Feiner Sand unter den Pfoten, salzige Meeresluft in der Nase, die Ohren im Wind, Dänemark ist der Inbegriff von Entspannung. Hier sagt man nicht viel, hier lebt man langsam, gemütlich, freundlich – hygge eben. Und Dänemark liebt Hunde.
Aber, auch hier gelten Regeln, die man unbedingt kennen muss. Gerade beim Thema Hunderassen und Leinenpflicht ist Aufmerksamkeit gefragt.
Einreisebestimmungen – Der Weg zur dänischen Küste
Als EU-Mitglied erlaubt Dänemark die Einreise mit Hund unkompliziert – solange du die Vorgaben erfüllst.
Du brauchst:
- EU-Heimtierausweis
- Mikrochip (ISO-Norm 11784/11785)
- Tollwutimpfung (mind. 21 Tage alt, gültig zum Reisezeitpunkt)
Keine Pflicht für Entwurmung – aber vor allem in Küstenregionen ist ein Spot-On gegen Zecken & Sandmücken ratsam.
Vorsicht bei Rasselisten!
Dänemark verfolgt eines der strengsten Hundegesetze Europas in Bezug auf sogenannte „gefährliche Hunderassen“. Folgende 13 Rassen und Kreuzungen (Mischlingen) daraus sind in Dänemark verboten, auch für Touristen:
- Pitbull Terrier
- Tosa Inu
- American Staffordshire Terrier
- Fila Brasileiro
- Dogo Argentino (argentinische Dogge)
- American Bulldog
- Boerboel
- Kangal (inkl. Anatolischer Hirtenhund)
- Zentralasiatischer Owtscharka
- Kaukasischer Owtscharka
- Südrussischer Owtscharka
- Tornjak
- Šarplaninac
Wer einen Hund besitzt, der auf der Liste der verbotenen Hunderassen steht, darf diesen nicht mit nach Dänemark mitbringen – außer der Hund wurde vor dem 17. März 2010 angeschafft und wird an der Leine sowie mit Maulkorb geführt. Dies gilt jedoch nicht für Pitbull Terrier und Tosa Inu, die generell nicht nach Dänemark eingeführt werden dürfen. In dem Fall braucht man eine Bescheinigung, wann der Hund angeschafft wurde.
Es gibt einige Hunderassen, die Ähnlichkeiten mit den Hunde auf der Liste der verbotenen Hunderassen haben. Dies sind z.B.: Tatra Schäferhund, Mastiff, Cane Corso Italiano, Iberische Dogge…Da solltet ihr eine Dokumentation zur Rasse dabei haben.
Durchreise mit Hunden der verbotenen Hunderassen durch Dänemark:
Das Verbot betrifft keine Hunde, die auf der Durchreise sind. Dieser darf das Fahrzeug aber nicht verlassen (außer zum lösen) und es darf kein weiterer Aufenthalt in Dänemark erfolgen.
Im Zweifel lieber vorab beim dänischen Veterinäramt (Fødevarestyrelsen) nachfragen!
Gesetze und Vorschriften – Hygge, aber mit Regeln
Leinenpflicht:
In Städten und Ortschaften: Leine immer Pflicht
In der Natur: Leinenpflicht in Wäldern und Dünen, auch im Sommer an vielen Stränden
Vom 1. April bis 30. September: Leinenpflicht an allen öffentlichen Stränden
Tipp: Viele Strände erlauben Freilauf außerhalb der Saison (Okt. – März)
Manche Strände sind explizit als „Hundestrand“ ausgewiesen – ideal für den freien Lauf!
Maulkorbpflicht:
Keine generelle Pflicht, aber:
In öffentlichen Verkehrsmitteln oder auf Fähren kann ein Maulkorb verlangt werden.
Bei auffälligem Verhalten sowieso, also besser einen dabeihaben
Öffis & Fähren:
Hunde sind in den meisten Verkehrsmitteln erlaubt
Kleine Hunde oft kostenlos (wenn in Transportbox)
In Zügen: Zugtickets für größere Hunde erforderlich (ca. Kinderpreis)
Fähren (z. B. nach Bornholm): Hundekabinen buchbar, meist sehr tierfreundlich
Gesundheit und Vorsorge – Sicher durch Nordsee und Wald
Dänemark ist ein gesundes Reiseland für Hunde, mit wenigen tierischen Risiken – aber ganz ohne ist es natürlich nie.
| Risiko: | Beschreibung: | Schutz: |
| Zecken (Frühjahr – Herbst) | Vor allem im Süden und in den Wäldern | Spot-on, Zeckenzange, Halsband |
| Sandmücken (lokal) | Im Sommer an der Ostseeküste | Insektenschutzmittel (z.B. Advantix) oder Frontline TriAct |
| Hitze, vor allem im Auto | Den Hund im Auto zu lassen ist streng verboten und gibt hohe Bußgelder | Nie allein im Auto lassen |
Die Tierärztliche Versorgung ist top!
Tierärzte heißen „Dyrlæge“
In touristischen Regionen gibt es viele englischsprachige Praxen
Notrufnummern variieren lokal – vorher abspeichern oder im Ort erfragen
Hundestrände und Natur – Nordische Freiheit mit Nasenwind
Offizielle Hundestrände:
Dänemark hat zahlreiche Hundestrände – z. B. in Blåvand, Fanø, Rømø, Hvide Sande oder Løkken; diese werden oft markiert mit Hinweisschildern
Meist gibt es Mülltonnen und Kotbeutelspender – sehr hundefreundlich organisiert.
Im Winter (Oktober bis März):
Fast alle Strände sind freigegeben für denFreilauf!
Die perfekte Zeit für einen Nordsee-Urlaub mit Hund.
Wälder & Natur:
Über 200 ausgewiesene Hundewälder („Hundeskove“). Diese sind Komplett umzäunt und Freilauf ist erlaubt. Sie sind kostenlos, mit Picknicktischen und Kotbeuteln.
Die Karte der Hundewälder findet ihr hier: https://www.hundeskovene.dk/. Es gibt auch eine App fürs Handy dazu.
Unterkünfte und Alltag – Hundefreundlich und hyggelig
Dänemark ist ein echtes Ferienhaus-Paradies, perfekt für Hundemenschen, die Ruhe, Natur und Flexibilität mögen.
Unterkunftstipps (Ferienhausportale mit Hundefilter):
https://esmark.de (hier gibt es zu den Häusern auch gleich eine Übersicht der Hundewälder
Viele Häuser haben: eingezäunte Grundstücke, Hund erlaubt ohne Aufpreis, Strandnähe oder Waldlage
Camping mit Hund?
Sehr beliebt! Fast alle Campingplätze erlauben Hunde, viele bieten sogar: Hundeduschen, Hundestrand-Zugang, eigene Auslaufwiesen.
Restaurants & Alltag:
Hunde in Restaurants drinnen eher unüblich, draußen fast immer erlaubt; Freundlich fragen lohnt sich
Viele Cafés bieten Wassernäpfe und Kekse – typisch dänische Herzlichkeit!
Besonderheiten und Tipps – Was du wissen solltest
Kotbeutel? Pflicht.
Dänen sind ordentlich und höflich – Hundehaufen auf Wegen = no-go!
In Städten und Urlaubsorten gibt’s viele kostenlose Spender & Mülleimer
Hundeverhalten:
Lautes Bellen, Ziehen oder Pöbeln wird nicht gern gesehen. Dänen sind hundefreundlich, aber zurückhaltend. Wer Rücksicht nimmt, wird willkommen geheißen.
Achtung: Hundegesetz!
Aggressives Verhalten kann zur sofortigen Einschläferung führen, ohne Gerichtsverfahren!
Klingt hart – wird selten angewendet. Aber, Leine drauf und Hund gut erziehen = sorgenfreier Urlaub!

































