Das Vereinigte Königreich, dass ist London mit roten Doppeldeckerbussen, die grünen Hügel von Schottland, wilde Klippen in Cornwall und urige Pubs, in denen die Zeit stehen geblieben scheint.
Mit Hund? Ja, das geht, aber gerade die Einreise ist etwas komplizierter als in anderen europäischen Ländern. Wer die Regeln kennt, wird mit einem Land belohnt, das Hunde nicht nur duldet, sondern vielerorts liebt.
Einreisebestimmungen – Willkommen auf der Insel
Das UK hat nach dem Brexit eigene Bestimmungen, die strenger sind als in der EU:
- Mikrochip Pflicht
- EU-Heimtierausweis oder offizielles Animal Health Certificate (für EU-Bürger)
- Tollwutimpfung – mindestens 21 Tage vor Einreise
- Bandwurmbehandlung (Echinococcus): Pflicht für Hunde, 24–120 Stunden vor Einreise, dokumentiert vom Tierarzt.
Transport: Hunde dürfen nicht mit jeder Fähre oder Bahn einreisen.
Besonders wichtig: Mit dem Eurostar-Zug von Paris/Brüssel nach London sind Hunde verboten.
Stattdessen: Fähre (z. B. Calais–Dover) oder den Eurotunnel (Calais–Folkestone), dort sind Hunde im Auto erlaubt.
Gesetze und Vorschriften – Von Pubs bis Parks
Leinenpflicht:
In Städten und öffentlichen Parks häufig Pflicht.
In der freien Natur (z. B. in Schottland) oft lockerer, aber Achtung bei Schafen und Wild!
Maulkorb:
Keine generelle Pflicht; nur für auffällige Hunde oder bestimmte Verkehrsmittel.
Rasseliste:
Streng! Verbotene Rassen (z. B. Pitbull, Dogo Argentino, Fila Brasileiro, Japanese Tosa). Auch Mischlinge mit ähnlichem Aussehen können Probleme machen.
Öffentliche Verkehrsmittel:
Hunde sind in den meisten Zügen, Bussen und sogar Taxis willkommen (bei größeren Hunden nach Absprache).
In London sind Hunde in der Underground erlaubt; allerdings oft nur, wenn man sie tragen kann oder sie Treppen laufen.
Gesundheit und Vorsorge – Regen, Weiden und ein paar Tücken
Klima: Mild, aber wechselhaft; perfekt für Hunde, kaum Hitzestress.
Zecken: Besonders in Schottland (Highlands) → Borreliose und FSME-Risiko beachten.
Bandwürmer: Daher die Einreise-Regel; das UK schützt sich aktiv.
Tierärzte: Sehr gute Versorgung, viele Praxen auch in ländlichen Regionen.
Strände und Natur – Freiheit in Hülle und Fülle
Strände:
Viele Strände sind hundefreundlich.
In der Hauptsaison (Mai–September) gibt es jedoch Beschränkungen an beliebten Badestränden.
Abseits der Touristenzonen fast überall Freilauf möglich.
Natur:
Schottische Highlands: wild, frei und traumhaft für Wanderungen.
Lake District: wunderschöne Seen und Berge, sehr hundefreundlich.
Cornwall und Wales: Küstenpfade mit atemberaubenden Ausblicken.
Besonderheit Schottland: „Right to Roam“ – freies Betretungsrecht fast überall, solange man Rücksicht auf Tiere und Landwirte nimmt.
Unterkünfte und Alltag – Hund im Pub willkommen
Unterkünfte:
Pubs mit Gästezimmern, kleine B&Bs und Ferienhäuser sind oft sehr hundefreundlich.
Große Hotels erlauben Hunde nicht immer, besser vorab prüfen.
Restaurants und Pubs:
Hunde sind in vielen Pubs willkommen, teilweise sogar im Innenbereich.
Wasser- und Leckerlistationen sind keine Seltenheit. Die Briten lieben es praktisch.
Besonderheiten und Tipps – Very British mit Hund
Autofahrten: Lange Strecken über Landstraßen, daher immer genügend Pausen einplanen. Viele Rastplätze haben Hundebereiche.
Kultur: Hunde gehören zum Alltag, man sieht sie in Parks, Pubs und auf Wanderungen. Wichtig: Britische Zurückhaltung auch beim Hund, denn ruhiges Verhalten wird geschätzt.
Praktisch: Immer Leine dabei, gerade wegen Weidevieh. Schafe und Border Collies sind fast überall.
Fazit: Das Vereinigte Königreich ist für Hundemenschen ein echtes Erlebnis, von Küstenwegen bis hin zu gemütlichen Abenden im Pub. Wer die strengen Einreiseformalitäten beachtet und Respekt vor Rasselisten sowie Schafen hat, wird mit einem Land belohnt, das Hundeherzen höher schlagen lässt. Zwischen grünen Hügeln, wilden Klippen und viktorianischen Parks wartet ein Stück britisches Abenteuer – ganz royal, auf vier Pfoten.
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