet sich die Russisch-Orthodoxe Kirche. Sie wurde im Jahr 1860 als Grabkapelle für die russische Großfürstin Maria Pawlowna errichtet. Es gibt eine unterirdische Wendeltreppe, die von der Kirche direkt in die Fürstengruft führt.
Der Historische Friedhof wurde im Jahr 1818 eingeweiht und gilt als Nachfolger des Jakobsfriedhofs. Hier befindet sich auch die Fürstengruft und die Russisch-Orthodoxe-Kirche. Leider durfte ich nicht mit aufs Gelände und musste mit Mama draußen warten, während Papa einfach ohne uns auf Erkundung gegangen ist. Zum Glück gab es vor dem Friedhof Bänke zu sitzen, da konnte ich in Ruhe warten und mich ausruhen.
Ebenfalls auf dem Gelände des Historischen Friedhofs gibt es die Gedächtnishalle, als Erinnerung für die im 1. Weltkrieg gefallenen Weimarer Bürger.
Die Herz-Jesu-Kirche ist eine römisch-katholische Kirche im neogotischen Stil und wurde im Jahr 1889-1891 erbaut. Seit 1982 steht die Kirche unter Denkmalschutz.
Vor dem gelben Schloss an der neuen Wache, befindet sich der Ildefonso Brunnen. Ein Brunnen aus dem 1. Jahrhundert nach Christus. Dieser hatte den gleichen Zweck wie der bereits erwähnte Herderbrunnen.
Am Platz der Demokratie steht das Bach-Denkmal, welches an den Komponisten Johann Sebastian Bach erinnern soll. Es stammt aus dem Jahr 1950 und steht nun seit 1995 auf dem Platz der Demokratie, da es bereits mehrmals umziehen musste.
Direkt vor der ehemaligen Hofapotheke, heutige Tourist Information, steht der Neptun Brunnen. Er ist der älteste Brunnen in Weimar. Früher zierten ihn andere Figuren, bis er 1774 mit der Neptun Figur ausgestattet wurde. Die Figur wurde in den folgenden Jahren durch Kopien ersetzt, aber die Originalfigur befindet sich in den Weimarer Kunstsammlungen.
Nach dem wir die Stadt gründlich erkundet haben, ging es für uns weiter zum Schloss Belvedere. Das Schloss liegt auf einer Anhöhe, südlich von Weimar gelegen, etwas 4km vom Stadtzentrum entfernt. Hier findet man das HfM Franz Liszt Gitarre-Institut (Bachhaus), das HfM Franz Liszt Studiotheater und das Schloss Belvedere. Das Schloss Belvedere wurde zwischen 1724 und 1748 im Rokokostil erbaut.
Auf dem Gelände gibt es zudem noch das Musikgymnasium Schloss Belvedere, einen Irrgarten, einen russischen Garten und die Orangerie auf dem hinteren Teil des Geländes, neben dem roten Turm. Das Schloss Belvedere war die barocke Sommerresidenz der Familie von Sachsen-Weimar und Eisenach.
Als letzten, aber wichtigen Punkt hatten wir noch die Gedenkstätte Buchenwald auf unserer Liste. Der Weg führt vorbei am Obelisk, weiter über die sogenannte Blutstraße. Die Blutstraße hat diesen Namen bekommen, da die Häftlinge aus Buchenwald diese von 1938-1939 erbaut haben. Auf dem weiteren Weg der Straße, findet man immer wieder Hinweisschilder mit Bildern, die einen den ersten Eindruck vermitteln sollen, um was es bei Buchenwald geht.
Das KZ Buchenwald war eines der größten Konzentrationslager in Deutschland und wurde zwischen 1937-1945 bei Weimar als Haftstätte für Zwangsarbeit betrieben. In dieser Zeit waren ca. 278.000 Menschen aus ca. 50 Ländern in Buchenwald inhaftiert. Die Todesopfer wurden auf 56.000 Menschen geschätzt.
Nach der Rettung der Häftlinge am 11.04.1945 durch die Hilfe der US-Armee, nutzte die sowjetische Besatzungsmacht einen Teil des Geländes als Speziallager Nr. 2. Seit 1958 gibt es auf diesem Gelände die Gedenkstätte Buchenwald. Von weitem sieht man schon das Mahnmal der Gedenkstätte Buchenwald, den Glockenturm.
So Freunde, dass war mein Ausflug nach Weimar. Ich hoffe der Einblick hat euch gefallen und ich bin gespannt, wie euch Weimar gefällt, wenn ihr es selber besucht. Weimar ist eine wirklich schöne Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten und dem großen Park, den ich ganz besonders toll fand. Ich verabschiede mich heute mit dem Bild aus Weimar, vor dem historischen Friedhof, wo ich mit Mama gewartet habe. Liebe Grüße, eure Emma.
Hunde reden nicht mit Worten. Sie reden mit Körpersprache, kleinen Gesten, Lauten und Blicken. Wer diese Signale versteht, kann Missverständnisse vermeiden, Stress reduzieren und die Bindung zum Hund stärken. Gerade im Urlaub ist das entscheidend: Neue Orte, fremde Gerüche, andere Hunde und ungewohnte Situationen können deinen Vierbeiner schnell überfordern. Wenn du seine Sprache sprichst, kannst du rechtzeitig reagieren und aus Unsicherheit wird wieder Sicherheit.
Warum sollte man die Hundesprache verstehen?
wenn du verstehst, wie dein Hund denkt und fühlt, fühlt er sich ernst genommen. Das schafft Vertrauen, welches wichtig ist
viele Konflikte entstehen überhaupt erst, weil Signale übersehen werden. Wer „Hundisch“ versteht, kann Stress abbauen, bevor er eskaliert
unbekannte Orte, Menschen und Tiere: dein Hund zeigt dir genau, ob er Spaß hat oder eine Pause braucht
Körpersprache von Kopf bis Rute
Ein Hund „spricht“ mit seinem ganzen Körper und daher geben wir dir hier eine Übersicht über die einzelnen Körperteile.
Ohren:
nach vorne zeigend: Dein Hund ist aufmerksam und interessiert
nach hinten zeigend/angelegt: Dein Hund ist unsicher und/oder er hat Angst
Augen:
weiche Lider: Dein Hund ist entspannt
geweitete Pupillen: Dein Hund hat Stress oder eine Erregung
starrer Blick: Dein Hund warnt dich
Maul:
offen, lockere Zunge: entspannt
Lefzen angespannt; Zähne sichtbar: Dein Hund zeigt eine Abwehrreaktion
Rute:
locker hängend: neutral
hoch und steif: Dein Hund zeigt eine Anspannung und Dominanz
eingezogen: Dein Hund hat Angst und/oder ist unsicher
wedeln: Dein Hund zeigt Freude, Aufregung oder auch Unsicherheit (Kontext beachten!)
Wichtig: Du solltest immer das Gesamtbild sehen. Eine wedelnde Rute alleine heißt nicht immer Freude, manchmal auch Nervosität.
Typische Situationen im Urlaub
Am Strand: Emma buddelt, rennt Kreise, wedelt → pure Freude
In der Stadt: Hund bleibt stehen, zieht Rute ein, weicht Blicken aus → Überforderung, Pause nötig
Im Restaurant: Hund legt Kopf auf die Pfoten, Körper seitlich → Entspannung, fühlt sich sicher
So erkennst du, wann du weitermachen kannst – und wann es besser ist, eine kleine Auszeit einzulegen.
Beschwichtigungssignale („Calming Signals“)
Hunde nutzen kleine Gesten, um Stress abzubauen oder Konflikte zu vermeiden. Hier sind ein paar typische Beispiele:
gähnen
über die Schnauze lecken
Kopf abwenden
langsam bewegen
Diese Signale sind wie ein „Friedensangebot“. Sie sagen: „Lass uns entspannt bleiben.“ Wenn du das erkennst, kannst du deinem Hund Sicherheit geben. Zum Beispiel durch eine ruhige Stimme, Distanz oder Ablenkung.
Lautsprache
Auch Geräusche gehören zur Hundesprache, hier ein paar Beispiele.
Bellen: Freude, Aufregung, Unsicherheit oder Warnung
Knurren: Kein „Aggressionssignal“ per se, sondern eine klare Grenze: „Mir reicht’s.“
Fiepen: Erwartung, Ungeduld oder Stress
Heulen: Kontaktaufnahme, Einsamkeit
Tipp: Nie nur den Laut isoliert deuten. Knurren im Spiel klingt anders als Knurren bei Unsicherheit.
Praxis-Tipps für unterwegs
Beobachten statt interpretieren: Achte auf Kombinationen, nicht nur auf ein Signal.
Tagebuch führen: Notiere im Urlaub, wie dein Hund reagiert, denn so erkennst du Muster.
Früh eingreifen: Wenn du Stress-Signale erkennst, handle bevor dein Hund überfordert ist.
Auf das Flüstern hören: Hunde zeigen erst leise Signale (z.B. Kopf abwenden), bevor sie laut werden (Knurren).
Fazit
Hundesprache zu verstehen heißt, Deinen Hund wirklich ernst zu nehmen. Besonders unterwegs, wenn so viele Eindrücke auf ihn einprasseln, ist es deine Aufgabe, seine Signale zu sehen und richtig zu deuten. So wird jede Reise entspannter – für dich und für deinen Vierbeiner.
Wer die Sprache seines Hundes versteht, wird nicht nur zum Reiseleiter, sondern auch zum besten Freund auf allen Abenteuern.
Damit unterwegs nichts fehlt, solltest du immer folgendes in den Hundekoffer einpacken:
Leine & Geschirr – wir haben für unsere Sommerurlaube am Meer immer ein Hundegeschirr (1) dabei, was schnell trocknet und ein Ersatzgeschirr (2), falls das andere doch noch nass ist. Außerdem haben wir neben unserer Flexi-Leine (3) auch noch eine kurze Leine (4) mit. Eine kurze Leine ist nämlich in manchen Einrichtungen, wir z.B. Tierparks Pflicht, sonst kommt ihr nicht rein mit Hund.
Hundebett & Decke – Emma benötigt neben ihrem Körbchen (5) auch immer ihre Kuscheldecke (6) mit der sie zugedeckt werden möchte)
Trocken-/Feucht-Futter & Leckerlis (plus Näpfe (7), faltbarer Wassernapf und gefüllte Trinkflasche (8) für den Hund)
Kotbeutel (9)
Spielzeug (Emma hat mindestens ein Wasserspielzeug, ein Kuscheltier und ein Zergel oder Ball dabei)
Handtuch (10) für den Hund (bei Regen oder nach dem Schwimmen); Emma hat immer einen Hunde-Bademantel dabei, da sie es liebt darin zu chillen und er trocknet zudem gut ab.
Erste-Hilfe-Set (11), Zeckenzange, Desinfektionsmittel (12), Verband (13) der selbstklebend ist etc.
Medikamente (falls sie der Hund benötigt)
EU-Heimtierausweis (achtet gerade bei Auslandsreisen immer vorher auf die benötigten Impfungen und Einreisebestimmungen, damit euch an der Grenze keine unschöne Überraschung erwartet)
Tipp: Packt am besten einen kleinen Rucksack oder eine Reisetasche nur für den Hund, denn so habt ihr alles griffbereit. Emma hat eine eigene Reisetasche (14) mit verschiedenen Fächern, wo alles rein passt und sich gut sortieren lässt.
2. Unterkünfte finden, die Hunde lieben
Nicht jede Unterkunft erlaubt Hunde. Achte bei der Suche/Buchung auf:
Hund erlaubt – im Inserat oder direkt anfragen per App oder E-Mail
Zusatzkosten für Hunde; diese können teilweise stark variieren und kosten 5-15 Euro zusätzlich pro Nacht. Bei einigen Anbietern reist der Hund kostenlos mit
Lage – achtet auf die Nähe zu Parks oder Wanderwegen, damit die tägliche Gassi-Runde gesichert ist. Der Weg zum Strand kann auch wichtig sein, da man gerade mit Hund/Kindern doch einiges mitschleppen muss und meistens ist der Hundestrand ziemlich weit ab, am hinteren Ende des Strandes.
Für eine sichere Fahrt gilt in Deutschland keine explizite/gesetzliche Anschnallpflicht für Hunde. Aber da laut deutschem Verkehrsrecht (§22 StVO) Hunde als Ladung gelten, und diese immer gesichert werden muss, trifft dies somit auch auf eueren Hund zu. Diese 3 Möglichkeiten zum sichern im Auto kennen wir:
Hundegurt (15) – wichtig ist hierbei, dass der Hund ein Geschirr trägt, damit er sich nicht selber strangulieren kann. Also bitte niemals am Halsband befestigen. Alle in Deutschland käuflich zu erwerbenden Anschnallgurte, sind genormt und passen in die handelsüblichen Autos rein.
Transportbox – sie wird fest im Auto gesichert. Man sollte darauf achten das die Transportbox groß genug ist, damit sich der Hund darin bewegen, liegen und aufrecht sitzen kann. Aber Vorsicht, zu groß sollte sie auch nicht sein. Lieber im Fachhandel beraten lassen und den Hund rechtzeitig daran gewöhnen.
Trenngitter – für den Kofferraum; Hierbei gilt keine Anschnallpflicht, da der Hund räumlich vom Fahrer und den übrigen Passagieren getrennt ist und somit auch nicht zu einem Wurfgeschoss werden kann. Achtet unbedingt auf zertifizierte, stabile Trenngitter, die fest verankert sind. So könnt ihr euren Hund bei einem Unfall oder einer Vollbremsung schützen.
Emma fährt bei uns im Auto immer auf der Rückbank, gesichert mit einem Hundegeschirr und Anschnallgurt, mit. Und ja, auch wir wurden bereits durch die Polizei kontrolliert. Es wurde wirklich darauf geachtet, ob Emma angeschnallt ist. Wäre sie nicht angeschnallt gewesen, hätten wir 35 Euro als Strafe zahlen müssen. Kommt es sogar zu einem Unfall, sind die Strafen noch um einiges höher.
4. Die schönsten, hundefreundlichsten Strände in Deutschland
Wenn ihr ans Meer wollt, schaut unbedingt vorher nach den offiziellen Hundestränden und den Bestimmungen, wie z.B. der Anleinpflicht vor Ort. Wir haben euch mal unsere bisherigen Favoriten zusammen gestellt und ob man an den jeweiligen Hundestränden eine Leinenpflicht hat:
Cuxhaven – Sahlenburg Hundestrand (Nordsee); hier gibt es eine Leinenpflicht
Travemünde – Brodtener Ufer (Ostsee); hier gibt es keine Leinenpflicht
St. Peter Ording – Hundestrand Nord (Nordsee); hier gibt es keine Leinenpflicht
Grömitz – Am Nordstrand (Ostsee); hier gibt es keine Leinenpflicht
Tipp: Hundestrände sind meist außerhalb der Hauptbadesaison weniger voll.
5. Checkliste vor der Abreise
Vor jedem Urlaub mit Hund, solltest du folgendes erledigen:
Impfstatus prüfen; eventuell impfen lassen und dabei die Chipnummer des Hundes vom Tierarzt prüfen lassen
Hat euer Hund noch einen Zecken-/Mückenschutz? Beim wandern über Felder und in Wäldern, warten die Zecken auf eure Vierbeiner und am Strand gibt es die fiesen Sandmücken, die mittlerweile auch ziemlich gefährlich sein können.
EU-Heimtierausweis mitnehmen – hauptsächlich für Auslandreisen, aber im Falle einer Verletzung ist der Ausweis auch in Deutschland nicht verkehrt.
Futtermenge berechnen, damit auch für das leibliche Wohl eurer Hunde gesorgt ist.
Tipp: Ich stelle für Emma vor jeder Reise eine Übersicht über die Tierärzte vor Ort zusammen und notiere auch die Tierkliniken/Tierrettung in der Nähe – dies solltet ihr zur Sicherheit auch tun!
Fazit:
Mit der richtigen Vorbereitung wird jede Reise mit Hund zu einem stressfreien und unvergesslichen Erlebnis, für Hund und Mensch. Nimm dir ausreichend Zeit für Pausen, achte auf die Bedürfnisse deines Vierbeiners und genieße die gemeinsamen Abenteuer in vollen Zügen!
Einkaufsliste:
Wir haben euch mal ein paar unserer Produkte zusammen gestellt, die wir für Emma gekauft hatten, falls es euch interessiert. Wenn ihr auf die einzelnen Links klickt, werdet ihr direkt zu dem jeweiligen Produkt weiter geleitet.
Cuxhaven ist ein sehr beliebter Urlaubsort für Reisende mit und ohne Hund an der Nordsee. Viele bevorzugen den Ort Duhnen, weil es dort viele Geschäfte und eine Fußgängerzone gibt, aber uns gefällt der Ortsteil Sahlenburg besser, da es hier einfach etwas ruhiger und naturverbundener ist.
In Sahlenburg gibt es mehrere Bäckereien für den ausgiebigen Kaffeeklatsch oder das Frühstücksbrötchen. Außerdem gibt es zum einkaufen einen Edeka, mehrere Restaurants und kleine Souvenirläden. Wer mit dem Auto vor Ort ist, kann auch etwas weiter direkt nach Cuxhaven rein fahren, denn dort gibt es einen großen Aldi, Penny, Netto, Lidl, Spar, Combi und viele weitere Läden, um sich mit Lebensmitteln zu versorgen. Was im Urlaub recht praktisch ist, gerade bei Anreise an einem Sonntag, die Läden haben fast alle an Sonntagen geöffnet.
Wir haben uns in Cuxhaven-Sahlenburg für eine Ferienwohnung entschieden, die wir vorab über die Homepage eines Vermittlungsbüros gebucht hatten. Emma hat es geliebt, die Leute, Hunde und Pferde, vom Balkon aus zu beobachten. Wir haben hier https://www.ferienwohnung-nordsee.de/ gebucht, aber im Internet findet ihr natürlich viele weitere Anbieter.
Wer in Cuxhaven ist, sollte sich auf jeden Fall die berühmten Sehenswürdigkeiten anschauen, wie die Kugelbake – das Wahrzeichen Cuxhavens
Oder den „Hamburger Leuchtturm“
Die „Alte Liebe“ – eine Aussichtsplattform mit Blick über die Elbe und die Schiffe, die über die Elbe schippern.
Fort Kugelbake – ist die einzige, noch erhaltene deutsche Marine-Festung, die man bei einer geführten Besichtigung besuchen kann. Fort Kugelbake liegt im Stadtteil Döse, in der Nähe der Kugelbake und ist definitiv eine Besichtigung wert, vor allem weil auch der Hund mit rein darf. Die Anmeldung zur Führung kann telefonisch erfolgen und der Kartenvorverkauf ist in der Kugelbake-Halle. Infos findet ihr hier: https://www.nordseeheilbad-cuxhaven.de/veranstaltungen/event/fuehrung-fort-kugelbake
Der Hundestrand in Cuxhaven-Sahlenburg, ist natürlich ein weiterer Grund, um mit Hund hier her zu fahren. Es gibt einen schönen, großen Hundestrand, wo die Hunde nach Herzenslust baden und toben können. Zudem gibt es auch einen Hundeauslauf mit Trinkwasserstation, wo man die Hunde duschen kann oder wo es eine Spielezeit mit anderen Hunden geben kann.
In der Nähe zum Hundestrand liegt der Wernerwald, wo man ausgiebig spazieren gehen oder mit dem Rad fahren kann. Es gibt in der Umgebung auch mehrere Fahrradverleihe, wo man sich für die Zeit des Urlaubs günstig ein Fahrrad ausleihen kann. Wir sind zum Beispiel mit dem Fahrrad nach Altenwalde gefahren, vorbei an den wunderschönen Küstenheiden. Hier könnt ihr ein Fahrrad buchen: https://www.cuxhaven-mietrad.de/. Das Fahrrad wird euch sogar bis zur Ferienwohnung gebracht und wieder abgeholt.
Achtung: Sowohl am Strand, als auch im Wernerwald, gilt Leinenpflicht!
Emma hatte viel Spaß beim baden im Wasser und beim buddeln im Sand. Der Papa musste immer mal als Boje zum ausruhen her halten. Daher haben wir uns auch irgendwann für eine Hunde-Schwimmweste entschieden, um der Maus mehr Sicherheit bieten zu können.
Achtet beim Aufenthalt am Strand bitte immer darauf, dass euer Hund im Schatten liegt und genügend Wasser angeboten bekommt. Wir haben immer den Strandkorb verschoben, so dass dieser Schatten geworfen hat und wir haben ein großes Handtuch dabei gehabt, welches wir über das Holzgitter vom Strandkorb gelegt haben, damit Emma dadurch Schatten hatte.
Tipp: Auch Hunde bekommen Sonnenbrand, wenn Sie zu lange im Wasser oder generell in der Sonne sind. Gerade auf der Nase passiert es schnell. Dafür gibt es extra für Hunde eine spezielle Sonnencreme, welche ihr Online bei verschiedenen Anbietern kaufen könnt.
Die Strandkörbe am Hundestrand sind heiß begehrt und daher meistens alle ausgebucht. Damit uns das nicht passiert, haben wir unseren Strandkorb bereits online, einige Wochen vor Urlaubsbeginn, gebucht. Hier könnt ihr den Strandkorb online buchen: https://www.strandbutler.de/strandkorb/strand/Sahlenburger%20Strand-42/
Emma saß auch gerne im Standkorb, denn durch die Höhe konnte man super andere Hunde/Leute beobachten.
Das schöne an der Nordsee sind für uns die Gezeiten (Ebbe/Flut), auch wenn man dann natürlich auf den Tidenkalender achten muss um zu schauen, ob man baden oder wattwandern kann. Aber dafür gibt es online einen Tidenkalender. Diesen findet ihr hier: https://www.cuxduhier.de/tidenkalender.html. Auf dieser Seite kann man auch tolle Ferienwohnungen buchen, in verschiedenen Größen und der Strand ist von dieser Unterkunft nicht weit entfernt. Link zu den Ferienwohnungen: https://www.cuxduhier.de/ferienwohnungen.html
Emma liebt es im Watt zu wandern und sich dabei richtig schön dreckig zu machen. Und wenn man weit genug raus gelaufen ist, kann man natürlich auch mal die Leine ab machen, damit der Hund toben kann. Vorausgesetzt natürlich, der Vierbeiner hört und es wird niemand anderes gestört.
Von Cuxhaven-Sahlenburg aus, kommt man super für einen Tagesausflug rüber auf die Insel Neuwerk. Entweder per Wattwanderung, aber der Weg ist sehr weit (Dauer der Wanderung ca. 2,5 bis 3 Stunden – man sollte nur mit einem zertifizierten Wattführer los gehen) oder per Wattwagenfahrt. Infos zur Insel Neuwerk findet ihr hier: https://www.inselneuwerk.de/
Die Insel Neuwerk lädt zum wandern ein und bietet einen tollen Weg, rund um die Insel.
Es gibt den Friedhof der Namenlosen (hier wurden unbekannte Schiffbrüchige bestattet), einen Radarturm, die Ostbake, die Inselbibliothek und das Nationalpark-Haus. Dieses bietet eine Ausstellung zur Geschichte der Insel und ist kostenlos.
Das Wahrzeichen der Insel Neuwerk, der Leuchtturm, kann sich auch sehen lassen. Er wurde 1310 erbaut und diente bei Sturmfluten als Schutz der Inselbewohner. Man kann die 138 Stufen erklimmen, um auf die Aussichtsplattform zu gelangen. Bei unserem Besuch, war diese leider wegen Bauarbeiten geschlossen. Es wird gesagt, dass man bei gutem Wetter bis nach Bremerhaven oder Wilhelmshaven schauen kann. Die Insel Neuwerk gehört zu Hamburg.
Auf Neuwerk gibt es zudem die kleinste Schule Hamburgs, den dort werden derzeit lediglich 2 Kinder im Grundschulalter unterrichtet.
Entweder man fährt mit dem Wattwagen nach Neuwerk, hat eine Stunde Aufenthalt und fährt dann wieder mit dem Wagen zurück (Dauer insgesamt ca. 4 Stunden) oder man fährt nur mit dem Wagen hin, verbringt den Tag auf der Insel und fährt am Abend mit dem Schiff wieder zurück, welches allerdings in Cuxhaven ankommt. Aber von dort aus fährt ein Bus rüber nach Sahlenburg. Die Schifffahrt könnt ihr z.B. vorab hier buchen: https://booking.cassen-eils.de/selectTrip
Wer den Tag auf Neuwerk verbringen möchte, hat viele Möglichkeiten dort essen zu gehen. Es gibt einige Inselrestaurants, wie z.B. das alte Fischerhaus, wo man auch übernachten kann, da es gleichzeitig ein Hotel ist. Essensangebote und Zimmerbuchungen findet ihr hier: https://www.wattfahrten.de/hotel.
Wir haben den ganzen Tag auf Neuwerk verbracht und haben somit alles sehen und nach Herzenslust schlemmen können. Es gibt aber auch viele Leute, die bleiben gleich mehrere Tage auf Neuwerk, um vom Alltag abzuschalten und die Ruhe zu genießen. Für uns wäre das allerdings zu langweilig, aber das muss jeder für sich selber entscheiden.
Tipp: Normalerweise ist der Weg zum Strand (außer natürlich zum Hundestrand) für Hunde gesperrt. Wenn aber das Watt für Wattwanderungen geöffnet wird, darf man auch mit Hund auf den normalen Strand, bzw. ins Watt laufen.
Im Besucherzentrum gibt es Wissenswertes über das Weltnaturerbe Wattenmeer und die Küstenheiden. Unter anderem gibt es einen Tidensimulator, der die Tide gut erklärt.
Zudem bekommt man einen Überblick über die tierischen Einwohner der Wattenmeere, man hat einen fantastischen Blick aufs Wattenmeer und es gibt einen kleinen Shop für lustige Souvenirs.
Die Hunde dürfen auch mit an Board und es gibt auf dem Schiff auch Essen/Trinken und natürlich ein WC.
Es gibt wirklich einige Seehunde zu sehen und bei gutem Wetter, schwimmen Sie sogar teilweise bis ans Schiff ran.
In Cuxhaven gab es ein ganz spezielles Museum, das Pinguin-Museum. Dieses ist leider seit Ende 2024 dauerhaft geschlossen und wir hatten das Glück, es noch besuchen zu dürfen und möchten es euch aber trotzdem nicht vorenthalten.
Für Emma hatte sich der Besuch gelohnt, da sie im Shop ein Kuscheltier aussuchen durfte, welches sie ganz stolz bis zum Auto getragen hat.
Wer mit Kindern in Cuxhaven ist, der sollte unbedingt im „Zoo im Kurpark“ vorbei schauen. Dies ist ein kleiner Zoo, der rund 20 verschiedene Tierarten bietet. Hunde dürfen leider nicht mit in den Zoo und der Eintritt ist kostenfrei. Täglich, zu den Öffnungszeiten um 15 Uhr, gibt es die Pinguinfütterung. Infos zum Zoo findet ihr hier: https://www.nordseeheilbad-cuxhaven.de/cuxhaven/poi/zoo-im-kurpark
Für Heiratswillige – Im Schloss hat man die Möglichkeit sich trauen zu lassen oder in der nebenan gelegenen Martinskirche. Infos zur Martinskirche findet ihr hier: https://www.kirche-cuxhaven.de/martin
Den Schlossgarten fand Emma besonders toll, da man hier super spazieren gehen konnte und es einen großen Teich mit vielen Enten gab, die sie am liebsten stundenlang beobachtet hätte.
Für Flugzeugfans, gibt es ca. 20 Minuten Autofahrt von Cuxhaven entfernt das Aeronaticum in Nordholz. Hier findet man alles was fliegt, wie z.B. Luftschiffe, Flugzeuge u.v.m. Infos zum Aeronaticum gibt es hier: https://aeronauticum.de/
Ein weiterer Urlaubsort in der Nähe von Cuxhaven ist die Wurster Nordseeküste, z.B. mit dem Ort Wremen, den wir als Tagesausflug besucht haben. Infos zur Wurster Nordseeküste/Wremen gibt es hier: https://www.wursternordseekueste.de/ und https://wremen.de/
Der Ort Wremen hat einen schönen Strand und eine kleinen Kutterhafen, an dem viele Krabbenkutter bestaunt und frische Krabben gekauft werden können.
Hier gibt es wunderschöne Wanderwege, um die Natur erleben zu können.
Wer sich die einzelnen Orte in Cuxhaven anschauen möchte, sollte unbedingt mit der Dünenbahn fahren. Die Cuxliner Dünenbahn fährt zwischen Sahlenburg und Duhnen und führt entlang an den Heideflächen und dem Wattenmeer. Infos zur Dünenbahn gibt es hier: https://www.cuxliner.de/reisearten/duenenbahn-cuxhaven/
Wir hoffen, ihr habt einen kleinen Einblick über Cuxhaven und die umliegenden Ortschaften bekommen? Sollten euch Informationen fehlen, dann schreibt uns gerne, damit wir den Beitrag noch ergänzen können. Emma bedankt sich für das lesen unseres Beitrages, bis bald.
Wir wollen euch auf unserer Homepage ein paar Einblicke in unsere bisherigen und kommenden Reisen mit Hund geben. Es erwarten euch tolle Abenteuer, Reisetipps, Routenplanungen und vieles mehr. Schaut immer mal wieder rein, um keine unserer Abenteuer zu verpassen.