Während unseres Aufenthalts in England vor einiger Zeit, leider ohne Emma, durfte natürlich auch der ein oder andere besondere Ausflug nicht fehlen. Einer davon führte uns in den Port Lympne Safari Park in der Grafschaft Kent. Und eines können wir schon vorwegnehmen, dieser Besuch war definitiv etwas Besonderes.


Port Lympne ist kein gewöhnlicher Tierpark. Auf einem riesigen und abwechslungsreichen Gelände leben zahlreiche verschiedene Tierarten, darunter auch viele seltene und bedrohte Arten. Schon beim Betreten des Parks merkt man schnell, dass man hier einiges an Zeit einplanen sollte. Das Gelände ist weitläufig, hügelig und bietet neben den vielen Tieren immer wieder wunderschöne Ausblicke über die Landschaft von Kent.
Eine beeindruckende Vielfalt an Tieren
Bei unserem Rundgang gab es unglaublich viel zu entdecken. Port Lympne beherbergt mehr als 900 Tiere aus rund 75 verschiedenen Arten. Entsprechend abwechslungsreich ist ein Besuch. Neben bekannten Zoobewohnern wie Löwen, Tigern, Gorillas und Giraffen kann man hier unter anderem Nashörner, Zebras, verschiedene Antilopen und Hirscharten, Kamele, Büffel, Wölfe, Geparden, Leoparden, Affen und viele weitere Tiere beobachten.



Besonders schön fanden wir, dass sich die einzelnen Bereiche sehr voneinander unterscheiden. So entdeckt man während des Rundgangs immer wieder etwas Neues und weiß eigentlich nie so genau, welches Tier einen hinter der nächsten Ecke erwartet. Auch für uns waren einige Arten dabei, die man nicht bei jedem Zoobesuch zu Gesicht bekommt. Gerade diese Mischung aus bekannten und eher ungewöhnlichen Tieren macht Port Lympne besonders interessant.
Das absolute Highlight, die Safari
Das Highlight unseres Besuchs war für uns ganz eindeutig die Safari durch das weitläufige Gelände. Mit einem Safarifahrzeug ging es hinaus in die großen, offenen Bereiche des Parks. Und spätestens hier fühlt sich Port Lympne überhaupt nicht mehr wie ein klassischer Tierpark an. Die Fahrt dauert circa 45 Minuten und man muss sich vorher einen Platz reservieren.



Während der Fahrt konnten wir verschiedene Tiere in den großzügigen Landschaften beobachten. Giraffen, Zebras, Antilopen und andere Tiere stehen teilweise nur wenige Meter vom Fahrzeug entfernt. Statt vor einem kleinen Gehege zu stehen, fährt man mitten durch eine weitläufige Landschaft und hält ständig Ausschau danach, welches Tier als Nächstes auftaucht.



Gerade die Giraffen waren natürlich ein beeindruckender Anblick. Diese wunderschönen Tiere aus nächster Nähe und vor der Kulisse der offenen Landschaft zu erleben, ist noch einmal etwas ganz anderes, als sie von einem normalen Besucherweg aus zu beobachten.



Auch die Größe des Safari-Geländes hat uns überrascht. Während der Fahrt wechseln die Landschaft und die Tiere immer wieder, sodass es ständig etwas Neues zu sehen gibt. Für einen kurzen Moment kann man dabei tatsächlich vergessen, dass man sich noch immer in England befindet. Es ist toll zu sehen, wie die Giraffen sich jederzeit frei auf dem weitläufigen Gelände bewegen können und auch die vielen anderen Tiere.



Fast ein bisschen wie Urlaub im Urlaub
Was uns an Port Lympne besonders gefallen hat, ist die gesamte Atmosphäre. Das Reservat erstreckt sich über rund 600 Acres und bietet dadurch sehr viel Platz. Statt eines dicht bebauten Tierparks erwarten einen große Grünflächen, Waldstücke, weitläufige Wege und immer wieder tolle Ausblicke.



Natürlich gibt es auch klassische Tiergehege und Bereiche, die zu Fuß erkundet werden. Durch die Kombination aus Rundgang und Safari entsteht aber ein ganz anderes Erlebnis. Man sollte allerdings gut zu Fuß sein. Das Gelände ist groß und teilweise ziemlich hügelig. Wer möglichst viel sehen möchte, sollte deshalb genügend Zeit für seinen Besuch einplanen und bequeme Schuhe tragen.
Von majestätischen Großkatzen bis zu neugierigen Affen
Neben der Safari lohnt es sich unbedingt, auch den restlichen Park ausgiebig zu erkunden. Besonders beeindruckend sind natürlich die großen Tiere. Löwen, Tiger und Leoparden haben schon allein durch ihre Erscheinung etwas Faszinierendes. Aber auch bei den Gorillas und den verschiedenen anderen Primaten kann man problemlos eine ganze Weile stehen bleiben und ihr Verhalten beobachten.



Daneben gibt es viele kleinere und weniger bekannte Bewohner zu entdecken. Genau deshalb lohnt es sich, nicht einfach nur von einem vermeintlichen Highlight zum nächsten zu laufen.



Manchmal sind es gerade die Tiere, die man vorher überhaupt nicht auf dem Schirm hatte, bei denen man am längsten stehen bleibt.
Mehr als nur ein Tierpark
Hinter Port Lympne steckt zudem ein wichtiger Gedanke. Das Reservat arbeitet gemeinsam mit der Aspinall Foundation am Schutz bedrohter Tierarten. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Zucht- und Artenschutzprogrammen sowie darauf, Tiere nach Möglichkeit wieder in geschützte Gebiete ihres ursprünglichen Lebensraums zurückzubringen.



So wurden beispielsweise bereits Gorillas aus den Zuchtprogrammen wieder ausgewildert. Auch bei anderen bedrohten Arten engagiert sich die Organisation in verschiedenen Projekten.



Dieser Hintergrund macht den Besuch noch einmal interessanter, denn Port Lympne möchte nicht nur Tiere zeigen, sondern auch einen Beitrag zu ihrem langfristigen Schutz leisten.
Dinosaurier mitten im Wald
Wer nach all den lebenden Tieren noch nicht genug gesehen hat, findet in Port Lympne noch eine etwas andere Attraktion: die Dinosaur Valley. Auf einem Weg durch den Wald begegnet man zahlreichen lebensgroßen Dinosauriermodellen. Vom gewaltigen T-Rex bis hin zu riesigen Pflanzenfressern ist hier einiges vertreten.


Natürlich hat dieser Bereich mit der eigentlichen Safari wenig zu tun, ist aber gerade für Familien mit Kindern eine schöne zusätzliche Abwechslung. Und auch als Erwachsener staunt man durchaus über die Dimensionen einiger dieser Urzeitriesen.
Unser Fazit zum Port Lympne Safari Park
Unser Besuch im Port Lympne Safari Park war definitiv eines der besonderen Erlebnisse während unserer Zeit in England. Uns hat vor allem die Kombination gefallen: Auf der einen Seite kann man den Park ganz klassisch zu Fuß erkunden und dabei eine enorme Vielfalt an Tieren entdecken. Auf der anderen Seite gibt es die großen, offenen Landschaften und das Safari-Erlebnis, das sich deutlich von einem normalen Zoobesuch unterscheidet.

Die Safari war dabei ganz klar unser persönliches Highlight.
Mit dem Fahrzeug durch die weitläufige Landschaft zu fahren und Giraffen, Zebras und andere Tiere teilweise aus nächster Nähe zu beobachten, bleibt einfach in Erinnerung. Dazu kommen die vielen unterschiedlichen Tierarten, das riesige Gelände und die schöne Landschaft.

Wer in Kent oder im Südosten Englands unterwegs ist und Tiere mag, sollte für Port Lympne unserer Meinung nach ruhig einen ganzen Tag einplanen.

Wir würden den Park auf jeden Fall wieder besuchen – und die Safari würden wir uns dabei ganz sicher kein zweites Mal entgehen lassen.

Hinweis für Hundebesitzer
Hunde dürfen im Port Lympne Safari Park leider nicht mitgeführt werden. Wer den Park während eines Urlaubs mit Hund besuchen möchte, muss daher für diesen Tag eine andere Betreuung für seinen Vierbeiner organisieren. Ausgenommen sind entsprechend angemeldete Assistenzhunde.
🐾 Weiterführende Infos
Weitere Informationen zum Besuch in Port Lympne, findet ihr auf der offizielle Webseite: https://www.aspinallfoundation.org/port-lympne/
