Rumänien, dass klingt nach mystischen Karpaten, endlosen Wäldern und Dörfern, in denen die Zeit stillzustehen scheint. Zwischen wilden Bergen, alten Burgen und einsamen Landstraßen erwartet euch ein echtes Abenteuer – roh, ursprünglich und ehrlich. Hunde sind hier keine Seltenheit, sondern fester Teil des Alltags. Doch wer reist, sollte wissen: Rumänien ist nicht Österreich. Hier herrscht Freiheit, aber auch Eigenverantwortung.

Einreisebestimmungen – Über die Grenze ins wilde Herz Europas

Rumänien gehört zur EU, daher sind die Einreisebestimmungen vertraut:

  • EU-Heimtierausweis ist Pflicht
  • Mikrochip (ISO-Standard)
  • Tollwutimpfung (mindestens 21 Tage alt)
  • Keine generellen Rassenverbote

Grenzkontrollen finden selten statt, dennoch sollte man alle Unterlagen griffbereit haben. Reist ihr über Ungarn oder Bulgarien ein, prüft die jeweiligen Durchreisevorschriften, um Ärger zu vermeiden.

Gesetze und Vorschriften – Leine, Verantwortung und gesunder Menschenverstand

Rumänien hat keine einheitliche Leinen- oder Maulkorbpflicht, hier gilt gesunder Menschenverstand.


In Städten wie Bukarest, Cluj oder Brașov gibt es lokale Regelungen, aber auf dem Land interessiert das meist niemanden.

Leinenpflicht:

In Städten und Parks meist vorgeschrieben.

Auf dem Land und in der Natur: Freilauf erlaubt, wenn der Hund abrufbar ist.

Maulkorb:

Nur für bestimmte Situationen, etwa in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Öffentliche Verkehrsmittel:

Hunde dürfen in Busse und Züge, aber meist nur angeleint und mit Maulkorb.

Größere Hunde brauchen häufig ein Ticket (halber Fahrpreis).

Restaurants:

In Städten unterschiedlich. Manche Cafés sind offen, andere nicht.

Auf dem Land ist der Hund meist kein Problem, besonders, wenn man freundlich fragt.

Gesundheit und Vorsorge – Natur pur, aber nicht ohne Risiken

Rumänien ist wild, wunderschön, aber stellenweise rau. Tierärzte findet man in jeder größeren Stadt, auf dem Land sollte man vorbereitet sein.

Parasiten:
Zecken und Sandmücken sind ein Thema ,besonders im Sommer. Schutzmittel unbedingt mitnehmen.

Streuner:
In ländlichen Gebieten leben viele Straßenhunde. Sie sind meist friedlich, aber Abstand ist ratsam. Lasst euren Hund an der Leine, bis ihr die Lage einschätzen könnt.

Wetter:
Im Sommer heiß in der Tiefebene, im Winter in den Karpaten eisig kalt. Für Bergwanderungen: Decke und Pfotenschutz mitnehmen.

Tierärzte:
Großstädte bieten gute Versorgung, auf dem Land wird’s improvisierter. Lieber vorab Adressen speichern.

Natur und Abenteuer – Pfotenspuren in den Karpaten

Rumäniens Natur ist ungezähmt und gewaltig. Von den Karpaten bis ans Schwarze Meer. Hier erlebt man Stille, Freiheit und endlose Weite.

Wandern:

Karpaten: Wilde Pfade, Bergseen und Wälder voller Bären, Wölfe und Hirsche.

Transsilvanien: Sanfte Hügel, alte Burgen und traditionelle Dörfer.

Apuseni-Gebirge: Ein Geheimtipp für Naturfreunde – Höhlen, Wasserfälle und kaum Touristen.

Strände am Schwarzen Meer:

Hunde sind offiziell nicht überall erlaubt, aber in der Nebensaison meist kein Problem.

Orte wie Vama Veche oder Corbu Beach sind locker und hundefreundlich.

Achtung: In Schutzgebieten (z. B. Nationalparks) gilt meist Leinenpflicht und die Ranger kontrollieren das gelegentlich.

Unterkünfte und Alltag – Zwischen Bauernhof und Boutique-Hotel

Rumänien überrascht mit Gastfreundschaft. Hunde sind auf vielen Höfen, in Pensionen und Ferienhäusern willkommen.

Unterkünfte:

Viele kleine Gästehäuser (Pensiunea) akzeptieren Hunde, besonders außerhalb der Großstädte.

Über „Booking“ oder „Airbnb“ nach pet friendly filtern, dass funktioniert zuverlässig.

Auf Bauernhöfen lebt oft selbst ein Hund. Begegnungen also besser angeleint beginnen.

Restaurants:

In Städten teils restriktiver, auf dem Land fast immer entspannt.

Draußen sitzen mit Hund ist selten ein Problem, aber drinnen besser nachfragen.

Essen und Alltag:

Wasser immer dabeihaben, da Wanderwege oft abgelegen sind.

Müllentsorgung nicht überall vorhanden, daher Beutel immer selbst mitnehmen.

Besonderheiten und Tipps – Zwischen Freiheit und Wildnis

Rumänien ist ehrlich, nicht perfekt. Straßen sind oft schlecht, Beschilderung mangelhaft, aber das Abenteuer echt.

Nachtwanderungen meiden, denn in manchen Regionen gibt’s Bären.

Landstraßen sind voll von Hunden, Pferdewagen und Ziegen. Autofahren braucht Geduld.

Ein gutes GPS ist Pflicht, denn Netzabdeckung ist nicht überall gegeben.

Bargeld ist wichtig, Kartenzahlung funktioniert auf dem Land oft nicht.

Kultur: Rumänen lieben Tiere, vor allem Hunde. Wer respektvoll auftritt, bekommt fast überall Hilfe und ein Lächeln.

Fazit:

Rumänien mit Hund ist kein klassisches Urlaubsland, es ist ein Erlebnis. Rau, ursprünglich und voller Seele. Wer sich auf das Land einlässt, wird mit purer Natur, echter Freiheit und herzlicher Gastfreundschaft belohnt. Hier spürt ihr das Abenteuer noch – ohne Filter, ohne Perfektion, aber mit jeder Menge Herz und wedelnder Rute.