Frankreich, dass Land der Weine, der sanften Hügel der Provence, der wilden Atlantikküste und der romantischen Straßencafés in Paris. Aber wie sieht es aus, wenn man mit Hund reist? Zwischen Eleganz, Regeln und Naturparadiesen gibt es einiges zu beachten – und mit guter Vorbereitung wird es für euch beide ein wunderbares Abenteuer.
Einreisebestimmungen – Bonjour, Pfote!
Für Hunde gelten die EU-Standards:
- EU-Heimtierausweis erforderlich
- Mikrochip (ISO-Standard)
- Tollwutimpfung: gültig und mindestens 21 Tage alt
Besonderheit: Frankreich hat eine strenge Rasseliste:
- Kategorie 1 (z. B. Pitbull, Boerboel) – komplettes Einreiseverbot.
- Kategorie 2 (z. B. Rottweiler, Mastiff, Tosa) – Einreise nur unter strengen Auflagen (Maulkorb, Leine, Versicherung, Halter muss mind. 18 Jahre alt sein).
Gesetze und Vorschriften – Regeln im Land der Freiheit
Leinenpflicht:
In Städten und öffentlichen Parks Pflicht.
Auf dem Land und in der Natur oft locker gehandhabt, aber Wildtiere beachten.
Maulkorb:
Pflicht für Hunde der Kategorie 2. Sonst nicht vorgeschrieben, aber in öffentlichen Verkehrsmitteln manchmal verlangt.
Öffentliche Verkehrsmittel:
Kleine Hunde in Transporttasche kostenlos.
Große Hunde brauchen Ticket (meist halber Fahrpreis) + Leine und Maulkorb.
Restaurants und Cafés:
Sehr hundefreundlich! In vielen Cafés und sogar Restaurants sind Hunde erlaubt – besonders draußen.
Gesundheit und Vorsorge – Südliche Sonne, kleine Gefahren
Zecken und Sandmücken: Vor allem im Süden (Provence, Côte d’Azur, Languedoc). Risiko für Leishmaniose → Spot-Ons oder Halsband empfehlenswert.
Hitze: In Südfrankreich im Sommer extrem. Spaziergänge morgens/abends, Schatten und Wasser sind Pflicht.
Pflanzen: In Weinbaugebieten Vorsicht mit Trauben und Rosinen , die sind giftig für Hunde!
Tierärzte: „Vétérinaire“, sehr gute Versorgung, viele sprechen Englisch. In Touristenregionen oft auch Deutsch.
Strände und Natur – Von Atlantikwellen bis Alpen
Strände:
Offiziell sind Hunde an vielen Stränden im Sommer verboten.
In der Nebensaison (Oktober–Mai) ist es oft kein Problem.
Es gibt aber ausgewiesene Hundestrände, z. B.:
Plage de la Salis (Antibes, Côte d’Azur)
Plage de l’Espiguette (bei Montpellier)
Einige Abschnitte an der Atlantikküste bei Biarritz oder Bretagne.
Natur:
Traumhafte Wandergebiete: Alpen, Pyrenäen, Auvergne, Dordogne.
Nationalparks: Hunde meist an der Leine erlaubt, aber teilweise verboten (z. B. im Parc National des Écrins).
Unterkünfte und Alltag – Vive le chien!
Unterkünfte:
Ferienhäuser und Gîtes sind oft sehr hundefreundlich.
Hotels: je nach Kategorie: in kleineren Pensionen oft kein Problem, in gehobenen Hotels schwieriger.
Restaurants:
Hunde sind in vielen Cafés und sogar in Innenräumen willkommen.
Wasser wird häufig angeboten, Napf aber besser dabeihaben.
Besonderheiten und Tipps – Mit Stil durch Frankreich
Kotbeutel: Pflicht, in Städten streng kontrolliert. In Paris gibt es sogar hohe Strafen fürs Nicht-Aufräumen.
Straßenhunde: Selten, Frankreich hat kaum Streuner.
Kultur: Franzosen sind generell hundefreundlich, aber Wert auf gute Erziehung wird gelegt. Ein ruhiger Hund mit Leine ist gern gesehen, ein kläffender Störenfried weniger.
Praktisch: An Tankstellen und Autobahnraststätten gibt es oft kleine Hundebereiche zum Ausführen.
Fazit: Frankreich ist für Hundereisen traumhaft, wenn man die Regeln kennt, besonders an Stränden und mit Blick auf Rassevorschriften. Zwischen Alpen, Atlantik und Lavendelfeldern findet ihr unglaubliche Natur, charmante Unterkünfte und ein Land, in dem Hunde fast selbstverständlich dazugehören. Mit Respekt, Rücksicht und guter Vorbereitung steht eurem französischen Abenteuer nichts im Weg.
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