In der Kategorie „Reiseorte“ findet ihr Reiseberichte nach Orten sortiert von Städten bis zu besonderen Ausflugszielen. Von Deutschland über die Niederlande, bis hin zum Vereinigten Königreich uva.
Hallo Freunde, ich habe heute einen kurzen Abstecher nach Burghaun, im Landkreis Fulda gemacht. Burghaun ist eine kleine Marktgemeinde mit ca. 6450 Einwohnern und liegt inmitten der hessischen Kuppenrhön. Die Gründung der Gemeinde, wird auf das 9. Jahrhundert geschätzt und geht zurück auf die ortsansässigen Herren von Haune. Diese hatten den Ruf als Raubritter.
Es gibt ein Schloss aus dem Jahre 1620, mit einem schönen Schlosshof, welches heute als Sitz für die Verwaltung dient. Es gibt auch einen zugehörigen Schlosspark, der zum verweilen einlädt und wo die Kinder auf den Spielplätzen ausgiebig toben können.
Direkt neben dem Schloss, befindet sich das sogenannte Herrenhaus, ebenfalls aus dem Jahre 1620. Früher war hierin das Heimatmuseum Burghaun untergebracht. Dieses befindet sich aber mittlerweile in einem anderen Gebäude in Burghaun, im „Haus Hölzerkopf“ .
Der Brunnen am Mehrgenerationenplatz in Burghaun, befindet sich neben dem Burghauner Brunnenmarkt, wo 2x im Monat ein Wochenmarkt stattfindet. Der Brunnen wurde im Jahr 2025 erneuert und wieder in Betrieb genommen.
Die Kirche Mariä Himmelfahrt wurde im Jahr 1714 auf den alten Mauern der ehemaligen Burg Haune erbaut und ist eine katholische Kirche. Das Torhaus entstand um 1400 und bildete den einzigen, von einer Mauer umgebenen, Zugang zur Stadt. Es ist das älteste Gebäude der Marktgemeinde.
Direkt neben der Mariä Himmelfahrt und dem Torhaus, befindet sich die evangelische Christuskirche aus dem Jahre 1728. Sie enthält neben dem Altarraum auch noch Grabsteine der Herren von Haune.
Die Sachsenhäuser in der Stadtstraße, unweit des Brunnenmarktes, sind historische Fachwerkhäuser. Sie erzählen eine 750 Jahre alte Geschichte über die Gemeinde, welche als Bauerndorf begann und mittlerweile eine Großgemeinde geworden ist.
Ebenfalls in der Stadtstraße, befindet sich das Städtisches Backhaus. Neben diesem, gibt es noch ein weiteres, erhaltenes Backhaus in der Dimbachstraße. Burghaun hatte damals 4 Backhäuser, aber 2 wurden über die Jahre für den Straßenverkehr abgerissen. Früher durfte man wegen der Brandgefahr nur in öffentlichen Backhäusern backen und nicht zu Hause.
In Burghaun gab es eine mittelalterliche Stadtmauer, die heute leider nur noch in kleinen Teilen vorhanden ist. Wie z.B. an dem Torhaus, der evangelischen Christuskirche oder an dem Wohnhaus, welches in der Stadtstraße steht. Man kann die Mauer am hinteren Gebäudeteil sehen, aus Sicht von der Haune.
Auf dem Marktplatz in Burghaun, sieht man das Wappen der Marktgemeinde. Einen schwarzen, steigenden Widder mit roter Zunge auf goldenem Hintergrund. Drum herum befindet sich eine grüne Flanke mit einer silbernen Sense. Der Widder soll an die Herren von Haune und die Sense an die Landwirtschaft erinnern.
Es gibt auch ein altes Jagdschloss in Burghaun, welches in 1744 erbaut wurde. Heute dient es als Sitz des Forstamtes.
Die Region Burghaun bietet viele gute Wandermöglichkeiten, was gerade mit Hund sehr schön ist. Es gibt unterschiedlich lange Wege, z.B. ein kürzere weg zum Hühnerberg bei Burghaun, mit einer Länge von ca. 4,4km oder auch längere Touren von ca. 14,5km und verschiedenen Höhenprofilen. Es gibt auch einige schöne Rhön-Rundwege, die durch Wälder und Felder führen.
Ihr findet hier auch eine „Freizeitanlage am Weiher“, wo es einen schönen Biergarten zum verweilen gibt, wo eure Kinder gleich nebenan auf dem Spielplatz toben können. Auf dem Weiher kann man Tretboot fahren. Direkt vor dem Weiher, befinden sich zahlreiche Parkplätze und auch Parkmöglichkeiten für Camper.
Neben dem Biergarten findet ihr dort auch eine Kneippanlage und einen Minigolfplatz. Man kann dort auch spazieren gehen, da man von der Freizeitanlage direkt in die Felder rund um Burghaun gelangt.
Ein weiteres Highlight in Burghaun, ist der „Bimbel“. Gelegen am Kegelspiel-Radweg, am früheren Bahnhof Burghaun Ost. Der Bimbel ist ein historischer Eisenbahnwaggon, der als Kaffee und Restaurant genutzt wird. Er hat nicht an allen Tagen die Woche geöffnet, daher solltet ihr vorab nach den Öffnungszeiten schauen. Gerade für Radfahrer oder Spaziergänger ist er im Sommer ein toller Ort. Man kann im Waggon sitzen oder auch draußen, im Biergarten. Von hier oben hat man einen wunderschönen Blick in den Kern von Burghaun.
So Freunde, dass war mein kurzer Abstecher nach Burghaun. Ich hoffe ihr hattet Spaß, mir bei der Erkundung zuzuschauen? Bis zu meinem nächsten Abenteuer, eure Emma.
Hallo Freunde, bei unserer Tour durch den Harz, wurden wir auf den Bärenpark Worbis aufmerksam und haben ihn besucht. Dort gibt es neben Bären auch noch viele andere Tiere, wie Schafe, Waschbären, Wolfshunde und Hühner. Infos zum Bärenpark, findet ihr hier: https://www.baer.de/projekte/alternativer-baerenpark-worbis
Der Bärenpark ist kein Tierpark, sondern eher eine Auffangstation für Tiere aus schlechten Haltungen. Dazu gehören auch Haus- und Nutztiere, die ein besseres zu Hause verdienen. Zudem bekommt man viel Wissen über die Tiere im Park und über deren natürliche Lebensweise vermittelt. Der Park ist sehr groß und perfekt für einen Spaziergang mit Hund.
Ich hatte viel Spaß dabei, die Meerschweinchen und Schildkröten zu beobachten. Unterwegs sind mir auch noch freilaufende Hühner begegnet.
Man konnte ein Bärengehege besichtigen, welches für die Artgerechte Haltung wichtig ist, wegen dem natürlichen Rückzugsort und der Größe. Nebenan war ein Stall, der bis vor einigen Jahren in Gebrauch und viel zu klein war. Irgendwie hat das noch total nach Bär gerochen und da wollte ich nicht rein. Dieser dunkle, kleine Stall war echt gruselig. Da war der hier schon deutlich besser.
Im Bärenpark Worbis gibt es auch einen Bauerngarten, der im Sommer schön bunt ist, wenn alles blüht. Er wird als Nahrungsgrundlage für die Tiere genutzt, denn unter anderem wird hier Gemüse und Bärenkräuter gepflanzt und geerntet. Aber es gibt auch Heilkräuter als Apotheke, wie z.B. Beinwell und natürlich fürs Auge, bunte Blumen.
Zum üben und als Lernort, gibt es einen Melkstand und Ziegen. Man findet hier die vom Aussterben bedrohten Thüringer-Wald-Ziege. Aus ihrer Milch wird der Ziegenkäse hergestellt.
Es gibt einen tollen Pfad, der über die Bären der Welt und ihr Herkunftsland aufklärt. Zu jeder Bärenart gibt es ein Modell und eine Infotafel mit dem Lebensraum, Gewicht, den Namen und vielen weiteren Infos. Ich fand den Eisbären und den Panda ja total süß, aber Mama hat gesagt, wenn ich mal einen echten sehe, soll ich los rennen, denn der will nicht mit mir kuscheln.
Ganz toll fand ich das Iglu, wo man reingehen konnte. An den Wänden waren Bilder aufgemalt von den Waffen, der Kleidung und der Küchengeräte der Inuit.
Maikas Weg ist ein Erlebnispfad, um mehr über Bären und ihre Sinne zu erfahren. Es fängt an mit der Transportbox, wie Maika ins Freigehege im Bärenpark Worbis kam, dann kommt ein Barfußpfad, den ich natürlich mit meinen Pfoten sofort ausprobiert habe und fürs Hören ein Klangspiel. Da wollte ich Mama die ganze Zeit das Stöckchen klauen, aber sie hat es mir einfach nicht gegeben.
Man kommt vorbei an einem Pfad, wo man Tierspuren finden kann, es gibt Waldmeister und Bärlauch, was Bären gerne fressen. Es gibt eine Geruchsstation, wo man testen kann, ob man so gut riechen kann wie ein Bär, was für mich natürlich kein Problem gewesen wäre, aber Mama hat nicht alles richtig erraten können. Nach Maikas Weg kommt noch ein Bereich, wo man seine Geschwindigkeit testen kann. Man drückt auf Start und rennt so schnell wie man kann den Berg rauf. Und was soll ich sagen, ich war schon ziemlich schnell, aber Papa ist mit mir gerannt, der hat mich natürlich ausgebremst.
Danach gelangt man in den Bärenwald, wo man echte Bären beobachten kann wie sie schlafen, fressen oder spielen.
Hier gibt es auch Wolfshunde, sogenannte Wolfshybride, wie Ronja und Raik. Beide stammen aus einer illegalen Privathaltung und wurden 2020 in den Bärenpark gebracht, wo sie nun artgerecht leben können. Raik hatte ganz schön Angst vor mir und rannte weg, als er mich vor dem Zaun gesehen hat. Aber klar, ich, ein Golden Retriever, sehe auch verdammt gefährlich aus. Hier hat definitiv Ronja die Hosen an, sie blieb ganz ruhig stehen und starrte mich an.
Nach einer Weile kamen wir am Gehege von Mykhailo an, ein beeindruckender Braunbär, der 2016 in der Ukraine geboren wurde. Er wurde jahrelang als Touristenattraktion in einem winzigen Käfig gehalten und konnte 2023 gerettet werden. Er hat täglich nur ein winziges Stück Fleisch bekommen und war sehr unterernährt. Daher konnte er auch erst in 2024 in den Bärenpark Worbis transportiert werden. Ich glaube, er leidet daher unter Futterneid, denn während des Fressens rannte er auf einmal auf mich zu, um mich anzugreifen. Als wollte ich ihm sein Obst und seine Nüsse klauen. Nein Danke, ich nehme lieber das Essen, was Mama immer für mich kocht.
Hier gibt es auch noch Waschbären und Schafe, die ich gerne beobachtet habe und dann lief mir noch freilaufendes Federvieh über den Weg.
Als wir durch den Park durch waren, ging Mama noch mit uns in den Shop rein und ich dachte nur, hoffentlich bringt sie was für mich mit. Und jaaaaa, ich habe einen Braunbären bekommen und hab mich so darüber gefreut, dass ich ihn gleich selber zum Auto tragen wollte.
Die Kosten für das Fressen der Bären und anderen Tiere sind sehr hoch, daher ist der Bärenpark Worbis auf Spenden angewiesen. Wer helfen möchte, findet hier die Seite mit den Spendenmöglichkeiten: https://www.baer.de/spenden-helfen oder es gibt auch eine Wunschliste mit Sachspenden. Den Link dazu findet ihr auf der Homepage des Bärenparks.
Direkt am Parkplatz steht die Rochuskapelle „St. Rochus“, welche im Jahr 1682 nach der Pestepidemie erbaut wurde. Die Menschen wollten mit dem Bau der Kapelle erreichen, dass Gott ihnen die Seuche nimmt.
Der Bärenpark Worbis ist ein tolles Ausflugsziel mit Hund, wo man viel über die Tiere im Park lernen kann und wir können euch einen Besuch wirklich sehr empfehlen. Bis zum nächsten Abenteuer, eure Emma.
Von unserer Ferienwohnung in Hahnenklee-Bockswiese, ging es zu Fuß runter in den Ort. Und stellt euch mal vor, gleich als erstes hab ich meinen Freund, dass Eichhörnchen gesehen. Er hat mich nicht bemerkt und ich kam ganz nah ran. Das war mein erstes Abenteuer, aber wir hatten ja noch mehr vor.
Wir sind im Ort durch die Einkaufsstraßen gelaufen, bis wir zur Seilbahnstation gekommen sind. Wir sind wie dumm einmal um das ganze Gebäude gelaufen, weil wir vor lauter Baustelle den Eingang nicht gefunden haben. Zum Glück war ein netter Herr unterwegs, der uns den Weg gezeigt hat.
Nachdem wir unsere Tickets gekauft hatten, konnten wir auch schon in die Seilbahn einsteigen. Und da ich ein kleiner Schisser war, ich bin immerhin noch nie Seilbahn gefahren, musste Papa mich tragen. Schließlich hat man nicht viel Zeit zum einsteigen. Mir war etwas mulmig, aber ich konnte mich auf der Fahrt zum Bocksberg immer mehr entspannen.
Ich war aber trotzdem froh, als ich wieder festen Boden unter den Füßen hatte und die Gegend erkunden konnte. Hier oben gibt es eine 560m lange Bobbahn, den Drachenblitz, wo die Leute den Berg runter sausen können. Man kann sich hier oben den Bauch vollschlagen, z.B. mit Bratwurst und für Kinder gibt es einen Spielplatz, einen Rutschenturm und sogar einen Spaßpark.
Mich hat aber eher die Aussicht nach unten in der Ort interessiert und der Weg nach unten. Immerhin bin ich eine kleine Wandermaus.
Der Bocksberg befindet sich im Oberharz und gehört zum Naturpark Harz. Er ist ca. 727 m.ü. NN. Man kann entweder mit dem Sessellift oder der Kabinenbahn nach oben laufen oder man wandert nach oben. Wir haben uns aus Zeitgründen für das hochfahren mit der Kabinenbahn entschieden. Nachdem wir den Bocksberg oben erkundet hatten, ging es für uns wieder bergab, entlang des ausgewiesenen Wanderweges. Stellt euch mal vor, hier musste ich an der Leine bleiben und ganz schön aufpassen, denn die Biker haben hier Vorfahrt und kommen auf einmal wie aus dem nichts angerast. Da hab ich vielleicht blöd geschaut, was das ist. Es gibt hier nämlich einen Bikepark, wo die Mountainbiker und Downhill-Junkies den Berg runter fahren können.
Wir sind weiter dem Liebesbankweg gefolgt, welcher eine Gesamt länge von ca. 7km hat. Er gilt als einer der schönsten Wanderwege im Harz, gerade für verliebte. Aber wir sind ihm nur gut 3km gefolgt und kamen irgendwann an das Tor der Liebe. Das ist ein beliebter Fotospot für Paare und stell euch mal vor, da machen Mama und Papa einfach ein Foto ohne mich. Da hab ich aber schnell versucht mich dazwischen zu quetschen, denn ich wollte auch mit aufs Foto rauf.
Noch ein Stück weiter den Wanderweg entlang, kamen wir zu dem großen Besucherparkplatz in Hahnenklee, wo wir passend zum Liebesbankweg auch noch tolle Sitzmöglichkeiten gefunden haben.
Im Harz gibt es auch ein Stück Norwegen zu sehen, die Gustav-Adolf-Stabkirche. Eine wunderschöne evangelisch-lutherische Kirche als Nachbildung der Stabkirche von Borgund. Die Kirche wurde im Jahr 1907 erbaut und in 1908 geweiht. Die Kirche wurde mit Fichtenholz aus dem Harz erbaut.
Im Ortskern findet man den Brunnen „Hahnenklee“ mit einem Hahn oben drauf und eine Statue von Paul Lincke (1866-1946), einem Komponisten der unter anderem Walzer komponiert hat. Sein letzter Wohnort war am Ortsausgang von Hahnenklee und er ist auch hier auf dem Friedhof beerdigt.
Es war eine schöne Runde durch Hahnenklee und auf den Bocksberg. Aber als wir wieder den Berg zu unserer Ferienwohnung nach oben gelaufen sind, war ich total kaputt vom Tag und musste mich ein bisschen ausruhen. Bis zum nächsten Abenteuer, eure Emma.
Hallo Freunde, diesmal hat mich mein Ausflug nach Fulda geführt. Fulda ist eine Barockstadt, die ihre ersten Bewohner 5000 v. Christus nachweisen kann. Die Stadt liegt in der Mitte Deutschlands und ist somit zentral gelegen. Bayern und Thüringen sind nicht weit entfernt und bis nach Frankfurt, fährt man ca. 108 km.
Vorbei ging es für uns durch die Gassen von Fulda, wie z.B. der Kanalstraße, dem Harstall Brunnen, welcher an den Bombenangriff auf Fulda (11.09.1944) erinnert und dem Luckenberg. Der Luckenberg zählt als einer der schönsten Ecken in der Altstadt von Fulda. Hier gibt es gutes Essen, Wein und besondere Geschäfte zum einkaufen.
Wir kamen vorbei am „Haus der Barmherzigen Schwestern“, einem Nonnenkloster, welches im Jahr 1884 im neugotischen Stil erbaut wurde. Das Mutterhaus steht jedem offen als Tagungsraum, Übernachtungsmöglichkeit oder zur Besinnung.
Die Kirche St. Maria und Severus (von den Einwohnern nur „Severikirche“ genannt) liegt auf dem Severiberg in Fulda. Sie wurde im gotischen Stil erbaut und stammt aus dem Jahre 1445.
Weiter ging es zum Hexenturm, einem 14 Meter hohen Turm, der zur mittelalterlichen Stadtbefestigung gehörte. Er wurde im 12. Jahrhundert erbaut und war Teil der inneren Stadtmauer, um die Stadt vom Klosterbezirk abzugrenzen.
Auf dem Weg zum Dom, haben wir im Barockviertel den Dahliengarten entdeckt. Er liegt etwas versteckt hinter hohen Mauern, gegenüber vom Dom. Im Sommer blühen hier ca. 60 verschiedene Dahlien. Der Dahliengarten lädt mit seinen Bänken und der Ruhe, mitten in der Innenstadt, zum verweilen ein. Eröffnet wurde er im Jahr 1994 im Rahmen der 1. Hessischen Landesgartenschau. Wir haben kein Verbotsschild für Hunde gesehen und an der Leine, sollten sie kein Problem sein. Ich war auf jeden Fall mit Mama und Papa mit drin und hab mir in Ruhe die Blumen angeschaut.
Direkt neben dem Dom, liegt der Domdechaneigarten. Dort befindet sich der Zugang zum Dommuseum. Der Domdechaneigarten ist den Rosen und historischen Rosensorten gewidmet und gerade im Sommer einen Besuch wert.
Etwas weiter die Straße rein, befindet sich das Palais der Stiftsdechanten und darin das Dommuseum, sowie die Bibliothek des bischöflichen Priesterseminars.
Der Dom zu Fulda „St. Salvator“ wurde im Jahr 1712 geweiht und ist ein imposantes Bauwerk, welches man unbedingt besichtigen sollte. Der Dom ist der Mittelpunkt des Barockviertels und ein Wahrzeichen Fuldas.
Fürstabt Adalbert von Schleifras gab den Bau des Doms in Auftrag, welcher von Johann Dientzenhofer als Architekt erbaut wurde. Der Bau dauerte insgesamt nur 8 Jahre. Hunde haben im Dom leider keinen Zutritt. Bei öffentlichen Führungen, solltet ihr daher besser nachfragen ob eine Mitnahme möglich ist.
Der Dom ist die Grabstätte des heiligen Bonifatius. Der Innenraum erinnert etwas an den Petersdom in Rom und ist in strahlendem weiß gehalten und es gibt einen Hochaltar aus Marmor. Im Sommer finden auf dem Platz vor dem Dom immer die sogenannten Domplatz-Konzerte statt, mit vielen bekannten Künstlern. Es soll eine beeindruckende Kulisse sein mit der Bühne, die direkt vor dem Dom platziert wird.
Rechts hinter dem Dom, befindet sich ein weiteres imposantes Gebäude des Bistums Fulda, welches den Domchor beheimatet.
In unmittelbarer Nachbarschaft zum Dom, befindet sich die St. Michael Kirche „Michaelskirche“ auf dem Michaelsberg. Sie wurde im vorromanischen karolingischen Baustil im Jahre 822 erbaut. Die Kirche wurde im 10. und 11. Jahrhundert weitestgehend zerstört und wieder neu aufgebaut. Die Krypta konnte erhalten werden.
Das Paulustor in Fulda, wurde ebenfalls in den Jahren 1709 bis 1711 von Johann Dientzenhofer im barocken Stil erbaut. Das Tor befand sich ursprünglich zwischen Stadtschloss und Hauptwache und wurde 1771 auf Wunsch von Heinrich von Bibra an seinen heutigen Standort versetzt. Benannt ist das Bauwerk nach dem Apostel Paulus. Seine Statue steht in der Mitte über dem Portal.
Die Orangerie in Fulda, liegt direkt neben dem Paulustor und wurde in den Jahren zwischen 1721 und 1724 von Maximilian von Welsch erbaut. Die Orangerie dient als Veranstaltungsort für Konzerte und Tagungen. Zudem wird sie als Café und Frühstücksraum des angrenzenden Maritim Hotels genutzt.
Auf der Treppe vor der Orangerie, befindet sich seit 1728 die Floravase. Flora ist die Göttin der Gartenbaukunst und sie hat eine Höhe von 6,80 Metern.
Der Schlossgarten in Fulda gilt als die grüne Oase der Stadt. Hier tummeln sich gerade in den warmen Sommermonaten immer viele Besucher, die auf den Wiesen ein Picknick machen oder einfach die Natur auf den unzähligen Bänken genießen. Hier gibt es neben dem Fontainebrunnen auch noch einen großen Teich und einen Pavillon. Hunde dürfen gerne an der Leine mit in den Schlossgarten.
Vom Schlossgarten gelangt man über verschiedene Wege in das Fuldaer Stadtschloss, welches heute noch von der Stadtverwaltung als Büros genutzt wird. Es wurde in den Jahren zwischen 1706 bis 1714 von Johann Dientzenhofer erbaut. Die Fuldaer sind ziemlich aktiv was die Fastnacht betrifft und daher darf im Fuldaer Stadtschloss natürlich auch das Fastnachtsmuseum nicht fehlen. Jährlich findet in Fulda der größte Rosenmontagsumzug in Hessen statt.
Im Stadtschloss befinden sich die historischen Räume, die besichtigt werden können. Dazu zählt die Porzellansammlung, die Spiegelsäle, der Wohntrakt der Fuldaer Fürstäbte und Fürstbischöfe des 18. Jahrhunderts und der Kaisersaal. Für Heiratswillige, kann die Schlosskapelle besichtigt und gebucht werden. Wie in fast jedem Museum, sind hier leider auch Hunde verboten.
Im Schlosshof findet ihr ein Standbild des Spätlesereiters, welches ein beliebtes Fotomotiv ist. Der Spätlesereiter ist Teil einer Sage, wonach im Jahr 1775 zufällig die Spätlese entdeckt wurde. Vor dem Stadtschloss befindet sich das Heertor, dass älteste erhaltene, romanische Stadttor Deutschlands aus dem Jahr 1150. Es war früher Teil der Stadtmauer.
Der Schlossturm in Fulda war seit 2016 für Besucher gesperrt und wurde die letzten Jahre umgebaut. Er ist nun bis zu einem gewissen Teil barrierefrei und verfügt über einen gläsernen Fahrstuhl. Nach ganz oben auf die Terrasse des Turm, gelangt man aber nur über eine Treppe. Vom Schlossturm hat man einen wunderschönen Blick über ganz Fulda, bis hin zur Wasserkuppe. Der Eintritt ist frei und kann währen der Öffnungszeiten besucht werden. Der Turm hat eine Höhe von 33 Metern.
Wenn man im Schlossturm die Treppe nach unten läuft, hat man einen tollen Blick auf das Mauerwerk der Renaissance und aus dem Mittelalter. Es gibt Vitrinen mit Relikten aus dem 17. Jahrhundert und man hat einen Blick auf das alte Dachgebälk.
Angrenzend an das Stadtschloss und die Stadtwache, befindet sich das Fuldaer Schlosstheater. Auf dem Spielplan stehen Schauspiel, Musik- und Tanztheater.
Weiter ging es für und in Richtung Innenstadt. In der Lindenstraße befindet sich die Christus Kirche, eine evangelische Kirche. Sie wurde im Jahr 1896 eröffnet und wurde im neugotischen Stil erbaut.
In der Rabanusstraße befindet sich vor einer bekannten Bank das Papiermännchen „Papiermännl“. Sie erinnert an Gottfried Adolf Behrend (1840 – 1910). Um seine Rente aufzubessern, sammelte er für die Stadtverwaltung Müll im öffentlichen Raum ein und wurde dadurch als Papiermännchen bekannt.
Weitere historische Gebäude im Barockviertel sind das Palais Altenstein, das Palais von der Tann und das Palais Buttlar. Das Palais Altenstein diente ab 1802 als vornehmes Wirtshaus und Konzertsaal. Heute dient es als Sitz für die Stadtverwaltung. Das Palais von der Tann ist heutzutage bekannt als „Zum Kurfürsten“, wegen des Hotels und Gasthof Kurfürst. Im Palais Buttlar befindet sich die Tourist-Information und ein Teil der Stadtverwaltung.
Direkt neben dem Palais Altenstein, befindet sich in der Nonnengasse, eingebaut in die Klostermauer, der Klosterladen. Er wurde im Jahr 1999 eröffnet und hier findet ihr eine Auswahl aus der Klosterküche, wie z.B. Marmeladen oder Kräuterliköre und einige Helfer für den Gartenbau oder auch Bücher. Von der Terrasse des Klosterladens aus, hat man einen tollen Blick auf den im Innenhof versteckten Klostergarten.
Die Klosterkirche Abtei St. Maria, befindet sich hinter dem Klosterladen. Die Kirche wurde von 1629 bis 1631 im Stil der Spätgotik und Renaissance erbaut. Sie gehört zur Benediktinerinnenabtei St. Maria und ist unter anderem bekannt als „Nonnenkirche“.
Auf dem Bonifatiusplatz befindet sich ein Bronzemodell der Stadt Fulda und des Dombezirks, welche die Stadt im 18. Jahrhundert zeigt.
Ebenfalls auf dem Bonifatiusplatz, befindet sich das Bonifatiusdenkmal aus dem Jahr 1842. Bildhauer war Werner Henschel aus Kassel. Die Bronzeplatik des heiligen Bonifatius ist 4 Meter hoch. Die Inschrift auf dem Sockel der Statue lautet: „Verbum domini manet in aeternum“ und bedeutet: „Das Wort des Herrn bleibt in Ewigkeit.“
Ein weiteres barockes Wahrzeichen findet ihr gegenüber des Stadtschlosses, neben dem Bonifatiusdenkmal. Es ist die ehemalige Hauptwache, welche von 1757 bis 1759 von Andreas Gallasini erbaut wurde. Sie wurde ursprünglich als Hauptquartier für die städtische Polizei- oder Militärtruppe genutzt. Heute befindet sich darin ein kubanisches Restaurant, welches leckeres Essen anbietet. Die Terrasse lädt im Sommer bei einem Café zum verweilen ein.
Nach so vielen Sehenswürdigkeiten, brauchte ich erst mal eine ausgiebige Pause, die wir auf den Bänken vor der Tourist-Information gemacht haben. Hier konnte ich die vorbeilaufenden Leute beobachten und mich stärken.
Von hier ging es weiter, entlang der Friedrichstraße, in Richtung Stadtpfarrkirche „St. Blasius“. Sie wurde von 1771 bis 1785 im barocken Stil erbaut und verfügt über 3 Kirchenschiffe. Jedes Jahr ab Ende November, werden auf dem Dach der Kirche 3 beleuchtete Weihnachtsbäume aufgestellt, die man schon bei der Durchfahrt des Paulustores sehen kann.
Auf dem Platz unterm Heilig Kreuz, befindet sich das Kanzlerpalais, welches ca. um 1735 erbaut wurde. Vor dem Kanzlerpalais befindet sich ein Obelisk, die „Pestsäule“. Früher stand hier die eigentliche Pestsäule, die 1651 zum 300. Jahrestag der Pest von 1348 und 1350 errichtet und später zum Kloster auf dem Frauenberg versetzt wurde.
Direkt neben der Stadtpfarrkirche, am Borgiasplatz, befindet sich das „Alte Rathaus“. Vom 15. Jahrhundert bis 1782 diente das Fachwerkhaus als Rathaus für die Stadt. Seither wird es als Geschäftsgebäude genutzt und ist ein beliebter Fotospot in Fulda.
Gegenüber vom alten Rathaus, befindet sich der Sturmiusbrunnen „Saint Sturm’s Fountain“. Hier sind 3 Heilige zu sehen und zwar Sturmius als Stadtgründer, Bonifatius für die Mission und Benedikt als Ordensgründer. Es soll an die Grundlagen von Fulda als Kloster erinnern. Weiter ging es über den Borgiasplatz, zum Uniplatz. Der Uniplatz ist das Herz der Stadt und ein zentraler Punkt in Fulda. Hier finden regelmäßig Veranstaltungen statt, wie zum Beispiel ein Teil des Weihnachtsmarktes und man kommt von der Altstadt über den Uniplatz in Richtung Bahnhof. Es gibt viele Sitzmöglichkeiten, die zum verweilen einladen, ein Glockenspiel im Fußboden und Wasserfontänen. Auf den letzten beiden Bildern, sieht man auf der rechten Seite ein großes Gebäude, die alte Universität von Fulda. Heute ist darin eine Schule untergebracht, aber die alte Aula der Universität, ist noch erhalten und wird auch heute noch für Musikkonzerte genutzt.
Direkt am Jesuitenplatz, liegt das Vonderau Museum, ein Museum der Stadt Fulda. Es zählt mit zu den größten Museen zwischen Kassel und Frankfurt. Es hat eine Ausstellungsfläche von 4000 Quadratmetern. Hier geht es um Kultur, Natur und Kunst. Auch ein Planetarium gibt es im Vonderau Museum und ist einen Besuch wert. Im Innenhof des Museums befindet sich jedes Jahr ein Teil des Weihnachtsmarktes, das mittelalterliche Weihnachtsdorf.
Weiter ging es zum Peterstor, einem mittelalterlichen Stadttor der ehemaligen Stadtmauer und einem ehemaligen Turm, der ebenfalls zur Stadtmauer gehörte, der sogenannte Bierturm.
In der Dalbergstraße befindet sich noch ein großes Stück der alten Stadtmauer. Zum Teil ist die Kalksteinmauer aus dem 12. Jahrhundert zu sehen.
In der Brauhausstraße, direkt am Parkhaus Q-Park, befindet sich ein weiteres Stück Stadtmauer von damals.
Weiter ging es für uns in die Karlstraße, welche bei Fuldaern auch als Bermuda-Dreieck bekannt ist. Eine Partymeile in Fulda mit vielen Kneipen und Bars, wie z.B. die Kultkneipe Krokodil, die Altstadt-Kneipe oder der Doppeldecker. An den Abenden und gerade am Wochenende, steppt hier der Bär.
In der Löherstraße befindet sich die heutige Heilig-Geist-Kirche, welche in den Jahren 1729 bis 1733 als Hospitalkirche erbaut wurde. Erbaut wurde sie von Fürstabt Adolph von Dalberg.
Bei unserem Besuch war gerade wieder das jährliche Schützen- und Volksfest, welches immer im Sommer, zwischen Juli und August stattfindet. Daher haben wir uns den Besuch nicht nehmen lassen.
So eine Tour macht ganz schön hungrig. Zum Glück gab es hier neben vielen Fahrgeschäften auch ganz viele Buden mit leckerem Essen. So konnten wir uns erst mal stärken, bevor es weiter ging. Mama und Papa haben mir eine eigene Bratwurst gekauft und Leckerlis hatte ich auch genug dabei.
Danach haben wir noch einen Abstecher zum Aueweiher gemacht. Der Aueweiher liegt im Naherholungsgebiet Fulda-Aue und ist von der Innenstadt aus fußläufig zu erreichen. Hier gibt es verschiedene Spazierwege rund um den Weiher und viele Sitzmöglichkeiten.
Nachdem wir den Weiher einmal umrundet haben, hab ich einen coolen Badespot für mich gefunden und konnte mich nach der schönen Tour genüsslich abkühlen. Danach war ich wieder schön erfrischt und hätte noch weiter laufen können.
Danach ging es noch ein Stück weiter durch den Park am Aueweiher, vorbei am Umweltzentrum, in Richtung Deutsches Feuerwehr-Museum. Im Feuerwehr-Museum gibt es eine Ausstellung auf 1600 m² Ausstellungsfläche, wo man mehr über die Geschichte des deutschen Feuerlöschwesens erfahren kann. In der Halle stehen viele verschiedene Feuerwehrfahrzeuge, die man zum Teil auch betreten kann. Ein Besuch lohnt sich gerade mit kleineren Kindern oder wenn man selber ein Fan der Feuerwehr ist. Hunde sind im Feuerwehr-Museum erlaubt, müssen aber an der Leine bleiben!
Auf dem Frauenberg in Fulda liegt das gleichnamige „Kloster Frauenberg“. Im Jahr 744 kam Bonifatius nach Fulda, um ein Kloster zu errichten. Auf dem Gelände gibt es eine Klosterkirche, die „Frauenbergkirche“, in der gerne geheiratet wird. Es gibt auch einen Klostergarten, der mittlerweile für Jedermann geöffnet ist. Im Kloster Frauenberg kann auch übernachtet werden und es gibt das Klostercafé „Flora“. Von dort hat man einen tollen Blick über Fulda und man kann zudem noch lecker schlemmen. Der Park rund um das Kloster Frauenberg, lädt zum spazieren ein und ist definitiv einen Besuch wert.
Fulda war ein tolles Abenteuer, denn hier gibt es wirklich viel zu sehen und ich kann euch einen Besuch sehr empfehlen. Ich hoffe der Einblick in Fulda hat euch gefallen? Ich mache mich jetzt auf zu meinem nächsten Abenteuer. Bis bald, eure Emma
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Hallo Freunde, heute habe ich was ganz tolles mit meiner Familie unternommen. Wir sind zur Glasmanufaktur Harzkristall gefahren um dort bei einer Führung teilzunehmen. Hunde dürfen dort mit rein und ich war natürlich schon ganz aufgeregt und gespannt, was mich da so erwartet. Die Manufaktur liegt in Derenburg, im Landkreis Harz (Sachsen-Anhalt) und hat einen großen Parkplatz, in der Nähe vom Gebäude. Infos zur Glasmanufaktur findet ihr hier: https://www.harzkristall.de/
Die Glasmanufaktur ist eine der wenigen Glashütten in Deutschland, die mundgeblasene Produkte herstellt. Auf dem Gelände gibt es einen Spielplatz und einen Garten, der zum verweilen einlädt. Gegründet wurde die Glashütte in 1946 und ist eine der wenigen, die auch ausbildet. Im Verkaufsraum, der sich über 2 Stockwerke erstreckt, gibt es eine große Auswahl an Produkten und schon beim herein kommen, ist man von den vielen Farben fasziniert. Ich musste mich auch erst mal ganz genau umschauen, was es hier so gibt.
Als erstes ging es für uns in einen abgedunkelten Raum rein, wo ein Video zur Geschichte der Manufaktur gezeigt wurde und wo wir auch schon einiges über das Produktportfolio erfahren haben. Ich war hier drin ziemlich aufgeregt, aber Mama und Papa haben mich gekrault, dann war es für mich auch ok.
Weiter ging es in den nächsten Raum, wo wir alles über die Rohstoffe, die zum Glas herstellen nötig sind, erfahren haben. Und ich hab mich brav hingesetzt und hab gespannt zugehört. Nun bin ich selber eine Expertin im Glas herstellen.
Dann ging es über so eine komische Gittertreppe nach oben, aber auch das habe ich gemeistert wie ein Profi. Meine Zweibeiner haben auf jeden Fall gesagt, sie sind ganz stolz auf mich, dass ich da hoch gelaufen bin. Auf den Bildern seht ihr die Formen, die man für das Glas benutzt und einen großen Brennofen.
In einem der Räume steht der weltgrößte Globus aus Glas, bei dem auf jedes Detail geachtet wurde. Der Globus ist über 2m groß und wurde vom Künstler Manfred Küttner geschaffen.
Im Showroom kann man ein paar der Werke aus Glas begutachten, die unter anderem im Deutschen Bundestag hängen, in der Hamburger Kunsthalle oder im Freisinger Dom.
Weiter ging es in die Produktion, wo man zuschauen konnte, wie Glas geblasen wird und was daraus für wunderschöne Dinge entstehen können. Durch die Öfen war es hier drin ganz schön warm, aber auch sehr interessant. Es gab im Anschluss noch eine Fragerunde und man durfte sich die erstellte Glaskunst aus der Nähe anschauen.
Danach sind wir noch ein bisschen durch den Verkaufsraum geschlendert und waren ganz fasziniert von dem Goethebarometer, was man dort kaufen konnte. Es ist das älteste Barometer der Welt und wird erste Mal im Jahr 700 erwähnt. Das Prinzip ist einfach, man vergleicht den Luftdruck im inneren des Glases und die im äußeren Schnabel. Kurz gesagt, wenig Flüssigkeit im Schnabel bedeutet schönes Wetter und sonst Schlechtwetter.
Und Freunde, stellt euch mal vor, ich habe hier doch glatt noch ein paar Leckerlis an der Kasse abstauben können. Die Führung bei Harzkristall war wirklich super gemacht, mit vielen Informationen über die Glasherstellung und es gab viel zu sehen. Ihr solltet unbedingt auch mal vorbei schauen, wenn ihr in der Nähe seid. Liebe Grüße, eure Emma
Hallo Freunde, heute habe ich mit meiner Familie einen Ausflug nach Thale ins DDR-Museum gemacht. Denn obwohl es ein Museum ist, sind hier liebe Hunde tatsächlich herzlich Willkommen. Und da ich ein liebes Mädchen bin, durfte ich mit. Das Museum befindet sich im oberen Stockwerk eines Möbelhauses. Das Museum befasst sich mit der Geschichte und den Alltagskulturen der DDR. Alle Infos zum DDR-Museum wie Öffnungszeiten und Preise, findet ihr hier: https://www.ddr-museum-thale.de/
Gestartet sind wir in Raum 1, welcher das Thema Kriegsflüchtlinge/Umsiedler darstellt. Wenn man den Raum betritt, hat man wirklich das Gefühl, man ist in einer anderen Zeit, da alles so Originalgetreu nachgebaut ist.
In Raum 2 geht es um die Staatssicherheit und neben vieler alter Uniformen, Helme, Dokumente etc., die sich in dem Raum befinden, erfährt man viel über die Geschichte der Stasi. Wie ist diese entstanden, wie war deren Vorgehen und wer führte sie an.
Im nächsten Raum befindet sich eine Küche aus den 50er/60er Jahren. Es ist wirklich erstaunlich, wie die Leute früher gelebt und vor allem gekocht haben. Ohne den E-Herd wären Mama bestimmt immer meine Kekse in dem Ofen verbrannt. Und hätte sie so meine Wäsche waschen müssen, hätte ich mich bestimmt nicht so schmutzig machen dürfen, wie ich es immer tue.
Hier seht ihr ein Wohnzimmer aus den 50er/60er Jahren, welches Mama gar nicht so hübsch fand. Gut, liegt wahrscheinlich an der rosa Farbe, die sie nicht mag. Aber die Couch wäre bestimmt total gemütlich für mich.
Im nächsten Raum ging es um Massenorganisationen/Parteien. Man konnte hier viel alte Technik (Heimelektronik) betrachten, wie z.B. die ersten Fernseher, Videorecorder, Schreibmaschinen und Computer.
Besonders toll fand Mama den alten Einkaufsladen, wo man viele original Produkte von früher sehen konnte. Mir wäre ein Leckerli lieber gewesen, aber für Hunde war da nichts dabei.
Papa fand die Werkstatt aus den 60er/70er Jahren interessant und ist froh, dass es heutzutage besseres und elektronisches Werkzeug gibt. Sonst hätte er noch mehr Arbeit zu Hause, wenn Mama ihm wieder einen Auftrag gibt, etwas zu bauen oder Holz zu sägen.
Man konnte auch ein original getreues Klassenzimmer von damals begutachten und ich hab gleich mal Lehrerin gespielt. Ich könnte den Kindern bestimmt jede Menge Blödsinn beibringen.
Es gibt noch viele weitere Räume zu entdecken und auf den Fluren stehen lauter Vitrinen mit alten Spielsachen, Haushaltsartikeln und vielem mehr.
Im Museum gibt es auch einen kleinen Shop, wo man ein paar Souvenirs kaufen kann, wie z.B. Tassen, Plüschtiere und Poster. Wenn ihr in der Nähe seid, schaut unbedingt mal rein. Das Museum ist mit Liebe zum Detail gestaltet, es gibt allerhand zu sehen und ihr erfahrt einiges zur Geschichte der DDR. Ich fand es sehr interessant und nach einem aufregenden Ausflug, geht es für mich jetzt wieder zurück in die Ferienwohnung. Ich hoffe der kleine Einblick ins DDR-Museum hat euch gefallen? Bis zum nächsten Abenteuer, eure Emma
Hallo Freunde, heute ging es für uns auf eine kleine Wanderung zum Raudau-Wasserfall. Meine Mama findet so einen Wasserfall ziemlich romantisch und deshalb wollte sie mit uns unbedingt dahin. Aber wie ihr wisst, bin ich für jedes Abenteuer zu haben und gehe überall mit hin. In der Nähe des Wasserfalls gibt es etliche Wanderparklätze, die man anfahren kann, wie z.B. den Wanderparkplatz am Taternbruch oder auch welche die noch weiter entfernt sind, wenn ihr eine größere Wanderung machen wollt. Es gibt Wege, wo man über dem Wasserfall raus kommt und auch welche, wo man unten am Wasserfall steht. Wir haben uns für den unteren Weg entschieden.
Wir sind dem Wanderweg vom Parkplatz aus gefolgt und ich wollte abkürzen, aber mein ausgesuchter Weg war den Zweibeinern zu steil, also musste ich den normalen nehmen. Was für Spielverderber hab ich da nur. Wenigstens konnte ich mich in der Radau abkühlen und Schlappi machen. Hier gab es ein Grillhäuschen mit Sitzflächen und eine Brücke über die Radau, die uns näher zum Wasserfall bringen sollte.
Der Radau-Wasserfall ist ein gestaltetes Naturdenkmal, welches nicht natürlichen Ursprungs ist. Er wurde im Jahr 1859 von Philipp August von Amsberg angelegt, welcher 22m hoch ist.
Die Wanderwege sind sehr schön und gut erhalten. Man kann die Natur genießen und läuft die ganze Zeit entlang des Wassergrabens, der den Winterberg vom Harz trennt. Der Radau-Wasserfall ist ein wunderschönes Naturschauspiel und selbst ich, war total fasziniert davon und musste immer wieder hin schauen. Dabei wollte Mama doch ein Foto von mir machen.
Der Ausflug hat sich auf jeden Fall schon gelohnt, weil Mama so begeistert war. Und der Wasserfall ist wirklich sehenswert. Das Geräusch des Wassers was nach unten fällt, hätte ich mir auch gar nicht so laut vorgestellt, wie es in Wirklichkeit ist. Ihr solltet ihn unbedingt auch mal besuchen, wenn ihr in der Gegend seid. Auf dem Rückweg hab ich noch meine Unterschrift hinterlassen, einen Pfotenabdruck. Liebe Grüße, eure Emma
In dem Ort Altenau, Landkreis Goslar, gibt es eine kleine Brauerei, die Altenauer Brauerei. Sie versorgt die umliegenden Landkreise mit leckerem Bier und es gibt dort auch einen kleinen Hofladen, wo man direkt vor Ort sein Bier kaufen kann.
Da Emma von den vielen Ausflügen eine kleine Auszeit brauchte, gab es für uns etwas Mama und Papa Zeit und wir haben die Brauerei im Rahmen einer Brauereiführung mit anschließender Verkostung besucht. Denn Emma durfte in die Brauerei leider nicht rein, wegen der Hygienevorschriften und zu ihrem eigenen Schutz. Die Führung findet in kleinen Gruppen von 5-14 Personen statt und dauert mit Verkostung ca. 2 Stunden. Los ging es im Kontrollraum für die Sudpfannen. Bei unserer Tour waren wir ca. 10 Leute, was eine angenehme Gruppengröße war.
Uns wurde einiges über die Geschichte der Brauerei erzählt, welche im Jahr 1617 gegründet wurde. Es gab Infos über die Veränderungen in den letzten Jahren. Unter anderem das die Brauerei im Jahr 2012 in die Insolvenz ging und dann doch gerettet werden konnte, ehe es 2021 wieder in die Insolvenz gehen sollte, aber auch diese abgewendet werden konnte.
Die Altenauer Brauerei setzt auf regionale Produkte und bezieht unter anderem ihren Hopfen aus Tettnang und die Gerste aus Wöltingerode. Wir hatten die Möglichkeit die Zutaten des Bieres wie Malz, Hopfen, Gerste und Hefe, anzuschauen, dran zu riechen und auch zu probieren, wer wollte. Wir haben viel über die einzelnen Rohstoffe erfahren und konnten selber Fragen stellen. Wir haben Einblicke in die Räume mit den Gärtanks bekommen und in die Abfüllanlage, sowie das Lager.
Hier erfahrt ihr grob, wie die Herstellung von Bier funktioniert: Das geschrotete Malz wird mit Wasser vermischt und einem Maischbottich oder der Sudpfanne, ein beheizbarer Kessel, erhitzt. Dieser Prozess nennt sich maischen. Danach wird die Maische in Läuterbottiche gepumpt und dort wird die flüssige, zuckerhaltige Würze von den festen, unlöslichen Trebern getrennt. In der Sudpfanne wird die klare Würze gekocht. Während des Kochens wird Hopfen hinzugefügt, um dem Bier Bitterkeit und Haltbarkeit zu verleihen. Zudem werden beim kochen die Malzenzyme zerstört, um die Stammwürze zu konzentrieren. Nach dem kochen wird die Würze auf die nötige Temperatur gekühlt und dann erst die Hefe hinzugefügt, um die Gärung einzuleiten. In Gärtanks wird die Hefe den in der Würze enthaltenen Zucker in Alkohol und Kohlendioxid umwandeln, was mehrere Tage bis Wochen dauern kann. Danach wird das Bier filtriert und abgefüllt.
Uns wurde die Abfüllung und die Lagerhalle gezeigt und dann ging es für uns weiter in den Aufenthaltsbereich, wo wir einige Sorten des Bieres probieren konnten. In der Altenauer Brauerei wird eine große Auswahl an Bieren, Limos und alkoholfreien Bieren hergestellt und so konnten auch die Autofahrer unter uns an der Verkostung teilnehmen. Es war ein toller Nachmittag/Abend mit interessanten Einblicken ins Bierbrauen und und netten Leuten. Wir können euch die Brauereiführung wirklich sehr empfehlen. Leider ist das Bier nur regional erhältlich, aber im Urlaub im Harz, solltet ihr es unbedingt mal probieren oder eben auch die Limos.
Hallo Freunde, heute will ich euch von meinem Brocken-Abenteuer berichten. Mama und Papa haben sich überlegt, dass wir mit der Brockenbahn (auch genannt Harzer Schmalspur Bahn) hoch auf den Brocken fahren und dann von dort nach unten laufen, bzw. wieder zurück zum Auto. Damit der Weg nicht zu weit wird, sind wir mit dem Auto zum Bahnhof Schierke gefahren. Unser Weg vom Brocken zurück zum Bahnhof waren ca. 10km Fußweg.
Schierke (Sachsen-Anhalt) ist ein Ortsteil von Wernigerode und grenzt an den Nationalpark Harz. Der Bahnhof Schierke, liegt hoch oben auf dem Berg, in ca. 687 Metern Höhe. Von hier hat man einen tollen Blick runter in den Ort Schierke und die umliegenden Wälder.
Eine Fahrt mit der Brockenbahn ist nicht gerade günstig, aber man sollte die Fahrt unbedingt mitgemacht haben. Wir hatten leider nicht die alte Dampflok, aber trotzdem war die Fahrt für mich total aufregend, da ich zum ersten Mal mit dem Zug gefahren bin. Am Bahnhof habe ich schon gespannt auf den Zug gewartet.
Papa hat mich in den Zug gehoben, da ich sonst nicht reingekommen wäre. Wir hatten auch wirklich Glück, denn zu unserer Uhrzeit (wir haben die erste Bahn genommen), war noch alles ziemlich leer. Normalerweise hätte ich auch einen Maulkorb tragen müssen, denn der ist in der Bahn vorgeschrieben. Aber da wirklich so wenig los war, durfte ich ausnahmsweise ohne fahren. Aber nehmt unbedingt einen mit, wenn ihr auch mal mit der Brockenbahn fahren wollt.
Seit 1992 fährt die Brockenbahn täglich mehrfach zum Brocken und hat ein Schienennetz von insgesamt 19 Kilometern. Die erste Brockenbahn fuhr allerdings bereits ab 1899 zum Brocken, mit Unterbrechungen. Man kann vom Bahnhof Werningerode, Drei Annen Hohne oder eben von Schierke zum Brocken fahren. Ihr solltet hier auf die unterschiedlichen Fahrpläne achten, denn je nach Jahreszeit gelten andere Zeiten.
Leider sind die Wälder rund um den Brocken ziemlich kaputt, wie man auf den Bildern sehen kann. Grund dafür ist wohl der Klimawandel, womit die Fichten geschwächt und so der Borkenkäfer leichtes Spiel hat. Als wir oben auf dem Brocken angekommen sind, war es um die frühe Uhrzeit noch ziemlich nebelig und man wurde etwas nass. Das fand ich aber toll und hab mich erst mal schön auf der nassen Wiese gewälzt. Ihr Zweibeiner solltet bei dem Wetter besser eine Regenjacke dabei haben, denn der Nebel setzt sich als Feuchtigkeit auf die Klamotten. Das musste meinen Mama am eigenen Leib spüren, denn sie war schlecht vorbereitet und hatte nur einen Regenponcho dabei.
Mit 1141 Metern ist der Brocken der höchste Berg im Mittelgebirge Harz. Er zählt zu einem der beliebtesten Ausflugsziele Deutschland und hier sind wirklich viele andere Hunde wie ich unterwegs. Der Brocken besteht vorwiegend aus Granit, einem plutonischen Gestein. Wir haben den Brocken oben auf dem Berg einmal komplett umrundet, bevor wir uns wieder an den Abstieg gemacht haben.
Auf dem Brocken befindet sich das Brockenhaus, ein Museum, welches u.a. eine Ausstellung zur Geschichte und der Natur des Berges präsentiert und ein Brockenhotel. Es ist das höchste Hotel im deutschen Norden und befindet sich im ehemals ältesten Fernsehturm. Es erstreckt sich über 4 Etagen. Hunde dürfen in das Brockenhaus leider nicht mit rein, aber die Leute dort sind sehr nett und hatten uns angeboten, dass ich unter der beheizten Treppe im Eingang geparkt werden kann. Gut, ich hätte sicher brav gewartet, aber Mama und Papa hatten zu viel Angst, dass ich dann geklaut werde und sind lieber nichts ins Brockenhaus rein. Das Brockenhotel ist auf Anfrage mit Hund wohl möglich. Es gibt viele verschiedene Wege, die nach unten führen. Unter anderem den „Neuen Goetheweg“, den Hexenstieg und viele weitere.
Wir haben uns für den Naturwanderweg entschieden und wurden direkt auf den ersten Metern von vielen Leuten angesprochen, dass der Weg viel zu schwierig ist. Einige haben sogar gesagt, dass deren Hunde sie nach dem Weg tagelang ignoriert haben. Ich dachte nur, hoffentlich drehen Mama und Papa jetzt nicht um, denn genau auf so ein Abenteuer, habe ich mich doch sehr gefreut. Zum Glück sind sie den Weg mit mir weiter gegangen.
Der Naturwanderweg ist ca. 1km lang und Mama hat gesagt, der zieht sich wie Kaugummi. Aber ich fand es so toll, über hohe Felsen und Steine zu klettern, über Bäche und Pfützen zu hüpfen und zu schauen, wo man langlaufen kann. Ich war hier wieder die Chefin und hab meiner Familie gezeigt, wo es lang geht. Nervig war, dass die beiden einfach viel zu langsam waren für mein Tempo. Aber gut, hab ich halt immer mal wieder brav gewartet. Mama hat sich einmal schön hingelegt und hat sogar geblutet. Da hab ich ihr erst mal ein Küsschen zum Trost gegeben. Wir waren ganz stolz, als wir den Weg geschafft hatten.
Weiter ging es dann für uns über die normalen Wanderwege, was aber auch viel Spaß gemacht hat. Ich habe mich gerne in der Natur umgesehen und hab überall geguckt, wer oder was hier noch so unterwegs ist.
Unterwegs gab es viel zu sehen. Tolle Felsformationen, auf die ich immer drauf klettern wollte. Fliegenpilze, die Mama so toll fand, ich mir aber nie genauer anschauen durfte und zum Teil noch wunderschöne Blumen mit bunten Blüten dran.
Irgendwann war ich ziemlich müde und auch meine Zweibeiner hatten so langsam Lust auf eine Pause. Wir dachten, hier kommt bestimmt kein Platz mit Bänken/Tischen, also haben wir uns einen tollen Felsen gesucht, auf dem wir Pause machen konnten. Kurz danach haben wir einen Rastplatz gefunden, aber unser Pausen-Felsen war viel cooler, finde ich. Es gab leckere Waffeln, Würstchen und ordentlich was zu trinken. Wenn ihr diese Tour macht, solltet ihr auch unbedingt Essen und Trinken einpacken, um euch stärken zu können. Denn hier gibt es außer auf dem Brocken, keine Möglichkeit was zu kaufen.
Nach der Stärkung und Pause, ging es für uns weiter in Richtung Bahnhof Schierke. Irgendwann kam erneut ein Naturpfad. Leider war der nicht ganz so toll zum klettern wie der erste Weg, aber ich hatte trotzdem meinen Spaß. Aber es ist schon heftig wie viele Wildschweine es hier überall gibt. Man konnte die ganze Zeit lauter frische, aufgewühlte Spuren sehen. Zum Glück ist uns keines davon begegnet.
Irgendwie müssen wir den falschen Abzweig genommen haben, bzw. haben kein Schild gesehen und dachten, wir sind richtig. Anstatt zum Bahnhof von Schierke, sind wir direkt unten im Ort Schierke angekommen. Daher hatten wir einen noch weiteren Weg zu laufen, als eigentlich geplant. In Schierke gab es eine alte Ruine, die ich total spannend fand und eine schöne Kirche. Die Bergkirche aus dem Jahr 1881, im neogotischen Stil aus Granit.
Wir haben den Ort durchquert und mussten nun gut einen Kilometer steil den Berg nach oben laufen, um wieder zum Bahnhof Schierke und zu unserem Auto zu kommen, was wir dort abgestellt hatten. Ich sag es euch Freunde, der Weg war ganz schön heftig, gerade wenn man schon so viel gelaufen ist wie ich.
Aber wir haben durchgezogen und ich war total froh, als wir oben angekommen waren. Es war ein wirklich schöner Ausflug und ich hatte einen tollen Tag beim erkunden der Gegend. Ich war aber auch froh, dass ich mich im Auto ausruhen konnte und bin sofort eingeschlafen. Ich hoffe ihr hattet Spaß bei meinem Ausflug zum Brocken und wünsche euch ebenfalls viel Spaß auf eurem Abenteuer. Liebe Grüße, eure Emma
P.s.: Das was ihr im Auto seht ist kein Fell, dass ist reinster Goldstaub von mir. Also Mama, mach doch mal das Auto sauber, bevor du Fotos machst. Sonst denkt noch jeder, Hunde machen Dreck.
Tipp: Falls ihr mehrere Tage im Harz verbringt, lohnt sich die Harzcard. Die gibt es für eine unterschiedliche Anzahl an Tagen als physische Karte oder als mobile Version fürs Smartphone. Dort sind viele Eintritte bereits integriert, u.a. auch das Brockenhaus und eine einfache Fahrt mit der Brockenbahn.
Wenn du Emma dabei unterstützen möchtest, noch viele weitere hundefreundliche Orte zu entdecken und kostenlose Rezepte und Ausflugstipps zu veröffentlichen, kannst du unsere Abenteuer mit einer freiwilligen Spende unterstützen.
Hallo Freunde, im Beitrag zu Travemünde habe ich euch ja schon ein bisschen von meinem Ausflug nach Lübeck berichtet. Aber für alle die nur Lübeck und nicht die anderen Ortschaften rund herum interessieren, schreibe ich euch noch mal einen Beitrag nur zu Lübeck.
Die Anreise nach Lübeck ist einmal per Schiff über die Trave möglich, z.B. von Travemünde aus oder per Auto. Je nach dem von wo ihr nach Lübeck anfahrt, müsst ihr eine Maut bezahlen, nämlich für die Durchfahrt im Herrentunnel. Die Maut kostet 2,30 Euro (Barpreis – für einen normalen PKW mit maximal 1,30m Höhe). Wir waren bei unserer Fahrt mit dem Auto nach Lübeck total überrascht davon und hatten den Geldbeutel natürlich hinten im Kofferraum. Mama musste schnell raus springen und den Geldbeutel holen.
Die Fahrt mit dem Schiff hat mir viel Spaß gemacht und ich war auch ganz brav, sagen Mama und Papa. Wir sind mit dem Schiff der Hanse gefahren, es gibt aber noch weitere Anbieter.
Lübeck ist eine norddeutsche Stadt, mit Bauten im Stil der Backsteingotik und ca. 223.000 Einwohnern. Die Stadt wurde im Jahr 1143 gegründet. Lübeck hat 7 Kirchtürme und viele interessante Bauwerke zu bieten. Zudem eine schöne Fußgängerzone mit unzähligen Geschäften, die zum ausgiebigen shoppen einladen. Seit 1987 gehört die Lübecker Altstadt zum UNESCO Welterbe.
Der Schiffsanleger ist an der Untertrave und von dort aus, gelangt man zügig in die Altstadt und zu vielen Sehenswürdigkeiten. Ich habe mich richtig darauf gefreut, die Stadt zu erkunden. Als erste kamen wir an St. Jakobi vorbei. Die St. Jakobi-Kirche wurde im Jahr 1227 erbaut, wurde allerdings erst im Jahr 1334 komplett fertig gestellt und hatte somit eine Bauzeit von mehr als 100 Jahren. Die Jakobi-Kirche war die einzige Kirche, die im 2. Weltkrieg nicht zerstört wurde.
Weiter ging es durch die Innenstadt, vorbei am Hospital zum Heiligen Geist, welches im Jahr 1286 fertig gestellt wurde. Das Hospital gilt als eines der ältesten Sozialeinrichtungen der Welt. Das Hospital wurde im Stil der Backsteingotik errichtet. Mittlerweile dient das Hospital als Altenheim und es ist möglich dieses zu besichtigen.
Als nächstes kamen wir an St. Marien vorbei. St. Marien ist bekannt als Mutter der Backsteingotik und wurde zwischen 1265 und 1351 errichtet. Sie war Vorbild für ca. 70 Kirchen im Ostseeraum. Sie ist zudem das höchste Backsteingewölbe der Welt mit 38,5 Metern vom Gewölbescheitel über dem Boden. Die St. Marien zu Lübeck steht in unmittelbarer Nähe zum Marktplatz und Rathaus von Lübeck.
Das historische Rathaus von Lübeck wurde im Jahr 1230 bis 1308 erbaut und immer wieder umgebaut und erweitert. Es vereint die Baustile von der Gotik bis zur Renaissance. Auffällig sind die vielen kleinen Türme. Über die Jahre wurden große Teile abgerissen und komplett neu aufgebaut und weitere Bereiche angebaut. Daher auch die unterschiedlichen Baustile. Noch heute dient es als Sitz des Bürgermeisters. Ihr seht es auf der linken Seite auf dem Foto. Das andere Gebäude auf dem Foto ist das alte Kanzleigebäude, früher Schriverie. Es wurde 1485 im Stil der Gotik gebaucht. Früher was das Gebäude der Sitz der Notare und Ratsschreiber, später diente es als Polizeiwache. Dort gab es auch ein kleines Gefängnis, den Bullenstall.
Gegenüber von St. Marien, befindet sich das Buddenbrookhaus. Es ist das ehemalige Wohnhaus des Schriftstellers und der Familie von Thomas Manns, welches ihm und seinem Bruder als Museum gewidmet ist. Es zeigt eine Ausstellung und bietet Führungen durch die Stadt an. Im Shop könnt ihr eine Lego Figur von Thomas Mann kaufen, was Mama eine tolle Idee findet.
Weiter ging es für uns in Richtung Holstentor. Auf dem Weg dahin, kamen wir am Salzspeicher vorbei. Der Salzspeicher ist auch bekannt als Nosferatu-Fenster, da hier im Jahr 1921 Teile des Films „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“ gedreht wurden. Erbaut wurden die Salzspeicher im Jahr 1579 bis 1745 und dienste lange Zeit als Lagerung für das Salz, welches aus der Saline Oldesloe gewonnen und von hier nach ganz Skandinavien exportiert wurde. Dort wurde es wahrscheinlich zur Konservierung des Fischs genutzt.
Das Holstentor, ist eines von vier ehemaligen Stadttoren, wovon insgesamt nur noch 2 erhalten sind. Das Holstentor und das Burgtor. Die Stadttore dienten als Zugang zur Stadt und dienten dem Schutz der Stadt. Es ist ein Spätgotisches Gebäude, welche zwischen 1464 und 1478 erbaut wurde. 30 Geschütze hatten Platz darin, wurden aber nie abgefeuert. Das Holstentor ist das wohl bekannteste Gebäude in Lübeck und ziert unzählige Postkarten als Motiv.
Hinter dem Holstentor, befindet sich der Holstentorplatz. Eine parkähnliche Grünfläche mit vielen Bänken zum ausruhen und verweilen. Ich fand es hier besonders toll, da es für mich das erste grün gewesen ist, was ich in der Stadt gesehen habe und hab mich wahnsinnig darüber gefreut.
Da hier so viel los war, hab ich mich aber nicht getraut Pipi zu machen. Also haben Mama und Papa weiter nach einem Park für mich gesucht, wo ich in Ruhe mein Geschäft erledigen kann. Wir sind weiter über die Obertravebrücke, auch Liebesbrücke genannt, bis wir eine Art Park direkt an der Trave gefunden haben. Hier habe ich erst mal Pause gemacht und meine Würstchen verputzt.
Dann waren Mama und Papa an der Reihe, denn die beiden hatten auch Hunger. Sie haben eine kleine Pizzeria gefunden, wo man draußen sitzen konnte, da die meisten Restaurants leider nicht mit Hunden besucht werden dürfen und sie nicht ewig weitersuchen wollten.
Danach kamen wir zum Lübecker Dom, welcher 1247 fertig gebaut wurde. Bei der Bombardierung der Stadt in 1942, wird der Dom fast vollständig zerstört und wurde ab 1949 wieder aufgebaut.
Weiter ging es durch die Gassen der Altstadt, bis hin zu St. Aegidien, der kleinsten der Lübecker Innenstadtkirchen. Sie wurde im 14. Jahrhundert erbaut und überstand den Bombenangriff in 1942 unbeschadet. Direkt gegenüber von St. Aegidien liegt der Aegidienhof, welcher früher eine klosterähnliche Gemeinschaft war.
In Lübeck findet ihr das Willy-Brandt-Haus, denn der ehemalige Bundeskanzler und Nobelpreisträger, wurde in Lübeck geboren. Das Haus wurde im Dezember 2007 eröffnet. Es gibt u.a. eine Ausstellung mit Lebensabschnitten von Willy Brandt.
Da wir mit dem Schiff angereist waren, ging es für uns langsam wieder in Richtung Trave. Auf dem Weg dahin, kamen wir vorbei am Theaterschiff und der Kongresshalle. Auf dem Theaterschiff könnt ihr euch Komödien, Revuen und Kabarett anschauen. In der Kongresshalle könnt ihr euch unter anderem Konzerte anschauen oder an Kongressen/Tagungen teilnehmen.
In Lübeck gibt es ca. 210 Brücken. Eine davon ist die Eric-Warburg-Brücke, eine Klappbrücke über die Trave. Die Planung dieser Brücke hat mehr als 100 Jahre gedauert. Sie wurde im Jahr 2008 fertig gebaut und eröffnet. Eine weitere, interessante Brücke ist die alte Hubbrücke am Burgtor, welche bereits über 100 Jahre alt ist. Die Türme der Brücke erinnern an die wilhelminische Zeit und im inneren befinden sich die Maschinenhäuser.
Wer in Lübeck zu Besuch ist und Marzipan mag, der sollte auf jeden Fall noch den Niederegger Werksverkauf, etwas außerhalb der Innenstadt besuchen. Dort gibt es ein Café und man kann die Köstlichkeiten im Werksverkauf etwas günstiger kaufen.
Ich hoffe mein Städtetrip nach Lübeck hat euch gefallen? Ich war danach auf jeden fall total müde und habe die Heimfahrt verpennt. Falls ihr vorhabt Lübeck zu besuchen, wünsche ich euch viel Spaß. Liebe Grüße, eure Emma
Wenn du Emma dabei unterstützen möchtest, noch viele weitere hundefreundliche Orte zu entdecken und kostenlose Rezepte und Ausflugstipps zu veröffentlichen, kannst du unsere Abenteuer mit einer freiwilligen Spende unterstützen.
Ich bin Emma und gemeinsam mit meinem Rudel entdecke ich für euch spannende Reiseziele, teste Produkte und probiere leckere Hunderezepte und Beschäftigungsideen aus.