Irland, dass klingt nach saftig grünen Hügeln, windgepeitschten Klippen und urigen Pubs, aus denen Musik und der Duft von Torffeuer strömen. Und die gute Nachricht: Hunde sind hier willkommene Begleiter auf Wanderwegen, in Cottages und oft sogar in Pubs.

Doch auch hier gilt: Wer Regeln und Wetter kennt, erlebt mit Hund ein echtes Inselabenteuer zwischen Atlantik, Schafweiden und unendlicher Natur.

Einreisebestimmungen – Über die See ins Grüne

Irland gehört zur EU, die Einreise mit Hund ist unkompliziert, aber kontrolliert:

  • EU-Heimtierausweis ist Pflicht
  • Mikrochip (ISO-Standard)
  • Tollwutimpfung (mindestens 21 Tage alt)
  • Bandwurmbehandlung (Pflicht, frühestens 120 Stunden und spätestens 24 Stunden vor der Einreise)

Rassenregelungen:
Für einige Hunderassen (z. B. Staffordshire Bull Terrier, Pit Bull Terrier, Rottweiler, Bullmastiff u. a.) gelten strengere Auflagen. Leinen- und Maulkorbpflicht in der Öffentlichkeit.

Tipp: Wer mit der Fähre reist, sollte prüfen, ob der Hund während der Überfahrt im Auto bleiben darf oder in speziellen Hundeboxen untergebracht wird.

Gesetze und Vorschriften – Leine, Maulkorb und irische Eigenheiten

Irland ist grundsätzlich hundefreundlich, aber mit klaren Regeln:

Leinenpflicht:

In Städten und Parks meist Pflicht.

In ländlichen Gebieten entspannter, aber Achtung: Schafweiden sind tabu!

Maulkorbpflicht:

Für bestimmte Rassen vorgeschrieben (nach Dangerous Dogs Act).

Wird im Alltag auch in Städten regelmäßig kontrolliert.

Öffentliche Verkehrsmittel:

Hunde dürfen in Busse oder Züge, wenn sie sauber, angeleint und unter Kontrolle sind.

Große Hunde brauchen in manchen Regionen ein separates Ticket.

Restaurants und Pubs:

In vielen ländlichen Pubs sind Hunde willkommen, besonders wenn es einen Kamin gibt.

In Städten wie Dublin oder Galway vorher nachfragen, ob Hunde erlaubt sind.

Gesundheit und Vorsorge – Wind, Wetter und kleine Gefahren

Das irische Klima ist mild, aber feucht. Perfekt für Spaziergänge, solange man Regenjacke und Handtuch dabeihat.

Zecken und Parasiten:
In Wiesen und Mooren kann es Zecken geben – Schutz ist ganzjährig sinnvoll.

Regen und Wind:
An den Küsten pfeift der Wind ordentlich, besonders an Klippen wie den Cliffs of Moher. Leine lieber dranlassen!

Weidetiere:
Schafe sind allgegenwärtig. Hunde dürfen sie nicht jagen oder aufscheuchen, denn das kann rechtliche Folgen haben.

Tierärzte:
In jeder größeren Stadt gibt es Notdienste. Im ländlichen Raum vorher Adressen heraussuchen und speichern.

Strände und Natur – Pfotenglück zwischen Klippen und Seen

Irland hat unzählige Strände und viele davon sind hundefreundlich. Aber fast überall gelten saisonale Zeiten für Freilauf.

Hundestrände und Küsten:

County Kerry, Donegal und Mayo bieten traumhafte, weitläufige Sandstrände.

In der Nebensaison dürfen Hunde meist frei laufen.

Achtung auf starke Strömungen und Gezeiten!

Wandern und Natur:

Wicklow Mountains: Dichte Wälder, Moore und tolle Aussichtspunkte.

Killarney National Park: Wasserfälle, Seen und weite Pfade – perfekt für lange Touren.

Connemara: Wilde, ursprüngliche Landschaft mit einsamen Wegen.

Immer Wasser und Snacks für den Hund dabei haben, besonders auf langen Routen, wo kaum Einkehrmöglichkeiten bestehen.

Unterkünfte und Alltag – Zwischen Cottage und Pub

Unterkünfte:
Viele Ferienhäuser, B&Bs und Cottages erlauben Hunde. Einfach nach pet-friendly suchen. In der Nebensaison ist die Auswahl besonders groß.

Hotels und Pubs:
Einige Hotels haben eigene Hundezimmer oder erlauben Hunde im Pub-Bereich.
Tipp: In Irland ist Gastfreundschaft groß, aber Sauberkeit wird erwartet.

Restaurants und Alltag:
In den meisten Lokalen sind Hunde außen erlaubt, innen nur mit Genehmigung.
Viele Iren haben selbst Hunde und Gespräche ergeben sich von selbst.

Besonderheiten und Tipps – Irland mit Herz und Wind

Wetter kann an einem Tag alle vier Jahreszeiten bieten. Flexibilität ist Pflicht.

Regen ist kein Grund, drinnen zu bleiben, aber ein guter Mantel für Hund und Mensch hilft.

In ländlichen Regionen gibt es kaum Mülleimer, daher Beutel immer mitnehmen.

Autofahrten dauern länger, als es die Karte vermuten lässt, denn viele Straßen sind eng und kurvig.

Strafen: Wer Leinenpflicht oder Auflagen ignoriert, riskiert Bußgelder bis 2.500 €.

Kultur: Iren sind herzlich, aber erwarten Rücksicht. Wer freundlich und respektvoll reist, wird schnell Teil des Alltags.

Fazit:

Irland ist kein Land für Schönwetterurlauber, aber es ist ein Paradies für echte Entdecker auf vier Pfoten. Wer Wind, Regen und ungezähmte Natur liebt, wird Irland mit Hund nie vergessen. Zwischen rauen Klippen, stillen Seen und grünen Wiesen erlebt ihr das pure Gefühl von Freiheit – ehrlich, wild und wunderschön.