Hallo Freunde, diesmal habe ich mir Bad Neustadt an der Saale angeschaut, eine bayerische Kurstadt in der bayerischen Rhön, mit einer schönen Altstadt. Die Stadt hat ca. 15500 Einwohner und liegt ca. 32km von Schweinfurt entfernt.


Geparkt haben wir auf dem Parkplatz Schillerhain, der zentral zwischen Stadt und Kurpark gelegen ist. Da Bad Neustadt an der Saale seit 1853 ein Kurort ist, findet man hier viele Kurgäste. Vom Parkplatz aus sind wir durch den Kurpark gestartet, der viel grün bietet und gerade für Spaziergänge mit Hunden sehr schön ist. Es gibt auch viele Sitzmöglichkeiten, die zum verweilen einladen.


Hier gibt es eine Adler-Skulptur, die mit einer Schlange kämpft. Es ist aber nicht nur eine Skulptur, sondern auch einen Abdeckung der Karl-Theodor-Quelle, einer von drei Heilquellen der Stadt, die aufgrund ihres hohen Solegehalts für äußere Anwendungen genutzt wird.

In der Nähe des Adlers, befindet sich die Wandelhalle. Sie war ein zentraler Bestandteil des klassischen Kurbetriebs. Hier gab es Trinkkuren, Gesellschaft/Kultur und Bewegung (wandeln). Heutzutage wird die Wandelhalle nur noch bei Veranstaltungen genutzt.


Neben der Wandelhalle, befindet sich die Heilig Kreuz Kirche, auch Schlosskirche genannt. Sie ist eine römisch-katholische Kirche aus dem 18. Jahrhundert.



Unterhalb der Salzburg, befindet sich das Schloss Neuhaus. Ein Schloss im Stil des Barock-zum-Rokoko aus dem 18. Jahrhundert. Das Schloss hat einen eigenen Zugang zur Schlosskirche und dient heute als Schlosshotel und Location für Hochzeiten.



Neben dem Schloss befindet sich die Heilquelle im Kurhaus. Dort gibt es die Bonifatius und Elisabeth Quelle, wo man sich kostenlos eine Flasche des Heilwassers abfüllen kann. Man muss nur selber eine Flasche mitbringen. Achtet auf die Öffnungszeiten, die ihr im Internet findet. Die beiden Quellen dienen der verdauungsfördernden Trinkkur.


Danach gab es für uns den Aufstieg hoch zur Salzburg, die oben über Bad Neustadt thront. Der Weg geht zum Teil steil bergauf, aber Emma fand es toll. Es gibt natürlich auch die Möglichkeit, mit dem Auto nach oben zu fahren, falls man nicht laufen möchte/kann. Das Burgareal erstreckt sich über eine Gesamtfläche von 10.700 m².



Die Salzburg wurde Mitte des 12. Jahrhunderts von Bischof Gebhard von Henneberg erbaut und danach erweitert mit den Burgmannensitzen. Man kann die Salzburg bei einer Führung erkunden oder auf eigene Faust. Hier seht ihr den Voitschen Ansitz, der noch heute von den Freiherren von Guttenberg bewohnt wird.



Folgt man weiter der Ringmauer um die Salzburg, gelangt man zum Gefängnisturm. Er diente als Haftort für Gefangene, z. B. Straftäter oder Schuldner. Es waren provisorische Kerker darin und nur als Zwischenstation gedacht, bis die Bestrafung klar war.


Direkt neben dem Gefängnisturm, befindet sich der Fliegeransitz. Dieser diente als Beobachtungsposten, z.B. um Flugzeuge oder Feinde frühzeitig sehen zu können. Durch den Fliegeransitz hatte man freien Blick über die Rhön und das Saaletal.


Der Wachturm der Salzburg ist eine relativ gut erhaltene Ruine. Er hatte mehrere zentrale Aufgaben: Teil der Verteidigung durch Bogenschützen, Wächter konnten früh Bewegung im Umland erkennen, Weitergabe von Signalen mit Fahnen und als Überwachung der Zugänge.

Der Torturm vom Burghof entstand als Ausbau der Burg gegen Ende des 12. Jahrhunderts. Der Turm hat eine Höhe von 20m und wurde aus Sandstein erbaut.



Er diente als zentraler Zugang zur Burganlage und war zugleich einer ihrer wichtigsten Verteidigungspunkte. Als stark befestigte Toranlage kontrollierte er den gesamten Personen- und Warenverkehr und schützte die Burg durch bauliche Sicherungen wie Fallgatter und Schießscharten. Damit war er nicht nur militärisch bedeutend, sondern auch ein Symbol der herrschaftlichen Kontrolle über den Zugang zur Burg.


In der Mitte des Burggeländes, befindet sich die Burgkapelle St. Bonifatius. St. Bonifatius wurde zwischen 1841 und 1848 erbaut. Sie wurde aus gelbem Sandstein erbaut, wodurch ihre charakteristische Farbe zustande kommt.


Sie ist eine neoromanische Kapelle, die zur 1100-Jahr-Feier des Bistums Würzburg errichtet wurde, um an die Weihe des ersten Bischofs Burkard durch den Heiligen Bonifatius zu erinnern. Sie kann auch von Innen besichtigt werden.



Der zentrale Bergfried ist einer der wichtigsten Türme der Salzburg. Er diente als Wehr- und Symbolturm und war der letzte Rückzugsort bei Angriffen. Vom zentralen Bergfried aus, hatte man einen Überblick auf die gesamte Burg. Da die Salzburg eine Ganerbenburg ist, lebten mehrere Adelsfamilien gleichzeitig hier.

Der Brendsche Ansitz ist ein eigenständiger Wohn- und Herrschaftsbereich innerhalb der Ganerbenburg. Er gehörte einer Adelsfamilie und bestand aus mehreren Gebäuden, darunter ein eigener Turm und Wohnbauten, wodurch er funktional einer kleinen Burg innerhalb der Gesamtanlage entsprach.


Auf dem Gelände befindet sich auch noch ein altes Wohnhaus, welches heute das Salzburg Café und den Laden beheimatet. Zudem gibt es auf dem Gelände noch eine Pizzeria, die immer ab spätem Nachmittag geöffnet hat. Nach unserem Besuch auf der Burg, ging es wieder den steilen Berg hinab ins Tal.


Zurück durch den Kurpark, sind wir in die Stadt gelaufen. Am Zollberg sind wir am Jesuskreuz am Zollberg vorbei gekommen. Ein Andachts- und Erinnerungsort.

In der Spörleinstraße 11, befindet sich das ehemalige Würzburger Amtshaus, welches heute als Landratsamt von Bad Neustadt an der Saale dient. Es wurde zwischen 1716 und 1720 erbaut.


In der Klosterkirchengasse 1 findet ihr die ehemalige Karmelitenklosterkirche „St. Petrus und Paulus“ im Typ der Bettelordenskirchen Saalbau mit nördlichem Seitenschiff. Sie ist die einzige, noch erhaltene Karmelitenkirche in Unterfranken. Die Kirche wurde um 1352 erbaut. Die Kirche ist für Besucher zu bestimmten Zeiten geöffnet.

Direkt neben der Karmelitenkirche, befindet sich in der Rathausgasse 2 das Rathaus der Stadt. Es ist ein dreigeschossiger Massivbau mit Satteldach und Staffelgiebel. Es wurde im Jahr 1870 erbaut.

Weiter ging es durch die Altstadt in Richtung Marktplatz. Der Marktplatz diente als Handelsplatz für das Umland und das Fernhandelsnetz. Er hat eine Größe von 6270 m². Außerdem erfolgten regelmäßig Wochenmärkte, welche eine wichtige Einnahmequelle für die Stadt waren. Am oberen Marktplatz befand sich die Viehwaage, am unteren Marktplatz waren die Kornsteine.

In der Mitte des Marktplatzes, befindet sich seit 1881 der Marktbrunnen, den eine Quellnymphe aus Straßburg ziert. Diese Quellnymphe wird im Volksmund auch „Marktbärbel“ genannt.

Im hinteren Bereich des Marktplatzes, befindet sich der Wellenbrunnen, der im Jahr 1999 gebaut wurde. Entworfen hat ihn Martin Bühner.

Vom Marktplatz aus, gelangt man direkt zur römisch-katholischen Mariä Himmelfahrt Kirche. Die heutige Kirche wurde im Jahr 1834 fertig gebaut, nachdem die ehemalige Kirche abgerissen wurde. Im Inneren befinden sich viele Säulen und für Kinder gibt es extra eine Mal- und Spieleecke.



Die Kirchpforte in Bad Neustadt an der Saale ist ein kleines Nebentor der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Sie diente vor allem als direkter Zugang zur Kirche und erleichterte den Alltag der Bewohner, während sie gleichzeitig kontrollierbar und gut zu sichern war. Damit zeigt sie die enge Verbindung zwischen religiösem Leben und städtischer Struktur im Mittelalter.

Die Stadtmauer von Bad Neustadt an der Saale stammt aus dem Mittelalter und diente dem Schutz und der Kontrolle der Stadt. Besonders auffällig ist ihre herzförmige Anlage, die einer Legende nach auf Karl den Großen zurückgeht. Die Tore der Stadt wurden früher in der Nacht geschlossen. Die Stadtmauer hat eine Länge von ca. 1,5 km und ist noch gut erhalten. Sie wurde ab 1232 errichtet.


Die Mauer war mit Türmen und Toren ausgestattet und regelte den Zugang zur Stadt. Bis heute sind noch einige Türme erhalten, wie z.B. der Turm an der Bauerngasse 33, Bauerngasse 25 und Bauerngasse 13. Die Türme dienten als Aussichtspunkte zur Verteidigung und teilweise auch als Lager oder Gefängnis.



Die Kreuzigungsgruppe am Friedhof stellt die Kreuzigung Jesu dar und besteht meist aus Jesus am Kreuz sowie den Figuren Maria und Johannes. Sie symbolisiert das Leiden Christi, aber auch die Hoffnung auf Auferstehung und ewiges Leben. Als Teil des Friedhofs dient sie den Besuchern als Ort der Andacht und des Gedenkens.

Links am Hohntor (vom Friedhof aus), befindet sich der historische Torbogen. Er ist mit einem historischen Wappen ausgestattet.

Das Hohntor ist ein bekanntes Wahrzeichen von Bad Neustadt. Das Stadttor begrenzt die Altstadt nach Süden hin. Die Fertigstellung des Hohntors war im Jahr 1580. Es hat eine Höhe von 34 Metern und hat insgesamt 6 Geschosse.



Der Wilhelm-Uhlig-Weg ist dem Künstler Wilhelm Uhlig gewidmet, der in den 1950er Jahren in Bad Neustadt lebte. Er erschuf viele Skulpturen der Stadt, wie z.B. die Quellnymphe oder den bronzenen Roncalli-Brunnen vor der Stadtpfarrkirche.


Die kleinen Häuser an der Salzpforte in Bad Neustadt an der Saale sind ehemalige Torwächter- oder Zollhäuser. Sie gehörten zur Toranlage und dienten der Kontrolle des Personen- und Warenverkehrs. Hier wurden Besucher überprüft, Tore geöffnet und geschlossen, sowie möglicherweise Abgaben auf wichtige Handelsgüter wie Salz erhoben.


Die Falaiser Brücke aus dem Jahr 1977 ist eine Überführung, die über eine Straße führt und verschiedene Stadtbereiche miteinander verbindet. Sie dient vor allem der sicheren Verkehrsführung. Damit ist sie ein Beispiel für moderne Infrastruktur im Gegensatz zu den historischen Bauwerken der Stadt.



Von der Falaiser Brücke aus, hat man einen guten Blick auf das Erlebnisbad Triamare. Es gibt dort ein Frei- und Hallenbad, mit einigen Spaßrutschen und auch einem Wellnessbereich.

Das war unsere Tour durch Bad Neustadt an der Saale und wir hoffen, ihr hattet auch so einen Spaß wie wir. Wir können euch Bad Neustadt mit der Salzburg und der schönen Altstadt sehr empfehlen. Gerade mit Hund, kann man super durch die Stadt und den Kurpark laufen.
Alle Links zu Bad Neustadt an der Saale, findet ihr hier: https://emmas-pfoten-abenteuer.de/links-bad-neustadt-an-der-saale/
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