Hallo Freunde, heute möchte ich euch von meinem Ausflug nach Gera berichten. Gera ist eine Hochschulstadt in Thüringen. Gera hat eine Einwohnerzahl von ca. 96.000 und ist damit die drittgrößte Stadt in Thüringen. Gera war früher bekannt für die Stoff- und Tuchindustrie. Noch heute stehen bedeutende Stadtvillen in der ganzen Stadt verteilt.
Unsere Tour startete vom Tierpark Gera aus, da wir dort eigentlich zuerst rein wollten. Hunde sind dort an kurzer Leine nämlich sehr gerne gesehen. Aber als wir dort angekommen sind, waren gerade mehrere Reisebusse mit unzähligen Schülern vorgefahren. Die Kinder waren alle total aufgeregt, weil sie sich auf den Tierpark gefreut hatten und es war einfach alles unglaublich voll. Also haben Mama und Papa entschieden, dass ist zu viel für mich und ich kann dann eh nichts von den Tieren sehen. Also sind wir erstmal in Richtung Innenstadt gelaufen. Den Tierpark und auch den kostenlosen Parkplatz, verlinkt euch Mama aber trotzdem im Beitrag zu den Links von Gera.



Auf dem Weg durch die Stadt haben wir eine Straßenbahn gesehen, denn die fahren auch noch durch Gera. Die Straßenbahn in Gera ist eine der ältesten Straßenbahnen Deutschlands.
Die St. Trinitatiskirche ist eine schöne Kirche aus 1611. Sie wurde damals außerhalb der Stadtmauern errichtet und anstatt nach Osten, ist sie in nord-südlicher Richtung ausgerichtet. Ursprünglich als Renaissancekirche errichtet, hat sie bei Restaurierungs-Arbeiten in 1868 neogotische Elemente erhalten.



Weiter ging es durch die Gera Arcaden, einem großen Einkaufszentrum mit ca. 90 Geschäften. Es gibt unzählige Restaurants, Cafés und Blumen, Deko, Kleidung uvm. zu kaufen. Hunde dürfen hier auch durchlaufen, aber bei den einzelnen Geschäften sollte man darauf achten, ob wir dort auch mit rein dürfen.



Wenn ihr den Ausgang Breitscheidstraße nehmt, gelangt ihr direkt zum Gerarer „Löwen mit Goldenen Spatz“. Dieser war ein Geschenk vom Lions Club, anlässlich der Bundesgartenschau in 2007. Direkt dahinter befindet sich das Stadtmuseum Gera. Wie der Name schon sagt, beschäftigt es sich mit der Geschichte der Stadt Gera. Wie in vielen Museen, haben Hunde hier leider keinen Eintritt. Es gibt neben den Dauerausstellungen auch immer wieder wechselnde Themenausstellungen. Früher war in dem Gebäude des Stadtmuseums das ehemalige Zucht- und Waisenhaus beheimatet.


Weiter ging es durch die Innenstadt, wo man immer wieder wunderschöne Schaubilder oder Karten der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt sehen kann.


Das Rutheneum ist das älteste Gymnasium in Gera, aus dem Jahr 1608. Es ist ein historisches Gebäude, welches ursprünglich als Reußisches Regierungsgebäude genutzt wurde.

Die Stadtapotheke liegt in der historischen Altstadt von Gera, am Rande des Marktplatzes. Es wurde im Jahr 1606 fertiggestellt, aber die Apotheke zog erst in 1847 in das Gebäude ein. Das Gebäude hat einen wunderschönen Erker, der viele Besucher anlockt und im Renaissancestil erbaut wurde. Ein paar Häuser neben der Stadtapotheke, befindet sich das Standesamt, wo jährlich ca. 350 Trauungen vollzogen werden.



Der Marktplatz von Gera ist ein zentraler Platz mit vielen Restaurants, Cafés und einigen Sehenswürdigkeiten. Hier findet auch an 3 Tagen (Dienstag, Donnerstag und Freitag) der Wochenmarkt statt, bei dem man allerhand regionales kaufen kann. Zudem wird hier jährlich das Volleyballturnier „Gera Beach“ ausgerichtet. Direkt am Marktplatz befindet sich der Simsonbrunnen, ein Sandsteinbrunnen, welcher 1685 durch den Bildhauer Caspar Junghans geschaffen wurde.



Das Rathaus in Gera, welches als Sitz der Stadtverwaltung dient, besteht aus mehreren zusammenhängenden Gebäuden zwischen Markt und Kornmarkt. Das Rathaus wurde im Jahr 1575 fertig gebaut und ist im Renaissancestil gehalten. Es soll dem Rathaus von Altenburg gleichen. Das Rathaus hat einen 57 Meter hohen Rathausturm, welcher bis 1939 sogar bewohnt wurde. Derzeit befindet sich darin eine Dauerausstellung in der Türmerwohnung. Man kann den Rathausturm über 161 Stufen erklimmen und die tolle Aussicht genießen.


Weiter ging es durch die Altstadt, zu unserem nächsten Ziel, der St. Salvator Kirche.



Die St. Salvatorkirche ist eine evangelisch-lutherische Kirche, welche auf dem Nicolaiberg steht. Die Kirche selber wurde im Jahr 1720 fertig gestellt, aber der Turm folgte erst im Jahr 1778, nachdem man durch eine Turmbaulotterie an die Mittel gekommen war. In 1780 brannte die Kirche leider bei einem Stadtbrand am, wurde aber bis zum Jahr 1783 wieder aufgebaut. Die Freitreppe vor der Kirche, wurde erst im Jahr 1898 gebaut. Als wir dort waren, konnten wir leider nicht in die Kirche rein, da Bauarbeiten stattgefunden haben.



Direkt neben St. Salvator befindet sich das Museum für Naturkunde und der Museumshöhler Gera. Das Museum befindet sich im Schreiberschen Haus. Im Museum kann man verschiedene Dauerausstellungen besichtigen, wie z.B. über die Minerale Thüringens oder auch verschiedene Sonderausstellungen. Wenn man um das Museum herum läuft, gelangt man zum Museumshöhler. Dort werden verschiedene Mineralien ausgestellt, die man bestaunen kann.


Nicht weit vom Museum entfernt, findet ihr den Botanischen Garten Gera. Es ist der letzte, noch erhaltene Gartenanlage vor den Stadtmauern. Bis 1900 gestalteten Lehrer, Botaniker und Gärtner den Garten im englischen Landschaftsstil, um diesen für Lehrzwecke zu nutzen.



Man findet dort unzählige Pflanzen, einen Teich mit Fischen, weitere kleine Aquarien und eine Geologische Lehrwand. Überall sind Bänke zum verweilen verteilt, die wir für eine ausgiebige Pause genutzt haben. Ich habe auch endlich eine Stärkung und Schlappi bekommen, damit ich danach weiter laufen konnte.



Gleich neben dem botanischen Garten, befindet sich die St. Elisabethkirche, eine römisch-katholische Kirche aus dem Jahr 1745. Damals war sie als evangelische Schlosskirche in Betrieb und gehört erst seit 1976 zur katholischen Gemeinde.


Gleich um die Ecke, befindet sich das Museum für angewandte Kunst im „Ferberschen Haus“. Im Museum gibt es ca. 100.000 Exponate zu Themen der Angewandten Kunst zu bestaunen.


Weiter ging es in Richtung Geraer Stadtmauer, welche im 15. Jahrhundert erbaut wurde. Sie diente damals zur Verteidigung der Stadt und führte um das gesamte Stadtgebiet herum. Es gab 5 Stadttore, durch die man ins innere gelangen konnte. Mittlerweile gibt es nur noch diesen Rest der Stadtmauer mitsamt Wehrturm, da die anderen Mauern und Tore im 19. Jahrhundert beseitigt wurden.

Weiter ging es durch die Gasen der Innenstadt mit seinen vielen Geschäften und Restaurants, vorbei an der historischen Backstube am Schloßtor und Eisdielen.



Die St. Johanniskirche ist eine Kirche aus dem Jahr 1885 im neogotischen Stil. Sie ist eine evangelisch-lutherische Kirch und gilt als größte Kirche der Stadt. Sie hat einen hohen Kirchturm von ca. 70 Metern.

Als nächstes kamen wir zum Theater Altenburg Gera, einem sogenannten Fünfspartentheater. Das Gebäude wurde bis 1871 erbaut und bekam im Jahr 1905 noch einen markanten Vorbau.

Direkt neben dem Theater Altenburg liegt der Küchengarten, ein Park aus dem 17. Jahrhundert und daneben die Orangerie.



Leider dürfen Hunde in den kompletten Park nicht mit rein. Ich hab natürlich ganz brav mit Papa vor dem Tor gewartet, damit Mama wenigstens schnell ein paar Bilder machen konnte. Die Leute im Park haben gleich blöd geguckt, ob ich auch ja draußen bleibe und Mama war schon auf Krawall gebürstet und hatte gehofft das jemand was sagt. Aber das haben die sich bei ihrem Blick wohl nicht getraut. Also manche Städte sind für uns Hunde wirklich nicht schön. Wo ist denn das Problem, wenn wir durch den Park laufen. Falls uns dabei ein Geschäft passiert, können es unsere Eltern doch einfach weg machen. Wir haben dann noch einen anderen Platz für mich zum ausruhen gefunden, in der Küchengartenallee, der war eh viel besser.


Weiter ging es zur Untermhäuser Brücke, die über die „Weiße Elster“ rüber führt. Von dort hat man einen guten Blick auf Schloss Osterstein. Die Untermhäuser Brücke ist eine historische Fußgängerbrücke aus dem Jahr 1863.



Bevor es weiter ging, durfte ich mich noch ein bisschen abkühlen bei den Temperaturen, denn ich habe einen coolen Badespot in der weißen Elster gefunden. Oh man tat das gut bei der Hitze und nach dem vielen laufen.



Weiter ging es zur St. Marienkirche, einer spätgotischen Kirche im Stadtteil Untermhaus. Die Kirche wurde um 1440 erbaut und verfügt über einen spätgotischen Altar. Dieser wurde bereits 1193 erbaut und zählt somit zu den ältesten Kirchenbauten der Region. Die Türme der Kirche sind im neogotischen Stil gehalten.


Direkt neben der St. Marienkirche, befindet sich das Otto-Dix-Haus Gera. Es ist das Geburtshaus des Malers Otto Dix. Hier gibt es eine Dauerausstellung mit Zeichnungen, Ölgemälden, Mobiliar aus dem Jahr 1900. Auch hier dürfen Hunde leider nicht mit rein.

Nun ging es weiter den Berg hoch, zum Schloss Osterstein. Von dort hat man eine tolle Aussicht über die Stadt Gera. Auf dem ersten Bild seht ihr im Hintergrund die Wolfsbrücke, die zum Schloss führt.



Das Schloss Osterstein ist die ehemalige Stadtresidenz der Fürsten von Reuß. Leider wurde es beim Luftangriff in 1945 komplett zerstört und es gibt nur noch den ehemaligen Bergfried aus dem 12. Jahrhundert und den Schlossgarten.



Wir haben uns dann über den Waldweg entlang auf gemacht in Richtung Auto. Der Fußweg sollte noch 30 Minuten dauern und im Wald war es schön kühl für mich und meine Pfötchen. Der Weg führte unter anderem über die Waldhausbrücke, vorbei am K. Th. Liebe Denkmal. Karl Theodor Liebe, war ein Geologe und Ornithologe aus dem Jahr 1828.



Kurz vor dem Parkplatz kamen wir noch am Dahliengarten vorbei. Leider dürfen auch hier wieder keine Hunde rein, also haben wir Mama wieder allein rein geschickt. Der Dahliengarten wurde im Jahr 1927 ins Leben gerufen und seither immer wieder umgebaut oder erweitert. Hier gibt es jede Menge wunderschöne Dahlien zu bestaunen.



Da der Tierpark leider noch immer so voll war, haben wir uns dafür entschieden nach Hause zu fahren. Es war auch echt ein langer, aber schöner Tag für mich und meine Pfötchen und ich war froh mich im Auto ausruhen zu können. Ich muss ja immerhin fit sein, für meine nächsten Abenteuer. Ich hoffe euch hat der Einblick in die Stadt Gera gefallen? Bis bald, eure Emma

Alle Links aus dem Beitrag, findet ihr wie immer in einem extra Artikel und zwar hier: https://emmas-pfoten-abenteuer.de/links-gera/
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