Urlaub mit Hund

Schlagwort: Vereinigtes Königreich mit Hund

Rye – kleines Städtchen in England

Rye ist ein kleines Städtchen mit ca. 5000 Einwohnern und gehört zur Grafschaft East Sussex in Südostengland. Es liegt nahe an der Küste, am Fluss Rother. Im 18. Jahrhundert war Rye Zentrum des Schmuggels von Alkohol und Tee. Die berüchtigte Hawkhurst Gang operierte in der Region.

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Im Mittelalter war es ein berühmter Seehafen, doch durch Versandung der Küstenlinie verlagerte sich das Meer mehrere Kilometer. Somit liegt Rye heute im Landesinneren. Aber durch den Fluss und Ebbe/Flut, können hier weiterhin kleinere Schiffe/Boote fahren. Er zählt immer noch zu einem der wichtigsten Fischereihäfen.

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In wenigen Kilometern, gelangt man an die Küste zum Rye Harbour Nature Reserve (Winchelsea Beach), wo es tolle Wanderwege und viel Natur gibt. Der Strand hier ist mit Steinen versehen. Aber gleich gegenüber liegt Camber Sands, mit einem wunderschönen Sandstrand, Restaurants und Lifeguards (Rettungsschwimmer). Ihr solltet allerdings zeitig dort sein, bevor alle Parkplätze weg sind. Hunde sind am Strand von Camber Sands ebenfalls erlaubt. Auch hier bitte auf die Schilder achten.

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Ich selber würde lieber den Strand mit Steinen, Winchelsea Beach, bevorzugen, da hier deutlich weniger los ist und man seine Ruhe hat. An manchen Tagen wenn wir dort waren, kamen nur 1-2 andere Personen. Man kann hier genauso toll baden und auch Hunde sind zum Teil am Strand erlaubt. Ihr solltet auf die Schilder achten. Auch ein Strandspaziergang am Abend ist toll.

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Camber Castle ist eine historische Festungsruine südlich von Rye. Die Anlage wurde im 16. Jahrhundert gebaut, um die englische Küste vor möglichen Angriffen aus Europa zu schützen. Camber Castle ist architektonisch interessant, weil es speziell für Artillerie (Kanonen) gebaut wurde. Es gibt runde Bastionen für Kanonen und dicke Steinmauern. Es ist eine runde Festung mit mehreren Verteidigungsringen und wurde ursprünglich für 5 Bastionen erbaut.

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Camber Castle wurde zwischen 1539 und 1544 unter dem englischen König Henry VIII errichtet. Der Bau war Teil eines großen Verteidigungsprogramms gegen eine mögliche Invasion durch Frankreich und das Heilige Römische Reich. Diese Festungen nennt man Device Forts. Sie hatte die Aufgabe, Schiffe, die in den Hafen einfahren zu kontrollieren, die Küste am Ärmelkanal zu verteidigen und zum Schutz der Stadt Rye.

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Das Städtchen Rye ist zwar klein, hat aber trotzdem tolle Einkaufsgassen mit Restaurant, Cafe`s, Bars, Antiquitätenläden, Souvenirshops und Bekleidung. Wir haben hier die beste Pizza in England gegessen, bei Yummies Pizza & Kebap. Es gibt auch einen typisch englischen Markt mit Kleidung, Büchern, Obst und Gemüse, über den man unbedingt schlendern sollte.

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Neben einiger historischer Gebäude, Tore wie dem Landgate und Mauern in Rye, befindet sich hier auch das Rye Castle, auch genannt Ypres Tower. Rye Castle ist eines der ältesten Gebäude der Stadt. Die Festung wurde im Mittelalter gebaut und diente der Verteidigung der Stadt gegen Angriffe von See. Der Turm wurde im 14. Jahrhundert (um 1249–1250) errichtet, nachdem Rye mehrfach von französischen Truppen angegriffen worden war. Es diente auch als Gefängnis für Verbrecher, Hexen und Schmuggler

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Direkt neben der Stadt, liegt das riesige Naturschutzgebiet mit einer Größe von 4500 Hektar. Es bietet wichtige Brutplätze für Seevögel und Lebensraum für seltene Pflanzen und Insekten. Typische Tiere die hier zu sehen sind: Seeschwalben, Austernfischer, Möwen und Zugvögel. Das Gebiet gehört zu den bedeutendsten Vogelbeobachtungsorten in Südengland.

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Rye ist ein malerischer Küstenort mit vielen Fachwerkhäusern, historischen Gebäuden und kleinen Einkaufsgassen, was es wirklich interessant macht. Hier kann man zur Ruhe kommen und wer Trubel haben möchte, ist in 1,5 Stunden nach London gefahren oder in die umliegenden, größeren Städte. Wir können euch einen Besuch sehr empfehlen, denn gerade durch die Natur, ist es auch ein toller Ort für euren Hund.

Newhaven Fort

Das Newhaven Fort ist mittlerweile ein Museum in Newhaven. Es wurde damals als die größte Verteidigungsanlage erbaut, die jemals in Sussex gebaut wurde. Es wurde zwischen 1865 und 18741 erbaut und diente als Schutz für den Hafen von Newhaven, falls es einen Angriff aus Frankreich geben sollte.

Es wurde 1870 auf der Ostseite mit zwei Vorderlader-Schiffsgeschützen vom Typ RML 9-inch ausgestattet. Die Geschützstellungen hatten freies Schussfeld über die Nordsee.

Vom Newhaven Fort aus, hat man einen tollen Blick auf den Hafen von Newhaven. Gerade bei schönem Wetter, kann man den weiten Blick von hier oben genießen. Es gibt auch direkte Wanderwege rund um das Fort.

Mit Newhaven Fort hatte man Kontrolle über den Firth of Forth, also Schutz des Zugangs zu Edinburgh und den Werften in Leith. Im Museum findet man viel alte Munition, die natürlich entschärft wurde.

Natürlich darf ein Munitionslager in so einer Festung nicht fehlen. Es gibt ein unterirdische Munitionslager, welches über enge Gänge zu erreichen ist.

Im Gebäude gibt auch eine Art Kino, wo kurze Filme zur Geschichte und zum Fort gezeigt werden. Sie sind sehr informativ und die Stühle laden zum verweilen ein. Ausgestellt werden auch verschiedene Technikausrüstungen von früher und natürlich Munition.

Es gibt auch eine Schmiede/Werkstatt von früher zu sehen, wo früher Geschützkomponenten repariert wurden. Hier wurden auch Bolzen, Eisenstangen, Beschläge bearbeitet und Ersatzteile angefertigt. Man kann sich auch noch die Schlafräume der Besatzung anschauen und den Raum eines Priesters.

Natürlich gibt es auch eine große Anzahl an historischen Uniformen von verschiedenen Dienstgraden zu sehen. Von feiner Ausgehkleidung, bis hin zu Uniformen der einfachen Soldaten, ist alles dabei.

Aus der Zeit des kalten Krieges, sieht man eine rekonstruierte Leit- bzw. Gefechtszentrale. Der Raum wirkt fast wie ein eingefrorenes 1970er-Jahre-Kontrollzentrum. Hier sieht man deutlich den Übergang vom industriellen Krieg zur elektronischen Kriegsführung.

Im Gruppen-Überwachungsraum wurden konkrete taktische Verteidigungs- und Überwachungsmaßnahmen koordiniert. Die Kernaufgaben des Gruppen-Überwachungsraum waren: Seeüberwachung, Feuerleitung der Küstenartillerie, Luftlage/Bedrohungsanalyse und Alarm- und Einsatzkoordination.

Es gab auch eine Küche von früher zu sehen, mit der kompletten Einrichtung und den Lebensmitteln, wie es sie damals gab. Wie es sich für die damalige Zeit gehörte, stand die Frau am Herd. Zum Glück ändern sich manche Zeiten.

Ein Modell vom Newhaven Fort zeigt deutlich, wie groß das ganze Areal ist und wie es in die Felsen eingebaut wurde, was ich die teils schmalen Gänge und langen Treppen nach unten erklärt.

Der Besuch hat mir gezeigt, wie viel Technik, Organisation und Handarbeit hinter dem Betrieb einer solchen Festung steckte. Besonders die authentisch eingerichteten Räume, von der Schmiede bis zum Operationsraum, machen Geschichte greifbar. Deshalb kann ich einen Besuch sehr empfehlen, denn man erhält nicht nur Informationen, sondern ein echtes Raumgefühl vergangener Zeiten.

Battle Abbey in Battle

Hallo Freunde, heute will euch Mama von einem Ausflug nach Battle Abbey berichten. Zu dem Zeitpunkt gab es mich leider noch nicht, daher war ich nicht dabei und habe diese schöne Reise verpasst. Ich hoffe ihr habt trotzdem Spaß beim lesen.

Battle Abbey heißt mit vollem Namen „St. Martin’s Abbey of the Place of Battle“ und ist eine ehemalige Klosteranlage in Battle (East Sussex), was in der Nähe der Stadt Hastings liegt.

Battle Abbey in Battle
Battle Abbey in Battle
Battle Abbey in Battle

Auf dem Standort von Battle Abbey, wurde am 14.10.1066 die Schlacht bei Hastings ausgetragen. Wilhelm der Eroberer lies das Kloster an dieser Stelle errichten, um an die gefallenen Soldaten zu erinnern. Im großen Gebäude von Ballte Abbey, befand sich ab 1922 eine Schule, welche auch heute noch darin beheimatet ist. Daher ist es nur während der Sommerferien im Inneren zu besichtigen.

Battle Abbey in Battle
Battle Abbey in Battle

Die ehemalige Klosterkirche wurde fast vollständig zerstört. Es gibt nur noch Grundmauerreste zu sehen. Trotzdem ist die Ruine ein beliebtes Ausflugsziel für Besucher. Auf dem letzten Bild sieht man das Deckengewölbe im ehemaligen Schlafraum der Novizen.

Battle Abbey in Battle
Battle Abbey in Battle
Battle Abbey in Battle

Jährlich am 14. Oktober, wird die Schlacht bei Hastings wieder lebendig, da ein sogenanntes „Reenactment“ aufgeführt wird. Mittlerweile lockt dieses Event ca. 125.000 Besucher an. Aber das ganze Jahr über, kann man hier was erleben, z.B. wenn der mittelalterliche Markt stattfindet und die Wüstenbussarde, Wanderfalken und Schleiereulen fliegen.

Battle Abbey in Battle
Battle Abbey in Battle

Auf dem Gelände, wo auch die Schlachtfelder zu finden sind, gibt es noch die historische Kühl- und Versorgungsanlage. Links befindet sich die Molkerei, wo Butter und Sahne hergestellt wurde. Rechts befindet sich der unterirdische Kegel-Schacht, der als Eishaus zum kühlen der Molkereiprodukte und Lebensmittel genutzt wurde. Im Winter wurde dieser mit Eis aus Seen/Teichen gefüllt, damit er kühlen konnte. Es gab auch noch einen Abfluss für Kühlwasser.

Battle Abbey in Battle
Battle Abbey in Battle

Ein weiteres Gebäude von Battle Abbey ist das sogenannte Torhaus, ein Museum, welches man ganzjährig besuchen kann. Es gibt darin eine interaktive Ausstellung.

Battle Abbey in Battle
Battle Abbey in Battle

Man kann alte Truhen, verzierte Kamine und wunderschöne Fenster von damals betrachten. Dadurch fühlt man sich gleich, als wäre man in einer andere Zeit angekommen.

Battle Abbey in Battle
Battle Abbey in Battle
Battle Abbey in Battle

Zudem erfährt man einiges über das frühere Leben ins solchen Burgen. Die Toiletten der Herren von früher, fand ich sehr amüsant und auch die mittelalterlichen Latrinen. Die Herren der Schöpfung, hatten einfach einen offenen Schacht im Fußboden, welcher als Pissoir genutzt wurde.

Battle Abbey in Battle
Battle Abbey in Battle

Man kann auch alte Musikinstrumente bestaunen und für Kinder/Erwachsene gibt es Stationen, wo man sich verkleiden kann, etwa mit einem alten Helm oder wo man ein Schild tragen kann.

Battle Abbey in Battle
Battle Abbey in Battle
Battle Abbey in Battle

Nach dem Besuch oder als Stärkung währenddessen, gibt es auch ein süßes Kaffee. Dort kann man typisch englische Scones und Tee genießen. Battle Abbey ist auf jeden Fall einen Besuch wert, auch wenn der Eintritt für 16 Pfund pro Erwachsener natürlich nicht ganz günstig ist.

Tipp: Vorher Online buchen, dann bekommt man für die Karte noch mal 15% Rabatt und wer gleich mehrere Orte besuchen möchte, die zu English Heritage gehören, dafür gibt es auch noch mal spezielle Karten. Für ausländische Besucher gibt es den „Overseas Visitor Pass“. Man kann sich darüber einen 9- bis 16-tägigen Pass buchen, der an über 100 Orten gültig ist. Die Pässe gibt es für Einzelpersonen, 2-Personen oder für ganze Familien. Die Infos findet ihr hier: https://www.english-heritage.org.uk/visit/overseas-visitors/

Weiter Infos zu Battle Abbey, wie z.B. die Öffnungszeiten oder Anfahrt, findet ihr hier: https://www.english-heritage.org.uk/visit/places/1066-battle-of-hastings-abbey-and-battlefield/

Vereinigtes Königreich mit Hund – Tea Time, Klippen und königliche Pfoten

Das Vereinigte Königreich, dass ist London mit roten Doppeldeckerbussen, die grünen Hügel von Schottland, wilde Klippen in Cornwall und urige Pubs, in denen die Zeit stehen geblieben scheint.


Mit Hund? Ja, das geht, aber gerade die Einreise ist etwas komplizierter als in anderen europäischen Ländern. Wer die Regeln kennt, wird mit einem Land belohnt, das Hunde nicht nur duldet, sondern vielerorts liebt.

Einreisebestimmungen – Willkommen auf der Insel

Das UK hat nach dem Brexit eigene Bestimmungen, die strenger sind als in der EU:

  • Mikrochip Pflicht
  • EU-Heimtierausweis oder offizielles Animal Health Certificate (für EU-Bürger)
  • Tollwutimpfung – mindestens 21 Tage vor Einreise
  • Bandwurmbehandlung (Echinococcus): Pflicht für Hunde, 24–120 Stunden vor Einreise, dokumentiert vom Tierarzt.

Transport: Hunde dürfen nicht mit jeder Fähre oder Bahn einreisen.

Besonders wichtig: Mit dem Eurostar-Zug von Paris/Brüssel nach London sind Hunde verboten.

Stattdessen: Fähre (z. B. Calais–Dover) oder den Eurotunnel (Calais–Folkestone), dort sind Hunde im Auto erlaubt.

Gesetze und Vorschriften – Von Pubs bis Parks

Leinenpflicht:

In Städten und öffentlichen Parks häufig Pflicht.

In der freien Natur (z. B. in Schottland) oft lockerer, aber Achtung bei Schafen und Wild!

Maulkorb:

Keine generelle Pflicht; nur für auffällige Hunde oder bestimmte Verkehrsmittel.

Rasseliste:

Streng! Verbotene Rassen (z. B. Pitbull, Dogo Argentino, Fila Brasileiro, Japanese Tosa). Auch Mischlinge mit ähnlichem Aussehen können Probleme machen.

Öffentliche Verkehrsmittel:

Hunde sind in den meisten Zügen, Bussen und sogar Taxis willkommen (bei größeren Hunden nach Absprache).

In London sind Hunde in der Underground erlaubt; allerdings oft nur, wenn man sie tragen kann oder sie Treppen laufen.

Gesundheit und Vorsorge – Regen, Weiden und ein paar Tücken

Klima: Mild, aber wechselhaft; perfekt für Hunde, kaum Hitzestress.

Zecken: Besonders in Schottland (Highlands) → Borreliose und FSME-Risiko beachten.

Bandwürmer: Daher die Einreise-Regel; das UK schützt sich aktiv.

Tierärzte: Sehr gute Versorgung, viele Praxen auch in ländlichen Regionen.

Strände und Natur – Freiheit in Hülle und Fülle

Strände:

Viele Strände sind hundefreundlich.

In der Hauptsaison (Mai–September) gibt es jedoch Beschränkungen an beliebten Badestränden.

Abseits der Touristenzonen fast überall Freilauf möglich.

Natur:

Schottische Highlands: wild, frei und traumhaft für Wanderungen.

Lake District: wunderschöne Seen und Berge, sehr hundefreundlich.

Cornwall und Wales: Küstenpfade mit atemberaubenden Ausblicken.

Besonderheit Schottland: „Right to Roam“ – freies Betretungsrecht fast überall, solange man Rücksicht auf Tiere und Landwirte nimmt.

Unterkünfte und Alltag – Hund im Pub willkommen

Unterkünfte:

Pubs mit Gästezimmern, kleine B&Bs und Ferienhäuser sind oft sehr hundefreundlich.

Große Hotels erlauben Hunde nicht immer, besser vorab prüfen.

Restaurants und Pubs:

Hunde sind in vielen Pubs willkommen, teilweise sogar im Innenbereich.

Wasser- und Leckerlistationen sind keine Seltenheit. Die Briten lieben es praktisch.

Besonderheiten und Tipps – Very British mit Hund

Autofahrten: Lange Strecken über Landstraßen, daher immer genügend Pausen einplanen. Viele Rastplätze haben Hundebereiche.

Kultur: Hunde gehören zum Alltag, man sieht sie in Parks, Pubs und auf Wanderungen. Wichtig: Britische Zurückhaltung auch beim Hund, denn ruhiges Verhalten wird geschätzt.

Praktisch: Immer Leine dabei, gerade wegen Weidevieh. Schafe und Border Collies sind fast überall.

Fazit: Das Vereinigte Königreich ist für Hundemenschen ein echtes Erlebnis, von Küstenwegen bis hin zu gemütlichen Abenden im Pub. Wer die strengen Einreiseformalitäten beachtet und Respekt vor Rasselisten sowie Schafen hat, wird mit einem Land belohnt, das Hundeherzen höher schlagen lässt. Zwischen grünen Hügeln, wilden Klippen und viktorianischen Parks wartet ein Stück britisches Abenteuer – ganz royal, auf vier Pfoten.