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Schlagwort: England

Brighton – britisches Seebad mit Pier, Burgern und einem Haus auf dem Kopf

Brighton gehört zu den Orten an der englischen Südküste, an denen es eigentlich unmöglich ist, nur kurz vorbeizuschauen. Meer, Kiesstrand, eine kilometerlange Promenade und mittendrin ein riesiger Pier, auf dem sich ein kompletter kleiner Vergnügungspark befindet. Langweilig wird es hier definitiv nicht. Brighton gehört zur Grafschaft East Sussex und hat ca. 278.000 Einwohner.

Brighton

Während unserer Reisen durch England führte uns unser Weg gleich zweimal nach Brighton. Da wir bei beiden Besuchen unterschiedliche Dinge erlebt haben, nehmen wir euch heute einfach mit zu unseren schönsten Stationen in der Stadt am Ärmelkanal. Die Reise fand, wie auch unsere anderen Englandreisen damals, leider ohne Emma statt.

Brighton Beach – Strand auf die englische Art

Wer bei einem Strand automatisch an feinen Sand denkt, wird in Brighton erst einmal umdenken müssen. Der berühmte Brighton Beach besteht nämlich aus Kieselsteinen.

Brighton - Strand

Das tut der typischen Seebad-Atmosphäre allerdings keinen Abbruch, im Gegenteil. Vor uns das Meer, hinter uns die lange Häuserzeile entlang der Promenade und überall dieses besondere Flair eines traditionellen englischen Badeortes.

Brighton - Strand

Von hier aus ist auch eines der bekanntesten Wahrzeichen Brightons kaum zu übersehen. Der Brighton Palace Pier, der weit hinaus ins Meer ragt.

Brighton Palace Pier

Und natürlich wollten wir wissen, was uns dort erwartet.

Brighton Palace Pier – ein Vergnügungspark über dem Meer

Schon der Eingang mit seinem großen Uhrenturm macht deutlich, dass der Brighton Palace Pier kein gewöhnlicher Steg ist.

Brighton Palace Pier
Brighton Palace Pier
Brighton Palace Pier

Der Pier wurde am 20. Mai 1899 eröffnet und gehört seitdem fest zum Stadtbild. Im Laufe der Jahrzehnte kamen immer mehr Unterhaltungsangebote hinzu. Bereits 1932 wurden ein Riesenrad und Autoscooter auf dem Pier angeboten. Heute findet man hier Spielhallen, Fahrgeschäfte, gastronomische Angebote und natürlich jede Menge Aussicht aufs Meer.

Brighton Palace Pier
Brighton Palace Pier
Brighton Palace Pier

Wir beschränkten uns selbstverständlich nicht darauf, einfach nur einmal über den Pier zu laufen. Denn spätestens dort, wo die ersten Fahrgeschäfte auftauchten, war klar: Die müssen ausprobiert werden.

Autoscooter und Fahrgeschäfte direkt über dem Meer

Martin durfte sich unter anderem beim Autoscooter austoben. Und auch bei den anderen Fahrgeschäften waren wir nicht nur Zuschauer. Man zahlt einmalig Eintritt für den Pier, 1 Pfund derzeit. Wenn man mit den Fahrgeschäften fahren möchte, kauft man sich ein Wristband und kann so oft fahren, wie man möchte. Der Wristband kostet für Erwachsene derzeit 30 Pfund und für Kinder 24 Pfund.

Brighton Palace Pier
Brighton Palace Pier
Brighton Palace Pier

Das ist schon ein etwas ungewöhnliches Gefühl: Man befindet sich auf einem mehr als hundert Jahre alten Pier mitten über dem Meer und fährt darauf Karussell und Autoscooter.

Brighton Palace Pier
Brighton Palace Pier
Brighton Palace Pier

Genau diese Mischung macht den Palace Pier aus. Auf der einen Seite hat man die historischen Gebäude und Konstruktionen, auf der anderen Seite blinkt und leuchtet es überall und aus den Spielhallen und Fahrgeschäften dringen die typischen Geräusche eines Jahrmarkts.

Brighton Palace Pier
Brighton Palace Pier
Brighton Palace Pier

Natürlich ließen wir uns auch gemeinsam durch die Gegend wirbeln. Schließlich kann man Martin ja nicht den ganzen Spaß allein überlassen.

🎬 Später wurde hier „My Policeman“ mit Harry Styles gedreht

Was wir bei unseren Besuchen natürlich noch nicht wissen konnten: Einige Jahre später sollte der Brighton Palace Pier zur Filmkulisse werden. Für den Film „My Policeman“ wurde 2021 in Brighton gedreht. Der Film spielt teilweise in den 1950er-Jahren und für die Dreharbeiten wurden verschiedene Orte in Brighton entsprechend hergerichtet. Auch auf dem Palace Pier fanden Dreharbeiten statt. Harry Styles und Emma Corrin wurden hier unter anderem bei Szenen an den Arcade-Spielen gefilmt.

Brighton
Brighton
Brighton

Wenn wir uns heute unsere eigenen Bilder vom Palace Pier anschauen, ist das natürlich besonders interessant. Wir liefen über genau diesen Pier, spielten und fuhren mit den Fahrgeschäften, einige Jahre bevor daraus ein Drehort für My Policeman wurde. Ein kleiner Film-Schauplatz, von dem wir damals noch gar nicht wussten, dass er einmal einer werden würde.

Ein Blick zurück auf Brighton

Zwischendurch lohnt es sich auf dem Pier übrigens immer wieder, sich umzudrehen. Vom Wasser aus bekommt man einen ganz anderen Blick auf Brighton. Hinter dem Kiesstrand zieht sich die Bebauung entlang der Küste, während man selbst immer weiter aufs Meer hinausläuft.

Brighton

Und genau diese Kombination aus Stadt und Meer hat uns an Brighton besonders gefallen. Man kann mitten im Trubel sein und braucht nur wenige Schritte, um wieder aufs Wasser zu schauen.

Das Upside Down House – hier steht die Welt Kopf

Bei einem unserer Brighton-Besuche entdeckten wir an der Strandpromenade dann etwas, bei dem man zunächst durchaus zweimal hinschauen kann. Ein türkisfarbenes Haus stand dort komplett auf dem Kopf.

Brighton - Upside Down House

Das Brighton Upside Down House wurde erst 2019 eröffnet. Nicht nur das Gebäude selbst steht scheinbar auf seinem Dach. Auch im Inneren sind Möbel und Einrichtungsgegenstände so angebracht, dass anschließend auf Fotos der Eindruck entsteht, man selbst würde an der Decke stehen oder durch die Wohnung schweben. Natürlich mussten wir hinein.

Brighton - Upside Down House

Und das ist tatsächlich verwirrender, als man von außen vielleicht denkt. Das Gehirn weiß zwar, dass hier einfach nur alles falsch herum gebaut wurde, die Augen erzählen einem aber ständig etwas anderes. Vor allem beim Fotografieren macht das Ganze Spaß. Dreht man die fertigen Aufnahmen anschließend richtig herum beziehungsweise falsch herum, je nachdem, wie man es betrachtet, entstehen ziemlich verrückte Bilder.

Der Brighton i360 – für uns blieb es beim Blick von unten

Direkt an der Küste steht noch etwas, das kaum zu übersehen ist, der Brighton i360. Der 162 Meter hohe Aussichtsturm wurde im August 2016 eröffnet. Statt einer klassischen Aussichtsplattform fährt eine große verglaste Kabine am Turm nach oben. Von dort bietet sich ein 360-Grad-Blick über Brighton, den Ärmelkanal und bei entsprechenden Bedingungen bis über die South Downs.

Brighton - i360

Wir waren natürlich dort, hochgefahren sind wir allerdings nicht. Man muss schließlich nicht jede Sehenswürdigkeit von innen beziehungsweise in diesem Fall von ganz oben erleben.

Brighton - i360
Brighton - i360

Für ein Foto im riesigen British-Airways-Liegestuhl hat es aber gereicht. Und wenn man es sich darin erst einmal gemütlich gemacht hat, kann man den i360 schließlich auch wunderbar von unten betrachten.

Burgerpause im JB’s American Diner

So viel Brighton macht irgendwann hungrig. Unsere Pause führte uns ins JB’s American Diner an der King’s Road und dort war nicht nur das Essen amerikanisch.

Brighton - JB's American Diner

Schon beim Betreten fühlten wir uns ein wenig in eine andere Welt versetzt. Rote Tische und Sitzbänke, schwarz-weißer Boden, amerikanische Flaggen, alte Zapfsäulen, Motorräder, Filmplakate, Figuren und jede Menge Dekoration sorgten dafür, dass es überall etwas zu entdecken gab.

Brighton - JB's American Diner

Auf den Tisch kamen unter anderem ordentliche Burger mit Pommes. Martin entschied sich für Hähnchen mit Pommes und spätestens beim Blick auf unsere Bilder lässt sich sagen, Hungrig musste hier wirklich niemand wieder hinausgehen.

Brighton - JB's American Diner
Brighton - JB's American Diner

Heute können wir euch das JB’s leider nicht mehr als Einkehrtipp empfehlen. Das American Diner in der 31 King’s Road ist inzwischen dauerhaft geschlossen. 2025 endete damit ein Restaurant, an das uns heute immerhin noch jede Menge Fotos erinnern. Schade, denn gerade die verrückte Einrichtung machte das Restaurant für uns zu mehr als nur einer schnellen Burgerpause.

Brighton - JB's American Diner

Und was wieder total typisch war für England, man legt das Geld einfach auf den Tisch und geht. Gerade für uns, die das nicht kennen, bekommt man immer ein mulmiges Gefühl. Was ist, wenn man geht und jemand anderes nimmt in der Zeit das Geld? Bisher ging es zum Glück immer gut, zumindest kam uns niemand hinterher gerannt.

Brighton - JB's American Diner

Zwischen Pier, Promenade und Meer

Was uns von Brighton besonders in Erinnerung geblieben ist, ist die Mischung. Hier steht nicht eine einzelne Sehenswürdigkeit im Mittelpunkt. Vielmehr kann man sich einfach an der Küste entlangtreiben lassen und entdeckt dabei ständig etwas Neues.

Brighton
Brighton
Brighton

Mal steht man am Kiesstrand und schaut aufs Meer, kurz darauf fährt man auf einem über 120 Jahre alten Pier Autoscooter. Dann begegnet einem ein Haus, das auf dem Kopf steht, wenige Meter weiter fährt eine gläserne Aussichtskabine an einem riesigen Turm in den Himmel und zwischendurch gibt es Burger in einem amerikanischen Diner.

Der West Pier – Brightons berühmte Ruine im Meer

Ein ganz anderes Bild bot sich uns ein Stück weiter entlang der Küste. Mitten im Meer entdeckten wir das dunkle Eisengerippe eines weiteren Piers. Dabei handelt es sich um den West Pier, der bereits 1866 eröffnet wurde und einst zu den großen Attraktionen Brightons gehörte. Seit 1975 war er für Besucher geschlossen, Stürme setzten ihm zusätzlich zu und im Jahr 2003 wurde er schließlich durch zwei verheerende Brände weitgehend zerstört.

Brighton - West Pier

Heute steht nur noch das eiserne Gerippe des ehemaligen Piers im Meer. Gerade dieser Anblick hatte aber etwas Faszinierendes. Während auf dem Brighton Palace Pier Fahrgeschäfte, Spielhallen und Menschen für ordentlich Trubel sorgten, erinnerte nur wenige hundert Meter weiter die dunkle Silhouette des West Piers daran, wie anders die Strandpromenade hier früher einmal ausgesehen haben muss.

Unser Fazit zu Brighton

Brighton hat uns so gut gefallen, dass wir während unserer Englandreisen nicht nur einmal dort gelandet sind. Und vielleicht ist genau das das beste Fazit. Wir verbinden Brighton nicht mit einer einzelnen Sehenswürdigkeit, sondern mit ganz unterschiedlichen Erinnerungen. Für uns war es einfach ein ziemlich schöner Tag am Meer.

🐾 Weiterführende Links & Quellen

Weitere Informationen zum Brighton Palace Pier, findet ihr hier: Offizielle Webseite des Brighton Palace Pier

Das Upside Down House Brighton befindet sich ebenfalls an der Strandpromenade. Weitere Infos findet ihr hier: Offizielle Webseite des Upside Down House Brighton

Stables Cottage – Rye

Während unserer England-Reisen 2017 und 2018 hatten wir eine Unterkunft, in die wir besonders gerne zurückgekehrt sind: das Stables Cottage auf der Cadborough Farm bei Rye.

Schon der Name verrät ein wenig über das kleine Ferienhaus. Das Gebäude war ursprünglich ein Stall und stammt aus dem frühen 19. Jahrhundert. Später wurde es zu einem gemütlichen Ferienhaus umgebaut. Das Stables Cottage ist für zwei Personen ausgelegt. Wir waren allerdings zu dritt unterwegs, dazu später mehr.

Ein ganz wesentlicher Grund für unseren zweiten Besuch, war für uns auch die persönliche Atmosphäre. Die Vermieterin Jane wohnte direkt nebenan und war unglaublich nett. Dadurch fühlten wir uns bei unseren Aufenthalten nicht wie an irgendeiner anonymen Ferienadresse, sondern wirklich willkommen.

Auf einen Blick

📍 LageCadborough Farm bei Rye, East Sussex
🏡 UnterkunftKleines freistehendes Ferienhaus
🛏️ SchlafplätzeRegulär für 2 Personen
🍳 KücheEigene, komplett ausgestattete Küche
🚗 ParkplatzEigener Parkplatz direkt an der Unterkunft
🌳 AußenbereichEigener kleiner Garten
📶 WLANVorhanden
🐾 Haustiere1 kleiner Hund erlaubt

Stables Cottage

Das Stables Cottage ist eines von insgesamt 4 angebotenen Ferienwohnungen auf der Cadborough Farm. Es ist nach unserem Wissen auch das kleinste von allen, war für uns für den Anfang aber völlig ausreichend gewesen.

📍 Lage

Das Stables Cottage gehört zu den Cadborough Farm Cottages und liegt etwas außerhalb von Rye in East Sussex, oben auf dem Berg. Für uns war die Lage während unserer England-Reisen ideal, denn von hier aus konnten wir zahlreiche Ziele in der Umgebung erreichen und hatten gleichzeitig eine ruhige Unterkunft, in die wir am Abend zurückkehren konnten.

Besonders praktisch war für uns die Anreise mit dem Auto. Zum Cottage gehörte ein eigener Parkplatz direkt vor der Tür. Das war gerade bei unseren vielen Ausflügen ausgesprochen angenehm: zurückkommen, Auto abstellen und fertig. Keine Parkplatzsuche und kein weiter Weg mit Taschen und Einkäufen.

Die Farm ist etwa eine Meile vom historischen Rye entfernt. Von den Cottages gibt es außerdem einen direkten Zugang zu einem Farmweg mit Ausblicken in Richtung Rye und Umgebung.

🧹 Sauberkeit

Auch bei der Sauberkeit hatten wir während unserer Aufenthalte nichts zu beanstanden. Das Cottage machte einen sauberen und gepflegten Eindruck, sodass wir uns von Anfang an wohlfühlten.

Gerade bei einer Ferienwohnung beziehungsweise einem Ferienhaus ist uns das besonders wichtig. Schließlich verbringt man hier meist deutlich mehr Zeit als in einem Hotelzimmer, benutzt die Küche und macht es sich abends auch einmal im Wohnzimmer gemütlich.

🤝 Service & Vermieter

Dieser Punkt ist beim Stables Cottage für uns etwas Besonderes. Die Vermieterin Jane wohnte direkt nebenan und wir haben sie als wahnsinnig nette und herzliche Gastgeberin kennengelernt.

Auch dass wir damals zu dritt unterwegs waren, obwohl das Cottage eigentlich für zwei Personen gedacht ist, war kein Problem. Für Martin wurde einfach ein zusätzliches Bett im Wohnzimmer aufgestellt.

Genau diese persönliche Betreuung ist etwas, das ein kleines privat geführtes Ferienhaus von einer anonymen Unterkunft unterscheiden kann. Dass wir im folgenden Jahr wiederkamen, sagt eigentlich schon einiges darüber aus, wie wohl wir uns dort gefühlt haben.

🛏️ Komfort

Das Stables Cottage ist kein riesiges Ferienhaus, sondern eine gemütliche Unterkunft, die regulär für zwei Personen ausgelegt ist. Besonders interessant ist die Abgrenzung einer Pferdebox im Wohnzimmer, die noch aus den Zeiten stammt, wo das Cottage ein Stall gewesen ist.

Im Schlafzimmer befindet sich ein großes Bett, dass alternativ auch als zwei Einzelbetten genutzt werden kann. Dazu kommen ein separates Duschbad sowie ein großzügiger Wohnbereich mit Essplatz.

Da wir zu dritt waren, schlief Martin auf dem zusätzlich aufgestellten Bett im Wohnzimmer. Wegen der Größe und Aufteilung des Wohnzimmers, störte es auch nicht. Nur ist der Zugang zum Bad über das Schlafzimmer möglich, wodurch es dann als Durchgangsraum genutzt werden musste.

Für uns funktionierte diese Lösung damals sehr gut und wir hatten alles, was wir für unseren Aufenthalt brauchten.

🏡 Ausstattung

Auch bei der Ausstattung konnte uns das Stables Cottage überzeugen. Neben dem Schlafzimmer und dem Wohnbereich gab es eine separate Küche, sodass wir uns während unseres Aufenthalts selbst versorgen konnten.

Das Cottage bietet auch heute eine umfangreiche Ausstattung mit unter anderem Geschirrspüler, Mikrowelle und Waschmaschine. Dazu kommen WLAN, Fernseher/DVD sowie ein eigener kleiner Garten. Bettwäsche und Handtücher werden ebenfalls bereitgestellt.

Damit bot uns das Ferienhaus alles, was wir für einen längeren Aufenthalt benötigten. Wie es sich für England gehört, gab es natürlich auch für uns die leckeren Torten, die man dort überall kaufen kann. Für Martin musste es unbedingt eine Minion-Torte sein.

Der Essbereich ist vom Rest abgetrennt und bietet ausreichend Platz zum Essen für 3 Personen. Besonders schön fanden wir den eigenen Außenbereich. Gerade bei einem Ferienhaus gehört es für uns einfach dazu, auch einmal draußen sitzen zu können.

💶 Preis-Leistung

Auch mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis waren wir bei unseren Aufenthalten sehr zufrieden. Das Stables Cottage kostet je nach Saison zwischen ca. 525-800 Pfund pro Woche.

Wir bekamen nicht einfach nur ein Zimmer, sondern ein komplettes kleines Ferienhaus mit Schlafzimmer, Wohn- und Essbereich, eigener Küche, Bad, Außenbereich und eigenem Parkplatz.

Hinzu kamen die ruhige Lage und die persönliche Betreuung durch Jane. Im Garten gab es ebenfalls einen tollen Sitzbereich und man hatte die Möglichkeit im Garten zu frühstücken. Der Gasgrill, der einem zur Verfügung steht, war auch sehr wertvoll. Man konnte grillen und das Essen gleich im Garten genießen. Für uns hat das Gesamtpaket deshalb gestimmt.

🚗 Parken

Beim Parken konnte das Stables Cottage bei uns richtig punkten. Der eigene Parkplatz befand sich direkt vor der Unterkunft, quasi vor dem Gartentor. Durch die hohen Mauern und das Gartentor, war man weitestgehend von den Blicken anderer geschützt.

Gerade wenn man im Urlaub viel mit dem Auto unterwegs ist, weiß man so etwas irgendwann sehr zu schätzen. Nach einem langen Ausflug mussten wir nicht erst einen Parkplatz suchen oder unser Gepäck weit tragen. Auto abstellen, ein paar Schritte gehen, angekommen.

Unser Fazit zum Stables Cottage

Manchmal merkt man am besten daran, wie gut einem eine Unterkunft gefallen hat, ob man sie ein zweites Mal bucht. Beim Stables Cottage war die Entscheidung für uns offensichtlich, denn wir waren zwei Jahre hintereinander dort.

Das kleine Ferienhaus bot uns alles, was wir für unsere England-Reisen brauchten. Wir hatten eine eigene Küche, einen gemütlichen Wohnbereich, ein separates Schlafzimmer, einen eigenen Außenbereich und vor allem einen Parkplatz direkt vor der Tür.

Dass wir eigentlich zu dritt waren, obwohl das Cottage für zwei Personen ausgelegt war, wurde damals unkompliziert mit einem zusätzlichen Bett für Martin im Wohnzimmer gelöst.

Besonders in Erinnerung geblieben ist uns aber Jane. Mit ihrer freundlichen und herzlichen Art trug sie ganz wesentlich dazu bei, dass wir uns im Stables Cottage so wohlgefühlt haben.

Es war eben nicht einfach nur eine Unterkunft für die Nacht, sondern während unserer England-Reisen ein kleines Zuhause auf Zeit. Und dass wir im nächsten Jahr wieder vor Janes Tür standen, ist vermutlich die beste Bewertung, die wir dem Stables Cottage geben können.

🐾 Haustier-Info

Hunde sind im Stables Cottage willkommen, allerdings mit Einschränkung. Ein kleiner, gut erzogener Hund pro Cottage darf mitgebracht werden. Die Hunde müssen stubenrein sein, dürfen nicht auf die Möbel und müssen unter Kontrolle gehalten werden. Jedes Cottage besitzt außerdem einen eigenen eingezäunten Garten.

Emma gab es bei unseren Aufenthalten 2017 und 2018 noch. Da sie als Golden Retriever aber definitiv nicht unter „kleiner Hund“ fällt, wäre das Stables Cottage für uns heute mit Emma vermutlich keine passende Unterkunft mehr. Aber wer weiß, vielleicht könnte man darüber ja auch mit Jane sprechen.

Weitere Infos zum Stables Cottage, findest du hier: https://cadborough.co.uk/

Bexhill Motofest

Bexhill-on-Sea ist eine Stadt und Seebad in der Grafschaft East Sussex im Süden Englands, mit etwa 43.000 Einwohnern und liegt direkt am Meer. Bexhill-on-Sea gilt als Geburtsstadt des britischen Motorsports, weil dort 1902 das allererste Autorennen in Großbritannien ausgetragen wurde.

Bexhill-on-Sea
Bexhill-on-Sea

In Bexhill finden jährlich viele Veranstaltungen Rund um Autos und Motorräder statt, wie z.B. die „100 Classic & Custom Car Show“ oder das Bexhill Motofest. Wir haben uns damals das Bexhill Motofest angeschaut und auch wenn das Wetter nicht mitgespielt hat, war es eine tolle Veranstaltung.

Bexhill-on-Sea

Bei Veranstaltungen in Bexhill, werden immer viele Parkmöglichkeiten zur Verfügung gestellt und es gibt eine Zone für Familien, wo die Kinder ihren Spaß haben. Für Essen wird während solchen Veranstaltungen auch gesorgt, es gibt viele Essensbuden, wo man sich was kaufen kann. Wir haben uns die Stuntshow angeschaut.

Bexhill-on-Sea

Für spannende Stunts hat Cassandra Fey mit ihrem Partner von Stunted Reality gesorgt.

Bexhill-on-Sea

Es gab Stunts zu zweit auf dem Motorrad oder auch alleine, wo sich beide bei Stunts mit ihren Bikes begegnet sind.

Bexhill-on-Sea
Bexhill-on-Sea

Das Publikum wurde auch mit einbezogen und war somit eine Veranstaltung zum anfassen, da man danach auch ins Zelt der Fahrer gehen konnte, um Fragen zu stellen. Zudem konnte man sich die Motorräder aus der Nähe anschauen.

Bexhill-on-Sea

Die Hollywood-Motorradstuntlegende Mark Van Driel war auch vor Ort und hat seinen eigenen Weltrekord für die meisten Switchback Zero-Motorradumdrehungen in einer Minute gebrochen.

Bexhill-on-Sea

Es war eine spannende Veranstaltung und wer Autos oder Motorräder liebt, sollte unbedingt mal solch eine Veranstaltung in Bexhill besuchen.

Newhaven Fort

Das Newhaven Fort ist mittlerweile ein Museum in Newhaven. Es wurde damals als die größte Verteidigungsanlage erbaut, die jemals in Sussex gebaut wurde. Es wurde zwischen 1865 und 18741 erbaut und diente als Schutz für den Hafen von Newhaven, falls es einen Angriff aus Frankreich geben sollte.

Es wurde 1870 auf der Ostseite mit zwei Vorderlader-Schiffsgeschützen vom Typ RML 9-inch ausgestattet. Die Geschützstellungen hatten freies Schussfeld über die Nordsee.

Vom Newhaven Fort aus, hat man einen tollen Blick auf den Hafen von Newhaven. Gerade bei schönem Wetter, kann man den weiten Blick von hier oben genießen. Es gibt auch direkte Wanderwege rund um das Fort.

Mit Newhaven Fort hatte man Kontrolle über den Firth of Forth, also Schutz des Zugangs zu Edinburgh und den Werften in Leith. Im Museum findet man viel alte Munition, die natürlich entschärft wurde.

Natürlich darf ein Munitionslager in so einer Festung nicht fehlen. Es gibt ein unterirdische Munitionslager, welches über enge Gänge zu erreichen ist.

Im Gebäude gibt auch eine Art Kino, wo kurze Filme zur Geschichte und zum Fort gezeigt werden. Sie sind sehr informativ und die Stühle laden zum verweilen ein. Ausgestellt werden auch verschiedene Technikausrüstungen von früher und natürlich Munition.

Es gibt auch eine Schmiede/Werkstatt von früher zu sehen, wo früher Geschützkomponenten repariert wurden. Hier wurden auch Bolzen, Eisenstangen, Beschläge bearbeitet und Ersatzteile angefertigt. Man kann sich auch noch die Schlafräume der Besatzung anschauen und den Raum eines Priesters.

Natürlich gibt es auch eine große Anzahl an historischen Uniformen von verschiedenen Dienstgraden zu sehen. Von feiner Ausgehkleidung, bis hin zu Uniformen der einfachen Soldaten, ist alles dabei.

Aus der Zeit des kalten Krieges, sieht man eine rekonstruierte Leit- bzw. Gefechtszentrale. Der Raum wirkt fast wie ein eingefrorenes 1970er-Jahre-Kontrollzentrum. Hier sieht man deutlich den Übergang vom industriellen Krieg zur elektronischen Kriegsführung.

Im Gruppen-Überwachungsraum wurden konkrete taktische Verteidigungs- und Überwachungsmaßnahmen koordiniert. Die Kernaufgaben des Gruppen-Überwachungsraum waren: Seeüberwachung, Feuerleitung der Küstenartillerie, Luftlage/Bedrohungsanalyse und Alarm- und Einsatzkoordination.

Es gab auch eine Küche von früher zu sehen, mit der kompletten Einrichtung und den Lebensmitteln, wie es sie damals gab. Wie es sich für die damalige Zeit gehörte, stand die Frau am Herd. Zum Glück ändern sich manche Zeiten.

Ein Modell vom Newhaven Fort zeigt deutlich, wie groß das ganze Areal ist und wie es in die Felsen eingebaut wurde, was ich die teils schmalen Gänge und langen Treppen nach unten erklärt.

Der Besuch hat mir gezeigt, wie viel Technik, Organisation und Handarbeit hinter dem Betrieb einer solchen Festung steckte. Besonders die authentisch eingerichteten Räume, von der Schmiede bis zum Operationsraum, machen Geschichte greifbar. Deshalb kann ich einen Besuch sehr empfehlen, denn man erhält nicht nur Informationen, sondern ein echtes Raumgefühl vergangener Zeiten.