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Kategorie: Reisen (Seite 2 von 11)

In dieser Kategorie findet ihr sämtliche Reisen von uns, unterteilt in verschiedene Kategorien, damit es für euch übersichtlicher bleibt.

Braunschweig entdecken – mein Rundgang durch die Löwenstadt

Manchmal ergeben sich kleine Reisen ganz ungeplant. Diesmal führte mich keine unserer gemeinsamen Touren nach Braunschweig, sondern eine Fortbildung für die Arbeit. Emma musste deshalb ausnahmsweise zu Hause bleiben und verbrachte die Zeit bei Papa. Für mich hieß das aber natürlich nicht, dass ich nach Feierabend einfach im Ferienappartement sitzen bleiben konnte.

Also schnappte ich mir meine Kamera und machte mich auf den Weg, um Braunschweig zu erkunden. Und davon gab es einiges zu sehen. Da mein Aufenthalt im Dezember stattfand, hatte ich außerdem das Glück, die Stadt während des Weihnachtsmarktes zu erleben.

Braunschweig

Braunschweig ist eine Großstadt in Niedersachsen, mit ca. 253.000 Einwohnern. Die Stadt liegt im Harzer Umland und man gelangt in ca. 40 Minuten in den Harz. Bekannt ist Braunschweig für viele seiner historischen Sehenswürdigkeiten und die prachtvollen Bauten. Kommt mit auf meinen Rundgang durch Braunschweig, diesmal leider ohne vierbeinige Begleitung.

St. Michaelis

Meine Entdeckungstour führte mich zunächst zur St.-Michaelis-Kirche in der Echternstraße. Die erste romanische Kirche an dieser Stelle wurde bereits 1157 geweiht. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte kamen der Westturm und die Seitenschiffe hinzu, bis schließlich eine gotische Hallenkirche entstand.

St. Michaelis - Braunschweig
St. Michaelis - Braunschweig
St. Michaelis - Braunschweig

Eine Besonderheit ist der gerade Chorabschluss, den es in dieser Form bei keiner anderen mittelalterlichen Kirche Braunschweigs gibt. Den Zweiten Weltkrieg überstand St. Michaelis weitgehend unbeschadet.

Volkswagen Halle

Einen deutlichen Kontrast zu den historischen Gebäuden der Innenstadt bildet die Volkswagen Halle. Die moderne Veranstaltungshalle liegt nahe der Oker und wird für ganz unterschiedliche Veranstaltungen genutzt. Von Sport über Konzerte bis hin zu Shows und Kongressen.

Volkswagen Halle - Braunschweig
Volkswagen Halle - Braunschweig

Bei einem Stadtrundgang ist sie zwar keine klassische historische Sehenswürdigkeit, gehört aber zum heutigen Stadtbild Braunschweigs und markierte auf meiner Tour den Übergang in Richtung Bürgerpark und Oker.

Oker und Kiryat-Tivon-Park

Braunschweig ist eng mit der Oker verbunden. Der Fluss wurde bereits im Mittelalter zur Verteidigung der Stadt genutzt und umfließt heute die Innenstadt in zwei Umflutgräben.

Oker und Kiryat-Tivon-Park - Braunschweig

Auf meinem Weg kam ich außerdem am Kiryat-Tivon-Park vorbei, hatte allerdings keine Zeit, durch ihn hindurch zu laufen. Die Grünanlage trägt den Namen der israelischen Partnerstadt Kiryat Tivon und bietet zwischen Innenstadt und Oker einen angenehm ruhigen Gegenpol zu Straßen, Geschäften und historischen Bauwerken.

Lessing-Denkmal

Auf dem Lessingplatz erinnert ein Denkmal an Gotthold Ephraim Lessing. Der bedeutende Dichter der Aufklärung verbrachte seine letzten Lebensjahre in Wolfenbüttel und starb 1781 in Braunschweig.

Lessing-Denkmal - Braunschweig
Lessing-Denkmal - Braunschweig

Das Denkmal wurde nach einem Entwurf von Ernst Rietschel geschaffen und 1853 enthüllt. Lessing begegnet einem in Braunschweig an mehreren Stellen, denn sein Leben und Wirken sind eng mit der Region verbunden.

Paulinerchor

Der Paulinerchor wirkt auf den ersten Blick, als hätte er schon immer an dieser Stelle gestanden. Tatsächlich stammt er von der ehemaligen Dominikaner- beziehungsweise Paulinerkirche am Bohlweg.

Paulinerchor - Braunschweig

Als diese abgerissen wurde, versetzte man den gotischen Chor 1902 Stein für Stein in den Bereich Hinter Aegidien. Heute gehört er zum Komplex des Braunschweigischen Landesmuseums und ist ein bemerkenswertes Beispiel dafür, wie historische Bausubstanz bewahrt und an einem anderen Ort neu aufgebaut wurde.

Braunschweigisches Landesmuseum

Direkt im ehemaligen Klosterbereich befindet sich ein Standort des Braunschweigischen Landesmuseums. Während das Vieweghaus am Burgplatz saniert wird, bleibt das Museum Hinter Aegidien ein wichtiger Ort für die Beschäftigung mit der Geschichte der Region.

Braunschweigisches Landesmuseum
Braunschweigisches Landesmuseum

Besonders interessant ist hier die Auseinandersetzung mit der jüdischen Geschichte Niedersachsens. Schon das historische Umfeld aus Klosterräumen, Kreuzgang und Paulinerchor macht diesen Museumsstandort außergewöhnlich.

St. Aegidien

Die mächtige St.-Aegidien-Kirche gehört zu den beeindruckendsten mittelalterlichen Sakralbauten Braunschweigs. Ihre Geschichte beginnt mit einem 1115 gegründeten Benediktinerkloster.

St. Aegidien - Braunschweig
St. Aegidien - Braunschweig
St. Aegidien - Braunschweig

Nachdem die romanische Klosterkirche beim Stadtbrand von 1278 zerstört worden war, entstand ein gotischer Neubau. Besonders der Chor gilt als außergewöhnlich, denn er ist in Braunschweig das einzige Beispiel der sogenannten Kathedralgotik. Das riesige Kirchenschiff wurde 1478 geweiht.

St. Aegidien - Braunschweig

8. Aegidienmarkt

Der Aegidienmarkt erzählt von den starken Veränderungen, die Braunschweig im Laufe der Jahrhunderte erlebt hat. Einst gehörte das Gebiet zur Klosterfreiheit von St. Aegidien. Nach dem Abriss des alten Rathauses entstanden im 18. Jahrhundert barocke Gebäude.

Aegidienmarkt - Braunschweig

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Umgebung stark zerstört und später verkehrsgerecht umgebaut. Heute treffen hier historische Spuren, moderne Stadtgestaltung, Straßenverkehr und Stadtbahn unmittelbar aufeinander.

Das älteste durch eine Inschrift datierte Fachwerkhaus des Landes

Bei einem Rundgang durch eine so alte Stadt begegnet man immer wieder Gebäuden mit beeindruckenden Jahreszahlen. Besonders spannend fand ich deshalb auch den Abstecher zu einem der historischen Fachwerkhäuser, das mit seinem hohen Alter sofort neugierig macht.

Ältestes durch eine Inschrift datiertes Fachwerkhaus - Braunschweig

Das Gebäude Ackerhof 2 im Magniviertel trägt die Jahreszahl 1432 auf einem Balken. Damit besitzt es die früheste bekannte inschriftliche Datierung eines Fachwerkbaus in Deutschland

Happy Rizzi Haus

Kaum ein Gebäude könnte einen größeren Gegensatz zur mittelalterlichen Architektur bilden. Das Happy Rizzi Haus fällt mit seinen bunten Fassaden, Herzen, Augen, Sternen und fröhlichen Gesichtern sofort auf. Entworfen wurde das ungewöhnliche Gebäude vom amerikanischen Pop-Art-Künstler James Rizzi.

Happy Rizzi Haus - Braunschweig
Happy Rizzi Haus - Braunschweig
Happy Rizzi Haus - Braunschweig

Zwischen den historischen Häusern des Magniviertels wirkt es fast wie eine begehbare Comiczeichnung und ist heute eines der bekanntesten und meistfotografierten modernen Wahrzeichen Braunschweigs. Seit 2001 macht es die Stadt Braunschweig bunt.

Residenzschloss mit Quadriga und Schlossplatz

Das Braunschweiger Residenzschloss sieht historisch aus, seine heutige Gestalt ist jedoch eine Rekonstruktion. Das ursprüngliche Schloss wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und später abgerissen.

Residenzschloss Braunschweig
Residenzschloss Braunschweig
Residenzschloss Braunschweig

Beim Wiederaufbau wurden mehr als 600 erhaltene Originalteile in die Fassade integriert. Besonders beeindruckend ist die Quadriga auf dem Dach: Die von Brunonia gelenkte Figurengruppe ist rund neun Meter hoch und gilt als größte Quadriga Europas.

Herzog-Karl-Denkmal

Auf dem Schlossplatz begegnete mir mit dem Herzog-Karl-Denkmal ein weiteres Stück Braunschweiger Geschichte. Reiterstandbilder und Denkmäler erinnern hier an die Zeit, in der Braunschweig Residenzstadt der Welfen war.

Herzog-Karl-Denkmal - Braunschweig

Gerade zusammen mit der rekonstruierten Schlossfassade entsteht rund um den Platz ein interessantes Zusammenspiel aus historischer Erinnerung und moderner Innenstadt.

Schloss-Arkaden

Direkt hinter der historischen Fassade des Residenzschlosses befindet sich etwas, das man von außen zunächst kaum vermuten würde, ein modernes Einkaufszentrum.

Schloss-Arkaden - Braunschweig
Schloss-Arkaden - Braunschweig
Schloss-Arkaden - Braunschweig

Die Schloss-Arkaden verbinden Einzelhandel und Gastronomie mit der rekonstruierten Schlossarchitektur. Diese Kombination ist durchaus ungewöhnlich und zeigt sehr deutlich, wie Braunschweig historische Formen in eine moderne Nutzung integriert hat. Es gibt mehrere Stockwerke mit vielen verschiedenen Geschäften. Die Restaurants laden beim Besuch zum verweilen ein.

St. Magni

Die Magnikirche ist für die Geschichte Braunschweigs von ganz besonderer Bedeutung. In ihrer Weiheurkunde aus dem Jahr 1031 taucht der Name „Brunesguik“ auf, die älteste bekannte schriftliche Erwähnung der Stadt.

St. Magni - Braunschweig
St. Magni - Braunschweig
St. Magni - Braunschweig

Damit führt ein Besuch von St. Magni gewissermaßen zu den schriftlich belegten Anfängen Braunschweigs zurück. Die heutige Kirche ist geprägt von späteren Umbauten und Veränderungen, bildet aber noch immer den historischen Mittelpunkt des Magniviertels.

Magniviertel

Rund um St. Magni zeigt sich Braunschweig von einer besonders schönen Seite. Kopfsteinpflaster, verwinkelte Gassen und historische Fachwerkhäuser prägen das Magniviertel, eines der ältesten erhaltenen Viertel der Stadt.

Magniviertel - Braunschweig

Einige Häuser stammen in ihren ältesten Teilen noch aus dem späten Mittelalter. Nach all den größeren Straßen und repräsentativen Gebäuden fühlte sich der Spaziergang durch diese kleinen Gassen beinahe wie ein Wechsel in eine andere Zeit an.

Herzog Anton Ulrich-Museum und Kupferstichkabinett

Das Herzog Anton Ulrich-Museum zählt zu den ältesten Kunstmuseen Europas und besitzt eine der bedeutendsten Sammlungen Alter Meister in Deutschland. Zu den vertretenen Künstlern gehören unter anderem Rembrandt, Rubens und Vermeer.

Herzog Anton Ulrich-Museum - Braunschweig
Herzog Anton Ulrich-Museum - Braunschweig

Neben Gemälden gehören Skulpturen, Kunsthandwerk und das Kupferstichkabinett zu den Sammlungen. Selbst wenn man das Museum nicht ausführlich besucht, ist bereits der repräsentative Museumsbau einen Blick wert.

Städtische Musikschule – Zweigstelle Magnitorwall

Auf meinem Weg vom Herzog Anton Ulrich-Museum in Richtung Staatstheater kam ich am Magnitorwall an einem weiteren repräsentativen Gebäude vorbei. Heute wird es von der Städtischen Musikschule genutzt und bildet eine Zweigstelle zur eigentlichen Musikschule.

Städtische Musikschule - Zweigstelle Magnitorwall - Braunschweig

Zwischen Museum und Theater passt die Musikschule fast perfekt in dieses kulturell geprägte Viertel und war für mich zunächst eines jener Gebäude, bei denen man automatisch stehen bleibt und sich fragt, welche Geschichte sich wohl dahinter verbirgt.

Staatstheater Braunschweig

Das Staatstheater gehört zu den großen Kulturinstitutionen der Stadt. Bereits im 19. Jahrhundert entstand an dieser Stelle das damalige Hoftheater. Heute umfasst das Staatstheater mehrere Sparten und prägt mit seinem historischen Gebäude den Theaterpark.

Staatstheater Braunschweig
Staatstheater Braunschweig

Cimiotti-Brunnen

Direkt beim Staatstheater befindet sich der Cimiotti-Brunnen. Das Kunstwerk stammt von dem Bildhauer Emil Cimiotti und unterscheidet sich deutlich von den historischen Brunnen, die einem an anderen Stellen Braunschweigs begegnen.

Cimiotti-Brunnen - Braunschweig

Der Cimiotti-Brunnen verschönert seit 2012 den Platz vor dem Staatstheater Braunschweig.

St. Katharinen

Am Hagenmarkt steht mit St. Katharinen eine weitere der großen historischen Kirchen Braunschweigs. Mit ihrem Bau wurde um 1200 begonnen. Ab etwa der Mitte des 13. Jahrhunderts wandelte man die ursprünglich romanische Basilika zu einer gotischen Hallenkirche um.

St. Katharinen - Braunschweig
St. Katharinen - Braunschweig
St. Katharinen - Braunschweig

Besonders markant sind die Türme und die aufwendig gestalteten gotischen Fenster. Zwischen den vielen unterschiedlichen Kirchen der Stadt besitzt St. Katharinen dadurch einen ganz eigenen Charakter.

Löwenbrunnen

An der Nordseite von St. Katharinen entdeckte ich den Löwenbrunnen. Sein Entstehungsjahr ist nicht ganz klar. Es ist die Rede von 1822 oder 1842. Der historische Brunnen diente einst unter anderem als Wasserstelle für Marktbesucher und als Pferdetränke.

Löwenbrunnen - Braunschweig

Der kleine Löwe auf dem Brunnen erinnert natürlich sofort an das Wappentier der Stadt. Nach Jahren der Einlagerung (ab 2003) während Bauarbeiten, kehrte der Brunnen schließlich 2012 wieder an seinen ursprünglichen Platz zurück.

Alte Waage

Die Alte Waage ist eines der Gebäude, bei denen man zweimal hinschauen sollte. Das prächtige Fachwerkhaus wurde ursprünglich im 16. Jahrhundert errichtet und diente unter anderem zum Wiegen und Verzollen von Waren.

Alte Waage - Braunschweig
Alte Waage - Braunschweig
Alte Waage - Braunschweig

Im Zweiten Weltkrieg wurde es vollständig zerstört. Das heutige Gebäude entstand als detailgetreue Rekonstruktion. Dadurch vermittelt es dennoch sehr anschaulich einen Eindruck davon, wie reich die Braunschweiger Fachwerkarchitektur einst gewesen sein muss.St. Andreas

St. Andreas

Die Andreaskirche gehört zu den großen mittelalterlichen Kirchen der Stadt und fällt vor allem durch ihren mächtigen Westbau auf. Ihre Geschichte reicht bis in das 12. Jahrhundert zurück.

St. Andreas - Braunschweig
St. Andreas - Braunschweig
St. Andreas - Braunschweig

Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kirche mehrfach erweitert und verändert. Besonders bemerkenswert ist ihre Verbindung mit dem historischen Handwerkerviertel rund um den Wollmarkt und die Alte Waage.

St. Petri

Auch St. Petri gehört zu den historischen Hauptkirchen Braunschweigs. Ein früher Kirchenbau wurde beim großen Stadtbrand von 1256 zerstört, woraufhin ein Neubau entstand.

St. Petri - Braunschweig
St. Petri - Braunschweig
St. Petri - Braunschweig

Später entwickelte sich die Kirche zu einer gotischen Hallenkirche. Der heutige spitze Turmhelm entstand erst nach dem Zweiten Weltkrieg wieder und gibt St. Petri dennoch ihre weithin sichtbare Silhouette zurück.

Eulenspiegelbrunnen

Natürlich darf in Braunschweig auch Till Eulenspiegel nicht fehlen. Der Eulenspiegelbrunnen erinnert an eine seiner bekanntesten Geschichten, nach der er in Braunschweig als Bäckergeselle gearbeitet und statt normaler Brote Eulen und Meerkatzen gebacken haben soll.

Eulenspiegelbrunnen - Braunschweig
Eulenspiegelbrunnen - Braunschweig
Eulenspiegelbrunnen - Braunschweig

Rund um den Brunnen greifen Figuren diese Erzählung auf. Eine Sehenswürdigkeit mit deutlich mehr Augenzwinkern als die vielen Kirchen und historischen Herrscherdenkmäler auf meiner Route.

Altstadtrathaus

Das Altstadtrathaus gehört zu den bedeutendsten gotischen Profanbauten Norddeutschlands. Es entstand über mehrere Bauphasen und beeindruckt besonders mit seinen Arkaden und den Figuren an der Fassade. Der Bau wurde vom 13. bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts errichtet.

Altstadtrathaus - Braunschweig
Altstadtrathaus - Braunschweig
Altstadtrathaus - Braunschweig

Früher war es politisches Zentrum der Braunschweiger Altstadt. Ein schönes Detail findet sich an der Außenwand. Dort ist mit der Braunschweiger Elle sogar ein historisches Längenmaß erhalten. Im Inneren befindet sich eine Dauerausstellung des Städtischen Museum Braunschweig, welche sich mit der Geschichte der Stadt befasst.

Stechinellihaus

Mit seiner aufwendig gestalteten Fassade fällt das Stechinellihaus zwischen den historischen Gebäuden der Innenstadt sofort auf. Seinen Namen verdankt es Francesco Maria Capellini, genannt Stechinelli, der im Dienst der Welfen zu Wohlstand und Einfluss gelangte.

Stechinellihaus - Braunschweig

Erbaut wurde es um 1630, erhielt 1690 eine Umgestaltung und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut. Das Gebäude erinnert nicht nur an die Architektur vergangener Jahrhunderte, sondern auch an eine außergewöhnliche Persönlichkeit der Braunschweiger Geschichte.

Altstadtmarkt mit Marienbrunnen

Der Altstadtmarkt ist einer der schönsten historischen Plätze Braunschweigs. Rundherum stehen mit Altstadtrathaus, Gewandhaus und St. Martini gleich mehrere bedeutende Bauwerke. In seiner Mitte befindet sich der Marienbrunnen.

Altstadtmarkt mit Marienbrunnen - Braunschweig
Altstadtmarkt mit Marienbrunnen - Braunschweig
Altstadtmarkt mit Marienbrunnen - Braunschweig

Bereits im Mittelalter war der Platz wirtschaftliches Zentrum der Altstadt. Bis heute findet hier regelmäßig Wochenmarkt statt – eine schöne Verbindung zwischen jahrhundertealter Tradition und ganz normalem Stadtleben.

St. Martini

Direkt am Altstadtmarkt erhebt sich die Martinikirche. Der Bau begann um 1190 zunächst als romanische Basilika, wurde später jedoch zu einer gotischen Hallenkirche umgestaltet.

St. Martini - Braunschweig
St. Martini - Braunschweig
St. Martini - Braunschweig

Besonders auffällig sind die reich verzierten gotischen Giebel, die ich sowohl am Abend als auch bei Tageslicht fotografieren konnte. Gemeinsam mit Rathaus, Gewandhaus und Marienbrunnen prägt St. Martini das historische Bild des Altstadtmarktes.

St. Martini - Braunschweig
St. Martini - Braunschweig
St. Martini - Braunschweig

Amtsgericht

Auch das Amtsgericht gehörte zu den repräsentativen Gebäuden, an denen ich während meines Rundgangs vorbeikam. Es liegt etwas versteckt, direkt hinter St. Martini.

Amtsgericht - Braunschweig
Amtsgericht - Braunschweig

Das Amtsgericht befindet sich im Landschaftlichen Haus, einem Gebäude im klassizistischen Stil aus dem 18. Jahrhundert. Herzog Karl Wilhelm Ferdinand hat es durch den Architekten Christian Gottlob Langwagen erbauen lassen.

Gewandhaus

Das Gewandhaus am Altstadtmarkt wurde bereits 1303 erwähnt. Es diente den Gewandschneidern als Lager-, Verkaufs- und Versammlungshaus und erinnert damit an die große wirtschaftliche Bedeutung der mittelalterlichen Stadt.

Gewandhaus - Braunschweig
Gewandhaus - Braunschweig
Gewandhaus - Braunschweig

Besonders bekannt ist sein prachtvoller Renaissancegiebel. Von der Seite wirkt das Gebäude dagegen überraschend schlicht: Eine lange Natursteinfassade und das mächtige rote Dach bestimmen dort das Bild.

Gewandhaus - Braunschweig
Gewandhaus - Braunschweig

Altes Zoll- und Landwehrhaus

Unmittelbar am Gewandhaus steht ein auffälliges Fachwerkhaus: das Alte Zoll- und Landwehrhaus, auch Rüninger Zollhaus genannt. Ursprünglich wurde es 1643 in Rüningen errichtet.

Altes Zoll- und Landwehrhaus - Braunschweig
Altes Zoll- und Landwehrhaus - Braunschweig

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es abgetragen und am Altstadtmarkt wieder aufgebaut. Heute ergänzt es das historische Ensemble und erinnert zugleich an die Fachwerkbebauung, die früher wesentlich stärker das Bild dieses Bereichs bestimmte.

Poststraße und Kornmarktbrunnen

Mein Rundgang führte mich anschließend durch die Poststraße zum Kornmarkt. Der Kornmarkt gehört zu den historischen Platzräumen der Altstadt und erhielt seinen Namen durch den früher dort stattfindenden Getreidehandel.

Poststraße und Kornmarktbrunnen - Braunschweig
Poststraße und Kornmarktbrunnen - Braunschweig

Der Kornmarktbrunnen entstand im Jahre 1868/69 und greift die Geschichte des Platzes auf. Er wurde im Stil der Neorenaissance gebaut und steht unter Denkmalschutz

Kornmarkt und Altstadt

Rund um den Kornmarkt lässt sich noch einmal wunderbar durch die Braunschweiger Altstadt schlendern. Historische Gebäude wechseln sich mit späteren Ergänzungen ab, und immer wieder öffnen sich kleine Plätze und Gassen.

Kornmarkt - Braunschweig
Kornmarkt - Braunschweig
Altstadt - Braunschweig

Nach den großen Sehenswürdigkeiten fand ich gerade solche Abschnitte spannend, weil man hier weniger auf ein einzelnes Bauwerk schaut und stattdessen die Atmosphäre der Stadt auf sich wirken lassen kann.

Dom St. Blasii

Der Braunschweiger Dom St. Blasii gehört zu den wichtigsten Bauwerken der Stadt. Heinrich der Löwe ließ ihn ab 1173 als Stiftskirche errichten.

Dom St. Blasii - Braunschweig
Dom St. Blasii - Braunschweig
Dom St. Blasii - Braunschweig

Im Dom befinden sich unter anderem das Grabmal Heinrichs und seiner Frau Mathilde sowie bedeutende Kunstwerke der Romanik. Gemeinsam mit Burg Dankwarderode und dem Braunschweiger Löwen bildet der Dom das historische Herz der Stadt.

Rathaus

Direkt am Platz der Deutschen Einheit erhebt sich das Neue Rathaus mit seinem markanten Turm. Der neugotische Bau stammt aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Besonders beeindruckend ist der 61 Meter hohe Rathausturm.

Rathaus - Braunschweig
Rathaus - Braunschweig
Rathaus - Braunschweig

Wer die 161 Stufen hinaufsteigt, kann von oben über die Innenstadt blicken. Während meines Besuchs bildete das Rathaus zugleich eine der eindrucksvollen Kulissen des Weihnachtsmarktes.

Burg Dankwarderode

Gleich neben dem Dom steht die Burg Dankwarderode. Heinrich der Löwe ließ hier im 12. Jahrhundert seine Residenz errichten. Die heutige Burg ist allerdings zu großen Teilen eine Rekonstruktion aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert.

Burg Dankwarderode - Braunschweig
Burg Dankwarderode - Braunschweig
Burg Dankwarderode - Braunschweig

Zusammen mit Dom und Löwendenkmal macht sie den Burgplatz zu einem der geschichtlich bedeutendsten Orte Braunschweigs. Im Dezember sorgten die Weihnachtsmarktstände davor für eine ganz besondere Kulisse.

Nussknacker Bruno und der Braunschweiger Weihnachtsmarkt

Bei einem Dezemberbesuch in Braunschweig führt eigentlich kein Weg am Weihnachtsmarkt vorbei. Zwischen Dom, Burg und Rathaus stehen die Buden vor einer Kulisse, die dafür kaum passender sein könnte. Ein besonders auffälliger Bewohner des Weihnachtsmarktes ist der sechs Meter hohe Nussknacker Bruno.

Nussknacker Bruno und der Braunschweiger Weihnachtsmarkt

Seit 2002 gehört er zum Markt und stand bei meinem Besuch am Langen Hof direkt neben dem Rathaus. Zwischen all den historischen Sehenswürdigkeiten durfte deshalb natürlich auch ein Foto mit Bruno nicht fehlen.

Braunschweiger Löwe

Er ist das Wahrzeichen der Stadt, der Braunschweiger Löwe auf dem Burgplatz. Heinrich der Löwe ließ das bronzene Standbild vermutlich zwischen 1164 und 1181 errichten.

Braunschweiger Löwe - Braunschweig

Das Original befindet sich heute geschützt im Museum. Auf dem Burgplatz steht eine Kopie. Der Löwe gilt als eines der ältesten erhaltenen freistehenden Großstandbilder des Mittelalters und begegnet einem als Symbol der Stadt während eines Braunschweig-Besuchs immer wieder.

Säule „2000 Jahre Christentum“

Auf dem Ruhfäutchenplatz, unmittelbar neben Dom und Burg, steht die neun Meter hohe Säule „2000 Jahre Christentum“. Der Braunschweiger Bildhauer Jürgen Weber gestaltete das Kunstwerk mit zahlreichen übereinander angeordneten Szenen aus der Geschichte des Christentums.

Säule „2000 Jahre Christentum“ - Braunschweig

Von weitem wirkt die Säule beinahe wie ein ungewöhnlicher Brunnen oder eine Siegessäule. Erst aus der Nähe erkennt man, wie viele einzelne Figuren und Geschichten sich auf ihrer Oberfläche verbergen.

Oberlandesgericht

Das Oberlandesgericht Braunschweig ist ein weiteres repräsentatives Gebäude auf meiner Route. Als eines der zentralen Gerichte Niedersachsens steht es für eine ganz andere Seite der Stadt als die mittelalterlichen Kirchen und Fachwerkviertel.

Oberlandesgericht - Braunschweig
Oberlandesgericht - Braunschweig

Architektur und Funktion erzählen von Braunschweigs Entwicklung über die historische Residenz- und Handelsstadt hinaus zu einem modernen Verwaltungs- und Justizstandort. Das Oberlandesgericht befindet sich in einem ehemaligen Bankgebäude. Es wurde im Jahre 1853 im Renaissance Stil erbaut.

St. Ulrici-Brüdern

Die Brüdernkirche St. Ulrici-Brüdern gehörte ursprünglich zu einem Franziskanerkloster im Jahre 1209. Der gotische Kirchenbau entstand über mehrere Bauphasen und präsentiert sich vergleichsweise schlicht, aber gerade dadurch sehr eindrucksvoll.

St. Ulrici-Brüdern - Braunschweig
St. Ulrici-Brüdern - Braunschweig
St. Ulrici-Brüdern - Braunschweig

Auf meinem Rundgang konnte ich die Kirche von mehreren Seiten fotografieren. Besonders die großen gotischen Fenster und die historische Klosteranlage machen deutlich, wie weit ihre Geschichte zurückreicht.

Hauptbahnhof und BraWoPark

Am Ende meines Rundgangs ging es wieder in Richtung Hauptbahnhof, um zu meinen Lieben nach Hause zu fahren. Das Bahnhofsgebäude steht für das moderne Braunschweig und ist für viele Besucher der erste und letzte Eindruck der Stadt.

Hauptbahnhof und BraWoPark - Braunschweig

Direkt gegenüber beziehungsweise in unmittelbarer Nähe befindet sich der BraWoPark mit Geschäften und weiteren Angeboten. Nach all den historischen Plätzen, Kirchen und Fachwerkhäusern war damit endgültig wieder die Gegenwart erreicht.

Eine Pause bei UT’N Grooten Pott

Da ich täglich bei der Fortbildung war und es nur eine kurze Mittagspause gab, musste schnell etwas warmes her. Einheimische haben mir von UT’N Grooten Pott erzählt, einer Suppenbar. Dort gibt es leckere Suppen/Eintöpfe und ein wechselndes Angebot. Es gibt leider nur Stehplätze draußen, aber im Winter wenigstens Heizstrahler, damit man beim Essen nicht einfriert.

UT’N Grooten Pott - Braunschweig
UT’N Grooten Pott - Braunschweig

Die Gerichte waren sehr lecker, reichhaltig und das Personal sehr nett. Gerade bei einer mehrtägigen Fortbildung ist es schön, einen Ort zu finden, an dem man zwischendurch gemütlich etwas essen und neue Energie für die nächste Runde sammeln kann.

Braunschweig im Advent – der Weihnachtsmarkt als besondere Zugabe

Dass ich ausgerechnet im Dezember in Braunschweig war, erwies sich für meine Stadterkundungen als echter Glücksfall. Sobald es dunkel wurde, veränderte sich die Atmosphäre rund um Burgplatz, Dom und Rathaus vollständig. Lichterketten, Weihnachtsbäume und Marktstände standen zwischen den historischen Gebäuden und machten aus Orten, die ich teilweise bereits bei Tageslicht gesehen hatte, noch einmal völlig neue Fotomotive.

Braunschweig
Braunschweig

Besonders schön fand ich die Verbindung aus Weihnachtsmarkt und historischen Sehenswürdigkeiten. Wer Braunschweig in der Adventszeit besucht, bekommt deshalb eigentlich zwei Stadtansichten auf einmal: tagsüber eine geschichtsträchtige Löwenstadt und nach Einbruch der Dunkelheit eine stimmungsvoll beleuchtete Weihnachtsstadt.

Mein Fazit zu Braunschweig

Eigentlich war ich wegen einer Fortbildung in Braunschweig und am Ende wurde daraus nebenbei eine ziemlich umfangreiche Städtereise. Besonders überrascht hat mich, wie unterschiedlich die Stadt ist.

Diesmal musste Emma all diese Kilometer nicht mitlaufen. Sie blieb gemütlich zu Hause bei Papa, während ich nach meiner Fortbildung mit der Kamera durch Braunschweig zog. Aber vielleicht bekommt die Löwenstadt irgendwann noch eine zweite Chance und dann mit vier Pfoten an meiner Seite, denn das macht viel mehr Spaß.

🐾 Weiterführende Links & Quellen

Weitere Informationen, offizielle Webseiten und die für diesen Beitrag verwendeten Quellen haben wir für euch auf unserer separaten Link- und Quellenseite zusammengestellt: Braunschweig – Quellen & Links

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Apartment Studio 54 – Leipzig

Für unseren Aufenthalt in Leipzig haben wir uns diesmal nicht für ein Hotel, sondern für das Apartment Studio 54 Leipzig entschieden. Da Emma mit uns unterwegs war, war natürlich wichtig, dass auch Hunde willkommen sind.

Die Ferienwohnung hat uns insgesamt sehr gut gefallen. Sie war geräumig, sauber, ruhig und ausgesprochen gut ausgestattet. Dazu kam eine für unsere Unternehmungen praktische Lage mit Einkaufsmöglichkeiten, Imbissen und einer Straßenbahnhaltestelle in der Nähe.

Einziger kleiner Knackpunkt waren für uns die Parkmöglichkeiten an der Straße. Aber dazu später mehr.

Unsere Unterkunftsbewertungen basieren auf unseren persönlichen Reiseerfahrungen und bewerten unter anderem Lage, Komfort, Sauberkeit, Ausstattung, Service und Preis-Leistung.

⭐ Mehr zu unserem Bewertungssystem

Auf einen Blick:

📍 LageLeipzig
🏠 UnterkunftGeräumige Ferienwohnung mit separatem Wohn- und Schlafzimmer
🍳 KücheVoll ausgestattete Küche
🚗 ParkplatzÖffentliche Parkplätze an der Straße, teilweise knapp
🚋 ÖPNVStraßenbahn ins Zentrum fußläufig erreichbar
🐾 HaustiereHunde willkommen
🔑 ZugangSchlüsselloser Zugang per App
📶 WLANKostenloses WLAN

Apartment Studio 54

Das Apartment liegt im Stadtteil Gohlis-Süd, in der Eisenacher Straße. Es ist ein ruhiger Wohnbereich mit vielen Gebäudekomplexen und einigen grünen Wiesen und einem Kleingartenverein.

📍 Lage

Die Lage des Apartments war für unseren Leipzig-Aufenthalt sehr praktisch. Supermärkte und verschiedene Imbisse, darunter auch Dönerläden, waren in der näheren Umgebung vorhanden, sodass wir uns problemlos selbst versorgen konnten.

Auch die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr war gut. Die Straßenbahn ins Leipziger Zentrum war nicht weit von der Wohnung entfernt und damit eine gute Alternative zum Auto.

Mit Emma konnten wir ebenfalls gut in der Umgebung unterwegs sein. Es gab zahlreiche Grünflächen, sodass wir für die täglichen Gassirunden nicht erst irgendwohin fahren mussten.

Einen kleinen Abzug gibt es allerdings für die Parksituation. Geparkt wurde an der Straße und freie Plätze waren teilweise knapp. Hatte man erst einmal einen guten Parkplatz gefunden, überlegte man sich durchaus zweimal, ob man das Auto wirklich noch einmal bewegen wollte.

🧹 Sauberkeit

Bei unserer Ankunft fanden wir eine saubere und gepflegte Ferienwohnung vor. Wohnbereich, Schlafzimmer, Küche und Bad machten einen ordentlichen Eindruck und wir fühlten uns von Anfang an wohl.

Gerade bei einer Ferienwohnung ist uns Sauberkeit besonders wichtig, da man dort häufig deutlich mehr Zeit verbringt als in einem klassischen Hotelzimmer. Hier hatten wir nichts zu beanstanden.

🤝 Service & Vermieter

Auch der Kontakt mit den Vermietern war angenehm. Sie waren freundlich und nett, sodass wir uns gut aufgehoben fühlten. Bei Problemen konnte man sie jederzeit erreichen.

Besonders praktisch fanden wir den schlüssellosen Zugang zur Ferienwohnung über eine App. Dadurch war kein klassischer Schlüssel erforderlich und auch eine persönliche Schlüsselübergabe musste nicht organisiert werden. Für uns funktionierte das unkompliziert und machte die An- und Abreise angenehm flexibel.

🛏️ Komfort

Beim Platzangebot konnte das Studio 54 eindeutig punkten. Trotz des Namens „Studio“ erwartete uns keine kleine Einraumwohnung, sondern eine geräumige Unterkunft mit mehreren Bereichen.

Das große Wohnzimmer bot mit Sofa und Fernseher viel Platz zum Entspannen. Dazu kamen ein separates Schlafzimmer, ein großzügiger Eingangsbereich, Küche und Bad.

Auch Emma hatte genügend Platz. Wie man auf unseren Bildern unschwer erkennen kann, dauerte es nicht besonders lange, bis sie die Wohnung inspiziert und für gut befunden hatte.

Die ruhige Wohnung war für uns nach unseren Unternehmungen in Leipzig ein angenehmer Rückzugsort.

🏠 Ausstattung

Bei der Ausstattung hat uns die Ferienwohnung besonders überzeugt. Hier war alles vorhanden, was wir für einen mehrtägigen Aufenthalt brauchten.

Neben WLAN und Fernseher gab es eine vollständig ausgestattete Küche mit Kochfeld, Backofen und Kühlschrank. Ebenfalls vorhanden waren eine Kaffeemaschine, Toaster und Wasserkocher. Damit konnten wir uns problemlos selbst versorgen.

Auch eine Waschmaschine gehörte zur Ausstattung der Wohnung. Gerade bei längeren Reisen kann das ausgesprochen praktisch sein.

Für uns hatte die Wohnung damit einen großen Vorteil gegenüber einem normalen Hotelzimmer: Wir hatten nicht nur deutlich mehr Platz, sondern konnten unseren Tagesablauf und unsere Mahlzeiten völlig unabhängig gestalten.

💶 Preis-Leistung

Das Preis-Leistungs-Verhältnis hat für uns insgesamt gestimmt. Wir bekamen eine große, saubere und ruhige Ferienwohnung mit separatem Schlafzimmer, umfangreich ausgestatteter Küche, WLAN, Fernseher und allem, was wir für unseren Aufenthalt benötigten.

Hinzu kamen die gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und Einkaufsmöglichkeiten in der Umgebung. Im Gesamtpaket waren wir mit dem gebotenen Preis-Leistungs-Verhältnis deshalb sehr zufrieden.

🚗 Parken

Bei der Anreise mit dem Auto sollte man die Parksituation ein wenig im Hinterkopf behalten.

Wir parkten an der Straße, allerdings waren freie Stellplätze teilweise knapp. Wer einen guten Parkplatz erwischt hatte, wollte ihn verständlicherweise nicht unbedingt gleich wieder aufgeben.

Für Fahrten ins Zentrum war das allerdings kein großes Problem, denn durch die nahe gelegene Straßenbahn konnten wir das Auto stehen lassen oder mit Emma einfach zu Fuß laufen.

🚋 Unterwegs in Leipzig

Für uns war die Lage auch deshalb praktisch, weil wir nicht für jede Unternehmung auf das Auto angewiesen waren. Die Straßenbahn ins Leipziger Zentrum war fußläufig erreichbar.

Gleichzeitig fanden wir in der Umgebung Einkaufsmöglichkeiten und Imbisse, sodass sich auch kleinere Besorgungen ohne größere Fahrerei erledigen ließen.

Gerade bei einem Aufenthalt in einer Ferienwohnung mit eigener Küche ist ein Supermarkt in der Nähe für uns immer ein deutlicher Pluspunkt.

Unser Fazit zum Apartment Studio 54 Leipzig

Das Apartment Studio 54 Leipzig hat uns insgesamt sehr gut gefallen. Besonders überzeugt haben uns das großzügige Platzangebot, die Sauberkeit, die Ruhe und die umfangreiche Ausstattung. Mit separatem Schlafzimmer, großem Wohnbereich und eigener Küche hatten wir wesentlich mehr Platz und Möglichkeiten als in einem klassischen Hotelzimmer.

Auch mit Emma funktionierte der Aufenthalt problemlos. Sie hatte in der Wohnung reichlich Platz und für die Gassirunden fanden wir in der Umgebung genügend Grünflächen.

Der schlüssellose Zugang per App war unkompliziert und praktisch, die Vermieter waren freundlich und durch die Straßenbahn konnten wir das Auto für Ausflüge ins Zentrum stehen lassen.

Lediglich die knappen Parkmöglichkeiten an der Straße waren für uns ein kleiner Minuspunkt. Hatte man einen guten Parkplatz ergattert, gab man den nicht ganz freiwillig wieder her.

Insgesamt war das Studio 54 für uns eine sehr gute Unterkunft für unseren Aufenthalt in Leipzig und auch mit Hund eine klare Empfehlung.

🐾 Haustier-Info

Hunde sind im Apartment Studio 54 Leipzig willkommen und für Emma mussten wir keinen zusätzlichen Aufpreis bezahlen.

Die Ferienwohnung hat sich für unseren Aufenthalt mit Hund sehr gut geeignet. Besonders angenehm war das großzügige Platzangebot. Auch ein größerer Hund, hat hier genügend Bewegungsfreiheit.

Ein weiterer Pluspunkt waren für uns die vielen Grünflächen in der Umgebung. Dadurch konnten wir mit Emma problemlos unsere Gassirunden drehen, ohne dafür erst mit dem Auto irgendwohin fahren zu müssen.

🐕 Hundekosten bei unserem Aufenthalt: kostenlos

Port Lympne Safari Park – ein Hauch von Afrika in England

Während unseres Aufenthalts in England vor einiger Zeit, leider ohne Emma, durfte natürlich auch der ein oder andere besondere Ausflug nicht fehlen. Einer davon führte uns in den Port Lympne Safari Park in der Grafschaft Kent. Und eines können wir schon vorwegnehmen, dieser Besuch war definitiv etwas Besonderes.

Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park

Port Lympne ist kein gewöhnlicher Tierpark. Auf einem riesigen und abwechslungsreichen Gelände leben zahlreiche verschiedene Tierarten, darunter auch viele seltene und bedrohte Arten. Schon beim Betreten des Parks merkt man schnell, dass man hier einiges an Zeit einplanen sollte. Das Gelände ist weitläufig, hügelig und bietet neben den vielen Tieren immer wieder wunderschöne Ausblicke über die Landschaft von Kent.

Eine beeindruckende Vielfalt an Tieren

Bei unserem Rundgang gab es unglaublich viel zu entdecken. Port Lympne beherbergt mehr als 900 Tiere aus rund 75 verschiedenen Arten. Entsprechend abwechslungsreich ist ein Besuch. Neben bekannten Zoobewohnern wie Löwen, Tigern, Gorillas und Giraffen kann man hier unter anderem Nashörner, Zebras, verschiedene Antilopen und Hirscharten, Kamele, Büffel, Wölfe, Geparden, Leoparden, Affen und viele weitere Tiere beobachten.

Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park

Besonders schön fanden wir, dass sich die einzelnen Bereiche sehr voneinander unterscheiden. So entdeckt man während des Rundgangs immer wieder etwas Neues und weiß eigentlich nie so genau, welches Tier einen hinter der nächsten Ecke erwartet. Auch für uns waren einige Arten dabei, die man nicht bei jedem Zoobesuch zu Gesicht bekommt. Gerade diese Mischung aus bekannten und eher ungewöhnlichen Tieren macht Port Lympne besonders interessant.

Das absolute Highlight, die Safari

Das Highlight unseres Besuchs war für uns ganz eindeutig die Safari durch das weitläufige Gelände. Mit einem Safarifahrzeug ging es hinaus in die großen, offenen Bereiche des Parks. Und spätestens hier fühlt sich Port Lympne überhaupt nicht mehr wie ein klassischer Tierpark an. Die Fahrt dauert circa 45 Minuten und man muss sich vorher einen Platz reservieren.

Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park

Während der Fahrt konnten wir verschiedene Tiere in den großzügigen Landschaften beobachten. Giraffen, Zebras, Antilopen und andere Tiere stehen teilweise nur wenige Meter vom Fahrzeug entfernt. Statt vor einem kleinen Gehege zu stehen, fährt man mitten durch eine weitläufige Landschaft und hält ständig Ausschau danach, welches Tier als Nächstes auftaucht.

Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park

Gerade die Giraffen waren natürlich ein beeindruckender Anblick. Diese wunderschönen Tiere aus nächster Nähe und vor der Kulisse der offenen Landschaft zu erleben, ist noch einmal etwas ganz anderes, als sie von einem normalen Besucherweg aus zu beobachten.

Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park

Auch die Größe des Safari-Geländes hat uns überrascht. Während der Fahrt wechseln die Landschaft und die Tiere immer wieder, sodass es ständig etwas Neues zu sehen gibt. Für einen kurzen Moment kann man dabei tatsächlich vergessen, dass man sich noch immer in England befindet. Es ist toll zu sehen, wie die Giraffen sich jederzeit frei auf dem weitläufigen Gelände bewegen können und auch die vielen anderen Tiere.

Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park

Fast ein bisschen wie Urlaub im Urlaub

Was uns an Port Lympne besonders gefallen hat, ist die gesamte Atmosphäre. Das Reservat erstreckt sich über rund 600 Acres und bietet dadurch sehr viel Platz. Statt eines dicht bebauten Tierparks erwarten einen große Grünflächen, Waldstücke, weitläufige Wege und immer wieder tolle Ausblicke.

Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park

Natürlich gibt es auch klassische Tiergehege und Bereiche, die zu Fuß erkundet werden. Durch die Kombination aus Rundgang und Safari entsteht aber ein ganz anderes Erlebnis. Man sollte allerdings gut zu Fuß sein. Das Gelände ist groß und teilweise ziemlich hügelig. Wer möglichst viel sehen möchte, sollte deshalb genügend Zeit für seinen Besuch einplanen und bequeme Schuhe tragen.

Von majestätischen Großkatzen bis zu neugierigen Affen

Neben der Safari lohnt es sich unbedingt, auch den restlichen Park ausgiebig zu erkunden. Besonders beeindruckend sind natürlich die großen Tiere. Löwen, Tiger und Leoparden haben schon allein durch ihre Erscheinung etwas Faszinierendes. Aber auch bei den Gorillas und den verschiedenen anderen Primaten kann man problemlos eine ganze Weile stehen bleiben und ihr Verhalten beobachten.

Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park

Daneben gibt es viele kleinere und weniger bekannte Bewohner zu entdecken. Genau deshalb lohnt es sich, nicht einfach nur von einem vermeintlichen Highlight zum nächsten zu laufen.

Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park

Manchmal sind es gerade die Tiere, die man vorher überhaupt nicht auf dem Schirm hatte, bei denen man am längsten stehen bleibt.

Mehr als nur ein Tierpark

Hinter Port Lympne steckt zudem ein wichtiger Gedanke. Das Reservat arbeitet gemeinsam mit der Aspinall Foundation am Schutz bedrohter Tierarten. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Zucht- und Artenschutzprogrammen sowie darauf, Tiere nach Möglichkeit wieder in geschützte Gebiete ihres ursprünglichen Lebensraums zurückzubringen.

Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park

So wurden beispielsweise bereits Gorillas aus den Zuchtprogrammen wieder ausgewildert. Auch bei anderen bedrohten Arten engagiert sich die Organisation in verschiedenen Projekten.

Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park

Dieser Hintergrund macht den Besuch noch einmal interessanter, denn Port Lympne möchte nicht nur Tiere zeigen, sondern auch einen Beitrag zu ihrem langfristigen Schutz leisten.

Dinosaurier mitten im Wald

Wer nach all den lebenden Tieren noch nicht genug gesehen hat, findet in Port Lympne noch eine etwas andere Attraktion: die Dinosaur Valley. Auf einem Weg durch den Wald begegnet man zahlreichen lebensgroßen Dinosauriermodellen. Vom gewaltigen T-Rex bis hin zu riesigen Pflanzenfressern ist hier einiges vertreten.

Port Lympne Safari Park
Port Lympne Safari Park

Natürlich hat dieser Bereich mit der eigentlichen Safari wenig zu tun, ist aber gerade für Familien mit Kindern eine schöne zusätzliche Abwechslung. Und auch als Erwachsener staunt man durchaus über die Dimensionen einiger dieser Urzeitriesen.

Unser Fazit zum Port Lympne Safari Park

Unser Besuch im Port Lympne Safari Park war definitiv eines der besonderen Erlebnisse während unserer Zeit in England. Uns hat vor allem die Kombination gefallen: Auf der einen Seite kann man den Park ganz klassisch zu Fuß erkunden und dabei eine enorme Vielfalt an Tieren entdecken. Auf der anderen Seite gibt es die großen, offenen Landschaften und das Safari-Erlebnis, das sich deutlich von einem normalen Zoobesuch unterscheidet.

Port Lympne Safari Park

Die Safari war dabei ganz klar unser persönliches Highlight.

Mit dem Fahrzeug durch die weitläufige Landschaft zu fahren und Giraffen, Zebras und andere Tiere teilweise aus nächster Nähe zu beobachten, bleibt einfach in Erinnerung. Dazu kommen die vielen unterschiedlichen Tierarten, das riesige Gelände und die schöne Landschaft.

Port Lympne Safari Park

Wer in Kent oder im Südosten Englands unterwegs ist und Tiere mag, sollte für Port Lympne unserer Meinung nach ruhig einen ganzen Tag einplanen.

Port Lympne Safari Park

Wir würden den Park auf jeden Fall wieder besuchen – und die Safari würden wir uns dabei ganz sicher kein zweites Mal entgehen lassen.

Port Lympne Safari Park

Hinweis für Hundebesitzer

Hunde dürfen im Port Lympne Safari Park leider nicht mitgeführt werden. Wer den Park während eines Urlaubs mit Hund besuchen möchte, muss daher für diesen Tag eine andere Betreuung für seinen Vierbeiner organisieren. Ausgenommen sind entsprechend angemeldete Assistenzhunde.

🐾 Weiterführende Infos

Weitere Informationen zum Besuch in Port Lympne, findet ihr auf der offizielle Webseite: https://www.aspinallfoundation.org/port-lympne/

Grube Fortuna – mit dem Förderkorb 150 Meter unter die Erde

Einmal 150 Meter unter der Erde stehen, mit einer Grubenbahn durch dunkle Stollen fahren und erleben, unter welchen Bedingungen Bergleute früher Eisenerz abbauten? Genau das kann man im Besucherbergwerk Grube Fortuna bei Solms in Mittelhessen erleben.

Grube Fortuna

Unser Besuch liegt inzwischen einige Jahre zurück. Damals war mein Sohn Martin noch deutlich jünger und Emma gehörte noch nicht zu unseren gemeinsamen Ausflügen. Die zahlreichen Fotos von diesem Tag schlummerten deshalb lange in meinem Archiv. Viel zu schade eigentlich, denn die Grube Fortuna ist ein Ausflugsziel, das uns bis heute in Erinnerung geblieben ist. Und deshalb nehmen wir euch heute mit, hinab unter die Erde.

Ein Stück Bergbaugeschichte in Mittelhessen

Die Grube Fortuna liegt bei Solms-Oberbiel im Lahn-Dill-Kreis und erinnert an eine Zeit, in der der Eisenerzbergbau die Region entscheidend prägte. Die Geschichte des Bergbaus an diesem Ort reicht weit zurück. Bereits 1847 finden sich schriftliche Hinweise auf Erzvorkommen im Bereich der späteren Grube Fortuna. Zwei Jahre später wurde das Grubenfeld „Fortuna“ an den Fürsten zu Solms-Braunfels verliehen.

Grube Fortuna

1906 ging die Grube zusammen mit weiteren Bergwerken in den Besitz der Firma Friedrich Krupp aus Essen über. In den folgenden Jahrzehnten wurde der Abbau immer weiter modernisiert. Schächte wurden vertieft, Maschinen hielten Einzug und die Förderung des Eisenerzes wurde zunehmend mechanisiert. 1974 erreichte die Grube mit 130.663 Tonnen ihre höchste Jahresförderung.

Grube Fortuna

Doch nur wenige Jahre später näherte sich die Zeit des aktiven Bergbaus ihrem Ende. Am 3. März 1983 wurde die letzte Förderschicht gefahren, am folgenden Tag wurde die Grube geschlossen. Zu diesem Zeitpunkt arbeiteten noch 43 Bergleute hier. Zum Glück bedeutete das nicht das endgültige Ende der Fortuna.

Grube Fortuna

Noch im selben Jahr wurde ein Förderverein gegründet, der sich für den Erhalt der Anlage einsetzte. Ab 1985 begann der Ausbau zum Besucherbergwerk und am Pfingstmontag 1987 öffnete die Grube schließlich für Besucher. Heute kann man hier selbst erleben, wie es sich anfühlt, tief unter der Erde unterwegs zu sein.

Bevor es unter die Erde geht

Schon die Anlagen über Tage vermitteln einen Eindruck davon, dass die Fortuna einmal ein richtiger Arbeitsplatz und keine für Besucher gebaute Kulisse war.

Grube Fortuna

Zum Gelände gehören unter anderem das historische Zechenhaus, das Fördermaschinenhaus, die Kipphalle und der Erzbunker. Im Bergbaumuseum erfährt man mehr über den Bergbau, die Geologie und das Leben und Arbeiten der Bergleute. Doch das eigentliche Abenteuer wartet natürlich unter Tage. Für unseren Besuch hieß es deshalb irgendwann: Helm auf und Glück auf!

Mit dem Förderkorb auf die 150-Meter-Sohle

Der Weg in die Tiefe ist wahrscheinlich einer der Momente, die besonders im Gedächtnis bleiben. Zunächst geht es durch den Stollen zum Schacht. Dort wartet der Förderkorb. Und dann geht es hinunter. Nicht ein paar Meter, sondern bis auf die 150-Meter-Sohle.

Grube Fortuna

Wer normalerweise mit einem Aufzug in den dritten oder vierten Stock fährt, bekommt hier plötzlich eine ganz andere Vorstellung davon, was „unter Tage“ eigentlich bedeutet. Unten angekommen verändert sich die Atmosphäre sofort. Tageslicht gibt es hier natürlich keines mehr. Fels, Stollen, Schienen und technische Anlagen bestimmen das Bild. Und genau hier beginnt der Teil der Führung, bei dem man dem früheren Arbeitsalltag der Bergleute besonders nahekommt.

Mit der Grubenbahn durch den Berg

Nach der Fahrt mit dem Förderkorb geht es mit einer Grubenbahn weiter in den Vorführbereich des Bergwerks. Allein diese Fahrt war für Martin und mich damals natürlich schon ein Erlebnis. Die Bahn fährt durch die engen Stollen und bringt die Besucher zu verschiedenen Stationen, an denen erklärt wird, wie das Eisenerz gewonnen und aus dem Berg transportiert wurde.

Grube Fortuna
Grube Fortuna

Dabei wird schnell deutlich, wie körperlich anstrengend und zugleich gefährlich die Arbeit unter Tage gewesen sein muss. Heute stehen wir mit Helm und Beleuchtung dort und wissen, dass wir nach der Führung wieder ans Tageslicht zurückkehren. Für die Bergleute war dieser Ort dagegen täglicher Arbeitsplatz.

Maschinen, Bohrhammer und Sprengungen

Besonders spannend ist, dass in der Grube nicht nur Maschinen herumstehen und betrachtet werden können. Während der Führung werden historische Arbeitsabläufe und verschiedene Originalmaschinen erklärt und teilweise vorgeführt.

Grube Fortuna

Zu sehen sind beispielsweise Bohrgeräte und unterschiedliche Lademaschinen, mit denen die Arbeit im Laufe der Jahrzehnte immer stärker mechanisiert wurde. Mit Bohrhämmern wurden Löcher für Sprengungen in den Fels gebohrt. Anschließend musste das herausgesprengte Material aufgenommen und weitertransportiert werden.

Grube Fortuna
Grube Fortuna
Grube Fortuna

An einem Sprengschema lässt sich nachvollziehen, wie eine solche Sprengung vorbereitet und durchgeführt wurde. Wenn man unmittelbar vor diesen Maschinen steht, bekommt man eine wesentlich bessere Vorstellung von den Arbeitsbedingungen als durch Fotos oder Beschreibungen allein. Vor allem der Lärm lässt erahnen, was die Bergleute hier unten Tag für Tag erlebt haben müssen.

Grube Fortuna

13 Grad – das ganze Jahr

Unter Tage herrscht ein ganz eigenes Klima. In der Grube liegen die Temperaturen bei ungefähr 13 Grad Celsius. Das ist im Sommer angenehm kühl, kann aber nach einiger Zeit durchaus frisch werden. Eine Jacke oder ein Pullover gehört deshalb auch an warmen Sommertagen ins Gepäck.

Festes Schuhwerk ist ebenfalls sinnvoll, schließlich befindet man sich in einem echten ehemaligen Bergwerk und nicht in einem gewöhnlichen Museum. Helm und Geleucht werden für die Führung vor Ort zur Verfügung gestellt.

Ein Ausflug, der auch Kindern Bergbaugeschichte näherbringt

Martin war bei unserem Besuch noch wesentlich jünger als heute. Gerade deshalb ist mir die Grube Fortuna als Familienausflug in Erinnerung geblieben. Bergbaugeschichte klingt für Kinder zunächst vielleicht nicht unbedingt nach einem spannenden Tagesausflug.

Grube Fortuna

150 Meter mit einem Förderkorb in die Tiefe fahren, anschließend in eine Grubenbahn steigen, durch echte Stollen fahren und riesige Maschinen erleben, dass sieht dann schon ganz anders aus. Geschichte wird hier nicht nur auf Informationstafeln vermittelt. Man befindet sich mitten an dem Ort, an dem sie stattgefunden hat. Die reguläre einstündige Grubentour wird heute für Kinder ab sechs Jahren angeboten. Für jüngere Kinder gibt es spezielle Angebote auf der Stollensohle.

Und was ist mit Hunden?

Für Emma wäre dieser Ausflug leider nichts. Haustiere dürfen nicht mit in das Besucherbergwerk genommen werden. Wer die Grube Fortuna während eines Urlaubs mit Hund besuchen möchte, muss deshalb vorher eine Betreuung organisieren. Da unser Besuch damals noch ohne Emma stattfand, stellte sich diese Frage für uns nicht. Heute wäre das natürlich einer der ersten Punkte, die ich bei der Planung berücksichtigen würde.

Was gibt es über Tage noch zu entdecken?

Nach der Rückkehr ans Tageslicht muss der Besuch noch nicht vorbei sein. Auf dem Gelände gibt es unter anderem das Bergbaumuseum und das Fördermaschinenhaus zu entdecken. Auch die historischen Tagesanlagen gehören zum Erlebnis Grube Fortuna.

Grube Fortuna

Wer noch mehr Zeit mitbringt, kann sich außerdem mit dem BergbauTrail beschäftigen oder das benachbarte Feld- und Grubenbahnmuseum in die Planung einbeziehen. Auf dem Gelände befindet sich außerdem die Grubengaststätte „Zum Zechenhaus“. Damit lässt sich aus der eigentlichen Grubenführung problemlos ein längerer Ausflug machen.

Unser Fazit zur Grube Fortuna

Obwohl unser Besuch inzwischen einige Jahre zurückliegt, erinnere ich mich noch gut an die Fahrt in die Tiefe und an die Atmosphäre unter Tage. Genau das macht Besucherbergwerke für mich so interessant: Man liest nicht nur über die Vergangenheit, sondern steht plötzlich mitten darin.

Grube Fortuna

Die Fahrt mit dem Förderkorb auf die 150-Meter-Sohle, die Grubenbahn, die Maschinen und die engen Stollen vermitteln zumindest eine Ahnung davon, unter welchen Bedingungen hier früher gearbeitet wurde.

Grube Fortuna

Für Martin war die Grube damals vor allem ein spannender Ausflug. Für mich war sie gleichzeitig ein interessanter Einblick in die Industriegeschichte unserer Region. Und wenn ich heute durch die rund 50 Fotos unseres damaligen Besuchs schaue, bin ich froh, dass sie nicht einfach auf der Festplatte verschwinden. Die Grube Fortuna hat definitiv einen Platz auf Emma’s Pfoten-Abenteuer verdient, ausnahmsweise einmal ganz ohne Pfoten.

🐾 Weiterführende Infos

Weitere Informationen zum Besuch in der Grube Fortuna, findet ihr auf der offizielle Webseite: https://grube-fortuna.de/

Braunlage mit Hund entdecken – vom Hasselkopf durch den Ort bis in den Kurpark

Bei unserer Harz-Reise im April 2026, hatten wir eine Ferienwohnung in Braunlage. Wir haben viele Orte drum herum erkundet, aber natürlich durfte dieser als Erkundungsort nicht fehlen. Braunlage liegt in Niedersachsen, gehört zum Landkreis Goslar und hat ca. 5.000 Einwohner.

Bei unserem Spaziergang mit Emma führte uns der Weg vorbei an kleinen und großen Sehenswürdigkeiten, historischen Gebäuden und bekannten Ausflugszielen. Und manchmal war es gerade das Unscheinbare am Wegesrand, bei dem wir stehen blieben. Der Ort hat erstaunlich viele Geschäfte, Restaurants und Eisdielen. Es gibt sogar ein Schiesser Outlet, wo man günstiger einkaufen kann.

Hasselkopfloipe und Hasselkopf

In unseren Rundgang sind wir am Hasselkopf gestartet, wo unsere Ferienwohnung war. Hier gibt es schöne Spazierwege, was für Emma ideal gewesen ist.

Hasselkopfloipe und Hasselkopf
Hasselkopfloipe und Hasselkopf
Hasselkopfloipe und Hasselkopf

Im Winter gehört das Gebiet zum Loipennetz rund um Braunlage. Aber auch ohne Schnee, lässt es sich hier wunderbar laufen. Für Emma bedeutete das vor allem eines, viel Platz zum Schnüffeln und Erkunden. Sie hatte hier auch die ein oder andere Hundebegegnung mit anderen, freundlichen Hunden.

Hasselkopfloipe und Hasselkopf
Hasselkopfloipe und Hasselkopf
Hasselkopfloipe und Hasselkopf

Vom Hasselkopf reicht der Blick bis zum Wurmberg

Vom Hasselkopf aus hatten wir bei klarem Wetter einen schönen Blick in Richtung Wurmberg. Mit seinen 971 Metern ist der Wurmberg nicht nur Braunlages Hausberg, sondern zugleich der höchste Berg Niedersachsens.

Wurmberg - Braunlage

Danach ging es für uns weiter runter, in Richtung Ortsmitte. Wir hatten keinen festen Plan und sind einfach drauf losgelaufen und wollten sehen, was wir interessantes finden.

Das Lokomobil-Schwungrad

Eine der ersten kleinen Sehenswürdigkeiten auf unserem Weg war das Lokomobil-Schwungrad, welches am ZOB von Braunlage zu finden ist. Ab 1860 waren im Oberharz Lokomobile im Einsatz, um z.B. Holz zu transportieren. In Braunlage fuhren sie bis ca.1973.

Lokomobil-Schwungrad
Lokomobil-Schwungrad
Lokomobil-Schwungrad

Ein riesiges altes Rad gehört vielleicht nicht zu den Dingen, wegen derer man eigens nach Braunlage fährt. Aber genau solche Relikte finden wir bei unseren Touren spannend. Sie erzählen etwas über die Geschichte eines Ortes und würden einem vermutlich entgehen, wenn man Braunlage nur mit dem Auto durchquert.

Schierker Feuerstein

Nicht weit entfernt folgte mit dem Schierker Feuerstein bereits die nächste Station. Es ist zwar auch keine Sehenswürdigkeit im klassischen Sinn, aber diese riesengroße Flasche, fanden wir einfach toll.

Schierker Feuerstein ist ein Kräuterlikör, der 1908 von Willy Drube in seiner Apotheke entwickelt wurde. Seine Geschichte gehört eng zum Harz und zur Region um Schierke und Braunlage. Es gibt sogar ein Museum zum Schierker Feuerstein in Wernigerode-Schierke.

Ein fast autofreies Braunlage

Während unseres Urlaubes hatten wir ungewöhnliches Glück, zumindest als Fußgänger. Aufgrund einer Baustelle war ein Teil von Braunlage für den Autoverkehr gesperrt. Wo sich normalerweise Autos durch den Ort bewegen, konnten wir deshalb ausgesprochen entspannt spazieren.

Braunlage
Braunlage

Mit Hund ist das natürlich besonders angenehm. Statt ständig auf den Verkehr achten zu müssen, konnten wir uns wesentlich mehr auf die Häuser, Geschäfte und kleinen Details am Straßenrand konzentrieren. Wenn wir selber mit dem Auto unterwegs waren, fanden wir es natürlich nicht lustig. Die Umwege für eigentlich 2 km, waren teilweise 20-30km, was bei jedem Ausflug Zeit gekostet hat.

Eine Gondel mitten im Ort

An der Lauterberger Straße/Ecke Herzog-Wilhelm-Straße stießen wir auf eine Gondel der Seilbahn. Eine Seilbahngondel mitten im Ort ist natürlich ein Blickfang und gleichzeitig ein schöner Hinweis darauf, wie eng Braunlage mit seinem Hausberg und dem Wintersport verbunden ist.

Seilbahngondel Wurmberg Braunlage

Die eigentliche Wurmbergseilbahn sollten wir auf unserer Runde später ebenfalls noch erreichen.

Das Wassermühlen-Monument

Weiter ging es zum Wassermühlen-Monument. Das große hölzerne Wasserrad lässt erahnen, welche Bedeutung die Wasserkraft früher für den Ort hatte. Braunlage entwickelte sich als Kur- und Wintersportort, war früher aber Zentrum für Forstwirtschaft, Hüttenwesen und andere Gewerbe.

Wassermühlen-Monument Braunlage
Wassermühlen-Monument Braunlage
Wassermühlen-Monument Braunlage

Heute ist das Rad vor allem ein schönes Fotomotiv und eine dieser Sehenswürdigkeiten, an denen man vermutlich vorbeifährt, ohne sie richtig wahrzunehmen. Zu Fuß sieht die Sache allerdings ganz anders aus.

Mit Emma an der Warmen Bode entlang

Nach so viel Ortsgeschichte wurde es wieder etwas grüner. Unser Weg führte uns ein Stück an der Warmen Bode entlang. Sie fließt durch Braunlage und gehört einfach zum Ortsbild.

Warme Bode Braunlage
Warme Bode Braunlage

Für Emma war dieser Abschnitt natürlich wesentlich interessanter als irgendwelche historischen Gebäude. Überall gab es etwas zu riechen und zu untersuchen.

StrandBerg’s im Designhotel Viktoria

Zurück zwischen den Häusern kamen wir am Designhotel Viktoria mit dem StrandBerg’s Restaurant vorbei. Schon das Gebäude fällt auf: Die rote Holzfassade, der kleine Turm und die typische Harzer Architektur machen es zu einem Hingucker an der Straße.

Designhotel Viktoria - Braunlage

Wir waren an diesem Tag allerdings nicht auf kulinarischer Entdeckungstour. Für uns ging es weiter zur nächsten historischen Station.

Die Trinitatis-Kirche

Kaum zu übersehen ist die rote Trinitatis-Kirche. Die heutige Kirche wurde 1887 bis 1889 errichtet. Die Holzfassade passt wunderbar in das Harzer Ortsbild und machte die Kirche für uns natürlich auch zu einem Fotomotiv.

Trinitatis-Kirche Braunlage
Trinitatis-Kirche Braunlage
Trinitatis-Kirche Braunlage

Wer nur einen schnellen Blick auf das Gebäude wirft, übersieht allerdings zwei weitere geschichtliche Zeugnisse unmittelbar an der Kirche.

Die Luther-Eiche

Direkt an der Trinitatis-Kirche steht die Luther-Eiche. Diese Erinnerungsbäume begegnen einem in vielen deutschen Orten. Für uns gehörte die Eiche deshalb unmittelbar zur Erkundung des kleinen Areals rund um die Kirche.

Luthereiche Braunlage
Luthereiche Braunlage

Am 11.11.1917 wurde die Luthereiche im Gedenken an Martin Luther und sein wirken als Reformator gepflanzt. Und während wir Menschen wieder einmal Schilder und Gebäude betrachteten, hatte Emma vermutlich längst ganz andere interessante Dinge entdeckt.

Das Kriegsmahnmal

Vor der Kirche befinden sich außerdem ein Kriegsmahnmal. Es erinnert unter anderem an die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 und des Ersten Weltkriegs. Später kam eine Gedenkstele für den Todesmarsch von 1945 hinzu.

Kriegsmahnmal Braunlage
Kriegsmahnmal Braunlage
Kriegsmahnmal Braunlage

Ein stiller Ort mitten im heutigen Braunlage, der daran erinnert, dass hinter einem modernen Ferienort immer auch eine lange Ortsgeschichte steht.

Gedenkstele an die Todesmärsche von 1945

Zwischen all den Sehenswürdigkeiten und schönen Eindrücken erinnert in Braunlage auch eine Gedenkstele an ein dunkles Kapitel der Geschichte.

Vom 6. bis 8. April 1945 wurden mehrere große Kolonnen von KZ-Häftlingen durch Braunlage getrieben. Unter Bewachung der SS befanden sie sich auf Todesmärschen aus den Lagern des KZ Mittelbau-Dora bei Nordhausen und des KZ Gandersheim. Viele der geschwächten Menschen überlebten diese Märsche nicht.

Gedenkstele Braunlage

Die Gedenkstele erinnert heute an ihr Schicksal und mahnt mit den Worten:

„Ehre ihrem Andenken!“

Auch solche Orte gehören für uns zu einer Erkundung dazu. Sie sind keine Sehenswürdigkeit im klassischen Sinne, aber wichtige Erinnerungsorte, an denen man nicht einfach achtlos vorbeigehen sollte.

Die Herzog-Wilhelm-Straße

Anschließend führte unser Spaziergang wieder durch das lebendigere Braunlage. Von hier hatten wir einen schönen Blick über die Herzog-Wilhelm-Straße mit ihren Geschäften, Restaurants und Bars. Wegen Ostern waren manche Häuser auch österlich geschmückt.

Herzog-Wilhelm-Straße - Braunlage
Herzog-Wilhelm-Straße - Braunlage
Herzog-Wilhelm-Straße - Braunlage

Gerade weil die Straße aufgrund der Bauarbeiten deutlich ruhiger war als gewöhnlich, konnten wir Braunlage einmal aus einer etwas anderen Perspektive erleben. Normalerweise ist dies schließlich eine der zentralen Verkehrs- und Geschäftsachsen des Ortes.

Der Eichhörnchen-Brunnen

Und dann begegnete uns wieder eine dieser kleinen Sehenswürdigkeiten, die wir besonders mögen, der Eichhörnchen-Brunnen.

Eichhörnchen-Brunnen Braunlage
Eichhörnchen-Brunnen Braunlage

Gerade solche Figuren, Brunnen und kleinen Besonderheiten machen einen Spaziergang durch einen Ort interessant. Und wer mit offenen Augen unterwegs ist, entdeckt meist wesentlich mehr als erwartet.

Adventure Golfpark Braunlage

Unser nächster Wegpunkt war der Adventure Golfpark Braunlage. Hier wird Minigolf etwas anders gespielt als auf der klassischen Anlage mit Betonbahnen.

Adventure Golfpark Braunlage

Für uns blieb es bei einem Blick auf die Anlage, schließlich hatten wir mit Emma noch einiges vor. Aber gut zu wissen, Hunde sind im Golfpark an der Leine erlaubt.

Das Eisstadion Braunlage

Mit seiner ungewöhnlichen Dachkonstruktion fällt das Eisstadion Braunlage sofort ins Auge und das schon von weitem. Und auch hier sind Hunde an der Leine erlaubt, allerdings natürlich nicht auf der Eisfläche wegen der Verletzungsgefahr für Hund und Mensch. Bei unserem Besuch, war es allerdings geschlossen.

Eisstadion Braunlage
Eisstadion Braunlage
Eisstadion Braunlage

Dass Wintersport in Braunlage Tradition hat, überrascht natürlich nicht. Bereits 1883 begann hier die Geschichte des Skilaufs, und 1892 wurde der Skiklub Braunlage gegründet. Anfang des 20. Jahrhunderts folgten immer mehr Wintersportanlagen und Veranstaltungen. Das Eisstadion zeigt eine weitere Seite dieses Wintersportortes.

Die Wurmbergseilbahn

Und dann standen wir schließlich an der Wurmbergseilbahn. Damit schloss sich für uns fast ein kleiner Kreis. Am Anfang unseres Beitrags hatten wir vom Hasselkopf hinüber zum Wurmberg geschau und nun standen wir an der Seilbahn, die hinauf auf Braunlages Hausberg führt.

Wurmbergseilbahn Braunlage
Wurmbergseilbahn Braunlage

Für viele Besucher gehört eine Fahrt auf den Wurmberg wahrscheinlich zu einem Braunlage-Urlaub dazu. Für uns hieß es diesmal jedoch, weiter zu Fuß. Hunde dürfen natürlich in der Gondel der Wurmbergseilbahn für 2 Euro mitfahren und eine Maulkorbpflicht, gibt es nicht.

Das Sanatorium Dr. Barner

Eine der kulturhistorisch interessantesten Sehenswürdigkeiten auf unserer Runde war das Sanatorium Dr. Barner. Das 1900 von Friedrich Barner gegründete Sanatorium ist weit mehr als irgendein altes Klinikgebäude. Der Jugendstil-Architekt Albin Müller prägte seine Gestaltung maßgeblich.

Sanatorium Dr. Barner
Sanatorium Dr. Barner
Sanatorium Dr. Barner

Seit 1994 steht das Ensemble aus Gebäuden, Ausstattung und Parkanlagen als Kulturdenkmal unter Schutz. Für seine Restaurierung erhielt es 2018 sogar den Europa Nostra Award mit Grand Prix. Von außen ahnt man kaum, was sich hinter den Mauern verbirgt.

Zum Abschluss in den Kurpark Braunlage

Zum Ende unserer Runde wurde es noch einmal richtig grün, denn wir erreichten den Kurpark Braunlage.

Kurpark Braunlage
Kurpark Braunlage
Kurpark Braunlage

Die ersten Kuranlagen entstanden hier ab 1908. Heute besteht der Park aus einem unteren und einem oberen Bereich. Gerade der obere Kurpark war für unsere Runde interessant, denn hier befinden sich unter anderem die Steinklippe und das Von-Langen-Denkmal.

Emma entdeckt Alpakas

Doch Geschichte war Emma in diesem Moment ziemlich egal. Denn plötzlich gab es etwas wesentlich Spannenderes zu sehen: Alpakas! Die Tiere von AlpakHarz Tours standen auf ihrer Weide und selbstverständlich blieben sie von Emma nicht unbemerkt und mussten ausgiebig bestaunt werden.

AlpakHarz Tours - Braunlage
AlpakHarz Tours - Braunlage
AlpakHarz Tours - Braunlage

Emma setzte sich hin und beobachtete die Alpakas ganz genau. Einige der Alpakas schienen mindestens genauso neugierig auf den Besucher vor ihrem Zaun zu sein. Für uns definitiv einer der schönsten kleinen Momente dieser Runde.

Die Steinklippe

Danach ging es hinauf zur Steinklippe. Der felsige Aussichtspunkt liegt im oberen Kurpark und bietet einen schönen Blick über Braunlage und die umliegenden Höhen. Auch der offizielle Von-Langen-Rundweg startet hier.

Steinklippe - Braunlage
Steinklippe - Braunlage

Nach unserem langen Spaziergang war das ein schöner Ort, um noch einmal stehen zu bleiben und zurück auf Braunlage zu schauen. Natürlich musste auch Emma die Aussicht begutachten.

Braunlage von oben

Von hier oben sieht Braunlage plötzlich ganz anders aus. Zwischen den Bäumen liegen die Häuser des Ortes unter uns, dahinter ziehen sich die bewaldeten und offenen Höhen des Harzes entlang.

Braunlage
Braunlage

Und genau solche Aussichtspunkte mögen wir besonders. Kein großes Spektakel, sondern einfach ein schöner Platz, an dem man ein paar Minuten bleiben und die Umgebung genießen kann.

Das Von-Langen-Denkmal

Auf der Steinklippe befindet sich außerdem das Von-Langen-Denkmal.

Es erinnert an Johann Georg von Langen (1699–1776), einen Forstreformer und Industriepionier, dessen Wirken eng mit Braunlage verbunden war. Er setzte sich unter anderem für eine planmäßige und nachhaltigere Forstwirtschaft ein und führte Mitte des 18. Jahrhunderts die Kartoffel in Braunlage ein.

Von-Langen-Denkmal - Braunlage

Außerdem war er an der Gründung der Porzellanmanufaktur Fürstenberg beteiligt. Damit endete unsere Runde tatsächlich noch einmal mit einem Stück Braunlager Geschichte.

🐾 Unser Fazit: Braunlage lohnt sich auch abseits der großen Wanderwege

Braunlage verbinden wahrscheinlich die meisten zuerst mit Wurmberg, Wintersport und Wandern. Unser Spaziergang hat uns aber gezeigt, dass es sich lohnt, auch einmal direkt durch den Ort zu laufen.

Manchmal braucht es eben gar keine spektakuläre Wanderung. Ein Hund, gutes Wetter und genügend Zeit, auch einmal rechts und links des Weges zu schauen, reichen für ein kleines Pfoten-Abenteuer völlig aus. 🐾

Unser Tipp: Wer ohnehin in Braunlage Urlaub macht, sollte nicht nur zum Wurmberg fahren. Nehmt euch ruhig ein paar Stunden Zeit und erkundet den Ort zu Fuß. Viele der kleinen Sehenswürdigkeiten liegen direkt am Weg und mit einem Abstecher in den Kurpark lässt sich daraus eine abwechslungsreiche Runde mit Hund machen.

🐾 Weiterführende Links & Quellen

Weitere Informationen, offizielle Webseiten und die für diesen Beitrag verwendeten Quellen haben wir für euch auf unserer separaten Link- und Quellenseite zusammengestellt: Braunlage – Quellen & Links

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Stables Cottage – Rye

Während unserer England-Reisen 2017 und 2018 hatten wir eine Unterkunft, in die wir besonders gerne zurückgekehrt sind: das Stables Cottage auf der Cadborough Farm bei Rye.

Schon der Name verrät ein wenig über das kleine Ferienhaus. Das Gebäude war ursprünglich ein Stall und stammt aus dem frühen 19. Jahrhundert. Später wurde es zu einem gemütlichen Ferienhaus umgebaut. Das Stables Cottage ist für zwei Personen ausgelegt. Wir waren allerdings zu dritt unterwegs, dazu später mehr.

Ein ganz wesentlicher Grund für unseren zweiten Besuch, war für uns auch die persönliche Atmosphäre. Die Vermieterin Jane wohnte direkt nebenan und war unglaublich nett. Dadurch fühlten wir uns bei unseren Aufenthalten nicht wie an irgendeiner anonymen Ferienadresse, sondern wirklich willkommen.

Auf einen Blick

📍 LageCadborough Farm bei Rye, East Sussex
🏡 UnterkunftKleines freistehendes Ferienhaus
🛏️ SchlafplätzeRegulär für 2 Personen
🍳 KücheEigene, komplett ausgestattete Küche
🚗 ParkplatzEigener Parkplatz direkt an der Unterkunft
🌳 AußenbereichEigener kleiner Garten
📶 WLANVorhanden
🐾 Haustiere1 kleiner Hund erlaubt

Stables Cottage

Das Stables Cottage ist eines von insgesamt 4 angebotenen Ferienwohnungen auf der Cadborough Farm. Es ist nach unserem Wissen auch das kleinste von allen, war für uns für den Anfang aber völlig ausreichend gewesen.

📍 Lage

Das Stables Cottage gehört zu den Cadborough Farm Cottages und liegt etwas außerhalb von Rye in East Sussex, oben auf dem Berg. Für uns war die Lage während unserer England-Reisen ideal, denn von hier aus konnten wir zahlreiche Ziele in der Umgebung erreichen und hatten gleichzeitig eine ruhige Unterkunft, in die wir am Abend zurückkehren konnten.

Besonders praktisch war für uns die Anreise mit dem Auto. Zum Cottage gehörte ein eigener Parkplatz direkt vor der Tür. Das war gerade bei unseren vielen Ausflügen ausgesprochen angenehm: zurückkommen, Auto abstellen und fertig. Keine Parkplatzsuche und kein weiter Weg mit Taschen und Einkäufen.

Die Farm ist etwa eine Meile vom historischen Rye entfernt. Von den Cottages gibt es außerdem einen direkten Zugang zu einem Farmweg mit Ausblicken in Richtung Rye und Umgebung.

🧹 Sauberkeit

Auch bei der Sauberkeit hatten wir während unserer Aufenthalte nichts zu beanstanden. Das Cottage machte einen sauberen und gepflegten Eindruck, sodass wir uns von Anfang an wohlfühlten.

Gerade bei einer Ferienwohnung beziehungsweise einem Ferienhaus ist uns das besonders wichtig. Schließlich verbringt man hier meist deutlich mehr Zeit als in einem Hotelzimmer, benutzt die Küche und macht es sich abends auch einmal im Wohnzimmer gemütlich.

🤝 Service & Vermieter

Dieser Punkt ist beim Stables Cottage für uns etwas Besonderes. Die Vermieterin Jane wohnte direkt nebenan und wir haben sie als wahnsinnig nette und herzliche Gastgeberin kennengelernt.

Auch dass wir damals zu dritt unterwegs waren, obwohl das Cottage eigentlich für zwei Personen gedacht ist, war kein Problem. Für Martin wurde einfach ein zusätzliches Bett im Wohnzimmer aufgestellt.

Genau diese persönliche Betreuung ist etwas, das ein kleines privat geführtes Ferienhaus von einer anonymen Unterkunft unterscheiden kann. Dass wir im folgenden Jahr wiederkamen, sagt eigentlich schon einiges darüber aus, wie wohl wir uns dort gefühlt haben.

🛏️ Komfort

Das Stables Cottage ist kein riesiges Ferienhaus, sondern eine gemütliche Unterkunft, die regulär für zwei Personen ausgelegt ist. Besonders interessant ist die Abgrenzung einer Pferdebox im Wohnzimmer, die noch aus den Zeiten stammt, wo das Cottage ein Stall gewesen ist.

Im Schlafzimmer befindet sich ein großes Bett, dass alternativ auch als zwei Einzelbetten genutzt werden kann. Dazu kommen ein separates Duschbad sowie ein großzügiger Wohnbereich mit Essplatz.

Da wir zu dritt waren, schlief Martin auf dem zusätzlich aufgestellten Bett im Wohnzimmer. Wegen der Größe und Aufteilung des Wohnzimmers, störte es auch nicht. Nur ist der Zugang zum Bad über das Schlafzimmer möglich, wodurch es dann als Durchgangsraum genutzt werden musste.

Für uns funktionierte diese Lösung damals sehr gut und wir hatten alles, was wir für unseren Aufenthalt brauchten.

🏡 Ausstattung

Auch bei der Ausstattung konnte uns das Stables Cottage überzeugen. Neben dem Schlafzimmer und dem Wohnbereich gab es eine separate Küche, sodass wir uns während unseres Aufenthalts selbst versorgen konnten.

Das Cottage bietet auch heute eine umfangreiche Ausstattung mit unter anderem Geschirrspüler, Mikrowelle und Waschmaschine. Dazu kommen WLAN, Fernseher/DVD sowie ein eigener kleiner Garten. Bettwäsche und Handtücher werden ebenfalls bereitgestellt.

Damit bot uns das Ferienhaus alles, was wir für einen längeren Aufenthalt benötigten. Wie es sich für England gehört, gab es natürlich auch für uns die leckeren Torten, die man dort überall kaufen kann. Für Martin musste es unbedingt eine Minion-Torte sein.

Der Essbereich ist vom Rest abgetrennt und bietet ausreichend Platz zum Essen für 3 Personen. Besonders schön fanden wir den eigenen Außenbereich. Gerade bei einem Ferienhaus gehört es für uns einfach dazu, auch einmal draußen sitzen zu können.

💶 Preis-Leistung

Auch mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis waren wir bei unseren Aufenthalten sehr zufrieden. Das Stables Cottage kostet je nach Saison zwischen ca. 525-800 Pfund pro Woche.

Wir bekamen nicht einfach nur ein Zimmer, sondern ein komplettes kleines Ferienhaus mit Schlafzimmer, Wohn- und Essbereich, eigener Küche, Bad, Außenbereich und eigenem Parkplatz.

Hinzu kamen die ruhige Lage und die persönliche Betreuung durch Jane. Im Garten gab es ebenfalls einen tollen Sitzbereich und man hatte die Möglichkeit im Garten zu frühstücken. Der Gasgrill, der einem zur Verfügung steht, war auch sehr wertvoll. Man konnte grillen und das Essen gleich im Garten genießen. Für uns hat das Gesamtpaket deshalb gestimmt.

🚗 Parken

Beim Parken konnte das Stables Cottage bei uns richtig punkten. Der eigene Parkplatz befand sich direkt vor der Unterkunft, quasi vor dem Gartentor. Durch die hohen Mauern und das Gartentor, war man weitestgehend von den Blicken anderer geschützt.

Gerade wenn man im Urlaub viel mit dem Auto unterwegs ist, weiß man so etwas irgendwann sehr zu schätzen. Nach einem langen Ausflug mussten wir nicht erst einen Parkplatz suchen oder unser Gepäck weit tragen. Auto abstellen, ein paar Schritte gehen, angekommen.

Unser Fazit zum Stables Cottage

Manchmal merkt man am besten daran, wie gut einem eine Unterkunft gefallen hat, ob man sie ein zweites Mal bucht. Beim Stables Cottage war die Entscheidung für uns offensichtlich, denn wir waren zwei Jahre hintereinander dort.

Das kleine Ferienhaus bot uns alles, was wir für unsere England-Reisen brauchten. Wir hatten eine eigene Küche, einen gemütlichen Wohnbereich, ein separates Schlafzimmer, einen eigenen Außenbereich und vor allem einen Parkplatz direkt vor der Tür.

Dass wir eigentlich zu dritt waren, obwohl das Cottage für zwei Personen ausgelegt war, wurde damals unkompliziert mit einem zusätzlichen Bett für Martin im Wohnzimmer gelöst.

Besonders in Erinnerung geblieben ist uns aber Jane. Mit ihrer freundlichen und herzlichen Art trug sie ganz wesentlich dazu bei, dass wir uns im Stables Cottage so wohlgefühlt haben.

Es war eben nicht einfach nur eine Unterkunft für die Nacht, sondern während unserer England-Reisen ein kleines Zuhause auf Zeit. Und dass wir im nächsten Jahr wieder vor Janes Tür standen, ist vermutlich die beste Bewertung, die wir dem Stables Cottage geben können.

🐾 Haustier-Info

Hunde sind im Stables Cottage willkommen, allerdings mit Einschränkung. Ein kleiner, gut erzogener Hund pro Cottage darf mitgebracht werden. Die Hunde müssen stubenrein sein, dürfen nicht auf die Möbel und müssen unter Kontrolle gehalten werden. Jedes Cottage besitzt außerdem einen eigenen eingezäunten Garten.

Emma gab es bei unseren Aufenthalten 2017 und 2018 noch. Da sie als Golden Retriever aber definitiv nicht unter „kleiner Hund“ fällt, wäre das Stables Cottage für uns heute mit Emma vermutlich keine passende Unterkunft mehr. Aber wer weiß, vielleicht könnte man darüber ja auch mit Jane sprechen.

Weitere Infos zum Stables Cottage, findest du hier: https://cadborough.co.uk/

Märchenpfad Braunlage – auf märchenhafter Spurensuche mit Hund

Manchmal sind es gar nicht die großen Wanderungen, die einem besonders in Erinnerung bleiben. Manchmal reicht ein Spaziergang, bei dem man plötzlich anfängt, nach Märchenfiguren zu suchen, Rätsel zu lösen und dabei deutlich mehr durch einen Kurpark läuft als ursprünglich gedacht.

Genau so erging es uns auf dem Märchenpfad in Braunlage. Gemeinsam mit Emma machten wir uns auf die Suche nach neun Märchenstationen, die rund um den Kurpark verteilt sind. Was zunächst nach einer einfachen kleinen Runde klang, entwickelte sich bei uns allerdings zu einer richtigen Spurensuche.

Und damit ihr es etwas leichter habt als wir, findet ihr weiter unten auch unsere interaktive Karte mit einer sinnvollen Reihenfolge aller neun Stationen.

Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage
Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage
Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage

Der Märchenpfad in Braunlage

Der Märchenpfad führt durch den Bereich des Braunlager Kurparks. An insgesamt neun Stationen warten bekannte Märchen der Brüder Grimm. Infos zum Märchenpfad, findet ihr hier: Märchenpfad Braunlage

Jede Station besteht aus einer Tafel mit dem Namen des Märchens, Zeichnungen und einem kleinen Rätsel. Dabei fehlt in einem kurzen Vers jeweils ein Wort. Wer das Märchen kennt, dürfte bei vielen Fragen ziemlich schnell auf die Lösung kommen.

Auf den Tafeln wird außerdem darauf hingewiesen, dass Quizkarten in der Stadt- und Schulbibliothek Braunlage sowie in der Tourist-Info erhältlich sind. Wir waren allerdings ohne Quizkarte unterwegs und haben die Stationen einfach auf eigene Faust gesucht.

Die neun Märchen

Die Stationen gehören zu:

  1. Schneeweißchen und Rosenrot
  2. Rumpelstilzchen
  3. Aschenputtel
  4. Hänsel und Gretel
  5. Rapunzel
  6. Dornröschen
  7. Schneewittchen
  8. Rotkäppchen
  9. König Drosselbart

Wichtig: Die Nummern der Fragen ergeben nicht automatisch die beste Reihenfolge für den Rundgang. Genau das sollte uns bei unserer Suche noch beschäftigen.

Unsere Märchensuche beginnt

Mit Emma ging es also in den Kurpark. Eigentlich klingt die Aufgabe denkbar einfach: neun Tafeln finden, neun Rätsel lösen und dabei eine gemütliche Runde drehen. Ganz so geradlinig lief es bei uns nicht.

Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage
Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage
Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage

Die Stationen sind im Park verteilt und wenn man ihre Positionen vorher nicht kennt, läuft man schnell an einer Stelle vorbei oder später noch einmal in eine Richtung zurück, in der man eigentlich schon gewesen ist.

Für Emma war das natürlich kein Problem. Mehr gelaufene Meter bedeuten schließlich auch mehr Stellen, an denen man ausgiebig schnüffeln kann. Für uns wurde aus dem Märchenpfad dadurch allerdings eher eine kleine Märchen-Schatzsuche. Da wir trotz allem hin und her, eine Station nicht gefunden hatten, kamen wir am nächsten Tag noch einmal her, diesmal von der anderen Seite oben im Kurpark und siehe da, wir haben die letzte Station gefunden.

Die neun Rätsel des Märchenpfads

Wer den Märchenpfad selbst besuchen möchte, kann jetzt miträtseln. Deshalb verraten wir die fehlenden Wörter zunächst nicht.

Schneeweißchen und Rosenrot – Frage 1

Ein ___ besuchte einst im Winter
In Ihrem Haus zwei schöne Kinder.
Im Frühjahr, wenn die Vögel singen,
Sieht man ihn durch die Wälder springen.

Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage

Kennt ihr die Geschichte noch und wisst, wer hier gesucht wird?

Rumpelstilzchen – Frage 2

Ums Feuer tanzt ein Männlein klein,
Reißt aus am Ende sich ein Bein,
Und Schuld daran hat ohne Zweifel
Der Beelzebub, genannt auch _____

Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage

Bei manchen Rätseln hilft nicht nur das Märchenwissen, sondern auch der Reim ein wenig weiter.

Aschenputtel – Frage 3

Zwei Schwestern, die zum Tanze gehen,
In Asche bleibt die dritte stehen,
Draus sammelt _____ sie ins Töpfchen,
Der Rest verschwind’t in Täubchens Kröpfchen

Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage

Wer Aschenputtels berühmten Spruch kennt, dürfte hier ziemlich schnell wissen, was in das Töpfchen gehört.

Hänsel und Gretel – Frage 4

Zwei Kinder sind allein im Wald,
Es hungert sie; ihnen ist kalt,
Und als sie ‚was zu essen suchen,
Steht dort ein Haus aus ___________

Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage

Dieses Rätsel dürfte wohl zu den einfacheren gehören. Wer hätte bei einem essbaren Haus schließlich nicht sofort eine bestimmte Geschichte im Kopf?

Rapunzel – Frage 5

Sie lebt im Turm schon manches Jahr,
Der Weg hinauf war nur ihr ___
Das sie auf Zuruf fallen ließ.
Erschien ein Prinz, der hörte dies.

Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage

Auch hier verrät die Geschichte eigentlich schon ziemlich deutlich, was gesucht wird.

Dornröschen – Frage 6

_____ verbrannt, nur eine nicht,
Mit der sie sich den Finger sticht,
Dann schlief sie selig hinter Hecken,
Ein Königssohn kam, sie zu wecken

Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage

Ein kleiner Hinweis steckt bereits in der zweiten Zeile: Woran sticht Dornröschen sich?

Schneewittchen – Frage 7

Ein _____ so rot und rund,
Ein Mieder so leuchtend bunt,
Und ein Kamm so begehrlich,
All dies ward ihr gefährlich

Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage

Hier werden gleich mehrere Dinge erwähnt, mit denen Schneewittchen in Gefahr gebracht wurde. Aber welches davon fehlt?

Rotkäppchen – Frage 8

Wenn ein Mädchen mit Geschenken
Froh zu seiner Oma reist
Und es trifft den ____ im Walde,
weiß man, wie dies Märchen heißt

Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage

Bei diesem Rätsel dürfte die Lösung wohl schon beim Lesen des Märchennamens feststehen.

König Drosselbart – Frage 9

Mit einem Herzen hart wie Holz
Wies sie die Freier ab sehr stolz,
Bekam dann einen Bettelmann,
Bot auf dem Markte ______ an

Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage

König Drosselbart gehört vielleicht nicht zu den Märchen, deren Handlung heute noch jeder vollständig auswendig kennt. Damit wird die letzte Frage etwas kniffliger.

Ein Spaziergang durch den Kurpark

Der Märchenpfad ist natürlich nicht nur wegen der Rätsel interessant. Die Suche führt gleichzeitig durch den Kurpark von Braunlage, sodass man die Runde wunderbar mit einem normalen Spaziergang verbinden kann.

Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage
Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage
Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage

Gerade mit Hund fanden wir diese Kombination schön. Während wir nach der nächsten Märchentafel Ausschau hielten, hatte Emma genügend Gelegenheit, ihre eigene Version einer Schnitzeljagd zu veranstalten und sämtliche interessanten Gerüche am Wegesrand zu untersuchen.

Im Kurpark gibt es Wege, Sitzmöglichkeiten und weitere Bereiche, an denen man während der Runde auch einmal eine Pause einlegen kann. Dadurch muss man den Märchenpfad gar nicht möglichst schnell „abarbeiten“. Viel schöner ist es, sich Zeit zu lassen und den Park gleich mit zu erkunden.

Unsere Suche war allerdings nicht besonders effizient

Im Nachhinein mussten wir feststellen: Man kann den Märchenpfad deutlich geschickter laufen als wir.

Wir hatten die genaue Lage der einzelnen Tafeln vorher nicht und suchten entsprechend. Dadurch entstanden zusätzliche Wege und teilweise liefen wir durch Bereiche, in denen wir bereits gewesen waren.

Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage

Die Tracker-Aufzeichnung zeigt ziemlich schön, wie unsere tatsächliche Suche aussah. Für einen Erlebnisbericht ist das im Nachhinein sogar ganz lustig. Wer den Märchenpfad selbst besuchen möchte, muss unsere Umwege allerdings wirklich nicht nachmachen.

Deshalb haben wir die Positionen der Märchenstationen anschließend genauer ausgewertet und daraus eine sinnvollere Reihenfolge erstellt.

So geht es besser: unsere Karte zum Märchenpfad Braunlage

Für zukünftige Besucher haben wir die neun Stationen deshalb auf einer interaktiven Karte eingetragen. Anders als die Nummerierung der Fragen folgt unsere Reihenfolge der Lage der Stationen. Dadurch entsteht ein wesentlich sinnvollerer Rundgang:

Schneeweißchen und Rosenrot → Rotkäppchen → Aschenputtel → Rapunzel → Rumpelstilzchen → Schneewittchen → König Drosselbart → Dornröschen → Hänsel und Gretel

Die Karte basiert auf OpenStreetMap. Ihr könnt hinein- und herauszoomen und euch die tatsächliche Umgebung des Kurparks ansehen. Die neun Märchenstationen sind nummeriert und miteinander verbunden.

Die Verbindungslinie dient dabei zur Orientierung und zeigt die empfohlene Reihenfolge der Stationen. Sie ist keine automatisch berechnete Fußgängernavigation. Vor Ort folgt ihr natürlich den vorhandenen Wegen.

Märchenpfad mit Hund – unser Eindruck

Für einen Ausflug mit Hund eignet sich der Märchenpfad aus unserer Sicht gut, weil die Märchenstationen mit einem Spaziergang durch den Kurpark verbunden werden können.

Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage
Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage
Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage

Für Emma stand das Lösen der Märchenrätsel erwartungsgemäß nicht ganz oben auf der Prioritätenliste. Dafür gab es unterwegs genug zu entdecken und zu erschnüffeln. So zum Beispiel die Alpakas im oberen Kurpark. Hier hätte sie ewig schauen können.

Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage
Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage
Kurpark Braunlage - Märchenpfad Braunlage

Wer mit Hund unterwegs ist, kann aus der eigentlichen Märchenrunde außerdem problemlos einen längeren Spaziergang machen. Man muss nach der letzten Tafel schließlich nicht sofort umdrehen oder zum Ausgangspunkt zurückgehen, sondern kann weitere Wege durch Braunlage anschließen.

Für Familien mit Kindern hat der Pfad wiederum einen ganz anderen Reiz: Statt einfach nur durch den Park zu laufen, gibt es immer ein nächstes Ziel zu suchen und ein kleines Rätsel zu lösen. Einen Spielplatz für die Kinder und genug Sitzbereiche für ein kleines Picknick.

Unser Fazit zum Märchenpfad Braunlage

Der Märchenpfad ist kein klassischer Wanderweg und auch keine große Sehenswürdigkeit, für die man einen kompletten Urlaubstag einplanen müsste. Aber genau das muss er auch nicht sein.

Er macht aus einem normalen Spaziergang durch den Kurpark eine kleine Entdeckungstour. Die neun Tafeln sind individuell gestaltet und die Rätsel sorgen dafür, dass man sich unterwegs wieder an Märchen erinnert, die man vielleicht seit Jahren nicht mehr gelesen hat.

Und wir haben noch etwas gelernt:

Mit einer Karte ist die Märchensuche wesentlich einfacher.

Wir haben uns unsere zusätzlichen Meter eben als Bonus-Spaziergang für Emma angerechnet. Wer den Märchenpfad besuchen möchte, kann sich deshalb gern an unserer interaktiven Karte orientieren und die Stationen in einer sinnvolleren Reihenfolge ablaufen. Bis zu unserem nächsten Abenteuer, eure Emma.

Die Lösungen – nur spicken, wenn ihr wirklich nicht weiterkommt 😉

Lösungen anzeigen
  1. Schneeweißchen und Rosenrot – Bär
  2. Rumpelstilzchen – Teufel
  3. Aschenputtel – Linsen
  4. Hänsel und Gretel – Pfefferkuchen
  5. Rapunzel – Haar
  6. Dornröschen – Spindel
  7. Schneewittchen – Apfel
  8. Rotkäppchen – Wolf
  9. König Drosselbart – Geschirr

Kleiner Hinweis: Wir haben die Lösungen anhand der Rätsel auf den Märchentafeln sorgfältig ermittelt. Eine offizielle Lösungsliste lag uns jedoch nicht vor. Daher sind alle Angaben ohne Gewähr.

Tiergarten Halberstadt – Ein tierischer Ausflug mit Emma

Nach unserem Rundgang durch die wunderschöne Altstadt von Halberstadt durfte natürlich auch ein Besuch im Tiergarten Halberstadt nicht fehlen. Da Emma Tiere genauso spannend findet wie wir, war schnell klar, diesen Abstecher machen wir auf jeden Fall. Denn Hunde haben hier Zutritt und das gerade mal für 2 Euro, was wirklich fair ist.

KI generiertes Bild als Titelbild – alle anderen Bilder wurden während dem Besuch im Tiergarten Halberstadt selber fotografiert

Schon beim Betreten des Tiergartens fiel uns auf, wie gepflegt und liebevoll die gesamte Anlage gestaltet ist. Die Wege sind gut begehbar und führen vorbei an vielen verschiedenen Tiergehegen. Dabei begegnet man unter anderem Hirschen, Ziegen, Eseln, Waschbären, Affen, Vögeln und natürlich den Wildschweinen, die für unser wohl aufregendstes Erlebnis des Tages sorgten.

Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt

Ein Moment, der uns kurz den Atem raubte

Eigentlich wollten wir nur ein paar schöne Fotos von den Wildschweinen machen. Doch eines der Tiere hatte offenbar großes Interesse an Emma. Plötzlich kam es mit erstaunlichem Tempo auf den Zaun zugelaufen. Für einen kurzen Moment dachten wir wirklich, es würde gleich durch den Zaun brechen. Emma blieb zwar erstaunlich ruhig, aber wir erschraken uns ganz schön. Im Nachhinein können wir darüber schmunzeln. Das Wildschwein verfolgte uns komplett um das Gehege herum.

Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt

Entspannt unterwegs mit Hund

Abgesehen von diesem kleinen Schreckmoment war der Tiergarten für uns ein richtig schönes Ausflugsziel. Emma durfte uns an der Leine durch den gesamten Park begleiten und hatte sichtlich Spaß daran, die vielen neuen Gerüche und Tiere zu entdecken.

Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt

Besonders gefallen haben uns die zahlreichen Sitzmöglichkeiten, die im gesamten Tiergarten verteilt sind. So konnten wir zwischendurch ganz entspannt eine kleine Essenspause einlegen, während Emma sich im Schatten ausruhte und das bunte Treiben beobachtete. Gerade bei wärmeren Temperaturen ist das ein echter Pluspunkt.

Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt

Viele Tiere und schöne Fotomotive

Wer gerne fotografiert, kommt hier ebenfalls auf seine Kosten. Die Gehege bieten an vielen Stellen gute Möglichkeiten, die Tiere zu beobachten und schöne Erinnerungsfotos aufzunehmen. Wir haben an diesem Tag unzählige Bilder gemacht und hätten wahrscheinlich noch viel länger bleiben können. Gleich zu Beginn des Rundgangs, gab es Alpakas und Zwergziegen zu beobachten.

Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt

Ich glaube, danach kam Emma’s absolutes Highlight im Tierpark, die Shetlandponys mit Nachwuchs. Emma war ganz aus dem Häuschen vor Freude und wäre am liebsten Stundenlang vor dem Gehege geblieben. Sie hat sogar ein Küsschen vom Pony bekommen. Die Tiere waren aber auch verdammt süß.

Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt

Danach kamen wir bei den Schafen vorbei, da musste Emma niesen. Wahrscheinlich haben die nicht ganz so gut gerochen. Die Esel fand sie auch wieder ziemlich spannend, was uns jetzt schon mehrfach bei den Tierparkbesuchen aufgefallen ist. Wahrscheinlich, weil sie selber gerne mal bockt wie ein Esel, wenn sie den Gassiweg nicht mag. Interessant fand sie auch den Mähnenspringer, den ich vorher noch gar nicht kannte.

Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt

Die großen Maras lagen chillig in der Ecke und der Anblick von Emma, hat sie gar nicht gestört. Die fand Emma auch nicht ganz so interessant, sie waren ihr wohl einfach zu langweilig. Also ging es schnell weiter zum nächsten Gehege.

Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt

Dort warteten schon ihre Lieblinge, die sie regelmäßig bei Gassirunden im Feld sieht, die Rehe/Hirsche. Die waren auch relativ entspannt, aber als Emma sich freute und wie ein Flummi hüpfte, kam gleich der Chef vorbei um für Ruhe zu sorgen. Da hatte Emma auch etwas Respekt.

Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt

Den Emu hat sie ganz verwundert angeschaut und ich hätte gerne gewusst, was sie in dem Moment denkt. Auch ein Berberaffe, chillte oben im Baum und hat von dort aus die Besucher im Tiergarten beobachtet.

Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt

Vogelfans kommen hier auch auf ihre Kosten

Es gibt unzählige Gehege mit Papageien, Zebrafinken, Wellensittichen und viele weitere, wunderschöne Vögel, deren Name ich nicht kenne. Aber es ist alles genau beschriftet und die Vogelkenner wissen eh, was sie vor sich sehen.

Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt

Natürlich gibt es auch verschiedene Greifvögel und Schneeeulen zu betrachten. Schneeeulen haben für mich immer etwas majestätisches, alleine schon vom Blick her, wie sie einen anschauen.

Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt

Emma hat historische Überreste im Tierpark gefunden

Mitten im Tierpark, bei den Vogelgehegen, befinden sich Teile der Vorhöhle zur Scheibenhöhle, welche von Freiherr von Spiegel erbaut wurde. Zudem gibt es hier eine Neue Schießanlage aus dem 18. Jahrhundert.

Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt

Dann kamen wir noch an den Erdmännchen vorbei, die Emma auch jedes mal ganz interessiert beobachtet. Es gibt noch viele weitere Tiere hier im Tiergarten, es gibt wirklich viel zu sehen. Der Tiergarten wirkt insgesamt angenehm ruhig und bietet ausreichend Platz, sodass sich der Besuch auch mit Hund sehr entspannt anfühlt.

Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt
Tiergarten Halberstadt

Unser Fazit

Der Tiergarten Halberstadt hat uns wirklich positiv überrascht. Die gepflegte Anlage, die große Vielfalt an Tieren, die vielen Sitzgelegenheiten und die hundefreundliche Atmosphäre haben den Besuch zu einem gelungenen Erlebnis gemacht.

Tiergarten Halberstadt

Wenn ihr mit eurem Vierbeiner in Halberstadt unterwegs seid und einen entspannten Zwischenstopp sucht, können wir euch den Tiergarten auf jeden Fall empfehlen. Plant etwas Zeit ein, genießt die Natur und haltet eure Kamera bereit. Denn schöne Fotomotive gibt es hier an fast jeder Ecke. Bis zum nächsten Abenteuer, eure Emma

Alle Infos zum Tiergarten Halberstadt, findet ihr hier: Tiergarten Halberstadt

Duderstadt mit Hund – Fachwerk, Geschichte und gemütliche Altstadt

Duderstadt liegt im südlichen Niedersachsen mitten im Eichsfeld und gehört zu den Städten, bei denen sich ein Rundgang besonders lohnt. Die historische Altstadt ist erstaunlich geschlossen erhalten geblieben und wird von mehr als 600 Fachwerkhäusern aus unterschiedlichen Epochen geprägt. Dazwischen finden sich Kirchen, Brunnen, Skulpturen und immer wieder Spuren der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Duderstadt mit Hund lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden und so haben wir uns gemeinsam mit Emma auf den Weg gemacht und zahlreiche Sehenswürdigkeiten entdeckt.

Parken in Duderstadt

In Duderstadt gibt es mehrere Möglichkeiten zu parken, aber wir haben uns für den Großraumparkplatz entschieden, da dieser relativ zentral gelegen ist. Die Parkgebühren dort können bequem per App bezahlt werden.

Duderstadt mit Hund: Rundgang durch die Altstadt

Direkt am Großraumparkplatz befinden sich Teile der Stadtmauer im Nordwesten der Stadt.. Die ursprünglich rund 1,7 Kilometer lange Mauer entstand im 13. Jahrhundert und war Teil eines ausgeklügelten Befestigungssystems aus Mauern, Wall, Gräben und Warten. Besonders schön verbindet sich die historische Mauer mit den grünen Wallanlagen, die die Altstadt umgeben.

Stadtmauer Duderstadt
Stadtmauer Duderstadt

Unser nächstes Ziel war der Pferdebrunnen in unmittelbarer Nähe der St.-Servatius-Kirche. Dass ausgerechnet hier Pferde dargestellt werden, ist kein Zufall, denn bereits seit dem 15. Jahrhundert befand sich an dieser Stelle der Duderstädter Pferdemarkt. Hier haben Bauern, Pferdezüchter und Ackerbürger ihre Arbeitstiere verkauft. Heute ist der Brunnen ein schöner Einstieg in die historische Altstadt und erinnert gleichzeitig an einen Teil des früheren Wirtschaftslebens der Stadt.

Pferdebrunnen Duderstadt

Direkt am unteren Ende der Marktstraße erhebt sich St. Servatius, die deshalb auch als „Unterkirche“ bezeichnet wird. Mit dem Bau der spätgotischen, dreischiffigen Hallenkirche wurde um 1370 begonnen und der Bau dauerte bis ca. 1520. Nach einem schweren Brand im Jahr 1915 wurde die Kirche restauriert und erhielt eine Ausstattung im ausgehenden Jugendstil. Auch der heutige 64 Meter hohe Turm entstand beim Wiederaufbau.

St. Servatius Duderstadt
St. Servatius Duderstadt
St. Servatius Duderstadt

Entlang der Marktstraße

Von St. Servatius führt die Marktstraße, wo auch regelmäßig der Markt stattfindet, mitten durch die historische Altstadt bis hinauf zur Basilika St. Cyriakus. Auffällig ist vor allem ihre ungewöhnliche Breite. Die Straße ist von historischen Fachwerkhäusern gesäumt. Es gibt hier mehr als 600 bunte Fachwerkhäuser unterschiedlicher Stilepochen. Mitten durch die Marktstraße fließt außerdem die Brehme. Duderstadt gehört zu den besonders sehenswerten Fachwerkstädten Deutschlands.

Marktstraße - Altstadt - Duderstadt
Marktstraße - Altstadt - Duderstadt
Marktstraße - Altstadt - Duderstadt

Auf der Marktstraße begegneten wir auch einem Stück jüngerer deutscher Geschichte: dem Wiedervereinigungsbrunnen, der eigentlich eher eine Skulptur innerhalb des Wasserlaufs der Brehme ist. Geschaffen wurde das Kunstwerk von Karl-Henning Seemann und 1994 im Rahmen der Landesgartenschau errichtet. Zwei Figuren bewegen sich aufeinander zu, scheinen sich jedoch trotz ihrer Nähe nicht berühren zu können.

Wiedervereinigungsbrunnen Duderstadt
Wiedervereinigungsbrunnen Duderstadt

Nur wenige Schritte weiter führt Duderstadt noch wesentlich weiter zurück in die Vergangenheit. Der Pranger erinnert an eine Zeit, in der Rechtsprechung und Bestrafung nicht hinter verschlossenen Türen stattfanden, sondern bewusst öffentlich sichtbar gemacht wurden. Menschen, die gegen geltendes Recht verstoßen hatten, konnten am Pranger zur Schau gestellt und damit zusätzlich gesellschaftlich gedemütigt werden.

Pranger Duderstadt
Pranger Duderstadt
Pranger Duderstadt

Eines der beeindruckendsten Gebäude unseres Rundgangs ist das historische Rathaus. Seine Baugeschichte lässt sich bis ins Jahr 1302 zurückverfolgen. Ursprünglich entstand hier ein „Kophus“, also ein Kaufhaus für die Händler der Stadt. Später wurde das Gebäude unter anderem als Rathaus, Verwaltungs- und Gerichtsgebäude genutzt. Der Südflügel entstand 1432, Laube und Fachwerk um 1530 und die Renaissance-Treppe 1673/74. Im Inneren kann man sogar auf neun Ebenen vom historischen Gewölbekeller bis hinauf in den Turm auf Entdeckungsreise gehen.

Rathaus Duderstadt
Rathaus Duderstadt
Rathaus Duderstadt

Etwas abseits der großen Marktstraße erreichten wir den Gropenmarkt. Auch hier begegnet uns mit dem Brunnen wieder das Element Wasser, das an vielen Stellen zum Duderstädter Stadtbild gehört. Der historische Platz ist von Fachwerkbebauung umgeben und wirkt deutlich kleiner und ruhiger als die breite Marktstraße.

Gropenmarkt Duderstadt
Gropenmarkt Duderstadt

Zurück am Rathaus lohnt sich auch ein Blick auf den Ratskeller. Gewölbekeller gehörten bei mittelalterlichen Rathäusern häufig zu den Funktionsräumen. Auch in Duderstadt ist der historische Ratsweinkeller Teil des Rathauskomplexes. Die alten Kellergewölbe reichen unter das Gebäude. Sie gehören zur Erlebnisstation des Rathauses. Neben dem Ratsweinkeller befinden sich dort die sogenannte Salzkammer und Bereiche, die sich mit der früheren Gerichtsbarkeit beschäftigen.

Ratskeller Duderstadt
Ratskeller Duderstadt

Auf unserem weiteren Weg kamen wir an der Mariensäule vorbei. Religiöse Bildwerke gehören im katholisch geprägten Eichsfeld zum Stadt- und Landschaftsbild. Die auf einer hohen Säule stehende Marienfigur fällt bereits aus einiger Entfernung ins Auge und bildet einen interessanten Kontrast zu den umliegenden Fachwerkfassaden. So ist sie nicht nur ein religiöses Denkmal, sondern auch ein markanter Orientierungspunkt auf dem Weg durch die obere Marktstraße.

Mariensäule Duderstadt
Mariensäule Duderstadt
Mariensäule Duderstadt

Rund um St. Cyriakus

Zwischen Mariensäule und St. Cyriakus steht der Schützenbrunnen, der deutlich jünger ist, als man angesichts der historischen Umgebung vielleicht zunächst vermuten würde. Geschaffen wurde er 1997 vom Bildhauer Rudi Pabel anlässlich des Jubiläums „750 Jahre Braunschweigische Stadtrechte in Duderstadt“. Der Brunnen erinnert an die lange Tradition der Duderstädter Schützengesellschaft und ihre enge Verbindung mit der Stadt.

Schützenbrunnen  Duderstadt
Schützenbrunnen  Duderstadt
Schützenbrunnen  Duderstadt

Zwischen all den jahrhundertealten Fachwerkhäusern und historischen Denkmälern begegnet einem in Duderstadt auch moderne Kunst. Dazu gehört die „Frau mit Pfeil“, die mit ihrer Gestaltung einen auffälligen Kontrast zur historischen Umgebung bildet. Die Figur lädt dazu ein, einmal genauer hinzusehen und die eigene Interpretation zu finden.

"Frau mit Pfeil" Duderstadt
"Frau mit Pfeil" Duderstadt

Ein weiteres religiöses Kunstwerk auf unserem Rundgang ist die Statue des heiligen Johannes Nepomuk. Der böhmische Priester und Märtyrer lebte im 14. Jahrhundert und wurde 1729 heiliggesprochen. Besonders häufig findet man seine Darstellungen an Brücken und Gewässern, da er unter anderem als Schutzpatron gegen Wassergefahren gilt. Typischerweise ist Nepomuk in priesterlicher Kleidung mit einem Kreuz dargestellt.

Statue des heiligen Johannes Nepomuk - Duderstadt

Direkt vor der St.-Cyriakus-Kirche erinnert ein Denkmal an Kardinal Georg von Kopp, der 1837 in Duderstadt geboren wurde. Der Sohn eines Webers schlug eine bedeutende kirchliche Laufbahn ein und wurde zunächst Bischof von Fulda, später Fürstbischof von Breslau und schließlich Kardinal. Seine Heimatstadt ernannte ihn zum Ehrenbürger. Das imposante Denkmal vor der Basilika erinnert bis heute an den bekannten Sohn Duderstadts.

Kardinal Georg von Kopp - Duderstadt

Am oberen Ende der Marktstraße angekommen, standen wir schließlich vor einem der Wahrzeichen Duderstadts, der Basilika St. Cyriakus. Wegen ihrer erhöhten Lage wird sie traditionell „Oberkirche“ genannt, aufgrund ihrer Größe trägt sie außerdem den Beinamen „Eichsfelder Dom“. Der heutige gotische Kirchenbau entstand in mehreren Bauphasen, um 1240. Zu erst wurde der Westbau und der Nordturm errichtet. Besonders markant sind die beiden hohen Türme, die gemeinsam mit St. Servatius die Silhouette der Stadt bestimmen.

Basilika St. Cyriakus - Duderstadt
Basilika St. Cyriakus - Duderstadt
Basilika St. Cyriakus - Duderstadt

Der Grenzpfahlbrunnen erinnert an die jahrzehntelange Teilung Deutschlands und die ehemalige innerdeutsche Grenze ganz in der Nähe von Duderstadt. Zwei bronzene Figuren stemmen sich von beiden Seiten gegen die Grenzpfähle und machen die Überwindung der einstigen Trennung auf eindrucksvolle Weise sichtbar. Mehr als vier Jahrzehnte lang lag Duderstadt unmittelbar am Rand der DDR. Was heute bei einem Spaziergang durch die offene Landschaft kaum noch vorstellbar ist, bestimmte damals den Alltag der Menschen in der Region.

Grenzpfahlbrunnen Duderstadt
Grenzpfahlbrunnen Duderstadt

Durch die Wallanlagen zum Westerturm

Ein sehr viel ernsterer Punkt unseres Rundgangs ist das Denkmal „Die Geknechtete“. Es erinnert an das KZ-Außenlager Duderstadt und damit an eines der dunkelsten Kapitel der Stadtgeschichte während der nationalsozialistischen Herrschaft. In Duderstadt mussten während des Zweiten Weltkriegs KZ-Häftlinge unter unmenschlichen Bedingungen Zwangsarbeit leisten.

Die Geknechtete - Duderstadt
Die Geknechtete - Duderstadt

Auch das Kriegerdenkmal erinnert an Krieg, Tod und die Folgen gewaltsamer Auseinandersetzungen. Solche Denkmäler entstanden vielerorts zunächst zur Erinnerung an gefallene Soldaten und wurden nach späteren Kriegen häufig ergänzt oder in ihrer Bedeutung erweitert. Heute sind sie vor allem Orte des Gedenkens und der Mahnung.

Kriegerdenkmal Duderstadt

Mit dem Ursulinenkloster erreichten wir anschließend einen Ort, dessen Geschichte eng mit Bildung verbunden ist. Das Kloster wurde im Jahr 1700 von Erfurter Ursulinen gegründet, die sich insbesondere der Erziehung und Ausbildung junger Mädchen widmeten. Zwischen 1735 und 1740 wurde die Anlage erweitert. Im Konventgebäude findet bis heute aktives Klosterleben statt.

Ursulinenkloster Duderstadt
Ursulinenkloster Duderstadt

Die heutige Liebfrauenkirche des Ursulinenklosters wurde bereits im 15. Jahrhundert erbaut. Die heutige Kirche entstand jedoch erst Ende des 19. Jahrhunderts. 1889 wurde der Grundstein gelegt, 1890 erfolgte die Weihe. Der neuromanische Bau aus rotem Sandstein besitzt Rundbogenfriese, Lisenen und eine markante Apsis, die von zwei schlanken Türmen flankiert wird. Damit unterscheidet sich die Kirche deutlich von den gotischen Hauptkirchen Duderstadts.

Liebfrauenkirche Duderstadt
Liebfrauenkirche Duderstadt
Liebfrauenkirche Duderstadt

In der Christian-Blank-Straße erinnert eine Gedenkstele an die ehemalige Synagoge von Duderstadt. Das 1898 eingeweihte Gotteshaus wurde während der Novemberpogrome am 10. November 1938 in Brand gesteckt und zerstört. Die Stele erinnert zugleich an die Familie Cohn, die 1938 in der Lehrerwohnung der Synagoge lebte. Heute hält die Gedenkstätte die Erinnerung an die jüdische Gemeinde und ihre Verfolgung während der NS-Zeit wach.

Gedenkstele an der alten Synagoge - Duderstadt

An der Ecke Westertorstraße und Am Pferdeteich befindet sich die „Madonna im Lindenzaun“, eine barocke Marienfigur aus dem Jahr 1752. Geschaffen wurde sie vom Duderstädter Bildhauer Johann Bernhard Kopp. Bei unserem Besuch im April 2026 standen wir allerdings vor einem leeren Sockel. Die Madonna war zu diesem Zeitpunkt zur Restaurierung abgebaut worden. Nach ihrer Restaurierung soll sie wieder an ihren angestammten Platz zurückkehren.

Madonna im Lindenzaun - Duderstadt

Dann sahen wir den Westerturm, eingerahmt von Fachwerkhäusern. Der markante Turm ist eines der Wahrzeichen Duderstadts und vor allem wegen seines auffällig gedrehten Turmhelms unverwechselbar. Der heutige Westerturm von 1424 ist der einzige erhaltene Stadttorturm der mittelalterlichen Befestigung.

Westerturm Duderstadt
Westerturm Duderstadt
Westerturm Duderstadt

Im Bereich des Westerturms begegnet uns erneut die lange Tradition des Duderstädter Schützenwesens, im Schützenmuseum. Die Ausstellung zur Geschichte der Schützengesellschaft ist heute Bestandteil der Erlebnisstation im Westerturm-Ensemble. Hier geht es nicht nur um historische Waffen oder das Schießen, sondern um die Rolle der Bürger bei der Verteidigung ihrer Stadt. Moderne und interaktive Elemente vermitteln, wie das mittelalterliche Befestigungssystem funktionierte und welche Aufgaben die Schützen übernahmen.

Schützenmuseum Duderstadt

Dann haben wir noch ein liebevoll gestaltetes Fachwerkportal aus dem Jahr 1707 entdeckt, welches unbedingt auf ein Foto musste. Es ist eines der vielen historischen Details, die es bei einem Spaziergang durch Duderstadt zu entdecken gibt.

Fachwerkportal Duderstadt

Das kleine Georgstürmchen ist Teil der historischen Stadtbefestigung. Zusammen mit dem erhaltenen Abschnitt der Stadtmauer und dem rekonstruierten Wehrgang, vermittelt es einen Eindruck von der mittelalterlichen Befestigungsanlage Duderstadts. Hier befindet sich auch der Pulverturm. Der halbrunde Schützenturm wurde um 1470 errichtet und diente der Verteidigung des Mauerknicks. Von seiner Plattform bietet sich ein schöner Blick entlang der Stadtmauer bis zum Westerturm.

Georgstürmchen und Pulverturm - Duderstadt
Georgstürmchen und Pulverturm - Duderstadt
Georgstürmchen und Pulverturm - Duderstadt

Zum Abschluss unseres Rundgangs kamen wir noch am Duderstädter Informationshäuschen vorbei. Solche kleinen Stationen sind vielleicht keine Sehenswürdigkeit im klassischen Sinn, können bei einer Stadterkundung aber durchaus hilfreich sein. Hier lassen sich zusätzliche Informationen zur Stadt, ihrer Geschichte und einzelnen Sehenswürdigkeiten finden.

Informationshäuschen Duderstadt

Unser Fazit zu Duderstadt

Duderstadt hat uns vor allem durch die Mischung aus Fachwerk, mittelalterlicher Stadtgeschichte und überraschend vielen kleinen Details gefallen. Besonders schön ist, dass sich die Altstadt hervorragend zu Fuß erkunden lässt. So konnten wir mit Emma einfach durch die Straßen und Gassen schlendern und kamen dabei automatisch an vielen unserer Stationen vorbei. Unsere Runde war nur ca. 3km lang, aber schön.

Gleichzeitig erzählt Duderstadt nicht nur von Mittelalter, Fachwerk und prächtigen Kirchen. Die Denkmäler zur deutschen Teilung, zum Nationalsozialismus und zu den Kriegen zeigen auch die ernsteren Seiten der Stadtgeschichte. Genau diese Mischung machte unseren Rundgang abwechslungsreich. Für einen Städtetrip mit Hund können wir Duderstadt deshalb auf jeden Fall empfehlen. Bis zum nächsten Abenteuer, eure Emma.

🐾 Weiterführende Links & Quellen

Weitere Informationen, offizielle Webseiten und die für diesen Beitrag verwendeten Quellen haben wir für euch auf unserer separaten Link- und Quellenseite zusammengestellt: Duderstadt – Quellen & Links

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Flughafenführung Bremen – Ein Blick hinter die Kulissen des Airports

Illustration: KI-generiert

Nicht jeder Ausflug muss hundefreundlich sein, um spannend zu sein. Bereits vor einigen Jahren habe ich mit meinem Sohn eine Flughafenführung am Bremen Airport gemacht. Es war so ein besonderes Erlebnis, daher möchte ich es unbedingt mit euch teilen. Wer sich für Flugzeuge, Technik und den Betrieb eines Flughafens interessiert, sollte sich eine solche Führung nicht entgehen lassen.

Flughafenführung Bremen
Flughafenführung Bremen

Start der Führung

Unsere Tour begann im Terminal, wo wir zunächst interessante Informationen über den Flughafen und seine Geschichte erhielten. Dabei erfuhren wir, wie viele Menschen täglich hinter den Kulissen dafür sorgen, dass Starts und Landungen reibungslos funktionieren. Schon nach kurzer Zeit wurde klar: Ein Flughafen ist wie eine kleine Stadt mit vielen spannenden Arbeitsbereichen.

Flughafenführung Bremen

Mit dem Bus über das Vorfeld

Der Höhepunkt der Führung war die Fahrt mit dem Bus über das Flughafengelände. Normalerweise bleiben diese Bereiche den Passagieren verborgen. Wir fuhren über das Vorfeld, vorbei an verschiedenen Flugzeugen und Servicefahrzeugen und konnten den Betrieb aus nächster Nähe beobachten. Besonders beeindruckend war es, die Maschinen einmal aus einer völlig anderen Perspektive zu sehen.

Flughafenführung Bremen
Flughafenführung Bremen
Flughafenführung Bremen

Die Helfer auf dem Vorfeld

Nicht nur Flugzeuge prägen das Bild eines Flughafens. Auf dem Vorfeld sind zahlreiche Spezialfahrzeuge unterwegs, die Flugzeuge bewegen, Gepäck befördern oder die Bodenabfertigung unterstützen. Bei der Führung konnten wir viele dieser Arbeitsgeräte aus nächster Nähe entdecken und erfuhren, welche Aufgaben sie im täglichen Flugbetrieb übernehmen.

Flughafenführung Bremen
Flughafenführung Bremen
Flughafenführung Bremen

Starts und Landungen hautnah erleben

Ein unvergesslicher Moment war das Beobachten der Starts und Landungen direkt an der Rollbahn. Wenn ein Flugzeug mit voller Leistung beschleunigt und wenige Sekunden später in den Himmel steigt, spürt man die Kraft der Triebwerke förmlich. Ebenso faszinierend ist die Präzision, mit der die Flugzeuge wieder sicher landen.

Flughafenführung Bremen
Flughafenführung Bremen
Flughafenführung Bremen

Besuch bei der Flughafenfeuerwehr

Ein weiteres Highlight war die Vorführung der Flughafenfeuerwehr. Die speziell ausgerüsteten Einsatzfahrzeuge sind deutlich größer als normale Löschfahrzeuge und für Notfälle auf dem Flughafengelände ausgelegt.

Flughafenführung Bremen
Flughafenführung Bremen
Flughafenführung Bremen

Besonders beeindruckend war die Vorführung, bei der eines der Fahrzeuge seine leistungsstarken Wasserwerfer demonstrierte. Es kam ganz überraschend mit Martinshorn um die Ecke, hielt direkt vor uns und spritze los. Ein Anblick, der nicht nur Kinder begeistert.

Flughafenführung Bremen
Flughafenführung Bremen
Flughafenführung Bremen

Unser Fazit

Die Flughafenführung in Bremen hat uns viele interessante Einblicke ermöglicht, die man als normaler Fluggast nie zu sehen bekommt. Die Kombination aus Informationen, der Fahrt über das Vorfeld, den Starts und Landungen sowie der Vorführung der Flughafenfeuerwehr machte die Tour zu einem abwechslungsreichen Erlebnis. Wenn ihr euch für Luftfahrt interessiert oder einmal hinter die Kulissen eines Flughafens schauen möchtet, können wir die Flughafenführung am Bremen Airport empfehlen.

Hinweis für Hundebesitzer:

Aus Sicherheitsgründen sind Hunde bei den Flughafenführungen leider nicht erlaubt. Wer seinen Vierbeiner nicht allein lassen möchte, sollte den Besuch entsprechend planen.

Buchungsmöglichkeiten der Flughafenführung

Informationen zu aktuellen Terminen und Buchungsmöglichkeiten findet ihr direkt beim Bremen Airport. Je nach Tour gehören unter anderem eine Rundfahrt über das Vorfeld, Einblicke in den Flughafenbetrieb und häufig auch ein Besuch der Flughafenfeuerwehr zum Programm. Eine Führung kostet 19 Euro pro Person und sie dauert ca. 2 Stunden.

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