Hallo Freunde, auf meiner Tour durch die Niederlande, habe ich die schöne Stadt Roermond unsicher gemacht. Geparkt haben wir auf einem günstigen und zentralen Parkplatz am Wilhelminaplein und haben von dort aus, auch unsere komplette Tour geplant.

Infos zu Roermond:

Roermond liegt in der niederländischen Provinz Limburg, nahe der deutschen und belgischen Grenze und hat ca. 62.000 Einwohner. Roermond ist eine charmante Stadt im Süden der Niederlande, wo sich Geschichte, Wasser und entspanntes Lebensgefühl treffen. Zwischen Maas und Roer gelegen, wirkt die Altstadt überschaubar und gemütlich: kleine Gassen, historische Fassaden, Cafés mit Blick aufs Wasser. Alles fühlt sich nah an und ist perfekt für einen Stadtbummel ohne Eile.

Das Designer Outlet wiederum bringt Hektik und viele Menschen aus ganz Europa hier her. Davon spürt man aber in der Stadt nichts, da das Designer Outlet auf der anderen Seite des Ortes liegt.

Los geht es zur Stadttour:

Als erstes kamen wir an der Villa Casimir (De Cattentoren), einem historischen Gebäude vorbei. Es ist eine schlossähnliche Villa namens Haus Ernst Casimir und wurde 1908 für einen Bezirksrichter erbaut. Heute ist es eine moderne Seniorenresidenz.

Weiter wollten wir zur Ursulinenkapelle und dem Hexenhaus (De Kazemat) und mussten leider schnell feststellen, dass man hier nicht weiter kommt. Ein Überweg über die Straße gibt es nicht und von der anderen Seite, kam man ebenfalls nicht an das Gebäude heran.

Die Ursulinenkapelle ist ein wenig bekanntes Bauwerk. Sie liegt versteckt zwischen einem Bürogebäude und mehreren anderen Gebäuden. In der Nähe der Kapelle befindet sich das Heksenhuuske (Hexenhaus).

Daher ging es für uns dann weiter durch die süßen Gassen von Roermond. Hier begegnen einem viele freundliche Leute, die im vorbei fahren oder laufen grüßen. Man kommt sich hier dadurch sehr willkommen vor und auch ich, bekomme immer wieder ein Lächeln von den Leuten, aber ich bin ja auch ein süßer Golden Retriever. Hier seht ihr das Bistum von Roermond.

Im Innenhof des Bistums, versteht sich die Caroluskapel. Die Carolus-Kapelle verfügt über einen historischen Kreuzgang und Kreuzganggarten. Im Inneren befindet sich eine Rokokodecke und eine beeindruckende Orgel. Die Geschichte der Kirche, reicht zurück bis ins 14. Jahrhundert. Die Kapelle und das angrenzende Kloster beherbergten einst Kartäusermönche, den strengsten Mönchsorden der katholischen Kirche.

Der Marktplatz in Roermond ist ein zentraler Platz der Stadt, mit vielen historischen Gebäuden und vielen Cafés und Restaurants, die gerade bei schönem Wetter, zum verweilen einladen. Jeden Samstag, findet hier auch ein Wochenmarkt statt.

Das Stadthuis (Rathaus) gibt es bereits seit 1399, allerding wurde es bei einem Stadtbrand in 1554 völlig zerstört, wie viele andere Teile des Stadtzentrums auch. Es wurde daher in den folgenden Jahren wieder aufgebaut und hat um 1700 seine heutige Fassade erhalten. Jeden Tag, um die Mittagszeit, drehen sich die Statuen des Glockenspiels auf dem Rathaus.

Direkt am Marktplatz, in einer Seitenstraße, befindet sich die Sint Christoffelkathedraal, eine Bischofskirche des römisch-katholischen Bistums. Sie ist dem heiligen Christophorus gewidmet.

Mit dem Bau der Kirche wurde in 1410 begonnenen und die Fertigstellung erfolgte im Verlaufe des 16. Jahrhunderts. Im Zweiten Weltkrieg trug die Kirche schwer Schäden davon, als deutsche Truppen am Tag vor der Befreiung der Stadt, den 78 m hohen Turm sprengten. Der Turm wurde nach dem Krieg wiederhergestellt. Ein Erdbeben im Jahr 1992 führte zu erneuten Schäden, welche durch eine Renovierung behoben wurden.

Im Inneren gibt es einen Sakramentsaltar aus Naturstein und im Altar ist der Tabernakel und ein Bronzekreuz aus geschmolzenen Teilen einer Glocke und der ehemaligen Christophorusskulptur des Turmes zu finden. Vom Rattenturm aus, hat man einen tollen Blick auf den Turm der St. Christoffelkirche.

Der Rattentoren (Rattenturm) ist der letzte erhaltene Stadtturm (der ehemaligen Stadtmauer) aus dem Jahr 1300. In den Jahren 1613/14 diente der Turm als Gefängnis für Frauen, die der Hexerei beschuldigt wurden. Die Angst vor Hexen war damals im Land und auch in Roermond tief verwurzelt. Da der Turm nach dem Abriss der Stadtmauer zerfiel und es dort viel Ungeziefer gab, erhielt er den Namen Rattenturm, denn eigentlich hieß er Glockenturm.

Mama fand die Ampeln hier toll, da durch eine Grafik die Zeit runter gezählt wird und man genau weiß, wie lange man noch warten muss, bis es grün wird.

Weiter ging es zur Roerkade, welche sich entlang des Flusses Rure mit Blick auf den Stadtteil St. Jakob befindet. Man hat einen tollen Blick auf die alte Steinbrücke (Maria Theresia Brug) aus dem 14. Jahrhundert und es gibt die Möglichkeit, von hier aus eine Bootstour zu machen. Die Roerkade ist auch eine Partymeile mit vielen Kneipen und Bars. Martin musste gut aufpassen, dass ich nicht in Scherben trete, also passt gut auf eure Pfoten auf, wenn ihr hier lang spaziert.

Für uns ging es wieder in die Fußgängerzone zurück, zum Historiehuis (historisches Haus und Bibliothek). Viele Jahrhunderte lang gehörte Roermond zum heutigen Belgien. Eine katholische Stadt, in der Spanier, Österreicher und Franzosen ihre Spuren hinterlassen haben. Roermond war früher eine der vier Hauptstädte von Gelderland. Das Historiehuis Roermond ist ein kleines Museum, wo es Objekte zu sehen gibt, die man nicht woanders sehen kann.

Überall in der Innenstadt sind die Lippen-Bänke verteilt, die schon fast ein Wahrzeichen von Roermond sind.

Der Munsterplein gilt als der schönste Platz der Niederlande und befindet sich im Stadtzentrum, direkt neben der Munsterkerk. Jeden Mittwoch findet am Munsterplein ein Wochenmarkt statt.

Die Munsterkerk (Münsterkirche), ist eine spätromanische Kirche aus dem 12. Jahrhundert. Die Kuppelhöhe misst 78 und der Vierungsdurchmesser 31 römische Fuß. Das Kirchenschiff entstand zwischen 1220 und 1244, der Westbau wurde zwischen 1244 und 1260 errichtet. Im 18. Jahrhundert erhielt die Kirche einen barocken Glockenturm, welcher durch Pierre Cuypers in 1850 abgerissen und durch ein neues Westwerk ersetzt wurde.

Vom Herdenkingsfontein (Brunnen), hat man eine tolle Komplettansicht auf die Munsterkerk mit all den Türmen. An der Seite der Kirche, befindet sich ein toller Abteigarten, den man besichtigen kann.

Hinter der Munsterkerk, befindet sich der Herdenkingsfontein „Vrouwen van Roermond“ (Gedenkbrunnen – Frauen von Roermond). Er erinnert an das mutige Verhalten der Frauen von Roermond während des Zweiten Weltkriegs. Zu der Zeit wurden ca. 3.000 Männer aus der Stadt in deutsche Arbeitslager deportiert.

Gegenüber des Gedenkbrunnens, befindet sich der Prinsenhof. Er ist ein altes Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert. Im Inneren gibt es ein Regentenzimmer, ein historischer Raum mit Decken aus dem 17. Jahrhundert, klassizistischen Kaminen und alten Portraits.

In der Fußgängerzone habe ich noch einen tollen Laden für mich gefunden, aber leider hatte der noch geschlossen. Schade, sonst hätte mir Mama bestimmt ein neues Kuscheltier oder Leckerlis gekauft.

In der Hamstraat befindet sich die alte Synagoge, gut zu erkennen an dem Davidstern in der Mitte der Fassade. Die ersten Juden sind 1275 in der Stadt nachgewiesen und hatten ab 1853 ein eigenes Synagogengebäude. 1942/43 wurden sie in die Lager Vught und Westerbork (als Zwischenstation vor dem Vernichtungslager) deportiert. Nur wenige überlebten, weil sie rechtzeitig untertauchten. Das alte Gebäude wurde vollständig zerstört und nach dem Krieg wieder aufgebaut.

Der Stationsplein (Bahnhofsplatz), liegt natürlich in der Nähe des Bahnhofs, an der Hamstraat. Es ist ein toller Fotosspot mit Roermond Schriftzug. Die roten Lippen-Skulpturen in Roermond sind Teil eines Willkommensschildes. Sie repräsentieren den Buchstaben „M“ im Stadtnamen (ROERMOND).

Der Bahnhof von Roermond wurde im Jahr 1862 eröffnet und ist ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt in Limburg. Hier verkehren viele Intercity-Züge nach Heerlen, Maastricht, Eindhoven, Utrecht und Amsterdam. Möchte man aus Deutschland mit dem Zug anreisen, muss man bis Venlo fahren und von dort umsteigen.

Der Turm der Regus Looskade ist schon von weitem zu sehen. Es ist ein modernes Bürogebäude und hier finden auch regelmäßig Veranstaltungen statt. Es ist keine historische Sehenswürdigkeit, aber trotzdem sehr schön.

Das Stadskantoor ist auch gleichzeitig der Zugang zum McArthur Glen Designer Outlet und wenn man schon mal in Roermond ist, will man sich das natürlich auch anschauen. Ich habe wieder meine Spuren in der Stadt hinterlassen. Wo Pfoten Spuren hinterlassen, ist Herz dabei und meine Mama wird immer ganz sentimental dabei, wenn sie irgendwo meine Pfotenabdrücke sieht.

An der Wilhelminasingel gibt es eine Unterfühurng, um rüber zur anderen Seite der Straße zu gelangen, wo sich das McArthur Glen Designer Outlet Roermond befindet.

Das McArthur Glen Designer Outlet hat über 200 verschiedene Designer-Stores, die zum shoppen einladen. Es gibt aber auch einige Restaurants, wo man sich stärken und ausruhen kann.

Mama sagt, ich hab es hier wirklich gut gemacht, aber nicht immer wollte ich durch die Menschenmassen laufen. Es war aber auch ziemlich voll und daher hat sich Mama einen ruhigeren Platz auf einer Bank mit mir gesucht und Martin ist alleine weitergezogen. Und stellt euch mal vor Freunde, ich wurde sogar hier in den Niederlanden erkannt, denn es kam ein junger Mann auf mich zu und meinte: „Hi Emma!“ und winkte mir zu.

Das Designer-Outlet ist Teil der ehemaligen Kaserne „Ernst-Casimir“ von Nassau und daher findet sich noch ein Denkmal von ihm hier. Ernst Casimir von Nassau-Dietz (1573–1632) war nassauischer Graf, Feldmarschall der niederländischen Armee und Statthalter von Friesland, Groningen und Drenthe. Als Mitglied des Hauses Nassau-Dillenburg war er ein militärischer Anführer im Achtzigjährigen Krieg und fiel am 2. Juni 1632 bei der Belagerung von Roermond durch einen Kopfschuss. 

Nach unserem Besuch im Designer-Outlet, ging es wieder durch die Stadt zurück zu unserem Auto und auf in unser nächstes Abenteuer, bevor wie in Richtung Heimat gefahren sind. Wir können euch Roermond wirklich sehr empfehlen, auch für einen Wochenendaufenthalt, denn es gibt viel zu sehen. Bis bald, eure Emma.

Die Links zu Roermond, findet ihr hier: https://emmas-pfoten-abenteuer.de/links-roermond/