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Autor: admin (Seite 5 von 34)
Hallo Freunde, Mama hat wieder in der Küche gezaubert und hat sich für mich ein leckeres Keksrezept einfallen lassen. Diesmal hat sie Johannisbeeren aus unserem Garten genommen, die haben viel Vitamin C. Daraus hat sie Johannisbeere-Kokos-Kekse gebacken. Die sind so lecker, probiert sie unbedingt aus. Ich hätte ja fast die ganze Backmatte leer gegessen und Mama’s Foto, da war die Hand schneller leer als sie knipsen konnte.
Zutaten:
- 130g Buchweizenmehl
- 25g Kokosraspel/Kokosflocken
- 1 Hühnerei
- 75g rote Johannisbeeren
- 150 ml Wasser (je nach gewünschter Konsistenz)
- 1 EL Kokosöl
Zubereitung:
- Gebt die Johannisbeeren (TK oder frische) mit dem Kokosöl, dem Ei und dem Wasser in einen Mixer und lasst alles fein pürieren.
- Füge nun das Buchweizenmehl und die Kokosraspeln hinzu und mixe die Masse erneut durch. Sollte eure Masse noch zu fest sein, gebt etwas Wasser hinzu.
- Den flüssigen Teig (wie Waffelteil) auf die Backmatte geben und verstreichen.
- Backt die Kekse für 35-40 Minuten bei 165°C Umluft oder bei 150°C Ober-/Unterhitze.
💡 Tipp: Johannisbeeren sind gut für Hunde, da sie reich an Vitamin C und Ballaststoffen sind. Ihr solltet aber gerade Hunden mit einem empfindlichen Magen nicht zu viel davon geben, das sie harntreibend wirken können. Achtet darauf, dass Hunde keine Blätter oder Stiele der Johannisbeeren essen.



Um die Kekse haltbar zu machen, solltet ihr sie in einem Dörrautomat für 6 Stunden bei 45 Grad trocknen lassen. So halten sie sich 1-2 Wochen. Ansonsten könnt ihr die übrigen Kekse einfrieren und bei Bedarf wieder auftauen.
Wollt ihr auch die Backmatten von Collory kaufen? Dann findet ihr in unserer Kategorie „Kooperationspartner“ unseren Rabattcode/-link, um 10% auf euren Einkauf zu sparen. Unter folgendem Link findet ihr direkt die von mir verwendete Backmatte, bereits mit unserem Code hinterlegt: https://collorystore.de/ecnfkj (Werbung)
Hallo Freunde, diesmal sind wir auf einen tollen Wanderweg im Harz aufmerksam geworden. Er heißt Naturmythenpfad, ist bei Braunlage und hat 9 verschiedene Stationen, die es auf 4km zu entdecken galt. Da es direkt dort keinen Parkplatz gab, haben wir etwas weiter weg geparkt, am Sportplatz von Braunlage und sind zum Startpunkt gelaufen.



Ich hatte richtig viel Bock auf die Wanderung und war gut gelaunt. Es ging vorbei an kahlen Wäldern, entlang an schönen Wegen, bis wir im Nationalpark Harz angekommen waren. Von dort dauerte es noch ein kleines Stück, bis zum Infopoint. Dort hat mich gleich ein böser Wolf erwartet und ich dachte, was soll das denn? Dann habe ich meinen Königinnen Thron gesehen und mein frecher Papa, hat mir den Platz einfach geklaut.



Auf den Spuren alter Mythen durch den Harz
Wenn man an den Harz denkt, kommen einem schnell Hexen, Sagen und geheimnisvolle Wälder in den Sinn. Genau darum dreht sich auch der Naturmythenpfad in Braunlage. Der Rundweg verläuft durch den Nationalpark Harz und verbindet Natur mit alten Geschichten und interaktiven Stationen. Dabei geht es nicht darum, möglichst schnell ans Ziel zu kommen. Vielmehr lädt der Weg dazu ein, stehen zu bleiben, den Wald bewusst wahrzunehmen und sich auf die kleinen Dinge einzulassen.



Auf dem Wanderweg gibt es immer wieder Hinweisschilder, wo man dem Naturmythenpfad folgen muss. Ein verlaufen ist fast unmöglich, wenn man darauf achtet.
Station 1 – Der Wolf
Die erste Station widmet sich einem Tier, das kaum ein anderes die Menschen über Jahrhunderte so fasziniert und gleichzeitig verunsichert hat: dem Wolf.



In Märchen ist er oft der Bösewicht. In der Realität gehört er jedoch ganz selbstverständlich zur Natur und kehrt inzwischen auch wieder in viele Regionen Deutschlands zurück. Genau mit diesem Gegensatz beschäftigt sich die erste Station. Auf der ersten Station musste ich kurze einen bösen Mann wegputzen, der dort einfach aufgetaucht ist. Dem hab ich es so richtig gezeigt.



Ich hab mich allerdings weniger für alte Mythen interessiert, sondern eher für die vielen Wildgerüche entlang des Weges. Immer wieder blieb ich stehen, schnupperte aufmerksam ins Unterholz und schaute neugierig zwischen die Bäume. Man konnte sich gut vorstellen, dass hier nachts tatsächlich Wildtiere unterwegs sind.



Diese Station regt zum Nachdenken an: Wer hat eigentlich vor wem Angst? Der Mensch vor dem Wolf oder der Wolf vor dem Menschen? Zudem werden einem hier die Eigenschaften eines Wolfes aufgezeigt.



Station 2 – Märchen und Sagen
Nur wenige Schritte weiter taucht man tiefer in die Welt der Harzer Sagen ein.



Der Harz gehört zu den sagenreichsten Regionen Deutschlands. Hexen, Berggeister, geheimnisvolle Wesen und verwunschene Wälder gehören hier seit Jahrhunderten zur Kultur.



Während wir die Informationstafeln lasen, wirkte der Wald fast ein wenig geheimnisvoll. Sonnenstrahlen fielen durch die hohen Bäume, der Wind bewegte die Äste und irgendwo klopfte ein Specht.



Ich ließ mich davon natürlich überhaupt nicht beeindrucken. Für mich war jeder neue Geruch spannender als jede Sage. Trotzdem passt diese Station wunderbar in die Umgebung, denn gerade dieser Wald besitzt eine ganz besondere Atmosphäre.
Station 3 – Der Baum
Bäume begleiten uns auf jeder Wanderung. Oft laufen wir einfach an ihnen vorbei.



Diese Station zeigt, welche Bedeutung Bäume früher für die Menschen hatten. Sie galten als Kraftorte, Schutzspender und Symbole des Lebens. Manche Baumarten wurden sogar verehrt.



Wenn man einen Moment innehält und nach oben schaut, versteht man schnell, warum. Die mächtigen Stämme, das Licht zwischen den Ästen und die Ruhe des Waldes sorgen automatisch dafür, dass man langsamer wird.



Ich hatte währenddessen wieder ganz andere Prioritäten. Jeder Baum musste ausgiebig beschnuppert werden, denn immerhin hatte ich hier meine ganz eigene „Waldzeitung“. Zum Ende der 3. Station, gab es einen kleinen Bach. Dort konnte ich meine Pfötchen kühlen und Schlappi machen.



Station 4 – Der Bach
Langsam näherten wir uns dem Wasser, einem größeren Bach als wir kurz vorher gesehen hatten.



Das leise Plätschern des Baches begleitete uns bereits einige Meter vorher. Zwischen Steinen und Wurzeln schlängelte sich das klare Wasser durch den Wald.



Früher entstanden rund um solche Orte viele Geschichten über Wassergeister und Nymphen. Tatsächlich besitzen Bäche eine besondere Ruhe. Man setzt sich automatisch für einen Moment auf einen Stein und hört einfach nur zu.



Ich war sofort begeistert, denn Wasser bedeutet für mich immer Abenteuer. Vorsichtig erkundete ich das Ufer und beobachtete aufmerksam die fließenden Wellen. Papa hat so ein komisches Musikinstrument gefunden und hat damit Geräusche gemacht. Das fand ich gar nicht lustig und hab ihn geschimpft wie eine verrückte, damit er aufhört.
Station 5 – Der Silberteich
Für uns war der Silberteich ohne Frage einer der schönsten Orte der gesamten Wanderung. Gerade für Hunde ist der Silberteich eine tolle Station, um baden zu gehen. Man kommt hier flach ins Wasser und kann ohne Probleme rein und raus gehen.



Der kleine Waldsee liegt ruhig zwischen den Bäumen und wirkt fast wie aus einem Märchen. Je nach Wetter spiegeln sich Himmel und Wald im Wasser und schaffen eine ganz besondere Stimmung. Der Silberteich hatte für uns etwas magisches.



Hier haben wir eine längere Pause eingelegt. Ich bekam etwas zu trinken und konnte sich im Schatten ausruhen, während wir den Blick über den Teich schweifen ließen.



Wer gerne fotografiert, sollte sich hier etwas mehr Zeit nehmen. Rund um den Silberteich ergeben sich immer wieder wunderschöne Motive. Egal ob Spiegelungen auf dem Wasser, kleine Details am Ufer oder weite Landschaftsaufnahmen. Das schönste Motiv für Mama und Papa, war natürlich ich.



Station 6 – Naturgewalten
Nach der ruhigen Stimmung am Silberteich beschäftigt sich die nächste Station mit den Kräften der Natur, also ging es für uns weiter zu dieser Station. Aber Frauchen war kaum vom Silberteich wegzukriegen, daher musste ich ein bisschen Druck machen.



Wind, Regen, Sturm und Schnee formen den Harz seit Jahrtausenden. Gerade in den letzten Jahren hat sich die Landschaft durch Trockenheit und den Borkenkäfer stark verändert. An einigen Stellen sieht man deutlich, wie sich der Wald verändert und langsam wieder neu entsteht.



Diese Station erinnert daran, dass die Natur ständig im Wandel ist, unabhängig davon, ob Menschen eingreifen oder nicht. Ich war ganz frech und habe mich hier einfach auf den Tisch gesetzt, da ich genau zwischen Mama und Papa sitzen wollte, aber verratet mich bitte nicht.



Station 7 – Der Wald
Jetzt befindet man sich mitten im Nationalpark Harz, bei der Station Wald. Hier gibt es Stelen aus Holz, mit vielen Botschaften z.B. von Caesar.



Hier wird deutlich, dass ein Wald viel mehr ist als eine Ansammlung von Bäumen. Moose, Pilze, Insekten, Vögel und unzählige andere Lebewesen bilden gemeinsam ein riesiges Ökosystem.



Je länger wir unterwegs waren, desto ruhiger wurde es. Man hörte fast nur noch Vogelstimmen und das Rascheln der Blätter. Irgendwann kamen wir wieder an einen Bach. Über den konnte man drüber balancieren, wenn man es sich zutraut. Also ich wäre ja sofort dabei gewesen, aber nicht meine Zweibeiner.



Ich lief entspannt voraus, blieb immer wieder stehen und wartete geduldig auf die anderen beiden. Solche Momente mögen wir besonders, denn genau dafür gehen wir gemeinsam wandern. Dann wartete noch ein Abenteuer auf uns, hüpfen über Seine, um zur anderen Uferseite zu gelangen. Was meint ihr, sind wir trocken geblieben?



Station 8 – Der Wunschbaum
Diese Station gehört sicherlich zu den emotionalsten des gesamten Naturmythenpfades.



Schon seit Jahrhunderten verbinden Menschen mit besonderen Bäumen Wünsche, Hoffnungen und kleine Rituale. Auch hier darf man einen Moment innehalten und sich etwas wünschen.



Ob Wünsche wirklich in Erfüllung gehen? Wer weiß. Schaden kann es jedenfalls nicht. Wir haben uns einfach einen Moment Zeit genommen und die Ruhe genossen. Während Mama und Papa den Baum haben auf sich wirken lassen, habe ich die Zeit für eine kleine Verschnaufpause genutzt. Natürlich habe ich mir auch was gewünscht und zwar das nächste Leckerli.
Station 9 – Das Labyrinth
Die letzte Station bildet gleichzeitig den Abschluss der Wanderung, bzw. der letzten Station, den wir mussten ja noch zum Auto zurück.


Ein Labyrinth steht seit jeher für den eigenen Lebensweg. Anders als ein Irrgarten besitzt es keine Sackgassen. Es führt Schritt für Schritt zum Mittelpunkt und wieder hinaus.



Nach den vielen Eindrücken des Weges ist das ein schöner Abschluss. Auch ich marschierte neugierig mit Papa hindurch und fand das kleine Abenteuer sehr spannend.
Unser Fazit
Der Naturmythenpfad ist keine Wanderung, bei der Höhenmeter oder Gipfel im Mittelpunkt stehen. Hier geht es um das bewusste Erleben der Natur.



Uns hat besonders gefallen, dass sich der Weg hervorragend mit Hund laufen lässt und durch die neun Stationen nie langweilig wird. Überall gibt es etwas zu entdecken, für uns Hunde genauso wie für Menschen.

Wer mit offenen Augen durch den Wald geht, findet hier nicht nur schöne Fotomotive, sondern auch viele kleine Momente, die in Erinnerung bleiben. Unsere Wanderung war ca. 6km lang, da wir noch zum Parkplatz laufen mussten.

Unsere Bewertung
🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾🐾
Länge: ca. 4 km
Schwierigkeit: leicht
Für Hunde geeignet: Ja, absolut. Besonders außerhalb der Ferien ist der Weg angenehm ruhig. Da der Rundweg durch den Nationalpark Harz führt und Wildtiere vorkommen können, empfehlen wir, Hunde angeleint zu führen.
Wir würden den Naturmythenpfad jederzeit wieder besuchen, vielleicht zu einer anderen Jahreszeit. Denn wir sind sicher: Im Herbst, wenn sich die Blätter färben oder Nebel zwischen den Bäumen hängt, wirkt dieser Ort noch einmal ein ganzes Stück geheimnisvoller. Wir waren im April dort.
Bis zum nächsten Abenteuer, eure Emma
Infos zum Naturmythenpfad, bekommt ihr hier: https://www.nationalpark-harz.de/de/natur-erleben/natur-erlebnispfade/naturmythenpfad/
Hallo Freunde, diesmal haben wir uns auf eine tolle Tour zum Kyffhäuser-Denkmal (Kaiser-Wilhelm-Denkmal auf dem Kyffhäuser) aufgemacht. Das Kyffhäuser-Denkmal wurde von 1890 bis 1896 von Bruno Schmitz und Emil Hundrieser im Monumentalstil errichtet. Bereits von weitem, sieht das Bauwerk wirklich beeindruckend aus.

Schon die Anfahrt zum Kyffhäuser war ein kleines Abenteuer. Die kurvenreiche Straße schlängelt sich durch dichte Wälder immer weiter hinauf in das Kyffhäusergebirge. Hinter jeder Kurve eröffneten sich neue Ausblicke auf die Landschaft, und die Vorfreude auf unser Ziel wurde immer größer.

Vor Ort gibt es einen großen Parkplatz „Parkplatz Burghof Kyffhäuser„, aber man sollte zeitig da sein, da dieser auch im laufe des Tages voll werden kann. Die Parkgebühren betragen für einen PKW 4 Euro pro Tag, was recht günstig ist. Die Parkgebühren sind in bar am Automaten zu zahlen.

Vom Parkplatz aus führte unser Weg über einen Wanderweg zunächst zur Unterburg. Die Wege sind schön breit und gut ausgeschildert, damit man sich nicht verlaufen kann.



Unterburg des Kyffhäuser-Denkmals
An der Unterburg wird deutlich, wie groß die ehemalige Reichsburg Kyffhausen einst gewesen sein muss. Heute sind noch zahlreiche Mauerreste erhalten, die einen ersten Eindruck von der einstigen Bedeutung der Anlage vermitteln.



Die Reichsburg Kyffhausen entstand vermutlich im 11. Jahrhundert und diente der Sicherung wichtiger Handels- und Heerstraßen. Im Mittelalter gehörte sie zu den bedeutendsten Kaiserpfalzen im Heiligen Römischen Reich. Auf diesem Bild sieht man den Blick in die ehemalige Kapelle der Unterburg.



Zwischen den alten Mauern ließ sich Emma natürlich nicht lange bitten und begann sofort, jeden Winkel neugierig zu erkunden. Es gab viel zu sehen und da wir ziemlich früh am Morgen hier waren, war es auch noch nicht so voll.



Mittelburg des Kyffhäuser-Denkmals
Von der Unterburg führte unser Weg bergauf und über Treppen zur Mittelburg. Unterwegs bieten sich immer wieder schöne Fotomotive. Alte Steinmauern, historische Tore und die beeindruckende Architektur der Burgruine lassen Geschichte lebendig werden.



An vielen Stellen kann man sich gut vorstellen, wie hier vor mehreren hundert Jahren Ritter, Händler und Soldaten unterwegs gewesen sein müssen.



Oberburg des Kyffhäuser-Denkmals
Je höher wir kamen, desto beeindruckender wurde die gesamte Anlage. Die Oberburg bildet den ältesten Teil der ehemaligen Reichsburg.



Von hier aus eröffnen sich bereits wunderschöne Ausblicke über die umliegenden Wälder und die Goldene Aue. Gleichzeitig wird deutlich, warum dieser Ort strategisch so wichtig war. Von hier ließ sich das gesamte Umland hervorragend überwachen.


Besonders faszinierend ist, dass die Oberburg bereits mehrere Jahrhunderte alt war, als das heute weithin sichtbare Kyffhäuser-Denkmal Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurde. Hier treffen mittelalterliche Burggeschichte und die Erinnerungskultur des Deutschen Kaiserreichs unmittelbar aufeinander. Hier seht ihr ein Sitzbild Kaiser Friedrichs I. „Barbarossa“



Emma genoss währenddessen vor allem die vielen neuen Gerüche, die Aussicht und die abwechslungsreichen Wege. Wer möchte kann an einer Führung teilnehmen, wobei die Geschichte des Kyffhäuser-Denkmals erklärt wird. Der Eintritt wird fällig, wenn man an der Oberburg ankommt. Für Emma gab es an der Kasse ein Leckerli zur Begrüßung.



Das Kyffhäuser-Denkmal – Wahrzeichen des Kyffhäusergebirges
Schließlich erreichten wir den wohl bekanntesten Teil der Anlage, dass imposante Kyffhäuser-Denkmal. Um zum Eingang des Kyffhäuser-Denkmals zu gelangen, muss man schon eine Menge Stufen erklimmen.



Das monumentale Bauwerk wurde zwischen 1890 und 1896 zu Ehren von Kaiser Wilhelm I. errichtet. Der Berliner Architekt Bruno Schmitz schuf hier eines der größten Nationaldenkmäler Deutschlands.



Besonders beeindruckend ist die Verbindung zwischen der mittelalterlichen Burgruine und dem monumentalen Denkmal. Unterhalb des Reiterstandbildes Kaiser Wilhelms I. befindet sich die gewaltige Figur Kaiser Friedrich I., besser bekannt als Barbarossa.



Die Sage vom schlafenden Barbarossa
Kaum ein Ort in Deutschland ist so eng mit einer Sage verbunden wie der Kyffhäuser. Ob man an diese Geschichte glaubt oder nicht, sie verleiht dem Kyffhäuser bis heute seinen ganz besonderen Zauber.



Der Legende nach schläft Kaiser Barbarossa tief im Inneren des Berges an einem steinernen Tisch. Sein roter Bart wächst immer weiter und windet sich bereits mehrfach um den Tisch. Nur alle hundert Jahre soll der Kaiser erwachen und nachsehen, ob die Raben noch um den Berg kreisen. Erst wenn diese verschwunden sind, wird Barbarossa zurückkehren und eine neue Zeit des Friedens beginnen.
Hoch hinaus – 247 Stufen bis zur Aussichtsplattform
Während Emma und ich uns eine kleine Verschnaufpause gönnten, machte sich mein Freund daran, den Denkmalturm zu erklimmen. Hunde sind in dem Gebäude nämlich leider nicht erlaubt. Emma hat sogar ihren Papa erkannt, der aus einem der Fenster des Denkmals zu uns geschaut hat.



Über insgesamt 247 Stufen führt eine schmale Wendeltreppe durch das Innere des rund 81 Meter hohen Bauwerks bis hinauf zur Aussichtsplattform. Schon beim Aufstieg wird deutlich, welch beeindruckende Ingenieursleistung der Bau des Denkmals Ende des 19. Jahrhunderts gewesen sein muss. Unten gibt es auch eine Art kleines Museum mit wundervollen Schätzen wie der Pickelhaube und der Hosenträger des Kaisers.



Die Treppen verlaufen durch das massive Mauerwerk des Turms und vermitteln eine ganz besondere Atmosphäre. Durch kleine Fensteröffnungen fällt immer wieder Tageslicht ins Innere und gibt den Blick auf das Burggelände oder die umliegenden Wälder frei. Je höher man steigt, desto mehr wächst die Vorfreude auf den Ausblick.



Oben angekommen wird die Anstrengung schnell belohnt. Von der Aussichtsplattform eröffnet sich ein beeindruckendes 360-Grad-Panorama über das Kyffhäusergebirge, die Goldene Aue und bei guter Fernsicht, sogar bis zum Brocken im Harz. Von hier oben wirkt die weitläufige Burgruine fast wie ein Modell, während sich die Wälder und Felder bis zum Horizont erstrecken.



Natürlich entstanden dort oben auch einige unserer schönsten Fotos. Die Perspektive aus der Turmkuppel zeigt das Kyffhäuser-Denkmal und die historische Burganlage aus einem Blickwinkel, den viele Besucher gar nicht zu Gesicht bekommen. Wer gut zu Fuß ist, sollte sich den Aufstieg deshalb nicht entgehen lassen. Die 247 Stufen lohnen sich auf jeden Fall.

Ein Blick ins Burgmuseum
Nach dem Denkmal besuchten wir das Burgmuseum, welches im Jahr 1934 erbaut wurde. Es ist ein kleines Gebäude mit einem rechteckigen Raum, wo allerhand Schätze zu sehen sind. Unter anderem gibt es auch viele Schaubilder.



Hier erfährt man viel über die Geschichte der Reichsburg, archäologische Ausgrabungen und das Leben im Mittelalter. Zahlreiche Fundstücke zeigen, wie die Menschen hier einst lebten und welche Bedeutung die Burg über viele Jahrhunderte hatte.



Für Geschichtsinteressierte lohnt sich der Besuch auf jeden Fall und der Zutritt zum Museum, ist im Eintrittspreis bereits enthalten.

Der Bergfried (Barbarossaturm) Oberburg – Ein fantastischer Ausblick
Anschließend führte unser Rundgang weiter zum Bergfried. Der mächtige Turm zählt zu den ältesten erhaltenen Bauwerken der Burganlage. Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick über das gesamte Burggelände sowie weit hinaus über die Landschaft Thüringens.



An klaren Tagen reicht die Sicht bis zum Harz. Natürlich durfte auch hier ein gemeinsames Erinnerungsfoto mit Emma nicht fehlen. Beim Barbarossaturm gibt es für Kinder einen schönen Spielplatz. Es gibt sehr saubere Toiletten und natürlich ein Bistro, dass Kaiser Picknick, wo man sich stärken kann. Dort gibt es auch einen Museumsshop.



Dann sind wir noch auf den ehemaligen Haupteingang der Oberburg getroffen. Er wird als „Erfurter Tor“ bezeichnet. Der Durchgang ist noch original romanisch erhalten. Es ist ein einfaches Kammertor ohne Verteidigungsanlage.

Der berühmte Burgbrunnen
Bevor wir unseren Rundgang beendeten, machten wir noch Halt am bekannten Burgbrunnen. Mit einer Tiefe von rund 176 Metern gehört er zu den tiefsten Burgbrunnen Europas. Allein seine Ausmaße zeigen, welche enorme Leistung der Bau dieses Brunnens im Mittelalter gewesen sein muss.



Heute kann man einen Blick in den Schacht werfen und bekommt einen Eindruck davon, wie wichtig eine sichere Wasserversorgung für eine Burg dieser Größe war.



Zurück zum Parkplatz
Vom Brunnen aus führte uns ein anderer Weg gemütlich wieder hinunter zum Parkplatz, vorbei am „Denkmal an die Kaiser Botschaft“. Das Botschaft stammt vom 17.11.1881.


Unterwegs genossen wir noch einmal die Ruhe des Waldes und warfen immer wieder einen letzten Blick zurück auf das imposante Denkmal, das hoch über den alten Burgruinen thront.



Unser Fazit
Unser Rundgang über die gesamte Anlage war weit mehr als nur ein Besuch eines Denkmals. Es war eine Reise durch über 1.000 Jahre Geschichte, von den Mauern der mittelalterlichen Reichsburg über die geheimnisvolle Barbarossa-Sage bis hin zum monumentalen Kyffhäuser-Denkmal.

Auch Emma hatte sichtlich Spaß an unserem Ausflug. Für sie waren die alten Gemäuer, die Waldwege und die vielen neuen Gerüche mindestens genauso spannend wie für uns die historischen Bauwerke. In der Region gibt es noch viele weitere Ausflugsziele, die sich lohnen, wie z.B. die Barbarossahöhle.

Unser Tipp: Plant für den Besuch genügend Zeit ein. Wer die gesamte Anlage in Ruhe erkunden, das Museum besuchen und die zahlreichen Aussichtspunkte genießen möchte, sollte mindestens drei bis vier Stunden einplanen. So lässt sich dieser geschichtsträchtige Ort ganz entspannt erleben, Schritt für Schritt. Bis zum nächsten Abenteuer, eure Emma

Für Menschen die nicht so gut zu Fuß sind, gibt es auch einen Shuttle der euch bis nach oben zur Oberburg fährt. Erkundigt euch vorher über die Fahrzeiten des Shuttles. Alle Infos zum Kyffhäuser-Denkmal, findet ihr hier: https://www.kyffhaeuser-denkmal.de/
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Hallo Freunde, stellt euch mal vor, bei unserem Trip im Harz (Braunlage) durfte ich doch tatsächlich einen Wanderweg aussuchen und bestimmen wo es lang geht. Gesagt getan, alle mir nach…


Also ging es für mich der Nase nach und die hat mich nicht getäuscht. Ich habe nämlich gleich einen Bauernhof gefunden, wo es lustig aussehende Alpakas gab. Da hätte ich noch stundenlang sitzen können, aber meine Zweibeiner wollten weiter.

Erst bin ich noch schön auf dem Weg geblieben, bin aber dann auf einen unbefestigten Weg abgebogen. Mama meinte da schon, oh je, wo führt uns Emma hin. Hoffentlich muss ich nicht gleich wieder den Berg runter und dann hoch.


Aber mal ehrlich, auf meinem Weg hat man doch eine schöne Aussicht über das ganze Gebiet und man konnte sogar bis in Richtung Brocken schauen. Ich fand meinen gewählten Weg schon jetzt toll.

Dann kamen wir zu einer Wiese, wo ich mich erst mal schön wälzen musste. Keine Sorge, hier gab es nur frisches Gras und nichts, womit ich mich hätte panieren können. Ach ich liebe es einfach, mich durch Wiesen zu kugeln. Das ist quasi Hundeyoga.


Mama war bei dem Blick nach unten gar nicht begeistert. Man kann es auf den Fotos schlecht erkennen, aber es ging steil nach unten. Da sie von den ganzen Wanderungen zuvor schon Muskelkater hatte, war sie echt nur am jammern. Was soll ich denn sagen? Ich war immerhin auch überall dabei und stell mich nicht so an.


Mir nach, ich rieche Fisch und Kuchen. Da hinter den Bäumen ist das Waldcafé Forellenteich (https://www.forellenteich-braunlage.de/). Dort sind Hunde herzlich Willkommen und man kann sogar selbstgebackene Hundekekse kaufen. Was sagen Mama und Papa: „Na wir wollten mit dir wandern und haben doch jetzt kein Geld dabei. Emma, da können wir jetzt nicht hin.“

Ihr glaubt gar nicht, wie stinkig ich gewesen bin. Da führt man die beiden schon mal zu so einem tollen Ausflugsziel und die gehen da nicht mit mir hin. Freunde, ich brauche mein eigenes Taschengeld, damit ich selber bezahlen kann. Warum kriegen nur Kinder ein Taschengeld und nicht auch Hundekinder?



Also ging es für uns wieder den Berg rauf und immerhin gab es auf der Bank eine Pause mit Schlappi und Leckerlis, die mich etwas besänftigt und meine Laune wieder angehoben haben. Mama und Papa sind ja doch gute Hundeeltern, aber das Café hätte ich trotzdem gerne besucht.


Der Anstieg war wirklich heftig und zog sich wie Kaugummi, aber irgendwann haben wir es geschafft. Auf unserem Weg waren noch andere Leute da, die zu einem Restaurant laufen wollten. Deren Kinder haben sich geweigert dort hoch zu laufen und sind auf halber Strecke umgedreht. Also für Essen klettere ich auf den Mount Everest hoch.


Irgendwann habe ich eine komische Abzweigung genommen und Mama hat das Navi angeschmissen um zu schauen, ob wir wirklich auf einem richtigen Weg sind. Das Navi meinte ja, Papa nein und Mama meinte: „Dann probieren wir es doch einfach.“ Was soll ich sagen, wir haben uns vorher über den Wanderer lustig gemacht, der sich durch die Bäume geschlagen hat und auf einmal dort raus kroch. Dann waren wir selber die Idioten und haben gelernt, hört auf Papa und nicht aufs Navi.



Aber hey, das war wieder ein richtiges Abenteuer nach meinem Geschmack. Es gibt für mich nichts schöneres als durch die Pampa zu klettern und immerhin sind wir wieder auf dem richtigen Weg gelandet, der zu unserer Ferienwohnung führte.

Es war ein abenteuerlicher, kleiner Spaziergang, der es mit seiner Steigung aber mächtig in sich hatte. Wir sehen uns hoffentlich bei meinem nächsten Abenteuer. Liebe Grüße, eure Emma.

Diesmal hat es uns zur Sösetalsperre im Harz verschlagen, wo es extra für Besucher einen großen Parkplatz gibt, um die Gegend zu erkunden. Die Sösetalsperre liegt bei Osterode am Harz.


Schon bei der Ankunft beeindruckt der große Stausee mit seiner ruhigen Wasserfläche, umgeben von viel Natur und den typischen Harzer Wäldern. Die Landschaft lädt einfach dazu ein, langsam unterwegs zu sein, stehen zu bleiben und die Aussicht zu genießen.


Welche Aufgabe hat die Sösetalsperre?
Die Sösetalsperre ist nicht nur ein schönes Ausflugsziel, sondern erfüllt auch eine wichtige Aufgabe: Sie speichert Wasser und trägt zur Trinkwasserversorgung sowie zum Hochwasserschutz bei. Die Talsperre wurde zwischen 1928 und 1931 errichtet und gehört zu den bedeutenden Anlagen der Harzwasserwerke.


Übersicht der Aufgaben der Sösetalsperre
Die Sösetalsperre erfüllt mehrere wichtige Aufgaben für die Region. Sie ist weit mehr als nur ein schöner Stausee zum Wandern.
- 💧 Trinkwasserversorgung: Das ist ihre wichtigste Aufgabe. Das Wasser der Sösetalsperre wird aufbereitet und versorgt zahlreiche Städte und Gemeinden im südwestlichen Harzvorland. Unter anderem auch Teile von Göttingen mit hochwertigem Trinkwasser.
- 🌊 Hochwasserschutz: Bei starken Regenfällen oder der Schneeschmelze im Harz kann die Talsperre große Wassermengen zurückhalten. Dadurch werden Hochwasserspitzen in der Söse und den flussabwärts gelegenen Orten abgeschwächt.
- 🏞️ Niedrigwasseraufhöhung: In trockenen Zeiten wird kontrolliert Wasser abgegeben. So bleibt genügend Wasser in der Söse, was für die Natur und die Wasserqualität wichtig ist.
- ⚡ Stromerzeugung: Am Staudamm befindet sich ein Wasserkraftwerk, das die Kraft des abfließenden Wassers zur umweltfreundlichen Stromerzeugung nutzt.
Was hat die Sösetalsperre zu bieten?
Für Spaziergänger und Wanderer bietet die Umgebung viele Möglichkeiten, die Natur zu entdecken. Besonders schön ist es, einfach ohne Eile unterwegs zu sein. Genau richtig für kleine Pfoten, die jeden Meter spannend finden. Von hier aus, kann man super zu einer Wanderung rund um die Sösetalsperre aufbrechen.


Während Emma ihre Umgebung erkundet hat, gab es für mich jede Menge schöne Fotomotive: das glitzernde Wasser, die Spiegelungen auf der Oberfläche, die alten Bäume am Wegesrand und diese besondere Ruhe, die man nur draußen in der Natur findet.


Emma hatte jedenfalls ihren Spaß: schnuppern, schauen, neue Wege entdecken und zwischendurch eine Pause mit Blick aufs Wasser machen. Ein wirklich schöner Ort, für einen ruhigen Ausflug mit Hund. Vor Ort gibt es auch einen Imbiss für den kleinen Hunger und einige Bänke, die zum verweilen einladen.


Wusstet ihr schon? Unter der Wasseroberfläche der Sösetalsperre verbirgt sich ein Stück Geschichte. Mit dem Bau der Talsperre Anfang der 1930er Jahre wurden Teile des alten Sösetals überflutet. Dazu gehört auch eine historische Steinbrücke bei der ehemaligen Siedlung Emme, die normalerweise unsichtbar auf dem Grund des Stausees liegt und nur bei extrem niedrigem Wasserstand gelegentlich wieder zum Vorschein kommt.

Für Kinder gibt es rund um die Sösetalsperre einen Klimalehrpfad zum Thema Wasser. Dieser Klimalehrpfad verbindet Wissen, Bewegung und Natur. Außerdem gibt es für uns Vierbeiner vor Ort auch einen Napf mit Wasser.

Unser Fazit:
Die Sösetalsperre ist ein wunderbarer Ort für alle, die Ruhe, Natur und schöne Landschaften lieben. Ein kleines Abenteuer im Harz, das zeigt: Manchmal liegen die schönsten Erlebnisse direkt vor der Haustür. Bis zum nächsten Abenteuer, eure Emma.
Hallo Freunde, diesmal haben wir Clausthal-Zellerfeld besucht, eine Stadt im Oberharz (Niedersachsen) mit ca. 13.500 Einwohnern.
Die Stadt besteht im Zentrum aus den beiden Stadtteilen Clausthal (im Süden) und Zellerfeld (im Norden), deren ursprüngliche Stadtgebiete durch die natürliche Grenze des Zellbachs getrennt werden. Bis 1924 waren Clausthal und Zellerfeld zwei selbständige Städte.
Spaziergang mit Hund durch Clausthal-Zellerfeld
Wenn ihr Clausthal-Zellerfeld besucht, werdet ihr mit etwas Glück die Klänge der Berghornisten hören. Das Neue Berghornisten-Corps der TU Clausthal pflegt eine jahrhundertealte Bergbautradition und begleitet bis heute zahlreiche Veranstaltungen im Oberharz. Die Musik gehört einfach zum Bergbau dazu und sorgt immer wieder für eine besondere Atmosphäre.

Mitten in Clausthal-Zellerfeld befindet sich das Geburtshaus von Robert Koch. Der spätere Nobelpreisträger wurde hier im Jahr 1843 geboren und zählt bis heute zu den bedeutendsten Medizinern Deutschlands. Von hier aus begann die Geschichte eines Mannes, dessen Forschungen die Medizin nachhaltig verändert haben.

Direkt gegenüber der Marktkirche steht das historische Rathaus. Zusammen mit den umliegenden Gebäuden bildet es das Herz der Altstadt. Bei einem Stadtbrand 1725 wurde der Vorgängerbau des heutigen Rathauses schwer beschädigt und um 1730 nach Plänen des hannoverschen Hofarchitekten Tobias Henry Reetz neu erbaut


Die Marktkirche ist wohl das bekannteste Wahrzeichen von Clausthal-Zellerfeld. Sie gilt als größte Holzkirche Deutschlands und beeindruckt bereits von außen durch ihre Größe. Auch ein Blick ins Innere lohnt sich, denn dort erwartet euch ein heller und überraschend schlichter Kirchenraum. Die Kirche wurde 1642 im Barockstil aus Eichen- und Fichtenholz erbaut.



Nur wenige Schritte von der Marktkirche entfernt erinnert das Denkmal an den Geologen Friedrich Adolph Roemer (1809 – 1869). Seine Forschungen trugen wesentlich dazu bei, die Geologie des Harzes besser zu verstehen.


Direkt auf dem Marktplatz sorgt das Wasserspiel für eine kleine Abkühlung. Gerade an warmen Tagen ist es ein beliebter Treffpunkt. Gleichzeitig erinnert es daran, wie wichtig Wasser für den Bergbau im Oberharz einst war. Leider war das Wasserspiel bei unserem Besuch aus.

Die Altstadt von Clausthal-Zellerfeld lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden. Zwischen den historischen Häusern entdeckt man immer wieder kleine Details, die an die lange Bergbaugeschichte erinnern. Wer mit offenen Augen unterwegs ist, findet an fast jeder Ecke interessante Fotomotive.



Die Geosammlung der TU Clausthal ist ein echter Geheimtipp. Hier könnt ihr beeindruckende Mineralien, Gesteine und Fossilien bestaunen, sowie Erze aus dem Harz. Die Technische Universität Clausthal wurde 1775 gegründet. Vor dem Gebäude befindet sich ein Hydraulisches Pumpenaggregat aus dem Jahre 1929 mit einer Leistung von 50KW bei 970 U/min.



Falls ihr euren Aufenthalt noch planen möchtet, lohnt sich ein kurzer Besuch in der Tourist-Information. Dort bekommt ihr Stadtpläne, Veranstaltungstipps und viele Informationen zu Wanderungen und Ausflugszielen rund um Clausthal-Zellerfeld. Zudem gibt es einen Shop mit regionalen Produkten, wie z.B. dem Schierker Feuerstein.


Im Robert-Koch-Haus erfuhr man früher mehr über das Leben des berühmten Mediziners. Die Ausstellung vermittelte einen interessanten Einblick in seine wissenschaftliche Arbeit und zeigte, warum Robert Koch bis heute weltweit bekannt ist. Heute ist das Gebäude leider in Privatbesitz und man kann es nicht mehr besuchen.


Das Alte Postamt aus dem Jahr 1874 erinnert an die Zeit, als Post noch mit der Kutsche durch den Harz transportiert wurde. Das historische Gebäude fügt sich harmonisch in das Stadtbild ein und erzählt ein kleines Stück der langen Geschichte Clausthal-Zellerfelds.

Etwas abseits des lebhaften Marktplatzes liegt die St.-Nikolaus-Kirche mit dem Nachfolgerbau aus dem Jahre 1960. Unter dieser Kirche verläuft der Tiefe-Georg-Stollen in einer Tiefe von 290m. Der sogenannte Wasserlösungsstollen verlief 1777 bis 1799 auf einer Länge von 19km, um das Grubenwasser abzuleiten.


Direkt am Marktplatz befindet sich das ehemalige Oberbergamt. Von hier aus wurde über viele Jahrhunderte der Bergbau im Oberharz verwaltet. Das repräsentative Gebäude zeigt eindrucksvoll, welche Bedeutung der Bergbau einst für die gesamte Region hatte. Heute ist hier das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie untergebracht.

Silber aus den Harzer Bergwerken wurde früher direkt in Clausthal zu Münzen verarbeitet. Die ehemalige Münzstätte Clausthal, wovon es noch 2 weitere gab, ist aus dem Jahr 1726. Sie erinnert an diese wirtschaftlich bedeutende Zeit und ist seit 1950 ein Studentenwohnheim.

Die Kehrradstuben (UNESCO-Weltkulturerbe) gehören zu den Zeugnissen der Oberharzer Wasserwirtschaft. Hier standen riesige Wasserräder, die Maschinen und Förderanlagen unter Tage antrieben. Wer sich für Technik interessiert, bekommt einen guten Eindruck davon, wie ausgeklügelt der Bergbau damals organisiert war. Es ist das älteste und am längsten betriebene Bergwerk im Harz vom 16. Jahrhundert bis ins 20. Jahrhundert.



Der Ottiliae-Schacht erinnert an die lange Bergbautradition von Clausthal-Zellerfeld. Über viele Jahrzehnte wurden hier Erze gefördert und Gruben entwässert. Heute zeugen die erhaltenen Gebäude von der bedeutenden Bergbaugeschichte des Oberharzes und machen den Schacht zu einem interessanten Stopp auf dem Stadtrundgang. Er gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe der Oberharzer Wasserwirtschaft.



Auf den ersten Blick wirken die Lochsteine eher unscheinbar. Tatsächlich handelt es sich aber um historische Grenzsteine, die einst den Verlauf der Grubenfelder markierten. Hier sind die Markierungen für die Gruben „Alter Segen“ und „Braune Lilie„.

Die St.-Salvatoris-Kirche prägt das Zentrum von Zellerfeld. Nach mehreren Bränden wurde sie immer wieder aufgebaut und gehört heute zu den bedeutendsten Kirchen des Oberharzes. Besonders sehenswert sind der helle Innenraum und die historische Ausstattung.


Ein echter Hingucker ist die Berg-Apotheke aus dem Jahre 1674, welche auch heute noch als Apotheke genutzt wird. Ihren Spitznamen „Fratzen-Apotheke“ verdankt sie den auffälligen geschnitzten Gesichtern an der Fassade. Wer durch die Altstadt schlendert, sollte unbedingt einmal nach oben schauen, denn die Figuren werden leicht übersehen.

Wer mehr über Clausthal-Zellerfeld erfahren möchte, ist hier genau richtig. Das Museum für Technik und Kulturgeschichte verbindet Stadtgeschichte, Bergbau und Alltagsleben miteinander und zeigt anschaulich, wie eng alles miteinander verbunden war. Besonders die historischen Exponate vermitteln einen guten Eindruck vom Leben vergangener Jahrhunderte.


Das Oberharzer Bergwerksmuseum bietet Führungen durch das Schaubergwerk, es hat ein Freigelände mit originalen Bergwerksanlagen, Spezialsammlungen, Sonderausstellungen und 29 Ausstellungsräume


Mitten in der Bergstraße lohnt sich ein kurzer Stopp am Glockenspiel aus 1987. Mehrmals täglich erklingen Melodien, während sich die Figuren bewegen und an die sogenannte Fahrkunst erinnern. Die Fahrkunst aus 1988 ist eine technische Erfindung, mit der Bergleute früher in die Schächte ein- und ausfahren konnten. Ein schönes Detail, das viele Besucher zunächst gar nicht entdecken.

Das Dietzelhaus zählt zu den ältesten Wohnhäusern der Stadt. Es vermittelt einen guten Eindruck davon, wie die Bürger Clausthals vor mehreren Jahrhunderten lebten. Besonders Liebhaber historischer Fachwerkhäuser kommen hier auf ihre Kosten.

Das ehemalige Wohnhaus des Gelehrten Caspar Calvör wird heute als Hotel „Zum Harzer“ genutzt. Von außen ist das historische Gebäude noch gut zu erkennen und erinnert an einen Mann, der sich intensiv mit der Geschichte des Harzes beschäftigte. Wichtige Besucher in dem Haus waren Georg Philipp Telemann von 1694-1698 und Gottfired Wilhelm Leibniz.


Die Glashütte zeigt eine weitere Seite der Harzer Geschichte. Neben dem Bergbau spielte auch die Glasherstellung über viele Jahrhunderte eine wichtige Rolle. Je nach Angebot könnt ihr den Glasbläsern sogar bei ihrer Arbeit zusehen und im angeschlossenen Laden handgefertigte Erinnerungsstücke entdecken.

Die ehemalige Münze aus dem Jahr 1601 hat heute eine ganz andere Aufgabe, als Kunsthandwerkerhof. In den historischen Gebäuden arbeiten Kunsthandwerker, die ihre Werkstätten für Besucher geöffnet haben. Hier findet ihr handgefertigte Keramik, Schmuck, Holzarbeiten und viele weitere schöne Mitbringsel. Betrieben wurde die Münze bis 1788. Hier wurden die Wildemanns-Taler und Ausbeute-Taler aus oberharzer Silber geprägt.


Der Carler Teich gehört zum UNESCO-Welterbe Oberharzer Wasserwirtschaft. Früher diente er als Wasserspeicher für den Bergbau, heute ist er ein idyllischer Ort zum Spazierengehen und Entspannen. Gerade bei schönem Wetter lohnt sich ein kleiner Abstecher ans Wasser.


Zum Abschluss lohnt sich noch ein Blick auf das historische Wasserrad. Es macht deutlich, wie wichtig die Wasserkraft für den Bergbau war. Ohne die ausgeklügelte Wasserwirtschaft wären viele Gruben im Oberharz überhaupt nicht betrieben worden. Heute erinnert das Wasserrad an diese beeindruckende Ingenieursleistung und ist ein schönes Fotomotiv.


Wir können euch einen Besuch in Clausthal-Zellerfeld wirklich sehr empfehlen, denn es gibt viel zu sehen und zu erkunden. Es ist eine schöne kleine Stadt, mit viel Natur rund herum. Ich hatte meinen Spaß beim erkunden und ich glaube, Frauchen und Herrchen hat es auch sehr gefallen. Die Leute im Ort, mit denen man ins Gespräch kam, waren auch alle sehr nett und hilfsbereit.
Alle Links zu Clausthal-Zellerfeld, findet ihr hier: Links zu Clausthal-Zellerfeld
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- Berghornisten-Corps Clausthal-Zellerfeld
- Geburtshaus Robert Koch
- Rathaus Clausthal-Zellerfeld
- Marktkirche „Zum heiligen Geist“, Clausthal-Zellerfeld
- Roemer-Denkmal
- Altstadt Clausthal-Zellerfeld
- Geosammlung TU Clausthal
- Tourist-Information Clausthal-Zellerfeld
- Robert-Koch-Haus Clausthal
- Altes Postamt Clausthal-Zellerfeld
- St.-Nikolaus-Clausthal
- Oberbergamt Clausthal-Zellerfeld
- Clausthaler Münze
- Rosenhöfer Kehrradstuben
- Ottiliae-Schacht
- St.-Salvatoris-Kirche, Clausthal-Zellerfeld
- Bergapotheke Zellerfeld
- Oberharzer Bergwerksmuseum
- Glockenspiel und Fahrkunst Zellerfeld
- Dietzelhaus Zellerfeld
- Ehemaliges Wohnhaus Caspar Calvör und Hotel „Zum Harzer“
- Glashütte Clausthal-Zellerfeld
- Kunsthandwerkerhof Zellerfeld
- Carler Teich
Manchmal braucht es gar kein großes Abenteuer und es reicht ein schöner Weg, frische Waldluft und ein neugieriger Hund an der Seite. Genau so war unser Ausflug zur Odertalsperre im Harz. Wir haben die Ruhe genossen, die Aussicht auf den See und die kleinen Augenblicke, die einen Spaziergang besonders machen.


Die Odertalsperre liegt im Harz zwischen Bad Lauterberg und Braunlage und ist ein beliebtes Ziel für Spaziergänge und Naturausflüge. Der große Stausee wird von der Oder gespeist und gehört zu den bekannten Ausflugszielen der Region.

Schon bei der Ankunft war klar, hier gibt es einiges zu entdecken. Das Wasser glitzerte, der Wald rundherum sorgte für eine richtig schöne Atmosphäre und Emma konnte ihre Nase kaum aus dem Boden nehmen. Jeder neue Geruch schien spannend zu sein. Egal ob Wald, Wasser oder die vielen kleinen Spuren, die andere Tiere hinterlassen haben.
Die versunkenen Brücken der Odertalsperre
Kaum jemand weiß, dass sich unter der Wasseroberfläche der Odertalsperre ein Stück Geschichte verbirgt. Bevor das Tal geflutet wurde, führten mehrere Straßen über steinerne Brücken. Heute liegen sie auf dem Grund des Stausees.
Besonders bekannt sind die Emma-Brücke, die Anna-Brücke und die Erika-Brücke. Sinkt der Wasserstand außergewöhnlich stark, tauchen einzelne Brücken wieder aus dem Wasser. Für viele Besucher ist das ein ganz besonderes Erlebnis und ein beliebtes Fotomotiv.


Was genau macht die Odertalsperre?
Viele denken, sie dient der Trinkwasserversorgung, dass stimmt jedoch nicht.
Die Odertalsperre erfüllt heute vier wichtige Aufgaben:
🚶 Naherholung: Wanderer, Radfahrer, Angler und Naturfreunde besuchen die Talsperre das ganze Jahr über.
🌊 Hochwasserschutz: Sie hält bei starken Regenfällen große Wassermengen zurück.
💧 Niedrigwasseraufhöhung: In trockenen Zeiten wird kontrolliert Wasser abgegeben, damit die Flüsse genügend Wasser führen.
⚡ Stromerzeugung: Das Wasserkraftwerk erzeugt umweltfreundlichen Strom für rund 1.500 Haushalte.



Vor Ort gibt es einen sehr kleinen Parkplatz, der zu unserer frühen Uhrzeit noch leer war. Aber kommt man später her, gibt es quasi keine Möglichkeit mehr zu parken. Ich und Papa sind schon wieder bereit für das nächste Abenteuer und warten auf Mama, die noch weitere Fotos machen wollte, als hätte sie nicht schon genug davon. Seid gespannt, was wir noch so im Harz erkundet haben. Bis zum nächsten Mal, eure Emma.

Unser Fazit:
Die Odertalsperre ist ein tolles Ziel für Hundemenschen, die Natur lieben und mit ihrem Vierbeiner einen entspannten Ausflug im Harz erleben möchten. Ein Ort zum Durchatmen, Entdecken und Pfotenlaufen.
Die Formel-1-Ausstellung gastierte in Oberhausen (OBEX). Sie wurde aufgrund der hohen Nachfrage bis zum 12.04.2026 verlängert. Sie zeigt auf über 3.000 m² seltene Exponate und Rennwagen. Da war ein Besuch als Formel 1 Fan natürlich Pflicht. Hunde sind in der Ausstellung leider nicht erlaubt, daher habe ich sie alleine mit meinem Sohn besucht.


Schon beim Betreten der Ausstellung fühlt man sich ein bisschen wie in einer anderen Welt: Motorengeräusche, glänzende Boliden, historische Helme und die Geschichten hinter den großen Namen der Formel 1. Die Ausstellung zeigt nicht nur schnelle Autos, sie erzählt von Menschen, Technik, Mut und jahrzehntelangem Rennsport. Red Bull RB168 aus 2001 und Lego Mc Laren
Die Formel-1-Ausstellung
Das Herzstück der Ausstellung sind die Rennwagen. Jeder Bolide erzählt seine eigene Geschichte: Entwicklung, technische Meisterleistung und die Suche nach jeder einzelnen Sekunde Vorsprung.
Formel 1 Auto aus Lego
Beeindruckend fand ich den aus Lego gebauten Mc Laren. Im ersten Moment dachte ich, es sei ein echtes Auto. Zudem sieht man den Red Bull RB 168 aus dem Jahr 2001, welchen Sebastian Vettel gefahren hat.



Jackie Stewart
Hier seht ihr ein besonderes Stück Formel-1-Geschichte, den Matra MS80-02 aus dem Jahre 1969. Mit diesem Wagen schrieb Jackie Stewart Motorsportgeschichte und sicherte sich seinen ersten Weltmeistertitel in der Formel 1.
Ära aus einer vergangenen Zeit
Dieses Auto stammt aus einer Ära, in der die Formel 1 noch ganz anders aussah. Die Fahrer saßen nahezu ungeschützt in ihren offenen Cockpits, während Ingenieure ständig neue Wege suchten, mehr Geschwindigkeit und bessere Straßenlage zu erreichen.


Ferrari F1-2000 – Formel-1-Bolide von Michael Schumacher
Mein persönliches Highlight als Fan war der Michael Schumacher Bereich, wo unter anderem sein Ferrari, der F1-2000 standen. Die Atmosphäre in dem Bereich war einmalig. Zwischen Anmut, Bewunderung und echten Emotionen. Es war komplett still hier drin, kein Mensch hat etwas gesagt und ich habe mich meinem Idol ziemlich nah gefühlt.



Die Strategie der Reifen
Man denkt immer, ach das sind nur Reifen, aber in der Formel 1 entscheiden Reifen über Sieg oder Niederlage. Sie müssen nicht nur möglichst viel Grip bieten, sondern auch zur Strecke, zum Wetter und zur Rennstrategie passen. Manchmal ist genau diese Entscheidung der entscheidende Moment eines Rennens.
Welche Reifen gibt es?
Ob harte oder weiche Mischung, Trockenreifen, Intermediates oder Regenreifen. Die richtige Wahl kann einen Fahrer nach vorne bringen, während andere Zeit verlieren. Besonders bei wechselhaftem Wetter wird aus der Reifenwahl ein echtes Glücksspiel.
Beispiel für eine gute Reifenwahl – Michael Schumacher
Ein legendäres Beispiel ist Michael Schumacher beim Großen Preis von Belgien 1995 in Spa. Während Regen einsetzte, blieb Schumacher auf Trockenreifen und kämpfte sich mit viel Gefühl für das Auto durch die schwierigen Bedingungen. Als die Strecke wieder abtrocknete, zahlte sich diese mutige Entscheidung aus und Schumacher gewann das Rennen. Man was habe ich damals mitgefiebert.


Videowände mit Rennmomenten
Zwischen all den Rennwagen, Helmen und Erinnerungsstücken gab es auch Videowände mit historischen Aufnahmen aus verschiedenen Bereichen der Formel 1. Sie brachten die Vergangenheit wieder zum Leben und zeigten, was hinter den glänzenden Autos wirklich steckt: Emotionen, Erfolge, Dramen und unvergessliche Rennmomente.


Strategie die über Sieg oder Niederlage entscheidet
Während die Zuschauer nur die schnellen Runden sehen, entscheidet im Hintergrund ein riesiges Team aus Ingenieuren und Strategen über Reifenwahl, Boxenstopps und den perfekten Zeitpunkt für jede Entscheidung. Im Bereich der Strategie erfährt man, wie damit ein Rennen gewonnen werden kann.


Die Legenden der Formel 1 – die Menschen hinter dem Mythos
Formel 1 besteht nicht nur aus schnellen Autos und technischen Meisterleistungen. Es sind vor allem die Fahrer, die diesen Sport geprägt haben. In der Ausstellung wurden einige der größten Namen der Motorsportgeschichte mit beeindruckenden Büsten gewürdigt.
Jeder dieser Fahrer steht für eine eigene Ära, besondere Erfolge und unvergessliche Momente. Namen wie Ayrton Senna, Michael Schumacher, Niki Lauda, Alain Prost oder Jackie Stewart sind bis heute eng mit der Geschichte der Formel 1 verbunden.
Die Gesichter erzählen Geschichten von Siegen, Rückschlägen, Mut und Leidenschaft. Hinter jedem Helm steckt ein Mensch, der bereit war, immer wieder an die Grenzen des Möglichen zu gehen.


Ayrton Senna – eine Legende, die bis heute berührt
„If you no longer go for a gap you are no longer a racing driver.“ – Ayrton Senna
Dieses Zitat zeigt sehr gut, was viele Rennfahrer auszeichnet: den Mut, im entscheidenden Moment eine Chance zu nutzen und an die eigenen Grenzen zu gehen.
Kaum ein Fahrer hat die Formel 1 so geprägt wie Ayrton Senna. Der Brasilianer galt als einer der talentiertesten und leidenschaftlichsten Rennfahrer seiner Zeit. Mit seinem außergewöhnlichen Gefühl für das Auto, seinem unbedingten Siegeswillen und seiner beeindruckenden Leistung bei schwierigen Bedingungen wurde er zu einer Ikone des Motorsports.
Sein tragischer Unfall beim Großen Preis von San Marino 1994 beendete viel zu früh die Karriere eines Fahrers, der für viele bis heute unvergessen bleibt.

Damon Hill und Jacques Villeneuve
Die Rennanzüge von Damon Hill und Jacques Villeneuve erinnern an eine besondere Zeit der Formel 1 in den 1990er Jahren. Beide Fahrer wurden Weltmeister und prägten eine Ära, in der Technik, Mut und fahrerisches Können immer wieder neu ausgelotet wurden.
Damon Hill wurde 1996 mit Williams-Renault Formel-1-Weltmeister und trat damit in die Fußstapfen seines berühmten Vaters Graham Hill. Sein Weg an die Spitze war außergewöhnlich, denn er begann seine Karriere vergleichsweise spät und kämpfte sich dennoch bis zum Weltmeistertitel.
Jacques Villeneuve holte nur ein Jahr später, 1997, ebenfalls im Williams-Renault, den Weltmeistertitel. Der Kanadier war bekannt für seinen aggressiven Fahrstil und seinen Mut zu riskanten Manövern.



Der Fahrer im Mittelpunkt – Rennanzüge erzählen Geschichten
Neben den beeindruckenden Rennwagen gab es in der Ausstellung einen Bereich, der die Menschen hinter dem Motorsport in den Mittelpunkt stellte: Fahrer in ihren originalgetreuen Rennanzügen, mit Helm, Handschuhen und Schuhen.
Jede Kombination erzählt ihre eigene Geschichte. Die Farben, Logos und Designs spiegeln nicht nur die Teams und Sponsoren wider, sondern erinnern auch an bestimmte Epochen der Formel 1. Von den frühen Jahren des Sports bis zur modernen Zeit sieht man, wie sich Material, Sicherheit und Ausrüstung über die Jahrzehnte verändert haben.
Besonders spannend ist der Blick auf die unterschiedlichen Generationen von Fahrern. Legenden wie Michael Schumacher stehen dabei für eine Ära, in der die Formel 1 weltweit Millionen Fans begeisterte und der Kampf um jede Tausendstelsekunde immer weiter perfektioniert wurde.



Die Regeln hinter den Rennen
Auf den ersten Blick geht es in der Formel 1 darum, wer am schnellsten über die Ziellinie fährt. Doch hinter jedem Rennen steckt ein umfangreiches Regelwerk, das den gesamten Ablauf bestimmt.
Von der Startaufstellung über Überholmanöver bis hin zu Boxenstopps und Strafen. Jede Entscheidung kann den Ausgang eines Rennens beeinflussen. Auch Themen wie Flaggen, Sicherheitsregeln und technische Vorgaben sorgen dafür, dass Fahrer und Teams unter möglichst fairen Bedingungen gegeneinander antreten.
Besonders spannend ist, wie sich die Regeln im Laufe der Jahrzehnte verändert haben. Was früher möglich war, ist heute oft aus Gründen der Sicherheit oder Chancengleichheit nicht mehr erlaubt. Die Formel 1 entwickelt sich ständig weiter, nicht nur bei den Autos, sondern auch bei den Regeln.

Helme – die persönlichen Markenzeichen der Fahrer
Kaum ein Gegenstand ist in der Formel 1 so eng mit einem Fahrer verbunden wie sein Helm. Während das Auto das Ergebnis von Technik und Teamarbeit ist, trägt der Helm die ganz persönliche Handschrift des Menschen dahinter.
In diesem Bereich der Ausstellung wurden Helme verschiedener ehemaliger Formel-1-Piloten gezeigt. Viele Designs sind sofort wiederzuerkennen: bestimmte Farben, Muster oder Symbole wurden über Jahre hinweg zu einem Markenzeichen ihrer Fahrer. Auch Michael Schumacher ist bekannt für seine tollen Helmdesigns und man war jede Saison gespannt, wie diesmal sein Helm aussieht.
Doch ein Helm ist nicht nur ein Wiedererkennungszeichen. Er ist eines der wichtigsten Sicherheitsbauteile im Motorsport und hat sich über die Jahrzehnte stark weiterentwickelt. Materialien, Schutzsysteme und Technik wurden immer weiter verbessert, um die Fahrer bei extremen Geschwindigkeiten bestmöglich zu schützen.

Mercedes W154 – Rennsportgeschichte aus den 1930er-Jahren
Zu den ältesten und beeindruckendsten Fahrzeugen der Ausstellung gehörte der Mercedes W154. Der silberne Rennwagen stammt aus den späten 1930er-Jahren und erinnert an eine Zeit, in der der Motorsport noch in seinen frühen Jahren stand.
Mit seinem langen Aufbau, den freistehenden Rädern und dem offenen Cockpit unterscheidet er sich deutlich von den modernen Formel-1-Boliden. Gleichzeitig wird beim Anblick des Fahrzeugs deutlich, wie mutig die Rennfahrer dieser Epoche gewesen sein müssen. Sicherheitszellen, moderne Helme oder die heute selbstverständlichen Schutzsysteme gab es damals noch nicht.
Der W154 war einer der erfolgreichsten Rennwagen seiner Zeit und wurde unter anderem von Fahrern wie Hermann Lang und Manfred von Brauchitsch pilotiert. Er gehört zu den berühmten „Silberpfeilen“, die den internationalen Motorsport in den 1930er-Jahren dominierten.



Wenn ein Rennwagen zur Geschichte wird – das Unfallauto von Romain Grosjean
Ein besonders eindrucksvolles Ausstellungsstück ist kein glänzender Siegerwagen, sondern ein stark beschädigtes Rennfahrzeug: das Wrack des Haas VF-20 von Romain Grosjean aus dem Jahr 2020. Bei diesem Anblick wurde einem gleich ganz anders.
Der Unfall beim Großen Preis von Bahrain gehört zu den dramatischsten Momenten der jüngeren Formel-1-Geschichte. Nach einem schweren Einschlag ging das Auto sofort in Flammen auf. Dass Grosjean diesen Unfall überlebte, war auch ein Zeichen dafür, wie sehr sich die Formel 1 verändert hat. Der Halo-Schutzbügel, moderne Materialien und umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen haben dazu beigetragen, dass Fahrer heute deutlich besser geschützt sind als in früheren Zeiten.
Man sieht hier nicht nur Metall und Carbonreste, sondern ein Stück Formel-1-Geschichte, Glücklicherweise mit einem guten Ausgang.


Die Geschichte der Formel 1 – Jahrzehnte voller Teams und Legenden
Ein spannender Bereich der Ausstellung zeigt die Entwicklung der Formel 1 über viele Jahrzehnte. Das große Diagramm macht sichtbar, wie sich die Teams im Laufe der Zeit verändert haben. Manche verschwanden wieder, andere prägten ganze Epochen.
Man sieht, welche Rennställe über viele Jahre Teil der Formel-1-Geschichte waren und wann bestimmte Teams ihre großen Erfolgsphasen hatten. Ferrari begleitet die Formel 1 seit den Anfangsjahren, während Teams wie McLaren, Williams, Mercedes oder Red Bull jeweils ihre eigenen Kapitel geschrieben haben.

Arrows A8-BMW – Christian Danner im Turbo-Zeitalter der Formel 1
Ein weiteres spannendes Fahrzeug der Ausstellung ist der Arrows A8-BMW aus dem Jahr 1986. Heute kennen viele Christian Danner als Formel-1-Experten und Kommentator, doch bevor er am Mikrofon die Rennen analysierte, saß er selbst im Cockpit eines Formel-1-Wagens.
Der Arrows A8 stammt aus einer besonders faszinierenden Zeit der Formel 1: der Turbo-Ära. Die Fahrzeuge waren leicht, extrem schnell und wurden von leistungsstarken Turbomotoren angetrieben. Der BMW-Motor im Arrows gehörte zu den beeindruckenden Triebwerken dieser Epoche.
Christian Danner übernahm 1986 das Cockpit bei Arrows und holte mit diesem Team beim Großen Preis von Österreich einen sechsten Platz.



Michael Schumacher – eine Ära der Formel 1
Kaum ein Name ist so eng mit der modernen Formel 1 verbunden wie Michael Schumacher. Für viele Fans prägte er eine ganze Generation des Motorsports und wurde zu einer der größten Persönlichkeiten der Rennsportgeschichte. Seine Zeit bei Ferrari war geprägt von außergewöhnlichem Erfolg, unzähligen Rekorden und sieben Weltmeistertiteln.
Das Bild vom jubelnden Fahrer nach einem Sieg zeigt genau diese Emotion, die den Motorsport ausmacht. Hinter einem Pokal oder einem Siegerfoto stehen nicht nur die Sekunden auf der Strecke, sondern jahrelange Arbeit, Teamgeist und der Wille, immer wieder besser zu werden.
Ich habe in den 1990ern eine intensive Zeit mit meinem Vater erlebt, da ich mit ihm die Rennen, auch mitten in der Nacht, schauen durfte. Mein erstes Rennen habe ich 1992 mit meinem Vater geschaut und war sofort ein Fan von Michael Schumacher. Papa, für diese tolle Erfahrung und die verbrachte Zeit mit dir, danke ich dir sehr!


Wall of Fame der Rennstars
Nach dem Ausstellungsbereich gibt es eine „Wall of Fame“ der bekanntesten Formel 1 Piloten aus verschiedenen Jahren. Hier kann man sich zu seinem Idol stellen und ein gemeinsames Foto machen.



Shoppingglück für Formel-1-Fans
Kurz vor dem Ausgang aus der Formel-1-Ausstellung, gibt es noch einen Shop, wo man sich Caps, Trikots, Bücher und viele weitere Fanartikel kaufen kann. Hunde dürfen zwar nicht mit in die Ausstellung, aber es gibt trotzdem Hundespielzeug in Form eines Formel-1-Autos zu kaufen, was ich eine tolle Idee fand. Leider wurde unser Geldbeutel hier auf eine harte Probe gestellt.



Wo ist die Formel-1-Ausstellung nach Oberhausen zu finden?
Mittlerweile gastiert die Formel-1-Ausstellung in München (Deutschland). Du findest sie im Pineapple Park (einem ehemaligen Paketpostamt). Die Ausstellung bleibt dort bis zum 14.09.2026. Ein Teil der Ausstellung wurde verändert, was z.B. die Autos angeht. Wo die Ausstellung nach München zu sehen ist, wurde noch nicht kommuniziert.
Unser Fazit zum Besuch der Formel-1-Ausstellung
Wir können euch einen Besuch der Formel-1-Ausstellung wirklich sehr empfehlen, denn wir waren einfach nur absolut begeistert. Es war nicht einfach nur eine Ausstellung mit alten Rennwagen, sondern eine spannende Reise durch die Geschichte des Motorsports.
Für uns war die Ausstellung informativ, beeindruckend und mit vielen Gänsehautmomenten verbunden. Ein Besuch, der nicht nur Motorsportfans begeistert, sondern allen zeigt, was hinter der Faszination Formel 1 wirklich steckt.
